„Du warst doch nicht dick!“ – Wahrnehmungsstörungen ausgelagert

Ich hatte schon lange kein Bild mehr. Deshalb hier ein Portrait von Akeem, dem Magus-Charakter der Waldnymphe.

Immer noch 61 Kilo. Irgendwie interessiert es meinen Körper nicht im Geringsten, dass ich diese Woche noch ein kräftigeres Defizit fahre als sonst. Ärgerlich. Und meine Oberschenkel werden dicker. Ich weiß, dass es am Training liegt, bin davon aber trotzdem unbegeistert. Denn auch wenn Muskeln schöner aussehen als Fett, wirkt es bei mir trotzdem unproportional. Da ist es wieder, das alte Sprichwort: Wenn eine dicke Kuh dünn wird, ist sie noch lange kein Reh.

Vielleicht sollte ich mal ein paar Monate Abnehmpause machen und sehen, wohin mich das bringt. Zwar weiter tracken aber mich um kein Defizit mehr bemühen. Aber ich habe zu viel Angst davor, dass ich selbst mit 1500 Kalorien am Tag wieder zunehmen würde. Denn wenn ich mit 800 Kalorien schon auf Erhaltung bin, müssten mich 1500 ja gewaltig dicker werden lassen. Fettlogik? Mag sein – aber derzeit sehe ich in meiner Ernährung keinen Fehler, bescheiße mich nicht selbst (die Technik lügt nicht und selbst wenn ich Schlafwandelessen praktizieren würde, ginge das gar nicht, weil ich nicht mehr als meinen Wochenbedarf im Haus habe!), bemühe mich heftigst um Makros und trotzdem geht gar nichts. Da bleibt eigentlich nur der Schluss, dass ich mit 800 auf Erhaltung bin. Seltsam und unschön. Oder mir fehlen irgendwelche Mikronährstoffe. Aber Geld für ein spezifisches Blutbild habe ich nun wirklich nicht und es geht mir ja auch hervorragend. Kein Haarausfall, keine Schwächegefühle, mein Blutdruck ist niedrig bis gut, Fingernägel und Haut alles fein … Latein am Ende und so. Ich ziehe das 900er-Defizit-Experiment nochmal eine weitere Woche durch. Wenn sich dann auf der Waage immer noch nichts getan hat, esse ich 1500.

Vorgestern habe ich mich mit Kollege M. über Ärzte unterhalten. Und meinte, dass ich es ungut finde, dass mich keiner meiner Ärzte je auf meine Adipositas angesprochen hätte. Woraufhin M. aus allen Wolken fiel, vehement abstritt, dass ich je adipös gewesen sein könnte und auf meinen Hinweis, dass ich einen BMI von über 30 gehabt hätte, eher mit Ablehnung des ganzen BMI-Konzepts kam, als mir einfach zu glauben. Als ich ihm sagte, dass ich 92 Kilo gewogen hätte, war auch das völlig unglaublich. Er hätte mich auf maximal 75 Kilo geschätzt. Eine amüsante Zahl, da ich sie auch immer genau so in meinem Kopf hütete. Ich war damals (ohne Waage natürlich) der festen Überzeugung, 75 Kilo zu wiegen. Tja.

Ich glaube, ich habe ihn zum Nachdenken gebracht, da er meinte, dass er zwar glaubt, maximal 76 Kilo zu wiegen, aber schon länger mehr auf keiner Waage stand. Ich bin gespannt, ob er sich nun wiegen wird. Ich bin schlecht im Schätzen, gerade bei Männern, deshalb habe ich keine Ahnung, wie viel er wiegen könnte.

Das Gespräch hat in jedem Fall gezeigt, dass man tatsächlich mittlerweile erst als adipös erkannt wird, wenn man schon tief im „morbid“ steckt. Darunter ist man maximal pummelig.

Hilft mir leider so gar nicht weiter im Moment. Abnehmen im Normalgewichtsbereich scheint die Bitch aller Bitches zu sein. Zumindest für mich.

Unrelated und nur um es für mich aufzuheben: Dieser Artikel. Der nur bedeuten kann, dass Bioware hoffentlich bald zu seinen Wurzeln zurückkehrt und ich in TESO meine Boytoys noch attraktiver gestalten kann. Vor allem, da der Artikel schon über zwei Jahre alt ist und der Trend schon länger da ist. Dass die Parität schon erreicht wurde, hatte ich aber noch gar nicht auf dem Schirm. Sehr schön.

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9 Kommentare

  1. Moin. Also: Ich vermute hart, dass das bei dir Wasser ist. Die Gründe hast du die letzten Posts doch selber genannt: Stress, und das nicht zu wenig, und Sport und wer weiß ob da nicht noch was ist. Dann hattest du ne fehlerhafte Zählapp. Auch bei dir funktioniert die Physik, es geht nicht anders. Dein 800-kcal Erhaltungsding ist ja quatsch, solange du kein Bettlägriger 1,10 großer Zwerg bist. Lese dazu doch noch mal die Hungerstoffwechselsektion in der Fettlogik:). Das wird werden sobald du dich mal wieder was entspannst, einfach dranbleiben:).

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    1. Stress ist vorbei, ich bin tiefentspannt, sogar im Job. 😀
      Und MFP scheint ja doch zu stimmen, da es nur um den TDEE ging und ich glaube, nichtmal MFP liegt mehr als 500 kcal pro Tag daneben! 🙂
      Das ist es ja – es gibt absolut keinen Grund! Ich baue pro Woche kein halbes Kilo Muskeln auf, das die Abnahme jeweils canceln würde, die ich theoretisch haben müsste. Und wenn es Wasser wäre, müsste ich ja schon aussehen wie der abgewurstete Elefantenmensch. Mit Abdrücken von Socken- und Unterhosengummizügen und all sowas.
      Dass nichts davon passt, macht mich einfach irre!

      Und dass ich letztes Wochenende etwas nach unten ging, nur um sofort wieder hoch zu schießen … ich weiß schlicht nicht mehr weiter. Es gibt keine Erklärung.

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      1. Ja, aber Magie kann es nicht sein:). So lange du ein Defizit fährst , wird es irgendwann runtergehen. Und wenn ich während der Regel so 3-5 kg Wasser einlagere, habe ich auch keine Sockemabdrücke:). Das einzige was mir noch einfallen würde, wäre, NOCH mehr Eiweiß zu probieren. Wie viel g/kg isst du denn da zurzeit?

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    1. Durch meine Auf- und Abwärmorgien habe ich fast keinen Muskelkater. Kann ich also ziemlich ausschließen.
      Diese Woche bin ich bei etwa 100 Gramm Eiweiß pro Tag. Das ohne das Defizit zu verringern deutlich zu erhöhen dürfte echt schwer werden. Ich werde nächste Woche mal einen starken Eiweiß-Refeed mit kleinerem Defizit ausprobieren und sehen, wie das läuft.

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      1. Ja also Muskelverletzungen gehen auch ohne Muskelkater, ist der normale Anpassungsprozess. Mach das mit dem Eiweiß mal, vielleicht isses deezeit zu wenig, bin gespannt:) Toitoi! Immer dran denken: Da muss nen Grund hinterstecken! wir kriegen raus, welcher.

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        1. Planung für nächste Woche (jeden Tag das selbe, ich mag das):
          Mittags
          Eine Scheibe Lowcarb-Frühstückskuchen (klein). 122 kcal
          Ein gekochtes Ei (M). 76 kcal
          100 Gramm Magerquark. 72 kcal
          100 Gramm Magerjoghurt. 46 kcal
          100 Gramm Trauben. 71 kcal
          100 Gramm Heidelbeeren. 39 kcal

          Abends
          500 Gramm Magerquark. 380 kcal
          100 Gramm Handkäse. 125 kcal
          200 Gramm Zucchini. 46 kcal
          100 Gramm Spitzpaprika. 37 kcal
          30 Gramm getrocknete Tomaten. 48 kcal
          100 Gramm Zwiebel. 28 kcal
          200 Gramm Gelberüben. 62 kcal

          Gesamtkalorien: 1149 kcal
          Eventuell nochmal 100 Gramm Handkäse als Zusatz-Eiweiß. Dann gesamt: 1274 kcal.

          Das ist auch ohne die zweiten 100 Gramm Handkäse schon 125 Gramm Eiweiß nur aus den Milchprodukten und dem Ei. Mit dem Extra-Käse sind es dann 154.

          Das ist deutlich mehr als diese Woche, liegt aber weit unter jedem möglichen TDEE und sollte Eiweißmäßig voll reinziehen.

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  2. Ich probiere zur Zeit wegen meiner Beine außer Trockenbürsten diverse Selbst-Lymphdrainage-Techniken aus – vor allem, weil ich den Eindruck habe, dass ich viel Wasser im Bauchraum habe. Es gibt in einem Vortrag von einer Lipödem-Patientin auf einer Tagung ein Vorher-Nachher-Bild, einen Tag vor der Liposuktion an den Beinen (was ich definitiv nicht plane, schon aus Kostengründen und OP-Angst) und ziemlich direkt danach. Was für mich da interessant ist: Sie weist darauf hin, dass nicht nur die Beine schmaler sind, sondern auch der Bauch aussieht, als ob er mindestens zwei Kilo weniger hätte, obwohl da keine OP stattfand. Sie kommentiert dazu, dass die Entlastung des Lymphsystems an den Beinen durch Entfernung des Lipödem-Gewebes dazu geführt hat, dass das Lymphsystem auch das Wasser aus dem Bauchraum „wegschaffen“ konnte. Das Wasser kann ja nicht nur im Zwischengewebe sein (bei viel Wasser Ödeme, Einschnitte von Bündchen etc.), sondern auch in den Lymphknoten selbst – die normalerweise 5-10 mm großen Lymphknoten können unter „Aktivierung“ (bei Krankheiten, z.B. geschwollene Lymphknoten bei ’ner Halsentzündung etc.) bis auf zwei Zentimeter anwachsen, vielleicht sind sie auch bei generellem Stress und Anstrengung etwas geschwollen, was bei 600 Lymphknoten pro Mensch (und etwa 200 davon im Bauchraum/Verdauungssystem) sich schon summiert. Aber dass das auch unter Stress eine Rolle spielt, sind natürlich Spekulationen meinerseits.
    Es gibt eine Physiotherapeutin auf YT, die die Techniken zur Selbstlymphdrainage, wie ich finde, sehr anschaulich, professionell und angenehm erklärt, vielleicht interessiert es Dich. Ich habe schon einiges von ihr ausprobiert, allerdings noch nicht sehr lange/bzw. sehr regelmäßig – das steht als nächstes auf meinem Plan. Faszienierend war z.B.: Ich niese zur Zeit pollenallergiebedingt rum. Ich bin eigentlich „nur“ auf Hausstaub allergisch und der Allergietest ist auf Pollen negativ, aber in jedem Frühjahr gibt es eine Phase, wo ich rumniese und rumschniefe, dann (zum Glück!) nach 1-2 Wochen scheint sich mein Körper an den Pollenkram gewöhnt zu haben und kriegt sich wieder ein.
    Aber nach so einem Niesanfall (10-20 Nieser hintereinander) ist im Nasenbereich alles zu und geschwollen – Nase, Nebenhöhlen, Augen fühlen sich verquollen an. Als ich neulich danach die Lymphdrainage für den Kopfbereich ausprobierte, konnte ich förmlich mitverfolgen, wie sich alles wieder entstaute und frei wurde… 🙂
    Hier ist der YT-Link: https://www.youtube.com/user/massagebyheatherw/videos?sort=p&view=0&flow=grid

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