Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

Läuft. Oder nicht. Und: Die letzte Woche bricht an.

Immer noch stellt WordPress sich tot, wenn es um die free-Kunden geht. Oder ich finde es nicht. Bisher hatte ich mein Google-Fu als nicht gar so grausig schlecht eingeschätzt, so dass ich den Verdacht habe, man hat tatsächlich keine Möglichkeit, das Blog vollständig abzusichern und es scheint auch nicht geplant, das zu ändern. Andere sind gelassener. Aber mir steckt noch der Abmahngeier des Nörgelbären in den Knochen. Ich kann mich nicht dazu durchringen, mit „wird schon passen, wenn ich XY nur anpasse“ in die Zukunft zu gehen.

Deshalb also – die letzte Woche bricht an! (Pie Iesu domine … und so – ab nach Tumblr).

Aber genug doom and gloom! Ich hatte ein recht angenehmes Wochenende. Sieht man davon ab, dass mich der Stress der letzten Wochen (Monate!) nun wirklich einholt. Ich hatte Sonntag einen so furchtbaren Absturz, dass keine Tablette mehr half. Und ich spüre, dass eine enorme depressive Episode aufzieht. Ich kann es nicht ändern, da kann ich mich bei meinem Job bedanken. Ich versuche, es abzumildern, komme aber derzeit noch nicht wirklich voran.

Mist, das war ja schon wieder doom and gloom!

Also, nochmal. Neuer Versuch: Prinzipiell war das lange Wochenende sehr schön. Ich bin viel gelaufen, wenn auch keine neue Strecke, weil ich plötzlich irrational Angst hatte, dass es gefährlicher sein könnte, in einem öffentlichen Park zu joggen als auf freiem Feld und zwischen verfallender Industrie. Ich bin nicht eben konsistent in meinen Paniktriggern. Geisteskrank sein saugt Kamelhoden.

Viel gelaufen. Ja. Und viel vor dem Fernseher versackt und Altered Carbon geschaut (sehr positiv überrascht). Und mit den Liebsten in Deadpool 2 gewesen. Große Freude darüber, dass es diesen Film nur in 2D gibt, denn so war unser üblicher Wunsch „Originalsprache und 2D“ schon von vorneherein um 50% leichter zu erfüllen. Großartiger Film. Durch und durch. Braucht ein paar Minuten, um in Fahrt zu kommen, aber dann ist es eine reine Freude. „X-people!“ – „You are X-hausting …“. Und natürlich „I didn’t tell him anything. Except everything he wanted to know”. Und wieder eine Gelegenheit für mich, Alan Tudyk in einer Nebenrolle nicht zu erkennen! Obwohl ich Wash so gern mag!

Außerdem gab’s das Release des nächsten DLCs (Chapters … oh, nennt den Scheiß doch, wie ihr wollt, Zenimax!) von TESO. Was dazu führte, dass die Waldnymphe, J1 und ich fröhlich quietschend („Das ist soooo niedlich!“) durch disney-eske Landschaften (rosa Bäume! Kitschburgen!) ritten und Weltbosse farmten. An Storycontent war noch nicht wirklich zu denken, dazu ist es noch zu voll.

Essenstechnisch läuft es tatsächlich. Freitag und Samstag hatte ich zwar nur ein kleines Defizit, bzw. Erhaltung – aber sonst sind es immer mindestens 500, eher 700 bis 1000 mit genug Protein, um satt zu bleiben. Ich merke bisher nur an der Sportleistung, dass mein Körper an die (reichlich vorhandenen) Ressourcen muss. Das ist natürlich nervig. Im Moment habe ich deshalb keinen Spaß an Sport, sondern Spaß daran, mit Sport fertig zu sein. Aber ich weiß, woran es liegt. Und weiß, dass es wieder anders wird, sobald ich mein Ziel erreicht habe und wieder Erhaltung esse. Heute Morgen haben mich meine Squats und Crunches fast gelegt. Das stresst ein bisschen.

So, auf in eine kurze Woche mit wieder etlichen Stressphasen. Noch zwei Wochen, dann bin ich durch … Schade, dass ich mich nicht darauf freuen kann, weil ich weiß, dass ich dann mental/seelisch einfach zusammenklappen werde. Ich laufe auf Adrenalin und Lorezepam. Sehr wilder Ritt gerade. Eine Achterbahnfahrt zwischen irrsinniger Energie und den tiefsten Löchern.

Morgen gibt’s mal einen Bericht zu meinem neuesten Küchen-Gadget, das mich sehr begeistert. Ich liebe Dinge, bei denen „Vorbereiten, anschalten, vergessen“ zu guten Resultaten führt. Aber mehr verrate ich noch nicht.

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Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

Revenge of the Quittenbirne und Schutzfolie auf’m Display

Der Erklärfaun bat um eine Fuck-you-Maneki-Neko. Noch keine Erklärung, warum.

Zweiter Tag im Defizit. Lief sehr gut. Mit einem heftigen Stolperstein am Ende, der mir jetzt noch zu schaffen macht: die Quittenbirne.

Ich hatte wieder Porridge und Misosuppe. Da mir aber die Tomaten ausgegangen waren, habe ich mir die seit längerem unbeobachtet herumliegende Quittenbirne angesehen, festgestellt, dass sie plötzlich weich war, die Pläne, sie zu dünsten, in den Wind geschossen und das gute Stück verzehrt, während auf dem Bildschirm Sam das erste Mal Lucifer begegnete.

Geschmacklich eher so … normal. Nicht Sam. Sam ist toll. Aber die Quittenbirne. Schmeckte genau wie eine normale Birne. Nur weniger saftig und etwas lascher.

War ein großes Teil und nachdem ich sie gegessen hatte, wusste ich auch, was ich getan hatte.

Dumm nur, dass ich sie irgendwie gar nicht vertragen habe. Die ganze Nacht Übelkeit und Bauchschmerzen. Und selbst jetzt ist es noch nicht wieder gut. Ob es tatsächlich die Quittenbirne war, kann ich natürlich nicht sagen. Aber alles, was ich sonst an diesem Tag gegessen habe, war bekannt und für gut befunden. Also: Quittenbirne irgendwann ein drittes Mal mit absoluter Vorsicht.

Heute ist für mich Angstpatienten-Stresstag. Mein full-frontal-Trigger sind Situationen, deren Ergebnis und Verlauf ich nicht kontrollieren kann (daher auch schon jetzt stilles Weinen … im Juli das erste Mal in ein Flugzeug steigen müssen … aber der Tunnel ist nunmal leider keine Alternative …). So etwas habe ich heute niedrigschwellig, weil mein Auto zur Inspektion ist (wirre Gedanken rund um den Themenkomplex „Totalschaden“, „teure Reparatur von Irgendwas“, obwohl das Auto völlig brav ist). Ginge noch, wenn ich nicht dank der derzeitigen Terror-Deadline-und-nochmal-´ne-Schippe drauf-Situation nicht freinehmen konnte (wollte … Kontrolle und so). Denn jetzt muss ich das Auto der Elterneinheiten fahren. Das größer ist als meine treue kleine Schleuder. Plus die fünf-Kilometer-Baustelle auf der A5, die mich schon einmal in eine volle Panikattacke geschickt hat und der ich auch gut medikamentiert immer mit leichter Unruhe entgegensehe. Und dann kam noch das Navi dazu.

Das Navi.

Ich habe keins. Ich habe im Notfall Google Maps, neige aber eher dazu, mir eine unbekannte Strecke vorher im Internet anzusehen und dann recht zielgerichtet aus der Erinnerung zu fahren. Das kann ich richtig gut. Orientierung ist mein Ding, weshalb ich auch London sehr intuitiv zu erleben vorhabe. Hat in Paris und Prag schließlich auch geklappt.

Jedenfalls hängt im Auto der Elterneinheiten ein Navi. Weil Muttereinheit sich gegen ein Smartphone sperrt und Vatereinheit zwar gern eins hätte, es aber nicht forciert.

Ein Navi, das ich nicht ausgeschaltet bekomme! Mit der Schutzfolie noch auf dem Display. Viel Eltern-versus-Technik-mäßiger wird’s diesseits von tausend Searchbars im Browser nicht mehr! Ich stand dem Leuchtekasten an der Scheibe also recht hilflos gegenüber und habe schließlich versucht, ihn zu ignorieren (man mag es ja auch nicht mit Gewalt abschrauben, wenn das Auto einem nicht gehört). Was nur solange klappte, bis das Ding mich vor jedem fest installierten Blitzer anzublöken begann. Und ich fuhr nichtmal zu schnell!

Wer in Hessen wohnt weiß, dass auf jeder einigermaßen ebenen Fläche ein Blitzer aufgestellt ist. Bedeutete also Dauergeplärre, sobald ich die Grenze nach Norden überquert hatte.

Sehr aufreibend! Und ich darf das heute Mittag nochmal in umgekehrter Strecke erleben. Große Vorfreude.

Hoffentlich hat mein Auto nichts und ich kann es direkt wieder mitnehmen!

Dann endlich Entspannung mit langem Wochenende (der Mai ist ein guter Monat!) und Kino. Und Laufen. Ich will mal testen, wie voll der Schlossgarten morgens ist. Denn eine Alternative zu meiner normalen Laufstrecke zu haben wäre schön. Ich fürchte, die Motivation dafür ist hauptsächlich, dass ich dort K. begegnet bin. Ich bin gut mit ihm befreundet, er ist ein toller, liebenswerter Mensch. Aber meine unvorhersehbare Neurose hat meine Joggingstrecke nun für verbrannt erklärt. Völliger Schwachsinn!

Andererseits wäre der Schlossgarten auch hübscher und weniger abgelegen. Aber zu vielen Mitläufern zu begegnen ist immer grauslich für mich. Ach, irgendwas ist immer!

Mal sehen, wie gut ich dort zurechtkomme. Einmal ganz rum plus Wegstrecke zum Garten sollten auch fünf Kilometer ergeben.

Wie üblich: Obacht! Dieses Blog wird bald komplett nach Tumblr umziehen. Außer WordPress kommt endlich in die Hufe, ermöglicht mir entweder, Plug-Ins zu installieren (geht derzeit nur im Businesstarif) oder stellt Onboard-Lösungen zur Verfügung, um mich vor der EU-DSGVO zu schützen. Ja, genau deshalb hat man Gesetze, nicht wahr? Damit sich die Bürger davor schützen müssen. Ich weiß schon, warum ich sozialistische Anarchistin bin! Selbstorganisierte Gemeinschaften. Gesunder Menschenverstand. Kein Nanny-Staat!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

Erster Tag im Defizit

Noch einer meiner Motivationscharaktere, da sehr dünn. Mein Vampire-Char Zachary.

Ich schreibe bewusst nicht „Tausenderdefizit“, weil ich das nicht konstant werde halten können.

Ich habe einen TDEE (Total Daily Energy Expenditure) von 1550 kcal. Das ist recht wenig, ergibt sich aber daraus, dass ich unter der Woche kaum Sport mache (der ist da gar nicht reingerechnet), klein bin und einen nicht unbedingt anstrengenden Job habe. Davon tausend Kalorien abknapsen ist verdammt hart. Zum Glück gibt es ja … Olé, Olé-Supersteharbeitsplatz! Denn im Stehen verbraucht man sagenhafte 40 kcal pro Stunde zusätzlich! Hört sich sehr wenig und irrelevant an – aber ich bin neun Stunden auf der Arbeit, stehe davon acht, macht also pro Arbeitstag um die 300 kcal zusätzlich.

Plötzlich habe ich also über 1800 Kalorien zur Verfügung. Davon tausend ab und ich bin immer noch auf gangbarem Pfad. Dummerweise gibt es aber noch das Wochenende. Nicht nur, dass ich dann deutlich weniger stehe, ich esse in Gesellschaft auch noch automatisch mehr! Ich bin das Äquivalent zum Gesellschaftstrinker. Und im Gegensatz zum Quartalsbesoffensein ist sich-mit-Süßigkeiten-am-Couchtisch-vollstopfen, während man sozial aktiv ist, nicht wirklich geächtet.

Da hilft dann auch der Wochenendsport kaum.

Also … auf die Woche verteilt weniger als tausend Defizit. Ich rechne konservativ mit 500 auf die Tage ausgemittelt.

Und das ist noch das best-case-scenario.

Ja, ich bin ein negativer Mensch. Aber ich bemühe mich.

Gestern zum Beispiel habe ich Folgendes gegessen:

  • Eine Portion Quarkporridge zu Mittag. Das sind circa 20 Gramm Haferflocken, 20 Gramm Flohsamenschalen, 250 Gramm Magerquark und Beeren. Fast ein dreiviertel Kilo Zeug. Sehr lecker. Und das für 300 Kalorien.
  • Eine Misosuppe zu Abend. Mit 200 Gramm Shiratakinudeln, 200 Gramm Lidl-Tofu (der viel, viel besser schmeckt und ein Drittel weniger Kalorien hat als vergleichbarer Aldi-Tofu), einem Ei und natürlich einem Löffel Misopaste. Etwa 375 Kalorien.
  • Als Snack vor dem Computer beim Zocken dann noch 300 Gramm Cherrytomaten (diese lustig bunten) für 60 Kalorien.

727 Kalorien. Von 1850. Gutes Ergebnis! Und dazu hatte alles zusammen 75 Gramm Eiweiß, was schon deutlich über ein Gramm pro Kilo Körpergewicht liegt. Mit dabei eine Omega-3-Kapsel, eine MuVi-Tablette, einmal Zink, einmal Eisen und einmal Magnesium. Damit sollte ich der Mikrofraktion doch hoffentlich genug gehuldigt haben!

Diese Woche ist ja noch Testlauf. Richtig für die beginnende Abnehmphase einkaufen kann ich erst Freitag oder Samstag. Und da wir Sonntag ins Kino wollen (Deadpool 2, fuck yeah!), kann ich vermutlich sowieso kein Defizit behalten.

Nach einem Tag fühle ich mich im Moment jedenfalls nicht hungrig. Ich bin natürlich noch nicht am Ende meines Fastenfensters, so richtig heftig wird’s wohl erst ab etwa elf Uhr nach fast 18 Stunden Fasten. Aber bisher läufts. Vermutlich tut das Koffein im Morgenkaffee auch seinen Dienst. Und Shiratakinudeln mit ihrer ewigen Quell/Füllwirkung sollte man auch nicht unterschätzen.

Deshalb also – am Samstag wieder Shirataki aufstocken.

Bis dahin viel zu tun. Eine plötzliche Commission, mehrere beruflich bedingte Korrekturdurchgänge, mehr Bildmaterial, ein Auto, das zur Inspektion muss … Vääärrpflichtungän nähmän kain Ändä! Motivation mit Sabaton und der Schlacht, die angeblich die deutsche Religionsfreiheit rettete (alle Bewohner der Pfalz so „LOL WUT?“).

Wie immer gibt’s den Beitrag auch auf meinem Tumblr. Clock is ticking, WordPress!

Ernährung, Weniger

Nicht unter 1200? Und Stiftung Hosentest …

Nackt so gut aussehen wie Rhys … *seufz*

… sagt: „zu eng!“, was bedeutet, dass ich jetzt wirklich mal in die Hufe kommen und wieder in den Abnehmflow finden muss. Dank des Steharbeitsplatzes kann ich nun jeden Tag 850 Kalorien essen und trotzdem ein tausender Defizit fahren. Wenn ich nun ein paar Porridge-und-gekochtes-Gemüse-Wochen einlege (mit genau kontrollierter Vitamin/Mineralstoff-Supplementierung. Once bitten, twice shy!), sollte ich bis zum Herbst auf Spur sein. Mit eingeplanten Stolpersteinen wie den Wochenendgelagen und der Londonwoche.

Wenn man anfängt, Röcke „zur Vorsicht“ wieder in „M“ statt in „S“ zu bestellen, wenn in der Commentsection „fällt klein aus“ steht, ist wirklich Zeit, etwas zu unternehmen. Ganz davon ab, dass eben die Hosen spannen. Und meine Oberschenkel sich zu sehr berühren, was mich massiv stört. Da muss oben wieder eine Thigh Gap rein.

Zu meiner Verunsicherung wird im, von mir immer wieder gern frequentierten, weil rundweg positiven, r/loseit-Board derzeit massiv gegen ein Defizit gewettert, das einen unter 1200 kcal am Tag bringt. Wäre auf lange Sicht herzschädigend. Die geposteten Quellen scheinen seriös, trotzdem ist mir das deutlich zu sehr Blanket Statement. Ich bin klein. Wenn ich nicht unter 1200 esse, nehme ich mit allen Unschärfen ja nie ab!

Ja, meine erste Abnahme mit 800 am Tag war eine Ochsentour – was aber daran lag, dass ich nicht die Bohne über Makros und Mikronährstoffe wusste und mich einfach viel zu einseitig und proteinarm ernährt habe! Diesen Fehler mache ich nicht mehr. Dieses Mal wird’s pro Tag ein Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht geben. Das ist zu wenig, um sportmäßig etwas zu reißen, aber das ist erst einmal egal. Bulken kann ich später immer noch!

Außerdem werde ich mir Kombipräparate zur Ergänzung reinhauen und auf Abwechslung beim Gemüse achten.

So. Und nun muss ich mich nur noch ins richtige Mindset bringen, um mit der Abnahme auch Erfolg zu haben. Ist schließlich zu 80% mental. Wenn die Entschlossenheit stimmt, ist der Rest nur Rechenarbeit. Da hilft es sogar, dass ich im Moment im Job so viel Stress habe – das trägt mich!

Mann, Mann, Mann – hoffentlich habe ich jetzt nicht den Mund zu voll genommen!

Wie immer in der Übergangsphase, hier der Link zum Beitrag in meinem Tumblr-Blog.

WordPress hüllt sich noch in Schweigen – es sieht also weiterhin so aus, als wäre am 25. Finis.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe bekommen eine Frucht, die auch ein Verb sein könnte.

Druck

Zumindest hört sich „Mispeln“ so an, als gehöre es auf ein Shirt von Rumpfkluft. Wo ist unsere Mispel? Ich will mispeln!

Gefunden habe ich das Sixpack Früchte im Hipster-Rewe, als die Waldnymphe und ich am Samstagabend noch schnell Nachtisch einkaufen wollten. Und außerdem im Rossmann versackt sind, weil der Hipster-Rossmann (alle Geschäfte in diesem Gebäude müssen zwingend das Wort „Hipster“ vorangestellt bekommen, da einem sonst echt nichts mehr einfällt!) so eine riesige Auswahl an Treaclemoon-Produkten hat. Bei uns im Müller kann man froh sein, wenn man zwei findet. Dabei hilft diese Marke meiner Mission, irgendwann komplett nur noch nach Kokos und Süßigkeiten zu riechen, enorm. Albern und unangemessen, vermute ich. Ist aber meine Sache.

Auf jeden Fall – Mispeln! Ich habe mittlerweile den unausgegorenen Plan, die Quittenbirne zu kochen, zu pürieren und dann eine Lizza damit zu bestreichen. Darauf würden sich Mispeln vermutlich auch gut machen. Obwohl sie sehr saftig sind und womöglich den Boden durchsuppen könnten.

Ich habe eine der Mispeln ohne etwas dazu gegessen und war weder völlig geflashed noch enttäuscht. Okay. Ohne herausragenden Eigengeschmack aber zumindest fruchtig.

Und das Wochenende?

Sehr schön gewesen. Ich hatte einen arbeitstechnisch erwartungsgemäß ruhigen Arbeitsbrückentag. Abends sind wir persisch essen gegangen und ich aß die schrecklichsten Oliven meines Lebens. Plus der köstlichsten Gerstensuppe und großartiger Mezze. Gleicht sich aus. Aber die Oliven … weia! Wenn auf der Speisekarte „Riesenoliven“ steht, ist man doch überrascht, wenn keine größer als das oberste Fingerglied ist! Da sollte eher „Riesenoliven, die lange krank waren und eine schlimme Kindheit hatten“ stehen. Und die Walnuss/Granatapfelsoße dazu hörte sich auch besser an, als sie schmeckte. Irgendwo im undefinierten Hintergrund tobt Akeem herum und schreit „Gräßliche Oliven!“.

Samstags war Gammel- und Werewolftag. Letzteres wurde sehr grafisch, weil ein doch deutlich medizinlastiges Ritual ausgespielt wurde. Das hat mich überrascht. Aber war schon cool und immersiv.

Abends haben wir in Vorbereitung des neuen Films noch einmal (schon wieder!) Deadpool geschaut. Wir können bald die Dialoge fehlerfrei mitsprechen. Und das ist positiv gemeint!

Sporttechnisch war ich viel Laufen aber sonst nix. Langsam muss ich echt mal wieder ernsthaft mit Gewichten anfangen. Das bisschen Heimarbeit reißt es nicht raus. Aber ich habe Angst, dass meine Schulter dann wieder auf Wochen hinaus unbenutzbar wird. Dieser Scheiß lähmt mich mental sehr. Aber ich mag wieder richtig Sport machen …

Wie immer – Post auch auf Tumblr zu finden. Noch zehn Tage Zeit für WordPress, Lösungen für die Gratiskunden anzubieten … meine Hoffnung, dass da etwas passiert, schwindet zusehends.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Der Körper weiß mal wieder Bescheid

Nichts, was bei mir besonders regelmäßig zutrifft. Mein Körper ist ein nörgeliger Vierjähriger, dessen Kernkompetenz das Wollen und Jammern ist. Der Hauptjob meines Kopfes ist es deshalb gebetsmühlenartig zu wiederholen „Nein. Jetzt nicht. Später – wenn ich Sport gemacht/fertig gearbeitet/das hier aufgeräumt habe“. Manchmal aber auch nur „Schluss jetzt!“. In diesem bestimmten Ton gezischt, den die Waldnymphe an unseren Dungeonabenden nutzt, um Bossmonstern klar zu machen, dass sie jetzt auf die Mappe bekommen, weil sie meinen Charakter verprügelt haben (was ja eigentlich genau der Plan ist … immerhin bin ich der Tank, und dessen Aufgabe ist es nunmal, wild „Hey, hey, hey, hier! Hallo! Sonofabitch! Dei-Mudda-fährt-´n-Van-vom-A-Team!“-brüllend die Aufmerksamkeit des Bosses zu binden, während die zerbrechlicheren aber aggressiveren Teammitglieder ihre Angriffe fokussieren).

Also das ganze „intuitiv richtigmachen“ hat mein Körper jedenfalls so gar nicht drauf. Selbst wenn ich mal krank bin habe ich Appetit wie ein Nilpferd. Da macht man echt nix!

Aber gestern … da geschah ein seltenes Wunder. Ich hatte den Morgen um kurz nach sechs mit einem Lauf begonnen, so lange es noch schön trocken war. Die Wolken waren aber schon sehr beeindruckend. Dann mein Liter Frühstückskaffee und friedliches WoW-Zocken (ich arbeite am „Mounts of Draenor“-Achievement, wurde davon abgelenkt, dass ich herausfand, wie man einen Fel-Wolf zähmt und blieb in Nagrand hängen … übliche Sprunghaftigkeit eben, wenn ich allein spiele), und irgendwann bekam ich unglaublich Lust auf Backwaren.

Backwaren. Mein geliebtes Kryptonit. Und ich habe im Umkreis von fünf Laufminuten drei Bäckereien, die an Sonn- und Feiertagen morgens aufhaben. An zwei davon komme ich sogar gegen Ende der Joggingrunde vorbei und es roch schon gar wundervoll heraus.

Nach kurzem Abwägen (viel verbraucht diese Woche, andererseits aber auch geplantes Essengehen für Samstag …) zog ich dann doch los. Und habe mir die volle Packung gegeben. Eine Brezel und ein süßes Monsterteil. Geschätzt auf zusammen tausend Kalorien. Wundervoll viel Fett und Schokolade.

Ich habe diese kombinierte Grandiosität andächtig verzehrt … und dann war mir glücklich schlecht.

Und irgendwie wollte ich dann den Rest des Tages nur noch etwas Tofu und Quarkporridge essen, weshalb ich mein Budget nicht gerissen habe. Ganz ohne Hunger zu haben. Nicht einmal jetzt, fast 20 Stunden später, habe ich Hunger. Da sieht man’s mal wieder: Fett hält satt. Die Frühmenschen wussten schon, warum sie fettiges Fleisch gegessen haben.

So, nun nutze ich die Stille des Brückentags, um Sachen wegzuarbeiten und freue mich auf ein fast terminfreies Wochenende!

Wie jetzt immer findet sich dieser Beitrag auch auf meinem Tumblr-Blog. Danke, EU-DGSVO!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

CICO und IIFYM

Tyger Tyger, burning bright,
Demnächst wieder Selbstgeklöppeltes zur Bebilderung!

 Gestern Abend war ich nach der Arbeit bei den Elternheiten, weil Vatereinheit tolle Schraubgeräte hat, um die freitags draufgepackten Sommerräder nachzuziehen. Und natürlich blieb ich noch ein wenig, um Konversation zu machen. So begab es sich, dass Muttereinheit mich fragte, ob meine Haare nun wieder ganz gesund wären. Und während ich eine Handvoll Cashews und Rosinen (ich liebe Rosinen!) aus der Etagere auf dem Hängeschrank stahl (ich war hungrig, weil ich noch kein Abendessen hatte und da das dank intermittierendem Fasten meine Hauptmahlzeit ist, hatte ich dementsprechend Schmacht), erklärte ich, dass meine Frisörin mittlerweile auch der Meinung ist, dass mein strohiger Terrorscheitel nun wieder so gut ist, wie er es zu sein schafft. Also nicht wirklich glänzend, fest und strahlend, sondern eben gerade-gekämmt-nun-wieder-aufgewuschelt, fein und irgendwie krisselig. Aber kein Spliss und gleichmäßig!

Darüber bin ich schon sehr froh. Denn durch das „Hauptsache wenig“-Abnehmen habe ich mir in der Beziehung ein ganz schönes Loch ins Knie gebohrt. Achthundert Kalorien am Tag sind kein Problem. Kann man sehr gechilled mit abnehmen, wenn man keinen Sport macht. Aber man sollte auf Makros und auf Nährstoffe achten. Und davon hatte ich eben keinerlei Ahnung. Ich habe von Quark und Grillgemüse gelebt, was ich heute zwar aus reinem „da steh ich eben drauf“ auch noch tue – aber mittlerweile sind es nicht nur Zucchini und Tomaten und ich supplementiere auch ein bisschen. Und ein halbes Jahr mit stetigem Mangel hat meine Haare eben nachhaltig verärgert. Sie sind brüchig geworden und ausgefallen.

Das hat mich unsanft aufgeweckt und mich meine Lebensentscheidungen überdenken lassen.

Mittlerweile ist, wie gesagt, wieder alles in Ordnung. Aber über ein Jahr hat es gedauert, bis sich alles erholt hatte. Deshalb: Nur mit Sachverstand an extreme Defizite rangehen!

Hätte ich so viel abzunehmen wie damals würde ich zwar sofort wieder auf ein Tausender gehen, doch diesmal mit mehr Abwechslung und Supplements.

Was das Fazit erzeugt, dass CICO zwar nach wie vor die einzige Methode ist, um abzunehmen (the laws of thermodynamics …. they work!), man sich aber ohne IIFYM ganz schön Probleme züchten kann.

If It Fits Your Macros ist mir im Moment sogar fast wichtiger. Auf mehr raus als rein komme ich ziemlich von allein, da sich das Stehen im Büro, wenn man es nicht in den Tagesumsatz rechnet, ganz schön bezahlt macht. Aber ich brauche derzeit seltsamerweise mehr Fett als Protein, um satt zu werden. Das will gut ausbalanciert werden, damit man sich nicht selbst bescheißt.

Trotz dass das ganz gut läuft, nehme ich im Moment glaube ich nicht ab, weil an Wochenenden im Moment ständig Festivitäten anstehen, bei denen ich mehr essen möchte.

„Glaube ich“ übrigens deshalb, weil ich mich nicht wiege, sondern die „Spiegel und Hosenpassen“-Methode nutze. Die verärgert mich nicht, wenn ich mal wieder zyklusbedingt anschwelle, sondern lässt mich gelassen bleiben. Und zu meiner Freude bekomme ich zwar dickere Oberschenkel, aber die ganzen Squats gehen endlich, endlich auch in den Arsch! Hurra!

Nicht, dass ein runder Hintern mein Ziel wäre. Ich wäre lieber androgyn. Aber da dreht mir die Genetik eine Nase und dann nehme ich eben, was ich kriegen kann. Sanduhrfigur und nun bitte kein Schlabberarsch vom Abnehmen mehr. Dauert noch, wird aber. Sport herrscht!

Wie immer geht dieser Post nun auch auf Tumblr. Ich habe meine Tumblr-URL übrigens angepasst und bin nun auch dort unter „Madamegraphisme“ zu finden.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Tumblr, die Umgewöhnung

Exploring. Very slowly.
Ein schönes Wochenende liegt hinter mir. Ich konnte mich viel bewegen, dreimal Joggen gehen (mich dabei einmal inadäquat fühlen, als ich den perfekt windschnittig ausgestatteten K. traf, gegen den ich mit H&M-Shorts und Star Wars-Tanktop extrem Lauf-underdressed aussah. Und dann hätte ich ihn auch fast nicht bemerkt, weil ich wieder mal so tief im Runners-Meh war, dass mir meine Umgebung praktisch gleichgültig war. Ich liebe das Runners-Meh!), einmal eine mittellange Radtour machen und mich ansonsten so gut erholen, dass das Schlafen mittlerweile fast wieder normal ist. Hoffentlich bessert sich das weiter!

Diesen Post werde ich jetzt zum ersten Mal auch auf Tumblr stellen. Bisher ist mein Sport-Tumblr-Blog ein Hort des „Oh, das mag ich mir merken!“-Reblogs und hat kaum echten Content. Das muss sich jetzt ja nun leider ändern. Ich hoffe, ich kann trotzdem auf der Fitness/Abspeck-Blogroll bleiben, auch wenn Verlinken bei Tumblr nicht im selben Maße möglich ist. Ich kann ja stattdessen die Hauptartikel rebloggen. Muss ich mal Marc fragen.

Außerdem möchte ich vermutlich das Design noch anpassen. Mal sehen. Oder es geschieht noch ein Wunder und WordPress lässt zu, dass sich auch Gratiskunden gegen das EU-DSGVO absichern (schon traurig, dass man sich als Bürger gegen Gesetze absichern muss, die einen eigentlich schützen sollen …).

Diese Woche esse ich übrigens sehr bunt. Ich habe zu meinem Entzücken Mairüben erstehen können (die gibt es leider nur sehr selten bei uns zu kaufen – ich vermute, die zwei Bund waren es für dieses Jahr auch) und habe deshalb nun jeden Tag ein Ofengemüse aus Butternut-Kürbis, Süßkartoffeln, Mairüben, Spitzpaprika und grünen Bohnen. Zusammen mit jeweils einer Portion Handkäse oder Tofugeschnetz. Schön Orange-Rot-Weiß-Grün und sehr, sehr wohlschmeckend.

Nun sehe ich einem Tag entgegen, dessen Mittagspause sehr langweilig wird, weil ich meinen Kindle zu Hause vergessen habe. Und das, wo ich doch mitten in „The Shepherd’s Life – A Tale of the Lake District“ bin. Ich bin völlig geflashed, wie wenig sich das Aufwachsen eines englischen Schäfers von meinem unterschieden hat! Der Autor ist ein Jahr älter als ich und wenn er von Dingen wie dem Heumachen, dem Scheren, dem Ablammen, den Auktionen erzählt …. das ist eins zu eins meine Kindheit. Nur dass es bei mir Ziegen und Pferde waren und wir nur zwei, drei Schafe zu Scheren hatten. Man lernt auch neue Vokabeln. Ich wusste bisher nicht, dass ein Wender auf Englisch „haybob“ heißt.

Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Buch, auch für Menschen ohne landwirtschaftlichen Background.

So. Nun Weird Al auf die Ohren und auf in eine weitere kurze Woche (ich habe den Brückentag nicht genommen, den haben die Kollegen).

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Die EU-DSGVO und ich. Oder: Blogende?

Sugar Prince
Bloggen ist ein Hobby für mich. Es begleitet mich, hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und ich habe dadurch Kontakt mit ganz großartigen Menschen bekommen, die mir immer wieder helfen und mich mit Ratschlägen auf den richtigen Weg setzen.

Doch nun kommt am 25. Mai die DSGVO und dagegen sieht der Angriff der Feuernation aus wie eine Kaffeefahrt. Tausend Websites, tausend Meinungen. Jeder Artikel, den ich zum Thema lese, behauptet etwas Anderes. Und den Gesetzestext selbst ohne Hilfe juristisch wasserdicht verstehen zu können … diese Illusion muss ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen machen.

Ich habe ein kostenloses Blog bei WordPress. Was bedeutet, dass ich nur begrenzt Möglichkeiten habe, überhaupt adäquat zu reagieren. Beispielsweise kann ich Gravatar nicht ausschalten. Die Checkbox dafür gibt’s bei mir schlicht nicht (mag am verwendeten Theme liegen, das weiß ich nicht). Und damit werde ich dann schon das Gesetz brechen. Ich kann im kostenlosen WordPress auch keine Plugins installieren, was es mir unmöglich macht, den Cookiedisclaimer oder die Informations-Checkbox zu setzen. Noch mehr Illegalität! Ich müsste also Geld in die Hand nehmen, nur um mich nicht strafbar zu machen … knapp an Erpressung vorbei, finde ich. Und selbst dann wäre ich nicht völlig sicher, da ich nicht weiß, wie weit ich mich absichern muss. was ich nun wirklich alles tun muss. Wie genau die Datenschutzerklärung formuliert werden muss, bei der nämlich nicht das Prinzip „viel hilft viel“ gilt, sondern die exakt nur das abbilden darf, was abgefragt wird.

Ich bin maximal verunsichert, weiß nicht einmal, ob ich als nicht-kommerzieller Blogger überhaupt betroffen bin. Manche sagen „ja“, weil ich Kommentare zulasse (=Kontaktformular) und WordPress bei mir Werbebanner schaltet, andere sagen nein, weil ich keinen Cent Gewinn mache.

Und nun?

Muss ich konsequenterweise das Blog dichtmachen. Denn ich kann nicht garantieren, alle Vorgaben lupenrein zu erfüllen – dazu fehlt mir das Verständnis der Gesetzestexte. Und die Abmahngeier fliegen tief. Da kann mich eine fehlende Codezeile schonmal an den finanziellen Abgrund bringen. Ich könnte Sparflamme fahren und erst einmal die Kommentare abschalten und alle alten Kommentare löschen.

Aber möchte ich das? Ein Blog ohne Kommentare … da könnte ich auch in eine Tüte brüllen. Ich mag euch, Lesefröschchen! Ich tausche mich gern mit euch aus. Ohne euch ist das Blog nur eine Soapbox.

Ich bin sehr traurig und ärgerlich, dass man als kleiner Freizeitkreativer nun hilflos den bürokratischen Mühlen ausgeliefert ist und sich eigentlich nur noch aus der Mitgestaltung im Web zurückziehen kann, will man sich nicht ruinieren.

Dass es einen völlig unschuldig treffen kann, weiß ich aus nächster Anschauung. Der Nörgelbär geriet mit seinem Blog vor ein paar Jahren ins Visier eines Abmahngeiers und obwohl er natürlich völlig schuldlos war, musste er sich über viele Monate hinweg durch etliche Instanzen kämpfen, um da wieder reinen Tisch machen zu können. Anwalts- und Reisekosten natürlich immer fröhlich vorneweg.

So einen Terror könnte ich weder seelisch verarbeiten, noch mir finanziell leisten.

Was bedeutet, dass ich wirklich keine Alternative mehr sehe. Das Blog wird am 25. gelöscht.

Außer es geschieht ein Wunder.

Ich werde euch vermissen.

Ach watt, Leben!, Ernährung

Stiftung Tablettentest

Die Waldnymphe hat ein do-it-yourself-Gin-Kit bekommen. Sie bat um ein Label für ihren Hibiskus-Gin.

Es ist ja ein ständiges Auf und Ab. Und heute Nacht scheint das derzeitige Medikament wohl einen guten Lauf gehabt zu haben. Jedenfalls fühle ich mich erholt. Gefühlt war ich zwar sehr oft wach, weiß aber nicht, wie viele Male davon ich geträumt habe. An der Menge und Intensität der Träume ist aber ersichtlich, dass ich noch nicht wieder wirklich tief und erholsam schlafe.

Das kommt hoffentlich wieder.

Keine Hilfe dabei ist die Katze, die seit neuestem nachts nochmal eine Schippe irrer drauf ist. Ich muss sie regelmäßig aus dem Schlafzimmer werfen und selbst dann ist mit geschlossener Tür und Silikonohrenstöpseln ihr Getobe noch hörbar. Ist vermutlich der Frühling. Verdächtig, dass sie tagsüber so gechilled ist.

Auf jeden Fall hoffe ich aber, den heutigen Tag gut herumzubekommen. Gestern lief mittel, weil ein Kollege mir sehr deutlich gemacht hat, dass ich mich „nur anstelle“. Andere Leute hätten auch Druck und könnten damit umgehen. War unhilfreich. Hat natürlich voll in meine Selbsthass-Kerbe gehauen.

Aber genug von der Angststörung. Ja, sowas von genug! Ich habe doch auch noch ein anderes Leben! Zumindest ein bisschen …

Positiver Nebeneffekt der neuen Nacht-Medikamente war auch, dass sie so lange gewirkt haben, dass ich frühmorgens ganz entspannt joggen konnte, ohne bei jedem Entgegenkommenden in kalten Schweiß auszubrechen. Gestern bin ich dann aber nicht gelaufen, dazu war ich zu platt. Das im-Stehen-Arbeiten ist noch zu neu und erschöpfend. Nicht falsch verstehen – ich möchte es nicht mehr anders! Es ist eine gute Haltung für meine Schulter und ich fühle mich generell damit kreativ und hibbelig (im positiven Sinne). An der Illu oben sieht man, dass auch Zeichnen in dieser Haltung kein Problem ist (is’ ja nich’ so als müsste ich über Kopp `ne Kapelle … undsoweiter).

Essenstechnisch fängt mich mein derzeitiges Gemüse an zu langweilen. Ich esse ja immer wochen- bis monatelang das gleiche und finde es prima. Im Moment ist das Brokkoli/Blumenkohl mit Paprika und Füllgemüse. Jetzt scheint mal wieder ein Wechsel anzustehen. Ich glaube, ich schwenke auf Süßkartoffel/Rosenkohl. Mit Füllgemüse. Zwiebeln vielleicht. Dazu dann Salat. Zwar sehr winterlich, aber ich habe Lust auf etwas Stärkehaltiges.

So, nun mal sehen, was der Tag so bringt. Zwei liebe Kollegen haben heute Geburtstag, so dass es wahrscheinlich „Zeugs“ zu essen geben wird. Ob ich mich angemessen zurückhalten kann, wird sich zeigen. Möglicherweise muss ich meinen 300-Kalorien-dank-Stehen-Puffer aufbrauchen. Doof aber zum Glück nicht oft.