Ach watt, Leben!, Ernährung

Die Erdnussflash-Fortsetzung. Und: T minus 1 bis Weihnachtsguzel!

View this post on Instagram

Catloaf. #catcontent #tortoiseshellcat #torbie #catloaf

A post shared by B.S. (@pinkpointypony) on

Im Porridge war das Erdnussmehl unauffällig bis belanglos, so dass ich mir die Kalorien dafür dort weiterhin schenken kann, ohne Einbußen im Geschmacklichen zu haben. Dafür habe ich gestern Abend noch glücklich Sojaghurt damit verzehrt und war wieder völlig begeistert. Ich fürchte, ich muss im Urlaub mal einen Tag einlegen, an dem ich meinen Gesamtumsatz in Erdnuss-Soja-Joghurt verfresse!

Und ich habe einen Test mit Backkakao, Erdnussmehl, Salz und Süßstoff gemacht. Und bin vor Glück fast rückwärts umgefallen. So etwas Leckeres aber auch! Das muss dringend in größerem Maßstab auf eine Banane! Vielleicht noch mit ein paar Haselnuss-Flavdrops. Dekadenz, ik hör’ dir trapsen. Aber kalorientechnisch voll zu vertreten. Das sind keine 50 Kalorien für eine bananenadäquate Portion!

Momentan hat meine Katze die Vorstellung, dass fünf Stunden Nachtschlaf ausreichend wären, und fängt immer exakt fünf Stunden, nachdem ich schlafen gegangen bin, an zu rennen und zu brüllen. Und das von einem Tier, das laut Internet fast zwanzig Stunden am Tag schläft …

Auf jeden Fall ist es für mich sehr erschöpfend. Und ich habe heute Nacht die Konsequenz gezogen. Beim ersten Gerenne fliegt Butzel aus dem Schlafzimmer und die Tür geht zu. Hat zu meiner Verblüffung sogar geholfen! Ich hatte Protestgekratze und –geplärre erwartet, wurde aber angenehm überrascht.

Schade, da ich ihr eigentlich – wie jeder meiner Katzen bisher – erlauben wollte, nach Lust und Laune auf dem Bett zu übernachten. Aber was nicht geht, geht nicht. Außer es setzt ein Lerneffekt ein. Worauf ich jedoch nicht bauen würde.

Nur noch einen Tag bis Dezember. Bis ich meine all-you-can-eat-free-refill-Adventskalender-Dose bei der Waldnymphe mit Plätzchen (hier: Weihnachtsguzel) auffüllen darf! Und das ist nur ein Feature des Adventskalenders! Da sind auch noch 23 andere Dinge drin, auf die ich sehr gespannt bin. Ich hoffe, meine Kalender für meine Beziehungskonstellation kommen auch so gut an. Der Erklärfaun hat einen Nüsschen-und-Trockenfrüchte-Kalender bekommen (er liebt Joghurt mit Nüsschen) und die Waldnymphe ja den gezeichneten Literaturkalender (nenne ich es mal hochtrabend).

Ich freue mich sehr auf morgen. Und T. kommt auch noch vorbei, weil wir Vampire spielen. Und bringt einen ganz un-vampirischen Käsekuchen mit. Ja, morgen verfresse ich vermutlich das über die Woche angesparte 2500er Defizit vollständig! Wie gesagt – Nullrunde bis Neujahr halten wäre ein Sieg.

Advertisements
Ernährung, Training

Dem Erdnussfetisch frönen

T.s Weihnachts-Space Orc.

Ich mag Lebensmittel, bei denen die Zutatenliste aus einem Wort besteht. Das gibt mir warm fuzzies. Und ich mag Erdnussbutter. Leider passt die nur selten ins Budget, weil sie rein energiedichtemäßig schon gewaltig zuschlägt.

Aber zum Glück gibt es … Erdnussmehl! Eigentlich als low carb-Mehlersatz zum Backen gedacht, macht es sich für die Hälfte der Kalorien geschmacklich 1A in Joghurt. Und kostet zehn Euro pro Kilo weniger als PB2! Und hat nur ein Drittel der Zutaten! Na gut, PB2 hat drei Zutaten und Erdnussmehl nur eine … aber da die beiden anderen bei PB2 Salz und Zucker sind, muss ich die nicht unbedingt dabeihaben. Salzen kann ich selbst und Zucker kommt in Form von Früchten dazu. (Doof, dass man’s überhaupt dazu sagen muss, aber weder der Hersteller des Erdnussmehls noch der von PB2 haben mich in irgendeiner Form gesponsert! Alles selbst erworben!)

Klingt echt fast zu gut, um wahr zu sein. Ich habe es auch erst geglaubt, als mein Sojaghurt damit gestern so unglaublich lecker war, dass ich es bereut habe, schon satt gewesen zu sein. Etwas „crunchier“ als mit PB2. Soll heißen, man hat eine leicht körnige Konsistenz, wie von gemahlenen Nüssen, mit dabeigehabt. Fand ich aber nicht störend, sondern im Vergleich zur Glätte von PB2 sehr angenehm.

PB2 hat dafür aber auch die Schoko-Variante. Die ist genial. Ob ich das mit Backkakao simulieren könnte? Kommt auf einen Versuch an.

Eigentlich dann ja definitiv ein Fall für die Culinary Diversity-Wölfe! Die dürfen dann etwas vorstellen, was ich am Wochenende damit herstelle. Oder bekommen wieder ein Gemüse oder eine Frucht.

Heute wird jedenfalls der Mittagsporridge mit dem Mehl verfeinert. Ich bin gespannt. Ich habe es direkt beim Kochen mit den Haferflocken, dem Flohsamenschalenpulver und dem Wasser verrührt und die Konsistenz wurde noch teigiger als gewöhnlich.

Ich liebe Erdnuss!

Ansonsten läuft es vor sich hin. Ich mache auf der Arbeit des Öfteren Hüpfpausen. Wie andere Leute Rauchpausen. Nur ohne Krebs.

Ich bin immer noch sehr unkoordiniert und schaffe maximal 40 Sprünge ohne mir das Seil anzuhauen. Mühsam, Einhörnchen und so. Das kommt alles noch. Es ist deutlich komplizierter, als mit dem Laufen anzufangen. Kommt mir zumindest so vor. Ich kann noch gar nicht wirklich auf korrekte Atmung achten, weil ich damit beschäftigt bin, einen perfekten Rhythmus zu finden. Eins nach dem Anderen und nicht alles auf einmal. Kein mir sehr naheliegendes Konzept!

Ernährung, Training

Seilspring-Noob

Dunkelheit am Morgen. Regen. Das Rhein-Main-Gebiet verliert schlagartig jede Autofahr-Restfähigkeit. Soviel zur Entspanntheit meines Arbeitsweges.

Außerdem hat Butzel Brombeerschorle gestern den Fernseher heruntergeworfen. Keine Ahnung, wie sie das hinbekommen hat, da das Teil locker dreimal so schwer ist wie sie. Zum Glück funktioniert er noch. Hat auch nicht zur Tiefenentspannung beigetragen, da ich nun Horrorvisionen habe, was sie heute in meiner Abwesenheit zerstören könnte … Tja, Freuden des Katzenbesitzes!

Noch mehr „außerdem“: Wie man sieht geht’s mit den Weihnachtsgeschenken wild voran. Ich bin praktisch auf der Zielgeraden, habe mir aber noch ein Zusatzbild für die Waldnymphe aufgeladen. Weil ich es so wollte. Mal sehen, ob es bis zum Urlaub dafür noch genug Mittagspausen gibt …

Aber nun zum eigentlichen Thema. Dem Seilspringen. Meiner kleinen Cardio-Alternative zum Laufen. Die große Cardio-Alternative ist der Crosstrainer. Aber so ein Seil hat man einfach überall dabei, kann es in der Tasche lassen und dann wo man möchte ein bisschen hüpfen. Eigentlich ideal! Aber – und das ist ein überraschendes und plötzliches „aber“ – irgendwie muss man das auch lernen! Echt jetzt – Seilspringen! Etwas, das man im Kindergarten stundenlang getan hat. Und als Erwachsener steht man plötzlich doof da, haut sich alle paar Sprünge das Seil an den Fuß, kommt in keinen Rhythmus, macht bekloppte Zwischensprünge … wiesu denn bluß?

Ich bin mittlerweile zwar immer noch keine Star-Athletin, würde mich aber auch nicht mehr als gnadenlos unkoordiniert bezeichnen. Der ganze Sport das letzte Jahr hat viel für mich getan. Ich sollte das doch hinbekommen. Sollte und so.

Aber Jammern bringt gar nix. Also bleiben zwei Dinge: YouTube und stetiges Üben. Auf YouTube gibt’s massenhaft gute Anleitungsvideos. Für alles. Also auch zum Seilspringen. Und das Üben … ja, das erledige ich im Lager auf der Arbeit. Da störe ich wirklich niemanden und kann leise vor mich hin fluchen, wenn ich nach dreißig Sprüngen wieder mal hängenbleibe (immer am rechten Fuß. Aber es liegt am rechten Handgelenk, da habe ich eine merkwürdig unrunde Bewegung drin, das muss ich ändern).

Auf jeden Fall – Hauptsache Bewegung auch in der dunklen Jahreszeit!

Zu essen gibt’s heute (Überraschung!) Quarkporridge mit einem Miniapfel (Aldi hat diese anderthalb Kilo Tüten mit zu kleinen oder zu hässlichen Äpfeln. Die sind lecker und günstig). Abends dann Rosenkohl aus dem Ofen und dazu ein bisschen Handkäse.

Dat Nerdstuff, Ernährung, Weniger

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil vierzehn: Zen Bowl

Druck

Diesmal gibt es kein Foto (Heidi Klum rast lachend durchs Bild), da ich, wenn ich in Gesellschaft zu Hause esse, mein Telefon meistens in der Tasche lasse. Aber wenn ich es beschreibe, kann man es sich bestimmt auch gut vorstellen. Plus ein paar Links zu ähnlichen Bowls.

Früher nannte man es „einen großen gemischten Salat, bitte!“, dann kamen die Hipster und es wurde zur Buddha Bowl. Und ein Schnellrestaurant in Heidelberg (Tiger & Dragons, sehr nett) nannte das Ganze noch einmal anders, druckte es auf Flyer und verteilte diese bei diversen größeren Betrieben. So kam die Waldnymphe dazu. Und weil ich gern neue Dinge esse, sprang ich mit auf den Bandwagon und wir haben uns am Freitag zwei Zen Bowls geholt. Ihre mit Thunfisch, meine mit Tofu. Beide mit grünem Salat als Basis, dann braunem Reis, dann diversem Gemüse und Früchten (Gelberüben, Gurken, Sprossen, Ananas, Lotoswurzel, Mango, Zwiebel, Nori, Bohnen, Edamame und vermutlich noch andere Sachen, an die ich mich nicht erinnere), darauf die Proteinquelle, dann Soße (beide Erdnuss), dann noch Sesam und Kräuter obendrauf.

Die Beute schleppten wir nach Hause, wo der Erklärfaun nun doch etwas neidisch war, da er abgelehnt, stattdessen Lachs mit gekochten Eiern als Essen für sich vorbereitet hatte und die beiden Bowls doch deutlich flashier aussahen.

Geschmack und Sättigungspotential waren gut. Der Tofu war mir zu belanglos; leider gibt es dort aber keine andere vegetarische Alternative. Kann man vermutlich ganz weglassen und sich zu Hause entweder selbst Tofu einlegen oder Eier reinhauen.

Prinzipiell kann man das Ding ja sowieso komplett selbst herstellen. Ist nun wirklich kein Hexenwerk. Aber es lohnt nicht wirklich, für zwei oder drei Portionen so viele verschiedene Zutaten anzubrechen, die dann zu einem Viertel weggeschmissen werden, wenn man Pech hat. Für mehr als drei Leute könnte sich die Anfertigung jedoch dann wieder lohnen.

Aber ich bleibe dabei – großer gemischter Salat.

Der Rest des Wochenendes war auch sehr nett. Wir haben Warhammer gebastelt (hier ein Bild meines ersten, fast fertigen, Spacewolves namens Hugh, son of Yagg (ich habe ihn so genannt, weil er ein bisschen wie Hugh Jackman als Wolverine aussieht) und seines Thunderwolves. Mit einem putzigen Tyraniden aus der Armee der Waldnymphe.

Samstag war Plätzchenback- und Werewolftag, was wir sehr genossen haben. Extrem weihnachtlich! Ich freue mich auf den ersten Dezember. Ab dann sind die Plätzchen nämlich freigegeben. Die utopische Vorstellung, ich könnte in der Vorweihnachtszeit zwei Kilo abnehmen, habe ich in den Wind geschossen und auf Januar vertagt. Ich kann jeden Wochentag 600 Kalorien Defizit fahren und trotzdem gleicht das die Wochenenden maximal aus. Und ganz ehrlich – ich will nicht die Spaßbremse sein, die beim adventlichen Schokofrühstück den Tee trinkt. Das wäre einfach unangebracht. Klar, ich wirtschafte unter der Woche weiterhin heftig und esse clean – aber ich werde weder mir noch meinen Liebsten an Frei- und Samstagen auf den Sack gehen. Ich werde hoffentlich eine Nullrunde schaffen und dann im Januar sehen, wie es mit durchgehendem Defizit zu machen ist.

Derzeit stresst mich das übliche Zykluseingelagere sowieso. 62 Kilo! Ich glaub, es hackt! Mal wieder vier Kilo Wasser auf den Rippen. Oder auch nur drei, weil ich über meine Verhältnisse gelebt habe, was weiß ich. Mein momentanes Hauptaugenmerk liegt auf gesundem Essen unter der Woche und Kraftsport. Plus Seilspringen. Was am Ende des Tages im Waagendisplay steht ist nicht ganz so bedeutend. Heute gibt es mein übliches Quarkporridge (das wird mir einfach nicht über!) und abends Kürbissuppe. Vermutlich mit Handkäse. Oder Sojajoghurt. Auf jeden Fall alles zusammen für unter tausend Kalorien. Soll das blöde Wasser doch tun, was es will.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Der Kuchen ist eine Lüge

Weihnachtsgeschenk für Frau Schwan. Romantik und Blut, genau ihr Ding.

Nein, ist er nicht. Er ist einfach nicht da.

Eigentlich war für Sonntag Familienfeier behufs des Geburtstages der Vatereinheit geplant, komplett mit allen Neffen, Nichten, Geschwistern und diesmal sogar von meiner Seite aus mal allen Beziehungsteilnehmern. Aber gestern rief mich die Muttereinheit an: Beide Elterneinheiten krank, nix mit Feier. Keine Schwarzwälder (auf die der Erklärfaun sich aus lokalpatriotischen Gründen sehr gefreut hatte), kein Splitterkuchen, keine Linzertorte, kein gar nix.

Es soll im Dezember nachgeholt werden. Allerdings ist das weniger meine Sorge. Viel mehr treibt mich um, dass die Elterneinheiten krank sind. In unserer Familie ist man entweder gesund oder tot, überspitzt gesagt. Krankheiten, die das Absagen eines Festes verursachen, müssen wirklich kurz vor der spanischen Grippe liegen.

Ich werde heute Mittag mal vorbeischauen. Zwar wurde entrüstet abgelehnt, dass ich für sie einkaufen und kochen könnte, aber man weiß schließlich nie …

In der Firma herrscht auch allgemeines und unspezifisches Gekränkel und sogar mir ging es heute Morgen nicht allzu prickelnd. Ich hoffe, das liegt nur an diesem merkwürdigen, plötzlichen Frühlingswetter und wächst sich nicht zu einer Erkältung aus. Das könnte ich nämlich überhaupt nicht brauchen. Ich muss noch vier Weihnachtsgeschenke zeichnen! Vier habe ich schon geschafft (Erklärfaun, Waldnymphe, Frau Schwan und Voller Napf plus Gang), vier müssen noch. An J1 und D.s bin ich dran, für T. habe ich zumindest eine Idee und für A. und E. … mal schauen! Im Zweifelsfall P0rn, da freuen sie sich immer. Weihnachtlicher P0rn.

Plötzlicher, unerwarteter Themenwechsel.

Gestern bin ich in der Mittagspause tatsächlich im Lager gehüpft und es ging sehr gut. Ich habe niemanden gestört und da ist endlich mal richtig Platz, dass das Seil nirgendwo drandonnert. Außer natürlich meine Füße. Ich bin noch sehr anfängerhaft-unkoordiniert. Aber das sieht dort zum Glück niemand. Und es wird hoffentlich bald besser.

Abends waren Frau Schwan und ich im Wald laufen. Aber es war schon so dunkel, dass wir das wohl nicht wiederholen. Man hat die Strecke zwar fast für sich, aber richtig entspannend ist anders!

Am Wochenende geht’s erst einmal wieder ganz normal ins Gym. Schön Crosstrainern und an die Gewichte.

Essenstechnisch plane ich wieder, da es sich als zu aufwändig (rein mental) herausgestellt hat, immer spontan zu sein. Ich habe mir Gefrier-Ziploc-Beutel gekauft und koche zwei Ladungen Rosenkohl vor, fülle die mit etwas Kokosöl und Gewürzen in die Beutel und muss das Ganze dann abends nur noch in die Auflaufform kippen, um Ofengemüse zu erzeugen. Selbiges für zwei Portionen Bohnen. Oder doch lieber Salat vorschnibbeln? Mal sehen, wie ich Sonntag so drauf bin. Dann noch Kürbissuppe vorbereiten und die Woche ist durch. Dank Konjakpudding als Sättigungsnachtisch läuft auch das Defizit. Obwohl ich heute Abend und morgen wohl wieder mindestens Erhaltung essen werde. Mühsames Einhörnchen. Sehr mühsam.

Und weil der Kuchen keine Lüge war … ein bisschen GLaDOS zum Abschluss

Ach watt, Leben!, Ernährung

Des kleinen Mannes Sterneküche

Ich liebe Kürbissuppe! Ich weiß gar nicht, warum ich sie nicht schon vor Jahren ausprobiert habe! Ich dachte wirklich, sie wäre echt kompliziert herzustellen. Aber das mag daran liegen, dass alles Pürierte für mich nach hoher Kochkunst aussieht. Außer Babynahrung.

Auf jeden Fall ist es ein tolles Gefühl, aus einem doch recht unordentlichen Topf voll Gemüse mit der Macht von Grayskull innerhalb weniger Minuten eine wundervoll viskose Suppe herzustellen, von der mich zwei Schüsseln voll (also etwa ein Liter) unglaublich satt, warm, fuzzy und glücklich machen. Viel weiter werden mich meine kulinarischen Expeditionen vermutlich nicht führen – aber ich bin schon recht zufrieden mit dem derzeitigen Ergebnis.

Da ich ein sehr konfliktscheuer Mensch bin (was ich oft und ausdauernd verfluche aber irgendwie trotz aller Bemühungen nicht geändert bekomme), habe ich heute mein Springseil mit in die Firma genommen und werde mein Hüpfpensum im Lager erledigen. Zumindest, falls ich damit niemandem im Weg bin. Aber das ist nur das Ersatzteillager mit Spielekomponenten und unseren Basteltischen. Da sollte wenig Verkehr sein.

Es wäre natürlich besser, wenn ich es schaffen würde, die nervigen Mieter entweder vor die Tür zu setzen (die sollten mit zwei Schulkindern auch echt mal in eine größere Wohnung ziehen) oder ihnen zu sagen, dass sie mich mal gernhaben können (beziehungsweise: Etwas Toleranz gegenüber den paar Minuten Gehüpfe entwickeln sollen). Aber, wie gesagt … schaffe ich nicht. Das nervt mich und macht mich wütend auf mich selbst. Auch kein schöner Zustand. Dämliche Angsterkankung. Oder ist das „nur“ ein Charakterfehler?

Egal. Nicht egal.

Ich werde mal sehen, ob auf-der-Arbeit-Hüpfen praktikabel ist. Wenn nicht, kann ich immer noch den unangenehmen Weg gehen und mich dem Ärger stellen.

Ansonsten halten sich Depression und Angst derzeit aber brav zurück. Ich bin noch nicht wieder ganz auf dem Damm, dazu ist die Katze noch zu disruptiv, aber generell wird es stetig besser. Wenn nichts Unerwartetes geschieht, sollte ich bis in zwei, drei Wochen wieder völlig auf Normalniveau operieren. Apropos „Katze“. Sie lebt sich weiterhin ein. Es wird täglich anders und täglich etwas besser. Mit kleinen Einbrüchen in der Kurve nach oben aber einer generellen Tendenz. Ob ich die Baustelle „unsauber und ungeschickt Fressen“ jemals in den Griff bekommen werde, steht in den Sternen. Immerhin habe ich mit den Plastikbrettchen als Unterlage schon einmal die unnötige Abnutzung der Zähne, wenn sie bei einem Napf in den Rand beißt und ihn herumzerrt, eliminiert. Jetzt habe ich mir so eine Silikon-Napfunterlagenmatte bestellt. Mit Rand. Mal sehen, ob das das Chaos, das sie um das Futterbrettchen herum anrichtet, etwas minimieren kann.

So, auf in den Donnerstag. Fast schon Wochenende, könnte man sagen. Ich muss daran denken, ab Freitag übers Wochenende jeden Tag einmal in TESO einzuloggen, damit ich Geschenke bekomme. Ist wieder so eine Promoaktion. Außerdem gibt’s ´nen Reitbären. Ob der mich genug interessiert, weiß ich noch nicht. Generell mag ich Bären nicht besonders. Lieber Wölfe. Und da habe ich alle.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

„Da darf man ja nur noch Salat essen“

Winter warmth
Ich mag Blattsalate nicht besonders. Als Basis von „ganz viel anderes Zeug drauf“ sind sie okay, aber generell ziehe ich Salate mit mehr Biss und Stücken vor. Und was gar nicht geht sind diese bitteren Blätter. War das Rucola/Rauke? Mag ich nicht. Ich reagiere stark auf Bitter und kann es nicht haben. Nur Bitter Lemon und Bitterini mag ich. Warum auch immer. Aber sobald es feste Nahrung ist – nix Bitteres. Gar nicht.

Aber zurück zum Salat. Es ist ein sehr hartnäckiges Vorurteil, dass sich gesund und wenig energiedicht ernähren immer mit Salat einhergehen muss. Traurigem, dressingfreiem Blattsalat.

Müsste ich davon leben, wäre ich vermutlich dick geblieben. Absolut verständlich. Das mag keiner essen. Aber die Salate, die ich mir gestern und vorgestern gemacht habe, sind zum Glück anders. Eine ganze Gurke, drei mittlere Tomaten, zwei mittlere Spitzpaprika, drei gekochte Eier, eine halbe Rolle Handkäse. Und als Dressing zwei Esslöffel Sojaghurt, Zitronensaft, gewürzt mit allem, worauf ich so Bock hatte. Das ist eine Monsterschüssel voll Zeug, lecker, cremiges Dressing, würzig – danach noch ein Nachtisch aus Konjakpudding (Wasser, Konjakpulver, ein Löffel Backkkakao, Süßstoff, Flavdrops) und ich war satt für etwa 550 Kalorien (da MyFitnessPal immer von viel schwereren Eiern ausgeht, als ich im Kühlschrank habe, ist die natürliche Unschärfe etwas größer).

Jedenfalls weit von Verzicht entfernt. Aber mir etwas zu aufwändig in der Zubereitung, um das allzu oft zu machen. Wenn ich abends nach Hause komme, darf die Essenszubereitung nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern. Also doch wieder Mealpreppen. Heute koche ich Kürbissuppe für zwei Tage vor. Die volle Butternut-Gelberüben-Kartoffel-Zwiebel-Ingwer-Dröhnung. Pro Portion knapp 400 Kalorien.

Für nächste Woche besorge ich mir mal so Ziplock-Gefrierbeutel, damit ich Suppe einfrieren kann, ohne mir die Gefriereinheit mit Boxen vollzustellen. Dann gibt’s nächste Woche an zwei Tagen Suppe, an zwei Tagen Rosenkohl mit Tofu und einmal Bohnen oder Spinat mit Ei.

Gestern hat mich meine passiv-aggressive Nachbarin wieder gestresst. Ich sage nie etwas, wenn ihre dicken Kinder noch nachts um zehn herumschreien oder Türenknallen. Oder wenn sie im Sommer bei offenem Fenster laut schreiend telefonieren. Aber sie verknotet sich die Titten, wenn ich Seilspringe. Das wäre zu laut.

Alte, ich wärme mich damit dreimal die Woche für’s Bodyweight auf. Dreihundert Sprünge, das ist gar nichts! Das sind fünf, maximal zehn Minuten. Und zwar über eurer Küche und um 18 Uhr. Also alles zu geregelten Zeiten und nicht überm Schlafzimmer um Mitternacht. Außerdem bin ich dabei barfuß und auf einer Yogamatte. Im Sommer gehe ich stattdessen wieder Laufen und du kannst wieder völlig verblüfft sein, dass du immer dicker wirst und es ja nie schaffen würdest, Sport zu machen. Bis dahin – deal with it! Außerdem ist das mein verdammtes Haus (okay, das meiner Eltern). Wenn’s euch nicht passt – da hat der Maurer das Loch gelassen.

Das wäre die konfrontative Variante. Aber ob ich Bock darauf habe, mich darauf einzulassen, weiß ich noch nicht. Vermutlich lüge ich einfach und sage, der Arzt hätte mir wegen Rücken barfuß-Seilspringen verordnet. Ärzte respektiert sie.

Ach, warum sind Menschen nur so oft so verkrampft? Ich lass’ andere doch auch in Ruhe …

Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

Omerta und Gorilla Warfare

Die Defizitwoche hat ja grandios angefangen … Indem ausgerechnet am Montag der sizilianische Vertriebskollege seinen Geburtstag mit Arrancini und Cannoli beging. Die berühmte „leichte, mediterrane Küche“. Frittierte, katzenkopfgroße Reisbollen und Cremeröllchen. Den Arrancini konnte ich mich entziehen – obwohl es zum ersten Mal auch vegetarische gab! – aber bei den Cannoli war ich dran. Eins musste sein. Wenn der Don dir eine Süßigkeit anbietet und so … War immens köstlich und hat mich in seiner schieren Kohlehydratgroßartigkeit den Rest des Tages grausam gierig gemacht. Naja, für ein 500er Defizit hat es noch gereicht. Trotzdem: Heute mehr Protein, weniger Kohlenhydrate und keine Mafiateigrollen!

Als ich angefangen habe abzunehmen, habe ich mir versprochen, sobald ich eine sinnvolle Kleidergröße erreicht haben würde (damals dachte ich noch, das wäre 40. Haha!), einen viktorianisch/gothigen Mantel zu kaufen. Die gibt es nämlich sehr selten in großen Größen und ich fand die immer schon schön.

Ich erreichte Kleidergröße 40, dann 38 und jetzt 36 … und hatte das Projekt völlig vergessen. Zu viele andere Dinge spukten mir im Kopf herum. Aber dann sah ich vor zwei Monaten eine Ad (ich hatte beim neu installierten Chrome Adblocker noch nicht laufen), auf der mein Mantel abgebildet war. Zwar von einem malaysischen Versandhaus (wtf, Internet!) aber – da war er!

Ich bin generell zögerlich, mir Kleidung zu bestellen. Da gehe ich lieber in Fachgeschäfte und probiere an, weil die Größenangaben bekanntlich ausgewürfelt werden. Aber bei diesem Mantel standen die Maße in Zentimeter dabei. Natürlich Asiamaße, so dass ich statt Euro-S eben Asia-M bestellt habe, nur um sicherzugehen. Ich wartete und wartete, war zwischenzeitlich davon überzeugt, dass nichts mehr ankommen würde. Doch dann lag ein erstaunlich kleines Paket in meinem Briefkasten.

Ein Wintermantel ist es nun wirklich nicht. Ungefüttert. Aber in Südostasien reicht das vermutlich für jede Witterungsunbill. Na, egal. Ist es eben ein Sommermantel für mich. Und die Größe? „M“ passt perfekt.

Bis auf … die Armlänge. Entweder bin ich ein Gorilla oder in Asien haben die Leute T-Rex-Arme. Jedenfalls sind die Ärmel echt kurz. Sieht ein klein bisschen merkwürdig aus aber ich bin wild entschlossen, mir die Freude nicht verderben zu lassen. Hey, Schnürung, Cul de Paris (fast) und asymmetrisch geschnitten! Echt hübsch, das Ganze! Ich werde den Onlineshop, von dem ich den Mantel habe, aber nicht nennen, da sie sehr gemischte (um es freundlich zu sagen) Reviews haben. Oft kommen Sachen nicht an, der Customer Service ist nonexistent und dergleichen. Ich hatte einfach Glück, dass mein Mantel ankam und in Ordnung war, das scheint nicht die Regel zu sein. Ich war mir des Risikos bewusst – ich habe das Geld für den Mantel (er war nicht teuer) von vorneherein als verloren abgeschrieben und mich positiv überraschen lassen. Also – weiterhin besser keine Kleidung online kaufen. Das war eine einmalige Sache. (Außer natürlich, jemand hat einen wirklich guten Tipp, was viktorianisch/steampunkige Sachen angeht!)

Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training, Weniger

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil dreizehn: Passionsfrucht

Druck

Nein, lecker sieht das Porridge mit Passionsfrucht nun wirklich nicht aus. Es hat definitiv etwas von einem Aliengelege und man ist versucht, den Flammenwerfer anzufordern, damit sich das Zeug nicht auf der Erde verbreitet.

Aber im Gegensatz zu seinem Äußeren ist der Pampf geschmacklich mehr als hervorragend! Leicht säuerlich und aromatisch. Wirklich lecker. Wären die Dinger nicht so teuer und vom Ende der Welt, würde ich sie wohl sehr oft auf dem Speiseplan haben. Eine echte Entdeckung!

So, diese Woche esse ich also wieder Defizit. Besonders Lust darauf habe ich nicht. Die Motivation hält sich in Grenzen. Aber ich habe in den letzten Wochen an Frei- und Samstagen zu deutlich über meine Verhältnisse gelebt und deshalb muss wieder Speck weg. Und dann noch etwas zusätzlich, damit ich mehr Puffer für Weihnachten habe. Denn zu glauben, dass ich einen dreiwöchigen Urlaub kalorientechnisch unbeschadet überstehe, wäre doch allzu blauäugig! Urlaub ist immer gefährlich. Und Urlaub, den ich nicht damit verbringe, acht Stunden am Tag fremde Städte zu Fuß zu erkunden, ist noch eine ganze Ecke schlimmer. Dann sitze ich zu Hause auf der Couch und wenn etwas da ist, esse ich es. Natürlich ist rund um Weihnachten immer etwas da – also besser uffbasse.

Mein Sportprogramm ist jetzt erst einmal für Dienstag und Samstag geplant. Wenn ich an einem anderen Tag noch dazu komme, umso besser. Die Ausdauer für’s Laufen erhalte ich mir mit dem Crosstrainer, das hat schließlich letztes Jahr auch schon prima geklappt. Aber zum Joggen ist es mir mittlerweile wirklich zu dunkel geworden. Mit einer Angsterkrankung ist eine Joggingstrecke bei Nacht echt keine gute Idee. Besonders meine, die an Industrieruinen vorbei und durch dunkle Alleen führt. Dann doch lieber im hellen, freundlichen Gym herumstrampeln und sich auf April freuen, wenn die Sonne wieder günstiger steht!

Cardio wird aber nicht der Hauptfokus sein. Ich will wieder auf Stand mit der Bemuskelung und wenn’s geht noch eine Schippe drauflegen.

Das alles wäre gut schaffbar. Allerdings mit meinen momentanen Abnehmplänen wieder mal reichlich inkompatibel. Ich mache exakt denselben Fehler wie letzten Winter: Mir einzubilden, man könne gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufbauen. Naja, dann eben Fettabbau und Kraftausdauer bis Januar und dann Muskelaufbau ab dem neuen Jahr.

Hauptsache, ich kann wieder Sport machen und finde eine für mich und Butzel Brombeerschorle passende Routine.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Sport und Handarbeit

Das klingt nach einem Schultag, wie er einem früher vielleicht ganz recht gewesen wäre (obwohl ich das mit dem Stricken, Nähen und Häkeln nie hinbekommen habe. Schade, denn dann könnte ich heute vielleicht in der Hinsicht kreativ sein). Aber eigentlich geht es darum, dass ich endlich, endlich wieder ins Gym durfte. Und den oben im Bild zu sehenden Thunderwolf gebaut habe.

Letzteres schon vorgestern. Da hatten der Erklärfaun und ich Aktivitätsfreitag, während die Waldnymphe mit Voller Napf saunieren war. „Aktivität“ bedeutete in diesem Fall, dass ich endlich angefangen habe, meine Warhammer 40k-Armee in Gestalt von drei Space Wolfe- Marines zusammenzubauen. Noch genauer: Ein Wolf bisher. Ist doch frickeliger, als ich dachte. Eigentlich will ich ja auch viel lieber bemalen. Am liebsten sofort. Aber dazu braucht’s eben Figuren. Also dann – Bastelei!

Samstag war dann Sport-Tag. Ich habe mit viel Cardio begonnen und mich dann mit Elan auf Bein- und Rumpfübungen gestürzt und am Ende sogar ein bisschen Compound Row gemacht. Tattoo unbeschädigt.

Lief alles sehr gut, ich hatte kaum Probleme, wieder in meine Standardgewichte reinzukommen. Das freut mich. Einziges putziges Erlebnis: Der Hygiene-Opa war wieder da. Habe ich schon von ihm erzählt? Das ist ein sehr fragiler, uralter Herr, der die Geräte nicht nur nach, sondern auch vor der Benutzung akribisch reinigt. Auch wenn der Vorbenutzer das vor seinen Augen getan hat. Wenn man ihm anbietet, ihm zu helfen, reagiert er hektisch-ungehalten. Obwohl ihm die Koordination sichtlich Mühe bereitet.

Gestern jedenfalls hat er die Leg Press nach mir benutzt. Und tatsächlich das Brett, gegen das man die Füße stemmt, desinfiziert!!

Er glaubt vermutlich, dass er sich durch die Schuhsohlen irgendwelche geheimnisvollen Bakterien fängt. Andererseits ist das ein harmloser Irrsinn und mit sichtlich über Achtzig (vermutlich auch über Neunzig) darf jeder so viele Schrullen entwickeln, wie er mag. Vor allem, wenn man dann noch energisch genug ist, ins Gym zu gehen! More power to Hygiene-Opa!

Abends haben wir Spiderman Homecoming gesehen und uns gut amüsiert. Ach, was tat man nur in der Zeit vor Streamingdiensten? Ja, ich weiß. Man einigte sich mühsam auf einen Film, einer trabte zur Videothek, der Film war dann weg und man schaute irgendwas, das keiner wirklich sehen wollte.