Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil neun: Kiwibeeren

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Kiwibeeren? Tatsache. So hab ich auch geguckt, als das kostbar aussehende Plastikschälchen beim Hipster-REWE in der „guck mal, wenn du foodtrendig sein willst, iss gefälligst das, du Konsumwurm!“-Auslage glitzerte. Und weil ich gern ein foodtrendiger Konsumwurm wäre, habe ich es gekauft.

Und gestern in meinen Joghurt geschnibbelt. Zusammen mit etwas Cookies-and-Cream-Flavour (Wren – das ist auch eine tolle Flasty’s-Sorte! Cookies and Cream!). Tja, was soll ich sagen – eine weitere geschmacklich eher unspektakuläre Obstsorte. Irgendwie erscheint es mir, als seien die echten Bomben in Sachen Früchte schon lange bekannt. Alles, was so neu dazukommt, ist eher lahm. Einfach nur süß. Kein großes Aroma.

Kiwibeeren. Gestern noch auf der Insel von Dr. Moreau, heute schon in meinem Sojaghurt! #kiwibeeren #vegan

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Wird mich natürlich nicht daran hindern, mich auch weiterhin mit großer Freude und überzogenen Erwartungen durch’s Obst- und Gemüseregal zu fressen. Aber trotzdem … irgendwie haben so eine reife Birne, eine Handvoll Brombeeren, eine gerade richtig gelbe Banane, ein saftiger Pfirsisch oder auch ein kräftig säuerlicher Apfel immer noch die Nase vor den „Exoten“ vorn. Ja, ich weiß, local sourced bananas

Ansonsten habe ich jetzt die Einladung zu einem Weiterbildungsseminar bekommen. Das erste, das ich besuchen werde. Ich habe so etwas noch nie gemacht und bin gespannt. Was mich aber etwas verstört ist die Frequenz und Menge der Essenspausen. Warum braucht man bei acht Stunden ganze fünf Essenspausen? Was soll man da machen?

Zum Glück ist es in der Nähe eines Einkaufszentrums mit Starbucks. Da werde ich auf die Pause verzichten und mir eine Pumpkin Spice Latte holen. Trotzdem … Fünf Pausen! Das sind doch erwachsene Menschen. Können die sich nicht vier Stunden am Stück ohne Zuckerzufuhr konzentrieren? Echt jetzt, sowas bläht die Seminarzeit nur unnötig auf. Aber ich muss da neutral rangehen. Immerhin geht’s bei dem Ganzen um Stressmanagement. Oder so. Vielleicht ist das ein Test, wie man mit dem Stress durch ständige Unterbrechungen umgeht? Ich werde es herausfinden!

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Kalbfleisch ist nicht die „culinary diversity“ der Woche …

Bon Voyage

… die wird nämlich erst morgen vorgestellt, weil ich zuerst ein paar Heidelbeeren wegschaffen muss. Aber Brecht darf ruhig auch einmal in einem vegetarischen Blog seinen Auftritt haben: „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“. Dass und wie er damit Recht hatte, sahen wir gestern, hörten wir gestern – weshalb man ab jetzt nicht mehr so hämisch über den großen und kleinen Teich zeigen darf. Sich „Giant Meteorite `17“ wünschen ist hingegen legitimer denn je.

Mehr Politik wird’s hier aber nicht geben. Das ist nicht mein Blogthema, dazu mag ich mir im RL alle Gedanken der Welt machen, hier geht’s weiterhin um Fitness, Ernährung, Nerdstuff.

Ersteres gibt es heute vermutlich schon mit Hindernissen, da ein ominöses aber sehr kleines Schild an der Umgehungsstraße die Sperrung irgendeines Bahnübergangs wegen irgendwelcher Bauarbeiten zu irgendeiner Zeit ankündigt. Es ist leider zu klein und zu eng beschriftet, um es im Vorbeifahren sinnvoll lesen zu können. Weshalb ich also in gespannter Vorfreude (nicht) lebe, ab wann ich meine Laufrunde kreativ umbasteln muss. Vermutlich muss ich dann einen Abschnitt zweimal laufen. Booooooring.

Zweiteres läuft volumenmäßig. Die Zucchininudelwoche hat schon gestern begonnen und mir einen großen Topf voll damit beschert. Ich habe Tofuhack, Zwiebeln, Champignons, Paprika in einem Löffel Kokosöl angebraten, dann einen halben Pack passierte Tomaten dazu, mit Garam Masala, Salz und Pfeffer gewürzt, vorher mit Salz entwässerte Zucchinispaghetti am Ende dazu und alles noch fünf Minuten kochen lassen. Fertig war die low-carb-one-pot-Pasta. Sehr lecker und ein Rieseneimer für 500 Kalorien. Ja, da war ein halbes Kilo Zucchini drin. Nur für mich allein.

Und der Nerdstuff lässt sich auch gut an. Heute mache ich mich mal daran, etwas Fluff für meine Space Wolves nachzulesen. Kann nicht schaden, sie nicht mehr als „die Wikingerzwerge“ zu bezeichnen. Außerdem gibt’s heute wieder TESO-Dungeons. J1 und ich haben am Freitag ausgemacht, das zur Not auch allein durchzuziehen. Da wir etwas später anfangen, habe ich auch Zeit, nach dem Sport noch beim Aldi vorbeizugehen und mir ein paar aromatisierte Teezombies zu kaufen. So gern ich Clean Eating praktiziere (im Rahmen meiner Möglichkeiten), so sehr saue ich bei Getränken herum. Chemie ist da echt mein Freund. Hauptsache babbisch, Hauptsache heftiger Geschmack. Und im Winterhalbjahr gibt es in dieser Hinsicht die ganz große Auswahl! Nicht nur die phantastischsten Teesorten (Marzipan-Karamell-Birne oder so!), nein, es ist auch bei Starbucks Pumpkin Spice Latte-Zeit. Und Pecan Latte. Und diesem Zeug bin ich haltlos verfallen. Basic Urban Bitch und so. Vermutlich macht das eine Menge Anstrengung in der „my body is a temple“-Richtung zunichte. Aber da muss der Körper leider durch. Bei der Waldnymphe und mir gilt beim Starbucks-Besuch: Sirup, Sahne und Smarties!

Nerdy Saturday

Jetzt haben sie mich also auch. Obwohl ich ja bisher nur bemalen möchte. #warhammer40k #spacewolves

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Erwachsene Menschen, die Plastikfigürchen für viel Geld erwerben, mit Akribie zusammenbauen, in mühseliger Kleinarbeit bemalen und dann damit auf genauso liebevoll gebasteltem Gelände epische Schlachten schlagen.

Bisher habe ich da von draußen reingewunken. Natürlich wird auf praktisch jedem Con auch Warhammer gespielt. Und es gibt das 40k-P&P-System. Aber trotzdem war es nie etwas für mich.

Nun bin ich aber mit zwei absoluten Warhammer-Geeks zusammen, die für ihr Hobby sogar gelegentlich nach England oder in die Niederlande reisen. Und bekam bei jeder Gelegenheit versichert, dass ich bestimmt auch gut Figürchen bemalen könnte, wenn ich es nur versuchen würde.

Tja. Und dann gab es im Games-Workshop-Laden zwei Boxen. Mit Wolfsreitern. Und Wölfen. Wölfe.

Weshalb ich sie nun besitze und demnächst unter fachkundiger Anleitung des Erklärfauns wütend herumschreien werde, wenn ich mit meinen Wurstfingern etwas versauen werde.

Denn im Gegensatz zu den Beiden bin ich nicht davon überzeugt, dass 2D-Illustration auch nur im entferntesten mit 3D-Malerei vergleichbar wäre. Zum Beispiel gibt es kein Apfel-Z.

Aber ich werde mein Bestes geben, meine Wolfsreiter mit schwarzen, roten und silbernen Wölfen zu versorgen.

Ansonsten bestand der Samstag daraus, auf dem Shop-Geburtstag des Warhammer-Ladens Kuchen zu essen, Thom zu treffen, mit ihm beim Indochine leckere Suppe zu essen, sich dann aufzuteilen und Dinge einzukaufen.

Die Waldnymphe und ich gingen BHs kaufen. Die Verkäuferin erklärte mir, nachdem sie mich vermessen hatte, dass ich immer noch D habe. Verdammt!

Aber wenigstens besitze ich nun einen passenden BH in 70D und tappe nicht mehr im Dunkeln, was die Größe angeht. Wobei mir von den anprobierten Modellen in eben dieser Größe auch nur eines gut gepasst hat und nichts herausfiel oder zwickte. Ist eben immer so eine Kaffeesatzleserei mit dem BH-Kauf.

Dann noch ein bisschen herumgeshoppe und ab nach Hause. Zum Werewolfspielen und später am Abend einen Salat bauen, der vorm Fernseher verzehrt wurde, während wir mit entsetztem Vergnügen „The Wolf of Wall Street“ schauten.

Jetzt mache ich mich mal auf und gehe wählen.

Und keinen Sport heute für mich, da ich einen ein wenig entzündeten Nagel am großen Zeh habe und einmal in meinem Leben vernünftig sein möchte und nicht erst dann Pause machen, wenn gar nichts mehr geht. Ja, Altersweisheit.

Morgen kann ich bestimmt schon wieder laufen!

Kreislaufdurcheinander

Summer will never again be your season ... Die kurze Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat mich mehr aus der Bahn geworfen, als ich gedacht habe. Ich bin immer noch neben der Spur und kreislaufmäßig nicht auf der Höhe.

Auch sportlich läuft es eher langsam und gemächlich, weil ich „schnell und aktiv“ gar nicht erst auf die Kette kriege. Ich sitze meistens leicht apathisch herum und habe vergessen, was ich tun wollte. Zum Glück liebe ich meine Routinen, so dass in dieser Hinsicht wenig passieren kann.

Heute Abend bin ich hoffentlich fit genug, dass ich mitkommen kann, wenn wir J1 besuchen wollen. Wobei auch das auf der Kippe steht, da D. mit Grippe im Bett liegt und J1 nicht weiß, ob’s ihn nicht auch erwischt hat. Wir würden also entweder mit ihm irgendwo etwas trinken gehen, damit D. schlafen kann, ohne dass wir im Wohnzimmer herumwumpeln oder J1 lässt uns auch im Stich, dann hat entweder der Erklärfaun einen Anfall von Kochen (hat er zumindest erwogen) oder wir holen uns etwas vom Dönermann. Vom guten Dönermann. Nicht von dem beim Hipster-REWE. Der Gute hat nämlich auch vegetarische Sachen für mich und Dönerteller ohne Brot für die lowcarb-Waldnymphe. Der im Hipster-REWE ist sehr unwillig, Döner ohne Brot zu machen und Zeug ohne Fleisch ist ihm wohl suspekt. Muss man jedenfalls nicht nochmal hin und als Kunde lästig sein.

Ich frage mich, ob mehr Sport mein Kreislaufproblem besser macht oder eher verschlimmert? Die Joggingrunde war weder Fisch noch Fleisch. Trotzdem werde ich heute wohl noch zum Krafttraining gehen, da wir morgen den ganzen Tag mit Einkaufen verbringen werden. Es ist nämlich Shop-Geburtstag beim Games-Workshop-Laden. Sagt wohl nur Geeks etwas, ist aber eine tolle Sache mit Skaven-Kuchen und Malwettbewerben. Ich dachte zuerst „Ohhh!“ als der Erklärfaun „Malwettbewerb“ sagte. Das wurde dann aber zu „Meh…“ als er „Bemalwettbewerb“ präzisierte. Ne, das kann ich noch nicht. Maximal Fingerfarben oder so.

Auf jeden Fall keine Zeit für Training. Maximal morgens eine Laufrunde. Deshalb würde ich das gerne heute einschieben, damit ich den Sonntag komplett für eventuelles Radfahren habe. Aber wenn mich mein Körper sabotiert, stehe ich halt doof da.

Ich werde sehen. Und hoffe vor mich hin, dass es besser wird. Echt jetzt – da nimmt man ab, kann die Hypertonie-Medikamente absetzen und dann kriegt man doch Kreislauf.

2000-2017

The cat trap is working. Nero, oriental shorthair, 16 Jahre. #cats

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Siebzehn Jahre ist für eine Katze schon ziemlich alt. Klar, geht auch über zwanzig, auch schon erlebt. Aber dafür, dass Nero mit 15 Jahren sein erstes Heim verloren hat, im Tierheim landete und dann von der Waldnymphe mit den Kriterien „ich würde gern ihre älteste, unvermittelbarste Katze mitnehmen“ mit nach Hause gebracht wurde, hat sich der alte Herr – liebevoll „na, Pissnelke?“ genannt – doch noch sehr lange gehalten.

Im Sommer lebte er immer auf. Der Erklärfaun sagte dazu, dass der Kater wohl ein Saisonkennzeichen haben würde. Winter war nicht so seins. Und diesen Winter muss er nun auch nicht mehr durchstehen. Die letzten Wochen wurde seine Kehlkopflähmung schlimmer und als er gestern Morgen nur noch unter großen Mühen Luft bekam, wurde die Tierärztin gebeten, ihn abends einzuschläfern.

Diese Tierärztin ist ihr Gewicht in Gold wert! Machte nach einer Not-OP noch einen Hausbesuch! Und war sehr einfühlsam. Hat alles erklärt, uns versichert, dass der Zeitpunkt gut war, hat geholfen, es ihm bequem zu machen und all sowas. Und um kurz nach neun Uhr bekam er dann genug Narkosemittel für neunzig Kilo, was ihn sanft einschlafen ließ.

Wir haben dann noch auf Bitten der Waldnymphe alles weggeräumt, was an Spielzeug, Körbchen, Futter und dergleichen herumstand. Das bekommen die Katzen meiner Elterneinheiten.

Eine kurze Nacht. Ich habe schlecht geschlafen.

Ach, scheiße.

Flohsamenschalen, Laufen und ein Boykott

Gestern ging es mit dem Sport schon viel besser. Zumindest hatte ich wieder Spaß am Laufen, wenn auch meine Zeiten wirklich unterirdisch waren. Da mir aber die Tätigkeit an sich wichtiger ist als persönliche Bestzeiten, war das schon ein guter Erfolg. Auch generell fällt mir heute Bodyweight leichter als vorgestern und gestern Morgen. Ich nutze ja den perfekten Abstand zwischen Schreibtisch und Wand, um Bench Dips zu machen und die gingen mir heute extrem gut von der Hand. Ob es daran liegt, dass ich auch fast anderthalb Kilo Wasser über Nacht verloren habe? Korrelation, Kausalität? Keine Ahnung! Körper ist Mysterium, wie immer.

Heute ist Laufpause, weil ich mit Frau Schwan zum im-Wald-spazieren verabredet bin. Fünf Kilometer Waldlatschen ist natürlich nicht ganz so fordernd wie fünf Kilometer Rennen. Aber man kann sich viel besser dabei unterhalten. Und das ist manchmal eben auch nötig.

Vorgestern hatte ich Glück – bei Amazon war meine Kollagen-Supplement-Marke von 19 auf 11 Euro in so einem Blitzangebot für drei Stunden (keine Ahnung …) reduziert. Ich brauchte welches (nein, ich gucke nicht ständig, was Amazon für Angebote hat. Das war tatsächlich ein angenehmer Zufall) und schlug zu. Außerdem gehen meine gemahlenen Flohsamenschalen zur Neige und ich suchte nach Alternativen zu den Apothekenpreisen und –mengen, die das Zeug im Drogeriemarkt hat. Und tatsächlich! Auch diesen Grundbestandteil meiner Ernährung (jeden Tag acht Gramm im Porridge) gab es im 750-Gramm Eimer billiger als den 250-Gramm-Beutel beim Müller. Sehr schön. Gestern kam die Lieferung an und der erste Porridgetest scheint erfolgreich. Geschmacklich tun die Teile ja nichts, die geben nur Konsistenz. Von daher – für weniger Geld mehr Flohsamenmehl? Aber hallo!

Von selbstgebautem Essen zu Convenience-Food und Großkonzernen. Dass Nestlé die Bösen sind, die direkt die Keimzelle einer Shadowrun-Megacorp sein könnten, muss ich niemandem erzählen. Die ungeklärten Morde an südamerikanischen Gewerkschaftern, die Privatisierung von Brunnen afghanischer und afrikanischer Dörfer oder die Mauscheleien in Kalifornien mit der Wasserversorgung sollten jedem ein Begriff sein. Das allein ist schon Grund genug, der perfiden Globalkrake keinen Cent mehr in den Rachen zu schieben. Aber dieser Bericht, wie Nestlé in Südamerika Adipositas und damit einhergehend Diabetes, Bluthochdruck und den Tod vieler übergewichtiger Menschen befördert, ist schon nochmal eine Hausnummer. Wieder einmal wird Armut und schlechte Infrastruktur ausgenutzt, um sich breitzumachen. Werden lokale Systeme untergraben und ausgehebelt und am Ende ein Pseudomonopol erzeugt, dem die Menschen hilflos ausgeliefert sind, weil nicht einmal die Politik noch willens ist, sich gegen den Konzern zu stellen.

Das ist eine düstere Vision auch für Europas Zukunft. Wenn wir nichts tun. Aber was kann der Einzelne schon ausrichten? Im großen Maßstab natürlich nicht viel – aber man kann sich von dem verarbeiteten Fraß unabhängig machen und damit zumindest kein Geld mehr in diese Richtung werfen. Unverarbeitete Lebensmittel lokal einkaufen und sich jede Mahlzeit selbst konstruieren.

Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass ich Nestlé mit seinen tausend Armen ganz vermeiden können würde. Aber ich kann mein Bestes tun. Und vielleicht hilft diese Grafik, wie die Marken vernetzt sind, auch ein wenig, Zusammenhänge zu erkennen und die schlimmsten Konzerne zu vermeiden.

Spocht ist doof. Das Runner’s Blerch

Manche Tage sollen einfach nicht sein. Da wäre man besser im Bett geblieben und hätte mit der Außenwelt keinerlei Kontakt gehabt. Aber leider kann man es sich nicht immer aussuchen und weiß es auch vorher meistens nicht, weshalb ich gestern durch eine Kette von kleinen Nervigkeiten stolperte, die als Einzelereignis nicht mal ein Schulterzucken wert gewesen wären, in der Summe aber den Tag nach und nach in einen stressigen Sumpf verwandelt haben.

Und es hörte auch nicht auf, als ich Feierabend hatte und nach Hause kam. Ich hatte mich aufs Laufen gefreut. Entspannung, Kopf frei bekommen.

Stattdessen war es die anstrengendste, unangenehmste Laufrunde, die ich seit langem erlebt habe. Und das lag nicht nur daran, dass ich den ersten Kilometer vergessen hatte, den Imperator anzuschalten und dass ich an zwei Bahnübergängen insgesamt fünf (5!!) Züge durchlassen musste und dementsprechend lang verschwitzt herumstand, sondern vornehmlich daran, dass ich irgendwie gar nichts auf die Kette bekommen habe. Meine Atmung war perfekt, meine Schrittlänge on point, ich habe großartig Vorderfuß/ganzen Fuß aufgesetzt. Also eigentlich prima. Aber nix. Es war dröge, anstrengend, ich fühlte mich, als hätte ich noch nie im Leben trainiert. Mein Kreislauf war trotz perfekten Wetters am Boden und es ging mir beschissen.

Ein echtes Runner’s Blerch (die weniger bekannte Schwester des gehypten Runner’s High). Ich wollte nur endlich, endlich wieder zu Hause ankommen.

Ich hoffe, das ist heute besser! Denn so macht Sport gar keinen Spaß. Ich frage mich, woher das kam. Denn krank bin ich nicht, das Wetter war, wie gesagt, perfekt. Eigentlich alles wie immer oder sogar besser. Ob es wirklich der stressige, doofe Tag gewesen war?

Abends gab es dann Wrens Kürbis-Kartoffel-Auflauf. Den ich mit einem Teil meiner Handkäseportion überbacken hatte. War sehr, sehr schmackhaft. Aber volumenmäßig zu wenig für mich. Ich hatte 250 Gramm Kürbis und 300 Gramm Kartoffeln genommen – kalorientechnisch also absolut ausreichend. Aber das energiedichte Gemüse ergibt eben nicht meinen üblichen Eimer Grünzeug, so dass ich rein optisch nicht satt war. Ich habe mir dann noch drei Löffel Erdnussbutter rein und das hat geholfen. Ich werde nächste Woche mal die entgegensetzte Taktik fahren und ein paar Zucchini-Nudel-Tage einbauen. Volumen!