Der Smoothie des Grauens, das Fahrrad und soziale Interaktion

Fezzes_are_Cool

Hier das gestern erwähnte Bild zum Rollenspiel-Ereignis. Mein Werwolf auf der Satyrparty. Mit Fez. Weil.

Am Samstag habe ich auf dem Markt für´s Rollenspielen eine Schale Erdbeeren erstanden. Diese wurden nicht ganz aufgegessen, so dass ich zweihundert Gramm wieder mit nach Hause nahm. Da die meisten davon am Sonntag dann schon Druckstellen hatten, habe ich kurzerhand noch eine ältliche Banane dazugeworfen, ein wenig Magerjoghurt drübergekippt und das Ganze mit dem Pürierstab zu einem Smoothie vermanscht. Schmeckte ausgesprochen gut – nur blieb noch viel übrig. Also dachte ich mir am Montag Abend, dass das Zeug bestimmt noch gut ist – immerhin habe ich es im Kühlschrank in einem geschlossenen Behältnis aufbewahrt.

Nun ja, falsch gedacht. Es schmeckte noch richtig gut … aber ich bekam höllische Bauchschmerzen. Keine Übelkeit, keinen Durchfall – nur Bauchschmerzen. Und zwar stark genug, dass ich zweimal in der Nacht davon aufgewacht bin und offenbar so verkrümmt im Bett lag, dass ich heute einen steifen Hals habe.

Lektion gelernt, könnte man sagen.

Aber das war nicht das einzige Ereignis dieses Wochenbeginns! So kam nämlich auch der erste Obstkorb von „fruitful office“ in der Firm an. Und … nun ja … Ich vermute mal, dass das Ganze erst einmal als Test gedacht ist. Jedenfalls war der Korb reichlich übersichtlich. Und als Kollege M. und ich nach einer halben Stunde auch mal dazu kamen, das Wunderding in Augenschein zu nehmen, rollten noch eine Handvoll Weintrauben, zwei Pflaumen und eine Birne im Wind hin und her. Irgendwie mengenmäßig noch nicht ausgereift. Kollegin C. hat sehr richtig bemerkt, dass man mit großen Körben anfangen sollte, bis der Noveltyfactor sich überlebt hat, dann kann man für die Hardcore-Fruchtesser bei einem kleinen Körbchen bleiben, während der Rest wieder sein gewohntes Fresschen zu sich nimmt.

Und sonst? Ich habe das gute Wetter weiterhin ausgenutzt und bin wieder eifrig um die Stadt gefahren. Und habe versucht, eine Handytasche zu erwerben, die man an den Rucksackriemen hängen kann. Es ist nämlich ziemlich unpraktisch, jedes Mal, wenn man etwas fotografieren oder die Route überprüfen möchte, den ganzen Rucksack abzunehmen und nach dem Telefon zu durchpflügen.

Da ich den lokalen Einzelhandel unterstütze (und man dort auch getesteterweise fast immer bessere Preise bekommt als im Internet. Und Beratung dazu!), habe ich zuerst die beiden Taschengeschäfte am Ort abgeklappert. Aber beide hatten entweder noch nie von so etwas gehört oder nur so eine kleine Tasche, dass maximal ein Nullerjahre Klapphandy reinpassen würde. Da ich aber nunmal ein monströses Sony Xperia habe, hat mir das nicht wirklich weitergeholfen. Also doch über das Internet. Tja. Schade.

Meine Fahrradfahrerei hat mittlerweile auch die Neugier der Nachbarn erregt. Genauer: die der Mutter der Familie unter mir. Sie ist etwa in meinem Alter, auch nicht gerade die zierlichste Elfe und sehr nett. Und sie würde sooo gerne auch wieder Fahrrad fahren, traut sich aber allein nicht. Die Konversation hatte einen meterhohen gewunkenen Zaunpfahl intus. Das Ganze hat nur zwei Stolpersteine. Erstens bin ich immer noch hochgradig soziophob. Ich schaffe es, mich mit F. zum Fahrradfahren zu verabreden. Aber sie gehört auch zu den drei Menschen auf der Welt, die mich überhaupt anfassen dürfen. Mit jemandem, den ich kaum kenne, nun sportlich tätig zu werden, ist eine red flag der Sonderklasse. Und zweitens kommt die Frau Nachbarin (ich weiß nichtmal ihren Vornamen. Nach fünf Jahren in einem Dreiparteienhaus … okay, ich weiß wie ihre kleinen Kinder und ihr Mann heißen) aus dem Kosovo und spricht wirklich nur sehr gebrochen Deutsch. Mein Albanisch ist nicht existent, sie kann kein Englisch … die sich eröffnenden Problemfelder sind weit wie die Prairie. Aber ich habe nicht abgelehnt. Weil ich das mit dem Neinsagen eben auch nicht kann. Verdammte Angststörungen. Jetzt hänge ich fest. Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm … hoffe ich …

Erst einmal wird mein Fahrrad heute bei der Polizei registriert. Ich glaube zwar, dass das im Falle eines Diebstahls auch nur ein Placebo ist – aber vielleicht irre ich mich auch. Ich habe damit keinerlei Erfahrung, da mir noch nie ein Fahrrad geklaut worden ist.

Die Registrierung ist ein kleinerer logistischer Aufwand. Die Polizeistation hat dafür Zeiten angesetzt, die sich mit keinem Nine-to-Five-Job der Welt vereinbaren lassen. Also habe ich meinen Eltern – keine Bürozeiten und so – einen Schlüssel für das Rad und meinen Personalausweis gegeben, auf dass sie heute Vormittag damit zur Polizei traben mögen. Ich wette, dass ich genau heute den Perso brauchen würde. Das erste Mal seit Jahren. Wird schon gut gehen.

Jetzt noch mit dem Schneidplotter ein schönes, individuelles Design für den Rahmen und das Fahrrad ist mit seltener Knallfarbe, Registrierung und Privatdesign optimal wiedererkennbar!

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