Optisch unschön, Rest super

Heute also volles Essprogramm für mich. MyFitnessPal gibt mir 1550 ohne Sport zur Erhaltung und die nutze ich aus. Bei mir gibt es an diesem Donnerstag deshalb:

  • Mittagessen: Einen hässlichen aber bestimmt ganz grandiosen Quark-Porridge-Mampf, den ich aus einem Rezept aus dem Ohne-Unsinn-Forum für mich abgewandelt habe (findet man jetzt auch auf meiner Rezeptsammlung). 362 Kalorien
  • Mittagessensnachtisch: Zwei Cadbury Creme Eggs. Ja, ich weiß, ich habe sie nicht gemocht. Aber sie sind ein acquired taste (wie Natto) und mittlerweile liebe ich sie. Dumm nur, dass diese beiden heute die letzten ihrer Art sind. Dann ist erstmal Schicht damit. 300 Kalorien
  • Abendessen: Gemüsenudeln mit Tomatensauce und Tofu. 390 Kalorien
  • Abendessensnachtisch: Skyr mit einem halben Apfel, eine Banane mit Erdnussbutter. 497 Kalorien

Ich sach mal – Punktlandung! Ob noch Sport dazukommt, kann ich noch nicht genau sagen. Das Laufen gestern hat mich sehr, sehr gefordert. Warum auch immer, da die Strecke die gleiche wie jeden Tag und es zwar warm aber nicht stickig war. Trotzdem hatte ich irgendwie immens schwere Beine, kam ewig nicht in den Groove und fand erst auf dem letzten Kilometer in einen halbwegs gut laufbaren Rhythmus. Sehr seltsam. Aber manchmal hat man eben solche Tage. Ich hoffe, das wird heute besser.

Was ich gestern auch wieder hatte: Brass auf Hundehalter. Die Hunde können nichts dafür – aber sobald man als Läufer unterwegs ist, wird einem klar, dass 80% aller Hundebesitzer mit ihren Tölen gnadenlos überfordert sind. Keine Disziplin, keine Rudeldominanz. Armselig. Hunde sind keine Wölfe. Wölfe sind untereinander entspannt und gelassen. Hunde sind infantil und brauchen Führung. Und wenn der Mensch diese Führungsrolle nicht oder nur halbgar übernimmt, springt der Hund in die Lücke und macht, was er will. Klingt faschomäßig, ist aber so.

In meiner Familie hatten und haben alle Hunde entweder eine Schutzhundausbildung oder sind Agility-Aktiv. Was natürlich bedeutet, dass auch ihre Hundeführer entsprechend fähig sind. Der Hund hört. Punkt.

Ich verlange nicht, dass sich jeder, der gern einen Fiffi hätte, nun derart mit seinem Tier auseinandersetzt, aber ein Mindestmaß an Kompetenz wäre schön. In Deutschland darf man kein Gummelmoped fahren, ohne eine Prüfung abzulegen – aber Verantwortung für ein lebendes Wesen, das anderen Schaden zufügen kann, das geht problemlos mit einer Steuermarke.

Und es kotzt mich an, dass nicht der Besitzer sondern ich die Viecher disziplinieren muss, nur damit ich, ohne angesprungen zu werden, daran vorbeijoggen kann.

Ach, was rege ich mich auf. Ändert eh nichts. Die meisten Menschen haben vor Konflikten solche Angst, dass sie diese sogar bei ihren Haustieren scheuen, weil man ja „best buddies“ sein möchte. Und dabei nicht kapieren, dass für Rudeltiere eine klare Hierarchie das Schönste überhaupt ist, egal wo sie dort auf der Leiter stehen. Hauptsache klare Verhältnisse.

Dann muss ich, die soziale Angstpatientin, kommen und den armen Hundeviechern aufzeigen, wo ihre Grenzen sind. Das ist verdammt nochmal nicht mein Job und ich habe da auch nicht die geringste Lust drauf!

Ärgerlich.

Sonst aber alles tipptopp.

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3 Kommentare

  1. Danke für den Teil über Hunde! Ich kann da Lieder von singen…
    Und am tollsten ist dann immer: „Meinen Hund erziehe ich!“ „Ja, genau DA liegt ja das Problem!“
    Ich liebe Tiere, auch Hunde. Aber Grundgehorsam muss einfach sein. Und wenn einem Mitmenschen schon egal sind, dann doch bitte wenigstens zum Schutz des Hundes. Es ist ausgesprochen lebenserhaltend, wenn ein Hund ohne Diskussionen abrufbar ist, wenn er auf eine befahrene Straße zurennt oder versucht, einem Pferd in die Beine zu zwacken. Bei der Wette Pferdehuf gegen Hundeschädel setze ich nicht auf den zarten Knochen im Kopf unter dem Fell.

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    1. Einer unserer Riesenschnauzer war da sehr lernresistent (den hatten wir aber auch als völligen Psycho aus dem Tierheim bekommen. Die Vorbesitzer hatten ihm Ohren und Schwanz mit der Gartenschere abgeschnitten …). Raste immer bellend auf die Weide, bekam von den Pferden eine gewischt (das Geräusch von Huf auf Brustkorb ist mir immer noch sehr präsent. Er suchte sich aber auch immer die Jährlingshengste, vor den Mutterstuten hatte er zu viel Respekt), jaulte, humpelte davon, erholte sich zehn Minuten, rannte wieder los. Riesenschnauzer wurden eben für die Bärenjagd gezüchtet, die sind nicht kaputtzukriegen!
      Aber der hatte als Entschuldigung seinen absoluten Haschmisch, den wir ihm auch sein Leben lang nie völlig wegtrainiert bekamen.
      Jeder „normale“ Hund hat zu hören.
      Ich hatte auch schon Mordsärger mit dem Besitzer eines Yorkshire, der meinem Pferd tatsächlich zwischen die Beine gerannt ist und – sogar unabsichtlich, sie wollte ihm ausweichen! – eine abgekriegt hat. Der Hund hat´s überlebt aber der Besitzer machte ein Geschrei wie nichts Gutes! Zum Glück war ich mit einer Freundin unterwegs und hatte deshalb eine Zeugin.

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      1. Solche Ausnahmehunde gibt es immer. Es sind Lebewesen, mit genau so vielen Macken wie wir Menschen auch. Da ist es dann auch wichtig, wie der Besitzer reagiert, finde ich. Wenn ich merke, ok, der Besitzer versucht alles, es ist ihm peinlich, eventuell entschuldigt er sich sogar, dann sehe ich das auch ganz anders, als bei so Besitzern wie dem von Dir geschilderten Yorkshire.

        Vor allem, was passiert, wenn dadurch wirklich mal ein Reiter in Wohnungsnot gerät oder sogar stürzt und sich schlimm verletzt?

        Völliges Unverständnis hatte ich für einen Westerntrainer, der es ausgesprochen amüsant fand, dass seine Schäferhündin sich immer im Gebüsch des Weges zum Reitplatz versteckte und den vorbeigehenden Pferden dann in die Hinterbeine biss. Weil die Reaktion der Reiter dann ja soooo lustig ist. Ahhh ja.
        Eine Woche waren wir da. Eine Woche hat meine Stute sich zwicken lassen. Am letzten Tag hat sie durchgezogen. Und getroffen. Und die Schäferhündin flog im hohen Bogen durch die Luft. Ich habe dann verladen und ihn gefragt, ob er das nun immer noch so spassig findet…

        Unverantwortlich. Zumal er auch Anfänger unterrichtet, die da auf den Pferden vorbeimüssen.

        Ihr Götter, werft Hirn. Oder Ziegelsteine. Ega. Aber trefft!

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