Jubiläumsgewicht auf ungute Weise

250 Jahre Sandburgenbau auf Wangerooge und vier Wochen dasselbe Gewicht für mich. Ich hätte also den ganzen letzten Monat jeden Tag zusätzlich eine dreiviertel Tafel Schokolade reinhauen können, ohne dass ich damit schlechter dastünde als jetzt. Das saugt ganz schön. Aber was kann ich schon tun, außer weiterzumachen? Nichts. Genau das.

Aber die letzte Zeit war prinzipiell sowieso ziemlich verschwendet. Krankheit, Stress und keine Erholungsmöglichkeit. Ich brauche ein Ende des Fastnachtsverkaufs und damit endlich, endlich, endlich wieder Wochenenden für mich. Ich werde immer unkonzentrierter und gereizter. Ich vergesse alles Mögliche und habe immer wieder das Gefühl, einen beliebigen Gesprächspartner anschreien zu müssen. Ich bin nicht dafür geschaffen, wochenlang durchzuarbeiten. Im neunzehnten Jahrhundert wäre ich also gnadenlos untergegangen. Oder hätte mich sofort den Sozialisten angeschlossen. Nein. Den Anarchisten. Das ewige Thema zwischen mir und dem Erklärfaun. Wir sind beide Anarchisten, er allerdings libertär/individualistisch und ich kollektivistisch. Was immer wieder zu hitzigen aber guten Diskussionen führt, während derer die Waldnymphe auf uns einschläft. Ja, die Salonrevoluzzer, das sind wir (tonnenweise Dosenbier …).

Auf jeden Fall brauche ich endlich Zeit, um abzuschalten. Egal wie. Aber noch liegen zwei Wochen vor mir. Zwei Wochen, in denen ich das Beste aus einem mageren Sonntag machen muss.

Diesen Sonntag werde ich Müslikekse backen. Und eventuell Bananananenbrot (Bananananen!). Im Ohne-Unsinn-Forum gab es einen Thread dazu und ich werde mal sehen, ob ich den Frühstückskuchen dahingehend abwandeln kann. Ja, ja – kaum hat ma backtechnisch was geklappt wird se übermütich, nech? Aber mir ist nun mal danach. Und die Küchenmaschine will genutzt werden!

Und trainieren möchte ich am Sonntag natürlich auch.

Das Training gestern lief großartig. Ich hatte unglaubliche Energie und konnte gut nachlegen. Cardio hätte ich locker doppelt so lange durchziehen können – aber ich wollte an die Gewichte. Und ich musste auch nirgendwo warten, obwohl das Gym ständig voller wird. Jede Woche sehe ich die Trainer mit zwei, drei neuen Leuten herumgehen. Wie soll das funktionieren, wenn es jetzt schon zu den Peaktimes so gestopft voll ist? Es heißt ja, dass die meisten Gym-Mitgliedschaften nicht genutzt werden, aber hier scheint das irgendwie nicht zuzutreffen. Es werden einfach mehr und mehr Leute. Und ich kann nun mal nur nach der Arbeit. Was die ganzen Rentner und Hausfrauen nicht anficht – die sind auch zu diesen Zeiten da. Ist wie beim Einkaufen. Wenn ich mal in Rente bin werde ich nur morgens um elf unter der Woche trainieren gehen, damit ich meine Ruhe habe! Und nicht sehen muss, was der Man-Bun—Mann an T-Shirts trägt. Das ist ein echt hübscher, gut trainierter Typ, der seine langen Haare während des Trainings aus unerfindlichen Gründen zu einem Dutt mitten auf dem Kopf geknödelt trägt, was ihm entfernte Ähnlichkeit mit der Tochter der Mymla beschert. Und dazu trägt er gelegentlich ein Shirt, das aussieht, als sei es die obere Hälfte von Borats Mankini. Ohne Witz – nur Streifchen über die Nippel.

So kann man sich auch entstellen.

Naja, ist ja seine Sache und geht mich nichts an. Aber lachen darf ich trotzdem. Darf er auch über mich!

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3 Kommentare

  1. Gewichtsstagnation nervt so sehr
    Ich mach gerade auch wieder mehr Sport und nehme zu trotz defizit -.-
    Ich wünsche dir ganz viel Power für die letzten zwei Vorfastnachtswochen!
    und ansonsten: BANANA!

    Gefällt mir

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