Auf den Körper hören und so

Das tue ich zwar besser nicht, wenn es um´s Essen geht, denn dann würde ich in nullkommanix wieder neunzig Kilo wiegen – aber in Sachen Sport war es gestern eine gute Idee. Mir war nämlich immens nach Cardio. Dies ist ein absolut solitäres Ereignis, weil Cardio für mich bisher nur „das lästige Zeug, das man zum Auf- und Abwärmen eben machen muss“ war. Aber gestern habe ich dreiviertel meiner Zeit im Gym auf dem Crosstrainer verbracht. Erstens weil ich noch von Dienstag wüsten Muskelkater habe und ich über die letzten Monate sehr bitter gelernt habe, dass es nur zu mehr Wassereinlagerungen führt, über solche Schmerzen drüberzutrainieren („Das geht schon weg, wenn ich mich nur genug bewege!“) und zweitens … keine Ahnung … plötzlich hat es eben Spaß gemacht! Also fröhliches Gestrampel mit freundlicher musikalischer Unterstützung durch die Pogues und dann nur noch drei Geräte (alles Rumpfübungen, weil da derzeit nichts wehtut).

Ich glaube, das mache ich jetzt immer so. Cardiotag war ja eh geplant, aber so lange das Wetter Joggen im Schlossgarten zu keinem Vergnügen macht, ist ein Crosstrainer eine prima Alternative.

Sonst treibe ich friedlich aufs Wochenende zu, freue mich auf das Magus-Spielen am Samstag und habe mir eine leckere Lizza mit Spinat und Tomaten für heute Abend geplant.

Außerdem freue ich mich an einer der zwei neu gekauften Hosen. Das Herrenmodell – weshalb es auch sage und schreibe fünf ganze Taschen hat! Große Begeisterung! Ich weiß nicht, wer auf die Idee kam, dass Kleidung für Frauen immer eine große Zahl an Fake-Taschen aufweisen muss, aber derjenige möchte bitte damit aufhören. Vermutlich gehen die dafür verantwortlichen Menschen davon aus, dass Frauen immer Handtaschen dabeihaben und deshalb keine Hosentaschen benötigen. Dieses Argument fällt aber in dem Moment in sich zusammen, in dem man „Ja, aber warum werden dann unzugängliche Schein-Taschen aufgenäht, deren Anbringung exakt so viel Material und Arbeit benötigt wie benutzbare Taschen?“ fragt.

Gut, ich hätte die Herren-Jeans auch so gekauft, weil ich Hosen ohne Schnickschnack mag … aber die Vielzahl an Taschen ist definitiv ein nicht zu verachtender Bonus! Obwohl ich oft eine Tasche dabei habe.

Es bleibt alles rätselhaft. Der Alltag, eine stetige Herausforderung.

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4 Kommentare

  1. Taschen! Bei Chorkonzerten habe ich schon immer mal ganz gern einen Rock oder ein Kleid (schwarz) angezogen – und dann war das Problem: wohin mit dem verdammten Notfalltaschentuch bzw. Notfall-Hustenbonbons? Man wird da sehr erfinderisch, das dann irgendwo in den Noten oder in der Notenmappe festzukleben, und zwar so, dass man’s auch im Fall der Fälle unauffällig wieder loskriegt. In einem Chor, in dem ich schon lange nicht mehr singe, gab’s sogar so einheitliche Kutten (rot!) für die Frauen, das war besonders fies. Die Männer haben’s einfach, die singen im Anzug, da kann solche Sachen UND auch noch das Geld für den Kantinenkaffee in der Pause (falls man ein größeres Werk in einem größeren Konzertgebäude singt) unterbringen. Inzwischen singe ich nur noch in Chören, wo man sich selbst seine schwarze Konzertkleidung zusammensucht und ich hege und pflege die Kleider und Röcke, die Taschen besitzen – ja, so etwas gibt es.
    Für den Alltag, da ich wegen der Kompressionsstrümpfe ja in diesem Sommer mehr oder weniger durchgängig Röcke (und manche taschenlos) tragen werde, um nicht einzugehen, habe ich mir jetzt eine Hüfttasche gekauft, um nicht immer den Schlüssel zum Fahrradan- und Abschließen im Rucksack etc. verstauen (und wieder rausholen) zu müssen. Wohlgemerkt, eine schräg seitlich zu tragende, flache Hüfttasche (wie manche Kellner*innen sie haben, etwas kleiner) in schwarz, keine entsetzliche „Bauchtasche“, die ich ganz furchtbar finde… 😀 Früher, als Teenie, wollte ich gern mal so eine Angler-Weste, die hunderttausend Taschen hat, habe mir (zum Glück) nie eine gekauft, aber doch eine ganze Menge in meiner damaligen Jeansjacke unterbringen können.

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