Ein ganzer Tag als Face-Five

Gestern morgen noch freute ich mich immens auf den ganzen Tag, besonders auf das Trainieren am Abend. Ich war aufgedreht und gut gelaunt.

Tja. Und dann wurde es nach und nach schlechter. Zunächst nur ein wenig Herumgenerve im Beruflichen. Passiert ja gelegentlich. So etwas gibt es überall und man muss es sich nicht zu sehr zu Herzen nehmen.

Dann die Einladung, dass eine Person der Abteilung nächstes Jahr mit nach Cannes könnte. Und ich werde es nicht sein, weil ich allein und ohne Medikamente keinen Flug packen würde. Noch deutlich zu viel Panikstörung. Verdammt.

Aber auch das war noch zu verkraften. Und dass man den ganzen Tag in einem Trakt des Gebäudes eingesperrt war, weil Handwerker das Foyer renovierten. Doof aber machbar.

Dann die Fahrt nach Hause. Immer noch große Vorfreude auf das „betreute Trainieren“. Der Termin war für achtzehn Uhr angesetzt. Also eine Stunde Puffer.

Tja. Erster Stau schon auf der Bundesstraße. Kein Anlass erkennbar aber eine Viertelstunde Schlangestehen. Ich wurde ein wenig ungehalten. Dann der zweite Stau. Auch noch ganz okay … bis die Schilderbrücke „Sperrung hinter Gernsheim“ ankündigte. Was bedeutete, dass sich die zwei von Darmstadt bis Heidelberg parallel verlaufenden Autobahnen nun auf eine zusammenquetschen mussten. Achtzehn Kilometer Stau auf der Fünf. Ich knirschte mit den Zähnen, warf mich auf die 67 und ging das Risiko ein, ab Pfungstadt über die Dörfer zu fahren.

Der Erklärfaun, dessen Arbeitsweg zu 70% mit meinem identisch ist, versorgte mich mit launigen Whatsapps von der Alternative (er hatte die A5 gewählt). Vor Pfungstadt stand ich noch einmal zwanzig Minuten. Ich rief im Gym an und verschob den Termin eine halbe Stunde nach hinten. Dann kroch ich bis Bürstadt über die Feldwege. Was ein Glück, dass ich zehn Jahre in der Gegend gewohnt habe und mich auskenne.

Um Punkt halb Sieben, keine Minute zu früh, rauschte ich auf den Parkplatz. Nach zweieinhalb Stunden Heimweg. Dem Erklärfaun war es nicht besser ergangen.

Das Training war dann der Höhepunkt dieses Tages. Ich hatte Spaß, wurde noch ausgiebig haltungskorrigiert, die Gewichte wurden angepasst (weniger bei den Beinen, mehr bei den Armen) und nach einer Stunde war ich wieder gut gelaunt und zufrieden. Sollte der Tag etwa auf dieser versöhnlichen Note enden?

Tja, da hatte ich natürlich noch nicht mit unserem kreativen Hermesfahrer gerechnet. Der meinen MP3-Player, den ich mir extra fürs Training zugelegt habe, irgendwo in der Nachbarschaft verteilt hat. Bei Nachbarn, die abends fast nie da sind. Wie ich nun an das Gerät komme soll, steht in den Sternen. Zum Glück nichts Teures … denn wahrscheinlich ist es am erfolgversprechendsten, mir einfach einen neuen MP3-Player zu bestellen und ihn mir diesmal in die Firma liefern zu lassen. Die dreißig Euro für den anderen als Lehrgeld verbuchen. Oder ich schreibe den geheimnisvollen Nachbarn (das Tierchen mit den borstigen Augenbrauen? Dabei hatte ich doch gestern erst eine Mumins-Referenz im Blog!) einen Zettel, ob sie so nett sein und das Paket bei uns im Haus abgeben könnten. Ja, das klingt nach einer Idee. Immerhin wäre es einen Versuch wert, bevor ich das Ding abschreibe.

Ach, hoffentlich wird dieser Tag besser!

Oh, und bevor ich es vergesse: Gewicht immer noch bei 65,4. Bleibt vermutlich wieder eine Weile so, da man durch Sport angeblich ja Wasser in die Muskeln lagert wegen der Mikroverletzungen in den Fasern.

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3 Kommentare

    1. Das hoffe ich auch! Ich habe schon einen „rettet den MP3-Player“-Zettel geschrieben und zwei Nimm2-Brausedinger als Friedensangebot darunter geklebt. Das werfe ich den Augenbrauentierche heute Abend in den Briefkasten. Sind ja bestimmt Nette! 🙂

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