Meinen Panzer ersetzen

61,3 Kilo. Also 700 Gramm Wasser über Nacht verschwunden – aber immer noch 800 drauf. Nervig weil so unberechenbar. Egal, Ruhe bewahren.

Gestern hatte ich meinen monatlichen Arzttermin. Also, den Therapietermin. Ich mag es nur lieber, die Frau Doktor „meine Ärztin“ zu nennen als „meine Therapeutin“. Letzteres hat nämlich so einen 90er-Jahre-Sitcom-Vibe, den ich nicht zwingend besonders nett finde. Auf jeden Fall hat sie mich (unter anderem) mal wieder für meine Abnahme gelobt und mir auch eine interessante neue Perspektive verschafft. Als ich ihr erzählt habe, dass ich mich auch in meinen dicksten Zeiten selbst nie als fett gesehen habe, nicht von mir als dicker Person geträumt habe und dergleichen, meinte sie, dass das nur natürlich wäre, da ich mir das Fett wohl auch nur als Panzer zugelegt hätte. Es hat mich beschützt und abgeschirmt, war aber in meiner Wahrnehmung nur eine Rüstung und kein Teil meines Körpers. Deshalb konnte ich es auch „so einfach“ (naja …) ablegen.

Vor allem, da ich jetzt schon wieder eifrig dabei bin, mir eine neue Rüstung zu bauen: Meine Muskeln. Das scheint aber aus therapeutischer Sicht nicht bedenklich, weshalb ich auch dafür gelobt wurde. Hmmm, stimmt schließlich … rein gesundheitlich sind Muskeln die bessere Rüstungsinvestition als Fett. Ich muss die Frau Doktor aber nächstes Mal fragen, ob es denn nicht am besten wäre, ich käme ganz von dem Trip runter, mich überhaupt gegen die Welt panzern zu müssen. Kann sein, dass ich noch nicht so weit bin und sie sich darüber freut, dass ich wenigstens nicht mehr so autoaggressiv bin und mich mit Übergewicht selbst bestrafe.

Sehr erhellend, so eine Therapiestunde … Ärztestunde … whatever.

Wäre nur schön, wenn ich auch zügig an der Muskelrüstung weiterwerkeln könnte – aber noch ist die Erkältung nicht ganz weg, weshalb ich heute Abend noch zu Hause bleiben werde. Aber Donnerstag! Da hat der Doktor es mir erlaubt!

Ansonsten bin ich gestern über meinen Schatten gesprungen und habe mit den drei J.s TESO gezockt. Ich dachte zuerst, dass mir zumindest einer der Jungs viel zu ehrgeizig wäre – aber dann stellte sich heraus, dass ich zwar ganz sicher nicht die größte Theorycrafterin der kleinen Runde bin, aber am analytischsten an die Kämpfe herangehe. Da ist es ganz gut, dass ich den Tank der Gruppe spiele. Und vielleicht informiere ich mich ja tatsächlich demnächst mal über Dropsets. Obwohl ich gecraftete viel lieber mag, weil individueller.

Auf jeden Fall lief unser Dungeonrun in Craglorn sehr erfolgreich. Es war deutlich leichter als damals die Fungal Grotto – aber da das die alte Vet-Version war, war das wohl natürlich. Jedenfalls brauchte es diesmal nur wenig Bosstaktik. Etwas enttäuschend, da ich gern an komplexen Kämpfen mit Mechaniken herumfrickle. Es muss nicht unbedingt auf Underlurker-Niveau sein (Flashbacks … das Grauen …) oder so gnadenlos wie ein Brontes-Kampf – generell scheint mich SWTOR da sehr verwöhnt zu haben – aber ein bisschen Movement und Taktik bringt Spaß in die Sache und fordert auch mal den Tank. Hach, schöne Erinnerungen an die Raids bei Star Wars! Wie oft wir im Nightmare-Mode an den zwei Panzern in Denova gewiped sind … oder die zwei Droukhs. Oder der Endkampf im Palace mit den Dread Masters. Oder das erste Mal die Sword Squadron. Seufz. Gute alte Zeit!

Tempus fugit! Jetzt schaue ich mal, wie das in TESO wird. Nur mit Leuten zusammen zu spielen, die man auch im RL kennt, hat ja auch etwas.

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