Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil fünfzehn: Karotten-Kartoffel-Eintopf

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Nicht wirklich das Exotischste vom Exotischen, dafür aber saisonal und regional und bei diesem Winterwetter (auch wenn der schöne Schnee von gestern wieder geschmolzen ist) eine absolut feine Sache. Das einzig nicht regionale ist das Kokosöl, in dem ich die Gelberüben und Kartoffeln kurz angebraten habe. Da man Gelberüben mit ein wenig Fett verwirtschaften sollte, um sie gut verwerten zu können, habe ich das darüber gelöst. Also – Gemüse kleinschneiden, in Kokosöl anbraten (da braucht man nicht viel, zehn Gramm reichen für anderthalb Kilo unterirdische Goodness), mit Gemüsebrühe ablöschen, weichkochen, pürieren, mit Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer, Muskat und Koriander würzen und zum Abschluss ein paar Löffel Sojaghurt dazu.

Ich bin davon begeistert und der Topf voll hat mich gestern Abend gesättigt und wird das heute Abend auch noch einmal tun! Die Suppe war auch das einzig „Vernünftige“, das ich an Samstag und Sonntag gegessen habe. Wobei ich Lebensmittel nicht in Kategorien einteilen sollte. Die sind alle prima. Aber ich habe zu wenig Protein und zu viel Fett und Zucker zu mir genommen. Und das mit großem Genuss!

Das Schokoladenfrühstück mal wieder … Omnomnom … Zuerst ein Amuse Gueule aus selbstgemachter Johannisbeermarmelade mit Schokocreme und Karamellsauce, dann selbstgebackene Dinge (Brot, Croissants, Brötchen, Zimtschnecken …) mit Ziegen- und Blauschimmelkäse, regionalen Wurst-, Schinken- und anderen Käsespezialitäten (für mich eben viel Käse), hausgemachte Marmeladen, ein Zwischengang mit Gewürzpralinen, dann noch mehr leckere Dinge … zum Beispiel die selbstgemachte Schokocreme für auf’s Brot …. Und zum Finale ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Marmelade und Vanillesauce. Und die als Getränk gereichte heiße Schokolade war nicht zu süß, sondern ein absoluter Traum!

Große Begeisterung und absolute Sättigung. Wir sind anschließend noch ein bisschen über den Weihnachtsmarkt auf dem verschneiten Dilsberg gewandert, bis es uns zu kalt wurde. Dann fuhren wir durchs dunkler werdende Neckartal nach Hause und bereiteten das Käsefondue vor.

Um vier kamen K., Voller Napf und T., wir spielten zuerst ein paar Stunden Mage und dann habe ich zum ersten Mal Käsefondue gegessen. Bisher kannte ich es nur aus Asterix („In den See, in den See, mit einem Gewicht an den Füßen!“) und war deshalb völlig baff, dass da Wein reinkommt! Dementsprechend hat es mir auch nicht soooo dolle geschmeckt. Ich habe mich dann mit T. (der Veganerin) an die Gemüsesticks mit Dip gehalten. Man muss alles mal probieren. Jetzt weiß ich, dass Käsefondue nicht meins ist. Außer man könnte den Wein durch etwas, das nicht nach Alkohol schmeckt, ersetzen.

Sonntags war ich zwar im Sport (und habe dank der vollen Kohlenhydratspeicher wahre Wunder beim Cardio vollbracht!), habe aber sonst nur Plätzchen und Schokolade und eben am Abend eine Schüssel Gemüsesuppe gegessen.

Insofern: War ein tolles Wochenende, wird mich nur einige Tage mit fettem Defizit kosten, bis ich diese Exzesse wieder eingefangen habe.

Totally worth it!

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6 Kommentare

  1. „In den See, in den See…!“ fällt mir auch immer bei Käsefondue ein… 😀
    Und Möhrenkartoffel als Kombi ist der Wahnsinn, ich esse es meist eher als Eintopf, also unpüriert, aber püriert klingt auch gut (makes a note of it).
    Ich habe gestern geschlemmt, weil ich auf der Basis eines Zimtschneckenrezeptes Walnuss-Ahornsirup-Schnecken gebacken habe… jetzt weiß ich, dass in die Füllung NOCH MEHR Ahornsirup rein kann und dass man die Walnüsse der Deko erst kurz vor Ende der Backzeit drauf tun sollte, sonst sind sie… äh, etwas kräftig gefärbt. Immerhin ist mir gelungen, einen Großteil der Schnecken einzufrieren, für Momente, in denen ich mal was Besonderes brauche. Vorteil gegenüber gekauften Walnuss-Ahornsirupschnecken vom örtlichen Bio-Bäcker, die auch superlecker sind und die ich mir ab und an gönne: bei denen vom Bäcker weiß man nie, ob es die an dem Tag, an dem man sie will und einplant, auch gibt. Zweiter Vorteil: Ich weiß ziemlich genau, wieviel Kalorien in den von mir gebackenen Teilen sind.

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      1. Ich habe einfach einen Hefeteig (mehr oder minder frei Hand, 400 g Mehl, halber Würfel Hefe, ein Ei, etwas Milch, etwas Butter) mit etwas Zimt und Kardammom gemacht und die Füllung zum Einrollen waren kleingeklopfte Walnüsse, die ich mit flüssiger Butter und Walnuss-Sirup vermischt hatte. Oben drauf dann noch mal gröbere Walnuss-Stücke, die ich durch Ahornsirup gezogen hatte – wie gesagt, die kommen nächstes Mal erst kurz vor Ende der Backzeit drauf… Die Füllung geht sicher auch mit Kokos-Öl statt Butter, wenn’s vegan sein soll, und Milch, Ei und Butter sind kein Muss im Hefeteig, aber dadurch wird’s fluffiger – da gibt’s sicher auch Alternativen?

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  2. Also, wenn Du schon bei Kartoffeln und Karotten bist – da hab ich noch was ausgefalleneres! 🙂

    (Wenn ich Dir das Rezept schon mal untergeschoben habe, nicht schlagen, ich teil das dauernd, weil es so unglaublich lecker ist!)

    https://kochkatastrophen.blogspot.de/2017/01/experiment-12-lowcarb-sukartoffelsuppe.html

    Süßkartoffel-Eintopf mit Kirchererbsen, unglaublich viel Ingwer und unglaublich viel Zitrone!

    Fühlt sich im Mund an wie Chili, schmeckt aber komplett anders… YUMMY! 🙂

    Gefällt 1 Person

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