In the Navy

bireme

Ich habe versucht, meinen Körperfettanteil zu bestimmen. Dazu wollte ich den Navy-Rechner benutzen, weil der überall als recht zuverlässig gilt. Also Google bemüht, einen Navyrechner gefunden und gestutzt. Halsumfang – klar. Eingegeben. Hüftumfang – auch klar. Dickste Stelle und so. Prima, eindeutige Sache. Taillenumfang – check. Ganz einfach. Aber dann … Bauchumfang. What the …? Hab ich das nicht gerade mit dem Taillenumfang abgedeckt?

Nein, das Ding will beides. Und wo ist denn dann nun der Bauch zu lokalisieren? Beim Aktzeichnen und in der Anatomie ist der Bauch die komplette Bauchhöhle und keine horizontale Linie.

Ich werde etwas unwillig. Frage im Ohne Unsinn Forum nach. Bekomme auch keine eindeutig verwertbare Antwort, da ich offensichtlich anatomisch etwas schräger geraten bin als der Durchschnitt.

Ich kann nicht mit „ungefähr“ arbeiten, wenn ich eine Messreihe erstellen will. Wenn ich jeden Tag um ein, zwei Zentimeter verrutsche, kann ich mir jede Genauigkeit in die Haare schmieren. Ja, ich weiß – hundert Prozent exakt wird das nie sein. Aber ich muss dann nicht noch eine zusätzliche, völlig willkürliche Variable hinzufügen. Und nein – ich werde mir kein „Maßband bitte hier anlegen“-Tattoo machen lassen, nur um immer die selbe Stelle als „Bauch“ zu bezeichnen.

Also habe ich den Navy ad acta gelegt und mir den Abspeckblog-Körperfettrechner gegriffen. Der kommt ohne Bauchumfang aus. Derzeit 27,2% Körperfettanteil. Das ist ganz schön viel. Zwar weniger als die 33-35%, die meine Waage immer postuliert – aber immer noch eine deutlich zu hohe Hausnummer.

Kommt ja noch was weg. Allerdings nicht heute. Weil heute Samstag ist und es mir heute mittag hoffentlich gut genug geht, um zur Waldnymphe zu fahren. Mal schauen.

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15 Kommentare

  1. Lustig, wie unterschiedlich das ist! Bei mir ist die Taille als schmalste Stelle eindeutig genau auf Bauchnabelhöhe, darüber bleibt es schmal, zwischen Bauchnabel und Becken ist ein Abschnitt, der eindeutig Bauch ist, dort messe ich in der Mitte meinen Bauchumfang… Allerdings bin ich Sitzriesin mit eher langem Oberkörper: befinde mich im Sitzen problemlos auf Augenhöhe mit Leuten, die im Stehen mehr als halben Kopf größer sind… 😀 Eine meiner Schwestern und ich haben bei mancher Badeanzug-Suche Probleme, weil die anscheinend oft für kürzere Oberkörper gedacht sind….

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    1. Aber das ist ja auch ungenau, oder nicht? – „In der Mitte“. Das variiert doch bestimmt noch um mehrere Zentimeter.
      Bei mir ist die Taille drei Zentimeter unterhalb des Rippenbogens und fünf Zentimeter über dem Bauchnabel, der auf Höhe der Oberkante der Hüftschaufel sitzt. Menschen sind echt SEHR unterschiedlich. Ich hätte also für „Bauch“ einen sehr großen Messungenauigkeitsbereich. Deshalb lieber ohne Bauchwert! 🙂

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  2. Ich verwende es ja nicht für ein Körperfettmessungssystem, sondern nur zum Vergleich mit meinen eigenen Werten… da treffe ich, denke ich schon, seit Jahren ungefähr dieselbe Stelle zwischen Bauchnabel und Becken… 🙂

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      1. Der Bauch (C) – LOL. Aber mir war das Problem bei dieser Körperfettmessung so auch nicht bewusst – im Zweifelsfall würde ich von der breitesten Stelle ausgehen?

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        1. Aber das ist ja mein Problem! Es gibt keine!
          Die Taille ist die schmalste Stelle und dann verbreitert es sich in einer sanften Kurve bis zur Hüfte. Die Hüfte ist dann die breiteste Stelle. Darüber ist es eine schiefe Ebene bis zur Taille.

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          1. Wenn Du ausrechnest, was für einen Prozentunterschied es macht, wenn Du den Wert auf der Hälfte, auf einem Drittel, auf Höhe zwei Drittel wählst? Vielleicht macht es nur eine kleine Differenz im Gesamtprozentwert hinter dem Komma aus. Und wenn Du dann einfach für Dich festlegst: ok, ich nehme jetzt immer die und die Höhe für den Wert, dann hast Du auf jeden Fall einen Vergleichswert für Veränderungen in der Zukunft – oder schauen, welcher Körperfettprozentwert am nächsten dem von der anderen Formel ohne Bauchumfang kommt?

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      2. Aber wirklich ulkig wie unterschiedlich. Bei mir ist dieser Bereich relativ gerade, dann kommt der Schwung zu den Hüften. Die Unterschiede ergeben sich bei noch vorhandenem Bauch an der Stelle „nach vorne heraus“.

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        1. Ich werde einfach den Rechner ohne Bauchwert benutzen. Ich vermute, da habe ich auch nicht mehr Ungenauigkeiten als mit Schätzwerten, wo sich mein Bauch befindet (da bräuchte ich ja wirklich ein „Hier Maßband anlegen“-Tattoo). 😀 MyFitnessPal nimmt auch nur Hals/Taille/Hüfte. Da reicht das dann.

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  3. Huhu, ich hab das Ding ja programmiert – der Wert ‚Bauch‘ wird direkt über dem Bauchnabel gemessen, geht aber nur in die Formel für Männer ein.
    Es sind also zwei unterschiedliche Formeln für die Geschlechter.
    Taille liegt höher, knapp unter den rippen.
    Schön, dass du bei mir gelandet bist 🙂

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  4. Huhu, also ich glaub ja nicht, dass dieser Rechner stimmt! bei mir zeigt der auch 27.7% Körperfett an und ich hab ja so 10kg mehr als du und das sind bestimmt keine Muskeln.
    lg
    Wren

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    1. Ach Wren – der Rechner stimmt nicht, weil bei zwei Frauen das gleiche rauskommt?

      Du bist doch Wissenschaftlerin, die den Dingen auf den Grund geht, kann man ja leicht testen.
      Du kannst doch einfach an den Werten rumdrehen (hier Zentimeter weg, dort dazu etc.) um zu sehen, dass jedesmal andere Werte rauskommen – erster Beweis: es kommt nicht jedesmal das gleiche raus, sondern verhält sich mal so, wie man annehmen würde, weniger Zentimeter = weniger Körperfett.

      Jetzt könnte es ja trotzdem sein, dass ich beim Programmieren die US Navy Formel fehlerhaft umgesetzt habe. Zum Glück bin ich ja nicht der einzige, der das programmiert hat und so kann man ganz einfach gucken, ob denn bei anderen das selbe rauskommt:

      http://www.cactus2000.de/de/unit/massfat.shtml
      http://fitness-experts.de/navy-koerperfettanteil-rechner
      http://xn--krperfettwaage-info-q6b.de/us-navy-methode-rechner/
      http://www.bmi-rechner.net/cgi-bin/koerperfett.cgi

      Gucke da, kommt überall (bis auf abgeschnittene Nachkommastellen) das gleiche raus. Beweis zwei: mein Rechner tut genauso wie alle anderen (gibt aber mehr Zusatzinfos aus, was die Werte bedeuten bzw. wie man sie einordnen kann).

      Jetzt kann man noch anführen, dass die Formel insgesamt nicht stimmt. Die US Navy hat ja zigtausende Leute vermessen bei den Musterungen. Diese ganzen Messergebnisse wurden – für Frauen und Männer getrennt, da man bei Frauen von einem generell höheren Fettanteil ausgehen muss (isso, keine Beleidigung) jeder ne Formel für sich.

      Wie kommt man auf so eine Formel? Wie immer – man hat ewig viele Messwerte, guckt sich die in Excel an und versucht, das zu „fitten“, dh man baut eine Formel, die möglichst genau das abbildet, was man in Excel als „Kurve“ sieht. Die beiden Formeln sind für Nicht-Mathematiker sehr obskur, aber so macht man das in der Wissenschaft immer.

      Dennoch ist die US Navy Methode nur ein Ansatz, eine Näherung, eine Schätzung – einzig verlässlich sind Volumenmessmethoden, bei denen man in einem Wassertank sitzt oder ähnliches, kostet aber auch jedesmal um die 40-50 Euro.

      Wenn man einfach sehen will, was sich verändert von Monat zu Monat, tut die Formel vollkommen. Letztendlich ist der Wert nicht wirklich wichtig, Männer und Frauen können sich damit nicht vergleichen. Zwei Frauen wie ihr schon eher, dann seid ihr eben tatsächlich vom Fettanteil ähnlich. Aber die Formeln taugen nur für eine Abschätzung oder eben, wenn man das regelmässig macht und sich die Veränderung an sich anschauen will.

      Oder um abzuschätzen, wann man denn endlich das Sixpack sehen kann… 🙂

      https://kochkatastrophen.blogspot.de/p/rechner-korperfett.html

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