Einer von diesen Tagen …

Get 'em tickets to the gun show. 😊 #progress #fitspo

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… aber zumindest läuft das Defizit. Gestern kam ich auf 540 und da ich heute exakt das selbe essen werde, wird es ebenso sein. Nur mit MyFitnessPals Angaben für Backkakao komme ich nicht ganz klar. Da bekomme ich 75 Kalorien für zwei Teelöffel davon, die in meinen Abendkaffee wandern. Da ein Teelöffel aber 6 Gramm hat (gestrichen 4, gehäuft 6, denke ich mal), käme ich bei 360 Kalorien auf 100 Gramm gerade mal auf 43,2 Kalorien. Mit aller Unschärfe also maximal 45. Und nicht fast das Doppelte! Na, ich bleibe mal bei „es sind nur 540 Defizit“, dann habe ich Platz für Senf im Dressing meines Beilagensalats.

Mal sehen, wie ich nach dieser Nacht zurechtkomme. Denn so richtig ausgeschlafen bin ich nicht. Meine Katze und das begabte Kind (wir erinnern uns: Mein Staubsaugroboter) haben sich verbündet, mich um halb vier aufzuwecken. Erstere mit leisem Herumgenöle, Letzteres mit auf-der-Ladestation-Gewackel-und-Gepiepse. Ich habe das begabte Kind dann gezwungen, die Ladestation neu anzufahren und die Katze aus dem Schlafzimmer geworfen. Brachte beides nichts. Der Robo fuhr nach fünf Minuten eine plötzliche Ehrenrunde (danach war zum Glück Ruhe) und die Katze kratzte so lange an der Tür, bis sie sie auf hatte.

Ermüdend. Sehr ermüdend.

Nun ist es Morgen, ich bin übermüdet, die Katze ist beleidigt und das begabte Kind wird auch nicht besser saugen. Ach, was ein Mist!

Arbeit für heute ist bisher langweilige Routine. Für die Mittagspause habe ich Aussicht, an einem Bild für die Waldnymphe weiterzumachen. Endlich mal wieder ein bisschen P0rn.

Apropos Waldnymphe … sie hat bei TESO echt Blut geleckt und hat sich zu einem eifrigen Tüftler entwickelt, um ihren Sorcerer immer effektiver zu machen. Gestern waren wir mit J2 und T. in drei Dungeons und es lief hervorragend. Natürlich bleibt vorrangiges Ziel, auch außerhalb von Wochenenden ein wenig (virtuelle) Zeit miteinander zu verbringen – aber ein bisschen Ehrgeiz schadet schließlich nie!

Sportmäßig pausiere ich immer noch, weil ich schon beim Seilspringen zu schlecht Luft bekomme. Außerdem habe ich am Donnerstag einen Termin beim Orthopäden wegen der Schulter. Ich wollte das zwar eigentlich erst im Februar machen, aber im Ernst … ich habe doch keine Lust, dass sich da ein Schmerzgedächtnis entwickelt! Also bis Donnerstag kein Training, nur ein paar hundert Sprünge Seilspringen (maximal so 300) und ein paar Minuten diverse Planks. Und wenn ich Donnerstag dann eine Roadmap bekomme, wie der Kalkschulter zu Leibe gerückt werden soll/kann/wird, habe ich direkt meine Sportsachen dabei und gehe danach ins Gym. Klingt nach einem Plan.

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Wo beginnt eine Essstörung?

Mit ziemlicher Sicherheit noch nicht dort, wo ich bin. Da ist es nur mangelnde Selbstbeherrschung und völlig fehlende Impulskontrolle. Aber es kann durchaus sein, dass ich mich langsam auf eine Binge-Eating-Störung zubewege. Immerhin bekommt man so etwas nicht von jetzt auf gleich, sondern hat dort vermutlich wie bei allen anderen Dingen eine Phase, in der man das Ruder noch ohne professionelle Hilfe herumreißen kann … sofern man sich der Sache bewusstwird.

Das entspringt vermutlich wieder mal meinem ausufernden Do-it-yourself-Gedanken, der gar so verstörend amerikanisch ist und den meine Ärztin sicherlich mit einem sanften Lächeln meinem starken inneren Kritiker zuschreiben würde.

Aber – wer, wenn nicht ich? (Und: Womm, wenn nicht Wurst?)

Von vorne. Ich habe mir am Samstag innert nicht einmal 24 Stunden mein komplettes Wochendefizit sturmreif geschossen. Und zwar nicht mit Voller Napfs Nudelauflauf mit Extrakäse auf dem Käse (da fiel es mir unglaublich leicht, eine kleine Portion zu essen und noch einmal einen kleinen Löffel nachzunehmen. Und damit Finito), sondern mit Gummibärchen, die auf dem Tisch standen. Da waren. Einfach nur da.

Und ich habe sie gegessen. Nicht unbewusst und nicht heimlich, sondern „halt so“. Sie waren da, ich habe sie gegessen. Eine Halbe von diesen Anstaltspackungen.

Was mal so überhaupt nicht geht. Mich im Nachhinein unglaublich geärgert hat. Aber ich konnte es nicht aufhalten. Ich war völlig bewusst und dabei, aber ich konnte nichts tun. Das war kein Klabautermann, der meinen Körper übernommen hat – das war ganz allein ich. Sehenden Auges Selbstsabotage betrieben. Ich bin so entsetzlich wütend und enttäuscht.

Und dass, wo ich am Freitag so diszipliniert war. Ich habe nämlich Schokolade und Kekse, die ich von den Damen der Sport-nach-Krebs-Turngruppe, die Muttereinheit übungsleitet, geschenkt bekommen habe (ich habe ihnen meine Belegexemplare der Spiele aus dem Verlag für die Kinder und Enkel gegeben), direkt an H.s Kinder weitergereicht. Nur ein paar Pralinen behalten. Und bei denen festgestellt, dass Schokolade in echt gar nicht mehr so gut schmeckt, wie in meiner Erinnerung (obwohl ich Phantasien mit Cadbury Creme Eggs habe … mein Kryptonit).

Auf jeden Fall kann ich mir also bei Süßigkeiten Null und gar nicht trauen.

Daraus kann ich jetzt nur einen Schluss ziehen: Ich muss Süßigkeiten und Backwaren (Backwaren haben hier jetzt keine gesonderte Ausführung bekommen, sind aber ebenso problematisch für mich) komplett aufgeben. Unter der Woche habe ich das ja schon lange realisiert, aber ab jetzt eben auch an Frei- und Samstagen. Es geht nicht anders. Ich muss mich wie einen trockenen Alkoholiker behandeln. Da geht auch nicht „nur ein Schluck“. Nur ein Schluck ist die komplette Flasche Korn mit Filmriss gratis.

Ausnahmen nur, wenn wir mit Freunden essen gehen. Was zum Glück maximal einmal alle ein, zwei Monate vorkommt. Ansonsten werde ich mich an Obst halten. Und Skyr mit Süßstoff und Erdnussmehl. Und Kaffee mit Flavour. Und Backkakao mit Süßstoff und Wasser/Mandelmilch zubereitet.

Und dann bin ich gespannt, wie lange das gut geht. Wenn ich will, habe ich unglaubliche Disziplin. Aber dazu muss irgendwo in mir ein Schalter umklappen. Was er betreffs Süßigkeiten bisher noch nicht getan hat. Oder war das nun der entscheidende Moment?

Ich hoffe es!

Klamotten – die ultimativen Fat-Shamer

Slim-fit-Anzug. Noah shamed mal gar nix, der ist so schlank wie Tom Hiddleston! (Endlich mal wieder ein Bild aus der Werewolf-Geschichten-Welt der Waldnymphe)

Oder die ultimativen Shitlords. Jedenfalls gibt’s bei Kleidung kein Beschönigen. Vor zwei Monaten passten die Skinnyjeans noch deutlich besser. Jetzt komme ich zwar rein, habe aber das Gefühl, dass sich meine Oberschenkel viel zu oft berühren. Das ist Mist und konnte ich noch nie gut aushalten. Und zeigt mir mit Vehemenz, dass ich es essensmäßig rund um Weihnachten kräftig übertrieben habe (totally worth it, though!). Kommt hinzu, dass sich mein Fett erstens immer am besten an den Oberschenkeln anlagert und ich zweitens in letzter Zeit sehr viele Beinübungen gemacht habe, weil meine Schulter schließlich so zickt. Führt dazu, dass ich nun an den Beinen mehr Muskeln und mehr Fett habe, was den Skinnies nun wirklich nicht gerade guttut.

Die Muskeln will ich behalten – das Fett geht wieder. Diese Woche läuft bisher dafür gut, nur Sport kann ich nicht machen. Was mich nervt. Aber wenn ich nicht ganz gesund bin, ist Sport weder förderlich noch angenehm. Also lieber diese Woche noch komplett pausieren und dann wieder einsteigen. Und statt so viel Bein und Hintern lieber etwas mehr den Rumpf trainieren.

Ich würde echt gern auch an den Schultern weitermachen … die gefallen mir derzeit sogar richtig gut. Aber das ganze Training der letzten Wochen hat dafür gesorgt, dass ich mittlerweile fast permanent Schmerzen in der Schulter und im Oberarm habe. Zeit, die Sache mit dem Orthopäden anzugehen …

Nach der Messe Nürnberg. Ich kann vorher nicht gut ausfallen.

Erst einmal also weiter ruhig bleiben, Schulter ruhig halten und unter Bedarf essen. Letzteres ist absolut machbar, wenn ich auch zugegebenermaßen die 500 Defizit nicht jeden Tag schaffe. Aber mühsames Einhorn und so. Ich habe zwar ein festes End-Datum meiner derzeitigen Abnehmphase – aber das ist ja nur ein Serviervorschlag. Ich kann auch einfach nach Mitte März noch weitermachen, sollte ich mein Ziel noch nicht erreicht oder gar ein ganz neues Ziel haben. Sicher ist, dass meine Lebensumstellung geklappt hat. Ich esse so clean ich hinbekomme, so low carb high protein wie man es als Vegetarier eben schafft und bewege mich. Dazu unter der Woche völliger Verzicht auf Gebäck und Süßigkeiten (außer Obst. Obst ist wichtig für mein Wohlbefinden. Da aber auch fast nur Beeren und in haushaltsüblichen Mengen). Im Schnitt bin ich bei 90 Gramm Kohlenhydraten und 120 Gramm Eiweiß. Das ist wirklich nicht sehr low carb, fällt mir so auf. Aber zumindest mehr Eiweiß als Kohlenhydrate. Gildet? Ich spare eben eher am Fett, da habe ich meist so 15 Gramm am Tag.

Heute Abend muss ich bei Falafel mit Salat und Erdnusssauce Mäßigung üben. Nicht gerade meine Paradedisziplin. Aber ich übe. Zwei Schritte vor, einer zurück.

Culinary Diversity-Wölfe. Auf eine gewisse Weise. Ein bisschen zumindest.

Druck

Eigentlich hatte ich mir Pitahaya kaufen wollen. Die sah so unglaublich bizarr und lecker aus, in ihrem Körbchen im Prollo-Kaufland. Ich hatte auch schon danach gegriffen, als mir auffiel, dass der Preis gar nicht für’s Kilo, sondern für eine einzelne Frucht stand. Deshalb legte ich das rote Wunder wieder zurück und beschloss, nicht den Preis einer kompletten Mahlzeit für ein Teil Obst auszugeben.

Stattdessen tat ich etwas, was ich schon lange vorgehabt hatte: Tiefkühlobst kaufen.

Beeren sind kalorien- und nährstofftechnisch die bei weitem sinnvollsten Früchte – sogar die Paleo-Heimer stehen total darauf. Außerdem schmecken sie hervorragend. Dummerweise sind sie nicht nur sehr saisonal, sondern auch frisch sehr schwer aufzubewahren, weil sie dazu neigen, nach 24 Stunden Schimmel anzusetzen oder völlig zu vermatschen.

Him- und Heidelbeeren von der Südhalbkugel kamen also gar nicht in Frage.

Aber … wie gesagt: Tiefkühlobst! Ich hatte die üblichen Vorbehalte. Klimasauerei, nicht so gesund, schmeckt nach Fuß. Und bekam alles im Internet freundlich wegerklärt. Das Zeug ist sogar deutlich gesünder als der importierte Mist vom anderen Ende der Welt. Und dass es ohne eine zwölfstündige Flugreise auch klimafreundlicher ist, steht ja eh außer Frage.

Blieb noch der Geschmack. Da stellte sich heraus: Alles, bis auf Erdbeeren, schmeckt tiefgekühlt nicht schlechter, wenn auch das Geruchserlebnis bei frisch gepflückten Beeren natürlich fehlt, was einiges ausmacht. Aber, ganz ehrlich … soooo viel selbstgepflückte Beeren habe ich auch in der Saison eher selten und als special treat. Das Zeug, was man saisonal im Laden bekommt, hat dieses Aroma auch nicht. Auf jeden Fall besser als die faden Gewächshauszombies, die man derzeit „frisch“ für teuer Geld erwerben kann. Erdbeeren sind auch lecker, haben dann aber nur eine eigenartige Haptik, an die man sich erst gewöhnen muss. Nicht ganz so toll, aber in Porridge oder Skyr kein Punktabzug.

Diese Epiphanie hatte ich kurz vor Weihnachten. Und seitdem enthält nicht nur mein fast tägliches Quarkporridge 125 Gramm gemischte Tiefkühlbeeren (oder Himbeeren. Oder Erdbeeren), die mit etwas um die 40 Kalorien zu Buche schlagen, sondern ich haue das Zeug auch direkt aus dem Gefrierfach in Skyr, was zusammen mit ein bisschen Süßstoff zu einer Art frozen yoghurt führt, der mir sehr gut schmeckt.

Mittlerweile hat diese gute Erfahrung dazu geführt, dass ich auch sonst viel mehr Tiefkühlzeug nutze. Ich meine, den Unterbau-Tiefkühler habe ich eh, warum ihn nicht mit Blumenkohl, Bohnen oder Rosenkohl vollstopfen? Macht weniger Stress als das frische Zeug und ich bin nicht so gebunden, was ich wann esse. Ich entscheide sonntags einfach spontan, was ich für die nächste Woche mealpreppe. Als Ergänzung dann noch frischen Butternut und alles ist prima.

Ich bin mir sicher, dass das für die überwältigende Mehrheit der Menschen keine besonders neue Erkenntnis ist … aber ich bin haushaltstechnisch weiterhin herausgefordert. Ich bin vielleicht gerade an der Schwelle vom Noob zum Casual, bis ich mal ein Pro bin, dauert es noch ein paar Jahre!

Nachbemerkung: Booooo für Aldi, die ihre TK-Beerenmischungen zuckern! Das ist schlechter Stil und unnötig! Und führt dazu, dass ich jetzt nur noch bei Lidl einkaufe, weil deren Him- und Erdbeeren zusatzfrei sind.

… sprach’s und verschwand.

Scouting duty

„Wieder öfter posten“ und so, meine ich. Liegt aber daran, dass meine Erkältung, die ich mir punktgenau zum Urlaubsende von entweder der Waldnymphe oder dem Erklärfaun geholt habe, mich einen Tag zur Arbeit gehen ließ und mich dann einfach umwarf.

Gestern habe ich also nichts getan, außer Ibu eingeworfen und Hals- und Nasenspray benutzt. Und natürlich meine Katze mit jedem Niesen furchtbar erschreckt. Die selbe Katze, die an Silvester nur zweimal, als die Nachbarn direkt vor dem Fenster Riesenvulkane haben zischen lassen, ängstlich geguckt hat, das ganze andere Geböller aber auf meinem Schoß schlafend verpasst hat. Aber Niesen ist natürlich Terror.

Ansonsten hatte ich bizarre Fieberträume (hauptsächlich darüber, dass ich andere Leute/mythische Entitäten enttäuscht hätte … ich muss das mal bei meiner Ärztin ansprechen), habe Master of None geschaut (ich liebe Aziz Ansari seit Parks&Rec) und habe ewig gebraucht, mir Heißgetränke zuzubereiten, ohne in der Küche umzukippen.

Das sind dann die Momente, in denen ich darüber nachdenke, ob unser „Living apart together“-Beziehungskonzept nicht ein Fehler sein könnte. Aber sobald ich es dann mit dem Teebecher zurück auf die Couch unter die Decke geschafft habe, bin ich wieder voll davon überzeugt, dass es bei Krankheit das Beste ist, seine Ruhe zu haben.

Desweiteren gehöre ich nicht zu den Leuten, die bei Krankheit ihren Appetit verlieren. Tja. Mal wieder das kurze Ende des Stocks. Aber Disziplin funktioniert zum Glück noch!

2018: Die Überraschungsei-Diät

Next week's mals are prepped. #mealprep #vegan #accidentallyvegan #fitspo #ohneunsinnabnehmen

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So, Urlaub vorbei, der Alltag hat mich wieder. Deshalb werden nun erstens die Posts wieder regelmäßiger und häufiger und zweitens habe ich diese großartige, absolut wirksame neue und unerreichte Wunderdiät erfunden! Verliere einen Arm und ein Bein mit diesen fünf einfachen Tricks. Nummer drei wird dich schockieren!

Genug Clickbait. Nein, keine Wunderdiät. Kein „ich esse nur Überraschungseier. Und zwar drei Kilo davon am Tag!“. Stattdessen fahre ich einfach nur 500 bis 600 Kalorien Defizit. Und zwar ab heute bis Mitte März. Ersteres ist ein Defizit, mit dem ich gut zurechtkomme und zweiteres ein willkürlich gewähltes Datum. Eigentlich deshalb, weil die Waldnymphe dann Geburtstag feiert und es wieder Schokoladenfrühstück auf der Burg gibt.

Und warum nun „Überraschungsei“?

Weil ich beschlossen habe, keine Kilozahl zu setzen und auch keine Kilos zu kontrollieren. Ich zähle Kalorien, wiege mich aber nicht. Stattdessen ist das Ziel „Jeansgröße 29 passt wieder ohne dass es direkt nach dem Waschen schwierig ist, die Hose anzuziehen“. Und natürlich „Ich will im Spiegel nicht mehr so wabbelig aussehen, wie derzeit“. Letzteres wird natürlich mehr durch Sport definiert. Und für den hoffe ich, genug Zeit zu haben. Doof, dass ich im Moment kränkle. Die morgendlichen Planks waren zwar recht problemlos, ich weiß aber nicht, ob ich mein Hüpfpensum erreichen kann. Ml sehen, ob ich morgen Abend fit genug bin, um ins Gym zu gehen. Leider hat sich herausgestellt, dass eine Schulterübung tatsächlich gar nicht mal so gut für meine Kalkschulter ist und mich auf etliche Tage hinaus mit Schmerzen versorgt. Da muss also schon wieder eine Alternative her. Oder endlich der Termin beim Orthopäden samt heftigem Bestehen auf Sonarzertrümmerung.

Und warum „nicht wiegen“?

Weil ich festgestellt habe, dass mich das Wiegen mehr stresst, als es hilft. Im Übergewichtsbereich war es nötig und sinnvoll. Aber in der normalen BMI-Range macht es mich nur kirre. Deshalb lieber der Hosentest. Und der Spiegeltest. Beides medizinisch nicht haltbar, aber da absolut sicher ist, dass ich weder in Sachen BMI noch in Sachen KFA mit Hosengröße 29 (oder im schlimmsten Fall auch 30) auf 1,62 m übergewichtig bin, gibt es keinen Grund, mich mehr dem Risiko eines Angstanfalls auszusetzen, als nötig.

Ich werde sicherlich gegen Ende der Abnehmstrecke gelegentlich kontrollieren – aber genauso sicherlich werde ich es bereuen, weil ich bestimmt mit schlafwandlerischer Sicherheit die Wassertage erwische. Von daher muss ich mir da selbst heftig auf die Finger schauen. Mein Wohlbefinden muss vor meinem Kontrollwahn kommen.

So. Und nun auf ins neue Jahr, jenseits von „Ausnahmezustand Urlaub“. Ich schaffe das. Heute gibt es Quarkporridge zum Mittagessen (Wie immer kein Frühstück, stattdessen Kaffee mit 100 ml Kokosmilch), Grüne Bohnen mit Teriyakisoße und Tofugeschnetzeltem zum Abendessen und als Nachtisch einen Eimer Skyr mit Tiefkühlhimbeeren. Macht zusammen 1011 Kalorien. Und ich bin abends sehr satt. Die heftigste Hungerstrecke ist von zehn bis dreizehn Uhr. Der Rest läuft.

2018 kann kommen

2018

2017 war für mich persönlich ein sehr gutes Jahr. Mein erstes Haltejahr. Ich bin gereist, habe neue Dinge getan und mich freier gefühlt als jemals zuvor in meinem Leben. Ich bin privat und beruflich zufrieden und habe das Gefühl, Dinge aktiv beeinflussen und für mich zum Guten wenden zu können.

Heißt also prinzipiell, dass ich mir nichts vornehmen will, sondern einfach den eingeschlagenen Kurs beibehalten.

Aber ganz ohne Zusammenreißen läuft das natürlich auch nicht. Der Dezember ist zwar sportlich sehr gut gelaufen, in ernährungstechnischer Hinsicht aber voll abgefallen. Soll heißen – ich bin mal ganz Mainstream und nehme mir für’s neue Jahr eine Abnahme vor. Der angefressene Speck muss wieder gehen.

Weiteres großes Ziel: Ein normaler Umgang mit Essen. Wie die Feiertagszunahme gezeigt hat, kann ich das nämlich offensichtlich immer noch kein Stück. Gerade bei Süßigkeiten und Backwaren läuft das nach dem „es ist da, ich ess‘ es auf“-Prinzip.

Erste Verteidigungslinie: Weder Zeug aus Teig noch Schokolade zu Hause haben. Aber Vermeidung ist kein wirklicher Umgang. Für die Abnahme ist es in Ordnung, aber dann muss ich mich eventuell mal mehr damit beschäftigen, wie ich das Impulsfressen in den Griff bekomme. Ein prima Thema für meine nächste Therapiestunde im Januar.

Jetzt gehe ich erst einmal in den Sport. Hoffentlich ist wenigstens heute etwas weniger los!

Abends wird es ruhig, wir bleiben auf der Couch, essen und gucken alberne Filme, bis der Erklärfaun und ich zu müde werden. Dann fahre ich heim, mache alle Rollläden herunter und hoffe, dass meine Katze nicht zu sehr ausrastet.

Allen da draußen einen schönen Tag und einen guten Start in ein neues Jahr!