Der richtige Zeitpunkt

Ich sollte über mein Leben nachdenken. Zumindest über den Teil, der daraus besteht, abends 90% meiner Tageskalorien zu mir zu nehmen. Derzeit sieht es so aus, dass ich auf der Arbeit nur einen Proteinpudding mit Obst (150 Kalorien) esse und abends dann so 850 bis 950 Kalorien in Form von Gemüse-mit-Tofu-und-Tomatensoße oder Ähnlichem plus der Banane mit Erdnussbutter und Skyr/Quark mit Obst zu mir nehme.

Prinzipiell macht das meinen Körper sehr froh, der da eher langsam in die Gänge kommt, kein Frühstück möchte (noch nicht einmal im Kleinkindalter gewollt hat, laut Aussage von Muttereinheit) und sich am wohlsten fühlt, wenn er so spät wie möglich gefüttert wird.

Aber. Dann gibt es solche Tage wie gestern. An denen ich erst um halb acht nach Hause komme und um acht schon wieder verabredet bin. Was bedeutet, dass ich sehr schnell sehr, sehr viel essen muss (und will! Denn nach einem anstrengenden Tag ist der Schmacht schon ordentlich!). Und dann habe ich Magenschmerzen. Und wenig Genuss bei der Sache. Was irgendwie nicht so gut ist.

Außerdem führt das dazu, dass mein morgendliches Wiegeergebnis praktisch immer falsch ist. Es gibt dann nämlich keinen ungeeigneteren Zeitpunkt, um eine halbwegs realistische Zahl zu bekommen, als früh morgens, wenn man das ganze Essen noch mit sich herumträgt.

Aber gibt es für diese Probleme überhaupt bequeme Lösungen? Unbequeme natürlich. Aber ich mag mir mein Leben nicht unbequem gestalten, in dem ich meinen nun mühsam herausgefundenen optimalen Essensrhythmus wieder umwerfe oder zu unmöglichen Zeiten ins Bad renne, Klamotten von mir schmeiße und mich wiege.

Was ich tun kann, ist das Abendessen zu entzerren. Sehr bewusst langsam zu mir nehmen. Zeit lassen. Das entspricht nicht meinem Naturell (mein Standardfluch ist „langsame Menschen!“, wenn mal wieder etwas nicht vorangeht), sollte aber antrainierbar sein. Ich esse sowieso zu schnell. Wenn die Waldnymphe ihre Vorspeise durchhat, fange ich mit dem Nachtisch an. Der Erklärfaun ist allerdings fast so schnell wie ich.

Auf jeden Fall sollte ich also Ruhe reinbringen. Gezielt und bewusst das Essen pausieren. Mal sehen, was das bringt. Und wann ich anfange zu schreien, weil mir alles zu langsam geht.

Das Wiegeproblem? Nun, da fällt mir spontan nicht viel ein, außer dass ich das gelassen sehen sollte. Mittlerweile kommt es auf nicht mehr viel an, da ist ein Kilo Eingeweideinhalt kein Drama.

Und sonst: Ich habe Spaß in der Morrowind-Beta, freue mich aufs Vampire-Zocken am Samstag und habe heute beim Girls’Day (welcher Marketing-Clown hat sich diese beknackte Schreibweise ausgedacht? Fusion von Anti-Deppenleerzeichen und Binnenmajuskel – dafür sollte es peinliche Körperstrafen geben! Echt jetzt …) ein zwölfjähriges Mädchen im Büro, das sich über den ausgesprochenen Männerberuf „Grafiker“ (äh … nein. 50:50-Verteilung ist normal bei uns. Aber egal) informieren möchte. Ich bin gespannt und vermutlich unkommunikativ wie immer. Vor allem, da ich mit Kindern (obwohl zwölf Jahre langsam nicht mehr als Kind zählt) ja erwiesenermaßen so gut kann …

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2 Kommentare

  1. Wenn Du das Geheimnis, wie man langsamer isst, gefunden hast, bitte darüber bloggen…. *seufz* Eigentlich weiß ich ja, wie’s geht, „achtsam“ essen, dabei nicht lesen o.ä. – aber das langsame Essen ist das, was ich auch überhaupt nicht kann. Das mit dem Wiegezeitpunkt würde ich auch empfehlen, eher gelassen zu nehmen. Morgens ist einfach der vergleichbarste Punkt, finde ich. Wenn Du es z.B. abends vor dem Essen machen würdest, würden vielleicht die Gedanken anfangen „Oh, wie viel habe ich heute getrunken?“ oder Du würdest vielleicht anfangen, einige Getränke wegzulassen…? Wäre nicht so gut…

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    1. Ich MUSS beim Essen andere Dinge tun, sonst wird mir langweilig und dann mag ich nimmer. Reden, Zocken, Lesen, Serien schauen … alles, nur nicht „bloß essen“.
      Ich versuche mal, die einzelnen „Gänge“ (also das Gemüse, den Quark und die Banane) in der Küche stehen zu lassen und einzeln zu holen. Ob das etwas entzerrt.
      Ich werde berichten!

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