Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil dreizehn: Passionsfrucht

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Nein, lecker sieht das Porridge mit Passionsfrucht nun wirklich nicht aus. Es hat definitiv etwas von einem Aliengelege und man ist versucht, den Flammenwerfer anzufordern, damit sich das Zeug nicht auf der Erde verbreitet.

Aber im Gegensatz zu seinem Äußeren ist der Pampf geschmacklich mehr als hervorragend! Leicht säuerlich und aromatisch. Wirklich lecker. Wären die Dinger nicht so teuer und vom Ende der Welt, würde ich sie wohl sehr oft auf dem Speiseplan haben. Eine echte Entdeckung!

So, diese Woche esse ich also wieder Defizit. Besonders Lust darauf habe ich nicht. Die Motivation hält sich in Grenzen. Aber ich habe in den letzten Wochen an Frei- und Samstagen zu deutlich über meine Verhältnisse gelebt und deshalb muss wieder Speck weg. Und dann noch etwas zusätzlich, damit ich mehr Puffer für Weihnachten habe. Denn zu glauben, dass ich einen dreiwöchigen Urlaub kalorientechnisch unbeschadet überstehe, wäre doch allzu blauäugig! Urlaub ist immer gefährlich. Und Urlaub, den ich nicht damit verbringe, acht Stunden am Tag fremde Städte zu Fuß zu erkunden, ist noch eine ganze Ecke schlimmer. Dann sitze ich zu Hause auf der Couch und wenn etwas da ist, esse ich es. Natürlich ist rund um Weihnachten immer etwas da – also besser uffbasse.

Mein Sportprogramm ist jetzt erst einmal für Dienstag und Samstag geplant. Wenn ich an einem anderen Tag noch dazu komme, umso besser. Die Ausdauer für’s Laufen erhalte ich mir mit dem Crosstrainer, das hat schließlich letztes Jahr auch schon prima geklappt. Aber zum Joggen ist es mir mittlerweile wirklich zu dunkel geworden. Mit einer Angsterkrankung ist eine Joggingstrecke bei Nacht echt keine gute Idee. Besonders meine, die an Industrieruinen vorbei und durch dunkle Alleen führt. Dann doch lieber im hellen, freundlichen Gym herumstrampeln und sich auf April freuen, wenn die Sonne wieder günstiger steht!

Cardio wird aber nicht der Hauptfokus sein. Ich will wieder auf Stand mit der Bemuskelung und wenn’s geht noch eine Schippe drauflegen.

Das alles wäre gut schaffbar. Allerdings mit meinen momentanen Abnehmplänen wieder mal reichlich inkompatibel. Ich mache exakt denselben Fehler wie letzten Winter: Mir einzubilden, man könne gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufbauen. Naja, dann eben Fettabbau und Kraftausdauer bis Januar und dann Muskelaufbau ab dem neuen Jahr.

Hauptsache, ich kann wieder Sport machen und finde eine für mich und Butzel Brombeerschorle passende Routine.

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Sport und Handarbeit

My first Spacewolf. Thunderwolf. Warhammer-Bastelabend. #warhammer40k #spacewolves #spacemarine

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Das klingt nach einem Schultag, wie er einem früher vielleicht ganz recht gewesen wäre (obwohl ich das mit dem Stricken, Nähen und Häkeln nie hinbekommen habe. Schade, denn dann könnte ich heute vielleicht in der Hinsicht kreativ sein). Aber eigentlich geht es darum, dass ich endlich, endlich wieder ins Gym durfte. Und den oben im Bild zu sehenden Thunderwolf gebaut habe.

Letzteres schon vorgestern. Da hatten der Erklärfaun und ich Aktivitätsfreitag, während die Waldnymphe mit Voller Napf saunieren war. „Aktivität“ bedeutete in diesem Fall, dass ich endlich angefangen habe, meine Warhammer 40k-Armee in Gestalt von drei Space Wolfe- Marines zusammenzubauen. Noch genauer: Ein Wolf bisher. Ist doch frickeliger, als ich dachte. Eigentlich will ich ja auch viel lieber bemalen. Am liebsten sofort. Aber dazu braucht’s eben Figuren. Also dann – Bastelei!

Samstag war dann Sport-Tag. Ich habe mit viel Cardio begonnen und mich dann mit Elan auf Bein- und Rumpfübungen gestürzt und am Ende sogar ein bisschen Compound Row gemacht. Tattoo unbeschädigt.

Lief alles sehr gut, ich hatte kaum Probleme, wieder in meine Standardgewichte reinzukommen. Das freut mich. Einziges putziges Erlebnis: Der Hygiene-Opa war wieder da. Habe ich schon von ihm erzählt? Das ist ein sehr fragiler, uralter Herr, der die Geräte nicht nur nach, sondern auch vor der Benutzung akribisch reinigt. Auch wenn der Vorbenutzer das vor seinen Augen getan hat. Wenn man ihm anbietet, ihm zu helfen, reagiert er hektisch-ungehalten. Obwohl ihm die Koordination sichtlich Mühe bereitet.

Gestern jedenfalls hat er die Leg Press nach mir benutzt. Und tatsächlich das Brett, gegen das man die Füße stemmt, desinfiziert!!

Er glaubt vermutlich, dass er sich durch die Schuhsohlen irgendwelche geheimnisvollen Bakterien fängt. Andererseits ist das ein harmloser Irrsinn und mit sichtlich über Achtzig (vermutlich auch über Neunzig) darf jeder so viele Schrullen entwickeln, wie er mag. Vor allem, wenn man dann noch energisch genug ist, ins Gym zu gehen! More power to Hygiene-Opa!

Abends haben wir Spiderman Homecoming gesehen und uns gut amüsiert. Ach, was tat man nur in der Zeit vor Streamingdiensten? Ja, ich weiß. Man einigte sich mühsam auf einen Film, einer trabte zur Videothek, der Film war dann weg und man schaute irgendwas, das keiner wirklich sehen wollte.

Illustration-Monkey braucht echt wieder Sport

Und ich glaube, ich werde tatsächlich mal ganz, ganz verwegen sein, und am Samstag ins Gym gehen. Das wäre eine halbe Woche zu früh. Aber echt jetzt … ich schwitze wenig an den Unterarmen (glaube ich), das Tattoo heilt unglaublich schnell (der Erklärfaun meinte „Klar, sind doch Werwölfe!“) und ich beanspruche die Haut beim Sport an dieser Stelle nicht. Da liegt keine Stange auf, ich lege den Unterarm nirgendwo ab und die Haut wird auch nicht zusammengeschoben.

Wenn ich mich dann noch auf Rumpf und Beine konzentriere (Ugh … ich hasse leg day …), sollte das doch funktionieren! Ich brauche wirklich, wirklich, wirklich wieder Bewegung. Ich muss den Stress der letzten Wochen abbauen, sonst komme ich nie wieder in vernünftigen Tiefschlaf!

Außerdem möchte ich nun doch wieder ein bisschen abnehmen. Ist im Normalgewichtsbereich eine unglaubliche Schur. Nervt. Ist unangenehm. Dauert ewig, weil ein 1000er Defizit bei mir nur noch 550 Kalorien pro Tag bedeuten würde, was sich mit meinem Sportbedarf nicht verträgt, so dass ich nur ein 500er Defizit anstrebe. Verlängert die Abnahme der geplanten zwei Kilo auf vier Wochen. Eher sechs, wenn ich Wochenenden mit einrechne. Oder bis Ende des Jahres, wenn mir Weihnachten reingrätscht (wobei ich schon ein paar der Guzel-Rezepte von der Abnehmblogger-Website ausprobieren möchte, wenn ich sie hinbekomme. Die einfacheren).

Aber – und das ist ein wichtiges „aber“ – ich habe die Erfahrungen aus der Haltephase. So dass ich meine Mahlzeiten viel sinnvoller planen kann als bei der Hauptabnahme. Ich kann besser und ausgewogener Essen. Ich kann mit Cardio unterstützen. Es sollte also zumindest ein wenig angenehmer sein.

Ist aber schon lustig. Ich habe fast vierzig Kilo ohne mit der Wimper zu zucken runtergerockt. Aber bei zwei Kilo mache ich nun Pläne und rechne. „Intuitiv essen“, my ass.

Ansonsten freue ich mich auf ein Wochenende mit Warhammer-Basteln. Und sonst nicht viel. Weiter auf Netflix herumtoben. Dort fühlt man sich als Geek ein bisschen wie das Kind im Süßwarenladen. Soooo viele tolle Serien! Die alten habe ich zwar schon auf DVD, aber es ist natürlich viel bequemer, Firefly einfach so anzuschalten, als im Regal rumzukramen. Und Netflix merkt sich – im Gegensatz zu Amazon Prime – auch, dass man immer Originalsprache haben möchte. Das finde ich fein. Im Moment schaue ich „Shadowhunter“, eine wunderbar trashige Mystery-Serie voller schöner, gut angezogener Menschen, die den „ass“ in „massive overacting“ bringen! Aber zumindest wird dort auch deviante Sexualität normalisiert. Finde ich gut!

Also, Essenspläne machen, meine Space Wolves zusammenbauen, mit A. und E. ein bisschen RP machen. Feines Wochenende voraus!

Nahrungserweiterung

Uuuuund fertig. Nur noch fünf weitere Geschenke zeichnen und ich hab es geschafft!

Nach fast einem Jahr Haltephase fühle ich mich langsam vom ewigen Kalorienzählen angenervt. Andererseits aber auch zu unsicher, um es von heute auf morgen aufzugeben und nur noch über die Waage zu kontrollieren. Also habe ich angefangen, das Vorkochen zu lassen und stattdessen aus mir in Sachen Energie- und Makrodichte bekannten Lebensmitteln neue Kombinationen zu bauen. Und jeden Tag recht spontan zu entscheiden, was ich essen möchte.

Da ich immer für die ganze Woche einkaufe, komme ich kalorientechnisch wohl hin, wenn ich dieselben (oder sehr ähnliche) Dinge wie immer kaufe und nur ständig anders kombiniere. Im Ohne-Unsinn-Forum habe ich vor einiger Zeit den Zähl-Ausschleich-Ansatz „stärkearmes Gemüse nicht mehr abwiegen“ gelesen. Sollte doch eigentlich klappen, oder nicht? Ich meine, Zeug wie Gelberüben, Gurken, Zwiebeln, Pilze, Spinat, Tomaten, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Grüne Bohnen, Paprika, Zucchini, Lauch, Spitzkohl, Salat, Auberginen und sogar die „leichteren“ Kürbissorten kann man eigentlich fast kiloweise essen, bevor es kritisch wird. Schwieriger ist es bei Erbsen, Linsen, Bohnen, Kartoffeln und dergleichen. Da sollte man schon noch Vorsicht walten lassen.

Meine Proteinlieferanten (Handkäse, Quark, Sojaghurt, Eier, Tofu) kenne ich von den Werten her auch, bleiben als Risikofaktor eigentlich nur Obst und Getreideprodukte. Derzeit bin ich seltsamerweise in einer Apfelphase. Normalerweise esse ich die nicht gerne, aber im Moment kann ich davon locker zwei Kilo in der Woche weghauen. Obst ist kalorienmäßig natürlich weniger freundlich. Aber immer noch besser als die Alternative. Und Getreide … ich würde schon gern einmal wieder Nudeln essen. Oder Couscous. Oder Bulgur. Aber das Zeug haut mir eigentlich zu sehr rein, um das Erlebnis wert zu sein.

Am sichersten wäre vermutlich, endlich vom Volumenessen wegzukommen. Das ist mein großes Ziel. Klappt leider so gar nicht. Ich brauche abends unbedingt das „ganz voller Bauch“-Gefühl. Tagsüber ist Hunger gar kein Problem, weshalb ich das 17/7-Fasten beibehalten möchte. Aber Abendessen und Abendessensnachtisch in einer großen Menge sind für meine Zufriedenheit essentiell.

Entscheidend sind also Änderungen des Verhältnisses zum Essen. Erstens natürlich die Menge. Und zweitens brauche ich mehr Gelassenheit. Ja, CICO funktioniert. Nein, die Kalorienzahl eines Lebensmittels lässt sich nicht immer gleich bis auf die Nachkommastelle berechnen, weil hoffentlich nicht jedes Gemüse/Obst/Milchprodukt/wasauchimmer so genormt ist, dass es keinerlei Schwankungen unterliegt. Von daher ist das eh immer ein Schätzwert. Ganz davon ab, dass auch der TDEE immer nur eine Annäherung sein kann. Ich würde mal so ganz ohne Hintergrundwissen sagen, dass das zusammen bestimmt eine Unschärfe von fast einem Viertel ausmachen kann. Aber sich das vor Augen zu führen ist eine Sache, sklavisch bei MyFitnessPal Kalorienwerte zu balancieren, weil man ohne nicht mehr kann, eine ganz andere.

CICO hat mich abnehmen lassen. Kalorienzählen war die Hilfe, die ich gebraucht habe. Aber es wird Zeit, ohne Stützräder zu fahren.

Damit falle ich bestimmt ein paar Mal aufs Mett, aber ich muss es trotzdem lernen.

Ohne Sport ist es langweilig

Work in progress. Weihnachtsgeschenk eins von fünf.

Alles, was ich tun darf, ist ein bisschen Bodyweight im Büro. Das nervt. Ganz davon ab, dass ich im Moment ein dämliches, zyklusbedingtes Formtief habe, das mich stark behindert. Alles fällt schwer. Ob das nun nur „gefühlt“ oder doch „echt“ ist, kann ich nicht sagen und macht auch keinen Unterschied für’s Ergebnis.

Und noch schlimmer ist, dass ich mir immer noch nicht darüber im Klaren bin, wie ich meinen Sportalltag gestalten kann, sobald das Tattoo geheilt ist. Nicht wegen der Ink, natürlich. Wegen Butzel. Wenn sie wirklich Ataxie hat, ist eine feste Routine sehr wichtig. Bisher klappt das gut. Sie bekommt morgens zu fressen, sobald mein Wecker klingelt. Ich konditioniere sie auf dieses Geräusch. Das läuft immer besser. Bedeutet natürlich auch, dass der Wecker auch an Wochenenden gestellt werden muss. Macht mir aber nichts aus. Ich bin Lerche durch und durch.

Abends bekommt sie etwas, sobald ich zur Tür hereinkomme. Das ist um kurz nach Fünf der Fall. Auch das ist wunderbar vorhersehbar.

Aber … wie will ich diesen Winter dann meine Kraftsporteinheiten sortieren? Im Sommer das Laufen wird problemlos sein, da ich einfach zuerst Butzel füttern und dann loslaufen kann. Aber jetzt im Winter? Da möchte ich eigentlich direkt von der Arbeit ins Gym, weil alles andere ein ziemlicher Umweg wäre.

Was bedeuten würde, dass die Katze erst um halb sieben gefüttert werden würde. Anderthalb Stunden später als normal. Wäre das noch vertretbar? Wenn ich mir wirklich einen Ergometer zu Weihnachten kaufe, werde ich die Kraftsporteinheiten im Gym auf zweimal die Woche begrenzen (ich lebe mein gelegentliches Eremitendasein heftig aus – Bodyweight und Kurzhanteln ganz allein zu hause!). Dienstag und Samstag würden sich hier anbieten. Also einmal in der Woche nur ein zeitlicher Ausreißer, weil ich Samstags schon morgens trainieren gehe.

Ich muss mich mehr über Ataxie informieren.

Zu essen gibt es heute Rosenkohl (habe ich schon immer geliebt, auch als Kind! Ich war wohl seltsam). Angedünstet und dann als Ofengemüse mit Paprika und Handkäse. Und eventuell etwas Tofu, mal schauen. Vermutlich eher nicht, da ich als Nachtisch den Rest des Sojaghurts von gestern aufessen muss, bevor der Füße bekommt.

Sonstiges? Wie man oben sehen kann, arbeite ich an den Weihnachtsgeschenken. Der Erklärfaun bekommt einen NSC unserer Renaissance-Mage-Runde, an dem er sehr großen Spaß hat. Nefario, den (vermutlich) Euthanatos-Magier, dessen Spezialitäten Schicksal, Spielkarten, allgemeine Entropie und Romantik sind. Ich will grob eine Kirchenfenster-Ästhetik basteln, bin damit aber offensichtlicherweise noch nicht weit gekommen.

Immer wenn man denkt, nun wär’ mal gut …

Butzel Brombeerschorle. Teilzeit-Longcat. #catcontent #cat #tortoiseshellcat #torbie

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… kommt irgendetwas daher, das einen aus der Bahn wirft.

Die Katze und ich hatten so gute Fortschritte gemacht! Butzel Brombeerschorle liegt gern auf mir, ist stubenrein und bis auf ihre unsaubere Art zu fressen absolut angekommen. Es könnte so schön friedlich sein. Wir könnten uns so gut noch der 100%-Gewöhnungsmarke nähern.

Und dann kam gestern … das.

Ich saß am Computer, wartete darauf, dass J1 meine Anfrage im Discord beantworten würde. Butzel lag lang auf dem Teppich, hatte gefressen und war offenbar eingeschlafen. Plötzlich fing sie an, konvulsisch zu zittern, sprang dann auf, stellte alle Haare und fing an, völlig wahnsinnig und selbstzerstörerisch durch alle Räume zu rennen, alles anzuspringen, überall davorzuprallen. Schließlich, nach etwa ein, zwei Minuten (die mir viel länger vorkamen), blieb sie katatonisch in der Küche sitzen. Ich habe sie dann aufgehoben und mich eine Stunde mit ihr aufs Sofa gesetzt, bis sie sich wieder halbwegs beruhigt hatte. Nachts schlief sie zwar wie gewohnt in meinem Bett, aber ich hatte natürlich trotzdem kaum Schlaf, weil ich mich gesorgt habe, dass so ein Anfall sich wiederholen könnte.

Und jetzt auf der Arbeit zu sitzen und Butzel ist allein zu Hause, ist auch kein gutes Gefühl!

Allerdings hat sie schon gestern Abend auch wieder gefressen und getrunken. Was noch nicht wieder normal ist, ist dass sie im Moment nicht mehr gut springt und wieder auf glatten Böden ständig den Halt verliert.

Die Waldnymphe meinte, dass das entweder nach Epilepsie oder einer Art Demenz klingen würde. Beides keine schönen Aussichten. Die Waldnymphe ist zwar nun keine Veterinärin – aber manche Sachen sind von der Humanmedizin wohl doch übertragbar.

Natürlich wusste ich, dass ich eine behinderte Katze adoptiert habe. Und natürlich ist mir auch bewusst, dass das durchaus degenerativ sein kann, was sie da hat. Und dass ich sie deshalb vielleicht nicht so lange bei mir haben könnte, wie eine „normale“ Katze. Aber ich hatte gehofft (und tue es noch immer), dass eine geregelte Umgebung und Ruhe ihr helfen könnten, einigermaßen unbeeinflusst zu leben.

Ich überlege, im Weihnachtsurlaub mal zur Tierärztin zu gehen und Butzel durchchecken zu lassen. Aber das ist natürlich schon wieder heftiger Stress, den ich ihr nur im Notfall antun möchte.

Ach, doof! Andererseits: Wenigstens bin ich gut darin, sie mit ihrer Angst abzuholen. Sie zu beruhigen. Sie vertraut mir, was mich sehr ehrt.

Und sonst? Nicht viel. Mein Tattoo ist in der üblichen „bröckelt hässlich während der Heilung und die Panthenolsalbe macht mir Pickel“-Phase. Und ernährungsmäßig gibt’s heute eine große Schüssel Salat mit Schafskäse und Ei. Feldsalat mit Gurke, Tomate und Paprika um genau zu sein. Mit einem Dressing aus ein bisschen Sojaghurt, Zitronensaft und Salz und Pfeffer. Die einfachen Dinge im Leben.

Die Culinary Diversity-Wölfe vertiefen ihr Wissen: Mehr Butternut-Kürbis!

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Ich liebe Kürbissuppe. Sie füllt einen ganz mit warmer Zufriedenheit, ist extrem viskos und schmeckt wundervoll. Bisher habe ich sie nur aus Hokkaido gegessen. Aber der ist ja leider sehr, sehr kaloriendicht. Zumindest für ein Gemüse. Und wenn man dann noch zwecks Textur Kartoffeln hinzufügt, kommt man schnell in Bereiche, die auch ohne zusätzlich Käse oder Tofu Hauptmahlzeitencharakter haben!

Zum Glück habe ich so gute Erfahrungen mit Butternut gemacht. Keine doofe, feste Schale, wenig Kerne zu entfernen, feiner Geschmack und fast so leicht zu kaufen wie Hokkaido! Also habe ich mir einen exakt ein Kilo schweren Butternut gekauft (sehr kleines Teil) und mir daraus plus 200 Gramm angebratener Zwiebel und 300 Gramm Kartoffeln eine Suppe gebastelt. Ergibt also drei halbe Abendessen für zusammen 745 Kalorien. Ich habe keine Sahne dazu aber die Zwiebeln in Kokosöl angebraten. Gewürzt wurde mit Suppengrün, Ingwer, Muskat, Salz und Pfeffer. Eigentlich wollte ich noch Gelberüben dazuhauen, die sind mir aber innerhalb von 24 Stunden vergammelt. Nächstes Mal genauer hinsehen beim Kaufen.

Butternutkürbis-Suppe mit Kartoffeln und Zwiebeln. #pumpkin #vegan

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Jetzt kann ich also drei Tage lang Suppe und dazu eine ganze Packung Handkäse essen und komme damit auf knapp über 500 Kalorien und 60 Gramm Eiweiß allein im Abendessen. Sehr zufriedenstellend! Dazu dann noch 350 Kalorien für das Mittagessen und knapp 200 für Sojaghurt mit Obst und ich hole den Überfluss des letzten Wochenendes bequem wieder rein. Die Fett-Kohlenhydratorgie in der Fetten Wutz mit den Mashed Potatoes und den Homemade Chips (nicht Fries! Das waren tatsächlich unglaublich leckere Chips!) plus dem Fladenbrot-Hummus-Aioli-Fest von Voller Napf haben heftig ins Kontor geschlagen. Muss aber eben auch mal sein. Und kann man mit etwas Disziplin schließlich auch problemfrei wieder einfangen.

Auch wenn mein Zyklus-Anfang-Hoch diesmal fast viereinhalb Kilo beträgt. Autsch. Auch wenn das die üblichen vier Kilo Wasser sind, bleiben 500 Gramm, die ich wieder wegmachen sollte. Kriege ich hin. Obwohl ich erst übernächste Woche wieder Sport machen darf.

Ein bisschen bescheiße ich auch, weil ich trotz des Sportverbots ein paar Bodyweightübungen mache. Nur ein wenig und nicht so viel, dass ich wirklich ins Schwitzen komme. Also absolut vertretbar!