Maßnahmen und Tag zwei in der Gesellschaft des Imperators.

Ich werde heute keinen Sport machen. Ich kann das. Das geht. Ich muss es nur wollen! Nur ein bisschen schnelleres Spazierengehen, damit ich auf gute Schrittzahlen … hold it right there! Der Imperator wirkt. Es ist ein milder Zwang. Ich hoffe, es bleibt in diesen Dimensionen!

Aber das mit dem Sport meine ich ernst. Ich habe noch immens Muskelkater vom Bankdrücken und der Trizepsübung am Dienstag. Zuerst relativierte ich fröhlich vor mich hin „dann mache ich eben nur Beine, Bauch, Rücken-Zeug. Das schadet doch nicht!“, aber dann bremste ich mental, wies mich selbst streng darauf hin, dass ich noch nicht einmal die Zerrung in der Wade auskuriert habe und zwinge mich deshalb, heute ganz sessil zu sein. Bis auf das Spazierengehen. Soviel Zeit sollte sein.

Irgendwie ist mein Umgang mit Dingen, die ich mag, sehr schwierig. Ich bin schnell obsessiv.

Aber weiter zum Imperator. Ich trage ihn ständig und finde immer mehr Dinge über ihn heraus (wir erinnern uns: Anleitungen lesen ist nur für Leute mit weniger Testosteron). Mittlerweile kann ich ihn auf das metrische System umstellen und Aktivitäten starten, die sich dann beim nächsten Synchronisieren auf MyFitnessPal übertragen. Das ist auch notwendig, da er Krafttraining nur schwierig als Aktivzeit erkennt, was ich ein ganz klein wenig empörend finde. Ja, natürlich ruhe ich zwischen den Sätzen eine Minute. Aber die Sätze selbst sind hardcore, verdammt! Immer noch dümple ich jeden Tag so zwischen 3500 und 4500 Schritten herum. Ich frage mich, wie Leute da auf über zehntausend kommen („it´s over ninethousand!!“). Dazu müsste ich abends noch einen echt langen Spaziergang machen … und ganz ehrlich? Dazu habe ich nach einem Arbeitstag plus Sport echt keine Lust mehr. Wie gesagt ist es auch schwer, in meinen Arbeitsalltag mehr Bewegung einzubauen. Ich kann nicht zu Fuß zum Verlag, weil mein einfacher Anfahrtsweg 96 Kilometer sind. Und die wandert nicht mal Reinhold Messner in einem Tag! Während der Arbeit selbst kann ich nicht herumlaufen, da sonst eben diese Arbeit liegenbleibt. Im Gehen Zeichnen ist nicht drin! Mittlerweile nutze ich zwar das am weitesten entfernte Klo. Was bei so einem kleinen Gebäude aber auch nur zwanzig Meter mehr sind. Absichtlich weiter weg parken fände ich seltsam und habe ich eigentlich auch nicht die Zeit für. Eine Möglichkeit wäre, in der Mittagspause spazieren zu gehen. Mal sehen, wie das Wetter heute ist.

Jedoch wollte ich ja eigentlich vom Imperator erzählen, und nicht über meinen Alltag jammern („Da vorne kommt ´ne Wand und ich hab´ nicht die richtigen Schuhe an …“). Wie gesagt – er ist weniger schlimm, als ich befürchtet habe. Die Schlafanalyse finde ich hilfreich und sie deckt sich auch mit meinem Empfinden. Heute Morgen bin ich sehr erholt aufgewacht und die Analyse zeigte tatsächlich sechs Tiefschlafphasen. Anders gestern, als ich grantig und mit Kopfschmerzen aufstand – und die Analyse mir nicht nur deutlich mehr Leicht- als Tiefschlaf, sondern auch massenhaft Wach- und Bewegungsphasen gab.

Schritte und Stockwerke zählt Palpatine sehr korrekt. Nicht einmal das von anderen Leuten bemängelte „mein Tracker sieht Zähneputzen als Schritte!“ hat er. Eine Überraschung ist, dass mein Ruhepuls 52 Schläge beträgt. Da hätte ich deutlich mehr geschätzt. Zumindest ist es bei Blutdruckmessungen immer viel mehr, eher so um die 70. Noch ein Indiz, dass es eine gute Idee war, die Blutdrucksenker abzusetzen. Und Grund, sich stolz zu fühlen. Sport scheint zu wirken!

Kleines Fazit: Bisher war der Imperator gar keine so bedrohliche Anschaffung, wie befürchtet. Aber natürlich muss ich das langfristig beobachten.

Und mal sehen, wie es am Wochenende wird! Da komme ich ja auf praktisch gar keine Schritte, außer ich zwinge mich aktiv dazu. Und das ist Angesichts der Tatsache, dass TESO derzeit das Jubiläumsevent mit tollen Zufallsgeschenken hat, echt schwierig. Ach, Nerd versus Welt. Der ewige Kampf!

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3 Kommentare

  1. Spaziergang in der Mittagspause kann ich SEHR empfehlen, nicht nur wegen der Erholung, sondern auch zum Kopf freikriegen, Sonne tanken etc. Allerdings habe ich das Glück, das direkt gegenüber der Arbeit ein Park ist, ich weiß nicht, ob ich Lust hätte, mittags durch nur bebautes Gebiet zu gehen…

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    1. Bei uns liegt das Gewerbegebiet direkt an einem Wald. Der aussieht, als würden dort ungefähr alle drei Tage Serienmörder die zerstückelten Leichen osteuropäischer Prostituierter auf Bänken drapieren.
      Aber ich mag mich irren. Immerhin soll´s in der Nähe eine Straußenfarm geben. Oder waren das Lamas? Ich werde es vielleicht herausfinden!

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      1. Ach, so ein bisschen Übungskämpfe gegen die im Wald umherstreifenden Trolle, Orcs und Co in der MIttagspause… ach nein, das ist ja schon wieder Sport!

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