Gelernte Entspannung

Gestern hatte ich meinen monatlichen Termin bei meiner Ärztin. Und wieder einmal hat sie es geschafft, mich aufzurichten, mir einen freundlichen Klapps zu geben und mich wieder on my merry way zu schicken. Diese Frau ist absolut großartig und ich hoffe, dass die Mehrzahl der Therapeutinnen und Therapeuten so gut ist (leider weiß ich, dass dem nicht unbedingt so ist, was mich noch viel glücklicher macht, dass ich zu ihr gekommen bin).

Zwar ging es gestern hauptsächlich um den Umgang mit Fehlern, aber das führte naturgemäß auch zu meiner Verzweiflung ob des monströsen Gewichtsplateaus. Frau Dr. V. ist völlig fettlogikfrei und hat mir also, statt mir etwas von Setpoint oder Hungerstoffwechsel zu erzählen, einfach erklärt, dass ich derzeit durch meinen Stress so viel Cortisol produziere, dass mein Körper gar nicht anders kann, als Wasser zu bunkern. Und dass es völlig normal ist, wenn sich so ein Zustand auch über Wochen hinschleppt.

Ziel ist es nun also, meine ständige Anspannung abzulegen. Dazu habe ich etliche Werkzeuge – aber primär lohnt es nicht, nur an Symptomen herumzufuhrwerken. Ich muss ruhiger werden und mehr Zeit für mich schaffen. Zum Glück ist es absehbar, dass ich demnächst wenigstens meine Samstage wieder für mich haben kann. Selbstbestimmt. Das bedeutet nicht, dass ich dann den ganzen Tag auf der Couch sitzen werde! Ich werde garantiert jede Menge Dinge unternehmen. Aber der ganz große Punkt ist eben: Ich tue es, ohne von außen dazu motiviert zu werden. Für mich. Aus meiner Inspiration heraus. Zu meinen Bedingungen. Und das allein sollte schon für Entspannung sorgen.

Gestern Abend war wieder Dungeon-Montag mit den drei Js. Wir haben Volenfell im Hardmode gemacht und es lief ganz großartig. Nur der dreigeteilte Endboss hat uns zweimal auf den Boden geschickt, bevor wir begriffen haben, dass es wirklich einer dieser „wie die Hühner herumrennen“-Encounter ist. Dann lief es. Und ich habe mein Tremorscale-Headpiece bekommen (ein wirklich gutes Teil für Tanks). Jetzt also nur noch darauf warten, bis mir der Zufall irgendwann auch die Tremorscale-Schulterteile schenkt. Da bekannt ist, wie viel Glück ich in Computerspielen mit dem Random Number Generator habe, kann es sich also nur noch um Monate handeln.

Außerdem hat mir J1 gestern einen Vampirbiss für meinen Magica-Templar geschenkt. Die Mehrzahl meiner TESO-Charaktere sind Werwölfe (weil Coolness und so. Und weil ich fast nur Stamina-Chars habe) – aber ich wollte auch unbedingt mal „die andere Seite“ ausprobieren. Dafür bot sich mein optisch eh schon auf meinem P&P-Vampir basierender Suebicus Flavus an. Ich habe die erste Quest gemacht, habe mit dem Kerlchen nun eine gesund bleiche Hautfarbe und werde heute Abend nach dem Training einmal sehen, was man so anstellen kann, wenn man in TESO gerne Blut trinkt.

Ach ja – Training. Ich hoffe immer noch, dass die guten Vorsätze langsam abflauen und es ruhiger im Gym wird. Das ist nämlich auch so ein Stressfaktor: Ständig schauen zu müssen, wo das nächste Gerät frei wird und sich dann wie ein Hühnerhabicht draufstürzen. Ich bin wirklich fast versucht, das Gym zu wechseln, weil die große Kette vor Ort einfach mehr Geräte bietet und man nicht Schlange stehen muss. Aber andererseits mag ich die ruhige Atmosphäre, die gute Erreichbarkeit (drei Minuten mit dem Rad sind unschlagbar) und die günstigen Preise.

Entscheidungen, Entscheidungen!

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