Finis

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Das ist ein etwas über einen Meter hoher Affenschädel aus Schokolade im Schaufenster einer Pariser Confisérie. Echt jetzt.

Zuerst die Fakten. Dies ist schließlich ein Abnehm-und-Fitness-Serviceblog. Wir haben jeden Tag etwa 3000 Kalorien gegessen. Sei es mit dem üppigen Frühstück (Brioches, Kokoscreme, gesalzene Butter …), den Süßigkeiten (Macarons groß wie eine ganze Hand. Zwei davon in der immens köstlichen Variante „Tonkabohne“ direkt vor Oscar Wildes Grab zu seinen Ehren. Hätte er sicher gut gefunden) oder dem Abendessen beim ehemaligen Sternekoch im Le Keller.

Da wir aber insgesamt etwas über 30 Kilometer zu Fuß unterwegs waren, habe ich nicht zugenommen, hatte am Montag sogar unter 60 Kilo und bin heute morgen bei 60,3 Kilo.

Ich habe Muskelkater in der hinteren rechten Wade, werde aber trotzdem nachher meinen leichtsinnigerweise vereinbarten Trainertermin wahrnehmen.

Soweit die Zahlen. Jetzt ein paar willkürliche Fakten diese allerbesten Urlaubs aller Zeiten (Bilder gibt´s in meinem Instagram)!

  • Paris ist wunderschön, wenn das Wetter wunderschön ist. Check!
  • Es gibt kein vegetarisches Essen. Man wird ständig auf „Salade“ verwiesen. Ich mag keinen Salat. Da dem Franzosen als Solchem aber auch Laktoseintoleranz unbekannt zu sein scheint (was die Waldnymphe schier wahnsinnig machte, da sie keine laktosefreie Milch zum Kaffee bekommen konnte und immer Sojamilch nehmen musste), hat man wohl dort als essenstechnisch schwieriger Mensch generell die Arschkarte.
  • Es gibt weder Dönerbutzen noch Pizzarien oder indische Restaurants. Dafür Unmengen von Sushi- und Pholäden. Das ist nur eine Beobachtung, wir wollten weder Döner noch Pizza.
  • Der französische Kaffee ist besser als sein Ruf. Wenn auch nicht viel. Aber besser.
  • Französische Backwaren sind in süß göttlich. Ansonsten eher … meh.
  • In den Galeries Lafayettes am Boulevard Haussmann werden morgens Busladungen reicher Chinesinnen abgekippt, die sich dann vor den Luxusgeschäften aufreihen, um den Gegenwert eines Mittelklassewagens für strassbesetzte Scheußlichkeiten und Taschen auszugeben. Erstaunlich oft recht dicke reiche Chinesinnen. Reichtum scheint dort noch in Kilo gemessen zu werden.
  • Im Hermes-Shop wurde meine Tasche gefilzt. Die Türsteher (ja, jeder Laden dort hat Türsteher und Parkservice) haben zielsicher den Wert meiner Garderobe auf insgesamt unter hundert Euro geschätzt und mich deshalb als potentielle Gefahr eingestuft.
  • Der Eiffelturm kann ganz schön unauffällig sein.
  • Die Pariser lieben ihre Oper, obwohl das Ding ein zuckergußbeklebtes Monster ist, das hässlich auf einem zentralen Platz lauert, um Besucher mit seinen pompösen Säulen anzufallen.
  • Wenn man schnell und unauffällig ist, kann man die frisch renovierte, wunderschöne Nationalbibliothek ansehen, bevor man eingefangen und rausgeworfen wird. Und ein Selfie mit der Statue von Voltaire machen.
  • Unser Hotel war direkt neben dem Innenministerium. Das war ständig bewacht. Und die Damen und Herren mit Wumme und Uniform waren allesamt lecker anzusehen und anlächelfreudig. Wir hatten Spaß.
  • Überhaupt, das Hotel! „Wundervoll“ wird ihm nicht im Ansatz gerecht! Hat uns der Erklärfaun super ausgesucht. Wir haben uns auch sehr bei ihm bedankt.
  • Beobachtungen über den Pariser Straßenverkehr: das absolute Chaos aber niemand ist gestresst oder aufgeregt. Es wird wenig gehupt oder ge-roadraged und wir haben nur einen Unfall mitbekommen. Trotzdem sind wir nach einem Tag auf dem Fahrrad dann doch zum Laufen zurückgekehrt. Es ist schon anstrengend, im Gewühl den Überblick zu behalten, wenn man sich etwas schneller bewegt.

Mir fallen in den nächsten Tagen bestimmt noch etliche Dinge ein, die ich dann nach und nach erzählen werde. Bis dahin aber das Fazit: Ich liebe Paris und möchte auf jeden Fall nochmal hin!

Jetzt zurück in den Alltag finden. Diese Woche habe ich komplett frei und werde mich von der Erholung erholen. Und Sport machen.

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