Innerer Krampf

Ich habe angefangen, an meinem nächsten Tattoo zu arbeiten. Das soll aufs rechte Schulterblatt.

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Abnehmen und fit werden. Das war einfach, das war logisch, das war nachvollziehbar und das hat vor allem richtig Spaß gemacht. Ich konnte deutliche Erfolge sehen und alles lief nach Plan. So hätte es weitergehen können.

Aber irgendwie … habe ich dieses Mindset verloren. Nichts klappt, alles ist mühsam und meine Gedanken kreisen viel zu sehr um „du musst, damit“ und „du darfst nicht, weil“. Und das ist keine schöne Situation. Ich züchte mir eine kleine Zwangsstörung und das kann nicht Sinn des Projekts „gesund und stark werden“ sein.

Ich habe mir zwar vorgenommen, ab Juni nur noch den Körperfettanteil zu beobachten und mir zu diesem behufe sogar eine Omron BF 115 bestellt (ist im Angebot und gab Coupons für. Hurra, Gelegenheit!) … aber nun wurde mir gesagt, dass der KFA genauso lämmerschwanzartig wackelt wie das Gewicht – und zwar aus genau denselben Gründen! Echt jetzt? Und das heißt nun also, dass ich eigentlich überhaupt gar keine Möglichkeit habe, meine Fort- oder Rückschritte zu bemerken um rechtzeitig gegenzusteuern? Ich bin darauf angewiesen, ob mir meine Klamotten noch passen?

Das kotzt mich so meterweit an, dafür gibt es keine Worte. Warum passiert mir das? Und warum hat es dreißig Kilo lang prima und problemlos geklappt mit dem Abnehmen und kaum will ich auch noch fit und muskulös werden, heble ich alle Gesetze der Physik aus?

Nervig. Aber zum Glück hatte ich ein Erfolgserlebnis. Die Rückkehr der Joghurtlöffel!

Ich habe mir vor ein paar Monaten sechs günstige Löffel von perfekter Stiellänge gekauft. Ich nutze sie zum Quark/Skyr/Joghurtessen aus tiefen Schüsseln und für meine monströsen Kaffeetassen („Mäusebadewannen“ nennt die Waldnymphe sowas). Aber irgendwie scheinen kleine Löffel mit Socken verwandt zu sein. Denn es wurden mit jeder Stadtrundfahrt in der Spülmaschine weniger. Zunächst bemerkte ich es nicht, aber dann fiel mir auf, dass ich immer schneller auf die unglücklich kurzen Normal-Teelöffel zurückgreifen musste. Wie konnte das sein? Die SpüMa läuft eigentlich jeden zweiten oder dritten Tag, da sollte ich bei zwei Löffeln am Tag und sechs Stück insgesamt locker hinkommen! Ich zählte im Besteckkasten durch und kam auf … drei! 50% Schwund! Wie war denn so etwas möglich? Nicht in der Firma vergessen, nirgendwo mit hingeschleppt … Hmmm …

Ich blieb ratlos, bis ich irgendwann entdeckte, dass im Besteckkastenabteil der Gabeln zwei seltsam dünne Stiele hervorragten. Hurra! Löffel! Eine wilde Suche des Restkastens förderte dann in der „Diverses“-Sektion (Sparschäler, Gemüsemesser, Flaschenöffner …) den letzten fehlenden Löffel zu Tage.

Warum ich in völliger Umnachtung dieses Bestecktetris gespielt habe, kann ich mir im Nachhinein nicht erklären. Aber in Zukunft bin ich gewappnet.

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