Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

neunundvierzigste Woche und 61,4 Kilo.

Wer hätte das gedacht, immer noch das selbe Gewicht. Eine Runde Applaus für meinen immens begabten Körper! Ich sollte vielleicht wirklich einmal einen Monat Abnehmpause machen. Aber ich habe Angst davor, was passieren könnte, wenn ich nun jeden Tag 500 Kalorien mehr esse … Rein rechnerisch sollte ich das Gewicht exakt halten, mit Sport sogar ein wenig abnehmen. Aber wie viel „rein rechnerisch“ wert ist, sieht man ja an meinem hübschen Zweimonatsplateau. Es fällt immer schwerer, den Fettlogiken zu widerstehen, wenn das Rationale keine Erklärung mehr liefern kann. Aber vielleicht bin ich auch zu ungeduldig. Immerhin bin ich den Stressfaktor erst seit zwei Tagen los. Es dauert vermutlich noch etwas, bis das Cortisol sich abbaut. Also … Geduld ….

Ich spiele weiter mit Entzücken Duolingo. Das größte Hindernis dabei ist die entweder miserable Spracherkennung oder die miserable Mikro-Qualität meines Handys. Eins von beiden sorgt jedenfalls mit großer Zuverlässigkeit dafür, dass in der Mehrzahl der „lies diesen Satz“– oder „wiederhole, was du hörst“-Fälle gar nichts oder nur die Hälfte erkannt wird. Und ja, ich berücksichtige da durchaus, dass mir das Nasale des Französischen im Gegensatz zum crisp-Gutturalen des Englischen sehr, sehr schwer fällt.

Trotzdem habe ich Freude daran. Wikipedia betont die Wirksamkeit von Duolingo. Ich habe noch meine dezenten Zweifel, bin aber auch zufrieden, wenn ich nur eine gewisse passive Kenntnis der Sprache mitbekomme. Wenn es wie beim Englischen läuft lerne ich richtig sowieso erst, sobald ich Filme und Bücher in der zu lernenden Sprache konsumiere.

Ich habe heute ein dekadentes Mittagessen vor. Zwar nicht kalorienmäßig (67 Kalorien pro Scheibe! Immer besser durchoptimiert!) aber gefühlt: Bananenbrot mit Erdnussbutter! Dank der gebremsten P2B-Erdnussbutter (nein, kein gesponsorter Link) ist das nämlich auch sehr einfach. Mein Bananenbrot ist zwar immer noch eine sehr flache Angelegenheit, die Scheiben mithin sehr übersichtlich – aber es schmeckt so verdammt gut! Und völlig low carb noch dazu. Enthält Bananen, Gelberüben, gemahlene Mandeln, Eier, Kokosöl, Chia- und Flohsamenschalen. Plus etwas heißes Wasser und Backpulver. Und Flavour zum süßen. Schmeckt.

Es ist vollbracht!

Die Fastnachtszeit ist für mich also vorbei. Noch nicht ganz, da ich vorhabe, morgen mit Wolfsohren zur Arbeit zu gehen (note to self: Den üblichen Berliner, den der Verlag zum Rosenmontag spendiert, in mein Tagesbudget einwursteln). Aber arbeitstechnisch war gestern der fulminante Höhepunkt der Saison. Wir waren zu dritt an den Kassen und trotzdem standen die Leute in einer gewundenen Monsterschlange durch den ganzen Laden. Zum Glück nur punktuell und zum späten Nachmitag liess es nach.

Wie angekündigt kam auch meine Ärztin mit ihrem Mann (? Vermutung meinerseits) vorbei und hatte sichtlich Spaß an der riesigen Auswahl an Kostümen, Accessoires und Partyartikeln.

Danach bin ich zur Waldnymphe geschlichen, der Erklärfaun kam auch und wir versumpften bei Pizza, Ben&Jerry´s (Peanut Butter Cup!) und Marvelfilmen auf der Couch. Ich bin trotzdem in meinem Kalorienrahmen geblieben (wenn auch ohne Defizit für diesen Tag) und die Waage zeigt mir weiterhin mit 61,1 Kilo den Finger. Egal.

Ich habe von meiner Mutter eine Hose geschenkt bekommen, die ihr zu lang ist. Warum sie sie dann gekauft hat, war nicht ganz herauszubekommen. Optisch okay-ish (weiße Jeans … ich trage nie weiße Kleidung!) aber eine doch recht weite 38. Da muss ein Gürtel drauf. Das erfüllt mich mit einer gewissen Befriedigung. Ich frage mich, was für eine Jeansgröße ich jetzt habe. Werde ich herausfinden, da Frau Schwan und ich gestern beschlossen haben, nach der Saison zusammen Hosen einkaufen zu gehen, weil sie auch sieben Kilo abgenommen hat und ihr alles am Leib schlackert.

Plan für heute: Nachher im Gym auf der Matte stehen und viel Gewicht auflegen. Und noch mehr in Duolingo spielen. Das macht wirklich Spaß! Muss ich mal einen etwas ausführlicheren Blogbeitrag dazu schreiben. Aber, hey – kostenloses Sprachenlernen! What´s not to like?

Und vorkochen für die Woche. Das will ich heute auch. Und vielleicht (sehr vielleicht) ein Bananenbrot backen.

Freizeitstress. Auf gute Weise.

Vorsichtiges Vorbereiten

Ob es wirklich eine gute Idee war, bei der Leg Press von 74 auf 82 Kilo zu gehen, obwohl meine Oberschenkel an sich noch reichlich … hmmm … ausufernd sind? Schwer zu sagen. Aber mir war gestern danach, mich beim Training völlig kaputt zu machen. So richtig den Kopf frei zu schuften. Und das hat auch gut geklappt. Ich bin für meine Verhältnisse sehr gesammelt und friedlich nach Hause gegangen.

Dann habe ich noch den Abend mit einer Freundin am Rechner verplaudert, nicht ganz so viel gegessen, wie ich eigentlich in MyFitnessPal geplant hatte und bin dann sehr gelassen ins Bett. Das habe ich ziemlich gebraucht.

Kurze Zwischenbemerkung: Der Erklärfaun hat diese Woche eine Probefahrt in einem Tesla gemacht. Ich hingegen muss jetzt schon sparen, falls in ein paar Jahren mein Zwergenauto zusammenbricht. Das sollte die Frage, ob man besser VWL oder Grafik-Design studiert, vollumfänglich beantworten.

Aber eigentlich bin ich ja nicht neidisch. Warum auch? Ich mag meinen Job sehr gern. Und ich mag den Erklärfaun sehr gern. Also – alles in Butter. Und falls ich irgendwann einmal einen Tesla fahren darf, werde ich vor Nerdfreude leise quietschen.

Der Erklärfaun macht sich im Moment auch daran, für die Waldnymphe und mich ein Hotel in Paris zu finden, das unseren Ansprüchen (von meiner Seite aus nonexistent, da ich noch nie in einem Hotel übernachtet habe. Massenhaft Jugendherbergen zu LARP-Zeiten aber nie ein echtes Hotel) genügt und bezahlbar ist. Ja! Paris rückt tatsächlich näher!

Zur Vorbereitung habe ich mir Duolingo geladen und fange an, Französisch zu lernen. Ich hatte diese Sprache zwar in der Schule drei Jahre lang – nach Englisch und Latein aber nur als dritte Fremdsprache und von daher völlig untergegangen. Vor allem, da ich nie das Bedürfnis hatte, meine Franco-Belge-Comics im Original zu lesen. Ganz anders die US- und Brit-Comics. Irgendwie bin ich deutlich anglophiler.

Aber trotzdem möchte ich jetzt doch ein wenig Französisch lernen. Und weil ich alles vergessen habe, außer „La vache qui rit“, fange ich bei „ohne Vorkenntnisse“ an. La femme a une pomme rouge. L´homme a une robe. Klar, wenn er das will! L’enfant mange une orange.

Mal sehen, wie lange ich durchhalte und wie viel es bringt in der kurzen Zeit. Ich habe es mal vorsichtshalber noch nicht in Habitica eingetragen! Wird aber noch kommen, sollte es mir Spaß machen.

Dieses Wochenende wird noch einmal hart und kaum vorhanden. Aber ich werde es schaffen.

Und dann hat man nicht einmal ein Snickers …

tasse_fe_geburtstag

Die drei Wölfe auf der Kaffeetasse. Das wär´s. Klappt nur leider nicht.

Nix läuft. Ich stagniere nicht nur gewichtsmäßig, sondern scheitere im Moment auch sonst an den trivialsten Aufgaben. Ich bin fahrig und unkonzentriert, mache absolut unbegreifliche Fehler und fühle mich so, als sei mein Kopf mit Watte ausgestopft und als würde mich eine dicke Glasscheibe vom Rest der Welt trennen. Ich kann sehen, was passiert, bin aber unfähig, es zu beeinflussen, weil ich zu langsam bin, meine Gedanken in all´ dem Zellstoff feststecken und ich nichts wirklich berühren kann.

Gestern habe ich zum Beispiel vergessen, zu tanken. Und durfte deshalb heute Morgen für fast ein Euro fuffzich pro Liter auf der Autobahn Benzin fassen. Ich habe noch nie vergessen, zu tanken. Schlicht und einfach noch nie. Aber gestern kam es mir nicht in den Sinn. Beziehungsweise: Ich dachte die ganze Heimfahrt daran und vergaß es völlig, als ich die Autobahnabfahrt nahm.

Außerdem habe ich es geschafft, eine Bestellung bei einem Online-Tassenbedrucker zu vergeigen. Ich war zu dämlich, die Eingabemaske zu kapieren. Ich fand die Option, mit Kreditkarte zu bezahlen, einfach nicht. Ich habe etwas angeklickt, von dem ich dachte, dass es das Richtige sei und nun ist irgendetwas passiert, das ich nicht beschreiben kann. Ich muss dort anrufen und alles stornieren. Oder irgendwas tun. Etwas, das mich überfordert. Dabei möchte ich doch nur ein Geburtstagsgeschenk für die Waldnymphe.

Dass ich auf der Arbeit seit zwei Wochen nur noch Mist baue, versteht sich irgendwie von selbst. Dazu noch Kleinigkeiten wie ständig Dinge fallen zu lassen, kaputt zu machen oder zu verlegen und mein Tag ist perfekt.

Ich möchte mich nur noch zu Hause verkriechen und die Welt aussperren, bis … keine Ahnung. Irgendwas eben. Es besser wird. Oder so.

Dummerweise habe ich diesen Luxus nicht, sondern muss noch diese ganze Woche inklusive Wochenende roboterhaft funktionieren.

Ich hätte gern irgendein beliebiges Zeichen, dass es sich lohnt, trotzdem immer weiterzumachen. Irgendein Gebiet, auf dem es endlich vorangeht. Ein Erfolgserlebnis.

Irgendwas, verdammt!

Schwergewichtig

61,2 Kilo. Zweihundert Gramm mehr als gestern. Aber heute egal, da ich sicher bin, dass es an den Muskeln liegt. Weil ich gestern im Training von Kraftausdauer zu Muskelaufbau gewechselt habe. Drei Monate lang habe ich mit mittlerer Belastung jeweils zwei lange Sätze gemacht, jetzt geht es mit hoher Belastung und drei kurzen Sätzen weiter. Damit die Muskeln gut wachsen!

Mann, das ging zeitweilig heftig an die Substanz. Ich habe bei der Beinpresse einen Sprung von zwölf Kilo nach oben gemacht, beim Compound Row von sieben und bei den Ab/Adduktoren auch sieben. Am schlimmsten war es beim Training des Sägemuskels … ich dachte, ich fall vom Ast! Aber da mir diese Übung generell schwerfällt, war das zu erwarten.

Richtig Muskelkater habe ich aber trotzdem nicht. Ich merke es, es tut auch ein bisschen weh, ist ein klein wenig steif – aber irgendwie hätte ich mehr erwartet. Mache ich nun etwas richtig oder falsch? Ich bin verunsichert. Ich wärme mich immer gut auf und ab und trinke während des Trainings viel. Außerdem gibt´s direkt danach einen Eimer Eiweiß und andere feine Sachen. Ob das hilft, den Muskelkater kurz zu halten? Ich will mich ja nicht zu wenig beanspruchen, sonst werde ich ja nie zum Mini-Hulk!

Aber eins ist mal sicher: Es macht Spaß! Ich mag solche kurze, punktuelle Überbeanspruchung lieber als lange, halb anstrengende Einheiten. Das mag an meiner kurzen Aufmerksamkeits- ... Eichhörnchen!

Egal. Ich freue mich auf Donnerstag, wenn es die nächste Muskelaufbaueinheit gibt! Und irgendwann überwinde ich auch meine Schüchternheit und frage diesen netten, riesigen Mann, der immer im Eisenbereich herumwurstelt, ob er mir helfen kann. Oder nehme eine Trainerstunde. Eins von beiden.

Ansonsten versuche ich, mir gerade so wenig wie möglich Termine zu geben. Ein paar Sachen sind gesetzt – aber heute Abend und den ganzen Sonntag werde ich für mich allein haben. Ich werde wieder neue Bernd-das-sehr-kleine-Brote backen (heute esse ich das letzte der ersten Fuhre zu Mittag, da braucht es Nachschub, weil ich noch ein dreiviertel Glas vegane Leberwurst habe, die sich irgendwie nur so mittel auf Frühstückskuchen mit Datteln macht). Und ich werde in TESO herumgammeln. Meinen Babyvampir und den Khajiit weiter leveln. Ersterer spielt sich nicht ganz so vorteilhaft, wie ich gedacht habe. Aber ich bin auch erst am Anfang. Ich will ihn als Froststaff-Tank testen. Mal sehen, wie sich das anlässt. Aber dazu braucht der junge Mann erst einmal etwas mehr Erfahrung und deutlich mehr Skillpunkte. Ich habe diese Notwendigkeit prokrastiniert, in dem ich mich gestern ausgiebig mit seiner Frisur und Kleidung beschäftigt habe. Aber hey, es ist meine Freizeit! Und mein Vampir soll ein hübscher Vampir sein. Nicht niedlich. Aber ansprechend. Jeder meiner Charaktere in Computerspielen ist so. Selten konventionell schön aber immer sehr speziell attraktiv.

Jetzt gilt es, den heutigen Arbeitstag zu überstehen, dann kann ich mich auf einen völlig freien Feierabend freuen.

Gelernte Entspannung

Gestern hatte ich meinen monatlichen Termin bei meiner Ärztin. Und wieder einmal hat sie es geschafft, mich aufzurichten, mir einen freundlichen Klapps zu geben und mich wieder on my merry way zu schicken. Diese Frau ist absolut großartig und ich hoffe, dass die Mehrzahl der Therapeutinnen und Therapeuten so gut ist (leider weiß ich, dass dem nicht unbedingt so ist, was mich noch viel glücklicher macht, dass ich zu ihr gekommen bin).

Zwar ging es gestern hauptsächlich um den Umgang mit Fehlern, aber das führte naturgemäß auch zu meiner Verzweiflung ob des monströsen Gewichtsplateaus. Frau Dr. V. ist völlig fettlogikfrei und hat mir also, statt mir etwas von Setpoint oder Hungerstoffwechsel zu erzählen, einfach erklärt, dass ich derzeit durch meinen Stress so viel Cortisol produziere, dass mein Körper gar nicht anders kann, als Wasser zu bunkern. Und dass es völlig normal ist, wenn sich so ein Zustand auch über Wochen hinschleppt.

Ziel ist es nun also, meine ständige Anspannung abzulegen. Dazu habe ich etliche Werkzeuge – aber primär lohnt es nicht, nur an Symptomen herumzufuhrwerken. Ich muss ruhiger werden und mehr Zeit für mich schaffen. Zum Glück ist es absehbar, dass ich demnächst wenigstens meine Samstage wieder für mich haben kann. Selbstbestimmt. Das bedeutet nicht, dass ich dann den ganzen Tag auf der Couch sitzen werde! Ich werde garantiert jede Menge Dinge unternehmen. Aber der ganz große Punkt ist eben: Ich tue es, ohne von außen dazu motiviert zu werden. Für mich. Aus meiner Inspiration heraus. Zu meinen Bedingungen. Und das allein sollte schon für Entspannung sorgen.

Gestern Abend war wieder Dungeon-Montag mit den drei Js. Wir haben Volenfell im Hardmode gemacht und es lief ganz großartig. Nur der dreigeteilte Endboss hat uns zweimal auf den Boden geschickt, bevor wir begriffen haben, dass es wirklich einer dieser „wie die Hühner herumrennen“-Encounter ist. Dann lief es. Und ich habe mein Tremorscale-Headpiece bekommen (ein wirklich gutes Teil für Tanks). Jetzt also nur noch darauf warten, bis mir der Zufall irgendwann auch die Tremorscale-Schulterteile schenkt. Da bekannt ist, wie viel Glück ich in Computerspielen mit dem Random Number Generator habe, kann es sich also nur noch um Monate handeln.

Außerdem hat mir J1 gestern einen Vampirbiss für meinen Magica-Templar geschenkt. Die Mehrzahl meiner TESO-Charaktere sind Werwölfe (weil Coolness und so. Und weil ich fast nur Stamina-Chars habe) – aber ich wollte auch unbedingt mal „die andere Seite“ ausprobieren. Dafür bot sich mein optisch eh schon auf meinem P&P-Vampir basierender Suebicus Flavus an. Ich habe die erste Quest gemacht, habe mit dem Kerlchen nun eine gesund bleiche Hautfarbe und werde heute Abend nach dem Training einmal sehen, was man so anstellen kann, wenn man in TESO gerne Blut trinkt.

Ach ja – Training. Ich hoffe immer noch, dass die guten Vorsätze langsam abflauen und es ruhiger im Gym wird. Das ist nämlich auch so ein Stressfaktor: Ständig schauen zu müssen, wo das nächste Gerät frei wird und sich dann wie ein Hühnerhabicht draufstürzen. Ich bin wirklich fast versucht, das Gym zu wechseln, weil die große Kette vor Ort einfach mehr Geräte bietet und man nicht Schlange stehen muss. Aber andererseits mag ich die ruhige Atmosphäre, die gute Erreichbarkeit (drei Minuten mit dem Rad sind unschlagbar) und die günstigen Preise.

Entscheidungen, Entscheidungen!

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

Achtundvierzigste Woche und 61,8 Kilo.

Also derselbe Stand wie letzte Woche. Keine Veränderung. Ich glaube aber auch nicht mehr wirklich daran. Entweder mache ich etwas grundlegend falsch und komme nicht darauf oder mein Körper ist eben so.

Falsch machen … was kann ich falsch machen? Ich tracke mein Essen über MyFitnessPal. Sogar den Flavour für meinen Kaffeedarsteller (13 Kalorien pro 0,5-Liter-Tasse. Ja, ich mag das süß). Ich bin damit jeden Tag bei einem Defizit von 500 Kalorien. Außer Samstags, da komme ich auf Null.

Dazu kommen drei Tage die Woche eine Stunde Kraftausdauertraining und Cardio, die ich allerdings mit den Tageskalorien verrechne. Soll heißen, an diesen Tagen esse ich 200 Kalorien mehr, bin aber immer noch 500 im Defizit (ich denke nicht, dass ich den Zusatzverbrauch von 200 Kalorien zu hoch angesetzt habe).

Außerdem supplementiere ich Kollagen, Kalium, Magnesium, Omega3, einmal die Woche D3 und mal so zum guten Schluss noch eine MuVi-Tablette. Das allerdings bis auf das Kollagen alles nicht täglich.

Zusätzlich wird jeden Tag trockengebürstet und alle zwei, drei Tage fasziengerollt.

Ich sollte also etwas weniger als ein halbes Kilo pro Woche verlieren.

Tue ich aber nicht. Nicht im Geringsten.

Was zum verdammten Fick ist es, das mich seit über einem Monat festhält? Der Stress? Dass ich derzeit schlecht schlafe und wieder Angstanfälle habe?

Es ist nervig und unschön. Und ich kann nichts dagegen tun. Nur stur durchhalten und ertragen. Obwohl mich die Situation zunehmend schlecht gelaunt macht. Ich will gar nicht mehr ins Ohne-Unsinn-Forum schauen, weil es dort von Erfolgsgeschichten wimmelt und ich mich dann natürlich frage, ob ich sogar zu dämlich zum Abnehmen bin! Oder, wie man es bei uns in der Gegend charmant formuliert: „Zu bleed in Äma Wassa umzudrede“. (Alles auf der ersten Silbe zu betonen. Wir sind die untere Grenze der zweiten Lautverschiebung)

Das einzige, das mich etwas aufmuntert, ist, dass ich bei den Qwertee-Shirts mittlerweile in „M“ angekommen bin. Vermutlich hätte ich die letzten drei schon in dieser Größe bestellen können, habe mich aber nicht getraut, weil sie wirklich klein ausfallen.

Diese Woche wird wieder anstrengend bis erschöpfend. Ich hoffe, dass dann der Samstag den Höhepunkt markiert und es ab dann wieder besser wird. Endlich Schluss mit Fassenacht.

Im Gym hatte sich gestern eine Horde älterer Damen in der Umkleide versammelt, als ich gerade fertig war und mich zwischen sie drängen musste, um an den Spind zu kommen. Sie unterhielten sich darüber, dass dieses ganze Fastnachtssitzungszeug aussterben würde (kann mir persönlich nicht schnell genug gehen, aber das ist nur Präferenz, jeder wie er mag. Für mich sind Kostümparties wie der Ball der Vampire in Heidelberg der schöne Teil der fünften Jahreszeit, eventuell noch Umzüge mit den kreativen Wägen … aber sonst? Nee, nicht meins!) und darüber, wie unmöglich sie es finden würden, wenn sich Partner in der Öffentlichkeit mit Kosenamen ansprechen würden. Ich dachte mir, dass das eben genau die Generation meiner Eltern ist – die Leute, die mir eingebläut haben, dass man Zuneigung ja nicht zeigen darf, weil „was sollen die Leute denken“. Und ich war trotz meiner brodelnden Wut so gefasst, nicht „Meine Freundin nennt mich gern mal Baby“ in die nicht mir geltende Konversation zu drücken. Denn das geht mich nichts an und ich werde nichts ändern. Ich kann an mir arbeiten, diese Scham vor Zuneigung im öffentlichen Raum für mich persönlich endlich in den Griff zu bekommen – aber diese ältere Generation ist in dieser Hinsicht einbetoniert. Nix zu wollen. Unnötig verschwendete Energie, sich da zu echauffieren.