Monat: Januar 2017

Essensästhetik und Flavour

… und weil Auge isst mit, wir garnieren Brrrei immer mit Karrrrtoffel! #fettlogigüberwinden

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Jaha, das mit der Fodfotografie habe ich voll drauf! Brutal realistisch in Szene setzen und nichts schönen. Keine Eingriffe in die natürliche Anordnung! … oder war das Reportagefotografie?

Egal! Im Studium hatte ich natürlich auch Foodfotografie. Es war ein großer Spaß für alle Beteiligten und wir haben von der haargelackten Brezel bis zur Folientomate jeden Trick of the Trade ausprobiert um zu sehen, wie es sich auswirkt (hinterher ´shoppen kann ja jeder!). Vermutlich rührt aus dieser Zeit mein Unwille, so etwas selbst zu praktizieren. Es war amüsant – aber die Perfektion hat schnell übelst gelangweilt. Generell habe ich mich auch mehr für Zeichnen und Typografie interessiert, auch wenn mir Reportagefotografie ein paar Semester lang Freude bereitet hat und ich den handwerklichen Aspekt beim Entwickeln der Filme und Abzüge geschätzt habe. Mittlerweile besitze ich zwar noch meine Profikamera (eine Nikon F2, älter als ich, mühsam im Studium vom Munde abgespart, und trotzdem immer noch ein Standard für Analogfotografie), sie liegt aber nur noch gut gepflegt im Schrank herum, während ich dem Brutalismus mit der echt grottigen Handykamera fröhne.

Ich liebe schöne Essensbilder bei Anderen. Ich sehe sie gern an und finde sie appetitlich. Aber selbst machen? Bewahre! Ganz davon ab, dass ich nichts „koche“, das auch nur den bescheidensten ästhetischen Ansprüchen genügen würde. Es schmeckt mir, da darf es scheiße aussehen.

Wie die oben gezeigte Portion Skyr mit Flavour und drei Trauben. Wegen Gesicht. Die vegetarische Bärchenwurst, sozusagen. Aber so unglaublich schmackhaft! Ich glaube, ich habe jetzt den für mich passendsten Flavourhersteller gefunden: BlackLine. Nein, die zahlen mir nichts – vor allem, da ich vermutlich nicht einmal den komplexen Namen ihres Produktes richtig schreiben würde. Ich habe das Zeug probiert, da es im Ohne Unsinn-Forum im Flavour-Thread von einer Person sehr gelobt wurde und ich gerade mit den Royal Flavours etwas unzufrieden war (ich erwähnte schon, dass ich da in der Geschmacksqualität zwischen den einzelnen Sorten sehr starke Schwankungen wahrnehme).

Und ´lo and behold – großartiger Geschmack! Kaum Süßstoff im Abgang und erstaunlich natürlich. Ich bin begeistert und werde nach „Tinymilk Chocolate“ auch noch andere Sorten probieren. In Quark und Skyr ist das eine echte Offenbarung. Und kalorienmäßig auch das humanste aller bisher getesteten Flavour.

Heute esse ich mittags einmal Quark mit Früchten und diesem Schokogeschmack und abends nach dem Training haue ich mir auch noch einen kleinen Skyr damit rein. Sehr lecker.

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Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

fünfundvierzigste Woche und 61,6 Kilo.

Langsam glaube ich an ein Tableau (diesen freudschen Verschreiber lasse ich direkt mal so stehen. Er zeigt mir, dass ich heute das Stanztableau für ein Kinderspiel dringend fertig machen sollte. Ansonsten habe ich natürlich ein Plateau). Ich hatte in vier Wochen nur an einem Tag kein Defizit und trotzdem geht es die ganze Zeit eher hoch als runter. Mein Tiefststand von 60,5 ist in weite Ferne gerückt und ich bin verblüfft bis ratlos. Mikro- und Makronährstoffe stimmen, ich supplementiere sogar, trinke mehr denn je, mache Sport, nutze die Schleimrolle und Durchblutungsbürste … was soll ich denn noch tun?

Vermutlich einfach abwarten. Genervt sein aber ruhig bleiben.

So lange mir das Training Spaß macht, ich im normalen Gewichts- und Körperfettbereich bin, ist auch alles irgendwie ein Luxusproblem. Mich nervt eben einfach die Unberechenbarkeit.

Gestern habe ich mich natürlich nicht an meinen sorgfältig ausgebrüteten Zeitplan gehalten, sondern bin doch sofort um kurz nach Neun ins Gym geschossen. Was zur Folge hatte, dass ich natürlich in die Rentnerkavalkade geriet und zweimal warten musste. Selber Schuld! Hat mich aber nicht daran gehindert, mordsmäßig Spaß zu haben. Als hätte mein Körper nur darauf gewartet, nach zwei Wochen der erzwungenen Untätigkeit wieder richtig loslegen zu können, war ich immens gut drauf und hatte große Freude an der Bewegung. Zwar habe ich die vergangene Krankheit noch durch vermehrtes Schwitzen und einem Gefühl ungewohnt heftiger Ausgepowertheit gemerkt, aber das ist ja nichts Schlimmes. Auch heute Morgen ist der sanfte Muskelschmerz etwas stärker als normal und lässt mich zu der Erkenntnis kommen, dass ich die 48 Stunden Ruhe zwischen den Trainingseinheiten diesmal nicht einmal durch meine Push-Up-Challenge-Einheiten unterbrechen werde. Vielleicht. Mal sehen.

Ansonsten war mein Wochenende ja sehr produktiv und schön. Seit die SpüMa wieder ganz bei mir ist und fröhlich ihren Dienst verrichtet, weiß ich, dass ein Leben mit Handspülen zwar lange Zeit möglich war, jedoch nicht erstrebenswert ist. Hach, Luxus! Jetzt noch ein Staubsaugroboter.

Heute Abend bringe ich die Vorhänge zum Kürzen und hoffe, dann bis Ende der Woche dieses Thema vom Tisch haben zu können. Von Natur aus sind Ikea-Vorhänge nämlich drei Meter lang, was für hochherrschaftlich-großbürgerliche-Altbauten prima sein mag, für ganz gewöhnliche Altbauten, deren Decken eher niedriger sind als derzeit üblich, aber doch zu viel ist. Hoffentlich klappt das und der Schneidermensch kürzt an der richtigen Seite! Na, das sind Profis. Die machen sowas bestimmt jeden Tag. Verdammt. Mein Hirn fällt schon wieder in den Katastrophenszenario-Modus.

Außerdem will ich heute Abend noch beim Aldi vorbei und mir die ab heute erhältlichen Hanteln ansehen. Plus mich mit Unmengen günstiger Sojasauce eindecken.

Kleinere Esklation

Ich habe die 61,3 Kilo heute morgen absolut verdient und bereue gar nichts!

Gestern habe ich zuerst meine Schicht bei Frau Schwan gearbeitet – leider gab es keine lustigen Kostümzwischenfälle -, habe einer Frau erklärt, dass Federboen aus toten Hühnern gemacht werden und habe der Waldnymphe einen Einhorn-Haarreif mitgebracht.

Dann sind wir abends zu T. und S., wo es selbstbau-Burger gab. Und da bin ich völlig außer Kontrolle geraten und habe nicht nur einen ganzen (selbstgebackenes Burgerbrötchen, Quinoa-Patty, Cheddar, selbstgemachten Ketchup) sondern hinterher noch ein Patty mit Salat und Käse gegessen. Und dann noch anderthalb Portionen vom Tiramisu der Waldnymphe.

Gar nicht zu reden davon, dass ich mittags schon eine Scheibe Frühstückskuchen mit Erdnussmuß und einem gekochten Ei verzehrt hatte.

Ein Tag mit mindestens Erhaltung. Vermutlich sogar etwas mehr. Schwer zu schätzen. Definitiv nicht mehr als 2000, aber wenn man nur 1800 braucht sind das eben auch 200 zu viel!

Aber die Sache wert. Und ab heute darf ich ja auch endlich wieder Sport machen! Ich freue mich schon sehr darauf. Ich habe mein Timing sehr genau gelegt: Ich marschiere hier um halb zwölf los. Dann sind nämlich die Rentner alle schon im Aufbruch, weil sie um zwölf mittag essen wollen. Und ich habe freie Geräte!

So weit meine Überlegung. Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht!

Jetzt plane ich mal mein Essen für heute und trage es in MFP ein.

Lord Vader! – Yes, Master. – Rise!

Mein Einhorn-Glitzerchoker. Plus gruseligen thank-God-it's-friday-Grinsen.

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Gewicht derzeit 60,9 Kilo, also nur noch 400 Gramm Wasser. Es geht voran und so.

Auch etwas Anderes geht überraschend. Meine Spülmaschine.

Vor einiger Zeit stellte diese plötzlich und ohne großes Drama den Betrieb ein. Jegliche Kooperation wurde mit einem kurzen, müden Brummen verweigert. Es sah nach Exitus aus. Für geistig normale (neuronormal, wie es so schön heißt) Menschen kein Ding. Man ruft den Menschen vom Fachhandel und der repariert das Ding entweder oder entsorgt die Leiche und ersetzt sie durch ein funktionierendes Gerät.

Für jemanden mit einer sozialen Angststörung hingegen, kann das zu einem Problemberg wachsen, dem man hilflos gegenübersteht.

Ich weiß vorher nie, welche Dinge mich so verängstigen, dass ich nicht in der Lage bin, etwas dagegen zu unternehmen. Manchmal sind es komplexe Situationen, meistens jedoch Banalitäten, bei denen mein Hirn aus mir unerfindliche Gründen beschließt, sich völlig auszuklinken und schreiend im Kreis zu rennen. Und es ist völlig willkürlich. Neue Vorhänge kaufen, ausmessen, aufhängen? – Go for it, gar kein Problem! Etwas völlig Unbekanntes wie das Training ausprobieren? – Aber ja, kann ich! Neue Mehrfachsteckdose kaufen? – Himmel, nein; ich werde alles abbrennen! Allein zum Flughafen fahren? – Na sicher! Spülmaschine austauschen? – Auf gar keinen Fall, das bedeutet fremde Menschen in der Wohnung!

Kein Muster erkennbar.

In jedem Fall stand die SpüMa also tot und lauernd in der Küche. Ich nutzte sie als Ablage und ignorierte sie ansonsten völlig weg. Die Waldnymphe hatte zwischenzeitlich sogar angeboten, die ganze Sache mit abholen und ersetzen lassen für mich zu regeln. Aber dass ich nicht auch noch mein Umfeld mit in meine Spirale des Wahnsinns ziehen wollte, versteht sich vermutlich von selbst. Außerdem ist mir das Ganze reichlich peinlich.

Aber gestern … nach Monaten … fiel mir beim Aufräumen die Bedienungsanleitung der Maschine in die Hände. Ich blätterte sie durch. Keinerlei neue Erkenntnisse. Aber irgendwie stach mich der Hafer und ich beschloss, das Ding einfach mal wieder einzuschalten.

Eine der Definitionen von Wahnsinn: Mehrfach das selbe tun und ein anderes Ergebnis erwarten.

Aber dieses Mal … kein kurzes, angenervtes Brummen und wieder Stille, sondern – ein ganz normaler Spülzyklus! Lord Vader erhob sich! Und er scheint bereit, Schrecken und Ordnung in der Galaxis zu verbreiten, denn auch drei weitere Tests ergaben nur dienstfertiges Gespüle!

Ich bin völlig entzückt und werde heute Spülmaschinenreiniger, Tabs und Klarspüler kaufen und das Ding übers Wochenende wieder betriebsfertig machen. Mal sehen, wie lange es so kooperativ bleibt. Auf jeden Fall hat es sich nun den Namen Lord Vader mehr als verdient. Und sollte es dennoch beschließen, wieder kaputt zu gehen, werde ich es schaffen, es zu ersetzen. Durch einen Nachfolger, den ich dann natürlich Luke nennen werde. The last SpüMa, um mit Episode acht zu sprechen.

Blutdruck und Gewicht

Seit einer Woche nehme ich jetzt keine Blutdrucksenker mehr. Gut, ich war nie besonders hart auf diesen Drogen – nur 2,5 Milligramm Amlodipin jeden Tag. Das war vermutlich fast mehr Placeboeffekt als irgend etwas anderes.

Richtig geklärt warum ich eigentlich Bluthochdruck hatte, wurde nie. Ich hatte ihn eben. Und zwar nicht zu knapp. Bei der 24-Stunden-Messung gab es mitten in der Nacht sogar einmal einen Wert über 200. Ich rannte ein halbes Jahr von Arzt zu Arzt, jede mögliche Ursache wurde untersucht – aber am Ende sagte der letzte Spezialist (der Nierenarzt): „in 95% der Fälle findet man keine Ursache“. Ah ja.

Also nahm ich seitdem brav jeden Morgen eine halbe Tablette, kontrollierte alle paar Wochen mal meinen Blutdruck und das war es dann. Ich hatte mich damit abgefunden, auf geheimnisvolle Weise nun zu den chronisch Kranken zu gehören und dort auch den Rest meines Lebens zu bleiben.

Niemand sprach mich in diesem Zusammenhang auf mein Übergewicht an. Kein einziger Arzt. Es wurde über familiäre Disposition spekuliert, mir gesagt, ich solle weniger Fleisch essen (ich war zu diesem Zeitpunkt schon länger Vegetarierin, also … nein) und dergleichen mehr. Jeder Arzt stellte mich auch auf die Waage – aber keiner sagte auch nur einen Ton.

Und letzte Woche, als ich wegen der Erkältung bei meinem Hausarzt war, fragte ich beiläufig, ob ich nun, da ich über dreißig Kilo abgenommen hätte, nicht mal auf die Blutdrucksenker verzichten könne. Und der Herr Doktor nickte und meinte, dass die nun wahrscheinlich nicht mehr nötig wären. Ich sollte das mal ein paar Wochen ausprobieren und den Blutdruck beobachten.

Was ich derzeit tue. Und es läuft! Sogar mitten in der Nacht hatte ich heute 118 zu 85. Mein Ruhepuls ist zwischen 59 und 70.

Einerseits freut mich das natürlich. Weil auch noch hinzukommt, dass ich jetzt nicht mehr so erbärmlich friere wie noch vor ein paar Wochen. Anscheinend hat das Medikament mich soweit heruntergeregelt, dass ich mich nicht einmal mehr gescheit selbst warmhalten konnte! Nicht, dass mir nicht auch jetzt immer mal wieder kalt wäre! Das konnte ich schon immer prima. Aber es ist viel weniger geworden, obwohl es draußen derzeit permanent unter Null ist.

Andererseits bin ich unglaublich wütend auf die Ärzte. Hätte man mir vor fünf Jahren gesagt „Es liegt vermutlich an Ihrem Übergewicht, nehmen sie ab und sie müssen wahrscheinlich keine Medikamente mehr nehmen“, wäre ich schon seit Jahren schlank! Stattdessen hat sich jeder um diese klare Ansage gedrückt und damit mein „Leiden“ (naja) unnötig verlängert. Und hätte ich nicht selbst beschlossen, abzunehmen, würde ich die Tabletten auch noch bis an mein Lebensende einwerfen.

Woher rührt diese Furcht der Ärzte, das Sichtbare zu benennen? Schlechte Erfahrungen mit beleidigten Patienten? Abgestumpftheit, weil die Leute eh nichts an ihren Gewohnheiten ändern wollen?

Ich jedenfalls beobachte weiter meinen Blutdruck. Und hoffe, dass er so schön bleibt!

Das Kleid, Winteredition

Das Kleid in dem ich dann beruflich seriös aussehen werde. Soll. #pulloverkleid #businesschic

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Eigentlich wären natürlich auch Jeans und mein Allzweck-Blazer gegangen (der mir mittlerweile aber reichlich groß geworden sein dürfte). Trotzdem hatte ich das Bedürfnis, mir für einen beruflichen Auswärts-Termin ein Kleid zu kaufen. Und nicht irgendein Kleid! Ich hatte eine sehr genaue Vorstellung davon.

Was natürlich bedeutete, dass ich entweder einen Vormittag damit hätte verbringen müssen, in Mannheim nach etwas zu suchen, von dem ich eigentlich wusste, wie es auszusehen hat und bei dem ich außerdem nicht willens war, große Kompromisse einzugehen … oder ich musste in den sauren Apfel beißen und Klamotten online bestellen.

Das mache ich wirklich ungern, da mich die Kommentare und Bewertungen immer immens verunsichern. Amazon hat ja diese Funktion, bei der Käufer die Angaben zur Größe bewerten können. Und es gibt immer und bei jedem Teil jemanden, der „viel zu klein“ ankreuzt. Und auch in den Bewertungen taucht bei jedem Stück, vom Skianzug bis zum G-String, das unheilige „normalerweise trage ich S aber ich habe es mir hier in L bestellt und es war trotzdem zu klein“ auf. Immer.

Mittlerweile habe ich aus Erfahrung gelernt, dass man auf solche Kommentare nicht viel geben sollte. Hier ist der selbe Mechanismus am Werk, der auch zu Aussagen wie „ich esse nur 500 Kalorien am Tag und nehme trotzdem zu!“ führt. Vielen Leuten fällt das Einschätzen von Dingen und Situationen – oder auch den eigenen Abmessungen – anscheinend unglaublich schwer. Potenziert durch problematische Selbstwahrnehmung bei Übergewicht.

Auch bei diesem Kleid das Unvermeidliche. Diesmal verbunden mit der Warnung, dass man es auf keinen Fall kaufen dürfe, wenn man auch nur das geringste Gramm Fett am Leib hätte. Weil dieses Kleid alles gnadenlos sichtbar machen würde. Jedes Röllchen im unbarmherzigen Scheinwerferlicht. Sozusagen.

Ich beschloss, es trotzdem zu kaufen. Denn erstens sah es auf dem Foto toll aus und zweitens … selbst wenn ich damit wie eine Presswurst aussähe, wäre es eine Inspiration, weiter abzunehmen und mich besser zu definieren.

Da es aber aus China kam, habe ich statt S lieber M bestellt. Was eine gute Entscheidung war. Denn das mit den Fettröllchen stimmt zwar nicht – aber die Ärmel sind mir schon in M fast ein bisschen kurz! Und ich bin nun wirklich nicht besonders groß. Und in S wäre mir der Rocksaum auch ein wenig zu sehr nördlich unterwegs. Von daher – in diesem Fall musste man es tatsächlich eine Größe größer nehmen. Weil die Leute in China eben prinzipiell nicht gar so riesig sind. Ich bin in China also gehobene Durchschnittsgröße. Putzig.

Jedenfalls gefällt mir das Kleid sehr. Und auch die Waldnymphe war spontan erfreut und beschloss, dass ich das auch mal zum fein essen gehen anziehen müsse. Und wie ich das muss! Auf alle Fälle! Doof nur, dass ich dazu Strumpfhosen tragen muss. Aber wie man auf dem Bild sehen kann sind normale Socken keine besonders herausragende Option!

Bleibt die unschöne Problematik, dass man sich beim Onlinebestellen mal wieder nicht auf die Schwarmintelligenz des Internet verlassen kann. Aber was will man da machen? Menschen sind eben so.

Auf jeden Fall möchte ich noch weiter Abnehmen und mich definieren, da ich – wie auf dem Foto gut sichtbar – am Bauch durchaus noch was habe, das problemlos weg kann! Bald darf ich ja auch wieder trainieren. Darauf freue ich mich. Sehr.

Meinen Panzer ersetzen

61,3 Kilo. Also 700 Gramm Wasser über Nacht verschwunden – aber immer noch 800 drauf. Nervig weil so unberechenbar. Egal, Ruhe bewahren.

Gestern hatte ich meinen monatlichen Arzttermin. Also, den Therapietermin. Ich mag es nur lieber, die Frau Doktor „meine Ärztin“ zu nennen als „meine Therapeutin“. Letzteres hat nämlich so einen 90er-Jahre-Sitcom-Vibe, den ich nicht zwingend besonders nett finde. Auf jeden Fall hat sie mich (unter anderem) mal wieder für meine Abnahme gelobt und mir auch eine interessante neue Perspektive verschafft. Als ich ihr erzählt habe, dass ich mich auch in meinen dicksten Zeiten selbst nie als fett gesehen habe, nicht von mir als dicker Person geträumt habe und dergleichen, meinte sie, dass das nur natürlich wäre, da ich mir das Fett wohl auch nur als Panzer zugelegt hätte. Es hat mich beschützt und abgeschirmt, war aber in meiner Wahrnehmung nur eine Rüstung und kein Teil meines Körpers. Deshalb konnte ich es auch „so einfach“ (naja …) ablegen.

Vor allem, da ich jetzt schon wieder eifrig dabei bin, mir eine neue Rüstung zu bauen: Meine Muskeln. Das scheint aber aus therapeutischer Sicht nicht bedenklich, weshalb ich auch dafür gelobt wurde. Hmmm, stimmt schließlich … rein gesundheitlich sind Muskeln die bessere Rüstungsinvestition als Fett. Ich muss die Frau Doktor aber nächstes Mal fragen, ob es denn nicht am besten wäre, ich käme ganz von dem Trip runter, mich überhaupt gegen die Welt panzern zu müssen. Kann sein, dass ich noch nicht so weit bin und sie sich darüber freut, dass ich wenigstens nicht mehr so autoaggressiv bin und mich mit Übergewicht selbst bestrafe.

Sehr erhellend, so eine Therapiestunde … Ärztestunde … whatever.

Wäre nur schön, wenn ich auch zügig an der Muskelrüstung weiterwerkeln könnte – aber noch ist die Erkältung nicht ganz weg, weshalb ich heute Abend noch zu Hause bleiben werde. Aber Donnerstag! Da hat der Doktor es mir erlaubt!

Ansonsten bin ich gestern über meinen Schatten gesprungen und habe mit den drei J.s TESO gezockt. Ich dachte zuerst, dass mir zumindest einer der Jungs viel zu ehrgeizig wäre – aber dann stellte sich heraus, dass ich zwar ganz sicher nicht die größte Theorycrafterin der kleinen Runde bin, aber am analytischsten an die Kämpfe herangehe. Da ist es ganz gut, dass ich den Tank der Gruppe spiele. Und vielleicht informiere ich mich ja tatsächlich demnächst mal über Dropsets. Obwohl ich gecraftete viel lieber mag, weil individueller.

Auf jeden Fall lief unser Dungeonrun in Craglorn sehr erfolgreich. Es war deutlich leichter als damals die Fungal Grotto – aber da das die alte Vet-Version war, war das wohl natürlich. Jedenfalls brauchte es diesmal nur wenig Bosstaktik. Etwas enttäuschend, da ich gern an komplexen Kämpfen mit Mechaniken herumfrickle. Es muss nicht unbedingt auf Underlurker-Niveau sein (Flashbacks … das Grauen …) oder so gnadenlos wie ein Brontes-Kampf – generell scheint mich SWTOR da sehr verwöhnt zu haben – aber ein bisschen Movement und Taktik bringt Spaß in die Sache und fordert auch mal den Tank. Hach, schöne Erinnerungen an die Raids bei Star Wars! Wie oft wir im Nightmare-Mode an den zwei Panzern in Denova gewiped sind … oder die zwei Droukhs. Oder der Endkampf im Palace mit den Dread Masters. Oder das erste Mal die Sword Squadron. Seufz. Gute alte Zeit!

Tempus fugit! Jetzt schaue ich mal, wie das in TESO wird. Nur mit Leuten zusammen zu spielen, die man auch im RL kennt, hat ja auch etwas.