Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

fünfundzwanzigste Woche und 69,7 Kilo.

Endlich! Endlich die Sieben vorne los sein! Zwar noch nicht stabil – aber es ist trotzdem ein schöner Meilenstein. Und das trotz dass ich gestern mein Kürbisgemüse versalzen und ich vom Joggen Muskelkater habe (was ja beides immer Wasser im Körper bindet). Es hat so unendlich lange gedauert … aber vielleicht geht es nun weiter.

Brauchen könnte ich die Aufmunterung in dieser Woche des Schreckens, die da auf mich zurast, auf jeden Fall. Bis Freitag Abend wird es immer schlimmer werden. Erst Samstag kann ich mich entspannen. Und auch da nur vielleicht.

Denn nicht nur hat sich die Unorganisiertenbrigade auf der Arbeit wieder einmal dergestalt gegen mich verschworen, dass sie nicht in der Lage waren, über Wochen hinweg einen einfachen Zeitplan zu erstellen … nein, wie immer fällt ihnen der Umstand, dass andere Leute (und damit bin nicht ich gemeint, sondern externe Dienstleister wie Druckereien) Termine haben, gleichzeitig und überraschend ein. Was dann nicht etwa bedeutet, dass sie nun anfangen würden, sich abzusprechen! Nein, sie verfallen einfach nur in Panik, rotzen mir alles auf den Schreibtisch und schreien glücklich „Ich bin fertig! Dein Problem!“

Ja. Und dann ist das alles mein Problem. Großes Damentennis. Ich darf also in dieser Woche nicht nur die kompletten Stanztableaus für zwei Spiele erstellen, sondern auch noch mehrere Schachteln samt Illustrationen, Bockeinsätze (das sind die gefalteten Pappeinleger in Schachteln) und Kartensätze. Und als sei das nicht genug, dräut auch ein Newsletter in zwei Sprachen.

Wird eine tolle Woche. Ganz ehrlich.

Und das Beste dabei? All´ das ist bei weitem nicht das, vor dem ich mich am meisten fürchte! Nein, das wirkliche Grauen kommt am Donnerstag. Wenn die Telekom mir den Anschluss auf Voice over IP umstellen will. Die ganzen Unwägbarkeiten machen mich kirre und lassen mich kaum noch schlafen. Für geistig gesunde Menschen kaum nachvollziehbar – aber wer schon mit Angststörungen und ihren irrationalen Auslösern zu tun hatte, weiß: Das ist die Apokalypse. Es kann so viel passieren! Was, wenn sie es nicht hinbekommen? Was, wenn mein Router dabei kaputt geht? Immerhin ist er nicht mehr der Jüngste. Und am wahrscheinlichsten: Was, wenn alles doch nicht so einfach ist, wie die Hotlinefritzen behaupten, ich zu blöd bin, das Kabel anzuschließen, ich die Anschlusskennung und das Passwort nicht mehr (bzw. das falsche aufgehoben) und dann tage- oder gar wochenlang kein Internet mehr habe? Ich habe mich generalstabsmäßig auf das Ereignis vorbereitet. Habe ein Extrakabel gekauft (habe nun also zwei). Habe jeden informiert, der sich wundern könnte, falls ich einfach so aus der Onlinewelt verschwinden sollte (ohne Internet nehme ich praktisch nicht mehr am Leben teil. Klingt doof, ist aber so). Habe immer noch kein Telefon. Aber das brauche ich eigentlich auch nicht, da ich sowieso fast nur noch das Handy nutze. Mehr kann ich nicht mehr tun.

Ich habe Angst. Mörderische Angst.

Und ich weiß, dass mich fast niemand verstehen kann. Ich weiß, dass meine Panik, meine Schlaflosigkeit wegen etwas so Banalem wie einer Leitungsumstellung für „normale“ Menschen nicht nachvollziehbar ist. Weshalb ich auch kaum jemandem davon erzählt habe.

Hoffentlich geht alles gut und ich kann am Samstag erleichtert über alles lachen.

Hoffentlich.

Hoffentlich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s