Ach watt, Leben!, Training

Progress an mehreren Fronten

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Als erstes an meinen Oberarmen. Es hat Spaß gemacht, mich eitel in der Umkleide zu fotografieren, während hinter mir etliche ältere Damen, die dort Sonntag morgens immer sitzen und ratschen, sich über Gott und die Welt unterhalten haben. Paranoid wie ich bin, habe ich natürlich die Vorstellung, dass sie sich, sobald ich aus der Tür war, auch über meinen Auftritt ausgetauscht haben.

Egal! Ich bin heute narzisstisch. Ich habe gut trainiert, da darf ich auch mal stolz drauf sein.

Der zweite Progress ist eher amüsanter bis fast beleidigender Natur. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich es als Affront werten sollte.

Jedenfalls hatte ich am Freitag mein Auto bei der Inspektion. Und als ich es mittags abgeholt habe … sah es völlig anders aus! Sie hatten Mitleid damit, dass ich es seit Jahren nicht mehr geputzt hatte und haben es kostenlos für mich durch die Waschanlage gefahren. Kommentar der Waldnymphe: „Ich dachte, dein Auto wäre hellgrau! Ist es ja gar nicht!“

Na, egal. Ergebnis zählt! Und ein strahlend weißes Auto ist ein gutes Ergebnis.

Außerdem gab es Progress bei meiner persönlichen musikalischen Bildung. Wir waren Freitag Abend bei einem modernen Percussion-Konzert. Zum Teil sehr verblüffend aber unterhaltsam. Am Besten für mich: Die gut gespielte Stehlampe und „Sergey, blas´ die Muschel!“ Sehr modern. Das Äquivalent zu einem Informel-Bild.

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Ach watt, Leben!, Training

Tatsachen über Sport

Tatsachentag!

Ich bin eben vier Kilometer gelaufen (Auto zur Inspektion gebracht), war im Gym, habe Cardio gemacht und dann die Freigewichte-Ecke ganz für mich allein gehabt. Ich konnte mein komplettes Programm (Squats, Rows, Dumbbell Kickbacks, Benchpress, Deadlift und Triceps Extension) machen und hatte sogar alle Kontrollspiegel bei mir. Dann bin ich nochmal quer durch die Stadt gelaufen.

Und ich bin nicht etwa müde, sondern fühle mich voller Energie und Glückshormone.

Noch vor einem Jahr hätte mich allein das Gelaufe schon an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Aber heute bin ich einfach nur begeistert, weil Bewegung Spaß macht. Weil es Spaß macht, wenn die Muskeln wachsen.

Und weil Muskeln verdammt sexy aussehen.

Gestern habe ich im Spiegel zum ersten Mal Spuren von Bauchmuskeln gesehen. Trotz meines noch beträchtlichen Speckmantels.

Ich bin glücklich!

Leute, macht Sport. Niemand braucht Sport, um abzunehmen. Aber ich will trotzdem die Liebe verbreiten.

Ach watt, Leben!, Weniger

Der richtige Zeitpunkt

Ich sollte über mein Leben nachdenken. Zumindest über den Teil, der daraus besteht, abends 90% meiner Tageskalorien zu mir zu nehmen. Derzeit sieht es so aus, dass ich auf der Arbeit nur einen Proteinpudding mit Obst (150 Kalorien) esse und abends dann so 850 bis 950 Kalorien in Form von Gemüse-mit-Tofu-und-Tomatensoße oder Ähnlichem plus der Banane mit Erdnussbutter und Skyr/Quark mit Obst zu mir nehme.

Prinzipiell macht das meinen Körper sehr froh, der da eher langsam in die Gänge kommt, kein Frühstück möchte (noch nicht einmal im Kleinkindalter gewollt hat, laut Aussage von Muttereinheit) und sich am wohlsten fühlt, wenn er so spät wie möglich gefüttert wird.

Aber. Dann gibt es solche Tage wie gestern. An denen ich erst um halb acht nach Hause komme und um acht schon wieder verabredet bin. Was bedeutet, dass ich sehr schnell sehr, sehr viel essen muss (und will! Denn nach einem anstrengenden Tag ist der Schmacht schon ordentlich!). Und dann habe ich Magenschmerzen. Und wenig Genuss bei der Sache. Was irgendwie nicht so gut ist.

Außerdem führt das dazu, dass mein morgendliches Wiegeergebnis praktisch immer falsch ist. Es gibt dann nämlich keinen ungeeigneteren Zeitpunkt, um eine halbwegs realistische Zahl zu bekommen, als früh morgens, wenn man das ganze Essen noch mit sich herumträgt.

Aber gibt es für diese Probleme überhaupt bequeme Lösungen? Unbequeme natürlich. Aber ich mag mir mein Leben nicht unbequem gestalten, in dem ich meinen nun mühsam herausgefundenen optimalen Essensrhythmus wieder umwerfe oder zu unmöglichen Zeiten ins Bad renne, Klamotten von mir schmeiße und mich wiege.

Was ich tun kann, ist das Abendessen zu entzerren. Sehr bewusst langsam zu mir nehmen. Zeit lassen. Das entspricht nicht meinem Naturell (mein Standardfluch ist „langsame Menschen!“, wenn mal wieder etwas nicht vorangeht), sollte aber antrainierbar sein. Ich esse sowieso zu schnell. Wenn die Waldnymphe ihre Vorspeise durchhat, fange ich mit dem Nachtisch an. Der Erklärfaun ist allerdings fast so schnell wie ich.

Auf jeden Fall sollte ich also Ruhe reinbringen. Gezielt und bewusst das Essen pausieren. Mal sehen, was das bringt. Und wann ich anfange zu schreien, weil mir alles zu langsam geht.

Das Wiegeproblem? Nun, da fällt mir spontan nicht viel ein, außer dass ich das gelassen sehen sollte. Mittlerweile kommt es auf nicht mehr viel an, da ist ein Kilo Eingeweideinhalt kein Drama.

Und sonst: Ich habe Spaß in der Morrowind-Beta, freue mich aufs Vampire-Zocken am Samstag und habe heute beim Girls’Day (welcher Marketing-Clown hat sich diese beknackte Schreibweise ausgedacht? Fusion von Anti-Deppenleerzeichen und Binnenmajuskel – dafür sollte es peinliche Körperstrafen geben! Echt jetzt …) ein zwölfjähriges Mädchen im Büro, das sich über den ausgesprochenen Männerberuf „Grafiker“ (äh … nein. 50:50-Verteilung ist normal bei uns. Aber egal) informieren möchte. Ich bin gespannt und vermutlich unkommunikativ wie immer. Vor allem, da ich mit Kindern (obwohl zwölf Jahre langsam nicht mehr als Kind zählt) ja erwiesenermaßen so gut kann …

Dat Nerdstuff, Training, Weniger

Das Internet weiß Bescheid

Potatoe, potato – Suchbild: Wie viele Kartoffeln kann man hier einsammeln?

Das tut es tatsächlich! Es hat mir gesagt, dass Muskelkater besser wird, wenn ich leicht belaste und nicht komplett schone. Gestern habe ich also nur auf dem Crosstrainer herumgestrampelt und drei Sätze Crunches gemacht und heute ist der Muskelkater tatsächlich völlig weg. Ich bin entzückt! Wie hat man das nur früher gemacht, als man noch nicht das Wissen der Welt (plus Katzenvideos und P0rn) in der Hosentasche herumtragen konnte?

Das weitere Training diese Woche wird interessant. Ich habe am Freitag einen Tag Urlaub, weil das Auto nach Inspektion schrie. Also werde ich den fahrbaren Untersatz um halb acht zur Werkstatt kutschieren und von dort zum Gym laufen. Dort kann ich dann genießen, dass um diese Uhrzeit unter der Woche hoffentlich sonst gar niemand da ist und den Freigewichtebereich mit Beschlag belegen. Hurra! Das bedeutet aber auch, dass ich dann wieder jenseitsmäßig Muskelkater vom Bankdrücken und den Squats bekommen werde, so dass der Sonntag anstatt Gewichte- zum Cardiotag werden wird.

Außerdem Gym: Ich habe jetzt mal eine professionelle Körperfettmessung bekommen (mit so ´nem Ding, das man in der Hand hält. War etwas enttäuschend – ich hatte mit Spektakulärerem gerechnet!) und deprimierende 25,3 Prozent geschenkt bekommen. Ich bestehe zu über einem Viertel aus reinem Schmalz! Später hat sich die Verbitterung etwas gelegt, als mir das Internet mitteilte, dass ich damit an der Grenze von „durchschnittlich“ zu „fit“ stehe. Das klang schon netter. Trotzdem kann das besser werden. Und wird es auch. 20% sollten machbar sein. Mal sehen, wie ich das erreiche.

Heute probiere ich mal etwas Neues bei meinem mittäglichen Proteinpudding: Ich habe die Mandelmilch durch Wasser ersetzt. Das ist jetzt kein gigantischer Kaloriensprung nach unten, da Mandelmilch in dieser Hinsicht wirklich sparsam ist – aber ich möchte sehen, ob es geschmacklich überhaupt einen Unterschied macht. Sollte es nämlich egal sein, hätte ich ein sättigendes Mittagessen für 150 Kalorien.

Konzentriert meine Nahrungsaufnahme allerdings dann noch mehr auf den Abend. Sobald ich ab Juni auf 1500 Kalorien gehe, muss ich das Mittagessen wieder etwas ausweiten. Ich denke, dann werde ich zusätzlich zum Proteinpudding noch Quark mit Gemüse mitnehmen. Süß und salzig – so muss das sein.

Apropos „Juni“ – ich habe gestern meinen unverhofften PTS-Morrowind-Zugang genutzt und den Client installiert. War etwas holprig, weil auf meiner SSD-Platte nicht mehr genug Platz war und ich das Spiel deshalb erst einmal überlisten musste, sich auf die große Platte zu bequemen. Schade, dann habe ich wieder längere Ladezeiten. Aber ist ja nur für die Testzeit. Ich bin gespannt, darf aber natürlich nichts verraten.

Dat Nerdstuff, Training

Die Zufallsfee und ich

Mein TESO-Charakter mit sexy Hut.

Heute wieder unter 60 Kilo. Zwar immer noch zwei Kilo Wasser auf den Rippen – aber das wird schon irgendwann wieder gehen. Wenn auch nicht so einfach, da ich merke, dass ich anfange, Entschuldigungen zu suchen, warum ich unbedingt trotz Muskelkaters Sport machen sollte. Weil ich ja nur Cardio machen werde. Weil ich zum Cardio ja nur Rumpfübungen machen werde, wo mir nichts wehtut. Weil ich ja nicht so lange trainieren werde … Ich erkenne ein Muster.

Einerseits ist das nett, weil Sport ja nicht schadet. Andererseits kenne ich mich gut genug um zu wissen, dass ich bei Dingen, die mir gefallen, schnell zum Exzess neige. Seien es nun Spiele, Süßigkeiten oder eben, als neueste Besessenheit, der Sport.

Ich werde vorsichtig sein. Mich erst einmal über Muskelkater gründlich durchinformieren und dann eine Entscheidung treffen.

Heute ist etwas gänzlich Solitäres passiert: Ich habe verschlafen. Weil ich mir den Wecker nicht gestellt hatte. Ehrlich, ich habe noch nie vergessen, den Wecker zu stellen. Echt noch nie! Ob das ein erstes Anzeichen für eine Krankheit ist? Demenz? Tumor? Durchblutungsstörung im Gehirn? Mein innerer Kritiker läuft Amok und malt mir Horrorszenarien. Sehr unangenehm. Aber auf der Plus-Seite habe ich festgestellt, dass ich von „Augen aufschlagen“ bis „Hoftor für Auto öffnen“ exakt zwölf Minuten brauchen kann, wenn ich muss. In dieser Zeit eingeschlossen ist das Zubereiten von einer Gallone Tee. Nicht drin das Herstellen meines mittäglichen Proteinpuddings (heute mal wieder mit Konjakmehl als Verdickungsmittel statt Flohsamenschalen), weil ich das immer am Abend vorher mache. Auf der Strecke blieb das Schnipseln von Gemüse fürs Abendessen. Da muss ich dann eben nach dem Sport ran. Oder nach dem nicht-Sport, das muss sich noch zeigen.

Und was hat die Zufallsfee (andernorts auch gern RNGesus genannt) nun so Schönes getan? Sie hat mir eine Einladung zur geschlossenen Beta von Morrowind beschert! Diese Einladungen wurden – ohne, dass man sich dafür anmelden musste – unter allen aktiven TESO-Spielern verlost. Und gestern hatte ich meine Mail mit Zugangscode im Postfach.

Das Ganze hat zwei Haken: Eigentlich mag ich Betas gar nicht so gerne. Ich liebe Überraschungen und Betatesten ist so ziemlich das komplette Gegenteil davon. Und zweitens müsste ich mir die Testserver-Daten laden, was bei TESO so um die 40 Gigabyte sind und mit meiner Gummelleitung (Danke, Telekom) mindestens vier, fünf Stunden dauern wird. Andererseits könnte ich wertvolles Feedback liefern und damit das Endprodukt besser machen. Sozusagen beitragen.

Ich glaube, ich werde das lange Wochenende nutzen und meinen Rechner das Ding mal über Nacht ziehen lassen. Und dann unverbindlich reinschnuppern.

Darüber berichten kann ich aber nicht. Strikte NDA mit bösen Androhungen. Womit sie ja auch Recht haben. Zum Glück haben die drei Js auch Beta-Einladungen, so dass ich mich zumindest mit denen austauschen kann. Darf. Soll. Whatever!

Ach watt, Leben!, Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

siebenundfünfzigste Woche und 60,5 Kilo.

Natürlich ist es doof, dass die sechs wieder da ist. Aber in keinster Weise verwunderlich. Ich habe gestern mehr trainiert, als ich sollte und dementsprechend üblen Muskelkater. Ich versuche vernünftig zu sein und falls die Schmerzen morgen nicht bedeutend besser sind, werde ich einfach mal nicht trainieren. Ob das klappt? Wir werden sehen! Da es aber normalerweise so ist, dass ich eigentlich erst zwei Tage nach dem Sport richtigen Muskelkater bekomme, erwartet mich morgen der Schmerz aus der Hölle, so dass ich vermutlich eh keinen Bock haben werde, da noch eins draufzusetzen!

Training ist toll. Training macht Spaß. Aber das punktuelle Auftrainieren einzelner Muskeln an den Geräten hat mich nicht darauf vorbereitet, wie ganzheitlich Gewichtheben den Körper beansprucht. Mir tun Gegenden weh, von denen ich gar nicht wusste, dass es dort Muskeln gibt! (Naja, nicht wirklich. Aber es ist schon erstaunlich.)

Leicht relevant: Wir haben am Wochenende „Fantastic beasts and where to find them“ geschaut. Neben der Tatsache, dass das Harry-Potter-Universum ohne stressige Teenager deutlich amüsanter ist, ist mir etwas aufgefallen, das mir nicht gefiel. Wieder einmal wurde das Trope bemüht „hübsche, kluge aber oberflächliche Frau findet in lustigem aber nutzlosem dicken Mann ihren Seelengefährten“. Feine Sache. Aber … gab´s das schon einmal umgekehrt? Ich bin nun wirklich nicht verdächtig, etwas mit Fat Acceptance am Hut zu haben. Aber muss es denn echt sein, dass es in den Medien zwar gelegentlich lustige dicke Männer gibt, die auch coole Sprüche machen und die hübsche Lady bekommen (was auch nochmal so eine Büchse Würmer ist, die ich diesmal nicht öffnen werde …), dicke Frauen aber nur dann Raum auf der Leinwand haben, wenn sie brav bleiben oder sich mit Zähnen und Klauen dranhalten (Roseanne)? Das zeigt wieder, wie weit der Weg ist, den wir noch zur Gleichberechtigung vor uns haben. Frauen haben in Filmen nur dann einen Platz, wenn sie sich dem Diktat der männlichen Ästhetik völlig unterwerfen. Ihr Wert bemisst sich am Grad der Anpassung an Äußerlichkeiten. Und selbst wenn sie mal die „lustige Dicke“ sein dürfen, verwirken sie damit jedes Recht auf Sexualität.

Tja. Doof, ne?

Nein, ich rede hier nicht dem Übergewicht das Wort. Denn genau wie dicke Frauen sind auch „hässliche“ Frauen in Hollywood außerhalb des Freak-Zusammenhangs nonexistent. Es ist die generelle Reduktion auf ein körperliches „Ideal“, die mich massiv ankäst.

Und bevor hier die „aber, aber … auch Männer …“-Keule herumgeht: Auch nicht konventionell attraktive Charaktere haben in Filmen ihren Platz. Sofern sie männlich sind. Der Dicke kriegt das Mädchen, weil er lustig und mutig ist. Der Nerd kriegt das Mädchen weil er lustig und schlau ist. Der Außenseiter kriegt das Mädchen, weil er cool ist. Na, fällt was auf? Wer hat die passive Rolle und ist hübsch? Bingo!

Ach, was reg ich mich auf. Die rein konsumierende Unterhaltung hat schon längst nicht mehr den Stellenwert wie früher. Und in der selbstgestalteten Unterhaltung kann man sich seine/n Hauptdarsteller/in bauen, wie man möchte.

Das war jetzt ein ziemlicher Exkurs weg vom Wiegewolf! Aber manchmal ist das auch notwendig. Seelenhygiene dank Blog.

Ach watt, Leben!

Mein Leben als Couchbewohner

Nun, nicht ganz natürlich. Wir haben uns gestern immerhin davon wegbewegt, um uns beim Inder lecker Fresschen zu holen. Aber ansonsten fielen die geplanten Aktivitäten aufgrund diverser „Meh .. bäh“-Zustände des Restes der Beziehungskonstellation aus.

Ich jedoch hatte einen Liter Kaffee getrunken und habe mich deshalb damit vergnügt, weit weg zu parken und zur Waldnymphe zu rennen und alle acht Stockwerke bis zu ihr hoch zu sprinten.

Das war jetzt nicht wirklich der bewegungsmäßige Overkill, hat aber ein wenig geholfen.

Heute bin ich wieder auf 58,7 Kilo und gespannt, ob mein Körper bis morgen wieder mehr Wasser einlagert oder es abgibt. Die Chancen sind wie immer 50:50. Wahrscheinlich aber schlechter, da ich heute vorhabe, seeeehr ausgiebig im Gym herumzutoben. So richtig „Training mit alle und schafe Soß“.

Apropos „indisch essen“. Das hat mir gestern einen veritablen Lachflash beschert. Wir suchten nach einem Restaurant in Kirchheim, das eine indische Kollegin der Waldnymphe empfohlen hatte (sollte besonders großartiges Nan haben, hatte es dann auch. Grünes Nan… mjam!), weshalb ich „indisches Restaurant Heidelberg“ in Google fütterte und dann tauchte das RajaRani auf. Man achte auf die Beschreibung. Fliesenboden! Es hat einen fucking Fliesenboden! Wenn das nicht das Killerkriterium ist, nach dem ich ein Restaurant aussuche, weiß ich auch nicht was! Fliesenboden! Im Gegensatz zu den ganzen Kaschemmen mit gestampftem Lehm und Binsen gibt es dort abwaschbare Fliesen. Gesundheitsamt – ´lo and behold!

Das gemeinte Lokal war dann das „Indian Palace“ in der Karlsruher Straße. Sehr zu empfehlen. Und hat auch Fliesenboden.

Noch ein Schwenk: Marc vom Kochkatastrophenblog hat jetzt eine Facebook-Gruppe. Ich selber bin bei Facebook aus den üblichen Gründen nicht dabei, weise aber natürlich mit Freude darauf hin, weil Gemeinschaft immer was feines ist. Also – Uffbasse. Da isses!

Ach watt, Leben!, Training

Auf den Körper hören und so

Das tue ich zwar besser nicht, wenn es um´s Essen geht, denn dann würde ich in nullkommanix wieder neunzig Kilo wiegen – aber in Sachen Sport war es gestern eine gute Idee. Mir war nämlich immens nach Cardio. Dies ist ein absolut solitäres Ereignis, weil Cardio für mich bisher nur „das lästige Zeug, das man zum Auf- und Abwärmen eben machen muss“ war. Aber gestern habe ich dreiviertel meiner Zeit im Gym auf dem Crosstrainer verbracht. Erstens weil ich noch von Dienstag wüsten Muskelkater habe und ich über die letzten Monate sehr bitter gelernt habe, dass es nur zu mehr Wassereinlagerungen führt, über solche Schmerzen drüberzutrainieren („Das geht schon weg, wenn ich mich nur genug bewege!“) und zweitens … keine Ahnung … plötzlich hat es eben Spaß gemacht! Also fröhliches Gestrampel mit freundlicher musikalischer Unterstützung durch die Pogues und dann nur noch drei Geräte (alles Rumpfübungen, weil da derzeit nichts wehtut).

Ich glaube, das mache ich jetzt immer so. Cardiotag war ja eh geplant, aber so lange das Wetter Joggen im Schlossgarten zu keinem Vergnügen macht, ist ein Crosstrainer eine prima Alternative.

Sonst treibe ich friedlich aufs Wochenende zu, freue mich auf das Magus-Spielen am Samstag und habe mir eine leckere Lizza mit Spinat und Tomaten für heute Abend geplant.

Außerdem freue ich mich an einer der zwei neu gekauften Hosen. Das Herrenmodell – weshalb es auch sage und schreibe fünf ganze Taschen hat! Große Begeisterung! Ich weiß nicht, wer auf die Idee kam, dass Kleidung für Frauen immer eine große Zahl an Fake-Taschen aufweisen muss, aber derjenige möchte bitte damit aufhören. Vermutlich gehen die dafür verantwortlichen Menschen davon aus, dass Frauen immer Handtaschen dabeihaben und deshalb keine Hosentaschen benötigen. Dieses Argument fällt aber in dem Moment in sich zusammen, in dem man „Ja, aber warum werden dann unzugängliche Schein-Taschen aufgenäht, deren Anbringung exakt so viel Material und Arbeit benötigt wie benutzbare Taschen?“ fragt.

Gut, ich hätte die Herren-Jeans auch so gekauft, weil ich Hosen ohne Schnickschnack mag … aber die Vielzahl an Taschen ist definitiv ein nicht zu verachtender Bonus! Obwohl ich oft eine Tasche dabei habe.

Es bleibt alles rätselhaft. Der Alltag, eine stetige Herausforderung.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training, Weniger

Hat man das Abnehm-Game eigentlich durchgespielt, …

The voyage
wenn supersexy Kollege aus dem Organized Play vorbeikommt und einen mit den Worten „Du hast doch Größe S, teste mal bitte, ob das nicht zu groß ist“ ein Shirt für die Messe-Spiel-Demonstrationsmädels anprobieren lässt?

Eitelkeit und Zufriedenheit meinerseits bewirkt es auf jeden Fall. Brauche ich auch dringend, weil der blöde Pickel am Kinn immer noch da ist. Warum kann mein Gendefekt da nicht auch mal durchgreifen?

Ich habe heute wieder heftigen Muskelkater im Schulterbereich. Bankdrücken ist in dieser Beziehung reichlich erbarmungslos. Auch die Trizeps-Übungen hinterlassen üble Schmerzen. Und weil ich – haha! – lernfähig bin, werde ich mich heute auf Beinübungen, Rumpfübungen und ein bisschen Compound Row (weil ich da eigentlich gut trainiert bin und nur noch selten Muskelkater bekomme. Und weil ich es mag, wie sich dann diese Ader auf dem Bizeps durchdrückt) beschränken, damit ich nicht wieder zu tief in den Wassereinlagerungswahnsinn falle. Der derzeitige Muskelkater äußert sich immer noch in glatten sechzig Kilo.

Gestern hat mir Kollege M. sein China-Fake-Cintiq ausgeliehen. Ich werde es am Wochenende mal installieren und sehen, ob es der Heilsbringer ist, den ich mir seit Jahren verspreche. Vermutlich wird mein Uralt-Photoshop zu Hause mir das Teil eh vor die Füße kotzen – aber dann muss ich testweise eben auf GIMP umschwenken (örgs). Kollege M. meint jedenfalls, dass er es nach anfänglicher Euphorie nicht mehr – oder kaum noch – benutzt, weil es einfach jedes Mal ein Act ist, das Ding betriebsbereit zu machen, wenn man keinen dezidierten Illustrationsrechner hat, an dem es hängenbleiben kann. Ich fürchte, dass das auch bei mir die Hürde sein wird, weshalb ich es für auf der Arbeit als weitaus sinnvoller betrachten würde als für´s Private – aber da wird sich quergestellt. Wir kriegen nur furzordinäre Wacoms. Hat ja bisher auch immer geklappt. Wir können doch arbeiten, wo sei denn dann bitte das Problem. Seufz.

Sonstige Ereignisse: Der Drucker auf der Arbeit ist kaputt. Für eine Grafikabteilung an sich schon lästig. Wenn man aber gerade in dieser Woche Dummies der Neuheiten für Keyaccount und Export bauen muss, eine ziemlich heftige Katastrophe. Natürlich gibt es noch andere Drucker im Verlag. Ebenso natürlich kommen die mit unserem dicken Klebepapier nicht so wirklich gut zu Rande und sind auch nicht so farbecht wie der Xerox. Aber wenigstens hatte ich am Ende des Arbeitstages zweitausend Schritte mehr als normal auf dem Imperator- hat sich schon aufsummiert, ständig ans andere Ende des Gebäudes zu rennen um nachzusehen, ob der bockige Hilfs-Druckknecht auch die richtige Papiersorte eingezogen hat. So hat alles seine guten Seiten!

Abends war ich bei der tief in Inventurarbeiten verstrickten Frau Schwan, habe Pakete abgegeben (sie haben auch einen DHL-Shop im Laden und weil ich dort im Gegensatz zur Post einen Parkplatz direkt vor der Tür bekomme, ist das bei vielen großen Paketen einfach praktisch) und habe sie ein bisschen unterhalten. Wir wollen unbedingt wieder mehr Zeit füreinander. Zum Glück ist ihr Hersteller-in-aller-Welt-Besuchsmarathon für dieses Jahr nun zu Ende. Hoffe ich. Dann können wir wieder durch den Wald laufen und reden!

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Der wahre Horror bleibt die Föhnfrisur

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Work in Progress. Einer der RP-Charaktere der Waldnymphe.

60,3 Kilo. Zykluswasser, ein Zykluspickel am Kinn (das erzählt einem in der Pubertät auch keiner, dass man dank der Hormone sein Leben lang immer wieder mal Pickel haben wird!), Trainingswasser und Gemüse-versalzen-Wasser. Naja, dann steht da halt mal wieder die sechs vorne. Lebe is hart.

Dafür lief das Training gestern auch gar nicht gut. Die eine Woche ohne Sport hat gereicht, um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Ich habe nur sehr wenig gemacht und war hinterher trotzdem absolut im Eimer. Ich überlege, sobald das Wetter nicht mehr so kalt ist (im Moment tanzen vor meinem Fenster gerade Schneeflocken), eine Krafteinheit durch Joggen zu ersetzen. Also zwei Tage in der Woche Muskelaufbau, ein Tag Cardio. Mehr Sport bringe ich nicht unter – ich habe ja jetzt schon kaum noch einen Abend nur für mich, was für introvertierte Menschen ganz schön stressig ist. Keine Möglichkeit, die Batterien in friedlicher Einsamkeit aufzuladen …

Und der Posttitel? Ich habe die ganze Nacht Achtziger-Jahre-Horrorfilme geträumt. Drei Stück! In etwa auf dem Niveau von Langoliers. Jetzt habe ich eine vage Furcht vor verlassenen Shopping Malls, Hotels mit Paisley-Tapeten und Strahlung aus dem All. Von Schulterpolstern und Haarspray gar nicht zu reden. Mein Unterbewusstsein hat wirklich alles gegeben, da kann man nicht meckern! Einziger Ausrutscher: Aus unerfindlichen Gründen war Obi Wan auch mit von der Partie. Aber das könnte natürlich daran liegen, dass Ewan McGregor neben Chris Pratt meine absolute Achillesferse ist.

Weitere, mit dem zuvor Geschriebenen natürlich völlig unzusammenhängende Beobachtung: Mein Imperator ist eine feine Sache, hat aber blinde Flecke. Er zählt Aktivitätsminuten nur nach Lust und Laune. Irgendwann hat er mir mal 18 davon angerechnet – aber nie dann, wenn ich Sport mache und mein Puls wirklich auf 150 ist. Das ignoriert er völlig. Selbst dann, wenn ich extra „Aktivität“ einstelle, juckt ihn das für die wöchentlichen Minuten nicht im Geringsten. Also lebe ich einfach damit, dass er stetig behauptet, ich würde in der Woche null bis maximal 18 Minuten Aktivität haben. Vielleicht frage ich mal das Internet, ob das ein bekanntes Problem bei dieser Art von Sithlord ist.

Und noch mehr Unzusammenhängendes (man merkt, dass ich nach dem nächtlichen Horrorfilm-Marathon noch nicht wirklich wieder ganz in der Realität angekommen bin). Ich denke an einer nächsten Erweiterung meines rechten Sleeves herum. Wobei das nicht ganz stimmt, da das nächste Tattoo auf dem Arm gar keinen Platz mehr hat (ich mag Weißraum), sondern entweder auf Schulter oder Rippen oder Hüfte ausflocken wird. Dass es ein jagender Wolf (das übernächste Tattoo wird dann folgerichtig ein fliehender Hirsch) sein soll, ist schon sicher. Jetzt werde ich wieder Monate mit dem Design verbringen. Darauf freue ich mich! Ist sowieso besser, sich Tats im Winterhalbjahr stechen zu lassen, damit man unter der Folie und während der Heilung nicht so schwitzt.

Ich mag es, Ziele zu haben.