Ach watt, Leben!, Ernährung

Von der Freiheit, blöd zu sein

Nicht vegetarisch: Werwolf.

Ich bin sozialistische Anarchistin (Bakunin und so). Ich bin mit einer Erzliberalen (man stelle sich eine Ayn Rand mit gesundem Menschenverstand vor … okay, dann wär’s nicht mehr Ayn Rand …) und einem Anarchokapitalisten (studierter Ökonom, harter Tobak!) zusammen. Das gibt viele spannende Diskussionen. Worin wir aber völlig eins sind, ist, dass wir staatliche Einmischung in moralische Entscheidungen mit absoluter Konsequenz ablehnen.

Kant ist und bleibt da die Leitlinie. Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Ich esse clean und derzeit sogar vegan, mache jeden Tag Sport. Und würde mit Klauen und Zähnen das Recht eines erwachsenen Menschen verteidigen, sich von Chicken Nuggets und Mountain Dew zu ernähren und bewegungslos auf der Couch zu einem dreihundert-Kilo-Pfannkuchen anzuwachsen, der mit vierzig an Diabetes stirbt. Ich kann dem Typen sagen, dass es vielleicht gesünder wäre, anders zu leben, aber sobald ich ihn zu seinem Glück zwingen will, bin ich zum paternalistischen Besserwisser mutiert und sollte mich sofort zur Strafe auf die stille Treppe für Proto-Faschos setzen.

Woher dieser Ausbruch?

Ich habe derzeit eine kleine aber erhellende Diskussion mit Katrin vom „Ist das vegan oder kann das weg?“-Blog. Wegen dieses Artikels. Der mich direkt mit der Breitseite getroffen hat.

Man darf also aus moralischen Gründen Leuten, die Fleisch bestellt haben, Soja geben, ohne sie zu fragen, ob das okay ist oder es ihnen auch nur zu sagen. Umgekehrt geht es aber nicht, weil es moralisch wertiger ist, kein Fleisch zu essen. Öh. Uff. Zu viele Gedanken für eine Kommentarspalte. Deshalb ein ganzer Blogpost, während ich Fairtrade-Mini-Kollektivbauern-Kaffee mit Kokosmilch und Süßstoff trinke (Palmöl ist übrigens mittlerweile nicht mehr so schlimm wie Soja. Für die Umwelt. Wegen Flächennutzung und so. Sagt sogar der WWF. Was soll man in dieser Welt der ständigen shifts nur noch tun?).

Also. Absolute Moral. Das führt mich dann doch zu sehr in Richtung Warhammer. Burn the heretic. Kill the mutant. Purge the unclean.

Wer setzt fest, was moralisch richtig ist? Was ist noch erlaubt? Wir nehmen der Frau dort das Auto weg, soll sie halt morgens um fünf die zwanzig Kilometer zur Arbeit durch den Wald mit dem Fahrrad fahren. Weil es moralisch richtiger ist. Wir füttern dem Muslim Schweinefleisch, weil Rinder einen so viel größeren CO2-Fußabdruck hinterlassen. Ist moralisch richtig. Patientenverfügung? Nein, wir wissen es moralisch besser. Wir verbieten die Pille danach, weil das ja nach unserer Definition auch schon im Vierzellstadium Leben und damit moralisch richtig ist ….

Ja, ich fahre eine steile Argumentationskurve. Aber mir stellen sich eben alle Haare, wenn jemand für sich die moralische Oberhoheit beansprucht.

Moral ist nicht Ethik.

Moral ist persönlich.

Moral will erarbeitet werden.

Moral kann nicht von außen kommen.

Ich wünsche mir auch eine Welt mit sehr geringem Fleischkonsum (im Sinne nachhaltiger Flächennutzung kann man auf Viehhaltung in manchen Regionen nicht völlig verzichten, das ist hinreichend belegt. Z.B. hier, hier oder hier nachzulesen), mit Kleinbauernkollektiven, sportlich-aktiven Menschen und Deadpool als UN-Maskottchen. Aber das erreiche ich nicht durch Zwang.

Ich kann mir den Mund fusselig reden. Ich kann Alternativen aufzeigen. Ich kann Beispiele geben. Ich kann es dem Gegenüber niedrigschwellig machen, in dem ich mich eben nicht auf ein hohes Ross setze. Ich bin Vegetarierin geworden, weil ich mir Statistiken zu CO2 und Wasserverbrauch angesehen habe. Nicht, weil Küken flauschig sind. Damit hätte man mich als Landkind nie bekommen. Ich brauchte harte Fakten. Die habe ich bekommen.

Vegan bin ich jetzt, weil ich sehen will, wie mein Körper damit zurechtkommt. Ich glaube immer noch nicht an traurige Kühe.

Soll heißen: Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Nicht dort, wo man sie gern hätte. Und schon gar nicht gegen ihren Willen. Menschen zu erzählen, dass man sie zu ihrem Glück zwingen muss, weil sie offenbar zu dumm/moralisch unterentwickelt sind, um das Licht zu sehen, führt nur zu Abwehrreaktionen, die schlimmstenfalls der um sich greifenden Expertenskepsis Vorschub leisten. Und das kann ja nun wirklich niemand wollen.

Conclusio: Ich halte niemanden für eine solch gefestigte Autorität, anderen Leuten ihr Leben vorschreiben zu können. Man kann Wissen anbieten, hat aber kein Recht, Leute damit wie Stopfgänse zu nudeln.

Danke an Katrin für die Anregung, mich mit meinen Werten und Motiven auseinanderzusetzen. Auch wenn mich dieser Artikel gegen den Strich gebürstet hat, mag ich doch etliche der Beiträge, die praktische Dinge enthalten. Sehr!

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Ach watt, Leben!, Training

Falsche tote Tiere und Meinungen

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Fake-Leopard! Winter is coming. #fakefur #winter #leopard #coat

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Ich wollte schon lange einen glamourösen Fellmantel. So richtig Miss-Piggy-mäßig. Volle Diva und so. Perfekter Gegensatz zu Cargohosen und Springern. Dem stand entgegen, dass ich der Tatsache, Lebewesen ihres Fells wegen zu töten, sehr negativ gegenüberstehe. Also richtig total und so.

Aber zum Glück gab uns Gott ja das Polyestertier!

Und da derzeit solche Faux-Fur-Klamotten wohl in werden, habe ich jetzt endlich die Möglichkeit, etwas in dieser Richtung zu unternehmen. In Italien habe ich nur Jacken, keine Mäntel damit gesehen. H&M hat welche im Newsletter gehabt, die mir aber nicht hundertprozentig gefallen haben.

Irgendwann habe ich noch einmal bei EMP geschaut, die bisher noch nie etwas in dieser Richtung im Angebot hatten … und wurde fündig! Für viel weniger Geld als H&M.

Ich habe mir das Ding bestellt, mich etwas über das Vanity-Sizing geärgert (Ärmel richtige Länge aber der ganze Mantel ist mal echt weit für S!), mir dann gedacht „ist eh etwas dünn, kann man gut dicken Pullover drunter anziehen“ und dann auf Anraten des Kollegen M. noch einen Gürtel draufgezogen.

Und – voilá! Perfekter wuscheliger Divenlook! Damit bin ich doppelt so breit wie normal! Jetzt kann es kalt werden. Bitte. Endlich Herbst!

Anderes Thema. Der Masseur hat mit mir die Übungen, die ich von der Physiotherapeutin bekommen habe, durchgesehen, da er sich nicht erklären konnte, warum meine Schulter seit Wochen kontinuierlich schlechter wird. Er ist ja auch Physiotherapeut und von daher qualifiziert, da Aussagen zu machen. Und er hat drei Übungen identifiziert, die ich bittesehr ab jetzt bleiben lassen sollte (ich bin ja so ein Kandidat, Übungen durchzuziehen, die mir wehtun, weil „hat man mir als gut anempfohlen, kann also nur besser damit werden“ … war wohl unhilfreich). Er hat mir dafür neue gegeben und die Sache mit dem Teraband wird auch konkreter.

Ab jetzt mache ich für die Schulter:

  • Compound Row (das bleibt)
  • Latzug (bleibt auch)
  • Kurzhantel Shrugs
  • Kurzhantel Rows (mal sehen)
  • So etwas ähnliches wie Dumbbell Kickback, nur halt anders.

Ich hoffe, dann wird die unglaubliche Verkrampfung und Entzündung des Muskels wieder besser. Er hat mir das gestern herausmassiert, aber halt auch gesagt, dass die Sache mit der Chestpress vermutlich viel dazu beigetragen hat, dass ich mit der Haltung Dinge verschlimmert habe.

Mann, zwei Stühle, drei Meinungen. Und als Patient kommt einem alles logisch vor und man weiß irgendwann gar nicht mehr, was man noch tun kann … Wenn es nicht besser wird, hat er mir aber streng zu einem erneuten MRT geraten. Amüsant, dann hätte meine Krankenkasse mehr für Diagnostik ausgegeben, als es sie gekostet hätte, mir die Schulter reparieren zu lassen – was sie ja nicht bezahlen. Da habe ich gar keine Skrupel, mich durchdiagnostizieren zu lassen. Fick den Krankenkassenapperat. Ich bin für das deutsche Krankenversicherungssystem unendlich dankbar – aber manche Blüten sind und bleiben unerklärlich. Dass ich meine 600-Euro-Brillengläser selbst bezahlen muss. Kein Geld für Zahnersatz. Geld für Homoöpathie und anderen Voodoo. Kein Geld für die Schulter. Schräg!

Ach watt, Leben!

Improvise. Adapt. Overcome.

Stromausfall mitten in der Nacht in der ganzen Stadt. Blöd, wenn man einen Radiowecker hat und nicht das Telefon zum Wecken nutzt. Gut, wenn man trotzdem nur eine Viertelstunde zu spät aufwacht. Blöd, wenn man nun um kurz nach fünf im funzeligen Licht der Handylampe seine Morgenroutine durchziehen muss. Sport fiel dabei hinten runter. Katzenklo säubern war schon akrobatisch genug.

Da ich morgens meinen Instantkaffee brauche, meine Thermoskanne aber natürlich nicht mit heißem Wasser vollmachen konnte, habe ich einfach fünf Löffel Pulver, Kokosmilch und Süßstoff reingekippt und jetzt im Verlag den Wasserkocher bemüht.

Ich fühle mich neben der Spur und dieser Bruch meiner allmorgendlichen Abläufe hat mich schwer mitgenommen. Ich muss wirklich daran arbeiten, mit Unerwartetem besser umgehen zu können. Dass mich so ein Pillepalle jetzt den ganzen Tag stressen wird (wird er), geht nicht an.

Aber liegt auch daran, dass ich im Moment mit dem sich beschleunigenden Bruch meiner ältesten und tiefsten Freundschaft kämpfe. Es ist unvermeidlich und wird für uns beide besser sein. Zu „retten“ ist nichts mehr, man kann es nur noch mit Wehmut statt Vitriol gestalten. Aber gut hinzubekommen ist sowas natürlich nie. Stresst enorm. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, „die Vernünftige“ sein zu müssen. Rolling with the punches, wie es so schön heißt. Weil man halt die ganzen emotionalen, heftigen, ungerechten Vorwürfe leise und ruhig hinnimmt, weil man weiß, was dahintersteht. Es kann schon echt schwer saugen, emotional so distanziert zu sein. Man kann nicht mitbrüllen. Nicht wütend sein. Keine Verzweiflung. Der Schmerz kommt durch eine sanfte Schicht dämpfender Watte. Beschissener Job und ich muss ihn machen, weil mir die vergangenen zwanzig Jahre viel bedeuten und ich sie gut abschließen will.

Fuck.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Rückkehr in den Alltag

… ist manchmal auch ganz schön. Klar, niemand steht gern um fünf auf, aber als Angstpatient liebt man friedliche Routine, weshalb Arbeitengehen für mich ein sehr beruhigender Anker ist. Es war toll, sich Dinge im Urlaub zu trauen und zu sehen, was alles so viel besser geht als früher (nur eine Autobahnbrücke bei Innsbruck den Berg hinunter war schwierig, sonst alles smooth. Ich war sogar auf dem höchsten Punkt des Castello in Arco!), aber das muss natürlich auch alles verfestigt werden. Und dazu ist Alltag mit kleinen Dingen wichtig.

Zum Beispiel der Schwestereinheit eine Postkarte zu gestalten und zu schicken. Ich habe mich nicht getraut, ihr in Trento eine zu kaufen, weil es in den Geschäften nicht gleichzeitig auch Briefmarken gab und mir das dann aus den üblichen bekloppten Kopfgründen zu schlimm war. Deshalb also etwas Selbstgemachtes, was ich gestern Abend zur Post gebracht habe. Mal sehen, ob es ihnen gefällt.

Außerdem wieder richtig essen. Also nicht nur Fett, Zucker und Weißmehl. Gestern gab’s Kürbis und Tomaten aus dem Ofen mit Soja- und Tomatensoße. War sehr lecker und hätte ich mir nicht aus „ich kann mit übriggebliebenem Essen nichts anfangen, außer es wegzuwerfen und das macht man nicht“-Gründen die komplette Portion reingeföhnt, was eine halbe Stunde Bauchschmerzen gab, wäre alles ganz großartig gewesen. Das mache ich heute besser.

Ganz davon ab, dass ich heute wieder trainieren kann, was mehr Appetit bedeutet.

Im Urlaub waren wir so vernünftig, weiter jeden Tag morgens Bodyweight zu machen (der Erklärfaun und ich) oder Joggen zu gehen (die Waldnymphe) aber da fehlt natürlich das abendliche „richtige“ Training (als ob Bodyweight so fluffy-duffy wäre …). Meine Schulter ist in den letzten drei Wochen aus mir unerfindlichen Gründen viel, viel schlimmer geworden. Ich kann kaum noch nach hinten greifen und habe auch kaum noch Kraft, wenn ich etwas nach hinten aufdrücke (Türen z.B.). Das macht mir Angst, dass die Sehne nun tatsächlich beschädigt sein könnte. Wenn das heute im Training und morgen mit der Massage nicht besser wird, muss ich wohl nach der Messe (vorher kann ich nicht krank ausfallen) zum Arzt.

Ich mag nicht zum Arzt!

Ach watt, Leben!

Italia …

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Trento, Tag zwei. #trento #vacation #trentino

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Das Konzept des Urlaubs im Ausland habe ich erst sehr kürzlich in mein Leben integriert. Eine Klassenfahrt nach Prag, eine Woche mit dem Goethe Institut im Elsass, nach dem Abi zwei Wochen Zelten in der Camargue. Das war meine komplette Auslandserfahrung bisher. Wer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß wird, kennt das nicht anders. Man muss halt die Viecher versorgen.

Dass ich nun innerhalb von zwei Jahren drei Länder gesehen habe (naja, ein winziges Bisschen der Länder), ist dementsprechend aufregend.

Und dieser Italienurlaub … hach, großartig!

Fing zwar mehr als nur holperig damit an, dass Butzel drei Tage sediert in der Tierklinik gelegen hat, weil sie es absolut nicht vertragen konnte, zu den Elterneinheiten gebracht zu werden. Das gab den schlimmsten Anfall, den sie je hatte und die Ärzte brauchten drei Anläufe mit verschiedenen Medikamenten, um sie aus dem aggressiven Stupor zu holen – hätte Versuch Nummer drei nicht geklappt, hätte ich darum gebeten, sie einschlafen zu lassen. Ich war dementsprechend angespannt – aber sie sprang dem Tod noch einmal von der Schippe, verbrachte die Woche dann eben allein in der heimischen Wohnung, versorgt von Muttereinheit, die zweimal am Tag für eine Stunde vorbeischaute. Und als ich am Samstagabend nach Hause kam, freute sich das Katzentier zehn Sekunden, war dann zwölf Stunden tödlich beleidigt und ist jetzt wieder völlig normal, wie es aussieht. Ich beobachte sie noch mit Argusaugen. Aber da sie gestern schon drei Stunden mit mir Gilmore Girls geschaut und mir dabei den Hals geleckt hat und auch nachts wieder im Bett schlief, bin ich voller Hoffnung.

Aber – Italien!

Wir fuhren am Montag bis Füssen Autobahn (unsere eingeplante dreiviertel Stunde Stau hat die A8 um Stuttgart komplett aufgebraucht), dann den Fernpass bis Innsbruck, über den Brenner und dann war es nur noch ein kurzes Stück bis Trento/Trient. Mir gefiel die Vorstellung, dass diese Route über die Alpen schon seit der Vorzeit benutzt wird. Und da ich noch nie so hohe Berge gesehen hatte, war die komplette Fahrt für mich kein Stück langweilig! An jeder Kehre habe ich Bilder gemacht und an Schwestereinheit und die Elterneinheiten geschickt. Letztere waren einmal in ihrem Leben in Urlaub, im damaligen Jugoslawien. Und da sie nachts fuhren, haben sie die Alpen nicht gesehen.

Ich hingegen habe mich heftig in das Konzept Gebirge verliebt. Die Dolomiten sind so wunderschön! Die Zugspitze hingegen fand ich im Vergleich etwas unspektakulär. Mag daran liegen, dass noch kein Schnee lag. Bei durchgehend dreißig Grad die ganze Woche auch kein Wunder.

Wie gesagt, Trento ist großartig. Nicht sehr touristisch, weshalb man nicht damit rechnen sollte, mit Englisch durchzukommen. Zum Glück gibt es Google Translate! Und wenn Schilder mehrsprachig sind, ist eigentlich immer Deutsch dabei. Wegen „bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu Tirol/Österreich“ und so. Unsere Ferienwohnung lag auch nur zwanzig Meter von der Etsch/Adige entfernt, was, zusammen mit dem „Faschokarussell“ (wir hatten zunächst nur Bilder des Mausoleums von Cesare Battisti gesehen, wussten nicht, was es war und deshalb erhielt es, völlig unberechtigt und nur aufgrund seiner Ausmaße und martialischen Bestückung, diesen Namen) dazu führte, dass wir nun den unausgegorenen Plan haben, nächstes Jahr nach Dänemark, Belgien oder Polen zu fahren. Sozusagen als Entschuldigung für unsere Großväter. Ja, bizarr.

In Stichpunkten kann man sagen:

  • Wunderbar eklektische Innenstadt. Renaissancebauten mit Barockbalkonen neben mittelalterlichen Füllhäusern und Gründerzeitvillen.
  • Genauso zusammengeklaubtes Castello mit Khakibäumen und Zitronenstauden (faustgroße Zitronen!).
  • Leider keine Rabenvögel, dafür herrlich viele Spatzen und Mauersegler.
  • Zutrauliche Eidechsen an warmen Mauern.
  • Palmen!
  • Mannshohe Aloestauden in Olivenhainen.
  • Vom Imperator gemessene 54 Stockwerke für den Aufstieg zum Castello di Arco.
  • Von dort sieht man den Gardasee.
  • Riva del Garda ist extrem touristisch und wir haben den Altersdurchschnitt sichtbar gesenkt. Nicht so hübsch wie Trento. Aber Gardasee!
  • Brav an den zahlreichen Zebrastreifen haltende Autofahrer – dafür eben dort fast von wütend klingelnden Fahrradomas übergemöllert werden.
  • Wer gern in Museen gegenüber den Wärtern in der Unterzahl ist, ist in Trient richtig! Im römischen Untergrund standen der Erklärfaun und ich dreimal so vielen Aufsichtspersonen gegenüber. Auf dieses sehr, sehr sehenswerte unterirdische Museum wird aber auch nicht gerade enthusiastisch hingewiesen.
  • Es gibt das Konzept des „totrenoviert“, das einem erst wirklich bewusst wird, wenn man die charmant verrümpelten italienischen Altbauten sieht und viel attraktiver findet, als die sterile deutsche Variante.
  • Nie wieder Beschwerde über deutsche Öffnungszeiten. In Trento: 9:30 bis 12:30 und 15:30 bis 19:00. Recht durchgehend.
  • Italiener sind im Schnitt deutlich dünner als Deutsche. Und wenn sie dick sind, dann „nur“ übergewichtig und selten adipös. Ich habe in Italien übrigens Größe 40. Alles zwei Nummern kleiner dort!
  • Außerdem sind die Leute besser gekleidet. Der direkte Fußgängerzonenvergleich geht sehr ungünstig für den Norden aus.
  • Das Kälteempfinden ist dort auch anders geeicht. Wir waren in T-Shirt unterwegs, während die Italiener ungelogen Daunenjacken und Halstücher trugen.

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Arco, Blick vom Castello. #arco #castello #vacation #italy

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Mir fällt bestimmt noch mehr ein, aber das sind so die präsentesten Eindrücke. Jetzt freue ich mich erst einmal darauf, wieder „vernünftig“ zu essen. Ich habe die Woche praktisch nur von Weißmehl, Fett und Zucker gelebt. Das Süßgebäck in den Dolcerien verhält sich zur deutschen Mohnschnecke wie die Mailänder Modewoche zu Heidi Klums Next Topmodelzirkus. Wir haben zwar selbst gekocht, sind aber mittags fast immer Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen gegangen – „Kleinigkeit“. Haha.

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Lago di Garda #lagodigarda #italy #italia #rivadelgarda

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Meine Haut ist jedenfalls nachhaltig verärgert und ich habe jetzt Pickel. Und ich wette, ich bin jetzt ein Kilo schwerer. Sozusagen Reisrand vom Risotto. Aber es gibt ganz normal Lupinen zu kaufen! Ich habe mir eine Plastikbox davon mitgebracht und werde sie diese Woche verarbeiten.

Jetzt also wieder Normalität. Schade aber beruhigend! Ich habe den Kollegen seltsamen Tee und eine Sorte Kinderschokolade, die es in Deutschland (noch) nicht gibt, mitgebracht. Die Elterneinheiten bekamen Kaffee und italienische Kekse. Mir habe ich eine Nuss-Schoko-Brotaufstrichsorte (ohne Milch) mitgebracht. Mal sehen, ob ich damit vernünftig umgehen kann!

Allgemein, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe essen Lupinenquark

Druck

Süßlupine als Alternative zu Soja klingt großartig. In Mitteleuropa heimisch, seit der Antike auf dem Speisezettel, pickepackevoll mit Protein. Prinzipiell also zu gut, um wahr zu sein.

Weshalb es auch kaum Produkte damit gibt. Im Bioladen habe ich ein winziges Päckchen Lupinenschrot und eine ebenso homöopathische Dosis Lupinenmehl gefunden. Im Kostenbereich einer Luxusvilla.

Selbes gilt leider für Lupinenquark. Ich habe einen Becher davon im Voldemart (ehemaliger Walmart, der Name blieb hängen) entdeckt und ihn mir gegönnt, auch wenn ich drei Euro für 500 Gramm Joghurt/Quark nie-nie-niemals wieder bezahlen werde. Ein Experiment eben.

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Vegan Overnight Oats. #vegan #overnightoats

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Ich habe den Lupinenquark für Overnight Oats verwendet und muss sagen, dass er wirklich gut schmeckt. Die Eiweißwerte sind phänomenal, was sich leider auch in der Energiedichte niederschlägt. Hundert Kalorien pro hundert Gramm ist schon eine Hausnummer. Aber, ich meine … der Geschmack! Unglaublich lecker. Wirklich! Viel besser als Sojaghurt.

Fazit: Süßlupine wäre eine grandiose vegane Alternative zu Milch und auch zu Soja. Leider viel zu teuer derzeit.

Schade!

(Nichts Neues an der Kaffeefront. Ich versuche heute mal, Luxuskaffee zu kaufen.)

Ach watt, Leben!, Ernährung

Weitere Kaffeeverzweiflung

In der Freizeit: Immer noch WoW.

Nun habe ich also einen Wasserfilter erworben und mit dem kalkfreien, porentief reinen Wasser Kaffee zubereitet. Und er schmeckt schon ein bisschen besser. Aber immer noch kein Vergleich zum echt rotzeguten Kapselkaffee. Immer noch dieser verbrannte Nachgeschmack, nur nicht mehr so stark.

Ich habe wirklich jedes Troubleshooting, das das Internet anbietet, ausprobiert.  Wassertemperatur, Mahlgrad, rituelles Einhalten von Zeiten, Aufbewahrung, Zimt … Nichts hilft. Es ist, als ob ich einfach den schwarzen Daumen für Kaffee habe.

Mich beschleicht der Verdacht, dass J3s lapidarer Erklärungsversuch von gestern stimmen könnte: „Du magst einfach keinen Kaffee!“ (Ach ja, solch gute Freunde. Such reason. Many explanation. Wow)

Aber das ist doch Quatsch. Immerhin schmeckt mir der Kapselkaffee. Und das Störböcks-Zeug erst recht (auch ohne aromatisierten Sirup). Und der Kaffee bei der Chocolaterie ist zum Niederknien. Soll heißen: Es gibt eine Menge Kaffee, die ich mag. Nur den von mir zubereiteten mag ich nicht. Mehr. Früher war er entweder besser oder ich habe mir nichts draus gemacht. Als ich die French Press neu hatte, war alles prima.

Nein, sie ist sauber, nicht angerostet und gepflegt. Und da mir auch der Kaffee aus dem Handfilter nicht schmeckt, liegt es nicht an der French Press.

Letzter Versuch vor dem Anschaffen einer Kapselmaschine wird sein, mal superteuren Manufaktur-Hipster-Kaffee zu kaufen (oder den von Störböcks. Denn immerhin weiß ich bei dem, dass er mir dort schmeckt). Zwar habe ich jetzt auch nicht gerade Discounterkaffee, sondern das Bio-Organic-Fairtrade-Zeug, aber mehr fiele mir nun wirklich nicht mehr ein! Ich bin sicherlich kein Kaffee-Gourmet. Mir reicht es, wenn das Zeug eine optimale Trägermasse für Kokosmilch und Süßstoff ist. Aber dieser gräusliche Nachgeschmack/Geruch nach brennenden Autoreifen stört mich schon ziemlich.

So. Jetzt letzten Arbeitstag vor dem Urlaub gut über die Bühne bringen. Den Kollegen keine Leichen im Keller hinterlassen. Und dann früh ins Bett, weil ich heute Nacht um zwei aufgewacht bin und nicht wieder einschlafen konnte.

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Schlimmer Kapselkaffee

Am Samstag haben wir J4 beim Umzug geholfen und waren deshalb für einen Tag im Land der reichen Menschen unterwegs (ich hätte echt etwas Anständiges lernen sollen …). Die Tiefgarage des Innenstadt-Townhouse-Komplexes über der Königstraße war gefüllt mit Oldtimer-Porsche, 60er-Jahre Indians, fetten Benz und Bentley in Gloriana-Class-Größe. Ich neige zu meiner Freude nicht zu Sozialneid, kann es aber sehr genießen, mal „die andere Seite“ zu sehen, begeistert „darf ich das dann mal fahren?!“ zu schreien, Fernsehern in Billardtischgröße „Tokyo Vampire“ in die Netflix-Viewed-History zu packen und zu sehr extravaganter Pizza eingeladen zu werden (klappte gut vegan. Auch das B&Js gibt es schließlich in vegan. Nicht gerade clean eating aber nach einem Tag Umzug notwendig).

Und wirklich entzückt haben mich die beiden Maine Coon-Kater. Riesige pelzige Waschlappen mit Löwengesichtern. Jeder doppelt so groß wie Butzel. Und mit dem Aggressionspotential von feuchten Teebeuteln. Jede andere Katze hätte einen Umzug nicht einfach mit „Ha, ja“-Gesicht hingenommen.

Aber ich komme schon wieder nicht zum Punkt.

J4s Mitbewohner hat so eine Kapselkaffeemaschine. Irgendwann waren alle ausgeflogen, um entweder den Transporter zurückzubringen oder sich Thai-massieren zu lassen. Nur der Erklärfaun und ich standen in der offenen Kücheninsel, blickten aus bodentiefen Fenstern auf die Dächer der Landeshauptstadt und wollten Kaffee. Wir fanden Milch und Zucker (die brauche ja nur ich. Süßstoff gab es leider nicht – aber ich kann Kaffee nicht ungesüßt!) und ein paar extravagant aussehende Kapsel-Schmuckkästchen. Ich entschied mich für Vanille-Irgendwas … und es war unglaublich köstlich!

So, so viel besser als mein French-Press- oder Handfilter-Kaffee zu Hause. So. Viel. Besser! Echt jetzt.

Ich will so eine Maschine. Unbedingt.

Und dann schlägt das Gewissen zu. Aluminium. Müll. Kapseln. Arrgh!

Zwar behauptet das Internet, dass ich mit meinem Einzeltassenverbrauch ökologisch mit der Kapselmaschine und Alukapseln besser dastünde als mit einer normalen Kaffeemaschine … aber ich kann irgendwie nicht glauben, dass das auch gegen handaufgebrüht noch stimmt. Aber mein Handaufgebrühter schmeckt gegen die perfekte Köstlichkeit der Kapselplörre wie angebrannte Schuhsohle.

Ich denke, ich mache noch einen Versuch, den Nachgeschmack aus meinem Kaffee zu bekommen und lege mir einen Wasserfilter zu. Vielleicht liegt das … ausgeprägte (sprich: grausame) Röstaroma ja daran, dass wir das kalkhaltigste Wasser Deutschlands haben. Wenn das immer noch nichts bringt, kann ich zumindest behaupten, alles versucht zu haben! Ich habe verschiedene Kaffeesorten und Zubereitungsarten und dann auch noch Wasserhärten getestet. Das soll keine Entschuldigung für eine Kapselmaschine sein. Aber eine Entscheidungshilfe.

So, noch zwei Tage Arbeit bis zum Urlaub. Zu essen gibt’s wieder mal Chili sin Carne. Ab Mittwoch dann mal das Soja-Geschnetzelte mit Kürbis.

Ich hatte am Sonntag wieder einen leichten Binge-Anfall (den graduellen Unterschied gibt es eigentlich nicht. Fühlt sich gleich an. Dringlich, nervös, schuldbeladen). Zum Glück hatte ich Erdnussbutter und den vegan-Schoko-Brotaufstrich im Kitchen-Safe, so dass es nur eine komplette Galia-Melone, vier Feigen und etwa zwanzig Maiswaffeln mit Maronenpüree getroffen hat. Nicht schön aber im Vergleich zu Cupcakes natürlich … harmlos. Ich traue mich trotzdem nicht, auszurechnen, was das im Gesamten war. Schon 600 für das Obst und dann noch … hrmpf.

Das darunterliegende Problem, dass ich meinen Fressanfällen hilflos ausgeliefert bin, wenn ich keine klare, harte Tagesstruktur habe, bleibt natürlich und ist an jedem Wochenende vorhanden. Und auch der Urlaub droht.

Ich werde meinen Liebsten sagen, dass sie mich bitte in dieser Zeit im Auge behalten und auch klare Worte sprechen, falls ich aus dem Ruder laufe.

Ernährung

Weitere Expeditionen zu den Quellen des Nils und zu veganer Proteinversorgung

Soja

Das Soja-Granulat als Hackfleischersatz esse ich ja schon eine Weile. Macht sich in Soßen und in Chili gar köstlich und ist erstaunlich ergiebig. Eine 50-Gramm-Portion (trocken) reicht für ein Abendessen, wenn man noch ordentlich Gemüse dazugibt.

Wirklich auf die Nährwerte geachtet hatte ich jedoch bis jetzt noch nicht. Gestern war ich aber nach dem Sport im nebenan befindlichen Schmuddel-REWE (ich sollte den Namen überdenken. Er mag etwas ranzig sein, hat aber eine geradezu erstaunlich riesige Auswahl an Biofutter. Von bizarren Mehlen über Nussmuße, seltenen Kürbissorten und Weiß-der-Geier-Flocken bis eben zu den Soja-Fleischersatzdingern). Ich habe einen Kürbis mitgenommen (kann man Muskatkürbis mit Schale essen?), Kokosmilch, Süßstoff und leider kein Granulat, weil das nämlich aus war. Große Verzweiflung.

Aber dann habe ich mir einmal die anderen beiden vorrätigen Produkte derselben Firma angeschaut: Soja-Geschnetz und Soja-Medaillons. Und bei den Nährwerten der Medaillons fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Siehe oben.

Gleich mal mitgenommen. Wird heute ausprobiert, ob das geschmacklich taugt. Dazu ein schöner Salat-mit-Allem und ich sollte satt werden.

Etwas misstrauisch stimmt mich, dass auf der Homepage des Herstellers die Medaillons nicht mehr erwähnt werden. Geschnetz und Granulat zeigen sie auch nur noch in kleineren Verpackungseinheiten. Ich hoffe mal, das gibt keine dämliche Umstrukturierung, die dazu führt, dass das Zeug beim REWE aus dem Programm fliegt! Ich habe keine Lust, im Biosupermarkt dann einen Arm und ein Bein dafür zu bezahlen. Oder mir den Spaß von Amazon liefern lassen zu müssen!

Wenn ich für mein Essen unzumutbaren Aufwand betreiben muss, werde ich grantig. Und ich fühle mich im Biosupermarkt nicht wohl. Ich weiß nichts von den Produkten dort und traue mich nicht, zu fragen, weil die ganzen ätherisch-ausgemergelten Gymnasiallehrerinnen in Cardigan und Hochsteckfrisur, die ihre knirschenden Rattankörbe durch die Gänge schleifen, so transzendiert aussehen.

Deshalb lieber Sachen essen, die man beim Gemüsemann, beim Aldi, beim Lidl und beim Schmuddel-REWE bekommt. Da muss ich nicht kommunizieren.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

Vegan und Muskelaufbau

Illustrativ immer noch viel World of Warcraft bei mir …

Darüber muss ich mir nun auch Gedanken machen. Das Internet spuckt dazu einiges aus, leider aber auch immer hochkalorisch, wenn es viel Protein hat. So viel „Bang for the Buck“ wie Skyr, Quark oder Eier haben Pflanzen eben leider nicht. Würde ich die selbe Proteinmenge erreichen wollen, käme ich auf fast ein Drittel mehr Kalorien. Und das kann’s eigentlich nicht sein.

Die Proteinbomben sind größtenteils Hülsenfrüchte, Lupinen, Soja/Tofu, Nüsse, Süßkartoffeln. Allesamt echt energiedicht.

Außerdem auf den Plätzen dann noch Kichererbsen, Quinoa, Amaranth, Chiasamen. Und dann endlich die nicht ganz so heftigen Bomben: Kartoffeln, Spinat, Brokkoli, Erbsen. Das kann ich dann mit meinen Gemüse-Standards Tomaten/Zucchini/Gurken/Kohlrabi/Paprika/Zwiebeln/Kürbis/Lauch/Grünkohl/Blumenkohl/Grüne Bohnen/Rosenkohl/Stangensellerie/Gelberüben/alles-was-ich-vergessen-habe kombinieren.

Prinzipiell habe ich also echt Auswahl – wenn ich mich an kleine Portionen und einen knurrenden Magen gewöhnen kann. Beziehungsweise … ich darf ja keine kleinen Portionen essen, weil ich dann schon wieder nicht auf genug Eiweiß komme. Argh!

Wie schaffe ich es vegan auf so 800 – 1000 Kalorien und dabei 60 Gramm Eiweiß? Hundert Gramm Lupinenkerne (immerhin eine in Deutschland auch angebaute Pflanze … und auf nerdige Weise ist es natürlich cool, Wolfsbohnen zu essen! Vlka Fenryka-Abendessen!) würden mir 41 Gramm Protein geben – schlagen aber auch mit 320 Kalorien zu Buche. Ein Drittel meines angepeilten Maximalbudgets. Und ob diese hundert Gramm so super sättigen? Ich könnte natürlich darum herumplanen.

Für mein Mittagessen 250 Gramm Sojaghurt im Porridge sind 10 Gramm Eiweiß. Die zwanzig Gramm Haferflocken darin nochmal zwei Gramm. Das Porridge hat grob 300 Kalorien. Dann 320 Kalorien und 41 Gramm Protein für die Lupinenkerne macht 43 Gramm bei 620 Kalorien. Öff. Als Beilage 500 Gramm Zucchini nochmal 110 Kalorien und 15 Gramm Protein. Gesamtmenge dann 720 zu 58. Fast da! Zu den Zucchini noch Dosentomaten. Eine Dose für 80 Kalorien und 4 Gramm Protein. Jöööööö! Ziel!

Und noch Platz für Kokosmilch im Kaffee, Obst und ein paar Gelberüben. Sehr schön.

Will ich Varianz muss ich natürlich noch viel rechnen und spielen. Wobei das Sojagranulat vom Rewe schon ziemlich in der selben Liga wie die Lupinen spielt.

Ich liebe Butternutkürbis, der hat aber fast 40 Kalorien. Und ziemlich miese Proteinwerte. Von meinen geliebten Kartoffeln gar nicht zu reden!

Okay, vegan ist echt nicht einfach. Machbar, jedoch anfangs Arbeit. Aber selbst wenn ich merke, dass mir das Experiment nichts bringen sollte und ich zum Vegetarismus zurückkehren will, habe ich Dinge gelernt.

Irgendwie stimmt es schon – Ernährung ist eine Ersatzreligion. Nicht, dass ich Atheistin wäre. Nein, ich bin schwache Agnostikerin (an zynischen Tagen auch starke) und arbeite mich noch an „Theologie nach Auschwitz“ ab. Aber die Beschäftigung mit meinem Körper und seinem möglichst guten Erhalt ist schon sehr altägyptisch!