Alternativloses mit Nudeln

Immer noch alles Wasser an mir. Ich fühle mich wie der Marshmallowman und irgendwie klumpig und aufgedunsen. Bäh. Ganz großes Kino. Mal sehen, was passiert, wenn ich heute Abend trainieren gehe. Ob sich dann noch mehr Wasser einfindet? Davon darf ich mich aber nicht irritieren lassen. Sport hat in diesem Fall einfach Vorrang.

Ansonsten ist alles auf Spur. Nur noch etwas weniger als zwei Wochen bis zu meinem Urlaub. Ich freue mich sehr darauf, wenn ich auch besorgt bin, ob und wie ich meine Essensgewohnheiten ohne die feste Struktur einer Arbeitswoche aufrechterhalten kann. Vermutlich werde ich tagsüber hauptsächlich von Quark mit Flavourpulver und Früchten (das Chocolate Cookie-Pulver ist in Quark einfach großartig!) und Handkäse leben.

Wenigstens entgehe ich mit meinem Urlaub der Firmenweihnachtsfeier. Nicht wegen der Kalorien – es ist vielmehr die „vegetarische Alternative“, die mich erschreckt. Wenn für so ein Event eine Karte zum Aussuchen des Menüs herumgeschickt wird und diese Karte kein einziges fleischfreies Gericht (außer den Nachtisch, hurra) enthält … man stattdessen per Fußnote dazu aufgefordert wird sich zu melden, wenn man die „vegetarische Alternative“ haben möchte … kann man seinen Hintern darauf verwetten, dass die Küche dieses Restaurants nicht auf Fleischloses ausgelegt ist … und man deshalb wahlweise Tiefkühlgemüse mit Bechamel- oder Nudeln mit Tomatensoße bekommen wird. Immer. War bisher jedes Mal so. Und den Speck aus dem Vorspeisensalat sortieren darf. Oder Fisch. Fisch ist nämlich kein Fleisch.

Ich finde es traurig, dass im Jahr 2016 Vegetarisches immer noch so exotisch ist, dass man bei Weihnachtsfeiern nicht standardmäßig etwas ohne Leichenteile (das war ein Witz! Ich bin kein Gewissensvegetarier. Zumindest nicht in diesem Sinne. Mir geht es um den Energieverbrauch zur Fleischerzeugung und um die Haltungsbedingungen der Tiere) anbieten kann, weil die Mehrheit der Leute wohl Schnappatmung bekommt, wenn sie nicht jeden Tag ihr Schnitzel auf dem Teller hat. Oder nicht die Phantasie, etwas Schmackhaftes ohne Fleisch herzustellen. Das geht jetzt nicht gegen meinen Arbeitgeber. Der ist bei zwei Vegetariern in der ganzen Belegschaft nun wirklich nicht in der Pflicht!

Ich moralisiere an niemandem herum. Jeder darf und soll essen, was ihm bekommt und schmeckt. Aber eine von zwei Vorspeisen und eins von drei Hauptgerichten ohne Fleisch – wäre das wirklich so eine Einschränkung der Wahlfreiheit? Oder liegt das an der Ausbildung der Köche? Lernt man einfach zu wenig vegetarische Gerichte zu kochen? Wenn ich mich im Internet auf den einschlägigen Blogs umsehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Amateure die Profis derartig zu Null schlagen.

Naja, ich ändere es nicht. Ich freue mich einfach auf das Essengehen mit meinen Liebsten, bei dem ich immer etwas Feines auf der Karte finden kann. Selbst in fleischlastigen französischen Restaurants.

Ansonsten ist alles gut. Ich bin mit den letzten Weihnachtsgeschenken fast durch und komme zunehmend in Adventsstimmung. Auch wenn ich finde, dass dieses Jahr viel zu wenig lichtergeschmückte Häuser am Start sind. Kommt vielleicht noch!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s