Kalte Füße und Last-Minute-Fettlogiken

Noch ein Tag, dann esse ich Gesamtumsatz. Ein Tag bis zur … Normalität? Dem Rest meines Lebens?

Eigentlich ist es ja nur eine Unterbrechung. Eine Erholung für meinen Körper, der nun über ein Jahr dem konstanten Stress des „zu wenig“ ausgesetzt war und mir deutlich signalisiert, dass er sich gern mal ein Weilchen ausruhen würde. Das Ausruhen ist natürlich nur metaphorisch gemeint – immerhin mache ich mehr Sport als jemals zuvor. Aber ich will mein Cortisol-Level senken.

Sobald sich alles eingependelt hat, werde ich wohl die letzten paar Kilo bis zum Idealgewicht angehen. Oder es ist mir dann egal, weil der Sport sein Werk getan hat und ich mir auch mit 58 Kilo gefalle. Wer weiß! Gestern beim Schleimrollen ist mir aber wieder aufgefallen, was ich noch für immense Fettpolster an den Oberschenkeln habe. Na, wird sich zeigen.

Jedenfalls bin ich zwar einerseits wild entschlossen und auch rational völlig dafür bereit … aber tief in mir tanzen die Fettlogiken Tango. Ich habe schlicht Angst, dass ich mir jetzt in kürzester Zeit alle Erfolge kaputt machen werde. Dass ich mit meinem unglaublich riesigen Gesamtumsatz von 1632 (oder so) Kalorien zunehmen und aufgehen werde wie ein Hefeteig. Denn immerhin habe ich in letzter Zeit ja auch mit 1000 bis 1200 Kalorien nicht wirklich abgenommen. Also muss mein Körper wahlweise beschlossen haben, dass er jetzt mit weniger auskommt, als er sollte oder ich habe mich völlig verrechnet (und MyFitnessPal dazu) und viel zu viel gegessen.

Die übliche Plateau-Panik samt Setpoint, Hungermodus und zerstörtem Stoffwechsel. Und da kann ich so rational sein, wie ich will. Der Scheiß klebt mir im Hirn. Denn „man merkt doch, dass man nicht mehr abnimmt“. Und da kann ich tausendmal Artikel über Studien lesen, dass das eben Wasser dank Cortisol ist und mein Körper mal ein wenig Entspannung braucht, mehr nicht … trotzdem laufen die Mythen und Legenden in meinem Hinterkopf Amok.

Sollte ich vielleicht doch … weitermachen?

Nein. Verdammt nochmal. Nein! Ich will lernen, wie ich sinnvoll Erhaltung essen kann. Ich will ein entspanntes Verhältnis zu meiner Nahrung entwickeln. Ich will Sport und Mahlzeiten ausbalancieren. Und das geht nicht ohne Übung.

Morgen werde ich Gesamtumsatz essen. Gesund. Nicht wirklich low carb (irgendwie kriege ich das nicht hin. Bei mir sind es immer mehr Kohlenhydrate als Eiweiß. Und wenn ich mich auf den Kopf stelle … Ich mag einfach Gemüse und Obst zu gerne) aber low shit. Meistens. Schokolade und Kekse werden wiederkommen. Weil.

Merkt man sehr, dass ich gerade im dunklen Wald pfeife?

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