Der Schwarm tröstet

Ich habe es bisher im Blog noch nicht thematisiert, da ich den Finger nicht genau darauflegen konnte. Aber gestern ist es mir endlich komplett klargeworden und ich bat das Internet um Hilfe.

Was wurde mir klar? Ein neues, leicht gestörtes Verhalten, das ich seit ein paar Wochen an den Tag lege. Ich bin, was Süßigkeiten angeht, plötzlich zur Fressmaschine mutiert. Früher war das gar kein Problem, Schokolade oder Gummibärchen oder Kekse im Haus zu haben. Klar, war die Packung erstmal offen, hielt sie eher nicht ganz so lange. Aber zwei Tage für 100 Gramm Schokolade zu brauchen oder zwei Wochen an 400 Gramm Pralinen zu essen war durchaus drin. Doch seit ich im normalen BMI bin ist alles anders. Ich kann nicht einmal mehr verschlossenen Schnekkram in der Wohnung haben. Der geht weg. In einem Satz. Weil „dann keine Versuchung mehr da ist“. Eins A Leistung. Ich bleibe zwar im TDEE – aber Defizit kann ich vergessen, sobald Süßes da ist.

Und irgendwie bekomme ich das nicht in den Griff. Das einzig Hilfreiche scheint bisher, gar nichts, das mich in Versuchung führt, zu besitzen.

Das ist so seltsam! Während der großen Abnahme war das nie ein Problem. Die Willenskraft hielt bombenfest wie Drei-Wetter-Taft. Ich war motiviert und gut drauf und konnte über Süßigkeiten nur lachen. Maximal ein, zwei Stücke Schokolade samstags beim Zocken. Lief.

Aber jetzt stehe ich dem Ganzen furchtbar hilflos gegenüber. Und bin sehr traurig, da ich bei diesen „muss-Versuchung-vernichten“-Anfällen zwar Genuss habe, die Reue danach aber auch nicht von schlechten Eltern ist. Und eigentlich war die Aufgabe für 2017 ja auch, ein normales, gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln und nicht, eine abstruse Marotte einzuschleifen.

Ich habe im Ohne-Unsinn-Forum einen Hilfeschrei-Thread erstellt und bekomme nun nicht nur Tipps, wie man mit so etwas umgehen kann, sondern auch die verwunderte Feststellung, dass es anscheinend vielen Leute so geht, gratis dazu! Bisher konnte ich aus dem Thread folgende Anregungen ziehen:

  • Gefährliche Lebensmittel in den Gefrierschrank, um sie schwerer zugänglich zu machen (klappt ja schon mit Bananenbrot und Frühstückskuchen sehr gut, kann ich also ausweiten)
  • Meta-Fettlogik erkennen („ich weiß ja, wie einfach Abnehmen ist, also kann ich auch wieder mehr essen“)
  • Zeiten beobachten, zu denen es mich überfällt (ich habe immer noch das Langeweile-Essen-Problem, dessen bin ich mir bewusst)
  • Eventuell Hormonlage im Auge behalten
  • Wackelpudding mit Süßstoff und dazu kalorienfreie Sauce
  • Defizit um gefährdete Tage herumplanen
  • Eis (Lidl Skyr-Eis) als recht sparsame Alternative, die man auch nur langsam essen kann
  • Süßigkeiten immer sofort als Packung tracken, sobald sie im Haus sind. Dann ist der Essenszeitpunkt egal

Mal sehen, ob mir das langfristig helfen kann. Ich hoffe es doch. Denn ich mag Süßigkeiten – aber wenn ich die Wahl zwischen „wieder dick“ und „keine Süßigkeiten mehr zu Hause“ habe, fällt sie mir doch sehr, sehr leicht!

Zum Abschluss kurz ein anderes Thema, um noch etwas mehr Positives in diesen Post zu bringen: diese Woche werde ich mich trainingsmäßig auf Cardio konzentrieren. Vor allem Jogging. Ich habe eine gute 5-Kilometer-Strecke gefunden, die man bei Bedarf auch verkürzen kann und trotzdem recht viel Weg im Feld hat. Dann arbeite ich etwas an meiner Ausdauer. Ich habe zwar keine Probleme damit, die ganze Zeit zu laufen und muss keine Gehpausen machen (nur manchmal stehen bleiben, weil ich über zwei Bahnübergänge muss) aber ich bin schneckenhaft langsam. Das sollte besser werden. Und Cardio hilft ja auch ungemein, wenn man den Körperfettanteil weiter reduzieren möchte. Ganz davon ab, dass Laufen der einzige Sport zu sein scheint, den mein Imperator zuverlässig trackt.

Also – Cardiowoche it is!

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