Nötiges und Unnötiges

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Kaum der Erwähnung wert: Das Wasser ist immer noch da, bis zum letzten Gramm. Ermüdend.

Das Training gestern hat darunter aber nicht im Geringsten gelitten. Eher im Gegenteil – ich war immens gut drauf und konnte bei etlichen Maschinen ein paar Kilo draufpacken. Das hat mich sehr erfreut. Beim Auf- und Abwärmen bin ich auf seltsame Dinge gestoßen. Hatte ich beim Aufwärmen noch eine Herzfrequenz von 170, konnte ich beim Abwärmen selbst mit zwei Stufen mehr auf dem Crosstrainer nur noch maximal 134 erzeugen. Klar, beim Abwärmen sollte man sowieso nur noch gemütlich vor sich hinhoppeln … aber selbst wenn man es aus Jux mal darauf anlegt? Es waren aber auch zwei verschiedene Geräte. Durchaus möglich, dass das zweite die Herzfrequenz einfach nicht so genau gemessen hat. Das werde ich mal verifizieren, in dem ich am Donnerstag versuche, mich auf dem zweiten aufzuwärmen. Wenn das Gym dann genauso leer ist wie es gestern Abend war (keine Wartezeit bei irgendeinem Gerät! Freie Auswahl der Reihenfolge!), sollte ich das auch schaffen.

Als ich vom Training nach Hause kam, sah ich in der Wohnung im Erdgeschoss Licht und hörte Stimmen. Was insofern bemerkenswert war, dass meine Mutter mich morgens angerufen hatte um mir zu erzählen, dass M., die eben dort unten wohnt, einen Fahrradunfall gehabt hätte und deshalb bis Weihnachten im Krankenhaus läge. Bizarre Sache, da M. noch nie ein Fahrrad besessen hat. Jedenfalls klopfte ich – und M. öffnete mir. Mit einem Riesengips ums ganze rechte Bein aber sonst sehr munter. Natürlich war es kein Fahrradunfall gewesen, sondern nur auf der Fahrradrampe der Bahnhofsunterführung passiert. Aber da M. in ihrer Erzählweise „ä welschi Glugg“ ist (wie mein Vater sagt. „Welsch“ bedeutet im hiesigen Dialekt durcheinander – dass das Wort nach dem Jahrhundert der Erbfolgekriege und dem ewigen „Brûlez le Palatinat“ negativ besetzt ist, ist vermutlich verständlich), also ein verrücktes Huhn, war so ein Missverständnis durchaus drin. Auf jeden Fall fein, dass sie schon wieder zu Hause ist (angeblich hätte das Krankenhaus so viele Notfälle reinbekommen. Vielleicht hat sie die Ärzte und das Pflegeteam aber auch nur irre geredet) und es ihr den Umständen entsprechend gut geht.

Weiteres Unnötiges? Das oben abgebildete „Light Salz“. Ich sah es beim Einkaufen und war hochentzückt. Der Zutatenliste nach scheint es einfach mit Kalk gestreckt. Die Leute kippen sich also Kalk übers Essen, nur weil sie nicht weniger salzen wollen. Vermutlich, damit es beim Kauen schön knirscht. Oder damit sie Geißlein fangen können.

Echt jetzt – ich mag Light Produkte gerne. Zumindest die sinnvollen. Light Sojamilch ist super. Light Frischkäse auch. Limo mit Süßstoff ist ein Geschenk des Himmels. Aber … Salz? Wer Blutdruckprobleme hat, sollte sich wohl schon damit einschränken – aber wäre es nicht sinnvoller, genau das zu tun? Weniger zu salzen? Ach, was weiß ich. Scheint sich zu verkaufen, das Zeug.

Gestern habe ich übrigens Leistungsumsatz gegessen – minus die Sportkalorien. Damit ich mir viel Eiweiß für den Muskelaufbau reinhauen konnte. Größtenteils in Form von Handkäse und einem Proteinshake. Defizit gestern also maximal 250 bis 300 Kalorien – was das Training eben so hergab. Das verlängert natürlich die Abnahme. Aber da der Sport mir eine bessere Körperdefinition beschert (ich bilde mir ein, das sogar schon ein bisschen sehen und spüren zu können), nehme ich in Kauf, weniger auf der Waage und mehr an Kleidergrößen abzunehmen. Und da ich die Ernährungsumstellung als immer natürlicher empfinde, machen mir ein paar Monate mehr auch nicht viel aus.

Und ich bin so stolz, dass ich an der Taille und an der Innenseite der Oberschenkel richtig fest geworden bin.

Möglicherweise versuche ich auch gerade unwillentlich die Vorhersage der Waldnymphe („Du wirst zierlich werden, nicht muskulös!“) zu unterlaufen, in dem ich langsamer abnehme. Das wäre ein ziemlich schwachsinniges Motiv, meinem Unterbewusstsein aber absolut zuzutrauen. Das muss ich mal beobachten.

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4 Kommentare

  1. Leichtsalz! *prust* Das war mir neu! Ich würze sehr gern alles mögliche mit Curry-Mischungen und achte darauf, dass die kein zusätzliches Salz haben – oder mache welche selber, mit Gewürze in der Pfanne rösten und in der Kaffeemühle mahlen…- sehr aromatisch!

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    1. Ja, das Leichtsalz sorgte schon bei mehreren Leuten für amüsiertes Kichern.
      Aber das zeigt, wie wenig die Leute bereit sind,ihr Leben zu ändern oder den Umständen anzupassen. Lieber fressen sie Baustoff, als den Salzstreuer mal aus der Hand zu legen.

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