Man wird nicht wirklich ein besserer Mensch, wenn man abnimmt

Sonnenaufgang_Goldcoast

Derzeit immer noch Reisefotos des gedungenen Mörders aus Tamriel. Weil mir das Spiel eben so immensen Spaß macht!

Nicht, dass ich das erwartet hätte! Aber gestern ist mir wieder aufgefallen, dass ich manchmal ganz schön oberflächlich sein kann. Als ich noch nicht im Abnehmen gesteckt habe, habe ich oft Kolleginnen betrachtet und gedacht „Boah, mal so schlank sein wie sie!“. Mittlerweile sehe ich die selben Kolleginnen, merke, dass ich gewichtsmäßig nicht mehr weit von ihnen entfernt bin und dass ich nun eher die „Hm. Da werde ich nicht aufhören, das ist mir zuviel“-Schiene fahre. Von Bewunderung und Neid zu Abwägen und ein wenig Überheblichkeit. Hach, ich bin ja so ein angenehmer Mensch …

Aber erstens sage ich ihnen das bestimmt nicht ins Gesicht und zweitens ist es mir im Grunde ja auch egal, wie schwer oder leicht andere Leute sind. In diesem Fall nutze ich sie einfach nur als Maßstab, weil es schwierig ist, im luftleeren Raum nur mit den Zahlen im Waagendisplay zu agieren.

Ich habe mein Ziel und ich werde es erreichen. Das bedeutet zwar, den netten Kollegen mit dem selbstgemachten Hummus wieder wegzuschicken (einen Löffel habe ich dann doch gegessen. Ohne Brot. War sehr, sehr gut! Er kann´s eben. Hat schließlich Koch gelernt) – aber das ist es wert. Mit der Aussicht auf eine in der Zukunft liegende Belohnung eine aktuelle Befriedigung ausschlagen. Früher habe ich dieses Motivational Poster „nothing tastes as good as skinny feels“ immer für dämliche Tussipropaganda gehalten aber mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich mehr Befriedigung daraus ziehe, mein tägliches Abnehmziel erreicht zu haben, als jetzt noch unbedingt einen Nachtisch essen zu wollen.

Was nicht heißt, dass ich mich nicht darauf freue, nach dem Abnehmen jeden Tag das doppelte Kalorienvolumen von heute zur Verfügung zu haben. So much room for activities! Statt 800 bis 1000 werde ich pro Tag dann 1900 Kalorien haben, mit denen ich tun kann, was ich möchte. Das wären immerhin zwei ganze vegetarische Pizzen. Oder drei Tafeln Schokolade. Oder mein ganzes derzeitiges Essen plus eine Pizza (ich rede hier immer von Pizza nur mit Spinat, Tomaten und ein wenig Käse. So mag ich sie am liebsten). Vermutlich bleibt das Bewusstsein, dass mir wenig Kohlenhydrate und dafür viel Eiweiß gut tun, erhalten. Und kontrollieren werde ich sowieso weiterhin – da werde ich wohl mein ganzes Leben nicht mehr von wegkommen.

Aber noch ist erst ein Drittel des Weges geschafft. Viel Zeit, bis ich mir übers Halten Gedanken machen muss.

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