Erlebnissplitterkuchen

Konjakpulverpudding. Konsistenz nun erreicht. Sehr schön. #ohneunsinnabnehmen

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Ja, schön ist er wirklich nicht, mein Konjak-Protein-Pudding. Gut, ich hätte ihn bestimmt appetitlicher anrichten können … aber ehrlich gesagt war es schon schwer genug, ihn später aus dem Shaker zu bekommen. Dekorative Anstrengungen will ich mir da gar nicht so konkret ausmalen.

Jedenfalls war es sehr überraschend. Nützliche Feststellungen: Anderthalb Teelöffel Konjakmehl für 300 ml Mandelmilch produzieren also Puddingkonsistenz. Nicht mehr und nicht weniger. Da muss man genau sein, wie bei der Holy Hand Grenade of Antioch. And the number of the counting shall be three. Klumpenfrei wird es, wenn man zuerst die Mandelmilch in den Shaker füllt und dann in einer Schüssel das Proteinpulver und das Konjakmehl gut vermischt. Dann alles zur Milch und sofort wie bekloppt schütteln. Nach etwa zehn Sekunden wird das Zeug schlagartig fest und man erinnert sich, dass man das Flavour vergessen hat. Kann man aber nichts mehr tun und muss den Pudding eben mit laschem Geschmack essen. Dann weiß man es beim nächsten Mal. Lerneffekt durch Schmerz.

Außerdem Essensthematisch: Wren bringt immer mal wieder Blogposts zum Thema Streetfoodmärkte. Ich habe so etwas noch nie erlebt, wurde durch die Berichte aber immens angefixt. Und ein kosmischer Zufall hat dazu geführt, dass J1 gestern anfragte, ob wir ihn am ersten April auf einen eben solchen Markt begleiten wollen! Ich habe natürlich sofort „hurra!“ geschrien, die Waldnymphe scheint auch nicht abgeneigt, nur der Erklärfaun zögert noch, da er – nicht unberechtigterweise – Menschenmengen erwartet. Ich hoffe, das klappt. Ich möchte uuuuunbedingt auch einmal solch seltsame Köstlichkeiten essen!

Vom Essen weg hin zum Muskelaufbau. Ronja fragte in ihrem Tagebuch nach der mir verhassten Sägemuskelübung. Ich schaute gestern nach, wie das Gerät heißt und habe es postwendend wieder vergessen. Irgendwas mit „Rotation“. Doof ist es auf jeden Fall und irgendwie komme ich über 36 Kilo dabei nicht hinaus. Ist vielleicht mental oder so.

Weitere Trainingsbeobachtungen: Ich bin mittlerweile sicher, dass Man-Bun-Man (ich habe ihn sicher schon einmal erwähnt, oder? Nippelshirt?) schwul sein muss. Mein Gaydar ist zwar geradezu nonexistent, aber wenn man´s mir mit dem Holzhammer hindrückt, merke ich es auch. Ist natürlich völlig irrelevant aber ich mag die Subkultur. Von daher – more power to him!

Das komplette Gegenteil: Ein seit Neuestem regelmäßig auftretendes junges Pärchen. Cis-Het vom Feinsten. Sie machen alles zusammen. Wenn keine zwei direkt nebeneinanderstehenden Crosstrainer frei sind, warten sie lieber, als auch nur eine Person zwischen sich kommen zu lassen. Sie sind sonst immer am selben Gerät und bewundern sich hingebungsvoll. Sie putzt ihm hinterher die Geräte und stellt ihm alles ein … Ich möchte ein bisschen Brechen. Manche Leute scheinen einfach schon als Rentner auf die Welt zu kommen.

Ich urteile schon wieder. Sollte ich lassen. Immerhin bin ich eine bindungsschwierige, kaltherzige Bitch und sollte mich lieber an wahrer Liebe wärmen, anstatt aufgrund vager, splitterhafter Beobachtungen zu lästern.

Aber ich bedenke sie ja im echten Leben nicht mit bösen Blicken oder so, sondern lächle. Anonymisiertes Ge-zynike im Blog ist harmlos. Zeigt mal wieder, wie schwer es mir fällt, die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen zu erfassen. Was ein Glück, dass in meiner Beziehungskonstellation alle so drauf sind!

Nicht trainingsrelevant: Die Hornisse ist verschwunden. Das erfüllt mich mit milder Besorgnis, weil ich eigentlich die Küchentür extra zugemacht hatte, damit sie nicht durch die ganze Wohnung marodiert. Wohin kann sie gegangen sein? Es bleibt spannend.

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10 Kommentare

    1. Lustig, das gab es in meinem alten Fitnessstudio auch und ich habe es sehr gern gemacht – und war sehr enttäuscht, als alle Geräte erneuert wurden und es kein entsprechendes Gerät mehr gab. Vielleicht liegt der Spaß am Gerät an meinem proportional langen Oberkörper? Wenn ich sitze, bin ich ganz oft auf Augenhöhe mit Leuten, die mich im Stehen um Haupteslänge überragen… #TeamSitzriese

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      1. Für mich ist unangenehm, dass ich mit den Füßen nicht auf den Boden komme (der Sitz ist nicht höhenverstellbar) und ich deshalb die Beine komisch verknoten muss. Und irgendwie habe ich sauwenig Kraft in den betreffenden Muskeln.

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        1. Ah, ok, dann kann man da die Hebelkräfte des Körpers gar nicht richtig zur Geltung kommen lassen, vermute ich. Bei dem Teil, das ich kannte, war der Sitz höhenverstellbar…

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  1. Huhu,
    Man danke für das ständige Verlinken, da freu ich mich immer:D. Nichts für ungut wegen des Puddings, Hauptsache er schmeckt (spätestens MIT Flavdrops) Vom Streetfoodfestival berichte mal! da ist ja auch keines wie das andere!

    Wren

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