Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil acht: Granatapfel

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Ein friedliches Wochenende – viel Sport (Muskelkater, Wassereinlagerungen, zwei Kilo mehr auf der Waage … such is life in Latvia …), viel Gesellschaft, viel Fahrradfahren und viel Essen. Das übliche eben.

Und am Sonntagabend habe ich den spontan erworbenen Granatapfel geschlachtet.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Ding eine solche Sauerei veranstalten kann! Ich hoffe, der Saft geht aus einem weißen Shirt wieder raus. Wenn nicht ist das eben ab jetzt mein Mörderhemd. Denn obwohl ich mich nicht bewusst beworfen habe, hat mich der Granatapfel trotzdem so vollgespritzt, dass das T-Shirt aussah, als wäre ich gerade einem Slayerfilm entsprungen!

Granatapfel-Porridge-Gemetzel. #Porridge

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Die eine Hälfte der Frucht ging in meinen Nachtischjoghurt, die andere in das Porridge für heute Mittag. Ich habe das Zeug also schon probiert und konnte meiner Liste der unspektakulären Obstsorten eine weitere hinzufügen. Es ist okay. Nicht umwerfend, nicht doof – okay. Muss ich also auch nicht nochmal kaufen. Aber optisch schon sehr ansprechend. Sowohl von außen als auch von innen.

Eigentlich wollte ich gestern sportmäßig gar nichts tun, aber da das Wetter so schön wurde, bekam ich einen Anfall von „wer weiß, ob es dieses Jahr noch einmal Gelegenheit für einen langen Fahrradausflug gibt!“ und bin nach dem Mittagessen losgezogen. Ein Liter Grüntee gab mir genug Energie für etwas über dreißig Kilometer durch die Umgebung. Ich entdeckte wieder sehr schöne Straßen, Gässchen, Feldwege und konnte das ganz für mich in meinem Tempo erkunden. Ich bin wirklich kein Gesellschaftsradler. Ich möchte mich mitten in der Tour spontan umentscheiden können und mein eigenes Tempo (meist so 17 bis 21 km/h) fahren.

An diesem Wochenende wurde ich auch zweimal am selben Zebrastreifen beinahe von Rentnern umgebügelt. Der erste war sich wenigstens bewusst, dass er fast einen Fußgänger gelegt hatte und bremste, dem zweiten war entweder alles egal oder er hat gar nicht gemerkt, dass da jemand war. Beide Vorstellungen sind ein wenig gruselig und lassen die Idee einer Kontrolle der Fahrtüchtigkeit ab 70 sehr sympathisch erscheinen. Vor allem, weil das Zebrastreifen an einem Kreisverkehr waren, wo man eigentlich eh nicht sehr unaufmerksam sein kann …

Weniger unangenehmes Thema: Der Nörgelbär will abnehmen. Er behauptet, 95 Kilo wären ihm nun zu viel. Da ich weiß, wie groß er ist, bin ich mir sicher, dass er dreistellig wiegt, sage aber nichts dazu. Das ist nicht mein Bier. Jedenfalls hat er mich gefragt, ob ich ihm helfen kann. Viel kann ich ihm zwar nicht sagen, werde aber die Tipps, die ich mir über die Zeit erst mühsam zusammensuchen musste, weitergeben:

  • MyFitnessPal installieren
  • TDEE ermitteln
  • CICO
  • Sich moralische Unterstützung auf r/loseit und r/fatlogic holen
  • Die besten Proteinbomben (bei ihm einfacher, da Omnivor)
  • Mikronährstoffe supplementieren
  • Viel trinken
  • Was mir sonst halt noch so einfällt.

So, nun auf in die Woche, die eher unangenehm zu werden verspricht. Sehr, sehr unangenehm. Also, rein aus beruflicher Sicht. Privat wird es bestimmt super.

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7 Kommentare

  1. Huhu, ja Granatapfel kann in erster Linie eines: Gut aussehen. Ich mag diesen pelzigen Nachgeschmack ja nicht, wenn man auf die Kerne beißt. Schlabberfrei bekommst du das Zeug übrigens aus der Schale indem du die ganze Frucht mit Druck zb auf dem Tisch rollst als würdest du nen Teig ausrollen wollen. So lösen sich die Kerne von der Schale, und du kannst das Ding einfach aufschnippeln und die Kerne mit nem Löffel „rausklopfen“

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    1. Aaaah! Guter Trick! Vielleicht hole ich mir ja dann doch noch einen davon. Nur um zu sehen, wie sich das Ausrollen anlässt. 😀
      Ich bin das Auslöffeln wie bei einem Kürbis angegangen und das war echt die Mutter aller Sauereien.

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  2. Du kannst auch die Schale des Granatapfels einschneiden. Dann füllst du eine Schüssel mit Wasser und puhlst die Kerne dann mit den Händen unter Wasser raus. Vorteil: keine Saftspritzer auf Klamotten und meist auch die ganze Umgebung und: die Kerne sinken auf den Boden der Schüssel, Schale und die ollen weißen Zwischenhäute schwimmen oben 🙂

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  3. Noch ein Trick zum Granatapfel: rollen, und dann die Teile in einer mit Wasser gefüllten Schüssel auseinander brechen und in weiß und rot auseinandernehmen: die roten schweren Kerne sinken auf den Boden der Schüssel, die weißen Zwischenteile sind leicht und schwimmen….

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