Fuck yeah, Meilenstein!

Zach_John_2_b

… und das völlig aus dem Blauen heraus!

Ich war gestern in Mannheim, um mir ein VoIP-fähiges Telefon zu kaufen. Das hat überraschend gut geklappt, wenn es auch einfacher erscheint, Gold am Klondyke zu finden als einen beratungswilligen Mitarbeiter beim Saturn zu ergattern, was letztendlich dazu führte, dass ich den Hipster to out-hipster all hipsters direkt von der Telekom bekam (gegelter Bart, motivrasierter Undercut!) und ein lachsfarbenes Telefon erwarb.

Lachsfarben wäre jetzt nicht meine erste Wahl – aber es gab nichts anderes mehr. Güterknappheit im Kapitalismus und so.

Das Anschließen des Telefons war dann überraschend einfach – aber darum soll es hier nicht gehen. Auch nicht darum, dass ich Macarons und Eclairs kaufte, wir sie auf dem Balkon im spätsommersonnigen Heidelberg verzehrten und stundenlang durch die wunderschöne, großbürgerliche Kulisse spazieren gingen (den Heidelberger Herbst weiträumig umgehend, Großveranstaltungen sind nicht meins). Einen romantischen Abend in einem Café und dann auf der Couch verbrachten und ich mit dem Erklärfaun zwei Stunden über Historiographie in Europa, Beispiel erster Weltkrieg, diskutierte – was mir etliche neue Erkenntnisse brachte, da ich in diesem Thema nicht sehr firm bin. (Wie gesagt – großartiger Tag/Abend!)

Nein, mein Erfolgserlebnis ergab sich aus einer Notwendigkeit und dem spontanen Entschluss, dieser nachzugeben.

Wieder einmal habe ich nur anderthalb passende Hosen, der Rest ist zu groß. Und das ist wirklich sehr wenig.

Weil es mir mitten in der Abnahme aber unsinnig vorkommt, viel Geld für Kleidung auszugeben, wanderte ich zu Charme&Anmut am Paradeplatz, um nach Jeans zu suchen („Wenn ich halt schon in der Stadt bin ..“).

Als mein Blick in der zweiten Etage auf eine wirklich schöne, kurze Herbst/milder Winterjacke fiel. Spaltleder, tailliert, schwarz, viele Reißverschlüsse. Und nur noch in großen Größen (52, 48, 46 …) vorhanden. Und in 40.

Ich war unschlüssig. Vierzig? Das wäre bestimmt zu eng. Aber in einem Anfall unerklärlichen Frohsinns und Übermuts nahm ich nicht nur diese Jacke, sondern auch eine schwarze Hose in 40 mit in die Umkleidekabine.

Und – lo and behold! – beide passten! Ich habe Kleidergröße 40!

Für normalgewichtige Menschen mag das ein „Ja, bist halt ein bisschen moppelig, was ist daran toll?“ sein. Aber für mich ist das ein großer Erfolg und Glücksmoment.

Und weil ich mit der Abnahme noch lange (es geht ja nun doch langsamer) nicht am Ziel bin, werde ich im Frühling vielleicht Größe 38 tragen! Und nächsten Sommer 36?

Schwer vorstellbar. Aber vor einem halben Jahr wäre mir 40 genau so utopisch erschienen.

Meilenstein, in der Tat.

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