Weniger

Kalte Füße und Last-Minute-Fettlogiken

Noch ein Tag, dann esse ich Gesamtumsatz. Ein Tag bis zur … Normalität? Dem Rest meines Lebens?

Eigentlich ist es ja nur eine Unterbrechung. Eine Erholung für meinen Körper, der nun über ein Jahr dem konstanten Stress des „zu wenig“ ausgesetzt war und mir deutlich signalisiert, dass er sich gern mal ein Weilchen ausruhen würde. Das Ausruhen ist natürlich nur metaphorisch gemeint – immerhin mache ich mehr Sport als jemals zuvor. Aber ich will mein Cortisol-Level senken.

Sobald sich alles eingependelt hat, werde ich wohl die letzten paar Kilo bis zum Idealgewicht angehen. Oder es ist mir dann egal, weil der Sport sein Werk getan hat und ich mir auch mit 58 Kilo gefalle. Wer weiß! Gestern beim Schleimrollen ist mir aber wieder aufgefallen, was ich noch für immense Fettpolster an den Oberschenkeln habe. Na, wird sich zeigen.

Jedenfalls bin ich zwar einerseits wild entschlossen und auch rational völlig dafür bereit … aber tief in mir tanzen die Fettlogiken Tango. Ich habe schlicht Angst, dass ich mir jetzt in kürzester Zeit alle Erfolge kaputt machen werde. Dass ich mit meinem unglaublich riesigen Gesamtumsatz von 1632 (oder so) Kalorien zunehmen und aufgehen werde wie ein Hefeteig. Denn immerhin habe ich in letzter Zeit ja auch mit 1000 bis 1200 Kalorien nicht wirklich abgenommen. Also muss mein Körper wahlweise beschlossen haben, dass er jetzt mit weniger auskommt, als er sollte oder ich habe mich völlig verrechnet (und MyFitnessPal dazu) und viel zu viel gegessen.

Die übliche Plateau-Panik samt Setpoint, Hungermodus und zerstörtem Stoffwechsel. Und da kann ich so rational sein, wie ich will. Der Scheiß klebt mir im Hirn. Denn „man merkt doch, dass man nicht mehr abnimmt“. Und da kann ich tausendmal Artikel über Studien lesen, dass das eben Wasser dank Cortisol ist und mein Körper mal ein wenig Entspannung braucht, mehr nicht … trotzdem laufen die Mythen und Legenden in meinem Hinterkopf Amok.

Sollte ich vielleicht doch … weitermachen?

Nein. Verdammt nochmal. Nein! Ich will lernen, wie ich sinnvoll Erhaltung essen kann. Ich will ein entspanntes Verhältnis zu meiner Nahrung entwickeln. Ich will Sport und Mahlzeiten ausbalancieren. Und das geht nicht ohne Übung.

Morgen werde ich Gesamtumsatz essen. Gesund. Nicht wirklich low carb (irgendwie kriege ich das nicht hin. Bei mir sind es immer mehr Kohlenhydrate als Eiweiß. Und wenn ich mich auf den Kopf stelle … Ich mag einfach Gemüse und Obst zu gerne) aber low shit. Meistens. Schokolade und Kekse werden wiederkommen. Weil.

Merkt man sehr, dass ich gerade im dunklen Wald pfeife?

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Ach watt, Leben!, Weniger

Vorbereitungen auf „Tag eins nach dem Abnehmen“

Eigentlich stimmt das nicht. Denn eigentlich will ich ja weiter abnehmen. Nicht mehr viel, zwei, drei Kilo. Aber … ab Donnerstag eben „nur noch“ mit Sportkalorien. Ich werde also Mittwochabend meine Ziele bei MyFitnessPal anpassen. Und dann mal sehen, wie das läuft.

Irgendwie habe ich aber noch keine Ahnung, wie ich das gescheit machen soll. Mahlzeitenmäßig möchte ich mir nicht mehr reintun, das reicht im Prinzip. Vor allem, da ich wegen meines PCOS das intermittierende Fasten beibehalten will, um einer Insulinresistenz vorzubeugen. Also muss ich etwas über 1500 Kalorien (na gut, dank niedrigerem KFA mittlerweile etwas über 1600) in der Zeit von 13 bis 20 Uhr essen. Gar nicht mal so einfach. Und dabei muss ich noch ausbalancieren, dass ich gern wieder Brot und Schokolade essen würde. Und auf keinen Fall ins Grasen verfallen darf.

Gerade Letzteres ist eine Achillesferse. Der ich entgegenwirken muss, in dem ich relativ harmlose Dinge zum Abgrasen zu Hause habe. Gelberüben, Tomaten und so – da kann ich am Abend 200 Gramm verputzen, ohne dass es sich zu stark auswirkt. Letztendliches Ziel ist es natürlich, die Langeweilefresserei abzustellen und ein gesundes Verhältnis zu Essen zu entwickeln – aber so etwas geht nicht von jetzt auf gleich, sonst wäre ich ja gar nicht erst dick geworden.

Also werde ich mich noch eine ganze Zeit intensiv damit beschäftigen müssen, was ich mir so jeden Tag einverleibe. Ich werde rechnen und abwägen (und abwiegen!) und vermutlich des Öfteren danebenlangen. Und ich werde lernen.

Als erstes natürlich, wie ich meinen Gesamtumsatz (minus Sport) esse.

Ich könnte meinen mittäglichen Protein-Frucht-Pudding mit Sojamilch statt mit Wasser zubereiten (110 Kalorien mehr). Das wäre eine Maßnahme. Und dann noch eine große  (250 Gramm) Portion Quark mit Tomaten und Gewürzen dazu (200 Kalorien). Das würde dann passen, mein zu niedriges Eiweiß pushen und mir bei sonst gleichbleibender Ernährung 300 Kalorien zum „Spielen“ übriglassen, die ich gnadenlos für Dinge wie Schokolade oder Butterbrot ausgeben könnte. Das klingt prima. Jeden Tag eine halbe Tafel Schokolade. Feine Sache! Und die Sportkalorien nutze ich dann zur weiteren Körperdefinition und zum Verballern am Wochenende.

Pläne sind eine feine Sache. Nur das Geräusch, wenn sie mit der Realität kollidieren, ist so verdammt unschön!

Training, Wiegewolf

Der letzte Montags-Wiegewolf sagt …

Wiegewolf

zweiundsechzigste Woche und 59,2 Kilo.

Er sah zu ihr hinauf, den Kopf schief gelegt und der Versuch, mit einem zur Seite abgeklappten Ohr nicht wie eine zweihundert-Pfund-Kampfmaschine sondern wie ein niedlicher Welpe zu wirken. „Du bist ganz sicher?“

Natürlich wurde das nicht gefragt. Es war eine Mischung aus Körpersprache, einem sehr speziellen Blick aus dem bernsteingelben Auge (nur eins. Das rechte war vor einem halben Jahr einer heroischen Schlacht zum Opfer gefallen) und einem fragenden „Wrrrff?“-Geräusch. Sie nickte fest, sehr bestimmt auftretend, wie immer, wenn sie etwas überspielen wollte. Sie waren auf ihre Art beide Komödianten. „Na klar. Es nützt nichts, alles ewig hinauszuziehen. Wir machen jetzt erst einmal mit den Muskeln weiter.“ Sie zwinkerte ihm zu. „Und sag´ mir nicht, dass du dich darüber beschwerst, nun jede Woche einmal mit Silver Edge zusammen die Heidi Klum zu geben!“ – „Wer ist das denn nun wieder?“

Sie winkte ab, lachte und griff mit beiden Händen tief in die buschige, rostrote Mähne. Drückte das Gesicht in Bright Eyes´ Fell und murmelte kaum verständlich: „Ach, nicht wichtig. Soll nur heißen, dass ihr beide kritische Richter sein müsst.“

Der rote Wolf rieb sich an ihr. Er roch gut – nicht nach Hund, sondern teurem Rasierwasser. Natürlich. „Hey, Richter ist sein Job. Ich bin für die Unterhaltung und das Epos zuständig.“ – „Du und ich, mein Süßer. Wir beide.“

Sie stand auf und zusammen gingen sie in den Garten, um den silbernen Wolf zu suchen, der vermutlich mit einem Buch unter einem Baum liegen würde.

Über ein Jahr jeden Montag der Wiegewolf. Jetzt muss ich noch einen sinnvollen Rhythmus für die Anteils-Analyse-Athro finden. Donnerstags nach dem Training? Oder doch lieber Dienstags? Das muss ich mir noch genauer überlegen. Mir ist natürlich klar, dass die Körperfettwaage ebenso anfällig für Schwankungen ist, wie die normale. Und dass sie natürlich auch Kilogramm anzeigt. Insofern habe ich mir den Druck nicht ganz aus dem Kessel genommen. Aber da ich ab Donnerstag pro Tag 1550 Kalorien (meinen ungefähren Gesamtbedarf ohne Sport, ein bisschen weniger) essen und den Muskelaufbau weiter fortführen werde, hoffe ich doch auf eine grob verwertbare Kurve.

Tendenziell tut mir mittlerweile auch Sport besser als ein Defizit. Ich merke, wie mein Körper sich zum Positiven verändert. Anscheinend hilft mir Cardio bei der Beinmuskulatur mehr als Gewichtheben, was ich seltsam finde. Wobei ich prinzipiell beim Langhanteltraining natürlich auch viel für die Beine mache. Aber spezielle Übungen habe ich doch eher für den Oberkörper, weil mir das mehr Spaß macht. Ich will definierte Schultern und Oberarme, das ist meine ganz private Eitelkeit. Dafür quäle ich mich unter anderem auch mit Reverse Flys. Mann, die Dinger sind Folter! Auf eine gute Art.

Heute ist Sport-Ruhetag. Da ich gestern sowohl sehr früh morgens Laufen war als auch ordentlich Eisen geworfen habe, darf das durchaus sein. Und bei dieser Hitze abends laufen zu gehen, wäre auch nicht ganz so schön. Diese Woche soll es ja wieder kühler werden, dann ist ab Dienstag alles wieder fein.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Chapernack

Gestern hatte ich einen sportlich gesehen sehr zweigeteilten Tag. Ich bin um halb fünf aufgewacht (die Vögel brüllen wie bescheuert im Moment), bin direkt aufgestanden und Laufen gegangen, habe um halb sechs eine Tasse Kaffee getrunken, mich dann aufs Fahrrad geschwungen und bin eine Stunde nach Heidelberg geradelt, um dort an den Wohnungstüren von Waldnymphe und Erklärfaun alberne, Warhammer-thematisierte Zeichnungen anzubringen (einen teetrinkenden Tyraniden und eine Kharadron Overlady im Bikini, wem das etwas sagt), die sie überraschen können, sobald sie heute abend nach hause kommen.

Dann wieder eine Stunde zurückradeln (ich habe festgestellt, dass am Rande von Heidelberg ein gruseliges reiche-Hipster-Ghetto namens „Bahnstadt“ am entstehen ist. SUV-Paradies in klinisch sauber. Eklig), beim Lidl vorbei und Lebensmittel einkaufen und um kurz nach neun war es mir dann auch schon zu warm, um noch irgendetwas zu tun.

Also habe ich alle Rolläden runter, alle Fenster aufgemacht und bin den Rest des Tages zu Hause herumgeschlumpft. Habe eine Folge American Gods geschaut, in ESO meinen Babywarden weitergelevelt, mir Anansi Boys gekauft und angefangen es zu lesen … all´ sowas.

Heute bin ich auch um fünf aufgestanden und war Laufen. Dumm, dass das Gym erst um neun aufmacht, sonst könnte ich noch im Kühlen trainieren.

Der Tag wird wohl ähnlich ablaufen: Von neun bis halb elf im Gym, dann in die abgedunkelte Wohnung und eine kühle Brise durch die nach allen Himmelsrichtungen offenstehenden Fenster genießen.

Ich habe echt temperaturmäßig eine sehr, sehr kleine Komfortzone!

Dat Nerdstuff

Geek Pride Day

… war gestern (wegen des ersten Tages des ersten Star Wars Films damals, 1977).

Wir haben nicht wirklich zelebriert, aber das wäre ja auch nicht im Sinne des echten Geekdoms. Wir haben uns zum frühstücken bei der Waldnymphe getroffen (ich habe große Mengen Obstsalat mitgebracht) und sind dann zum Luisenpark gefahren, wo wir geplant hatten, einen angenehmen Tag des Spazierengehens zu verbringen. Als wir allerdings um kurz nach elf Uhr vormittags dort ankamen und an beiden Kassen eine über hundert Meter lange Schlange auf die Straße ragte (plus eines verrückten alten Mannes, der seine Mini-Boombox herumtrug und laut Elvis-Songs plärrte), traten wir den strategischen Rückzug an.

Das Exotarium in Weinheim schien uns ein ruhigeres Ziel. Ein Wald mit hübschen und nicht einheimischen Bäumen – das konnte bestimmt was.

Es war auch tatsächlich sehr schön, wir genossen Frieden, Stille, verschlungene Wege und Mammutbäume, um dann später in einem netten alten Gasthaus mit hübscher Lounge vornedran noch etwas zu trinken. Dann gondelten wir nach Hause und schliefen zusammen auf der Couch ein. Klingt nach einem Märchenanfang, da aber niemand von unseren Tellerchen gegessen hatte und auch keine hundert Jahre vergangen waren, als wir wieder aufwachten, ging der Erklärfaun mit seinem Best Buddy einen Männerabend verbringen und die Waldnymphe und ich mit J1 grillen.

Ich habe gestern also Unmengen von Brot vertilgt – erst beim Frühstück und dann noch Js großartiges Kräuterbaguette. Dementsprechend viel Kohlenhydrategewicht zeigt mir heute die Waage an. Macht mir aber nicht viel aus. Das gibt sich auch wieder. Und das leckere Brot war es definitiv wert. Ich betrachte Brot mittlerweile ähnlich wie Schokolade: Als einen seltenen, unglaublich leckeren Genuss, den man zelebrieren sollte. Und wie bei Schokolade fällt mir das Aufhören sehr schwer.

Heute halte ich als Einzige im Büro die Stellung und bin mal gespannt, wie viele Leute überhaupt in den Verlag kommen!

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Vorsichtiger Optimismus betreffs Körperfettwaage

Mein neuer ESO-Charakter. An seinem Farbschema arbeite ich glaube ich noch!

Man hat ja gehört, dass die Omron auch so seltsame Schwankungen im KFA anzeigt, wie andere Waagen es dank Wasser beim Gewicht tun. Deshalb bin ich nicht völlig fröhlich und begeistert, da mich ja schließlich jederzeit der Hammer treffen kann. Oder könnte. Was weiß ich! Aber trotzdem kann ich einen Anflug von „Hurra!“ nicht verhindern, wenn mir meine Körperfettwaage zwar 300 Gramm mehr als letzte Woche (jetzt: 59,0 Kilo) aber dafür nur noch 23,7% Schmalz anzeigt! Plus einer dementsprechenden Nachkommasteigerung im Skelettmuskelanteil. Langsam komme ich von „normal“ zu „fit“. Finde ich gut. Sollte aber nach einem halben Jahr sportlicher Betätigung auch drin sein. Ich erwarte nicht, von Null auf Hundert zu einem Muskelgöttchen zu werden – aber Fortschritt sichtbar zu erleben hat etwas immens Beruhigendes. Außerdem natürlich: Die Omron hat mir den Grundumsatz auf 1318 Kalorien pro Tag angepasst. Das ist ordentlich mehr. Weshalb ich es nicht wirklich glauben wollte. Aber der TDEE-Calculator sagt dasselbe. Das heißt … hurra, mehr essen! Ab Juni. Jetzt noch nicht.

Weitere Entwicklung: Ich glaube, dank der ganzen Muskeln ist mir ein ganz klein wenig seltener kalt. Das mag aber auch an der Jahreszeit liegen. Und der Erklärfaun hat auch viel Fett ab- und dann viel Muskeln zugenommen und friert immer noch so sehr wie ich. Muss also nicht sein.

Ansonsten ist im Job weiter fröhlicher Stress angesagt, der mir aber erstaunlich wenig ausmacht. Läuft irgendwie. Und gestern hatte ich auf der Heimfahrt noch ein spannendes Erlebnis, in dem ich nämlich im Stau stehend beobachten durfte, wie auf der Parallelfahrbahn ein Typ in Osteuropa-Chic (Unterhemd, Adidas-Sporthosen) von Polizisten aus einem dunklen 5er BMW gezogen, in Handschellen gelegt und gefilzt wurde. Ich dachte, so läuft das nur in Filmen ab. Aber nein, Life imitates Art. Wie es weiterging konnte ich dann nicht beobachten, weil ich im Stau vorankam.

Und ich versuche, ein wenig Zeit in Tamriel zu verbringen und meinen kleinen Warden durch die Gegend zu scheuchen. Im Moment ist das Spiel natürlich gnadenlos überfüllt. Besonders in den neuen Gebieten, weshalb ich auf die alten ausweiche … wo sich die Leute aber auch auf den Füßen stehen. Am Wochenende werde ich früh aufstehen, laufen gehen und dann die morgendliche Stille im Spiel ausnutzen, um ein wenig Stimmung einzufangen. Da ich dieses Wochenende sowieso ganz für mich bin, weil meine Beziehungskonstellation beim Warhammer Fest ist (beide sind begeisterte Spieler – für mich ist nur der Anpinsel-Part interessant und nur dafür fliege ich nicht nach England), habe ich viel Zeit.

Brückentag gibt´s allerdings nicht. Ist auch nicht schlimm. Was hingegen definitiv schlimm wird: Der Stau heute Abend beim Heimfahren. Der wird garantiert episch!

Dat Nerdstuff, Wiegewolf

Gebremste Erdnussbutter

Geburtstagsgeschenk für J1. Ich hoffe, er freut sich!

Gestern hat sich das Laufen gehen, dabei den Patch für Morrowind herunterladen, Duschen und Essen kochen sehr harmonisch ineinandergefügt, so dass ich tatsächlich nach dem Abendessen ganz gemütlich mit den drei J.s ESO zocken konnte. Wir haben einen Dungeon gemacht und uns dann darauf konzentriert, unsere neuen Warden-Charaktere zu bauen. J1 und ich sind ganz aufgeregt, dass wir mit den Mörderbären herumspringen dürfen, weil wir diesmal für „Dämmätsch“ zuständig sind. Außerdem natürlich schöne Fertigkeiten wie „Bird to the Face!“ und „Shalk tot he Groin!“, die beide nicht so heißen, mit diesen Ausdrücken aber perfekt beschrieben sind. Es sieht also durchaus so aus, als hätten wir auch in nächster Zeit Spaß an der Welt der Elder Scrolls.

Auch schön aber stressig: Mein Arbeitgeber ist gleich mit zwei Spielen auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres vertreten (die Liste wurde gestern veröffentlicht). Das bedeutet bis zur endgültigen Entscheidung noch jede Menge Arbeit für die Abteilung. Schachteln anpassen, Deko basteln … all´ sowas. Und ausgerechnet jetzt gehen meine zwei Kollegen in Urlaub. Na, wird schon werden!

Im Moment warte ich gierig darauf, dass die Waldnymphe bei Meridian Erdnussbutter bestellt. Meine ist nämlich leer und ich muss auf PB2 zurückgreifen. Nichts gegen PB2. Tolles Zeug mit wenig Kalorien … aber es schmeckt nur dann nach Erdnussbutter, wenn man schon lange keine Erdnussbutter mehr gegessen hat. Und vor allem nicht das göttliche Mana, das Meridian produziert.

Bei vielen Light-Produkten merkt man die reduzierten Kalorien nicht oder kaum, da bin ich sehr zufrieden. Limonaden zum Beispiel. Oder einige Käsesorten. Magerquark. Dergleichen eben. Aber irgendwie scheint das bei Erdnussbutter nicht wirklich zu greifen. Die Schokovariante schneidet für mich zwar etwas besser ab – aber hat man Großartigkeiten wie echte, leckere Erdmandelbutter dagegen, ist da nichts zu wollen.

Ich werde in Zukunft lieber weniger und dafür die vollkalorische Variante essen.

Und weil ich heute Abend eh einkaufen gehen muss, kann ich mir zum Übergang ein kleines Glas Bio-Erdnussbutter kaufen.

Dat Nerdstuff, Weniger, Wiegewolf

Der Montags-Wiegewolf sagt …

einundsechzigste Woche und 60,2 Kilo.

Wieder die sechs vorne. Aber am ersten Tag der ersten Zykluswoche geht mir so etwas peripher. Da ist das völlig normal. Zwar anderthalb Kilo mehr als zu Zyklusende, aber das gibt sich auch wieder.

Heute wird ein anstrengender Tag. Ich habe einen Termin bei meiner Ärztin, was bedeutet, dass ich früher von der Arbeit wegmuss und deshalb alles, was heute zu tun sein wird, gequetscht wird. Nach dem Arzttermin muss ich nach Hause rasen und den Download von Morrowind anwerfen, damit ich heute vielleicht noch meinen neuen Charakter werde erstellen können. Auf die Idee, tatsächlich schon spielen zu können, komme ich natürlich nicht. Überhaupt ins Character Creation Menu zu kommen, wäre schon eine erstaunliche Sache. Never play on patchday. Kennt man ja.

Also werde ich stattdessen Laufen gehen. Eigentlich ist Montag zwar mein Sport-Ruhetag, aber erstens ist das eine spezielle Situation (da bin ich doch noch Zockernerd genug, um ein neues Spiel – beziehungsweise neuen DLC – zu priorisieren) und zweitens habe ich heute erstaunlich wenig Muskelkater, trotz gestern dem vollen Gewichte-Programm. Langsam scheine ich die passende Muskulatur zu entwickeln. Da kann ich also getrost den faulen Wochentag schieben.

Gestern habe ich mich sehr über einen Thread im (derzeit nicht zugänglichen, da Umzug) Ohne-Unsinn-Forum geärgert. Also, korrekt formuliert, nicht über den Thread sondern über die darin verlinkte ARD-„Wissenschafts“-Sendung. Früher fand ich Quarks&Co super. Aber mittlerweile haben sie einen neuen Moderator, der mir ein wenig überheblich rüberkommt (was natürlich subjektiv ist und nicht in die Wertung einfließen sollte) und auch das Konzept der Sendung ist oberflächlicher geworden. Es werden Fakten einfach postuliert, ohne wie früher den gedanklichen Weg dorthin offenzulegen.

In diesem konkreten Falle werden „Kalorien“ näher beleuchtet. Und so geduldig eine Dame von irgendeinem Institut das Ganze erklärt, so esoterisch geht es dann aber leider weiter: Unglaublich hohe, unbelegte Umsatzwerte (2300 für eine schlanke, nicht sportlich aktive Frau? Ja, sie ist groß, aber keine zweieinhalb Meter!). Monströs überschätzte Sportkalorien (nein, gemütliches Fahrradfahren verbraucht keine 500 Kalorien pro Stunde … obwohl dieser Phantasiewert tatsächlich viel im Internet herumschwirrt) und unhaltbarer, tausendmal widerlegter Quatsch wie der „Hungermodus“, der „durch Diäten ruinierte Stoffwechsel“ und andere Fettlogiken mehr. Dann wieder Wahres über Insulin, CICO (zumindest den Part, dass es eben auf den Energiewert ankommt und man nicht von Fett per se dick wird) und warum intermittierendes Fasten dem Körper guttut. Also qualitativ sehr inkonsistent.

Mich ärgert so etwas. Weil ich sehr bewusst „Stopp!“ zu mir sagen muss, sonst fange ich an, den Müll zu glauben, weil ich den Mythos vom „Bildungsfernsehen“ der Öffentlich-Rechtlichen noch ganz tief verankert in mir trage. Und das Letzte, was ich mir nun einfangen möchte, ist der Wahn, ich hätte mir mit meiner Abnahme jetzt den „Stoffwechsel ruiniert“ und einen Grundumsatz von tausend Kalorien. Na gut. In meinem Fall ist es weniger dramatisch, da ich nicht dem Irrglauben der Quarks-Redaktion aufsitze, ich müsste einen Grundumsatz von 1800 Kalorien haben, nur weil ich sportlich aktiv bin. Ich weiß, dass ich klein und normalgewichtig bin und deshalb trotz meines geringen KFA und der wachsenden Muskulatur nur wenig über 1200 Kalorien in völliger Ruhe verbrauche. Was aber nichts mit Diät zu tun hat, sondern eben solch bizarren Dingen wie Physik und Biologie geschuldet ist. Und dann weiß ich, dass ich selbst mit meinem Sportpensum nicht auf 2300 Kalorien pro Tag komme, da ich eben dank meines Jobs nicht jeden Tag fünf Stunden trainieren kann (weiteres lustiges Detail: Quarks findet nichts dabei, Alltagsbewegungen mit 800 Kalorien am Tag zu bewerten, hält aber eine Stunde Krafttraining für unwahrscheinlich. Ich lebe in Bizarrowelt, bei mir ist das umgekehrt).

Echt jetzt – man braucht sich nicht zu wundern, dass die Deutschen immer dicker werden, wenn die ARD solchen Unsinn in die Wohnzimmer rülpst. Wenn die (durchschnittlich unsportlichen, nicht die 10% Sportfreaks) Frauen in meiner Umgebung 2300 und die Männer 2800 essen würden … ich wäre von kugelförmigen Menschen umgeben!

Ach watt, Leben!, Training

Die Welt früh morgens

Isar, May '17
Wenn schon sonst nichts Kreatives, dann wenigstens Screenshots …

Wenn man ausschlafen könnte aber trotzdem viel zu früh wach ist, ist das ärgerlich. Es hilft nicht, wenn ich zu wenig Schlaf bekomme. Man nimmt schlechter ab, man ist unkonzentriert, man bringt auch sportlich keine Leistung.

Aber da ich es nicht ändern kann, dass ich derzeit nicht schlafe, gehe ich eben zumindest an den Wochenenden um sechs Joggen.

Dann habe ich die Welt für mich und kann meinen Gedanken nachhängen, während ich nicht darauf achten muss, ob von irgendwoher ein Radfahrer oder Spaziergänger auftaucht, mit dem ich nicht kollidieren möchte.

Dieser Rechner hier wirft übrigens viel mehr Kalorien aus als mein Imperator. Fast vierzig mehr für meine normale Laufstrecke. Naja, ich glaube besser mal den niedrigeren Wert.

Ansonsten ist nicht viel los. Ich komme in letzter Zeit auf zu wenig Eiweiß. Mir fällt es schwer, die hundert-Gramm-Marke anzukratzen. Das ist nicht ganz so sinnvoll und das muss ich wieder ändern. Aber ich fürchte, das ist erst wieder ab Juni wirklich möglich, wenn ich pro Tag 300 Kalorien mehr zur Verfügung habe.

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Ach watt, Leben!

Verständigungsprobleme

Forest without warmth

Bei uns im Haus wohnt unter anderem auch eine albanischstämmige Familie. Sie sind während des Balkankriegs nach Deutschland gekommen (da sie beide ungefähr so alt sind wie ich, bedeutet das, dass sie seit ihrer Kindheit/Jugend hier sind) und nun hat der Vater eine Anstellung in einem Malerbetrieb und seine Frau ist Hausfrau und für die beiden Kinder da. Er und die Kinder sind gut integriert, die Kinder haben deutsche Schul- und Kindergartenfreunde und sprechen beide Sprachen fließend. Nur die Mutter kommt nicht so recht voran. Sie hat keine Hobbies, die sie unter Leute bringen und findet wegen ihrer sehr schlechten Deutschkenntnisse auch keine Arbeit. Kontakt hat sie nur zu Landsleuten und sie geht nicht einmal alleine einkaufen. Dabei ist sie eine sehr offene, freundliche Frau – sie isoliert sich quasi freiwillig. Mittlerweile schafft sie es, mich oder andere Hausbewohner um Rat zu fragen, wenn sie mit Schulformularen der Kinder Probleme hat oder der Computer zickt. Aber ansonsten ist sie eigentlich nur im Haushalt tätig. Sie ist aber dermaßen schwer zu verstehen, dass ich nach zwei Wochen die Namen von Mann und Kindern wusste, aber seit Jahren nicht geschafft habe herauszufinden, wie sie heißt. Und an diesem Punkt ist es mir zu peinlich, jemand anderen zu fragen. Teufelskreis!

Diese Lebensweise hat dazu geführt, dass sie ziemlich zugenommen hat. Ich schätze sie in der Mitte von Adipositas eins. Sie selbst glaubt, dass die Zunahme von Medikamenten kommt (oder sie denkt, dass ihr eine Pille aus dem Internet helfen könnte, das Gewicht wieder loszuwerden – wie gesagt, sie ist manchmal schwer zu verstehen).

Aber sie hat mitbekommen, dass ich viel abgenommen habe und ständig Sport mache. Also hat sie mich gefragt, ob sie mit mir Fahrrad fahren gehen könnte. Klar, kein Ding. Sie hat nur kein Fahrrad. Die Familie ist zwar sehr konsumfreudig, aber irgendwie wird es nichts damit, ihr ein Fahrrad anzuschaffen. Da sich dieses Drama nun ein halbes Jahr hingezogen hat, habe ich ihr vorgestern angeboten, dass sie mit mir Joggen gehen könnte. Immerhin braucht man da außer einem Paar Turnschuhen keine Ausrüstung. Großes Interesse ihrerseits. Und die Versicherung, mitzukommen, sobald sie ihr eigenes Handy hätte.

Irgendwie glaube ich, dass da ein wenig Lost in Translation passiert ist. Handy? Zum Joggen? Hm.

Oder vielleicht war das ihre Art mir höflich zu sagen, dass sie doch nicht so arg Lust darauf hat. Tatsache ist natürlich, dass das altbekannte „you can´t outrun a bad diet“ auch für sie gelten wird. Sie wird also mit ziemlicher Sicherheit vom Joggen nicht abnehmen, wenn sie weiter wie bisher isst. Aber da sie für die Familie kocht und für sich selbst nichts extra vorbereiten möchte (so habe ich sie zumindest verstanden), wird sich ernährungsmäßig wenig tun. Ich frage mich, ob es Seiten wie MyFitnessPal auch auf Albanisch gibt? Dann könnte ich ihr den Link schicken, sobald sie ihr Handy hat und sie könnte vielleicht zumindest ihre Portionen tracken.

Oder ich suche mir im Internet einen Albanisch-Sprachkurs, damit die Verständigung leichter wird. Aber eigentlich möchte ich erstmal den Französischkurs auf Duolingo fertig spielen, bevor ich etwas Neues anfange. Und dann hatte ich eher Italienisch als Albanisch geplant. Und zwei Sprachen gleichzeitig bekomme ich nun wirklich nicht hin!

Naja, sie ist erwachsen. Entweder sie meldet sich bei mir und dann nehme ich mir gerne die Zeit, mit ihr ganz langsam und vorsichtig mit Sport anzufangen, oder sie tut es nicht und es ist für mich auch in Ordnung, da Sport für mich immer „me-time“ und deshalb allein natürlich deutlich angenehmer ist.