Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

fünfunddreißigste Woche und 65,4 Kilo.

Also fast wieder in der Spur. Ich hatte gehofft, bis nächsten Sonntag unter die magische Grenze zum Normalgewicht zu kommen – aber nach dem Durcheinander der letzten Wochen bin ich erleichtert, überhaupt schon wieder so „normal“ geworden zu sein.

Eigentlich ziemlich erstaunlich, dass ich heute morgen noch das selbe Gewicht habe wie gestern. Denn die übliche Reaktion meines Körpers auf jede noch so kleine Abweichung von der bekannten Routine besteht darin, sofort mindestens ein Kilo Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Zu wenig gegessen? – Wasser rein! Zu salzig? – Need moar Wasser! Zu wenig bewegt? – Na klar, Wasser! Zu viel bewegt? – Da muss Wasser her. Zu früh gegessen? – Geht gar nicht, Wasser! Zu spät gegessen? – Hmmm … Wasser!

Und gestern war sogar ein sehr extremer Fall von „zu spät gegessen“. Denn …

Eigentlich sollte es ein ganz gemütlicher, normaler Sonntagnachmittag werden. Ich habe die Waldnymphe besucht und wir wollten, weil es gestern sonnig und siebzehn Grad war (wir sahen am Neckar sogar Beachvolleyballspieler. Im November!), ein wenig herbstlich spazieren gehen. Als die Waldnymphe energisch aus der Tür schoss und sie zuknallte dachte ich kurz „Hat sie den Schlüssel mitgenommen?“, verwarf diese Sorge aber sofort wieder, weil ich ihre große Handtasche an ihrem Arm baumeln sah.

Wir genossen buntes Laub, großbürgerliche Villen und den hübsch überwachsenen Friedhof und kehrten nach einer Stunde wieder nach Hause zurück … um festzustellen, dass sie tatsächlich ihren Schlüssel vergessen hatte. Ihr Handy übrigens auch. Meine komplette Tasche mit Handy und Geldbeutel residierte in ihrem Flur. Ihre Eltern waren vor ein paar Tagen in Urlaub gefahren und der Erklärfaun war an unbekanntem Ort mit Freunden zocken.

Einzige Assets also: Mein Autoschlüssel und ihr Geldbeutel. Ein wenig hin- und herüberlegt, dann fuhren wir zu ihrem Gym, um von dort den Erklärfaun anzurufen und ihn nach „nein, wir haben keine Möglichkeit über Google Maps herauszufinden, wo du bist“ dazu zu bewegen, den Ersatzschlüssel vorbeizubringen. Damit war dieses Schmalspurabenteuer zwar überstanden, wir aber so euphorisiert, dass wir uns völlig verquatschten und ich erst um halb acht merkte, dass ich eigentlich vor zwei Stunden hatte zu Hause sein wollen, um mein Essensfenster einzuhalten.

Und so kam es, dass ich erst kurz vor neun statt kurz vor sechs mit meinem Abendessen fertig war. Eigentlich erwartend, dass mein Körper dies zum Anlass nehmen würde, sofort wieder schmollend Wasser zu bunkern.

Aber er war erstaunlich gelassen. Kann daran liegen, dass er gegen Ende des Zyklus immer viel verzeihender ist. Tja, Hormone!

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2 Kommentare

    1. Da bin ich ganz bei Dir – besser eine andere Methode als konzentriertes Kaffeezeug. 😀 (Ich trinke eh keinen Kaffee)
      Aber die einzig erfolgversprechende Methode war bisher „Viel trinken und ruhig bleiben“ …. Das ist nicht gar so spektakulär!

      Gefällt mir

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