Ach watt, Leben!, Allgemein, Ernährung, Training

2018 kann kommen

2018

2017 war für mich persönlich ein sehr gutes Jahr. Mein erstes Haltejahr. Ich bin gereist, habe neue Dinge getan und mich freier gefühlt als jemals zuvor in meinem Leben. Ich bin privat und beruflich zufrieden und habe das Gefühl, Dinge aktiv beeinflussen und für mich zum Guten wenden zu können.

Heißt also prinzipiell, dass ich mir nichts vornehmen will, sondern einfach den eingeschlagenen Kurs beibehalten.

Aber ganz ohne Zusammenreißen läuft das natürlich auch nicht. Der Dezember ist zwar sportlich sehr gut gelaufen, in ernährungstechnischer Hinsicht aber voll abgefallen. Soll heißen – ich bin mal ganz Mainstream und nehme mir für’s neue Jahr eine Abnahme vor. Der angefressene Speck muss wieder gehen.

Weiteres großes Ziel: Ein normaler Umgang mit Essen. Wie die Feiertagszunahme gezeigt hat, kann ich das nämlich offensichtlich immer noch kein Stück. Gerade bei Süßigkeiten und Backwaren läuft das nach dem „es ist da, ich ess‘ es auf“-Prinzip.

Erste Verteidigungslinie: Weder Zeug aus Teig noch Schokolade zu Hause haben. Aber Vermeidung ist kein wirklicher Umgang. Für die Abnahme ist es in Ordnung, aber dann muss ich mich eventuell mal mehr damit beschäftigen, wie ich das Impulsfressen in den Griff bekomme. Ein prima Thema für meine nächste Therapiestunde im Januar.

Jetzt gehe ich erst einmal in den Sport. Hoffentlich ist wenigstens heute etwas weniger los!

Abends wird es ruhig, wir bleiben auf der Couch, essen und gucken alberne Filme, bis der Erklärfaun und ich zu müde werden. Dann fahre ich heim, mache alle Rollläden herunter und hoffe, dass meine Katze nicht zu sehr ausrastet.

Allen da draußen einen schönen Tag und einen guten Start in ein neues Jahr!

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Bilanz und so

Lightbringer

Festtage überstanden und alles ist gut.

Bis natürlich auf meinen Körperumfang. Die 29er Jeans spannt, da muss nun Aktion erfolgen. Einziger Stolperstein auf dem Weg zurück zu „ich kann diese Jeans ausziehen, ohne die Knöpfe aufzumachen“ ist noch das Neujahrsfrühstück. Aber da das auch anstatt im American Diner nun doch im Kaffeehaus stattfinden wird, kann Continental Breakfast wohl kaum so reinhauen wie Pancakes ’n Syrup und Hashbrowns. Üble Vorurteile vermutlich. Vor allem von jemandem, der Brot mit Butter als Konfekt ansieht. Aber das kriege ich hin.

Heute morgen will ich eigentlich ins Gym – aber irgendwie regnet es derzeit so stark, dass es mich so gar nicht anmacht, mich jetzt aufs Fahrrad zu schwingen. Also erst einmal Kaffee, ein bisschen TESO und da ich die Sportklamotten schon anhabe, kann ich bei der kleinsten Wolkenlücke losrasen. So gut, wie sich meine Schulter die letzten Tage benommen hat, sollte das heute richtig fein laufen und ich mich auch wieder an die Schulterübungen wagen können.

Weihnachten war in jeder Hinsicht wunderschön. Zwar habe ich die hässlichste Teekanne der Welt von Schwiegermutter1 bekommen (der Erklärfaun bekam eine genauso grausige von ihr, es ist also kein Zeichen für irgendetwas), aber ansonsten war alles so berückend harmonisch, festlich, liebevoll, dass es einem ganz anders werden wollte.

Sonntags Baumschmücken bei der Waldnymphe plus Kaffee bei Schwiegers1. Dann mit den Elterneinheiten auf den Friedhof, die Ahnengeister besuchen. Anschließendes Kartoffelsalat-und-Eier-essen (extra für mich vegetarisch!), Beisammensein, Geschenkeaustausch (ich habe Schneckennudeln bekommen! Vatereinheit hat extra für mich echte, großartige Schneckennudeln mit Zuckerguss gebacken!) und dann später am Abend war ich noch mit A. unterwegs und wir hatten Spaß.

Montag Abend sind die Waldnymphe und ich in die Backmulde, haben sehr, sehr gut gegessen und den Heidelberger Geldadel beobachtet. Klar, so ein Essen kostet mich mehr als ein Monat Lebensmittel – aber es war wirklich köstlich und ich habe es sehr genossen. Und einmal im Jahr kann ich es auch vor mir rechtfertigen, so viel Geld an einem Abend auszugeben.

Dienstags war Kaffeetrinken bei meinen Elterneinheiten angesagt, komplett mit ganzer Familienhorde. Da der Erklärfaun bei seinen Erzeugern war, sind wir nur zu zweit aufgeschlagen. Die Waldnymphe hat zum ersten Mal den (fast) kompletten Clan kennen gelernt und beide Seiten waren voneinander entzückt. Als Einzelkind schien sie mir von dem Full House zwar ein wenig erschlagen – aber auf positive Weise. Sie meinte, wir wären wirklich eine Fianna-Horde. Zwar ohne Gin und Kartoffeln, dafür aber mit den üblichen peinlichen Familiengeschichten, die gnadenlos, in epischer Breite und mit ganzheitlicher Beteiligung („nein, das war doch ganz anders, ich weiß genau, dass Onkel Karl …“) erzählt werden. Da wir ihr Familienweihnachten schon als echtes Silverfang-Fest eingeordnet hatten („… bis wir entweder betrunken sind oder beleidigt. Oder beides“), ist mal wieder zementiert, dass wir im Rollenspiel mit Jamie und Rhys wirklich nur uns selbst im England des neunzehnten Jahrhunderts spielen.

Jetzt habe ich alle Plätzchen, alles Marzipan und alle Schokolade aufgegessen, habe mein Weihnachtsgeschenk eingefroren, damit ich nur jede Woche eine davon essen kann, und versuche mich nun wieder in Clean Eating-Realität. Haha.

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Plötzliches Umfallen und dann doch ein frohes Fest

Ich weiß nicht, was ich angestellt habe, aber in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bin ich einfach zusammengebrochen. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Gelenkschmerzen der wüstesten Art und mein Kreislauf war praktisch nicht mehr vorhanden. Ich habe zwar die Plätzchen in Verdacht, die die Waldnymphe von einer Kollegin bekommen und an mich weitergegeben hat … aber können Plätzchen so etwas auslösen?

Jedenfalls musste ich 24 Stunden durchschlafen, mich mit Ibuprofen sturmreif schießen und dann konnte ich langsam wieder unter die Lebenden krauchen.

Diese Zeit war echt höllisch. Vor allem, weil die Katze ja trotzdem versorgt werden wollte … Ich habe mich also in die Küche geschleppt und auf dem Weg dahin alle zwei Meter Pause gemacht, um ein paar Minuten auf dem Boden auszuruhen. Das war echt unschön. Und dann musste ich auch noch einkaufen, weil das Katzenfutter aus war! Ich habe die Aldikassiererin übel angeschnautzt, weil sie – wie sie es ja immer tun – so hektisch durchschob, dass mir alles herunterfiel. Die dumme Blunz konnte gut sehen, dass ich beide Hände brauchte, um mich am Tresen festzuhalten … da kann man doch mal ein zivileres Tempo vorlegen, bis der Kunde nachgekommen ist mit Einräumen!

Naja, jetzt geht es mir besser. Ich bin fast wieder auf dem Damm und freue mich darauf, heute mittag zum Baumschmücken zur Waldnymphe zu fahren, heute Abend bei den Eltern zu Abend zu essen und mich dann später noch zum Mädelsabend mit einer Freundin zu treffen (Weihnachten wird bei uns mehr angelsächsisch gefeiert – also am 24. eher im Freundeskreis – Familie ist dann am 26.).

Sport fiel gestern natürlich auch aus. Doof, weil ich am Donnerstag noch so verdammt gut drauf war. 71 Kilo beim Row gezogen und 109 Kilo an der Leg Press! Ich war völlig besoffen von meiner Leistung. Und der Trainer meinte auch, dass ich mal zu einem anderen Orthopäden gehen sollte, weil so eine Sonarzertrümmerung des Kalkdings in der Schulter doch recht normal wäre. Und außerdem sollte ich mal ausprobieren, ob es überhaupt am Sport läge, weil es ihm komisch vorkommt, dass sich die Reizung nicht während sondern erst nach der Belastung bemerkbar macht.

Ich glaube so etwas natürlich nur zu gern und werde mal im Januar sehen, ob ich einen Termin bei einem anderen Arzt bekomme.

Weihnachtsfrühstück. 😊 Frohes Fest! #merrychristmas #coffee #happyholidays

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So, jetzt erst einmal mein Weihnachtsfrühstück fertigtrinken (Kaffee mit Zimt, Koriander, Ingwer und Muskat, Süßstoff, Haselnuss-Flavdrops und aufgeschäumter Milch), ein bisschen in TESO herumwumpeln und dann ab gen Waldnymphe!

Habt ein schönes Fest, liebe Lesefröschchen!

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Meine Güte, Sport bringt’s wirklich!

Die niedlichste Katze der Welt. Isso. 😊 #catcontent #tortoiseshellcat #torbie

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Gestern war ich morgens, gleich nach dem Aufstehen, im Gym. In der irrigen Meinung, es wäre dann weniger los.

Das Gegenteil war der Fall. Es war gestopft voll. Wie üblich zog ich dabei den Altersschnitt nach unten – aber darum geht es nur am Rande. Ich konnte alles tun, was ich mir vorgenommen hatte. Inklusive des Ignorierens meiner Schulter, weil ich dringend beim Row auf über sechzig Kilo kommen wollte. Das habe ich geschafft, habe es mit nächtlichen Schmerzen bezahlt, aber das war es wert.

Auf jeden Fall traf ich dann später in der Umkleide eine nette Dame, die mir sagte, wie hübsch sie meine Tattoos findet. Das hat mich gefreut und wir haben uns etwas länger unterhalten. Dabei kam heraus: Sie ist 76! Ich hätte sie auf Anfang sechzig geschätzt!

Leute – macht um Himmelswillen Sport! Das hält sowas von jung und beweglich, das geht auf keine Kuhhaut.

Ansonsten war ich noch bei meiner Ärztin, habe mir ein Rezept für Dir-ist-es-egal-dass-Du-in-einer-Aluminiumröhre-mit-tausend-Kilometern-pro-Stunde-oder-so-durch-die-untere-Stratosphäre-geschossen-wirst-Tabletten abgeholt (für London nächstes Frühjahr), ihr von den Startproblemen mit Butzel erzählt und dergleichen.

Heute Abend treffe ich mich mit Frau Schwan zum Sushiessen und auch sonst versage ich ernährungsmäßig auf ganzer Linie. Hoffentlich kriege ich im Januar wieder die Kurve. Sport allein genüg nicht. You can’t outrun a bad diet. Und meine diet ist derzeit sowas von bad, das haut einen um!

Aber: Blumenkohlpüree! Das kriegt demnächst mal seine eigenen Culinary Diversity-Wölfe!

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Erster Urlaubstag – Yay, Schnee und so!

One of four seasons ...

Heute morgen habe ich mein Auto zur Inspektion gebracht und bin danach glücklich durch fünf Zentimeter Schnee nach Hause gestapft. Ich fühlte mich kalt aber sehr weihnachtlich und war vermutlich die einzige Person auf der Straße, die so breit gelächelt hat.

Der Erklärfaun schickt jedenfalls unerfreulich klingende WhatsApps vom Stand seiner Expedition zur Arbeit. Anscheinend ist die A5 wieder mit ängstlichen SUV-Fahrern vollgestellt, die in Tränen ausbrechen, weil sie die Komfortfunktionen ihres Zivilpanzers nicht unter Kontrolle zu haben glauben.

Nachher fahre ich vielleicht noch mal in die Stadt – sofern die S-Bahn nicht im Schnee steckengeblieben ist. Bis dahin trinke ich heißen Kaffee und genieße die Wärme in meiner Wohnung. Ich führe prinzipiell wirklich ein luxuriöses Leben und sollte öfter mal auch dafür dankbar sein. Ich habe einen schönen, wenn auch gelegentlich stressigen Job, eine wundervolle Beziehung (und dabei sogar ein Drittel mehr davon als die meisten Leute!), eine gesunde Familie, ein niedliches Haustier, nicht viel aber für meine Bedürfnisse ausreichendes Geld, bin ziemlich fit und gesund, habe einen sehr kleinen aber wunderbaren Freundeskreis … ich bin wirklich das, was man in Amerika „blessed“ nennt und bei uns mit „gesegnet“ zu pathetisch rüberkommt.

Ansonsten bin ich aber in Kleinigkeiten wohl zu nörgelig. Ich muss gelassener werden.

Bei „gelassen“ fällt mir der neue Star Wars-Film ein. Achtung, ab jetzt Spoiler!

Letzte-Warnung-Dr.-River-Song sagt: „Spoilers!“

Also. Star Wars. Das arbeite ich am besten in zwei Listen ab, weil ich mich an die Handlung nicht mehr so gut erinnere (was schon eine Grundtendenz zeigt).

Positiv:

  • Die neuen Walker sehen toll aus. Also die AT-ATs. AT-STs sind mir nicht als sehr verändert aufgefallen. Aber die großen Transports sind wunderbar. Wie bedrohliche Gorillamännchen.
  • Adam Driver kann so ein niedliches Schnütchen ziehen. Dann zittert seine Unterlippe. Total putzig. Der Erklärfaun nennt ihn (man stelle sich hier einen breiten schwäbischen Dialekt vor) „’s Veederle“.
  • Die Kristallfüchse waren so hübsch! Und auch wenn ich vorhatte, sie doof zu finden, mochte ich die Pinguin-Affenviecher dann doch total. Obwohl sie mich an diese Bilder von Vögeln mit Pferdegebiss erinnert haben.
  • Mrs. Organa-Solo war badass.
  • Es gab keine Mando’ade. So konnten Jar-Jar Abrams sie zumindest nicht metzgern.
  • Die Imperial Guard durfte mal aufdrehen. Und hatte Corthosis-Bracers. Und Vibrowaffen. Hübsch!
  • Rey durfte ein paar gute Punchlines liefern.
  • Kylo Ren hat sich entwickelt. Nicht viel, aber zumindest ein bisschen.
  • Der zwielichtige Codebreaker war eine glaubhafte Figur.
  • Ein paar echt nette Hintergrund-Eastereggs. Gerade über die Sache mit Vaders altem Schwert und dem nicht-da-reingucken-LukeDing, das dann Gollum trifft … *kicher*

Negativ:

  • Durch die Löcher im Plot hätte Imperator Gollums Flaggschiff quer gepasst.
  • Die Helden hatten gar zu offensichtliche Plot-Armour. Das mag ich nicht.
  • Warum nicht mit dem Fan-Ship Poe/Finn segeln und statt dessen diese runde Frau reinbringen, die zwar nett ist, aber …? Sonst nix. Blöde Heteronormativität. Es gibt schon Schwule und Lesben im Star Wars-Universum, nun setzt bitte auch mal welche in die Frontline! Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.
  • Hux wurde zunehmend inkompetent und Phasma hätte man sich schenken können. Das haben beide Schauspieler nicht verdient.
  • Die Agenda von Imperator Gollum blieb undurchsichtig. Wer war er, was wollte er und WTF sein Tod?
  • Tracking durch den Hyperraum … in Rebels noch absolut möglich (gab’s ne Folge drum, in der sie den Beacon über das Abkoppeln der Phantom von der Ghost loswurden) – in der neuen Republik dreißig Jahre später unbekannt?
  • Angriffe mit Jägern innerhalb der Schildgeneratorreichweite ist einmal möglich und zwanzig Minuten später muss man hilflos hinter der Rebellenflotte herdackeln, weil man nicht drauf ballern kann. Äh .. wat?
  • Weiterhin unverständlich: Seit dem Fall des galaktischen Imperiums, das auch nur grob fünfzehn Jahre gehalten hatte, ist die ganze Geschichte der Demokratie absolut in Vergessenheit geraten? Man kann über die Sith sagen was man will – Hirnwaschen können sie! Also – ein paar tausend Jahre Republik/Sith Empire parallel. Dann ein paar tausend Jahre nur Republik. Dann anderthalb Jahrzehnte Empire. Dann zwei Jahrzehnte neue Republik. Dann ein Jahr New Order. Klar, dass niemand sich an die Republik erinnern kann …
  • Finn verkommt zum Comic Relief und Poe zum trigger happy Knallkopf. Schade drum. Muss reverse sexism denn sein? Können nicht Frauen und Männer parallel mal kompetent oder inkompetent sein?

Naja, wie man sieht sind das schon eine Menge Kritikpunkte, die mir den Film etwas verhagelt haben. Ich überlege noch, ob das von meiner Seite aus Krückstockgefuchtel der alten Fan-Woman ist oder doch berechtigt.

Tatsache ist, dass Disney den „alten“ Fans zunehmend den Mittelfinger zeigt. Kein Boba Fett-Film, keine Trilogie in der alten Republik, die Entscheidung, die alten Sachen zu „Legends“ zu machen, keine Mara Jade, kein neuer Orden …

Star Wars wurde durch die Fans zu dem popkulturellen Phänomen, das es heute sogar in der Politik zitiert werden lässt. Diese Leute nun mies zu behandeln, weil man darauf setzt, nur mit kompletten Reboots statt mit Kontinuität eine neue Fan-Generation zu ziehen, ist kurzsichtig.

Aber werde ich nicht ändern.

 

 

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Der letzte Arbeitstag dieses Jahr!

Katze zockt mit. #catcontent #elderscrollsonline

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Zumindest der letzte offizielle, da ich wohl wieder Frau Schwan helfen werde, Feuerwerk unters Volk zu bringen. Aber im Verlag bin ich heute das letzte Mal für 2017. Adobe hat mich mit einem extrem krätzigen Update in den Urlaub verabschiedet, das nicht nur meine kompletten Voreinstellungen in Illustrator gekillt hat, sondern auch noch dafür sorgt, dass das Brush Gordon-Plugin in Photoshop nicht mehr läuft … weil sie dessen Funktion nun selbst und wesentlich schlechter, stressiger und dilettantischer implementiert haben. Ganz davon ab, dass ich nun meine mehreren tausend Brushes wieder neu einladen und sortieren kann. Danke für Nix, Adobe! Die Monopolstellung dank PDF tut ihnen nicht gut. Vielleicht kann ich im nächsten Jahr Krita als Alternative zu PSP durchdrücken. Aber um PDFs als Druckstandard kommt man leider nicht mehr herum und da haben sie die Kralle drauf und die komplette Branche an den Eiern. Tja.

Dritter Plank-Tag. Immer noch seeeehr anstrengend. Das geht echt gewaltig in die Bauchmuskeln. Na, kann nicht schaden, da habe ich noch eine Menge (relativ) loser Haut, die muss weg. Und das geht am besten mit Muskelunterfütterung. So bin ich ja auch die überschüssige Haut am Hintern und an den Oberarmen losgeworden: Kollagen, Trockenbürsten, Cremen und jede Menge Training! Wobei „losgeworden“ nur teilweise stimmt. An den Oberarmen bin ich fast fertig, da ist nix mit Winkfleisch. Aber Brüste und Hintern, das dauert noch. Ich schätze, ich muss dem ganzen Projekt noch ein, zwei Jahre geben. Aber das ist überschaubar. Schließlich war ich auch länger als drei Jahre dick, da darf die Haut auch drei Jahre zum kompletten Rückbilden brauchen! Und zugegebenermaßen jammere ich auf sehr hohem Niveau.

Heute Abend werden der Erklärfaun und ich gemütliches Warhammerbasteln durchziehen, während die Waldnymphe mit Schwiegers1 in eine Ballettaufführung geht. Wir bekommen von ihr noch einen Teller Weihnachtsgutzel hingestellt und werden dann unsere Armeen weiterbasteln und ich bekomme eine Lore-Lehrstunde zu meinen Spacewolves/Spacemarines.

Und morgen … natürlich Star Wars!

Ich fürchte mich ein wenig davor, wie sie das Universum weiter zermetzgern werden – aber so unschön The Force Awakens war, so gut war Rogue One. Also kann man hoffen. Oder auch nicht. Vielleicht etablieren sie nun, dass die Hauptfilme beschissen werden, damit die Füller-Filme glänzen können? Der nächste soll ja eine Han Solo-Originstory werden (die Legacy-Story fliegt natürlich aus dem Fenster; fickt euch, Disney. Fickt euch hart!), wäre also nicht schlecht.

Egal – Star Wars!

Danach gehen wir mit J1 und D., die auch in den Film wollen, in die Fette Wutz und versuchen, dort einen Platz zu bekommen. Sie reservieren erst ab zehn Personen, so dass wir auf Glück angewiesen sind, auf das ich an einem Adventssamstag nur bedingt vertrauen würde. Wir werden sehen. Mashed Potatoes und Chips und Coleslaw für mich!  Barbeque und Craftbeer für den Rest. Kohlenhydrate für den Gewinn.

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Katzen versus Bodyweight

Tag zwei von „Plank statt Bench-Dips“. Zumindest haben Planks den Vorteil, dass man sofort merkt, wenn man die Schulter belastet. Warum auch immer schmerzt das Ganze statisch mehr als in Bewegung. Aber langsam reicht’s mir wirklich! Ich will und werde Sport machen. Was soll schon schlimmer werden als jetzt? Dann muss ich eben doch operiert werden – na und? Dann hat das Drama ein Ende.

Also weiterhin Planks. Diese aber, anders als die Dips, schon direkt nach dem Aufstehen zu Hause auf der Yogamatte, sobald ich mich fertig geschleimrollt habe.

Was dazu führt, dass meine Katze nun noch viel begeisterter von diesen Aktivitäten ist. Hat sie schon vorher mein Faszientheater jeden Morgen mit Interesse und des Öfteren auch mit einem beherzten Sprungangriff (ohne Krallen, das ist sichtlich nur Spiel) verfolgt, so sind die Planks nun das ganz große Kino für Butzel. Spätestens zehn Sekunden nachdem ich mich aufgebockt habe (was einem natürlich schon wie eine halbe Stunde erscheint), kommt sie ins Arbeitszimmer gerast und nimmt Anteil. Entweder, indem sie mir die Haare zur Seite tatzt oder in dem sie mir den Arm leckt. Oder durch einfaches, schlichtes Anfallen.

Irgendwie ist alles, was auf dem Boden auf Matten stattfindet, für Katzen die beste Unterhaltung und sie fühlen sich verpflichtet, helfend oder störend einzugreifen. Prinzipiell auf jeden Fall in Ordnung. Es ist lustig, macht mir die Übung nicht kaputt und lenkt davon ab, dass mir die Bauchmuskeln zittern.

Jap, zittern. Dafür, dass ich nun schon eine ganze Weile Krafttraining mache, mir Ausdauer angeschafft habe und auch sonst relativ fit bin, fallen mir Planks geradezu absurd schwer. Ich schaffe nur mit äußerstem Hängen und Würgen die für Anfänger vorgeschlagenen dreißig Sekunden. Und davon auch keine sechs Wiederholungen, sondern nur drei. Ich bin so ein Wabbelwal! Aber aller Anfang ist schwer und wenn man sieht, wie schnell ich beim Seilspringen Fortschritte gemacht habe (wenn ich derzeit auch bei maximal hundert bis hundertfünfzig Sprüngen, bevor ich hängenbleibe, stagniere), habe ich für die Planks Hoffnung, bis nach dem Urlaub über die dreißig Sekunden zu kommen. Denn im Urlaub weiß ich noch nicht, ob ich mich der Konfrontation mit den Nachbarn aussetze und Seilspringe, oder doch lieber andere Übungen mache. Auf jeden Fall natürlich ausnutzen, dass ich zu ungewöhnlichen Zeiten ins Gym kann, wenn es schön leer ist. Also mehr Geräte und Free Weights. Aber zu Hause möchte ich natürlich auch etwas tun. Planks und Seilspringen wäre toll … aber da kommt wieder die Angststörung angehoppst und teilt mir mit, dass ich das nicht hinbekommen werde, weil ich Angst davor habe, dass die Olle von unten wieder rumheult. Planks sind leise und unauffällig. Die gehen.

Andere Übungen. Definitiv. Verdammt.

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Ausgebremst

Gestern war ich noch voller Begeisterung darüber, wie gut es mit der hohen Schlagzahl bei den Bench Dips klappt, da hat meine dämliche Kalkschulter direkt beschlossen, dass das so ja auf keinen Fall weitergehen kann.

Und das passiv-aggressive Mistding tut das natürlich nicht bei der Übung selbst, sondern wartet, bis ich schlafen gehe. Dann wache ich irgendwann mitten in der Nacht davon auf, dass meine Schulter so sehr schmerzt, dass ich den Arm nicht mehr bewegen kann. Tolle Sache.

Und wie der Orthopäde schon sagte: Eine OP macht so etwas in den meisten Fällen nur schlimmer. Na, großes Kino. Damit zu leben lernen ist nicht einfach. Was soll ich auch machen? Auf Sport, der die Schulter belastet, verzichten? Keine Lösung. Möchte ich erstens nicht und ist zweitens auch nicht eingrenzbar, weil die Schulter schließlich auch durch Laufen schlimmer wird – warum auch immer!

Fragt man das Internet, sollte sich eine Kalkschulter irgendwann von selbst geben. Oder auch nicht – sie „verharrt“ offenbar auch ganz gerne mal. Trotzdem scheint man im Web eher positiv gestimmt, was eine Behandlung angeht, als mein Arzt, der aber generell ein ziemlicher Pessimist zu sein scheint, der mir auch schon wegen „zu viel Sport“ (brennt’s? Ich mache deutlich weniger Sport, als empfohlen! Ich komme nicht auf eine halbe Stunde täglich, wenn man das zusammenrechnet!) eine sofortige Frühvergreisung samt kaputten Gelenken prophezeit hat.

Vielleicht gehe ich einfach noch einmal zu einem anderen Orthopäden.

Und bis dahin lege ich Tage ein, an denen ich starke Belastung der Schulter vermeide. Ich frage mich, ob die Schulter Seilspringen ähnlich negativ bewertet wie Laufen. Beides hat objektiv gesehen wenig mit dieser Körperregion zu tun – aber Logik scheint man nicht unbedingt anwenden zu können.

Die Dips werde ich erst einmal durch Planks ersetzen. Die habe ich bisher noch nie gemacht und ich glaube, so ein bisschen Körperspannung tut mir ganz gut. Ich bin im Mittelteil immer noch zu schwammig. Die ersten Sätze sind schon erledigt und ich muss sagen … alter Schlappen, das zieht rein! Dummerweise ist Plank aber auch belastend für die Schultern.

Langsam weiß ich wirklich nicht mehr, was ich außer Squats machen kann, ohne dass mir die beschissene Kalkschulter reingrätscht! Aber vermutlich ist die rein statische Belastung bei Planks zumindest mal weniger reizend für die Bizepssehne (dort sitzt der Kalkeinschluss wohl) als die ständige Bewegung beim Laufen oder bei Dips.

Ach, Sport macht schon ganz schön kaputt!

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Niedlichkeit, Bench-Dips und immer noch Hüpfen

A dark moon rising
Hier war vorher eine Zeichnung. Aber ich will niemanden mit zu Explizitem auf den Wecker fallen, also gibt’s lieber ’nen harmlosen Werwolf. :)

Ich wurde mir gestern bewusst, dass ich mit meinen drei Sätzen Bench-Dips tatsächlich jeden Tag 75 Stück davon mache. Das war ein ganz schöner „Wow!“-Moment. Fünfundsiebzig! Das hat sich so langsam reingesteigert. Dazu dann noch jeden Tag 600 Sprünge mit dem Seil, die immer zügiger laufen, obwohl ich sie im Moment sogar in schweren Winterstiefeln (also meinen Springern – Nomen est omen!) mache. Ich liebe es, wenn man merkt, dass man in einer Sportart Fortschritte macht! Wenn die Technik selbstverständlicher wird. Wenn man sich nicht mehr nur darauf konzentrieren muss, überhaupt die Grundform der Übung hinzubekommen, sondern sich langsam daran macht, das Ganze besser aussehend und effektiver werden zu lassen.

Bleibt die Tatsache, dass mir Bodyweight immer mehr Spaß macht, während ich immer widerwilliger ins Gym gehe, weil dort so viele Leute sind. Das ist keine Entwicklung, die ich so haben möchte! Das spielt nur der Angststörung und sozialen Phobie in die Hände. Ich muss unter Menschen. Muss aus meiner Comfort Zone heraus. Denn wie wichtig es ist, mich immer wieder über die aktuellen Grenzen hinaus zu fordern, sehe ich ja an der Katze: Hat mich Butzels pure Anwesenheit zu Beginn maßlos gestresst, freue ich mich jetzt jeden Abend darauf, wenn sie angelaufen kommt und es ist unglaublich erholungsfördernd, dass sie zumindest einen Teil der Nacht bei mir im Bett schläft.

Was mich zur Niedlichkeit bringt: Heute Nacht bin ich irgendwann aufgewacht und sie lag neben mir. Auf der Seite und so weit unter der Decke, dass nur Kopf und Vorderpfoten herausgeschaut haben. Also ein perfektes Spiegelbild zu mir. Das fand ich absolut entzückend. Natürlich kein Foto gemacht, weil das Telefon nachts nicht im Schlafzimmer ist.

Egal wie: Ich habe mich mit Butzel als neuen Faktor in meinem Rückzugsort nicht nur arrangiert, sondern sie aktiv integriert. Was bedeutet, dass es wichtig und richtig ist, der Angst und dem Zorn die Stirn zu bieten.

Und deshalb sollte ich auch mehr ins Gym gehen und nicht immer allein vor mich hin trainieren. Ich habe mich schon dazu durchgerungen, entgegen meines ersten Impulses, nächstes Jahr mit Waldnymphe und Erklärfaun auf einen Einladungscon zu gehen, auf dem ich nur eine Handvoll Leute kenne, da sollte es auch noch drin sein, sich den doch immer gleichen Besuchern des Gym zu stellen.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil fünfzehn: Karotten-Kartoffel-Eintopf

Druck

Nicht wirklich das Exotischste vom Exotischen, dafür aber saisonal und regional und bei diesem Winterwetter (auch wenn der schöne Schnee von gestern wieder geschmolzen ist) eine absolut feine Sache. Das einzig nicht regionale ist das Kokosöl, in dem ich die Gelberüben und Kartoffeln kurz angebraten habe. Da man Gelberüben mit ein wenig Fett verwirtschaften sollte, um sie gut verwerten zu können, habe ich das darüber gelöst. Also – Gemüse kleinschneiden, in Kokosöl anbraten (da braucht man nicht viel, zehn Gramm reichen für anderthalb Kilo unterirdische Goodness), mit Gemüsebrühe ablöschen, weichkochen, pürieren, mit Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer, Muskat und Koriander würzen und zum Abschluss ein paar Löffel Sojaghurt dazu.

Ich bin davon begeistert und der Topf voll hat mich gestern Abend gesättigt und wird das heute Abend auch noch einmal tun! Die Suppe war auch das einzig „Vernünftige“, das ich an Samstag und Sonntag gegessen habe. Wobei ich Lebensmittel nicht in Kategorien einteilen sollte. Die sind alle prima. Aber ich habe zu wenig Protein und zu viel Fett und Zucker zu mir genommen. Und das mit großem Genuss!

Das Schokoladenfrühstück mal wieder … Omnomnom … Zuerst ein Amuse Gueule aus selbstgemachter Johannisbeermarmelade mit Schokocreme und Karamellsauce, dann selbstgebackene Dinge (Brot, Croissants, Brötchen, Zimtschnecken …) mit Ziegen- und Blauschimmelkäse, regionalen Wurst-, Schinken- und anderen Käsespezialitäten (für mich eben viel Käse), hausgemachte Marmeladen, ein Zwischengang mit Gewürzpralinen, dann noch mehr leckere Dinge … zum Beispiel die selbstgemachte Schokocreme für auf’s Brot …. Und zum Finale ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Marmelade und Vanillesauce. Und die als Getränk gereichte heiße Schokolade war nicht zu süß, sondern ein absoluter Traum!

Große Begeisterung und absolute Sättigung. Wir sind anschließend noch ein bisschen über den Weihnachtsmarkt auf dem verschneiten Dilsberg gewandert, bis es uns zu kalt wurde. Dann fuhren wir durchs dunkler werdende Neckartal nach Hause und bereiteten das Käsefondue vor.

Um vier kamen K., Voller Napf und T., wir spielten zuerst ein paar Stunden Mage und dann habe ich zum ersten Mal Käsefondue gegessen. Bisher kannte ich es nur aus Asterix („In den See, in den See, mit einem Gewicht an den Füßen!“) und war deshalb völlig baff, dass da Wein reinkommt! Dementsprechend hat es mir auch nicht soooo dolle geschmeckt. Ich habe mich dann mit T. (der Veganerin) an die Gemüsesticks mit Dip gehalten. Man muss alles mal probieren. Jetzt weiß ich, dass Käsefondue nicht meins ist. Außer man könnte den Wein durch etwas, das nicht nach Alkohol schmeckt, ersetzen.

Sonntags war ich zwar im Sport (und habe dank der vollen Kohlenhydratspeicher wahre Wunder beim Cardio vollbracht!), habe aber sonst nur Plätzchen und Schokolade und eben am Abend eine Schüssel Gemüsesuppe gegessen.

Insofern: War ein tolles Wochenende, wird mich nur einige Tage mit fettem Defizit kosten, bis ich diese Exzesse wieder eingefangen habe.

Totally worth it!