Motivation und leckerer Schleim

Von gestern auf heute habe ich ein halbes Kilo Wasser verloren. Was aber noch nicht bedeutet, dass ich die no-sports-Woche voreilig zum Erfolg erklären möchte, weil solche Schwankungen schließlich ständig vorkommen. Ich beobachte weiter vorsichtig.

Ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich. Nicht wegen Training oder Abnahme oder Job oder Eigenleistung … sondern weil eine gute Freundin mir vorgestern sagte, dass sie nun doch anfängt, Sport zu machen und vielleicht abzunehmen. Früher hat sie auf meine Abnehm- und Sporterfolge eher grantig reagiert, glaubte an Fettlogiken („ich kann in meinem Alter eh nicht mehr abnehmen“, „ich bin krank, da kann man nicht abnehmen“, plus Setpoint und sogar ein wenig HEAS) und ich habe vermutlich mit meiner überenthusiastischen Art auch nicht geholfen. Auf jeden Fall entdeckt sie nun den Spaß an Bewegung. Ich habe ihr MyFitnessPal empfohlen und ihr Links zu den HappyWalk-Videos und darebee gegeben, weil sie nicht ins Gym möchte, sondern lieber zu hause Bodyweight macht. Absolut in Ordnung, nicht jeder mag Sport mit anderen Menschen, wenn ich auch nach und nach versuche ihr zumindest zu zeigen, dass sie im Gym niemand anstarren wird. Vielleicht spreche ich irgendwann nochmal mit ihr über Fettlogik überwinden – aber derzeit bin ich einfach nur da, freue mir ein Loch in den Bauch (immerhin möchte man ja schon, dass seine Freunde gesund bleiben/werden!) und nehme mir fest vor, nicht intrusiv sondern unterstützend zu sein. Ich kann das! Und als gutes Beispiel scheine ich ja zu funktionieren.

Gestern habe ich im Ohne-Unsinn-Forum einen Thread zu Flohsamenschalen gefunden. Und nach einigen Nachfragen heute das Konjakpulver in meinem Mittagspudding durch Flohsamenschalen ersetzt. Wie angekündigt brauchte ich acht Gramm, um fünf Gramm Konjakpulver zu ersetzen. Ich muss mal ausrechnen, was mich im Endeffekt günstiger käme. Aber bevor ich mich damit beschäftige, will ich erst einmal testen, ob es mir überhaupt schmeckt. Konjakmehl ist ja bekanntermaßen geschmacksneutral. Der Pudding ist also völlig Schokolade, Marzipan, Kokos oder was ich eben an Flavour dazupacke (Peanutbuttercup ist bestellt … Mjam!). Der Flohsamenschalenpudding verströmt schon ein sehr eigenes, ein wenig muffiges Aroma (ich wurde gewarnt!). Bisher habe ich mit den Flohsamenschalen nur meine „Bernd das sehr kleine Brot“-Bohnenklumpen gebacken, in denen mir aber kein alter-Socken-Beigeschmack auffiel. Ich bin gespannt, wie es sich im Pudding entwickeln wird.

Aber eins ist klar: Marketingtechnisch sind beide Sorten absolut untragbar. Weder „Konjakpudding“ noch „Flohsamenschalenpudding“ würde sich in einem beliebigen Supermarktregal lange halten. Außer natürlich, irgendwelche Schnapsdrosseln würden Ersteres fies misinterpretieren! Oder man benennt sie um. Beispielsweise in „Light-Free-Vegan-Organic-Superfood-Pudding“ mit dem Zusatz „von japanischen Mönchen seit Jahrhunderten auf Berggipfeln fußgestampft“. Oder so ähnlich. Zum Glück geht mir Marketing so weit am Allerwertesten vorbei, dass es nicht mal die äußerste Umlaufbahn schaffen würde. Von daher – Hoch die Tassen, rein mit dem Pudding! (Spannung und Abenteuer beim Mittagessen)

Advertisements

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s