Niedlichkeit, Bench-Dips und immer noch Hüpfen

A dark moon rising

Hier war vorher eine Zeichnung. Aber ich will niemanden mit zu Explizitem auf den Wecker fallen, also gibt’s lieber ’nen harmlosen Werwolf. 🙂

Ich wurde mir gestern bewusst, dass ich mit meinen drei Sätzen Bench-Dips tatsächlich jeden Tag 75 Stück davon mache. Das war ein ganz schöner „Wow!“-Moment. Fünfundsiebzig! Das hat sich so langsam reingesteigert. Dazu dann noch jeden Tag 600 Sprünge mit dem Seil, die immer zügiger laufen, obwohl ich sie im Moment sogar in schweren Winterstiefeln (also meinen Springern – Nomen est omen!) mache. Ich liebe es, wenn man merkt, dass man in einer Sportart Fortschritte macht! Wenn die Technik selbstverständlicher wird. Wenn man sich nicht mehr nur darauf konzentrieren muss, überhaupt die Grundform der Übung hinzubekommen, sondern sich langsam daran macht, das Ganze besser aussehend und effektiver werden zu lassen.

Bleibt die Tatsache, dass mir Bodyweight immer mehr Spaß macht, während ich immer widerwilliger ins Gym gehe, weil dort so viele Leute sind. Das ist keine Entwicklung, die ich so haben möchte! Das spielt nur der Angststörung und sozialen Phobie in die Hände. Ich muss unter Menschen. Muss aus meiner Comfort Zone heraus. Denn wie wichtig es ist, mich immer wieder über die aktuellen Grenzen hinaus zu fordern, sehe ich ja an der Katze: Hat mich Butzels pure Anwesenheit zu Beginn maßlos gestresst, freue ich mich jetzt jeden Abend darauf, wenn sie angelaufen kommt und es ist unglaublich erholungsfördernd, dass sie zumindest einen Teil der Nacht bei mir im Bett schläft.

Was mich zur Niedlichkeit bringt: Heute Nacht bin ich irgendwann aufgewacht und sie lag neben mir. Auf der Seite und so weit unter der Decke, dass nur Kopf und Vorderpfoten herausgeschaut haben. Also ein perfektes Spiegelbild zu mir. Das fand ich absolut entzückend. Natürlich kein Foto gemacht, weil das Telefon nachts nicht im Schlafzimmer ist.

Egal wie: Ich habe mich mit Butzel als neuen Faktor in meinem Rückzugsort nicht nur arrangiert, sondern sie aktiv integriert. Was bedeutet, dass es wichtig und richtig ist, der Angst und dem Zorn die Stirn zu bieten.

Und deshalb sollte ich auch mehr ins Gym gehen und nicht immer allein vor mich hin trainieren. Ich habe mich schon dazu durchgerungen, entgegen meines ersten Impulses, nächstes Jahr mit Waldnymphe und Erklärfaun auf einen Einladungscon zu gehen, auf dem ich nur eine Handvoll Leute kenne, da sollte es auch noch drin sein, sich den doch immer gleichen Besuchern des Gym zu stellen.

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