Ruhige Gewässer

Finn_Val_Kuss1

Das halbe Kilo Wasser ist über Nacht gegangen. Jetzt kann ich dazu zurückkehren, wieder etliche Tage auf dem selben Gewicht zu verharren und dann einen Sprung nach unten zu machen. Das muss wohl so sein. Sinnlos, sich darüber aufzuregen.

Statt mir also Gedanken ums Abnehmen zu machen – das läuft derzeit wirklich sehr normal nebenher, ich empfinde es nicht mehr als Ausnahmesituation – kann ich mich auf Anderes konzentrieren. Die Arbeitsprojekte erfordert dabei gar nicht einmal so viel Konzentration, die sind eh noch in der Anlaufphase. Die Spielebranche arbeitet sehr messenorientiert. Spiele kommen zu den beiden großen Terminen und nur sehr selten dazwischen.

So lange die Redaktion also noch wurstelt und die Grafik nur beratend tätig sein muss, habe ich die Möglichkeit, kreative Energie mehr in meine privaten Dinge zu stecken.

Obiges Bild zum Beispiel ist eine Illustration zu einer Werewolf-Story. Da ich die Zeichnungen dazu mache, während ich erst nach und nach die Kapitel zu lesen bekomme, ist es ziemlich herausfordernd, die Charaktere nicht fortwährend zu verändern, nur weil man mehr von ihnen erfahren hat. Ich bin gespannt, wie das fertige Teil aussehen wird. Sobald alles durch ist, layoute ich das Ebook. Nicht, dass ich darin besonders viel Erfahrung hätte. Ich kämpfe noch mit grundlegenden Dingen – wie zum Beispiel, dass mir beim Export des epub-Dokuments gern mal Zeilen- zu Seitenumbrüchen werden. Und das Einbinden von Illustrationen im Lauftext habe ich auch noch nicht gemacht. Learning by doing!

Ich sammle immer noch Pokémon, bin aber davon genervt, wie schnell das Spiel mir den Akku leerzieht. Normalerweise muss mein Handy auch bei exzessivem Whatsapp-Gebrauch (die Hauptkommunikationsform der Waldnymphe und mir, gern auch mit vielen Fotos) nur alle zwei, drei Tage aufgeladen werden. Aber ein, zwei Stunden Pokémon Go gespielt und das Ding ist zur Hälfte leer. Trotzdem macht es weiterhin viel Spaß. Amüsant ist, dass offenbar nun schon besorgte Eltern vor den Gefahren gewarnt werden. Himmel hilf, der Nachwuchs geht auf die Straße, statt vorm Bildschirm zu hocken, was da alles passieren kann …! Wie immer glaube ich fest an den Satz „I’m not saying let’s go kill all the stupid people….I’m just saying let’s remove all the warning labels and let the problem sort itself out.“

Für den Rest der nerdigen Hobbies ist nicht viel Zeit. Derzeit fallen Serien flach, ich möchte einfach nicht nur konsumieren. Obwohl mich sowohl „Sleepy Hollow“ als auch „Unbreakable Kimmie Schmidt“ sehr erfreuen. Und wenn man dem ersten Geraschel im social-media-Dschungel glauben kann, wird auch bald mit der nächsten „Black Sails“-Staffel zu rechnen sein. Gar nicht zu reden davon, dass ich mich dazu zwingen wollte, mir „Marco Polo“ anzusehen, obwohl mich die erste Folge gelangweilt hat. Weil es gelobt wird. Und „The Musketeers“ stünde auch auf dem Plan. Und „The Bastard Executioner“ (das soll echt übel sein).

Dennoch habe ich derzeit zum nur-Zuschauen nicht die Geduld. Wenn schon vorm Computer dann auch tätig. Also Spielen.

In TESO habe ich gestern durch ausgiebige kriminelle Handlungen Rang zehn bei der Diebesgilde erreicht und kann nun die letzten beiden noch fehlenden Quests machen, um diesen DLC storymäßig abzuschließen. Hat ja auch nur ein halbes Jahr gedauert. Ich spiele langsam und sprunghaft.

Zu SWTOR kann ich mich nicht mehr durchringen. Ich hatte dazu auch eine Unterhaltung mit einem alten Bekannten (ehemaliger Gildenleiter und mein Mit-Tank im Gildenraid. Lang, lang ist´s her!), der aus exakt den selben Gründen dort nicht mehr einlogged. Sehr ärgerlich. Ich liebe das Star-Wars-Setting. Und das Spiel ist wirklich gut. Aber ein MMO muss nunmal zwingend stetig Neues bieten, sonst bleiben die Spieler weg. Denn niemand zahlt für etwas, das ihm nichts mehr für sein Geld bringt. Ich weiß nicht, warum Bioware das ganze Ding in ein „Choose your own adventure“-Buch verwandelt hat – bei dem man in jedem Kapitel maximal eine Entscheidung treffen darf und nur jedes vierte Kapitel überhaupt storyrelevant ist. Ist das wirklich die Richtung, in die Mehrheit der Spieler möchte? Ich denke nicht. Denn selbst der story- und charakterverliebte Teil des SWTOR-Fandoms, der sich immer herdenweise auf tumblr herumtrieb, ist mittlerweile zu anderen Gefilden aufgebrochen, weil es irgendwann zu langweilig wurde. Sehr, sehr schade. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf – aber im Moment ist es eben fast überall unterhaltsamer als in SWTOR.

Sommer ist eben keine klassische Nerd-Jahreszeit. Pokémon Go hat das ein wenig geändert, aber generell ist man eher mit sozialen und im Freien stattfindenden Tätigkeiten befasst.

Auch nicht schlimm. Gerade im Hinblick auf´s Abnehmen.

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