Das Fühl, wenn …

Druck

man das ausgesuchte Gym richtig gut findet, sich über die Beratung durch einen netten, empathischen Trainer sehr freut, absolut motiviert ist … und dann „der Hungermodus“ auftaucht. Ja, das ist gestern tatsächlich passiert. Ich bekam erzählt, dass der Körper, wenn man abnimmt, in einen Sparmodus geht.

Naja, was will man machen. Ich habe einfach gelächelt und gesagt, dass der Hungermodus in Studien oft widerlegt wurde und ich mir aber alles andere mit großem Interesse anhören werde. Das kam vielleicht irgendwie arrogant und doof rüber … aber ich habe so genug davon! Überall um mich herum haben Leute ganz ohne Hungermodus abgenommen und tun es immer noch. Warum sollte ich daran glauben? Und was brächte es mir?

Egal. Davon darf ich mir die Stimmung nicht verhageln lassen. Denn sonst war das Gespräch sehr gut und ich freue mich auf die erste betreute Trainerstunde.

Das Gym an sich gefällt mir wirklich. Es ist absolut no-nonsense, keine „Wohlfühl-Oase“ sondern sieht von außen – mit einem Zugang über eine ranzige Metalltreppe – eher aus, als würden einem dort die Nieren geklaut und an irgendwelche Oligarchen verkauft (ich übertreibe). Genau so etwas habe ich gesucht. Außerdem bestanden die Trainierenden beide Male, als ich dort war, zu drei Viertel aus energischen älteren Herren. Das ist ein gutes Zeichen.

Zwar gibt es auch massenhaft Herumhüpf-Stunden – aber das ist ja nun wirklich nicht meins. Zu viele Menschen. Zu viel Fröhlichkeit. Damit komme ich nicht gut klar.

Aber ansonsten … ja, ich glaube, ich habe mich für das richtige Gym entschieden und bin sehr gespannt. Und dass man mit dem Fahrrad in fünf Minuten dort ist hilft auch. Gestern war der Weg stark verschneeregnet – aber dank der Kürze wurde mir nicht einmal richtig kalt. Also: alles prima.

Ganz billig ist der Spaß nicht. Etwas über fünfzig Euro im Monat. Aber ich werte das mal als mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Und falls ich es gut durchhalte und Erfolge erwirtschafte, ist ein fitter Körper mit jeder Menge Muskeln ja unbedingt etwas, das man als Geschenk bezeichnen könnte. Ganz davon ab, dass mehr Muskeln bedeuten, dass ich mehr Spielraum für Nahrungsexperimente haben werde.

Weniger prima: Das Wasser ist immer noch da. Von Montag auf Dienstag gingen 600 Gramm davon … aber damit bleiben immer noch anderthalb Kilo davon in mir. Das nervt! Ich bleibe dran. Immer noch einfach schwimmen. Oder lächeln und winken.

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2 Kommentare

  1. Oh ja, das Erlebnis hatte ich auch mal – und dass ich auf keinen Fall unter meinem Grundumsatz essen sollte, zu wenig essen verhindere das Abnehmen!!11!!! Vorgestellt hatte sich der Trainer (der Anfang 20 war und die sportliche Beratung auch gut gemacht hat) auch als Ernährungsexperte… m)

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    1. Da hatte ich etwas mehr Glück. Er hat gar nicht erst behauptet, mir reinreden zu wollen oder ein Experte zu sein, sondern ist, nach meinem „Ausbruch“ sofort wieder zum Muskelaufbau geschwenkt.
      Er hat auch nicht gefragt, wie viel ich momentan esse. 😀 Vielleicht kommt das morgen …

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