Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Weniger

Wasser lauert um eine Ecke

… nur darauf wartend, dass ich nichtsahnend vorbeikomme. Zack, halbes Kilo druff. Nimm das, Wurm!

Ach, egal. Geht auch wieder. Ist nur ein wenig unpraktisch, da ich heute neue Hosen kaufen möchte und das halbe Kilo sich vielleicht in der Größenauswahl auswirkt. Das schaffe ich aber trotzdem!

The Onyx Path Publishing hat´s schon wieder getan. Diesmal das fertige Bild von Hermanos (siehe oben) gereblogged. Ich fühle mich mal wieder maximal gebauchpinselt und bin zehn Zentimeter größer (könnte dem Hosenkauf helfen). Irgendwie rebloggen sie alles außer Werewolf. Ob einem das etwas sagen soll? Wobei „alles“ natürlich maßlos übertrieben ist. Eher: Sie haben von mir bisher nur Vampire und Mage genommen. Obwohl lockere 80% meiner Bilder Werewolf sind. Mag daran liegen (neben dem vorherrschenden P0rn-Thema), dass ich die Wölfe fast nur in Homid zeichne und das niemand wirklich interessiert. Die Leude woll´n Crinos.

Das EMDR gestern war mal wieder sehr wirksam. Ich habe etwas geschafft, das die Ärztin „Dissoziation“ nannte, was in diesem Fall sogar positiv oder zumindest ein sinnvoller Schritt war. Nun muss mein Unterbewusstsein schaffen, das gescheit zu verankern und zu nutzen.

Wie immer nach dem EMDR war meine Nacht dann ziemlich wüst, da ich in jeder REM-Phase aufgewacht bin, weil das EMDR die Träume so verstärkt hat. Es war auch ein ziemlich bizarrer Ritt, zum Glück keine Alpträume. Auf jeden Fall wenig Erholung für mich und ich bin reichlich gerädert, weshalb ich mein Training auf morgen früh verschoben habe.

Was weiterhin gut funktioniert, ist mich mit Habitica zu allem möglichen zu motivieren, weil ich im Level aufsteigen will. Hätte ich sonst den Müll frühestens morgen rausgebracht, bin ich gestern tatsächlich nach dem Einkaufen noch runtergedackelt. Ich habe das Putzen vorgezogen, damit wir in der Quest gut vorankommen und all´ solche Dinge. Sogar den Inspektionstermin für das Auto habe ich mir schon als To-Do eingetragen.

Gamifying – läuft!

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Dat Nerdstuff, Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

neununddreißigste Woche und 63,9 Kilo.

Klingt prima. Kein Montagssprung nach oben! Jetzt muss ich die „Komma neun“ nur ein wenig nach unten konsolidieren.

Gestern waren wir nicht nur in Rogue One, sondern auch mexikanisch essen. Ersteres war absolut begeisternd. So ein genialer Film! So hätte The Force Awakens sein müssen! Besonders das Ende hat mich wirklich, wirklich entzückt. Und zwei CGI-Schauspieler jenseits des Uncanny Valley. Hätte ich nicht genau gewusst, dass beide mittlerweile entweder tot oder deutlich älter sind, hätte ich es nicht gemerkt.

Natürlich habe ich sämtliche Anspielungen verpasst und nicht einmal Alan Tudyk als Stimme von K-2SO erkannt. Schande über mich. Echt jetzt … dabei mag ich Wash so gern!

Der Film hat mir zwar sehr gefallen … aber mal wieder gab es weniger als zehn Frauen. Und nur drei in Sprechrollen. Den Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als die männlichen Hauptfiguren) hat er nur bestanden, wenn man davon ausgeht, dass jeder Nerd Mon Mothma erkennt und benennen kann, da in diesem Film ihr Name glaube ich kein einziges Mal fiel. Den Mako Mori-Test (eine Frau hat ihre eigene, von den männlichen Figuren unabhängige Agenda) hingegen hat er mit Bravour bestanden. Genau wie den Sexy-Lamp-Test (die weibliche Hauptperson ist nicht durch die berühmte Sexy Lamp aus A Christmas Story zu ersetzen, ohne dass etwas verloren geht). Und sogar der Furiosa-Test bildet kein Hindernis: Im Vorfeld haben sich Sprallos darüber aufgeregt, dass eine Frau die Hauptrolle hat (hat sie ja nichtmal allein) und drohten den Film deshalb zu boykottieren.

Prinzipiell also nett. Sehr schön Star Wars-y. So kanns weitergehen. Meinetwegen lebe ich dann auch mit den „großen“ Filmen von Jar Jar Abrams, so lange es so schöne „Nebenfilme“ gibt.

Beim Mexikaner hatte ich dann zwei kleine Quesiladas mit Rote Beete, Tofu und Erdnusssauce, was mir extrem gut geschmeckt hat und mein Kalorienbudget nicht überzog (letzteres war in diesem Fall nur ein untergeordnetes Kriterium, da ich vom morgendlichen Trainieren einen Bärenhunger entwickelt hatte).

Doof: Ich schlug mir an einem spitzen dekorativen Stuhlaufsatz dermaßen genau den Ellbogen an, dass er mir heute Morgen noch sehr weh tut. Ich hoffe, das gibt sich, da ich morgen ins Gym möchte.

Erster Urlaubstag. Yay!

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Manische Produktivität, fürchte ich.

… wie fast immer im Urlaub. Ich freue mich wochenlang darauf, in meiner freien Zeit absolut gar nichts zu tun, außer maximal ein wenig zu zocken, etwas zu lesen oder Serien zu schauen … und dann bin ich doch wieder fast jeden Tag auf Achse.

Das Spielen gestern war klasse. Sehr weihnachtlich: Frau Schwan ist das Schokoladenfondue angebrannt. Zum Glück gab´s noch mehr, wo das herkam. Ich habe mich also völlig ungesund von Ofenkäse (ich habe aber statt Brot Gemüsesticks genutzt, zumindest etwas!) und Obst-mit-flüssiger-Schokolade ernährt.

Aber wie immer gilt: Bleibt man im Kalorienrahmen, kann man auch Dreck essen (das war kein Dreck, es war wundervoll). Weshalb die Waage auch heute noch 63,9 Kilo zeigte. Gut so.

Nachher geht´s ins Kino. Und danach vielleicht noch etwas unternehmen. Morgen habe ich etliche Besorgungen und meinen letzten Termin für dieses Jahr bei Dr. V. Dienstag gehen wir Klamotten einkaufen (die zu große Sporthose und die zu großen Hosen und die zu großen BHs sind wieder mal lästig), mein neues Tattoo checken lassen (ich glaube, dass es an mehreren Stellen nachgestochen werden muss. Aber das wird man sehen) und abends zu Frau Schwan. Mittwoch … habe ich glaube ich nichts vor! Ui.

Klingt alles nach Spaß. Ob Erholung oder nicht.

Aber jetzt erst einmal nach Tamriel und noch ein wenig auf dem New Life Festival herumgesprungen.

Ach watt, Leben!, Weniger

So eine Art Weihnachtsfeier

63,9 Kilo. Die Drei schaut zumindest einmal vorbei. Wie immer ist der Samstag der leichteste Tag der Woche. Ich bin beschwingt und zufrieden. Nicht einmal die Süßkartoffelpommes mit ein bisschen Mayonnaise, die wir gestern zu Abend gegessen haben, konnten diese hübsche Zahl beschädigen.

Ich bin ziemlich sicher, dass es Montag wieder anders aussehen wird. Weil. Universum. Lauter so Dinge. Hauptsächlich Wasser. Egal!

Ich habe Urlaub, mir geht es prima und ich freue mich darauf, gleich in Richtung Casa di Regenbogenforelle aufzubrechen, wo ich meine Vampiregruppe mit der „Weihnachtsepisode“ in die saisonale Pause (Hochsaison im Fastnachtsgeschäft; da ist Samstags keine Zeit für Sperenzchen. Und weil das sowohl Frau Schwan als auch H. und manchmal sogar aushelfenderweise mich betrifft, muss man eben bis Aschermittwoch alles liegenlassen) entlassen werde. Nein, keine Weihnachtsgeschichte mit düsteren Untoten. Aber irgendwie schon gemütlicher. Lustigere Intrigen, mehr freundliche Politik und sogar die Gewalt hat dann Lametta.

Habitica hat mich voll im Griff. Ich entwickle richtigen Ehrgeiz, setze alle meine Aufgaben statt in Notizzettel nun in diese App und versuche alles zu schaffen, damit meine Gruppe keinen Schaden bekommt, wenn ich eine Daily versäume. Tank at heart eben …

Mal sehen, wie gut sich diese geregelte Lebensweise nun mit dem Durcheinander verträgt, das man im Urlaub zwangsläufig hat!

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Mal kurz zurücklehnen und dankbar sein …

ohne-titel

Und zwar für eine ganze, ganze Menge.

  • Dafür, dass ich Unterstützung habe. Durch die Menschen, die ich liebe, mit denen ich mein Leben teile.
  • Dafür, dass ich Freunde habe. Nicht besonders viele, da bin ich nicht so begabt. Aber ich habe meine sechs bis acht Menschen, bei denen ich nachts um zwei anrufen könnte, wenn das Auto nicht anspringt.
  • Dafür, dass ich Hilfe bekommen habe, als ich sie brauchte. Und dass mich diese Hilfe so sensationell aufgebaut hat. Danke, Dr. V.! Ich freue mich fast schon auf das nächste EMDR. Obwohl ich danach immer beschissen schlafe …
  • Dafür, dass ich in der Lage war, die Hilfe zu meinen Gunsten zu nutzen und damit mich selbst in den Griff zu bekommen.

Und Kleinigkeiten!

  • Dafür, dass das Wasser weg ist. Zwar immer noch 64,4 Kilo aber ich hoffe, dass ich das demnächst mal gebacken bekomme.
  • Dafür, dass ich gestern beim Training bei jeder einzelnen Übung mehr Kilo draufpacken konnte und es geschafft habe! Zwar bei zwei Geräten mit „ich glaub, ich fall gleich vom Ast!“-Gefühl, aber das Schaffenkönnen war einfach unglaublich motivierend und schön.
  • Dafür, dass das der letzte Tag vor dem Urlaub ist.
  • Dafür, dass mir Habitica solchen Spaß macht! Ich bin in einer Party aus lauter Leuten aus dem Ohne-Unsinn-Forum (dafür gibt es sogar eine Gilde. Die Group-ID ist 5a179d53-ea1a-4abf-8c3e-c980f2d55ad6, falls jemand mitmachen möchte) und wir verdreschen gerade gemeinsam mit unseren Tasks ein Bossmonster. Und wie man am Bild meines Charakters oben am Post sehen kann (wie immer ein Mann), habe ich sogar schon das passendste aller Pets gefunden – einen roten Wolf! Go, Team Fianna! Und mein Char trägt Bardenroben. Also: Go, Team Fianna Galliard!

Ja, dafür bin ich sehr dankbar. Und das ist nach dem dunklen Tal der letzten fünf, sechs Jahre ein so unglaublich befreiendes, fast unwirkliches Gefühl! Ich kann es manchmal nicht glauben. Heute morgen habe ich mir überlegt, ob ich im Koma liege und mir gerade ein Wunschleben träume. Ja, das ist eher albern. Zeigt aber, dass es mir viel besser geht, als ich je dachte, dass es das könnte.

Vermutlich grätsche ich mir demnächst wieder selbst in die Beine, weil ich so etwas Nettes ja „gar nicht verdiene“. Aber mit etwas Glück bin ich mittlerweile in der Lage, selbstverletzende Tendenzen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Überhaupt – wie sollen solche fiesen Gedanken eine Chance haben, wenn … bald ein Labradorwelpe auf der Arbeit sein wird! B. aus der Buchhaltung hat seit langer Zeit Diabetes und bekommt im Frühling einen Hund, der riechen kann, wenn sie droht in den Unterzucker zu fallen und der sie dann warnt. Aber wenn er zu ihr kommt ist der Kleine erst ein paar Wochen alt und kann natürlich nicht allein zu Hause bleiben. Weshalb sie ihn mit zur Arbeit nehmen wird. Das Buchhaltungsbüro ist nicht weit von der Grafik entfernt und wir sind schon alle unglaublich begeistert. Ein Welpe, wie geil ist das denn!

Aber irgendwie gibt mir das auch ein sehr seltsames Gefühl. Mit meinem PCOS und dem Übergewicht war auch ich in der Risikogruppe für Diabetes. Und so niedlich ein Hundewelpe sein mag … irgendwie bin ich viel lieber gesund. Mittlerweile habe ich mit meinem normalen BMI, den Medikamenten und dem Sport keine größere Wahrscheinlichkeit mehr, an Diabetes zu erkranken. Und ja, das ist schon wieder ein Grund, verdammt dankbar zu sein!

Nun aber erstmal Wochenende. Nicht nur Weihnachts-Vampirespielen (ja, ja, die Herren der Nacht … schon klar!), sondern auch Kino. Die Waldnymphe und ich gehen in Rogue One. Wehe dem, der mich spoilert! Ich habe schon ein bisschen über die verbitterte Filmkritik auf SWR3.de gelacht. Ja klar, wenn man von Star Wars keine blasse Ahnung hat, hält man den Diebstahl der Death-Star-Pläne natürlich für ein unbedeutendes Ereignis … Many Bothans died to bring us this information (unter Star Wars Fans ist das ein viel abgewandeltes Zitat. Many Bothans died to bring us this coffee undsoweiter). Das bedeutet unverbindlich weitergedacht vermutlich, dass es wirklich nie einen Boba Fett-Film geben wird. Weil die Normalos nicht kapieren werden, warum es einen ganzen Film über „einen unbedeutenden Nebencharakter“ gibt. So ein Mist. Warum lässt man uns Nerds nicht unsere Nischen.

Ja, ich weiß. Muss Geld bringen.

Dann braucht man sich aber nicht über glattgeföhnte, nach Angstschweiß riechende Remakes wie The Force Awakens zu wundern. Der Weg des geringsten Widerstands.

Ich hoffe, Rogue One ist wieder eher ein Film für uns Fans. Und freue mich darauf.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training, Weniger

Spielerische Albernheit

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Das aller-allerletzte Bild für Weihnachten! S. Star-Wars-Charakter, eine Lord der Sith.

400 Gramm des gesammelten Wassers sind über Nacht gegangen. Noch nicht gut – aber ein Anfang. Woran es lag, weiß ich nicht. Vielleicht regt das von Annesch empfohlene Bürsten ja nicht nur die Durchblutung zur Hautstraffung an, sondern ermuntert auch Wassereinlagerungen, sich davonzumachen. Wer weiß!

Jedenfalls habe ich mir gestern so eine Massagebürste gekauft, die härtegradmäßig irgendwo zwischen Kardätsche und Wurzelbürste firmiert, und habe mich damit abgeschrubbt. Mal schauen, ob das die Rückbildung der Haut fördert. Auf jeden Fall kribbelt es schon recht angenehm. Bürsten plus Cremen plus Sport – das ist nun wirklich das volle Luxusprogramm für meinen Körper. Da könnte er mir auch mal den Gefallen tun und etwas straffer werden. Aber da muss man mittelfristig denken.

Kurzfristig gehe ich heute erstmal wieder trainieren und freue mich schon darauf. Ich werde die Suche nach dem optimalen Prä-Workout-Essensschema fortführen. Mir scheint es, direkt davor ist selbst eine Handvoll Weintrauben kontraproduktiv. Gar nichts zu Essen und hungrig ins Gym zu gehen funktionierte prima, soll aber angeblich nicht ganz so günstig sein. Also versuche ich es heute mal mit ein bisschen Obst eine Stunde vorher und sehe, ob das etwas an Spaß und Leistung ändert. Wenn es das Ganze nicht positiv beeinflusst, werde ich bei „hungrig trainieren“ bleiben. Da scheint dann mein Körper eben mal wieder sehr speziell zu sein. Außerdem habe ich dann während des Sports sowieso grade gar keinen Hunger mehr, sondern erst so zwanzig Minuten danach, wenn ich eh schon fast zu Hause und am Kochen bin.

Gestern gab es im Ohne-Unsinn-Forum einen Thread, der mich voll erwischt hat. Es wurde nämlich Habitica vorgestellt. Eine kostenlose App/Website (ich nutze die App), mit der man spielerisch die eigenen Gewohnheiten organisieren kann. Gamify your life!

Bei so etwas bin ich ja immer vorn dabei. Ich liebe das „Outside“-Subreddit und finde es großartig, nun meine täglichen Aufgaben durch Dailies spaßiger zu gestalten (Putzen ist doof – aber Punkte fürs Putzen zu bekommen ist großes Kino!) und Gewohnheiten zu verfestigen, weil mein Charakter im Level aufsteigt, wenn ich immer viel Wasser trinke, mich rechtzeitig bei meinen Freunden melde oder jeden Tag einen Fachartikel lese. Selbst Einkäufe machen Spaß, weil man sie sich auf eine To-Do-Liste setzen und dann abhaken kann, wofür man wieder Punkte und Ingame-Gold bekommt. Man setzt sich die Ziele selbst und kontrolliert sich auch selbst. Bescheißen ist jederzeit möglich – aber man schadet sich damit ja nur selbst. Ich bin noch nicht sehr weit, es sieht aber so aus, als könnte man auch mit Freunden zusammen Monster besiegen, in dem man seine Quests erfüllt. Klingt großartig! Natürlich finanziert sich das Ganze über Mictrotransactions, was aber nur kosmetische Items bringt, muss man also nicht nutzen. Die Funktion der App ist davon völlig unberührt. Im eigenen Leben gibt´s kein Pay to Win.

Ja, bestimmt gibt es genug Mahner und Bedenkenträger, die das als Zeichen der fortschreitenden Infantilisierung der Gesellschaft deuten werden. „OMFG, Leute, die nicht einfach ihr erwachsenes Leben leben, sondern sich durch kindische Spielchen in eine Parallelwelt eskapisieren“ (gibt´s dieses Verb?). Jenen Besorgten haue ich einfach mal ein Schillerzitat um die Ohren:

Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Genau. Das hat der große Friedrich S. gesagt. Beziehungsweise geschrieben. Also – game on!

Meine Habitica-User-ID ist übrigens

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falls jemand mich für Groupcontent adden möchte. Oder läuft das anders? Ach, ich bin noch so ein Vollnoob! (Und das macht auch immer wieder Spaß. So von noch gar nichts eine Ahnung haben und alles erkunden!)

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Nötiges und Unnötiges

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Kaum der Erwähnung wert: Das Wasser ist immer noch da, bis zum letzten Gramm. Ermüdend.

Das Training gestern hat darunter aber nicht im Geringsten gelitten. Eher im Gegenteil – ich war immens gut drauf und konnte bei etlichen Maschinen ein paar Kilo draufpacken. Das hat mich sehr erfreut. Beim Auf- und Abwärmen bin ich auf seltsame Dinge gestoßen. Hatte ich beim Aufwärmen noch eine Herzfrequenz von 170, konnte ich beim Abwärmen selbst mit zwei Stufen mehr auf dem Crosstrainer nur noch maximal 134 erzeugen. Klar, beim Abwärmen sollte man sowieso nur noch gemütlich vor sich hinhoppeln … aber selbst wenn man es aus Jux mal darauf anlegt? Es waren aber auch zwei verschiedene Geräte. Durchaus möglich, dass das zweite die Herzfrequenz einfach nicht so genau gemessen hat. Das werde ich mal verifizieren, in dem ich am Donnerstag versuche, mich auf dem zweiten aufzuwärmen. Wenn das Gym dann genauso leer ist wie es gestern Abend war (keine Wartezeit bei irgendeinem Gerät! Freie Auswahl der Reihenfolge!), sollte ich das auch schaffen.

Als ich vom Training nach Hause kam, sah ich in der Wohnung im Erdgeschoss Licht und hörte Stimmen. Was insofern bemerkenswert war, dass meine Mutter mich morgens angerufen hatte um mir zu erzählen, dass M., die eben dort unten wohnt, einen Fahrradunfall gehabt hätte und deshalb bis Weihnachten im Krankenhaus läge. Bizarre Sache, da M. noch nie ein Fahrrad besessen hat. Jedenfalls klopfte ich – und M. öffnete mir. Mit einem Riesengips ums ganze rechte Bein aber sonst sehr munter. Natürlich war es kein Fahrradunfall gewesen, sondern nur auf der Fahrradrampe der Bahnhofsunterführung passiert. Aber da M. in ihrer Erzählweise „ä welschi Glugg“ ist (wie mein Vater sagt. „Welsch“ bedeutet im hiesigen Dialekt durcheinander – dass das Wort nach dem Jahrhundert der Erbfolgekriege und dem ewigen „Brûlez le Palatinat“ negativ besetzt ist, ist vermutlich verständlich), also ein verrücktes Huhn, war so ein Missverständnis durchaus drin. Auf jeden Fall fein, dass sie schon wieder zu Hause ist (angeblich hätte das Krankenhaus so viele Notfälle reinbekommen. Vielleicht hat sie die Ärzte und das Pflegeteam aber auch nur irre geredet) und es ihr den Umständen entsprechend gut geht.

Weiteres Unnötiges? Das oben abgebildete „Light Salz“. Ich sah es beim Einkaufen und war hochentzückt. Der Zutatenliste nach scheint es einfach mit Kalk gestreckt. Die Leute kippen sich also Kalk übers Essen, nur weil sie nicht weniger salzen wollen. Vermutlich, damit es beim Kauen schön knirscht. Oder damit sie Geißlein fangen können.

Echt jetzt – ich mag Light Produkte gerne. Zumindest die sinnvollen. Light Sojamilch ist super. Light Frischkäse auch. Limo mit Süßstoff ist ein Geschenk des Himmels. Aber … Salz? Wer Blutdruckprobleme hat, sollte sich wohl schon damit einschränken – aber wäre es nicht sinnvoller, genau das zu tun? Weniger zu salzen? Ach, was weiß ich. Scheint sich zu verkaufen, das Zeug.

Gestern habe ich übrigens Leistungsumsatz gegessen – minus die Sportkalorien. Damit ich mir viel Eiweiß für den Muskelaufbau reinhauen konnte. Größtenteils in Form von Handkäse und einem Proteinshake. Defizit gestern also maximal 250 bis 300 Kalorien – was das Training eben so hergab. Das verlängert natürlich die Abnahme. Aber da der Sport mir eine bessere Körperdefinition beschert (ich bilde mir ein, das sogar schon ein bisschen sehen und spüren zu können), nehme ich in Kauf, weniger auf der Waage und mehr an Kleidergrößen abzunehmen. Und da ich die Ernährungsumstellung als immer natürlicher empfinde, machen mir ein paar Monate mehr auch nicht viel aus.

Und ich bin so stolz, dass ich an der Taille und an der Innenseite der Oberschenkel richtig fest geworden bin.

Möglicherweise versuche ich auch gerade unwillentlich die Vorhersage der Waldnymphe („Du wirst zierlich werden, nicht muskulös!“) zu unterlaufen, in dem ich langsamer abnehme. Das wäre ein ziemlich schwachsinniges Motiv, meinem Unterbewusstsein aber absolut zuzutrauen. Das muss ich mal beobachten.

Ach watt, Leben!, Training

To the Temple of Iron!

Immer noch alles Wasser vorhanden. Immer noch doofes Gefühl deshalb in den Fingern. Call me Presswurst. Aber das sitze ich aus. Hat bisher jedes Mal geklappt.

Heute Abend gehe ich wieder zum Temple of Iron um dort Brodin zu ehren. Für wen das seltsam klingt und wer glaubt, Pumper hätten keine Fähigkeit zur Selbstironie, dem sei dringend ein Blick in das „Swoleacceptance“-Subreddit empfohlen. Vermutlich muss ich nicht erklären, dass Reddit (die selbsternannte „Frontpage oft he Internet“) eine nahezu unerschöpflich große Seite mit tausenden Unterseiten ist, auf der User alles posten können, was zum jeweiligen Thema passt. Dadurch formen sich kleine Minicommunities zu jedem denkbaren Thema. Und ich meine das „jedem“ absolut ernst. Von „Birds taking the train“ (Videos und Bilder von Vögeln, die in öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen) über alle erhältlichen und nicht mehr erhältlichen Spiele, niedliche Tiere, schon lange abgesetzte Fernsehserien, schreckliche Muppet-Verwurstungen, Politik, bis hin zu sehr ernsthaften Bereichen aus Wissenschaft und Technik. Dass es auch massenhaft P0rn jeder Geschmacksrichtung (nein, da verlinke ich mal nix ..) gibt muss ich wahrscheinlich nicht einmal erwähnen. Der Spaß dabei ist, die Subreddits, die einen interessieren, auch zu finden. Denn eine gut zugängliche Komplettliste ist nur für Warmduscher.

Deshalb kommt man nur durch Zufall und über relevante Verlinkungen in den Kommentaren zu … Swoleacceptance. Kein selbsterklärendes Wortmonster, wenn man mit kontemporär-angelsächsischem Slang nicht auf Du und Du ist. Aber hat man es einmal gefunden, tut sich eine putzig-amüsante Subkultur auf. Bodybuilding/Fitnessfreaks, die sich über relevante Themen (von Ernährung bis Trainingstipps) unterhalten … aber in einem selbsterfundenen Kontext des „Temple of Iron“, in dem der „Allfather Brodin“ verehrt wird. Man wird von den Schergen des bösen „Broki“ zu Faulheit verführt, beendet einen Satz mit einem herzlichen „Wheymen!“ und hat generell viel Spaß, sich in diesem Kosmos aus pseudonordischem Religionsgefasel zu bewegen.

Mir macht es jedenfalls immer mal wieder große Freude, dort hinein zu schauen und mitzulesen, was die „Bretheren“ und „Wheykyres“ so anstellen. Und wenn ich dann abends ins Gym gehe, kichere ich ein wenig vor mich hin.

Wobei mein Gym eher der Kindergarten und das Altersheim des Allfather Brodin ist. Denn irgendwie klappt da eine seltsame Altersschere auf. Es gibt die Leute unter zwanzig und die Leute über fünfzig. Dazwischen stehe ich fast allein auf weiter Flur. Was auch erklärt, warum ich die einzig tätowierte Person in diesem Fitnessstudio bin. Zumindest sichtbar tätowiert. Aber wer sich so unauffällig inken lässt, dass es in Sportklamotten nicht sichtbar ist, zählt sowieso nicht als wirklich bemalt oder arbeitet auf der Bank.

Ich frage mich, ob alle anderen Leute meiner Generation eher in die Schicki-Micki-Tempel gehen. Denn irgendwo müssen sie ja sein! Ich gehe genau zu den Zeiten trainieren, wenn auch alle anderen Leute mit nine-to-five-Job da sein sollten. Aber sie sind es nicht. Zumindest nicht in diesem Gym. Oder liegt es an der Jahreszeit? Ich muss das mal noch länger beobachten. Immerhin bin ich ja erst ganz am Anfang des Weges von der „Shieldmaiden“ zur „Wheykyre“.

Wheymen!

Ach watt, Leben!, Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

achtunddreißigste Woche und 65,2 Kilo.

Argh! Echt jetzt? Schon wieder über Nacht 800 Gramm Wasser? Wie immer ist Ursachenforschung eine reichlich fruchtlose Angelegenheit. Es böte sich an:

  • Es ist Montag
  • Ich habe gestern etwas Ungewohntes (Rote Beete, OMFG!) gegessen.
  • Das Wetter hat sich geändert (immerhin zehn Grad wärmer als noch am Freitag).
  • Es ist Montag.
  • Ich kann zu Hause derzeit kein Wasser trinken, weil das Leitungsnetz gechlort wird, ich muss also auf Light-Limo zurückgreifen (Hey, 60 Kalorien pro Flasche, die wollen auch ins Budget eingepreist werden!).
  • Es ist Montag.
  • Ich hatte Hoffnungen geäußert, bald 63,x wiegen zu können, was immer ein Fehler ist.
  • Mein Kürbis-Rote-Beete-Handkäs-Abendessen war ein wenig salzig.
  • Und natürlich … es ist Montag!

Egal wie – ich muss mal wieder einfach durch. In der Firma kann ich immerhin noch Kranenburger trinken ohne dass es nach Hallenbad schmeckt und das werde ich heute auch ausgiebig tun. Viel Wasser hilft bekanntlich gegen viel Wasser. Ich frage mich, wie lange so ein Durchchloren dauert. Immerhin muss ich ja auch mein Gemüse waschen. Und da werde ich so eine herzhaft chemische Grundnote auch nicht übermäßig wertschätzen. Hoffentlich nicht mehr als zwei, drei Tage.

Ansonsten muss ich nur noch diese Woche durchhalten – dann habe ich Urlaub! Drei ganze Wochen. So lange hatte ich schon ewig nicht mehr am Stück. Dieses Jahr hatte ich bisher nie mehr als drei Tage hintereinander frei. Mal sehen, wie sich diese Umstellung meines Rhythmus mit dem Abnehmen verträgt. Ich bin ja ein extremes Gewohnheitstier, da könnte mich so etwas schon schwer aus der Bahn werfen. Ich muss mir einen sehr konkreten Plan machen und mich daran halten. Vermutlich einfach das tun, was ich auch in einer Arbeitswoche täte. Also essenstechnisch. Nur dass ich mir dann mehr Obst kaufen muss und nicht auf die freundlich zur Verfügung gestellten Obstkörbe in der Firma zurückgreifen kann, um meinen Quark zu pimpen.

Das „Durchhalten“ bis zum Urlaub wird hoffentlich nicht all zu schwer. Bisher stehen keine anstrengenden Projekte an, eher eine Menge Kleinkram. Aber so etwas kann sich schnell ändern. Nicken und lächeln. Und winken. Winken hilft bei Vielem.

Sobald ich frei habe, werde ich mir noch ein paar Dinge kaufen müssen. Unter anderem wäre eine Sporthose, die mir nicht drei Nummern zu groß ist, eine feine Sache. Dank des elastischen Materials und einer Kordel um die Taille verliere ich sie zwar beim Training nicht – aber der sackartige Look ist schon eher unvorteilhaft. Ganz davon ab, dass es nervt, sie immer sofort waschen zu müssen, weil ich nur diese eine Hose habe! Der Trend sollte also durchaus auch aus uneitlen Gründen zur Zweithose gehen.

Jetzt aber erst einmal auf in die Woche. Auf zum Atom und auf zu sehr viel Wasser.

Training, Weniger

„Klein und zierlich“

Derzeit 64,4 Kilo, für eine Sekunde sogar 64,1 … ob die 63,x vor Weihnachten doch noch zu schaffen sein werden? Wäre schön!

Gestern hatten wir Weihnachts-Werwolfen bei der Waldnymphe. Was selbstverständlich auch jede Menge zu Essen beinhaltete (Voller Napf hat einmal im Jahr das Kochen uns anderen überlassen!): Kürbissuppe, Hummus und Guacamole mit Gemüsesticks, Blumenkohlquiche und als Nachtisch Pekanuss-Crumble. Sehr gehaltvoll, sehr lecker! Hat mir nicht geschadet, mich aber auch nicht weitergebracht.

Ich war schon früher dort und half bei den Vorbereitungen. Dabei kam das Thema „Körpertypen“ auf. Hatte ich im Studium beim Aktzeichnen auch lange genug. Was ich definitiv noch nie hatte und auf was ich in keinster Weise vorbereitet war: Den Körpertyp der Waldnymphe auf „groß und athletisch“ (also mesomorph) zu bestimmen (wunderschön bemuskelt durch das Training) war einfach … aber als sie mir dann sagte, dass ich „der kleine und zierliche Typ“ wäre, musste ich doch heftig blinzeln.

Ich war noch nie klein und zierlich! Ich war schon immer der kleine und dicke Typ (also endomorph)!

Oder doch? Ich habe schon beim Vorbeigehen an großen Spiegeln eher ironisch gedacht, dass ich mal ein „skinny waifu“ werde. Obwohl ich lieber muskulös werden würde. Aber den Zahn hat die Waldnymphe mir gezogen und gemeint, dass ich mit fotlaufendem Training kaum ihre Schulterbreite und Bemuskelung erreichen kann, da mein Körper das wohl nicht hergeben wird.

Da sitze ich mit dem Erklärfaun in einem Boot, der zwar zehn Klimmzüge ohne mit der Wimper zu zucken in Folge schafft, aber schmal und sehnig wirkt. Er ist also auf jeden Fall ektomorph. Aber ich …? Echt jetzt? Man betrachte mein zweifelndes Kopfschütteln. Einigen wir uns auf „Mischtypus“.

Naja, gibt Schlimmeres! Jetzt gehe ich erst einmal ins Gym und hoffe, dass es so früh an einem Adventssonntag noch ziemlich leer sein wird (dream on …).

Nachtrag: Marc hat mich bei den Abspeckbloggern diese Woche besonders gefeatured! ich bin stolz! Danke! (Ausrufezeichen!!1einself!1)