Beibende Werte

61,3 Kilo. Trotz Training. Interessant.

Gestern hatte ich einen sehr … anstrengenden Tag. Man könnte es auch ganz ohne Beschönigung einen ausgewachsenen Scheißtag nennen. Hauptsächlich sabotierte mich Technik am Arbeitsplatz, aber sogar im Gym war es brechend voll, so dass nicht einmal die Abendentspannung problemlos von statten gehen konnte.

Trotzdem schaffte ich es dank meines treuen MP3-Players, der mich im richtigen Moment mit Epic Metal versorgte („… we kill for honour …“), mich von der Umwelt abzuschotten und friedlich meine Gewichte herumzuzerren, -schieben, -drücken, -heben.

Bei den Abspeckbloggern gab es Umfragen zum Thema „Selberkochen“, die dazu führten, dass ich mir Gedanken gemacht habe. Darüber, warum immer noch dieser (falsche aber Tendenzen zeigende) „95% aller Diäten scheitern“-Faktoid herumschwirrt.

Tatsache ist, dass Gewichtsverlust nur klappen kann, wenn man begreift, woher die Zunahme kam und nicht nur an Symptomen doktort. Was bedeutet, dass man dauerhafte Erfolge auch nur mit dauerhaften Änderungen erzielen kann. Oder auch: Dieses neue Leben ist jetzt für immer. 

Man wird für immer gesünder essen, besser kochen, sich mehr bewegen, Kalorien zählen (oder mit Übung irgendwann schätzen). Es wird nie wieder wesentlich anders sein, wenn man den positiven Ist-Zustand behalten möchte.

Woraus folgt: Eine Abnahme kann nur auf Dauer funktionieren und das Gewicht gehalten werden, wenn schon die Diätphase („Diät“ hier mal im unklassischen Sinne) so natürlich und machbar ist, dass man sie – mit geringen Anpassungen – als erstrebenswert für den Rest des Lebens hält.

Denn man macht keine Diät: Man ändert alles, was man zu sich nimmt, wie man es zu sich nimmt und wie man sich bewegt.

Mittlerweile glaube ich, dass ich das für mich geschafft habe. Ich lebe seit fast einem Jahr anders. Zwar hat sich mein jetziges Essens- und Trainingsverhalten erst über die Zeit gebildet und ist vermutlich auch weiterhin Änderungen unterworfen – aber ich weiß, dass ich nun um Längen besser esse und sich mein Körper unendlich viel fitter anfühlt.

Ich habe nicht das Gefühl, zu hungern oder mir Dinge zu verkneifen, obwohl ich ein 500-Kalorien-Defizit fahre. Also werde ich auch auf Erhaltung wohl gut hinkommen. Ich esse die Lebensmittel gern, die ich im Moment so im Kühlschrank und Regal aufbewahre. Ich weiß, dass ich hin und wieder auch Schokolade haben möchte und das problemlos einbauen kann.

Kochen macht immer mehr Freude (wenn ich mich auch weiterhin auf Varianten meiner Basics beschränke) – ich baue meine Skills sogar langsam aus! Nicht, dass ich jemals eine gute Köchin werden würde – das ist gar nicht mein Ziel. Aber es beschäftigt mich mehr als vorher. Ich weiß jetzt, wo mein Verhalten mir die Kilos auf die Rippen gesetzt hat. Fertigfutter („Geht so schön schnell und ich bin abends zu kaputt zum Kochen!“) und das Grasen nebenher, wenn man am Computer sitzt oder fernsieht.

Ersteres abzustellen war erstaunlich einfach. Es ist Teil meiner Abendroutine geworden, zu kochen. Montags und Mittwochs koche ich immer für Dienstag und Donnerstag, wenn ich im Gym bin, vor. Alles mit einem vernünftigen Zeitmanagement kein Problem. Das Grasen war schwerer in den Griff zu bekommen. Aber mit zuckerfreien Fisherman´s Friends und zuckerfreien Kaugummis geht das auch.

Nicht absolut reibungslos und mit gelegentlichen Rückschlägen – aber prinzipiell denke ich, dass ich mir das neue Leben fast angewöhnt habe.

Was natürlich nicht heißt, dass meine Restabnahme und das Fitwerden derzeit besonders gut klappen. Weiß der Geier!

Ach, wird schon. Irgendwann und irgendwie. Einfach weiter durchziehen. Darin bin ich gut.

Und ein kurzer Themenschwenk: Ronja fragte nach einer kleinen Erklärung des Nerd-Technobabbel rund um TESO und andere MMOs. Gute Idee – aber da muss ich darüber nachdenken, wie ich es ohne verwirrende Querverweise packe. Kommt also noch. Demnächst in diesem Theater!

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