59,5 Kilo am Compound Row

Das ist für mich eine echte Hausnummer. Zum ersten Mal habe ich mehr als mein Körpergewicht gezogen. Zwar nur drei Wiederholungen, aber angesichts der Tatsache, dass ich davor schon drei komplette Zehnersätze mit 50 Kilo hatte, fand ich es doch toll. Und wieder 109 Kilo an der Leg Press.

Ich mag ja Beinübungen nicht gerne und vermeide sie mit fadenscheinigen Ausflüchten. Umso erstaunlicher, dass nach einigen Wochen Pause meine Kraft dabei nicht geringer geworden ist. Ob das am Laufen liegt? Denn ich glaube, ich könnte sogar höher als 109 Kilo gehen. Und das sollte ohne konstantes Training und mit einer langen Faulheitspause eigentlich nicht möglich sein. Eine nette Vorstellung. Dass ich mir einige Beinübungen dank Laufen ersparen könnte.

Aber heute ist erst einmal Ruhetag. Muskelkater und so (Obwohl ich, wenn ich mir die Wettervorhersage so anschaue, besser heute noch einmal laufen sollte, bevor die nächsten Tage sintflutartiger Regen über uns hereinbrechen soll) . Und der unangenehme Fressflash, den man nach Tagen, an denen man mehr als gewöhnlich trainiert hat, manchmal entwickelt. Ich bin froh, dass ich auf der Arbeit bin und deshalb eine genau abgezirkelte Menge Essen habe. Kein „mehr“ möglich. Da meine Hauptmahlzeit auf den Abend fällt ist das dann in Ordnung. Da esse ich genug, um auch das übereifrigste Fresstierchen in meinen Muskeln zufrieden zu stellen.

Und das Video?

Tja. Kaum vorstellbar, aber bisher war der Lego-Movie völlig an mir vorbeigegangen. Zum Glück wurde diese Bildungslücke nun geschlossen. Und ich habe die ganzen bekannten Sprecher (Chris Pratt, Nick Offerman …) nicht erkannt. Ausgerechnet bei den beiden Genannten natürlich unverzeihlich. Aber ich bin nun mal kein sehr auditiver Mensch. Auf jeden Fall ein extrem schräger Film mit ziemlich wüsten Botschaften. Und ein kompletter Ausfall beim Bechdel-Test. Gerade bei Kinderfilmen finde ich das immer sehr traurig, wenn Mädchen derart unterrepräsentiert sind und nur als Sidekick/Love Interest des Hauptcharakters vorkommen dürfen. Aber immerhin hat sie eine eigene Agenda (angedeuteter Check beim Mako-Mori-Test) und darf Ideen haben, welche die Heldengruppe voranbringen (vorsichtiger Check beim Sexy-Lamp-Test). Da der Film in Sachen Repräsentation aber auch ansonsten unter jeder Hürde limbomäßig hindurchtanzt, lass ich es einfach gut sein. Der soll keinen Anspruch haben. Isso. Schade drum, denn so wenig mich Anspruchslosigkeit bei Popcornkino für Erwachsene kratzt, so sehr ärgert sie mich bei Kinderfilmen. Ich durfte mit Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter großwerden. Mit Lucy, dem Schrecken der Straße und der roten Zora. Mit der wütenden kleinen My und ihrer lakonischen großen Schwester. Wo es als Rollenvorbild nicht nur die toughe Outsiderin sondern eben auch das normale Mädchen gab. Wo das Hinterfragen von Normen eher en passant geschah. Und heute? Hm.

Trotzdem ist der wunderbar hirngewaschene Song natürlich in seiner tiefen Schwärze hervorragend. Und ein Ohrwurm!

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