Musik stört

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Ich bekomme ihn einfach nicht fertig. Ein neuer Charakter aus den Stories der Waldnymphe. Sie behauptet, ich würde ihn zu sehr als James-Bond-Bösewicht sehen. Echt jetzt?

Und Musik lenkt ab. Zumindest mich. Beim Sport. Für diese Erkenntnis habe ich einige Zeit gebraucht und es ist nun wirklich keine besonders verbreitete Auffassung. Die meisten Leute mögen es, wenn sie sich zu ihren Songs auspowern können. Ich dachte das anfangs auch. Der Radiosender, der im Gym läuft, ist akustisch auch gar zu gräuslich (meistens SWR3 und die waren das letzte Mal musikalisch spannend, als sie noch SWF hießen. Da aber gar mächtig! Dort im Nachtprogramm haben sie Subway to Sally und die Ukrainians damals als Newcomer vorgestellt! Ja, so alt bin ich!), da braucht man einfach Stöpsel im Ohr, wenn einen das Hirn nicht durch dieselben verlassen soll. Aber … irgendwann merkte ich, dass ich meinem MP3-Player gar nicht wirklich zuhörte, sondern ihn wirklich nur dazu nutzte, mich abzuschotten. Mein persönliches „sprich mich nicht an“-Feld. Und nur für diesen Effekt war es mir dann doch zu unbequem mit den Kopfhörern.

Kopfhörer … mein großes, blödes Thema. Ich mag in Ear, finde da aber nie welche, die größentechnisch okay sind. Entweder ploppt mir der Mist bei jeder Bewegung heraus oder geht gar nicht erst rein. Eine Lösung wären die vom Akustiker angepassten Teile – aber da die Monetenfee mal wieder am Haus vorbeigerauscht ist, ohne mich mit Scheinen zuzuwerfen, fällt das aus wegen Bodennebel. Und aufliegende finde ich nur zum Zocken toll.

Musik an sich spielt in meinem Leben auch eine viel geringere Rolle als bei den meisten Leuten. Ich kann mich bei Stille besser konzentrieren – nur wenn ich wütend bin, muss es eben Trommeln und Grölen sein. Aber generell ist Musik für mich maximal ablenkender Hintergrund. Ich gehe selten in Konzerte (in den letzten zehn Jahren auf exakt zwei: Knorkator und ASP … okay, mit der Waldnymphe zu Klassikkonzerten. Aber das ist E-Musik und deshalb etwas Anderes) und mag während des Zeichnens lieber dieses Alphawellen-Gebrumme als erkennbare Laute. Gibt mir einfach etwas weniger, als den meisten Menschen. Ist ja nicht schlimm. Ich leide nicht darunter oder so.

Also eine Gemengelage aus unangenehmen Kleinigkeiten, die letztendlich zu dem Schluss führten, dass es mir beim Training ohne Musik viel bessergeht. Und das Radio kriege ich mental auch noch ausgeknipst.

Selbes natürlich auch beim Joggen. Ich hätte so unglaublich Lust, das allgemein gelobte „Zombies, run!“ auszuprobieren. Ist genau mein Thema. Gefiele mir wahrscheinlich sehr. Aber dazu müsste ich zwei Dinge verbinden, die mir nahezu körperliche Schmerzen verursachen: Mein Handy die ganze Zeit anlassen und damit Akku ziehen bis der Wurm Blut spuckt (pardon my french) und dazu dann noch unnatürlich steifes Laufen, damit die Stöpsel nicht aus der Murmel plumpsen. Das in Verbindung mit der Tatsache, dass ich dann die Umgebungsgeräusche nicht hundertprozentig wahrnehmen kann und die kritische Masse ist erreicht. Keine coolen Spiele beim Joggen für mich. Mist.

Bleiben eben das rostige Hupen von Fasanen, das Gekreisch der wilden Sittiche und das Rascheln, wenn Eidechsen vom warmen Teer der Feldwege ins schützende Gras huschen. Das ist auch nett.

Und weil dieser Post nun die ganze Zeit vor Negativität getrieft hat und ich nur lamentiert habe, was ich alles nicht kann und nicht mag, packe ich eine Service-Einheit ans Ende. Der „Was ich heute alles essen will“-Teil.

Zum Mittagessen gibt es erstens Reste des Gemüses mit Tofuhack, das ich gestern Abend nicht ganz geschafft habe. Dazu noch einen hübschen Quarkporridge mit Brombeeren. Macht zusammen 460 Kalorien. Abends gibt es Zucchini, Cherrytomaten, Kohlrabi und Spitzpaprika mit im Ofen gebackenem Tofu für insgesamt 412 Kalorien. Der Nachtisch wird ein Skyr mit einer kleingeschnittenen Kaki und eine Puddingcreme. Das ist der größte Batzen mit 597 Kalorien. Insgesamt esse ich also 1469 Kalorien. Was unter meinem TDEE ohne Sport liegt und mir Raum lässt, bei Lust und Laune noch etwas Süßes dazuzunehmen.

Gestern hatte ich ähnlich viel zu essen, was darin resultierte, dass etwas übrigblieb. Sage noch einer, Erhaltung zu essen wäre zu wenig.

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