Wieder ein Besuch im Krabbenkorb und dicke Beine

pony

Der Beginn des Weihnachtsgeschenkes für die Waldnymphe. Was ein Glück, dass sie mein Blog nicht kennt. *Gnihihi*

65,9 Kilo. Immer noch ein Kilo über Normal. Das wird bis Halloween tatsächlich nichts. Was insofern unglücklich ist, dass ich bis dahin gern noch etwas abgenommen hätte, weil mir die „one size fits all“-bunte Ringelstrumpfhose zu eng ist. Finde ich ein wenig seltsam, da ich nun echt im absoluten Durchschnitt der europäischen Frauen zu Hause bin (zumindest gewichtsmäßig). Und da sollte das Ding doch wirklich über die Krautstampfer gehen! Aber nein, an den Oberschenkeln will das nicht so recht. Ich komme zwar rein und kriege sie auch hoch, jedoch sitzt der Zwickel nicht auf Pass sondern kommt nicht ganz nach oben, weil die Oberschenkel ganz oben einen zu großen Umfang haben. Zu dicke Beine eben.

Aber da ich seit meinem fünften Lebensjahr keine Strumpfhosen mehr getragen habe (ja, auch keine Nylons), kann das auch normal sein. Was weiß ich! Oder das Ding dehnt sich noch. Echt – keine Ahnung! Anziehen muss ich es am Montag wohl oder übel. Denn ein buntes Einhornkostüm ohne bunte Strümpfe darunter wäre völlig lahm.

(Anekdotische Evidenz incoming!) Gestern habe ich wieder ein Kompliment von einer Kollegin zu meiner Abnahme bekommen. Es ist sehr auffällig, dass schlanke Leute einem dazu gratulieren, dass man dünner wird, während dicke Leute eher dazu neigen entweder gar nichts zu sagen (was völlig in Ordnung ist – ich bekomme sowieso lieber Komplimente für Leistung die nicht darauf beruht, einfach etwas nicht zu tun) oder sogar feindselig zu werden. Natürlich nicht offen! Aber immer wieder so halb versteckte Spitzen, boshaftes Steine in den Weg legen wo vorher gute Zusammenarbeit war, das Verweigern von (beruflicher! Nicht mal privater) Kommunikation … es ist schon ermüdend.

Echt jetzt – ich mache das nicht, damit sie sich schlechter fühlen, sondern damit ich mich besser fühle! Von mir aus kann sich jeder einen bunten Mandrillarsch malen, sich klodeckelgroße Tunnels in die Ohren schrauben oder dreihundert Kilo wiegen. Ist nicht mein Bier, werde ich nicht verurteilen. Wer sich so wohlfühlt, sollte genau das tun/genau so aussehen. Aber diese Krabbenkorbmentalität, die vergrätzt darauf reagiert, wenn jemand eine gesellschaftlich positiv konnotierte Veränderung an sich vornimmt, geht mir auf die Eierstöcke! Nein, ich nehme nicht ab um euch vorzuführen, dass ihr fat lazy bastards seid, denn das seid ihr nicht. Aber ich kann euch nicht helfen, wenn ihr euch so fühlen wollt.

Blitzableiter für Selbsthass zu sein ist wirklich nichts, was ich als langfristige Karriere anstreben möchte.

Ich vermute (hoffe!), dass sich das aber nach und nach wieder normalisieren wird. Sobald ich mein Zielgewicht erreicht haben werde (immer noch neun Kilo to go …) und das dann eine Weile als optische Normalität präsentiere, wird vielleicht die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

Ansonsten verbringe ich derzeit immer wieder ein wenig Zeit im Ohne-Unsinn-Forum und im fatlogic-Subreddit. Ich brauche Bestätigung, weil es gerade gar so schleppend vorangeht.

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12 Kommentare

  1. Ohhhh das Einhorn!!! DAS EINHOOORN!!!. Ähm, du, hörma, du bist doch so ein Grafiktier: Würdest du mir vielleicht einen coolen Blogheader basteln? So mit nem Comiczaunkönig mit seinem Nest in dem ganz viel low carb-Futter raushängt oder so? Ich hab ja null Peilung wie aufwendig sowas ist, aber ich mache natürlich nen Beitrag mit Link als Gegenleistung vorschlagen und könnte ein pornöse LOW CARB- Dinner bei mir zu Hause anbieten. Watt sagste so?

    Die Wren

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    1. Von Webdesign hab ich ja prinzipiell keine Ahnung. 😀 Hatte ich im Studium mal, mache ich manchmal noch Banner aber ansonsten. Öhm.
      Aber versuchen kann ich´s auf jeden Fall. Gib mal Pixelmaße, was Du gern drauf hättest und welches Farbschema gewünscht ist. Soll Text als Bild drauf? Magst Du so einen Comicstyle wie oben das Pony?

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      1. Ui toll! also Wenn du The- Big-Fat-Life noch mit einbauen könntest, so dass ich es quasi als Hintergrund verwenden kann, anstelle des jetzigen Titels und Beschreibung wäre das toll:). Ich habe zu denPixeln heraugefunden, dass das Bild auf 752 Pixel automatisch verkleinert wird, ansonsten habe ich da keine Ahnung von:). Du siehst ja den Schriftzug über meinem Blog, den in cool mit Zaunkönig und Nest mit Essen wäre toll, oder wenn dir was anderes einfällt, noch cooler:). Bunt darf es gerne sein, sollte halt zum blauen Hintergrund der grünen Wiese passen^^ Ich würde als Gegenleistung nen 3-Gang- Essen anstreben:) sag nur, was du garnicht magst, den Rest + Termin kriegen wir dann hin^^.

        Danke!
        Wren

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  2. Das Einhorn-Bild ist toll!
    Meine Erfahrungen mit dem Krabbenkorb: ich habe durchaus Bekannte, die auch mit zu viel Gewicht zu tun haben, die meine Abnahme(n) bisher positiv kommentieren – aber dann sind das Menschen, die sich im Großen und Ganzen mit sich selbst wohl fühlen, auch wenn sie vielleicht mit ihrem Gewicht nicht zufrieden sind.
    Der krasseste Krabbenkorb sind meine Geschwister: eine meiner älteren Schwestern, die ich immer als sehr viel normalgewichtiger als mich wahrgenommen habe, obwohl sie nach eigener Aussage mit einigen Polstern kämpft, kriegt die Zähne nicht auseinander, um mal was Positives zu sagen, aber das bezieht sich nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf andere Bereiche… naja. Und mein älterer Bruder, der größere Gewichtsprobleme hat als ich, jammert nur, wie schwer das mit dem Abnehmen ist, aber kommentierte in der Vergangenheit entsprechene Erfolge bei mir auch nicht, aber wir sehen uns auch nicht sehr häufig.

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        1. Ich hatte gerade noch eine andere Krabbenkorb-Erfahrung, über die ich hier ganz kurz ranten muss (und hoffentlich darf), bevor ich sie in den nächsten Tagen vielleicht zu einem längeren Blogpost verarbeite: die Krabben, die wollen, dass man sie warnt, damit sie sich die Augen zuhalten können und nicht sehen müssen, wie man aus dem Korb klettert…
          Jedenfalls hatte ich meine Blogposts auch getwittert und bekam den Hinweis, sowas doch bitte in Zukunft mit dem tag #diettalk zu versehen, damit man es vermeiden könne, diese Posts zu lesen und so versehentlich – traumatisierenderweise – etwas von meinen Diät- und Abnehmerfahrungen zu lesen. Ich bot an, die Posts auf andere Weise inhaltlich genauer zu kennzeichnen, weil mir aus verschiedenen Gründen (finde Scheuklappen ein nicht so gutes Konzept) eine Content note (cn), die ja dann eigentlich wie eine Triggerwarnung (ich bin für triggerwarnungen, wenn es um PTBS geht, aber ich tue mich schwer, Gewicht und Diät unter Auslöser davon zu zählen) funktioniert, gegen den Strich ging – wurde alles nichts akzeptiert. naja. Wie gesagt: Krabben, die gewarnt werden wollen, damit sie sich die Augen zuhalten können.

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          1. Oh Mann … Ich weiß schon, warum ich Twitter weiträumig umfahre! Leute, die von Blogposts über das Abnehmen „getriggert“ werden, sollten sich ernsthaft den Kopf untersuchen lassen.
            Ich habe jeden Tag mit meiner Angststörung zu kämpfen. Ich weiß, was ein echter „Trigger“ (das Wort würde ich nicht wirklich benutzen) sein kann. Und nein, wenn ich über etwas, das mir im RL eine Panikattacke auslöst, im Internet lese, fällt mir nicht der Kopf ab. Triggerwarnungen sind also nichts als glorifiziertes Kopf in den Sand stecken wohlstandsverwahrloster Narzissten (und das sage ich als Narzisstin).
            Ich freue mich auf Deinen Blogpost dazu – der wird bestimmt sehr lesenswert! 🙂

            Gefällt 1 Person

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