Äquatortaufe und Nerdstuff

Niemand hat mich mit Sekt geduscht oder von Bord geworfen (halt … nein, das waren die Pferde bei Windstille …) – aber ich habe einen neuen Ereignishorizont des Wahnsinns in sportlicher Sicht mit hoher Geschwindigkeit überflogen.

Gestern war das Wetter ja generell eher wechselhaft. Als mir ein Blick aus dem Fenster Trockenheit verhieß, sprang ich in die Laufklamotten und rannte los. Dumm nur, dass ich nach Osten geschaut hatte, unsere Hauptwindrichtung aber nun mal Westen ist. Und von dort kam eine sehr, sehr dräuende Wolkenwand. Naja, es waren fast dreißig Grad, da hatte ich wenig Bedenken, mich zu verkühlen (erst recht nicht, wenn ich in Bewegung bleiben würde) und so trabte ich eifrig vor mich hin.

Nach dem ersten Kilometer fing es leise an zu fisseln. Bis Mitte des zweiten Kilometers steigerte es sich dann zum ausgewachsenen Wolkenbruch und blieb bis Mitte des vierten Kilometers so. Als ich nach fünf Kilometern zu Hause ankam, hörte der Regen auf. Ich konnte meine Schuhe auskippen und mir die Dusche nach dem Laufen praktisch sparen.

Zum Glück bin ich ziemlich wasserfest und konnte meine triefenden (sogar die Unterwäsche!) Klamotten zum Trocknen problemlos aufhängen. Ich hatte Bedenken, ob meine Schuhe jemals wieder trocken werden würden, aber heute Morgen sind sie schon auf einem sehr guten Wege. Sollte ich sie eigentlich imprägnieren oder ist das keine so gute Idee? Muss ich mal das Internetz fragen.

Dieses Ereignis wäre nicht wirklich erwähnenswert. Immerhin ist Regen zum Glück ein in unseren Breiten sehr häufiges und nützliches Wetterphänomen, das in letzter Zeit ein wenig kurz gekommen ist. Nein, das Erstaunliche ist, dass ich die ganze Zeit einen irren Spaß hatte. Ich hatte an elektronischem Gerät nur den Imperator dabei, der aber keinerlei Probleme mit nasswerden hat. Mit ihm kann man ja sogar schwimmen gehen. Ich musste mir also um nichts Sorgen machen. Das Laufen, während ich immer nasser und nasser wurde, war einfach phänomenal! Die Luft war angenehm, das Geräusch der Tropfen beruhigend und es war nicht sehr windig. Außer mir waren nur noch zwei Fahrradfahrer unterwegs und ich fühlte mich pudelwohl.

Ist das jetzt das Zeichen für nahenden Irrsinn?

Wobei ich nicht weiß, ob ich das heute, bei zehn Grad weniger, auch noch so amüsant finden würde. Da hoffe ich einfach mal auf eine größere Regenlücke.

Nerdigerweise hänge ich immer noch sehr fest in TESO. Ich habe meinem putzigen kleinen Warden den Titel „Master Thief“ gegönnt, in dem ich auf der ganzen Spielwelt schwierig zu findende und ebenso schwierig zu stehlende Gegenstände ausfindig gemacht und erbeutet habe. Außerdem habe ich Freude daran, mit ihm die Public Dungeons überall auf Tamriel zu machen. Die meisten Bosse und Gruppenherausforderungen sind kein Problem für ihn. Seine Rotation ist ein stetiges Work in Progress. Ich benutze keine Guides, weil ich mehr Spaß daran habe, Dinge selbst herauszufinden.

Und Serien. An nerdigen Serien herrscht ja seit einiger Zeit kein Mangel mehr. Qualitativ zwar sehr durchmischt aber man findet immer wieder Perlen. Das Staffelfinale von American Gods hat sich mittlerweile so weit von der Buchvorlage entfernt, dass ich sehr gespannt bin, ob überhaupt noch etwas, was im Roman vorkam (außer den Namen der Personen), eine Rolle spielen wird. Leider muss ich jetzt lange warten, bis es weitergeht!

Aber zum Glück springt die zweite Season von Preacher in die Bresche! Auch hier hat man die Comichandlung mehr oder minder über Bord geworfen und hält sich nur an Personal und Flair der Vorlage. Und ich muss sagen … das sogar richtig gut! Wer auch immer Cassidy und Tulip besetzt hat – gebt dem Mann/der Frau einen Drink aus! Und der Saint of Killers ist so gruselig, dass einem ganz anders wird. Klar, Jesse ist auch fein. Ob Jody und T.C. überhaupt auftauchen werden, wenn die Comicvorlage nur noch grob tangiert wird? Ich fände es schade, wenn der Angelville-Storyarc zu sehr verändert würde. Da aber schon klar ist, dass nicht die Großmutter sondern der Vater Jesse zum Priesterdasein erzogen hat, ist das wohl nicht zu erwarten.

Ach, wird schon nett werden.

„Was esse ich heute so?“-Serviceteil:

Mittags gibt´s wieder Quarkporridge (das werde ich noch sehr, sehr lange essen!). Heute mit Heidelbeeren. Dazu Reste des Gemüses von gestern Abend, das ich wieder nicht ganz geschafft habe (zusammen 450 Kalorien). Abends mache ich mir eine Lizza (hurra! Mein Prollo-Kaufland hatte Lizza! Mal sehen, ob dieses Wunder von Dauer ist. Die sind Hipsternahrungsmäßig nämlich normalerweise seeeeehr mau bestückt. Nichtmal Mandelmilch ist da zuverlässig zu bekommen. dafür aber dieser mit Zucker gesüßte Sojamilchkram. Blerch) mit Spinat, getrockneten Tomaten und Ei (555 Kalorien). Dann noch ein Pfund Magerquark mit Flavour und Nektarinen (481 Kalorien) und ich bin bei 1486 Kalorien. Da ich noch Laufen gehen werde, wird es, um auf Erhaltungskalorien zu kommen, wohl noch ein Eiweißriegel zusätzlich werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s