Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Schöner Urlaub mit schrecklichem Ende

Die fast-Woche hat mir sehr gut getan, da ich viele positive Dinge mitnehmen konnte. Ich habe mich auf den Hochzeitsturm getraut und die Baustelle des Grauens überwunden. Ich habe mit einem Artist geredet und mich dazu schubsen lassen, mit einem supernetten Cosplayer ein Foto zu machen. Eine ganz gute Bilanz für die paar Tage.

Dienstags waren wir in der Grube Messel und ich war etwas enttäuscht. Hatte ich mir interessanter vorgestellt. Man durfte nicht selbst Schiefer aufklopfen und noch nicht einmal nahe an die Ausgrabungsstellen heran. Es war also eine Tour durch ein Loch im Boden mit einer Ytong-Halde, die man dort hingekippt hatte, als noch unklar war, ob die Grube nicht doch mit Müll verfüllt wird. Das Museum war nett gemacht aber viel zu klein. Highlights des Tages waren der Wegweiser zum „Parkplatz Waldspirale“ („Parkplatz Ge-Waldspirale, am I right?“), der Salat im Museumscafé (sehr günstig und lecker) und der Besuch der Mathildenhöhe, von dem ich den Auftrag für ein Bild/Mosaik mitnahm und viel Spaß mit schlimmer Typographie hatte (Jugendstiltypographie ist innovativ undsoweiter … aber aus heutigem grotesk-serifenlos-Blickwinkel einfach grauenhaft. Mag auch daran liegen, dass mein Typo-Prof an der FH uralt war, noch bei Adrian Frutiger höchstselbst gelernt hat und die Walbaum für krass aufregenden Shit hielt).

Donnerstags dann die Tour nach Frankfurt mit Fotografie-Ausstellung im Städel, die mir sehr, sehr gut gefallen hat und dann noch Rest-Museumsbegehung. Die Waldnymphe liebt Gegenwartskunst, weshalb der recht neue, sehr große Bereich unter dem Hof genau ihr Ding war. Wir sind dann bei Mördertemperaturen (sollte es nicht kühler werden?) noch über die Zeil geschlichen, haben in einer Hipster-Eisdiele nichts gegessen, weil die so einen Zirkus veranstaltet haben, dass jede Bestellung ewig dauerte und sind dann nach Hause, um stattdessen Buddha Bowls zuzubereiten. Auf der Rückfahrt zwang uns Google Maps übers Süd- statt Offenbacher Kreuz, so dass ich mich der seit der Panikattacke im Frühjahr gemiedenen Baustelle stellen musste. Und es hat geklappt! Gut, der wirklich schwierige Teil war auch schon abgebaut („schon“ …), aber trotzdem – Sieg über Angst!

Am Samstag dann das Highlight: Warhammer Fest Europe 2018 in Düsseldorf. Das war einerseits großartig, weil ich mit einem der Artists richtig lange reden konnte (der war sichtlich froh, dass jemand technische Fragen stellte, weil schließlich jeder gerne über seine Gadgets redet!), nun ein vages Bedürfnis nach einem IPad Pro habe (weiche, Satan!). Da das Ding aber nicht unter 600 Euro zu haben ist, setzt da zum Glück der Verstand recht schnell wieder ein. So nett so ein digitaler Skizzenblock mit PSD-Kompatibilität ist … was bringt’s mir, wenn darauf PS oder KRITA gar nicht laufen? Nee, nee. Da spare ich lieber auf ein Cintiq für zu Hause.

Kaufen konnte ich auf dem Warhammerfest leider nichts. Ich wollte zwar, aber es gab die Space Wolves-Shirts nur in XL. Männer-XL. Und da die Waldnymphe meinte, dass mir bei Warhammer-Shirts schon Women-M zu groß wäre, blieb der Geldbeutel eben zu. Denn soooo toll waren die Space Wolves Killteam Dices auch nicht, dass ich die zehn Euro dafür locker hätte machen wollen. Also nur alles angucken, „Aaaah“ und „Oooohh“ über geniale Terrains und Miniaturen machen und dem Erklärfaun Gesellschaft beim Schlangestehen für das eventexklusive Modell leisten.

Und natürlich: Cosplayer angucken! Davon gab es etliche Gruppen, bestimmt zwanzig, dreißig Leute. Meistens Chaos, ein paar Inquisitoren und eben auch drei Space Marines. Darunter ein Space Wolf von Beardcosplay. Nach langem Zögern habe ich mir doch ein Herz gefasst (tatkräftig unterstützt von der Waldnymphe) und um ein Foto gebeten. Das hat meine Liebste dann zwar verwackelt aber … egal! Es war toll! Am frühen Abend sind wir dann wieder nach Hause gefahren und waren rechtschaffen müde.

Ja, der Urlaub hätte in seiner Gänze so großartig sein können.

Hätte Butzel nicht am Sonntagabend wieder einen epileptischen Anfall bekommen. Trotz Medikation. Einfach so. Zum Glück nur sehr kurz, harmlos und eine Stunde später war sie wieder ganz die Alte, aber ich habe nun furchtbare Angst, dass es doch ein Tumor sein könnte. Niemand möchte seine Katze so sehen. Sie tut mir so leid!

Vor allem, da sie heute Morgen Blut im Urin hatte ….

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Die Elterneinheiten behalten sie heute im Auge und schaffen sie nötigenfalls in die Klinik. Sie frisst und trinkt zwar, aber ich habe ein ganz, ganz schlechtes Gefühl.

Hello darkness und so.

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Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe haben genug vom Sommer

Druck

… weshalb sie sich mit Begeisterung auf die ersten Butternut-Kürbisse im Gemüseregal stürzen. Völlig egal, dass es draußen immer noch zu warm ist – Ofengemüse, weil ich Vorfreude auf den Herbst habe! Bunte Blätter, Pumpkin-Spice-Bonanza, Kälte.

Schön ein halbes Kilo Butternut kleinmachen, Tomaten dazu, ein bisschen Kokosöl und Gewürze. Nachdem es aus dem Ofen kommt, 200 Gramm Skyr für’s Protein dazu und fertig ist die Laube. Wieder mal low-effort-Mahlzeit. Und trotzdem sehr schmackhaft. Mal sehen, wie lange ich es mit Variationen aufhübschen kann, bevor es mir so zum Hals heraushängt, dass ich wechseln muss.

Die Kartoffel-Tomaten-Sache hat sich erst einmal totgelaufen. Da sie mich aber fast komplett durch diese bizarre Dürre/Warmzeit gebracht hat, will ich nicht meckern. Und wahrscheinlich vermisse ich das Zeug schon in ein, zwei Wochen und fange wieder damit an.

Jetzt erst einmal noch einen Tag Arbeit herumbekommen, eine saubere Übergabe hinlegen und dann den Rest der Woche – Urlaub! Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde ich eine Erkältung bekommen (klar – Stress „vorbei“, Körper fällt zusammen. Scheißding!), aber ich bekämpfe es mit aller Macht!

Nicht nur die kulturellen Highlights Grube Messel, Staedel (mal wieder mit dem Auto, da die Bahn uns dafür hin und zurück für zwei Personen 80 Euro abknöpfen würde, was für eine Reise mit dem RE durch anderthalb Verkehrsverbünde nur knapp an Wegelagerei vorbeigeht. Für ein Viertel des Geldes fahren wir mit dem Auto nach FfM, stehen dort den ganzen Tag im Parkhaus und sind nicht zeitgebunden. Deutsche Bahn, ihr saugt manchmal ganz schön Kamelhoden!) und Warhammer Fest, sondern auch eine neue WoW-Erweiterung und ein TESO-DLC. Kommen am selben Tag raus, was von Zenimax ein ganz schöner Powermove ist, wenn man bedenkt, gegen welchen Gorilla sie damit antreten. Ich schaue mir beides an, zuerst aber TESO, weil heute der übliche Dungeonabend ist. Obwohl ich natürlich total dagegen bin, dass da Werwölfe die Hauptgegner sind. Das ist rassistisch!

Ansonsten hatten die Elterneinheiten ihre Katze-tablettier-Premiere und sie lief völlig glatt. Zur allgemeinen Freude. Außer natürlich der Katze, die das hasst. Das ist schon dämlich, dass man dem Tier nicht klarmachen kann, dass man das nicht tut, um es zu quälen, sondern um zu helfen … Scheißspiel!

Ich habe mich auf einer Party völlig überfressen (Voller Napf hatte ihre Zimtschnecken mitgebracht. Ich war hilflos!) und es war amüsant, dass wir es auf einer Gesellschaft voller Nerds (die Gastgeber sind nicht nur MINT-Leute, sondern machen auch LARP, P&P und dergleichen. Dementsprechend war die Crowd eigentlich komplett „our kind of people“) trotzdem schaffen, die anderen auszu-nerden, indem wir fremdelnd ganz in der Ecke herumkrauchen und unter uns (in diesem Fall: Wir drei plus K. und Voller Napf) bleiben. Hin und wieder versuchte T., uns aufzutauen, musste dann aber natürlich auch den Rest bespaßen.

Egal, war trotzdem sehr schön. Es gab genug Unterhaltung für uns. Und manchmal haben wir auch mit anderen geredet. Ein bisschen. Wobei Voller Napf und die Waldnymphe eigentlich schon extrovertierte Partytiere sind. Aber K., der Erklärfaun und ich haben ein ziemliches Introversions-Feld erzeugt, das sie festgehalten hat.

Ja, im Job sind wir ganz fast ein bisschen anders. Zumindest K. und der Erklärfaun. Ich bin auch „auf Arbeit“ sehr zurückgezogen.

Ernährungstechnisch war es für mich jedenfalls ein voller Schlag ins Kontor. Zuviele Salate (Nudel- und Couscous-Salat), ein frittierter (!!) Grillkäse (weil der Grill zu voll war), Gemüse in Tempurateig und soooo viel Nachtisch …. Nix zu wollen. Aufstehen, abputzen, weitergehen. Cutting ist nix für Weicheier.

Beim Training habe ich auch versagt. Ich war gut drauf und habe die Gewichte für die Schulterübungen erhöht. Dumme, dumme Idee. Die ich mit ziemlichen Schmerzen bezahle. Lerneffekt: Noch weiter Kraft-Ausdauer. Egal wie easy-peasy mir das vorkommt. Ich bin noch nicht wieder soweit. Doof.

Training

Und dann noch: Muskelwachstum

Konnte niemand mit rechnen. Dass einem die eh schon sehr auf Figur geschnittenen Damen-Qwertee-Shirts in S ein bisschen um die Schultern eng werden, wenn man gezielt Schultern trainiert …

Echt, ich sehe aus wie Sgt. Jeffords. Terry loves yoghurt!

Naja, nicht ganz. Wäre cool, wirklich so auszusehen. Aber es ist schräg. Die Shirts passen um Taille und Hüfte prima, werden um die Brust eng (dämliche Monstertitten!) und Schulter geht langsam nicht mehr.

Aber deswegen aufhören mich aufzutrainieren? No effin‘ way!

Ach watt, Leben!

Leben mit Angststörung. Folge 456 ….

The Pale Horse

… oder Folge 24, 678 oder was-weiß-ich.

Ich hasse es, dass ich nichts aushalte. Ich stolpere durch stressige Zeiten, reiße rechts und links Porzellan zu Boden und irgendwann falle ich mit dem Gesicht auf den Boden. Es gibt kein Entkommen. Ganz egal, wie fest ich davon überzeugt bin, dass ich diesmal, dieses eine-erste Mal, alles geregelt bekomme und unbeschadet auf der anderen Seite heraustaumle, die Realität holt mich ein und schlägt mir aufs Mett.

Gestern war Breaking Point. Gestern bin ich nach wochenlangem „alles fein, ich schaffe das! Alles prima! Guck, ich lächle!! Ich habe das im Griff!!! Nein, ich brülle nicht!!!“ zusammengeklappt. Die Krankheit der Katze, der Stress auf der Arbeit und das Gefühl, dass ich mit meinen Sorgen allein bin haben mich erwischt und ich habe mich in jeder sozialen Situation konsequent unmöglich aggressiv benommen. Wenn das mal keinen nachträglichen Ärger gibt, hatte ich mehr Glück als Verstand.

Aber ich konnte nichts tun. Jede Situation erschien mir völlig logisch und kontrolliert, aber zwei Minuten später wurde mir klar, dass mich meine Angst vor gerade restlos Allem in einen unerklärlichen Zorn geritten hat. Dass ich Dinge gesagt und getan habe, die man niemals tun darf, wenn einem an gesellschaftlichem Umgang auch nur das Geringste liegt.

Vermutlich verliere ich nicht meinen Job – aber es ist wieder ein Nagel im Sarg, dass ich niemals eine Führungsposition ausfüllen können werde, weil natürlich niemand eine unberechenbare Cholerikerin zum Art Director macht. Das macht mich schon wieder wütend. Auf mich.

Und heute geht es genau so weiter. Ich reagiere über, bin zornig, ängstlich, müde (mal wieder kaum geschlafen) und tief verzweifelt.

Warum mache ich keine wirklichen Fortschritte? Warum kann ich keine Meditation, egal wie sehr ich übe? Warum treibe ich jeden, an dem mir etwas liegt, mit meiner unmöglichen Art von mir weg?

Ist schon klar – es ist selbstverletzendes Verhalten. Aber nicht als Druckausgleich, sondern als Bestrafung. Ich habe es nicht verdient, ein normales Leben zu führen. Und gleichzeitig fühle ich mich schuldig, dass ich überhaupt jammere. Anderen Leuten geht es viel schlimmer.

Argh!

Am Wochenende kann ich eine Party nicht vermeiden. Das wird schwer. Ich muss versuchen, mit niemandem zu sprechen.

Ach watt, Leben!, Training

Kapuzenmuskel out of effin’ nowhere!

Trapezius-gains. 😊 #trapezius #training #gains #fitspo

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Dass ich dank meiner Mutation (ich nenne es gern so. Klingt cooler. Shitty X-Men forever!) recht schnell sichtbare Bemuskelung entwickle, habe ich ja schon erzählt und in diversen Instagram-Posts gezeigt. Aber manchmal erwischt es einen sehr überraschend.

Zum Beispiel gestern. Ich bin nach der Arbeit ins Gym geradelt. Es war unglaublich schwül und stickig, trotzdem war es dort voll. Relativ. Bestimmt fünf Leute! Auf jeden Fall habe ich mein kleines Arme/Brust/Schulter-Programm durchgezogen, war mit meiner Leistung zufrieden und ging zurück in die Umkleide. Als ich dort die Reste aus der Wasserflasche leerte, fiel mein Blick in den Spiegel und … holy macceroni … die Übungen für/gegen die Kalkschulter haben mir Kapuzenmuskel-Gains beschert! Sah in Sportklamotten und gut durchblutet direkt nach dem Training natürlich beeindruckender aus als das Foto jetzt – aber ich bin trotzdem sehr angetan. Den Trapezius hatte ich so gar nicht im Blick! Und dann kommt er ganz schüchtern nach ein paar Wochen Konzentration auf die hintere Schulterpartie angeschlichen.

Gefällt mir und ist ausbaufähig.

Ansonsten ist wenig los. Ich beobachte Butzel mit Argusaugen, ob das Weglassen des Gabapentins dazu führt, dass sie wieder Anfälle bekommt. Bisher aber sieht alles normal aus und sie ist deutlich munterer und näher an ihrem alten Selbst als vorher. Heute Morgen hat sie sogar wieder die „ich rase wie bekloppt übers Bett, scheißegal was draufliegt“-Nummer abgezogen. Aber ich bleibe sehr, sehr wachsam. Erst, wenn sich ein, zwei Wochen keine Anfälle mehr zeigen, fühle ich mich mit „nur“ Luminaletten sicher. Wobei ich keine Ahnung habe, was ich im Falle von Anfällen tun soll. Außer sie sofort wieder in die Klinik zu schaffen. Was sehr kontraproduktiv wäre. Weshalb ich einfach hoffe und bete, dass Luminaletten reichen.

Und ich freue mich auf den Kurzurlaub mit Museen und so. Noch vier Arbeitstage!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

Body-Egalness, Oberschenkel-Edition

Body-Egalness ist ja mein großes Ziel. Soweit kommen, dass ich „joarrr, okay“ zu meinem Körper sagen kann. Ich werde ihn, egal, was man mir verspricht, mit ziemlicher Sicherheit nie lieben oder in seiner Gesamtheit schön finden. Aber Egalness wäre schon toll.

Und nun hat mir die Hitzewelle Oberschenkel-Egalness beschert!

Ich mag eigentlich wenig an der derzeitigen Wetterlage. Außer das Spätsommer-Grillenkonzert. In der bepflanzten Verkehrsinsel-Einbuchtung vor unserem Haus wohnen etliche Grillen und die können Spätabends wirklich laut werden. Auf gute Weise. Sehr hübsches Augustfeeling. Wie in so einem Anime.

Aber ansonsten … nicht sehr angenehm. Ich bin froh, in Auto und im Verlag Klimaanlage zu haben. Trotzdem muss man sich maximal angepasst anziehen. Weshalb ich derzeit praktisch ständig diverse Kombinationen von „Tanktop und Hotpants“ spazieren führe. Und das ist eine ziemliche Leistung, weil ich schlimme Oberschenkel habe. Sehr schlimme Oberschenkel.

Egal wie viel Muskelmasse dazukommt – sie bleiben unförmig und klumpig. Irgendwie sitzen da Fettreste, die ich einfach nicht loswerde, wie sehr ich auch cutte. Vielleicht braucht es einfach nur noch einmal ein halbes Jahr, was weiß ich. Aber derzeit habe ich echt in meinen Augen unmögliche Oberschenkel.

Aber Eitelkeit ist eine Sache, 39,5 Grad auf dem Autothermometer eine andere. Irgendwann kommt man ins Scheißegal-Mindset und das isses dann. Body-Egalness!

Ansonsten? Ich darf bei Butzel eine Sorte Tabletten weglassen. Nun also nur noch je eine halbe Luminalette morgens und abends. Ich hoffe, das klappt. Ich beobachte nun bangend, ob Anfälle ausbleiben. Die Elterneinheiten haben gestern Abend gezeigt bekommen, wie man diese Tabletten verabreicht und sind nun gerüstet, wenn ich nächste Woche abends ein paar Mal nicht da bin.

Außerdem? Heute noch einmal bei Extremtemperaturen Sport. Einerseits natürlich große Vorfreude auf den angekündigten Temperatursturz, andererseits ist es derzeit immer so wunderbar leer im Gym. Ach, irgendwas ist immer!

Ernährung, Training

Erwachsen sein. Selbstverantwortlich. Gesund leben. Eis zum Mittagessen.

Und zum Abendessen. Ich habe am Sonntag zu Mittag einen Pott Oppo Salted Caramel und zum Abendessen einen Madagascar Vanilla gegessen. Weil es heiß war und ich Lust drauf hatte. Und natürlich aus Testgründen.

Ich muss sagen – Schoko-Haselnuss bleibt mein Favorit. Ich bin zwar großer Salzkaramell-Fan, aber das Oppo-Salzkaramell ist eher nur mittel. Nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Vanille war gut. Aber eben nur Vanille. Sonst nix. Hoffentlich stockt das Kaufland sein Sortiment mal ein wenig auf.

Dafür habe ich die Stiftung Eistest weitergeführt und die „Pro Delight“-Protein-Eiscreme ausprobiert. Kalorientechnisch ganz knapp über Oppo (97 zu 85) aber dafür war Schoko-Banane auch ganz großartig. Sehr wohlschmeckend. Das gab’s Samstag nach dem Training.

Ja, dieses Wochenende war clean eating-mäßig mal wieder ein Schuss in den Ofen. Aber bei fast vierzig Grad möchte ich bittesehr zu jeder Tageszeit ein Eis essen. Und so nett Wassereis auch ist – da ist noch Luft nach oben!

Außer zum Training habe ich mich bei dieser Hitze am Wochenende nur sehr widerwillig aus dem Haus bewegt. Sport war fein, aber voll. Weil nun jeder Samstagmorgen ging. In der Hoffnung, es sei dann kühler. Haha. Clowns.

Samstagmittag haben wir Mage gespielt, uns über das kommende Vampire Dark Ages unterhalten (ich sollte langsam mal damit anfangen, konkretere Notizen zu machen … der Plot ist in meinem Kopf noch sehr vage) und Warhammer Fantasy angedacht. Und natürlich von Voller Napf liebevoll bereitete Taco-Bausätze zusammengebastelt und verzehrt.

Selbst inhäusig war es kaum auszuhalten. Ich habe in WoW die im Fandom kontrovers diskutierte War of Thorns-Questline gemacht (Cinematics siehe oben) und ansonsten nur Brooklyn 99 geschaut. Mal sehen, wie das Wetter nächste Woche ist, wenn ich Dienstag bis Freitag Urlaub habe. Scheint ja kühler zu werden, was der Planung für Outdoor-Aktivitäten sehr entgegen kommt!

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Eis mit Öl, lustige Aufkleber, Sport und YA-Novels

Bunte Mischung und eine feine Kelle Normalität und Alltag für mich. Brauche ich dringend. Die Woche des Grauens wirkt immer noch nach. In Verbindung mit den weiter steigenden Temperaturen im Schlafzimmer (34,6 Grad) sorgt das für mehr Tagesmüdigkeit, als mir recht ist. Eine gute Dachisolierung in nördlichen Gefilden ist im Sommer wirklich ein zweischneidiges Schwert. Wenn es jemals wieder kühler wird, wird es noch eine Woche dauern, bis die Wärme wieder aus meiner Wohnung gewichen ist …

Aber zum Glück ist Freitag. Ein Abend mit Falafel, Eis und einem unanstrengenden Film (John Wick 2 – der Hund ist schon wieder tot wartet noch auf uns) hilft bestimmt. Und ich könnte das mit dem Vanilleeis mit Kürbiskernöl mal ausprobieren. Diesen erstaunlichen Geschmackstipp habe ich vom mir sehr geschätzten Tagebuchblog „Vorspeisenplatte“. Ich habe aber nur (billiges) Oliven- und Kokosöl im Haus. Kürbiskernöl muss ich noch besorgen. Aber es klingt gut. Das als Soße ist bestimmt spannend. Damit haue ich dem Kalorienvorteil von Oppo natürlich gnadenlos ins Gesicht – aber ich kippe das Öl nicht löffelweise darüber. Nur mal mit einem kleinen Bisschen ausprobieren.

Sprung zu „lustige Aufkleber“. Und damit meine ich nicht die vier Sticker, die ich mir bei Redbubble bestellt habe. Die gefallen mir zwar ausgesprochen gut (Ja. Dieser hier), sind aber von so schlechter Qualität, dass ich dort nicht mehr bestellen werde. Mieser Tintenstrahldruck auf nur wenig gestrichenem Papier. Und dafür auch noch teuer Geld verlangen … Nee, nee. War ein Test, ob Redbubble etwas taugt. Und tut es nicht. Schade drum, weil sie wirklich jedes abseitige Fandom bedienen – ich habe sogar Spacewolf-Aufkleber gefunden! Wie gesagt – geile Motive. Aber wenn das Material Schrott ist, hilft das nicht. Nicht dort bestellen.

Einen hingegen sehr schön aus Folie geschneidplotteten (das Wort gibt es bestimmt) Aufkleber sah ich hingegen heute Morgen auf der Landstraße. Das Wort „Asphaltkrieger“ in Frakturversalien einmal quer über die Kabine eines LKW. Ich weiß noch nicht, ob ich es lustiger fände, wenn es ironisch oder ernst gemeint wäre. Vermutlich ernst, weil ich schließlich genug Autobahn fahre, um an Raststätten den durchschnittlichen LKW-Fahrer zu sehen. Und nichts ist weiter von „Asphaltkrieger“ entfernt als so ein Typ in Sandalen mit über den ausladenden Bauch hochgerutschtem, ausgewaschenem T-Shirt.

Bestimmt gibt’s auch die Gymrat-Adonis Kapitäne der Landstraße. Aber ob die dann so einen Aufkleber brauchen?

Soviel zu Aufklebern, wenn auch die sanfte Enttäuschung über die miesen Redbubble-Sticker sich zart auf alles legt wie Spinnenseide am Morgen.

Ich mag keine Young Adult Novels. Mochte ich noch nie. Habe ich auch als Kind gemieden, da es mir sehr paternalistisch vorkam, wie unrealistisch in diesen Büchern die Problemlösekompetenz Minderjähriger gehyped wurde. Vereinfachte Sprache hat mich schon immer abgestoßen und eine Handlung ohne Blut, später Sex und („richtige“) Gewalt war öde. Ich war vermutlich ein sehr anstrengendes Kind.

Deshalb habe ich die Harry Potter-Romane einmal gelesen, mich aber nie für das umgebende Fandom interessiert und zu Beginn so hart die Augen darüber gerollt, dass Elfjährige Dinge hinbekommen, an denen die Crème der Wizarding World scheitert, dass sie mir fast aus dem Kopf gefallen sind.

Und nun gibt es dieses großartige Weltkonzept des „Municipal Darwinism“. Eine steampunkige Welt. Postakopalütze. Potential für Hard-Science-Fantasy. Und was muss der Autor (gegen seinen Willen, muss man ihm zu Gute halten. Schuld des Verlages) machen? Auf Young Adult runterbrechen. Muss Politik und Gewalt rausnehmen.

Echt jetzt. Fickt euch hart.

Kinder haben genug Literatur. Und wenn sie mit den Mumins und Pippi Langstrumpf durch sind (liebe ich beides sehr und lese es heute noch immer wieder mal) können sie einfach Erwachsenenbücher lesen. Das schaffen sie. Die heulen schon nicht, wenn bei Watership Down General Woundwort ein Kaninchen zerreißt. Kinder halten Bücher aus. Gut, ich hätte mir den „Minus Mann“ gern erspart. Aber der ist mir auch heute noch zu hart und ich wünschte, ich hätte das Ding nie gelesen. Doch da war ich selbst schuld. So ziemlich jedes andere Buch geht aber. Kinder werden nicht rassistisch, wenn sie Karl May lesen. Oder sexistisch, weil bei Jules Verne kaum Frauen vorkommen. Kinder wachsen an Büchern. Und wenn sie ein Wort oder ein Konzept nicht verstehen, hat das Smartphone Wikipedia. Young Adult ist in meinen Augen gezieltes Dummhalten. Muss nicht sein. Schreibt Bücher für Leute, nicht für Altersstufen.

Vermutlich ist es ganz gut, dass ich nach einem Semester der PH den Rücken gekehrt habe. Ja, ich habe es vor dem Grafikstudium mit Kunsterziehung versucht. Aber die Leute dort haben mich fast irre gemacht. Nicht meins.  Bin ich ungeeignet.

Wie man merkt, bin ich heute mal wieder auf Krawall gebürstet. Liegt bestimmt an zu wenig Schlaf. Der Tag wird spannend.

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Squats versus Single Leg Glute Bridge

Da mein linkes Knie immer noch jammert (bin ich jetzt in dem Alter, in dem man ständig Wehwehchen am Bewegungsapparat hat?), habe ich heute Morgen statt Squats Single Leg Glute Bridge gemacht.

Ich muss sagen – gar nicht mal so unanstrengend! Im Gegenteil – ging mir weitaus direkter in den Hintern als Squats. Und ich mache Squats hauptsächlich, um meine Arschmuskulatur zu verbessern. Ich habe ja schon verschiedentlich gelesen, dass Glute Bridge in diesem Fall tatsächlich effektiver sein soll, habe es aber erst einmal nicht geglaubt. Ganz davon ab, dass Squats natürlich deutlich cooler aussehen!

Aber wenn’s dem Knie besser gefällt und dem Hintern mehr bringt, werde ich wohl ganz auf Glute Bridge für meine Morgensportroutine umsatteln. Beim Leg/Rumpf-Day im Gym natürlich nicht. Aber der ist nur einmal die Woche, das wird das Knie hoffentlich verkraften.

Jetzt, wo es scheint, als würde sich langsam Routine in Sachen Katze und Tabletten einstellen, fange ich ganz vorsichtig an, mich wieder auf meine dreiviertel Woche Urlaub zu freuen. Ich plane Tagesausflüge, so dass ich Butzel immer zu ihren gewohnten Zeiten füttern kann oder schlimmstenfalls die Elterneinheiten mal einspringen. Bisher fehlt es mir aber an Ideen.

  • Die Grube Messel auf jeden Fall. Da will ich schon hin, seit ich klein war. Vermutlich hype ich es zu sehr, aber … Teergrube! Urpferdchen!
  • Eventuell einfach mal so Limeswandern im Odenwald. Aber allein … ist als Angstpatientin nicht ganz untrivial. Früher mit Hund ging das super (niemand legt sich mit einem Riesenschnauzer an! Die Viecher wurden für die Bärenjagd gezüchtet und haben einen ganz starken Schutzinstinkt) aber ohne Begleitung könnte das mehr Stress als Entspannung sein.
  • Burgen angucken? Ähnliche Problematik, da unter der Woche wahrscheinlich sehr einsam.
  • Ich könnte ein paar Museen anschauen. Mal wieder ins Städel und dann noch in Frankfurt herumlaufen. Das Städel hat gerade eine echt spannend aussehende Fotografieausstellung.

Mal sehen. Erinnerung schafft man nur, wenn man sich aus der Comfort Zone bewegt. Doofe Phrase aber leider wahr.

Bis zum Urlaub ist es noch anderthalb Wochen, da kann sich noch Einiges ergeben. Bis dahin bin ich weiterhin Last Woman Standing in der Grafikabteilung und das Clownauto fährt wild hupend um mich herum.

Culinary Diversity-Wölfe, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe brauchen ein Eis!

Druck

Hitzäää näähmään kain Ändäää. Die Blätter fallen aus Wassermangel von den Bäumen, das braune Gras knirscht beim Drüberlaufen und als ich heute Morgen um halb sechs aus dem Haus kam, waren es im Hof 26 Grad. Muttereinheit äußerte sich besorgt, dass ich trotzdem Sport mache – aber es war so wunderbar leer im Gym! Außer mir nur zwei hardcore Eisenjungs und ein adipöser Jugendlicher, der vom Trainer gerade eine Routine bekam (mad props für den Jungen dafür, dass er’s angeht!). Und es ist ja nicht so, als würde man dann noch mehr schwitzen. Irgendwo ist Ende der Kapazität. Außerdem nur eine halbe Stunde, das war nicht viel. Hat aber sehr gut getan.

Doch soll’s ja heute nicht um den Verbrauch, sondern die Zufuhr gehen. Um Zufuhr von süßen Dingen! Eis!

Ich liebe Eis und bin schon lange sauer, dass es Halo Top nur in den USA gibt. Doch diese Lücke füllt sich in Deutschland langsam, wie es scheint. War es zunächst nur wässrige, traurige, vegane Eiscreme, habe ich vor ein paar Wochen die Marke „Oppo“ im Kaufland entdeckt. Schokoladen-Haselnuss-Eis für …. 85 Kalorien pro 100 Gramm (die anderen Sorten haben noch weniger)! Bedeutet also flotte tausend Kalorien weniger pro Pott als Ben&Jerry’s. Aber entscheidend ist ja, wie das Zeug schmeckt. Kalorienarmen Fensterkitt mag niemand essen.

Und, joaaar – Tatsache, scheiß die Wand an … schmeckt! Richtig gut. Natürlich nicht ganz wie B&Js, da kommt nix ran (ganz davon ab, dass es davon natürlich auch drölfzig Sorten gibt!), aber durch den verringerten Zucker kommt die Schokolade wunderbar kräftig zur Geltung. Geschmacklich etwas über dem mobilen Eisverkäufer, der jeden Tag unverdrossen im Gewerbegebiet herumfährt und natürlich auch den Verlag versorgt. Große Freude darüber. Und sogar cremig und nicht voller Eiskristalle! Man muss mit Süßstoff klarkommen, der Waldnymphe kann ich es also nicht anbieten, da sie Stevia als bitter empfindet. Aber wer diese Austauschstoffe verträgt, hat nun eine tolle Alternative, die man einfach mal so einstreuen kann. Ich meine … einen ganzen Pott für unter 400 Kalorien! Machste nich selber für! Klar, es ist und bleibt eine Süßigkeit, hat kaum sinnvolle Makros … aber wer isst denn bitte Eis als functional food? Das ist Nachtisch. Großartiger Nachtisch!

Kaufland bietet noch Salzkaramell und Vanille als Sorten an. Muss ich dringend auch probieren. Auf der Website präsentiert der Hersteller noch etliche Sorten mehr. Ich hoffe, die finden ihren Weg auch in eine mir nahegelegene Kühltheke.

Soll heißen: Volle Wolfsempfehlung für Oppo-Eis.

Sonstiges? Katze verhaltensmäßig immer normaler. Saß gestern Abend während drei Folgen Brooklyn 99 auf mir und hat mich gewärmt. Aber so konnte ich ihr wenigstens gut Unterwolle ausbürsten. Ist bei diesem Wetter mehr als nötig.