Paris, T minus 1

Dem gunz are loaded! 😀 Progressfoto mit Eitelkeit. #fitspo #ohneunsinnabnehmen

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Ich habe fast fertig gepackt.

Die Waage zeigt 60,8 Kilo.

Ab jetzt wird´s ernst, denn nach diesem Wochenende werde ich garantiert sehr zufrieden aus allen Nähten platzen. Zum Glück habe ich direkt am nächsten Tag um zehn Uhr einen Trainertermin für die freien Gewichte.

Ich lerne noch ein wenig in Duolingo herum, habe dabei immer noch nicht das Gefühl, wirklich viel zu behalten und werde dann heute Nachmittag gen Waldnymphe abdackeln. Hach, das wird so toll!

Gestern habe ich meine erste Lizza gemacht. Klappte prima mit dem Vorbacken und Einstechen und auch meine Belagsidee war mehr als nur lecker (Sriracha passt tatsächlich zu praktisch allem!). Nur … mein störrischer Backofen hat wieder einmal beschlossen, ein ganz spezielles Schneeflöckchen zu sein. Normalerweise muss ich bei ihm auf alle Angaben zehn Grad und fünf Minuten draufschlagen. Diesmal war ich – zum Glück und warum auch immer – vorsichtig und habe genau nach den Angaben auf der Packung gearbeitet. Und trotzdem war die Hälfte der Lizza, ich sach´ ma, eher im Kontrastfarbspektrum.

Egal, hauptsache lecker! Keins meiner Gerichte hätte jemals einen Attraktivitätspreis gewonnen.

Und beim nächsten Mal weiß ich es und die Lizza wird perfekt. So.

Vorfreude auf alles Mögliche

Shirt_Pissnelke

Ich bastle an einem neuen T-Shirt fürs Training. Werewolf-thematisiert.

Natürlich auf den Urlaub! Ich bin so verdammt gespannt! Ich war noch nie in einem Hotel, ich war seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr im Ausland (und ob ein Campingplatz in Holland so zwingend als „Auslandsurlaub“ zählt, wäre sowieso Gegenstand von Debatten) und von Frankreich kenne ich nur das Elsaß und die Umgebung eines Campingplatzes bei Montpellier (dabei hasse ich Zelten sehr ausgiebig. Aber früher war eindeutig zu wenig Geld da, um etwas Anderes auch nur in Erwägung zu ziehen. Da war ja fast Zuhausebleiben zu teuer!).

Morgen werde ich alles, was ich so brauche, einpacken und dann geht es los.

Und ich freue mich darauf, heute Abend einmal Lizza auszuprobieren. Wobei das noch nicht ganz sicher ist. Vielleicht gehe ich auch zur Beziehungskonstellation, das muss sich noch ergeben. Aber sollte ich Zuhause sein, werde ich die nette Linoleumplatte mit Magerquark und Tomatenmark und ein bisschen Sojasauce bestreichen, Spinat und getrocknete Tomaten darauf verteilen und dann eine Handvoll Light-Streukäse drüberwerfen. Und dann sehen, was sich ergibt. Maximale Spannung! Seit über einem Jahr keine Pizza mehr gegessen. Gut, ich bin kein großer Teigfladen-Fan. Ich mag meistens die Würzung nicht (für mich reicht ein bisschen Salz und Knoblauch. Mehr muss nicht). Und es ist immer zu viel Sauce drauf. Aber wenn ich das selbst im Griff habe, sollte es doch nach meinem Gusto gelingen.

Gestern habe ich mich beim Training wie geplant gut fertiggemacht. An der Beinpresse nun 109 Kilo, was derzeit wohl das Maximum des Machbaren darstellt. Dieses Gewicht muss ich erst einmal ein paar Tage lang gut und sauber bewegen, bevor ich daran denken kann, weiter aufzulegen. Am Compound Row sind es jetzt 50 Kilo, was mich immens stolz und sehr, sehr zufrieden macht.

Das juvenile Rentnerpärchen war gestern wieder da. Sie putzt ihm die Geräte nicht nur nach, sondern auch vor den Übungen. Wow. Ich hatte viel Gelegenheit, die beiden zu betrachten, weil sie Trainerstunde hatten. Sie machen natürlich dieselben Übungen. Dass er klein und pummelig und sie groß und dünn ist, ergänzt sich wohl gut.

Ich bin echt eine neugierige Spottdrossel. Das ist keine schöne Eigenschaft und ich sollte es unterbinden. Es ist nur so erstaunlich, wie unterschiedlich Menschen sind. Mit Zwanzig habe ich nach Möglichkeit gar nicht geputzt (wenn´s denn unbedingt sein musste … der Vorteil von Studentenwohnungen ist ja eine große Unordnungstoleranz dank Winzigkeit und nicht vorhandenem Kruschd) und schon gar nicht meinen Freund bemuttert. Der war groß und stark und hatte zwei gesunde Arme, der konnte alles selber.

Aber es ist ja schön, dass Menschen verschieden sind. Sonst wär´s recht schnell langweilig! Und man kann die Lebenswirklichkeit um die Jahrtausendwende auch nicht mit der Situation heute vergleichen. Praktisch eine andere Welt. Wir konnten viel sorgloser sein.

Omma erzählt vom Kriech!

Ne, Omma macht sich jetzt daran, die restlichen Sachen, die vor der nächsten Woche noch erledigt werden müssen, wegzuschaffen. Dann putzt (haha) sie ihre ziemlich eklige Teetasse und dann geht Omma nach ´n Aldi und dann … in Urlaub!

Dummer Rückfall

Nein, nicht gewichtsmäßig. Da läuft es wie immer. Derzeit 60,9 Kilo, was bis zum Wochenende vermutlich noch ein wenig nach unten gehen und am Montag sprunghaft wieder auf 62 schnellen wird. Reiner Erfahrungswert!

Aber ein böser Rückfall in Sachen Angst und Aggression. Was bei mir einander bedingt. Bekomme ich eine Angstattacke, reagiere ich oft mit irrationalem Zorn und sollte dringend von anderen Menschen ferngehalten werden, bis wieder alles im Lot ist.

Dumm nur, dass ich seit den ganzen Therapieerfolgen auf einer Hybriswelle davongeschwommen bin und deshalb Null und gar nicht darauf vorbereitet war, dass S. mir gestern völlig unbeabsichtigt einen 1A Trigger (ja, blödes online-Erregungswort. Aber in diesem Fall ausnahmsweise mal medizinisch richtig) vor den Latz knallte. Ich mag S. Ein unglaublich knuffiger, lieber, sensibler Kerl. Der es absolut nicht verdient hat, dass ich ihn – für ihn zumindest – unprovoziert aus dem Blauen heraus angefaucht und zur Sau gemacht habe.

Und wie immer stand ich hilflos daneben und musste zusehen, wie mein irrer Kopf jemanden, den ich gern mag, angefallen hat. Nicht mehr Pilot, nur noch Beifahrer. Aus reinem Panikbeißen heraus.

Verdammt.

Zum Glück konnte ich mich recht zügig wieder beruhigen. Leider aber gar nicht mit den gelernten Mechanismen, sondern „halt so“. Das gefällt mir nicht. Weil es zeigt, dass ich meine therapeutischen Hilfsmittel noch nicht verinnerlicht habe, obwohl ich das fest glaubte.

Ich habe mich dann erklärt und tausendmal entschuldigt. Trotzdem fürchte ich, dass etwas kaputtgegangen ist, das sich nicht so schnell wieder reparieren lässt. Wieder mal jemand auf Abstand geschubst. Super gemacht. You beat a fucking tree.

„Neurodivers“ zu sein ist wirklich nix für Sissies.

Heute kann ich den dadurch aufgebauten Selbsthass zum Glück im Training abbauen. Ich mache mich an den Geräten schön fertig, bis ich nicht mehr geradeaus laufen kann und dann ist es hoffentlich wieder gut. Und dann schreibe ich S. eine Geschichte in Skype. Und hoffe, dass unsere gemeinsamen Erlebnisse in der Vergangenheit den Ausraster gestern aufwiegen können.

Essenstechnisch läuft es. Ich werde in Sachen Konjakpudding (das klingt wüst alkoholisch!) immer sicherer und experimentierfreudiger. Was klar geworden ist: Man darf keine normale, gewohnte Puddingkonsistenz erwarten. Es wird immer ein wenig … hmm … sandig, bröselig bleiben. Weil das eben die Aufquellkonsistenz des Pulvers ist. Das tut dem Geschmack keinerlei Abbruch. Aber man sollte vorher ausprobieren, ob man mit diesem Mundgefühl warm wird. Geschmacklich bin ich sehr zufrieden. Das ist ein 1A Nachtisch. Und man hat die Wahl, ob man sich mit Protein zubombt, oder das Ding nur mit Mandelmilch, Flavour und Konjakpulver zu einem wirklich kaloriengünstigen Nachtisch macht. Wo sonst bekommt man 300 Gramm Pudding für unter 50 Kalorien? Wie gesagt, die Variante ohne Whey.

Ich scheine Konjak/Shirataki auch gut zu vertragen. Keine bösen Nebenwirkungen in Sachen Verdauung bisher. Das nenne ich Glück. Hilft meiner Freude an schlotziger Konsistenz mit süß und meiner Abnehmerei.

Haha. Abnehmen. Als ob!

Aber solange ich Muskeln aufbaue, ist es gut. Stärke gegen innere Instabilität.

Erlebnissplitterkuchen

Konjakpulverpudding. Konsistenz nun erreicht. Sehr schön. #ohneunsinnabnehmen

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Ja, schön ist er wirklich nicht, mein Konjak-Protein-Pudding. Gut, ich hätte ihn bestimmt appetitlicher anrichten können … aber ehrlich gesagt war es schon schwer genug, ihn später aus dem Shaker zu bekommen. Dekorative Anstrengungen will ich mir da gar nicht so konkret ausmalen.

Jedenfalls war es sehr überraschend. Nützliche Feststellungen: Anderthalb Teelöffel Konjakmehl für 300 ml Mandelmilch produzieren also Puddingkonsistenz. Nicht mehr und nicht weniger. Da muss man genau sein, wie bei der Holy Hand Grenade of Antioch. And the number of the counting shall be three. Klumpenfrei wird es, wenn man zuerst die Mandelmilch in den Shaker füllt und dann in einer Schüssel das Proteinpulver und das Konjakmehl gut vermischt. Dann alles zur Milch und sofort wie bekloppt schütteln. Nach etwa zehn Sekunden wird das Zeug schlagartig fest und man erinnert sich, dass man das Flavour vergessen hat. Kann man aber nichts mehr tun und muss den Pudding eben mit laschem Geschmack essen. Dann weiß man es beim nächsten Mal. Lerneffekt durch Schmerz.

Außerdem Essensthematisch: Wren bringt immer mal wieder Blogposts zum Thema Streetfoodmärkte. Ich habe so etwas noch nie erlebt, wurde durch die Berichte aber immens angefixt. Und ein kosmischer Zufall hat dazu geführt, dass J1 gestern anfragte, ob wir ihn am ersten April auf einen eben solchen Markt begleiten wollen! Ich habe natürlich sofort „hurra!“ geschrien, die Waldnymphe scheint auch nicht abgeneigt, nur der Erklärfaun zögert noch, da er – nicht unberechtigterweise – Menschenmengen erwartet. Ich hoffe, das klappt. Ich möchte uuuuunbedingt auch einmal solch seltsame Köstlichkeiten essen!

Vom Essen weg hin zum Muskelaufbau. Ronja fragte in ihrem Tagebuch nach der mir verhassten Sägemuskelübung. Ich schaute gestern nach, wie das Gerät heißt und habe es postwendend wieder vergessen. Irgendwas mit „Rotation“. Doof ist es auf jeden Fall und irgendwie komme ich über 36 Kilo dabei nicht hinaus. Ist vielleicht mental oder so.

Weitere Trainingsbeobachtungen: Ich bin mittlerweile sicher, dass Man-Bun-Man (ich habe ihn sicher schon einmal erwähnt, oder? Nippelshirt?) schwul sein muss. Mein Gaydar ist zwar geradezu nonexistent, aber wenn man´s mir mit dem Holzhammer hindrückt, merke ich es auch. Ist natürlich völlig irrelevant aber ich mag die Subkultur. Von daher – more power to him!

Das komplette Gegenteil: Ein seit Neuestem regelmäßig auftretendes junges Pärchen. Cis-Het vom Feinsten. Sie machen alles zusammen. Wenn keine zwei direkt nebeneinanderstehenden Crosstrainer frei sind, warten sie lieber, als auch nur eine Person zwischen sich kommen zu lassen. Sie sind sonst immer am selben Gerät und bewundern sich hingebungsvoll. Sie putzt ihm hinterher die Geräte und stellt ihm alles ein … Ich möchte ein bisschen Brechen. Manche Leute scheinen einfach schon als Rentner auf die Welt zu kommen.

Ich urteile schon wieder. Sollte ich lassen. Immerhin bin ich eine bindungsschwierige, kaltherzige Bitch und sollte mich lieber an wahrer Liebe wärmen, anstatt aufgrund vager, splitterhafter Beobachtungen zu lästern.

Aber ich bedenke sie ja im echten Leben nicht mit bösen Blicken oder so, sondern lächle. Anonymisiertes Ge-zynike im Blog ist harmlos. Zeigt mal wieder, wie schwer es mir fällt, die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen zu erfassen. Was ein Glück, dass in meiner Beziehungskonstellation alle so drauf sind!

Nicht trainingsrelevant: Die Hornisse ist verschwunden. Das erfüllt mich mit milder Besorgnis, weil ich eigentlich die Küchentür extra zugemacht hatte, damit sie nicht durch die ganze Wohnung marodiert. Wohin kann sie gegangen sein? Es bleibt spannend.

Langsames Wütendwerden

Manchmal läuft alles friedlich vor sich hin. Die größte Sorge, die man so hat, ist, wie das Wetter am Wochenende werden wird. Ob es warm genug für die neue Sommerjacke ist und dergleichen Triviales mehr. Doch dann, ganz plötzlich, hat man tausend nervige Dinge an der Backe. Man weiß nicht, woher sie gekommen sind und warum sie so gehäuft auftreten. Sie sind einfach da, haben Deadlines und man fragt sich, ob die nächste Woche, die man sich so optimistisch freigenommen hat, nun zu einem Marathon der unangenehmen Pflichten ausarten wird … So ein Dreck aber auch!

Zum Glück kann ich heute schon etwas abarbeiten. Ich kann die Kündigung meines Handyvertrages schreiben und ausdrucken (nichts Prinzipielles gegen mobilcom debitel, ich war jahrelang Kunde. Aber mittlerweile häufen sich die nervigen Werbeanrufe, die Telekom bietet mir mehr Leistung für fast zwanzig Euro weniger an und der Berater im Mannheimer mobilcom-Shop war ein passiv-aggressiver „I hate my fucking job“-Typ, der sehr daran interessiert war, Kunden bloß nicht zu helfen. Das kann ich auch billiger haben). Und ich kann meine Bank wegen seltsamer Umbuchungen terrorisieren. Letzteres löst sich vermutlich in Wohlgefallen auf, aber ich möchte schon wissen, was sie da mit meiner Kohle veranstalten. Stressig eben.

Was sich definitiv nicht lösen lassen wird ist die Sache mit der Hornisse.

Ich habe nämlich seit heute Morgen ein Haustier. Super-Ritschie käuft disch Schinken und bastelt dir ein Schwein! Ich kam in die Küche, machte das Licht an und wollte meinen Quark für das Mittagessen in der Firma zusammenbauen (100 Gramm Magerquark, 100 Gramm Magerjoghurt, ein Löffel Kollagen, ein Löffel Gerstengraspulver, ein Scoop Tinymilk Chocolate Flavour, 100 Gramm Heidelbeeren, 100 Gramm Trauben). Da brummte es plötzlich niederfrequent und sehr laut aus Richtung Lampe. Eine riesige Hornisse! Die sich mit keinem Trick der Welt dazu bewegen ließ, wieder zu verschwinden. Weil es draußen ja noch dunkel war. Ich habe erstmal alles Obst in Schränke geräumt. Aber mehr kann ich nicht tun. Außer Fenster zulassen und hoffen, dass sie tot umfällt.

Bienen, Wespen, Hornissen. Darauf komme ich gar nicht klar. Definitiv auf der Angstanfall-Liste. Seit ich als Kind neben einer Freundin am Baggersee saß, diese aus einer Flasche trank, von einer Wespe in den Hals gestochen wurde und fast starb. Dickes „Nope!“ für mich.

Jap. Einmal tot umfallen für das Vieh, bittedanke.

Gewichtsmäßig keine Änderung zu gestern. Hatte ich auch nicht erwartet. Ich hatte ein 500er Defizit. Nur. Eigentlich sollte es ein 800er sein, aber an der Tanke hatten sie einen bizarren Schokoriegel, den ich probieren wollte (ich bin anfällig für lustig aussehende Quengelware, die mich beim Spritbezahlen anlacht). Da er aus Österreich kam, standen keine Kalorienangaben drauf, also habe ich ihn mal mit 300 verortet, was vermutlich etwas hoch gegriffen aber auf der sicheren Seite ist. Besonders lecker war er übrigens nicht. Hauptsächlich babbisch. Aber Schokolade zu probieren ist immer gut und ich bereue nichts! Ah, Wikipedia weiß mehr: 180 Kalorien pro Riegel. Ist ja günstig. Ich hatte Banane.

Was ich ebenfalls nicht bereue ist, dass ich mir Lizza bestellt habe. Die Waldnymphe und der Erklärfaun essen diese Low Carb-Pizza seit zwei Wochen und sind begeistert. Und als gestern noch ein Voll-des-Lobes-Thread dazu im Ohne-Unsinn-Forum auftauchte, habe ich mir kurzentschlossen ein paar der Linoleumplatten bestellt. Jetzt brauche ich noch Tomatenmark und gebremsten Streukäse. Dann baue ich mir Spinat-getrocknete-Tomaten-Käse-Lizza. Klingt sehr lecker. Hoffentlich kann das Zeug wirklich etwas!

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

zweiundfünfzigste Woche und 61,7 Kilo.

Jubiläum! Ein Jahr Abnehmen. Kein Konfetti für mich, da ich immer noch nicht am Ziel bin. Und falls es nochmal ein Jahr dauern sollte, die letzten fünf Kilo abzulegen, ist das eben so. Die berühmte 80:20-Sache. Ich bin hoffentlich langsam in der Lage, die Stagnation (die Babyschrittchen? Immerhin ist es besser als letzten Montag. Aber viel schlechter als vor neun Wochen) gelassen zu nehmen. Ich sage mir, dass es wohl wirklich Muskeln sind. Denn mein gendefektbedingt starkes Muskelwachstum plus Newbiegains könnten mir durchaus in den letzten drei Monaten auch drei Kilo Muskeln aufgelegt haben. Haha, Konjunktiv!

Beim Training gestern kam ich an der Leg Press auf 102,5 Kilo. Das ist eine Hausnummer. Und ich brauche mich über dicke Oberschenkel kein Stück zu wundern. Ich hoffe nur, dass die Freude über einen muskulöseren Arsch mich die breiten Beine vergessen lässt!

Ich freue mich so sehr auf Paris! Ich hoffe, da baue ich nicht gar zu himmelhohe Erwartungen auf. Aber allein die Vorstellung, den Friedhof, das Pantheon und die Nationalbibliothek zu sehen … und falls noch Zeit ist (unwahrscheinlich, es sind ja nur zwei Tage) das Musée Rodin … Gut, ich werde ebenfalls den Louis Vuitton (schreibt man das so?) Flagship Store sehen. Auch das ist Bildung. Und mich dort – wie in ganz Paris – vermutlich grausam underdressed fühlen. Aber ich habe nun mal nur eine sehr eng begrenzte Auswahl an Schuhen, in denen ich bequem den ganzen Tag herumlaufen kann. Muss ich obenrum eben proper aussehen, um die Stiefel auszugleichen. Ich und Napoleon Dynamite.

Das Internet hat mich auf ein Brownierezept gestoßen, das nur 56 Kalorien pro Stück hat. Die Autorin behauptet zwar, es seien nur 37, aber nachgerechnet ergibt sich meine Zahl. Trotzdem sehr schick. Werde ich ausprobieren. Ich habe es als Serviceleistung mal mit Euroeinheiten (Cups und Fahrenheit … diese Extrawürste sind wirklich problematisch!) versehen und auf meiner Rezepte-Seite verewigt. At the Madame Graphisme Center For Children Who Can’t Cook Good And Wanna Learn To Do Other Stuff Good Too, we teach you that there’s more to life than being really, really ridiculously good-looking.

Ebenfalls gehyped hat mich das Internet auf Jurassic World. Was nicht heißt, dass ich diesen Film im Kino oder auch nur zeitnah gesehen hätte. Aber jetzt gibt es ihn kostenlos mit Amazon Prime, also habe ich ihn mir angeschaut. Wegen Dinosauriern. Und wegen Chris Pratt, der jeden Film veredelt, in dem er auftritt. Ich sach mal … joar. Dinosaurier. Viele davon. Sympathische Raptoren. Ein hübscher Chris Pratt. Unsympathische Kinder. Deus Ex Machina-Lösung am Ende. Action, Drama, Blut. War okay. Aber was mich genervt hat war das übliche Hinreiben des „eine Frau muss Mutterinstinkte haben“. OMFG, die gut beschäftigte Managerin weiß aus dem Kopf nicht, wie alt ihre Kackbratzen-Neffen sind. Outrage! Hey, ich weiß auch nicht, wie alt mein Patenkind ist und der ist nicht mal ein Viertel so anstrengend oder lebensuntüchtig wie diese zwei Kerlchen! Ich bin also eine grausige Tante. Und außerdem muss ich nachdenken, um auszurechnen, wie alt meine Eltern sind. Oder meine Schwester. Oder meine Freunde. Die Vorstellung, dass man sich als Frau nicht permanent für alle sozialen Belange im Umfeld interessieren könnte, muss für amerikanische Filmproduzenten sehr fremd sein. Ansonsten war das Product Placement sehr undezent. Aber, wie gesagt – nette Dinosaurier, netter Chris Pratt (merkt man sehr, dass ich fangirle?). Muss reichen!

Andere Maßstäbe

Echt schickes Kleid bei H&M geschossen. Sitzt echt eng. Sehr hübsch. #hundm

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Zwar wiege ich immer noch 61 Kilo – die Eiweißeskalationswoche steckt wohl wirklich tief drin – aber ich bin im Moment sehr gelassen. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich gestern Morgen in die Stadt gegangen bin, um mir Kleidung für Frühling und Paris zu kaufen und bei H&M in 36er Hosen gepasst habe.

Und selbst in den H&M-üblichen Umkleidespiegeln, die jedem das bezaubernde Aussehen einer aufgeschwemmten Wasserleiche verpassen, fand ich mich richtig okay. Hey, 36er Hosen!

Gut, das obige Kleid habe ich mir in 40 gekauft. Aber das liegt auch zum großen Teil an meinen Oberschenkeln – wir erinnern uns: Beinpresse jetzt auf über 91 Kilo – und den breiter gewordenen Schultern. Das Kleid war auf 15 Euro reduziert und auch sonst kam ich recht günstig davon. Ich habe eine Skinnyjeans (bei Jeansgrößen bin ich jetzt bei 30/32), eine Sporthose, einen Sport-BH, ein Langarmshirt, eine Sommerjacke und Unterhosen gekauft und fühle mich nun gut ausgestattet. Ich hätte gern noch ein Paar am Bein weitere Hosen gehabt, aber derzeit findet man nur so Legginsartiges. Naja, ändert sich auch wieder.

Mittags waren wir dann Vampirespielen (hach, Nathan. Meine ganz private Pissnelke! Nur für mich. Ich muss ihn mal zeichnen) und haben an G.s hochmodernem Herd – das Ding kostet vielleicht Nerven! – indisch gekocht. Zum Nachtisch gabs von T. von Grund auf selbstgemachte Mousse au chocolat. Jap, der Tag hat sich kalorienmäßig aus jedem Rahmen gesprengt. Mir egal!

Denn wie es aussieht blieb zwar mein Gewicht die letzten Wochen konstant, aber eine Hosengröße weniger ist doch auch ein schöner Erfolg.

Das Maßband hole ich immer noch nicht raus, da ich die irrationale Angst habe, es falsch anzulegen, zehn Zentimeter mehr zu messen als im Januar und dann deprimiert zu werden.

Blöderweise ist auch das Körperfettanalysegerät im Gym kaputt (ich habe am Donnerstag danach gefragt), so dass ich derzeit nichtmal diesen Wert herausfinden kann. Tja. Da bleiben wirklich nur H&M-Größen als Maßstab.

Gibt Schlimmeres!

Heute geht´s gleich ins Gym, ich koche Gemüsesoße für die nächste Woche vor und sonst werde ich gepflegt gar nichts tun. Klingt gut.