T0 – cat-day

Heute ist es also soweit.

Alles ist vorbereitet. Ich habe einen Tag frei und marschiere gleich los, um noch die letzten Dinge zu besorgen. Um fünfzehn Uhr sammle ich den Erklärfaun ein und wir holen das neueste Mitglied unserer Band of Merry (Wo)Men ab.

Wie das nach diesen zwei arbeitsmäßigen Superstress-Horrorwochen laufen wird, kann ich noch nicht sagen. Dass ich heute sehr schlecht und trotzdem viel zu lang geschlafen habe, spricht vermutlich für sich selbst. Ändern kann ich es nun jedenfalls nicht, da müssen wir alle zusammen durch. Vermutlich findet die Waldnymphe uns heute Abend friedlich schlummernd auf dem Boden vor der verstörten/überraschten/amüsierten/fröhlichen Katze vor.

Ich habe vorhin noch einmal das begabte Kind (Mann, ich wollte „der Mausdroide“ für das Ding als Bezeichnung einbürgern. Nun hat sich das aber verselbständigt … ) durch die ganze Wohnung gescheucht (es wollte partout viel lieber das Schlafzimmer als die Küche saugen. Da müssen wir nochmal drüber reden) und alle Stolperfallen für blinde Katzen sind beseitigt.

Mittagsporridge ist gekocht, Morgenkaffee getrunken. Nun auf zum Atom!

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W-Fragen, Brot mit Butter und selbstberegnende Weihnachtsbäume

Gestern also das Fortbildungs-Seminar. Ich war ja durchaus mit einer gewissen Skepsis an das Ganze herangegangen – das Thema erschien mir aufgesetzt und beliebig, ich hätte viel lieber etwas technisch-berufsrelevantes gelernt und dann fiel das Ding auch noch mitten in den größten Stress der Abgabewoche. Gar nicht gut.

So fuhr ich also um acht Uhr los, ließ das eifrig herumbrummende begabte Kind bei seiner Staubsaugarbeit unbeaufsichtigt, vermied knapp die redselige Nachbarin M., wunderte mich über den Stau auf der Strecke (also wenn ich da morgens um halb sechs langfahre ist da nie Stau …) und parkte mein Auto vor dem Karstadt am Einkaufszentrum.

Völlig erwartungsfrei.

Und wurde positiv überrascht! Die Gruppe der Teilnehmer war übersichtlich, vier Frauen, vier Männer. Der Referent freundlich, ruhig, selbstironisch. Das Thema dann doch sehr relevant und zusätzlich gab es guten Gratiskaffee.

Ich habe also tatsächlich einiges mitnehmen können. Ich werde versuchen, meinen inneren Antreiber mit dem Erlauber in Einklang zu bringen (ich habe den „sei stark“-Antreiber, etwas weniger auch den „sei perfekt“. Be strong, Clarence. Be strong for mother!), werde Ärger als enttäuschte Erwartungshaltung erkennen und versuchen, die Beziehungsebene zu verbessern. Ich werde „w“-Fragen stellen und dabei „warum“ vermeiden, weil das in solchen Situationen immer ein Angriff ist. Und ich will für mich immer präsent halten, dass Aggression und Angst nicht nur die selbe körperliche Reaktion auslösen, sondern auch sonst derselben Wurzel entspringen. Hat meine Ärztin mir ja neulich auch schon gesagt. Für Angstpatienten immer wieder ein Aha-Moment, dass man vielleicht manchmal einfach nur ohnmächtige Wut empfindet. Das kann das Erkennen und Vermeiden von Auslösern einfacher gestalten.

Ansonsten gab es mittags Buffet mit einem panierten Gemüseschnitzel als vegetarischer Alternative, das ich lieber liegen ließ und stattdessen zu Brot mit Butter und Käse mit Feigensenf griff. Absolutes Festessen. Ich vermute, da hatte ich gestern kein oder maximal kaum Defizit und muss nochmal heute und morgen kräftig für das Nichtgeburtstagsessen des Erklärfaun am Samstag ansparen.

Nach Ende des Seminars schlenderte ich noch durchs große Einkaufszentrum, fotografierte in einem Dekoladen einen sich selbst mit Plastikschnee berieselnden Christbaum (das Bild ging natürlich sofort in die Beziehungs-WhatsApp-Gruppe) und fuhr dann noch bei meinen Eltern vorbei, um ein paar Cat-Essentials für morgen mitzunehmen. Meine Mutter war von meinem Outfit schwer begeistert. Ich glaube, sie hat mich noch nie elegant gekleidet gesehen. Vor der Abnahme hatte ich schlicht keine elegante Kleidung. Und seit der Abnahme trug ich nur manchmal Kleider, wenn sie es auch gesehen hat.

Jetzt also noch einen Tag Arbeiten, dann ein Tag frei und die Katze abholen. Ich bin schon ganz aufgeregt! Die Pickel, das schlechte Schlafen und die Wassereinlagerungen plus Kopfschmerzen sind aber nicht Aufregungsbedingt sondern liegen am Jobstress. Der hoffentlich auch bald vorbei ist!

Mal sehen, ob das begabte Kind seinem Zeitplan für heute folgt. Werde ich sehen. Wenn ich nach Hause komme und sein Staubbehälter ist voll, war er brav. Gestern jedenfalls war er zwar sehr aktiv, fuhr auch wieder auf seine Ladestation … hat aber die einzig ernsthafte Verschmutzung (zwei Paprikakerne im Flur, die ich extra habe liegenlassen) völlig ignoriert. Mal beobachten.

Das Drama des begabten Kindes

This time I'll listen to you, I promise.

Wie schon vermutet – Sport lief gestern wieder furchtbar statt begeisternd. Ich bin noch nicht über den Arbeitsstress hinweg und deshalb körperlich sehr auf Achterbahnfahrt. Das merke ich an den Wassereinlagerungen, am schlechten Schlaf, an Pickeln und eben auch am stetigen Wechsel meiner Leistungsfähigkeit. Sehr ärgerlich. Aber ich habe Hoffnung, dass es in ein, zwei Wochen besser wird!

Gestern fing mich auf dem Weg hoch in die Redaktion unsere liebe Empfangschefin Ch. ab und meinte „Da ist grade ein riesiges Paket für dich angekommen!“. Ich rief begeistert „Mein Saugroboter!“ und so war es auch. Ich bin nun stolze Besitzerin der neuesten Century-of-the-fruit-bat-Technologie. Zwar eher ein günstiges Modell und nicht vom Marktführer aber es ist rund, sieht futuristisch aus, hat gute Bewertungen in Tests und war leicht verständlich in Betrieb zu nehmen.

Fast.

Ich brachte ihn nach Hause, setzte ihn auf den Boden, stöpselte seine Ladestation ein und das brave Gerät fuhr auch sofort ganz selbsttätig darauf, um sich den Akku vollzuschlagen. So ein begabtes Kind! Da sollte er nun über Nacht laden und ich wollte ihn am nächsten Morgen unter fröhlichen „Hü-hott!“-Rufen durch Haus und Garten scheuchen.

Ich ging also sehr zufrieden, dass alles so wunderbar einfach war, zum Laufen.

Als ich zurück kam, brummte das begabte Kind durch den Flur. Verwunderung meinerseits, aber wenn es meint …

Ich machte mich an die Zubereitung des Abendessens, unterbrochen davon, dass das begabte Kind voller Elan versuchte, nicht nur mich, die Schleimrolle, die Yogamatte und meine zwei Kurzhanteln einzusaugen (Ehrgeiz hat es!), sondern sich auch an den Fransen des Flickenteppichs in der Küche festfuhr und meinen Router im Arbeitszimmer herunterwarf, als es das LAN-Kabel als Feind erkannte und einsaugen wollte.

Zum Glück ging ihm dann der noch nicht sehr reichliche Saft aus und ich konnte es zurück auf seine Ladestation scheuchen, wo es bis heute morgen friedlich verblieb. Ich habe es mit der Fernbedienung auf sechs Uhr dreißig programmiert. Da ich erst um acht zu meinem Anti-Aggressions-Seminar (ich werde berichten …) losmuss, werde ich also beobachten und nötigenfalls rettend eingreifen können. Ich habe schon alles vom Boden entfernt, das auch nur im entferntesten problematisch werden könnte und werde die Tür zur Küche zumachen.

Vielleicht stelle ich auf einfach nur den mitgelieferten Gandalf (eine Lichtschranke, die das begabte Kind abhalten soll) vor dem Teppich auf.

Und das alles nur, weil ich antizipierend nicht immer selbst Katzenklokrümel aufsaugen will!

Sonne, 25 Grad, Mitte Oktober – Zeit für Weihnachtsvorbereitungen!

Adventskalender_aussen_WiP

Sport ging gestern so erfrischend leicht von der Hand, dass ich sehr misstrauisch wurde. Denn eigentlich war ich den ganzen Tag furchtbar übermüdet, musste die ganze Zeit grünen und schwarzen Tee nachfüllen, um nicht einzuschlafen und fühlte mich kreislaufmäßig völlig am Boden. Aber kaum war ich auf dem Weg nach Hause fiel alles von mir ab und ich freute mich sehr darauf, mich auspowern zu können. Und siehe da – ich war so gut im Flow, ich hätte die doppelte Strecke machen können, wäre ich abends nicht verabredet gewesen.

Würde es immer so gut laufen, wäre ich in einem Jahr auf Halbmarathon hochtrainiert! Aber leider weiß ich nur zu genau, dass das kein permanenter Zustand ist. Also – einfach genießen, so lange es dauert.

Essenstechnisch ist mir ein seltener Überraschungserfolg geglückt. Eigentlich wollte ich ausprobieren, ob man Thunfischfrikadellen auch mit Tofu machen kann. Das Ganze wurde ein grauseliger Siff, den man unmöglich formen konnte. Also habe ich alles in eine Kastenform gekippt und zu einer Art Hackbraten gemacht. Und siehe da – es wurde nach anderthalb Stunden im Ofen gar wundervoll! Und brauchte an Zutaten nur Gelberüben, Zwiebeln, Tofu, Eier und Gewürze (ich bin mit Tandoori Masala ein wenig Overboard gegangen). Jetzt habe ich das Ding in handliche Stücke geteilt und backe sie mir abends mit Gemüse auf. Sehr lecker. Kann ich öfter machen. Und großen Dank an meine Küchenmaschine, ohne deren komplette Spülmaschinenreinigbarkeit all’ das nicht möglich gewesen wäre.

Genaues Rezept:

  • 400 Gramm normalen Tofu (ich habe den Biotofu vom Aldi genommen, da ist eine Packung genau 400 Gramm, so ein glücklicher Zufall),
  • vier Eier,
  • zwei große Gelberüben,
  • eine mittlere Zwiebel.

Den ganzen Zinnober einfach in der Küchenmaschine raspeln/kleinmachen und vermengen, bis man keine Lust mehr hat. Salz, Pfeffer, Tandoori Masala und was man sonst noch möchte dazu und dann bei 180 Grad Umluftgrill für so anderthalb Stunden backen (je nach Ofen. Meiner ist lahm und lau, richtige Öfen brauchen bestimmt weniger Hitze und/oder Zeit). Macht für den kompletten Laib 1128 Kalorien. Auf fünf Portionen (das ergab es bei mir) verteilt sind das nur 226 Kalorien. Prima Sache, was so die Makros angeht. Fast zwanzig Gramm Eiweiß pro Portion können sich sehen lassen.

Aber was hat das Ganze mit Weihnachten zu tun? Sport und Hackbraten natürlich nichts. Aber wie man sieht, muss ich mit anderen Dingen früh anfangen. Die Waldnymphe ist der volle Weihnachtsjunkie (die Weihnachtsgutzelsorten für dieses Jahr sind schon in der Planung. Der Erklärfaun und ich sind Nutznießer und unbegabte Helfer) und liebt Adventskalender. Sehr. Sie hat immer mindestens zwei.

Letztes Jahr habe ich mit dem Salzkalender vorgelegt – dieses Jahr steige ich eine Nummer höher ein. Ich bastle ihr einen. Mit 24 Zeichnungen zu Passagen aus ihren Werewolf-Texten. Es werden Bleistiftzeichnungen mit Aquarell schattiert und mit Kreide gehöht. Zwar recht unaufwändig in der Koloration aber ansonsten immer noch ein ganzer Haufen Zeug. Weshalb ich früh angefangen habe, zu meiner Verwunderung aber geradezu bizarr schnell vorankomme. Na, ich will mich über so einen Flow nicht beschweren!

Wie man an obigem Work in Progress erkennen kann, bin ich natürlich aber noch in einem frühen Stadium. Erst die Hälfte der Illus und noch gar keine Koloration. Aber – es wird! Und ich hoffe, das Endergebnis sieht dann auch so aus, wie ich es mir vorstelle.

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil zehn: Nashi-Birne

Druck

Woche des Grauens, dann natürlich komplettes Umfallen am Wochenende und dann auch noch eine Nashi-Birne. Das Leben hat es die letzten Tage eher so mittelgut mit mir gemeint.

Ja, so richtig ihrem Hype gerecht werden Nashis nicht. Oder ich hätte sie noch etwas liegen lassen müssen, war noch sehr fest. Schmeckte jedenfalls eher nichtssagend, war hart aber schön saftig (merkwürdige Kombination). Der Geschmack war wirklich kaum zu beurteilen, da praktisch kein Aroma zu finden war. Und weil ich mir nun echt gar nicht vorstellen kann, dass jemand freiwillig und wiederholt mehr Geld als für eine normale Birne für ein dergestalt unterwältigendes Obst rauswerfen würde, muss es wohl entweder ein Bedienfehler meinerseits gewesen sein oder ich hätte das gute Stück noch ein paar Tage reifen lassen müssen. Ich werde mich mal informieren, wie man eine gut ausgereifte Nashi erkennt.

Die diesjährigen Kaki/Sharon (ich erkenne den Unterschied nur, wenn eins davon ein israelischer Politiker ist) sind auch noch nicht das Gelbe vom Ei und sehr hart und unlecker. Abwarten. Geduld und so.

Culinary Diversity für diese Woche: Nashi-Birne. Mal sehen, ob der Hype gerechtfertigt ist. #nashi

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Nun aber zu meinem Wochenende … Wie schon gesagt, hat mein Körper beschlossen, nach dem ganzen Job-Stress zusammenzuklappen. Ich hatte tierische Kopfschmerzen und habe sehr lange geschlafen (wenn auch immer noch nicht ausreichend, wie ich heute Morgen feststelle), erst ein sorgfältig austarierter Medikamentencocktail der Waldnymphe holte mich wieder in die Senkrechte. Sport lief dafür aber gut. Das Laufen hat wieder Spaß gemacht und ich konnte am Sonntag eine kurzärmlige (über zwanzig Grad Mitte Oktober!) Radtour über die Dörfer einschieben. Ins Gym mochte ich nicht, Menschen waren nicht meins. Nur ein bisschen Vampire in kleiner Runde und Qualitätsfreitag mit Spinat-Pide und Monster AG. Und Verabredung zum nächsten Thor-Film. Die Waldnymphe und ich sind große Fangirls der drei Chris. Evans, Pratt und Hemsworth. Da muss Thor natürlich sein! (Und Dings … der Loki spielt ist auch Zucker. Dings … echt jetzt … ach, Google hilf! Tom Hiddleston. Nu aber!

Apropos „Zucker“. Das Internet hat mich auf den Kalender „Kilty Pleasures 2018“ aufmerksam gemacht. Ich glaube, den muss ich mir holen. Zu amüsant, um ihn nicht zu besitzen. Und hat mich mit einer Idee für das Weihnachtsgeschenk für die Waldnymphe versorgt. Obwohl … das wäre fast zu albern. Man muss nicht alles zeichnen, was möglich ist. Jurassic Park und so. Your scientists were so preoccupied with whether or not they could, they didn’t stop to think if they should.

Und zuletzt: Ich muss Florance schon diese Woche abholen. Das Tierheim braucht wohl den Raum. Sie verträgt sich ja nicht mit anderen Katzen und belegt deshalb eine Box, die sonst locker drei, vier Katzen beherbergt hätte. Da kann ich verstehen, dass sie sie gern so schnell wie möglich zu mir schaufeln möchten. Die Vorbereitungen laufen.

Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung

Falcons

Auch wenn ich in glücklich-theoretischen Kaffeehausdiskussionen meist mehr auf der Seite Gerechtigkeit als der Freiheit stehe (wenn man die Beiden als Gegenpole betrachtet), so gehe ich grundsätzlich schon mit den Worten des unsterblichen Ron Swanson d’accord: Give a man a fish and you feed him for a day. Don’t teach a man to fish, and you feed yourself. He’s a grown man. Fishing’s not that hard.

Im übertragenen Sinne habe ich gerade so eine Situation, in der ich nicht auf Ron gehört und versucht habe, einem Mann Angeln beizubringen und nun ärgere ich mich, weil er es offenbar gar nicht wirklich lernen wollte und ich in der investierten Zeit besser für mich selbst Fische gefangen hätte.

Konkreter: Ich wurde aktiv nach Hilfe beim Abnehmen gefragt. Ich habe also eine Liste von nützlichen Websites und Apps zusammengetragen, habe lange Mails über Makro- und Mikronährstoffe geschrieben, habe alles zu CICO verlinkt und war ganz begeistert, dass jemand etwas für seine Gesundheit tun wollte. Vor allem, weil Abnehmen auch bei Depressionen helfen kann (nicht muss). Und ein sich-Aufraffen schon zeigt, dass der Weg der Besserung in Sicht ist.

Ach, was war ich naiv.

Abnehmenwollen ist eine Sache. Dann feststellen, dass man dann auch seine Essgewohnheiten umstellen und statt stundenlangem Zocken mal ein bisschen Sport einlegen sollte, eine ganz andere. Und da hörte der Enthusiasmus schlagartig auf.

Natürlich schuldet mir niemand, dass er von mir erbetene Ratschläge auch befolgt. Wäre ja absurd. Aber es ist schon traurig zu beobachten, wie die ganzen Ausreden lehrbuchmäßig abgespult werden. Von „ich habe noch Schokolade da, die muss ich erst aufessen“ über „ich esse ja kaum noch was“ (auf die Frage „trackst du das denn?“ – „Nein, ich esse halt weniger“) bis hin zu „das gesunde Zeug ist so teuer …“ kam der ganze altbekannte Sermon.

Und keine der empfohlenen Websites oder Apps wurde auch nur geöffnet.

Ich kann’s nicht ändern. Und ich sollte es langsam besser wissen.

Also kämme ich mal meinen eigenen Igel weiter (Stress, Stress und Bonusstress plus Wassereinlagerungen sogar an Handgelenk – merkt man am enger scheinenden Imperator – und Füßen. Eklig!) und werde in Zukunft weniger Energie in anderer Leute Probleme investieren, wenn ich aus vergangenen Erfahrungen schon ableiten kann, dass auch diesmal keine wirkliche Bemühung erfolgen wird.

Jetzt auf ins Wochenende. Vampirezocken, Qualitätsfreitag mit Spinat-Pide (tausend Kalorien dafür eingeplant).

Höre ich auf Gefühl, Körper oder Vernunft?

Ersteres sagt mir „Boah, diese Woche ist stressig wie die Sau. Wir tun gar nichts, weil wir sonst nur immer mehr Hamsterradeln.“, zweiterer meint „Wasser einlagern! Notstand! Alles herunterfahren! Nicht schlafen! Sport ist scheiße! Nicht bewegen! Schmerz, Terror, Kopfkarussel!“ und von dritter höre ich „Maat, noch eine Schicht Farbe!“, was ein Zitat aus dem Marsupilami-Comic ist und bezeichnet, dass man auf einem rostigen Kahn fährt, der nur noch vom Lack zusammengehalten wird.

Meine Schicht Farbe ist derzeit, wider das 2:1-Veto trotzdem Sport zu machen. Und es zu hassen. So richtig gar keinen Spaß zu haben. Ob das eine gute Idee ist? Ich weiß es nicht.

Entweder ziehe ich mich damit durch diese grässliche Stressphase oder ich vergräme mir den Spaß an der Bewegung nachhaltig. Ich hoffe, die Vernunft hat Recht.

Die Woche ist aber auch aus der Hölle. Und es war vorher nicht abzusehen. Zum Glück, sonst hätte es mir den Urlaub ganz schön zunichte gemacht. So bin ich nichtsahnend in ein komplettes „nochmal!“ gestolpert und habe nun drei Tage Zeit für etwas, das sonst Wochen benötigt. Ich bin ziemlich am Ende und es hilft nicht, dass diese doch nicht triviale Leistung bisher nur von dem Menschen, der auch darunter leidet, gewürdigt wurde. Der Rest scheint es als selbstverständlich zu betrachten. Da stimmt wieder das alte Sprichwort: Wer gute Gräben gräbt, bekommt kein Lob sondern eine größere Schaufel.

Aber vielleicht sehe ich auch alles zu schwarz.

Nein, tue ich nicht. Ich bin körperlich kurz vor Ende, das kommt nicht daher, dass alles glatt läuft. Ich habe seit gestern den „Parts oft he Brain“-Ohrwurm. Das sagt viel aus.

Brainstem!