Zukunft ist gut für uns alle

Dieser Slogan der Partei ist nicht nur sehr wohldurchdacht, er bringt auch alles auf den Punkt. Und in diesem Sinne muss ich auch überlegen, was ich weiterhin tue. Mir hat nämlich eine sportwissenschaftlich versierte Dame im Ohne-Unsinn-Forum gesagt, dass ich in ein paar Jahren meine Gelenke zerschossen haben werde, wenn ich nicht deutlich weniger Joggen würde. Und zwar deshalb, weil ich nicht zuerst langsam angefangen habe, sondern direkt mit Laufen ohne Gehpausen losgelegt habe. Das sorgt wohl dafür, dass sich der Körper nicht richtig an die Belastung gewöhnen kann und von der Substanz lebt. Wenn ich also weiterhin vier, fünf, sechsmal die Woche Laufe, kann ich in ein paar Jahren Sport völlig knicken.

Das saugt natürlich mächtig Kamelhoden. Und ich finde es immens ungerecht, dass mich so eine geringe Verfehlung gleich eine ganze Sportart kosten soll. Denn ganz ehrlich – nur noch einmal die Woche Joggen … da kann ich es auch gleich lassen!

Ich hätte das Laufen nie angefangen, wenn ich da so langsam drangehen und erst „zehn Minuten Gehen, dann fünf Minuten Laufen“ hätte machen müssen. Wenn ich eins bin, dann ungeduldig. Langsame Menschen, langsame Tätigkeiten – damit bringt man mich sehr zuverlässig zum Ausrasten. Direkt Loslaufen. Das war´s, was den Charme ausgemacht hat. Ich hatte die Kondition vom Crosstrainen und vom Krafttraining, da konnte ich mir meiner Laienmeinung nach dieses Geh-Gezuckel auch sparen.

Tja, falsch gedacht und jetzt darf ich nicht mehr. So ein Scheiß.

Aber irgendwie … ja, irgendwie habe ich so meine Zweifel an der Absolutheit des Ganzen. Nicht, dass das Internet nicht immer in Allem recht hätte und medizinischer Rat von völlig Fremden via Foren nicht das Beste wäre, was uns das soziale Netz gebracht hätte! Aber … vielleicht sollte ich doch noch einmal mit meinem Hausarzt darüber sprechen, bevor ich einen Sport, der mir als Ausgleich zu einem doch sehr sessilen Tagesablauf viel gibt, wieder über Bord werfe. Nur so als Gedanke.

Ansonsten? Übliches Essen für mich. Quarkporridge mit Himbeeren (ich liebe es, dass man im Sommer so viele Beerenfrüchte essen kann!) und einem Becher Cherrytomaten. Abends Tofuhackpfanne mit Gemüse; Joghurt, Früchte, Banane mit Erdnussbutter und so ein Chili-Pickup. Die sind nämlich gar nicht so unlecker. Ich mag Süßigkeiten mit „viel scharrrf“.

Und ich werde langsam aber sicher vereinsamen. Mein Kollege ist zwei Wochen im Badeurlaub auf Kreta und ich sitze hier in meiner Fortress of Solitude. Seit man die Grafikabteilung zwangsumgesiedelt hat, sind wir am Arsch der Welt. Nur die IT-Frösel sitzen noch im selben Gang. Man könnte hier Leute umbringen und zerstückeln und niemand würde es mitbekommen.

Prinzipiell super.

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4 Kommentare

  1. Ich hatte mal in der Bibliothek ein Buch durchgeblättert, weiß nicht mehr, wie es hieß, aber sinngemäß was es ein „Sportlogik überwinden“ – natürlich nicht zum Sportabgewöhnen, sondern Entmystifizierung von Sportmythen… ich schau mal, ob ich das noch mal finde, es war allerdings schon älter. Ich würde mit definitiv noch andere Meinungen (vllt Orthopäden?) einholen, und deine Muskeln, die ja auch die Gelenke stabilisieren, waren ja nicht untrainiert…

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