Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Neues aus der Kategorie „Hätt’s jetzt nicht gebraucht“

Ich nehme keine Drogen. Habe ich nie, da mein Kontrollwahn mit meiner Angststörung Hand in Hand arbeitet und jede veränderte Wahrnehmung genauso zu vermeiden ist wie eine veränderte Außenwirkung.

Aber gestern war das Aquasonic-Konzert und ich habe mich zu einem Molly überreden lassen. Weil das so perfekt zu diesem bizarren Erlebnis passen würde. Außerdem wäre ich ja in Begleitung und hätte am nächsten Tag frei, da könnte ja gar nichts passieren und es wäre ja sooooo schööön.

Haha. Ja.

Ich habe anderthalb Stunden zitternd, frierend und panisch im Bett verbracht. Reale Todesangst und so. Schlechter Trip vom Feinsten.

Zum Glück ließ die schlechte Wirkung rechtzeitig zum Konzert nach und ich konnte doch noch zum Schloss (wie so ein aufgezogenes Blechspielzeug). Das Konzert war wunderschön, sehr seltsam und trotz des Fußballspiels fast ausverkauft. Auf der Bühne standen fünf große Tanks mit allerlei seltsamem Musikgerät und drei Frauen und zwei Männer machten angenehme Geräusche. Anfangs erinnerte es mich ein bisschen an den Chor der Fische von Signor Rossi (das hier, ab Minute 17), aber es wurde schnell deutlich anders.

Und gelernt: Benjamin Franklin hat das gläserne Dönertier erfunden, Mozart hat dafür komponiert und Aquasonic spielen es unter Wasser.

Sehr beeindruckend. Ich würde mir keine CD kaufen, da das echt nur als Gesamtkunstwerk wirkt, aber dieser Abend war wirklich etwas, das bleibt.

Der Rest des Wochenendes war auch großartig. Ich habe beim Nichtgeburtstagsessen festgestellt, dass mich die Mode, in Restaurants die Gerichte auf möglichst riesigen Tellern zu servieren, sehr unbefriedigt zurücklässt. Ich habe immer das Gefühl, zu wenig gegessen zu haben, obwohl das nicht stimmt. Ob man fragen kann, ob man auch kleine Teller bekommen kann?

Jetzt trinke ich erst einmal Kaffee, um meinen Kreislauf wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen (mein Körper hat die ganze Nacht hart entgiftet, das war anstrengend), dann bringe ich das Auto zum Bremsenreparieren und dann sehe ich mal, ob ich fit genug für Sport bin.

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Ach watt, Leben!, Training

Ideen und Kleinigkeiten

Val und Finn in superbunt!

Das Training war sehr schön und sehr ergiebig. Ich fühlte mich danach großartig und gar nicht so hektisch, wie ich befürchtet hatte. Und die Schulter wird wirklich langsam aber stetig besser. Es ist natürlich peinlich, mit was für niedrigen Gewichten ich im Schulter/Arm/Brustbereich unterwegs sein darf – aber das ist ja hoffentlich nicht für immer!

Erstaunliches Erlebnis: Ich habe gerade vor mich hin die Schulter gedehnt, als eine Frau vor mir ihr Telefon auf eine der Bänke legte. Nicht bemerkenswert? Generell natürlich nicht. Aber es war ein Nokia 3310! Dieses Ding ist gerade volljährig geworden, darf also selbst wählen, statt dass auf ihm gewählt wird … Echt jetzt – dafür gibt es noch Sim-Karten? Der Vorteil ist zweifellos, dass man es nur einmal alle zwei Wochen aufladen muss. Was aber mit daran liegt, dass man damit nichts mehr tun kann! Wer außer Ärzten und Werkstätten versendet noch SMS? Oder das ist wieder so ein Hipster-Ding. Retro-Telefone. Nach Erster Weltkriegs-Bart mit Zweiter Weltkriegs-Frisur und Gründerzeit-Hosenträgern kommen nun Alt-Telefone. Vermutlich hat man dann zu hause auch einen Wählscheibenapparat mit extradickem, kurzem Kabel. Damit hätte sich Max Goldts Vorhersage komplett erfüllt. Kultureller Backlash.

Weitere Kleinigkeit. Meine „blinde, sessile Katze, die nicht springen kann“ kam heute, als ich gerade vor ihrer Futterschale in der Hocke war und herumgeworfene Trockenfutterbrocken wieder einsortiert habe, aus dem Bad geschossen und sprang mir auf die Schulter. Es war nicht unendlich elegant und sie musste sich auch stark mit den Krallen festhalten (da machste nix) aber prinzipiell war das schon sehr geplant und gezielt.

Und als Idee kam mir, was ich dem Erklärfaun zum Geburtstag (oder zu Weihnachten. Sein runder Geburtstag scheint ihn eher sauer zu machen) schenken will. Er bekommt ein Portrait von sich als Warhammer Inquisitor. Damit es auch im richtigen Stil und ordentlich gothic-opulent wird, brauche ich wohl einiges an Zeit dafür. Aber die Idee ist es mir wert. Dumm nur, dass die Kollegin C. wieder im Krankenhaus ist und wir wieder auf unbestimmte Zeit die Arbeit von drei Leuten zu zweit machen müssen und ich deshalb kreativ vermutlich schon auf der Arbeit so ausbrennen werde, dass ich privat nichts mehr auf die Kette bekomme. Hoffentlich artet das nicht wieder in Stress aus. Ach, was mache ich mir vor. Natürlich wird es das!

Oder ich sehe zu schwarz und sie ist bald wieder da und alles wird völlig glatt und harmlos seinen Gang gehen!

Nun auf in ein Wochenende mit Nichtgeburtstag-Essen im Neo (einmal im Jahr feiern wir mit den dreien aus der Villa Kunterbunt gesammelt unsere Nichtgeburtstage mit fein Essengehen. Dass nächste Woche zufällig mein echter Geburtstag ist, tut nichts zur Sache), mit Black Panther schauen und mit dem hoffentlich total abgefahrenen Aquasonic-Konzert!

Ach watt, Leben!, Training

Zoooorrrrrrrnnn!

Fight me!

Das Training gestern lief wunderbar. Ich konnte zwar nicht alles machen, was ich wollte, weil zwei Geräte von Leuten langzeitblockiert wurden und ich, wie immer, Angst davor hatte, sie darum zu bitten, doch woanders auf ihr Telefon zu starren.

Samstagmorgens ist es da viel ruhiger. Aber ich sehe jetzt Leute wieder, die ich seit ich die Kalkschulter habe, nicht mehr gesehen habe, weil sie nur unter der Woche im Gym sind. Man-Bun-Man zum Beispiel. Der arme Kerl ist unter ein Solarium gekommen und sieht jetzt aus wie ein Ledersofa. Sehr schade, der war in hell echt hübsch – aber es muss ja ihm und nicht mir gefallen. Die beiden adipösen Mädels, die immer gaaaanz langsam, gaaaanz wenige Wiederholungen mit gaaanz wenig Gewicht machen und dabei fröhlich plaudern und ihre Smartphones schwenken – sind immer noch genauso, nur etwas mehr in die Breite gegangen. Die zwei lustigen Riesenkälber von Dienstags-Eisenjungs-BFFs sind nun noch etwas aufge-beefter. Sieht toll aus, Gratulation!

Ja, Training war wirklich schön. Ich hoffe, ich kann es weiter in guter Frequenz aufrechterhalten. Es tut meiner Schulter so verdammt gut. Bewegung wäre von Anfang an das Richtige gewesen, aber der Orthopäde und sein „bloß nix machen!“ haben mich da Monate der Stagnation und der Schmerzen gekostet. Daraus gelernt: Auch wenn’s klar im Knochen ist, nicht zum Facharzt rennen. Der Hausarzt weiß es besser! Und nimmt sich mehr Zeit.

Soviel zum Spocht. Und der Posttitel bezieht sich nicht einmal auf den Orthopäden und die Telefon-Geräte-Plattsitzer. Sondern darauf, dass man als Angstpatient auch so eine ungeheure Menge Aggression hat. Man ist permanent kurz vorm Ausrasten. Zumindest ich. Es kostet so viel Mühe, nicht wegen jeder Kleinigkeit an die Decke zu gehen. Ich schaffe es wunderbar, bei Dingen, die ich ändern kann, nur kurz sauer zu sein und es dann aktiv anzugehen. Etwas tun. Genau mein Ding, um Wut abzubauen.

Aber bin ich in einer von mir nicht beeinflussbaren Situation, die nicht optimal läuft oder in der ich (Megahorror!) auf andere Leute warten muss … sehe ich rot! Langsame Menschen sind das Schlimmste.

Weshalb mein derzeitiger Dauerbluthochdruck meistens auf der Straße stattfindet. Ich fahre nicht schnell (maximal 120/130 auf der Autobahn, sonst wird mein Zwergauto zu laut) aber zügig. Ich werde nicht von Schilderbrücken verwirrt, gehe schon bei Gelb von der Bremse, damit ich bei Grün sofort losfahren kann und ich schaffe es, Angsterkrankung hin oder her, LKW-Kolonnen zu überholen, ohne auf 90 abzubremsen.

Blöderweise bekomme ich einen Maximalhals, wenn jemand vor mir das nicht hinbekommt. Und das tun leider sehr, sehr viele. Mit 70 in der Hunderterzone vor mir herwackelnde SUV-Zahnarztgattinnen, die man dank Gegenverkehr nicht überholen kann. Telefonierende BMW-Fahrer, die dann, wenn man sie überholt, plötzlich ihr Gespräch beenden und ihre hunderte von PS dazu nutzen, neben einem loszurasen. Leute, die permanent 70 fahren. Völlig egal ob in der Hunderter- oder Fünfzigerzone. Lahmärsche, die vom Umschalten der Ampel so überrascht sind, dass sie in Schockstarre verfallen. Kinder, die quer und ohne nach links oder rechts zu schauen, auf Parkplätzen herumeiern, einem mit ihrem übergroßen Mountainbike fast vor die Motorhaube kippen und deren platinblondierte Pferdegebissmutter sich daraufhin sehr abrupt daran erinnert, dass sie sich ja unglücklicherweise vermehrt hat. Leute, die im Kreisverkehr vorm Abbiegen nicht blinken und man deshalb nicht reinfahren kann …

Und das jeden einzelnen Tag. Alles Dinge, die mich so irrational wütend machen! Es staut sich auf und wird mit jedem Mal schlimmer.

Es hilft auch nicht, wenn man gesagt bekommt „Da musst Du einfach völlig gelassen bleiben“, denn das ist auf der Hilfreich-Skala direkt unter „Lach doch mal!“ zu einem Depressiven. Wenn ich gelassen bleiben könnte, würde ich genau das tun. Weil es keinen Spaß macht, ständig zornig zu sein. Und, nein – Achtsamkeits- oder Meditationsübungen haben bisher nicht geholfen.

Es ist einfach eine weitere Manifestation meiner Angsterkrankung. Angst und Wut sind sehr eng verwandt.

Nervt jedenfalls. Und es flockt ins Private aus. Ich merke, wie ich wegen Nichtigkeiten auf meine Liebsten sauer werde. Und das geht mal gar nicht!

Ach watt, Leben!

Muss ich mich wirklich mögen?

Warhammer-Geekshirt. 😊 Grimdark Chocolate! #warhammer40k #warhammer #geekwear

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Gestern hatte ich ein sehr langes Gespräch mit der Waldnymphe darüber, dass ich mich irgendwann selbst so akzeptieren können werde, wie ich bin. Kein „wenn ich erst mal X, dann …“. Sie ist fest davon überzeugt, dass das von allein kommen wird und mich gruselt diese Vorstellung. Denn das nimmt mir viel Hoffnung.

Ich muss auf Dinge hinarbeiten können. Nichts macht mich unruhiger, als nichts zum Ausgang einer Sache beitragen zu können. Machtlosigkeit.

Und die Vorstellung, mich ohne mein Zutun mögen zu können … not gonna happen! Heißt also, dass ich nie mit mir im Reinen sein werde. Ich kann nicht nichts tun und ich kann nichts tun. Schwurbeliger Hippiekack!

Da gehe ich doch lieber in die andere Richtung und tausche Hoffnungslosigkeit gegen permanenten Optimierungsdrang. Das passt mir besser.

Denn eigentlich muss ich mich nicht gut finden. Ich muss mich nicht mögen. Ich bin kein liebenswerter oder attraktiver Mensch. Ich wollte definitiv nicht mit mir befreundet sein, ich würde mich selbst die Treppe herunterwerfen. Der Erklärfaun und ich haben über „Seelentiere“ gesprochen und ich fühle mich mit meinem Opossum sehr wohl. Müll essen, Leute anfauchen, von Bäumen hängen.

(Zwischenwurf-WTF?! aus aktuellem Anlass: Wenn Werbealgorithmen so verdammt intelligent geworden sind, warum gibt mir Spotify zwischen meinen Thrashmetal/Elektro/Oi-Playlists Reklame für „den ultimativen Liebesfilm dieses Sommers“ Klinge ich, als ob ich Schmonzetten goutieren würde, Spotify??! Ich mag nicht einmal „Love actually“ und damit oute ich mich ganz schön! Aber Amazon bewirft mich ja auch unverdrossen mit Kindle-Empfehlungen, die in die „unglückliche aber tapfere Frau findet die Liebe eines eigenbrötlerischen Dreitagebartträger-Hirnchirurgen, der ein traumatisches Erlebnis hatte, dem sie mit ihrer sanften Frohnatur die Freude am Leben wiedergibt, plus behindertem Kind oder so“-Richtung gehen, obwohl meine letzten zehn Käufe allesamt Warhammer-Romane, Star Wars-Comics, Bodybuilding-Ratgeber und Fachbücher über das dreizehnte Jahrhundert in der Levante waren … So eine Doppel-X-Chromosomen-Prädisposition ist für Amazon einfach nicht zu überwinden. Frauen lieben Schnulzen. Alle. Immer.)

Zurück zum Thema. Ich muss mich wirklich nicht mögen, oder? Ich kann mich weiter endlos optimieren und damit nie ein Ziel erreichen, oder? Reicht es nicht, mit meinen Lebensumständen zufrieden zu sein (ich lebe in Mitteleuropa, ich habe praktisch in der Reinkarnationslotterie schon gewonnen!)? Das ist doch schon eine Menge. Mir geht es gut. Ich habe Menschen, die mich lieben und die ich liebe. Meine Familie ist gesund, meine Eltern fit und aktiv, mein Job saugt nur zu etwa 20% (das ist ein verdammt guter Wert!) und ich kann fast alle Dinge tun, die ich möchte. Da muss ich doch nicht auch davon überzeugt sein, eine gute Version meiner selbst zu sein. „Bodypositivity“ ist einfach nicht mein Mindset.

Oh Fuck, da ist die Werbung für den Liebesfilm dieses Sommers schon wieder … „Ich gebe Dich niemals auf …“ Och, Alte, mir wird übel …

Das Opossum zieht sich auf seinen Ast zurück und wirft mit toten Zecken (Opossums sind sehr nützliche Zeckenvernichter!).

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Tag der Teekanne

Ich habe die Monsterteekanne bekanntermaßen von Schwiegermutter1 zu Weihnachten bekommen. Das Ding lauerte lange hässlich im Schatten und ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Es irgendwo zu haben, wo man es sehen kann, stand natürlich außer Frage. Niemand mit einer Angststörung sollte befürchten müssen, sich in seiner Wohnung plötzlich Aug’ in Aug’ mit diesem Teil zu finden! Das hätte mich in meiner Therapie garantiert um Monate zurückgeworfen!

Nachdem ich aber letzte Woche erfahren hatte, dass der Erklärfaun das Teekannenproblem (er hatte auch eine bekommen) auf sehr mafiöse Art gelöst hat („Luigi schläft jetzt bei den Fischen …“), sah ich mich endlich in der Lage, Schritte zu unternehmen.

Ich tat das, was jeder gute Arbeitnehmer tut: Ich packte das Ding mit einem „Sammlerstück!“-Zettel versehen in die „zu verschenken“-Schütte im Verlag. Da ich dort meine geliebte French Press herhabe, war es an der Zeit, etwas zurück zu geben.

Drei Tage lag der Kasten dort drin. Ich hörte aus dem Foyer immer wieder entsetztes „Was ist das?!“, „DAFUQ?!“ und „Whoa!“. Aber niemand nahm sich der Teekanne an. Das hebt meine Meinung über den Geschmack meiner Kollegen zwar deutlich, half mir aber nicht weiter.

Doch dann geschah es! Und ich konnte es sogar beobachten.

Ich war gerade auf dem Weg zur Redaktion, als der Hermes-Fahrer kam und noch auf unsere Empfangsladies warten musste. Was er dazu nutzte, sich die Schütte anzusehen. Er öffnete den Teekannenkasten. Und schien angetan.

Ich schlich gaaaanz langsam, seeeeehr neugierig und uuuunglaublich leise die Treppe hoch, den Blick fest auf das Mann-Kanne-Bonding im Erdgeschoss gerichtet. Leider tat sich nichts Wesentliches, bis ich oben ankam. Dort traf ich L. und M., mit denen ich mich kurz zu Schwiegermuttergeschenken austauschte (beide hatten traurigere Geschichten zu erzählen als ich). Ich ging zur Redaktion, kam wieder und als ich wieder im Foyer anlangte, waren Hermes-Fahrer und Teekanne gemeinsam in den Sonnenuntergang geritten!

Hurra für das glückliche Paar!

Um es noch einmal deutlich zu machen: Ich mag Schwiegermutter1 sehr gerne. Sie hat dieses Geschenk von Herzen gemacht und es durch und durch gut gemeint. Es ist völlig ihr Geschmack und deshalb von ihrer Seite aus ein supertolles Weihnachtsgeschenk.

Aber ich hoffe trotzdem, dass wir „Geschenke, die man aufbrauchen kann“ etablieren können. Und zwar bevor das nächste Stück des Services den Erklärfaun und mich trifft!

Ansonsten war der gestrige Tag bis zum Schluss der befürchtete Kramtag. Alles ging langsam und war stressig. Bis auf Sport und Physiotherapie, die beide absolut großartig waren und mich schwer glücklich gemacht haben. Seit ich genug Muskeln aufgebaut habe, um beim Sport wie eine Kuh zu schwitzen, finde ich es auch gar nicht mehr so schlimm. Hat etwas sehr Archaisches, wenn man so vor sich hin tropft. Das ist vermutlich eine Einzelmeinung.

So, noch ein Arbeitstag dann Wochenende mit Warhammer-Spaziergang und Vampire-Spielen. Ich liebe Geek-Wochenenden!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Ungewöhnliche Körperzufriedenheit

Mal wieder Paintschainer. Einmal so zart und schlank sein wie Allegra …

Gestern habe ich mich vor der Physiotherapie zufällig so halb von hinten im Spiegel gesehen und festgestellt, dass die Squats, die Legpress und die Hamstring-Übungen tatsächlich etwas gebracht haben. Oder mindestens anfangen, etwas zu bringen.

Auch wenn ich der Meinung bin, mich damit eher mittel zu belasten (gerade morgens sind das ja nur Bodyweight-Squats mit zwölf-Kilo-Hanteln), ist es wohl einfach die Tatsache, dass ich es wirklich jeden einzelnen Tag tue. Plus, dass ich am Schreibtisch auch ständig so halbe Squats mache (nur auf Mitte Oberschenkelhöhe runtergehen – aber das halt mehrere tausend Mal im Laufe des Tages).

Langsam aber stetig.

Nicht, dass meine schlimmen Oberschenkel viel besser würden (scheint mir zumindest nicht so), Schwimmen gehen ist also immer noch nicht. So wage ich mich garantiert nicht in Badeklamotten in die Öffentlichkeit! Da würde vermutlich Greenpeace versuchen, mich zurück ins Meer zu rollen, Mütter würden ihre Kinder von der Straße holen und ein Held müsste sich erheben, die Bedrohung des Königreichs zu bekämpfen.

Aber der Arsch zeigt Potential. Kein Satz, den man besonders häufig benutzen kann. Ist aber wahr. Und vielleicht, vielleicht weitet sich dieser Erfolg irgendwann auch einmal auf die Thunderthighs aus.

Essenstechnisch läuft es immer noch gut. Nur mein Arbeitgeber ist mir gestern ein bisschen reingegrätscht, weil es nach dem Quartalsbericht Kuchen, Torten und Tartes von Frankfurts bester (und teuerster) Konditorei, Siesmayer, gab. Ich habe zwei halbe Stücke gegessen. Einmal Apfelkuchen und einmal Aprikosen-Tarte. Und ich bereue nichts! Sowas von großartig! Ich vermute, der Chef hat zwar den Gegenwert eines Kleinwagens für das Gebäck ausgegeben … aber, Olaf die Waldfee … das war es wert!

Vermutlich 500 Kalorien. Konnte ich wegwinken, da ich meine Sportkalorien ja nie im Plan habe.

Heute ist keine Unterbrechung meines Plans am Horizont. Also – weitermachen!

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe sind über Handkäse-Chips entsetzt

Druck

Im letzten Blogpost schrieb ich es in den Kommentaren: Ich wollte unbedingt einmal Handkäse-Chips ausprobieren. Die Rezepte klangen einfach, lecker und waren, wie bei Handkäse üblich, proteinreich. Also ein toller post-Workout-Snack. Oder auch einfach so.

Und weil ich noch eine nahezu vergessene Rolle Handkäse im Kühlschrank hatte, habe ich am Sonntag einfach mal die Hälfte davon in dünne Scheiben geschnitten, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den kalten Ofen (untere Schiene), auf 200 Grad gestellt und sobald es hochgeheizt war, nochmal 15 Minuten drinbehalten.

Das Ergebnis sah wunderschön aus. Und stark nach Lady Cassandra aus Dr. Who. Moisturize me! Da Lady Cassandra eine Kritik am Schönheits/Schlankheitswahn ist (ein bisschen wohlfeil, aber bei Dr. Who rege ich mich nicht über breite Pinselstriche auf – da gehört das so!), ist es eine feine Ironie, sie zu kalorienarmen Chips zu verarbeiten.

Was sie wohl auch fand. Denn, so schön das Zeug aussah, so grässlich hat es geschmeckt. Absolut furchtbar. Bitter, verbrannt (obwohl es nicht schwarz war! Sieht man ja im Foto. Es hat die perfekte Farbe!), einfach schrecklich. Ich habe nur ein wenig von verschiedenen Stellen probiert und den Rest sofort entsorgt. Buärgs. Nie wieder!

Aber das muss mein Fehler gewesen sein. Denn sonst würden wohl kaum so viele Leute von diesen Chips schwärmen. Ich bin absolut handkäseaffin, das kann’s also auch nicht sein. Was habe ich nur falsch gemacht? Und wenn die Chips schon verbrannt sind, wenn sie orange sind, welche Farbe sollten sie im Normalzustand haben? Weiß?

Allerdings muss ich zugeben, rein kochtechnisch an diesem Wochenende sowieso einen schwarzen Daumen gehabt zu haben. Die Kokosmehlpfannkuchen zum Mittagessen am Sonntag waren auch nur unter Protest dazu zu bewegen, sich wenden zu lassen. Und am Samstag habe ich mir beim Zubereiten eines Kichererbsensalats den Deckel der Dose in die Oberseite des rechten Zeigefingers gerammt, geblutet wie ein Schwein, mich erstmal hingesetzt und nun eine sehr dekorative Wunde einmal längs.

Aber generell war das Wochenende toll. Wir haben ge-Werwolft, gegrillt (die vegetarischen Würstchen waren okay, aber Salat und Brot mit Butter hätt’s mir wohl auch getan), den wundervoll schlechten Film „Jupiter Ascending“ geschaut (Channing Tatum ist Eyecandy, das Design war hübsch, der eine Bösewicht sah interessant aus … aber das allein reißt es leider nicht raus) und Karten für ein aufsehenerregend bizarres Unterwasserkonzert im Juli gekauft. Aquasonic. Das wird garantiert toll.

Trainingsmäßig lief es gut. Sehr, sehr warm schon morgens um neun. Ist aber nicht verwunderlich, da das Gym direkt unterm Dach eines Wellblech-Supermarkt-Baus ist und dementsprechend mit Begeisterung jede Temperaturschwankung mitnimmt. Weniger schön, war, dass Nicht-Hygiene-Opa (das ist der, der trotz ständiger Aufforderung gern mal „vergisst“ Geräte nach Benutzung abzuwischen. Im Gegensatz zu Hygiene-Opa, der alles dreimal abwischt), sich beim Row vor mich drängeln wollte. Aber ich bin größer und stärker als er! Nein, das war’s nicht. Aber ich habe ihm freundlich gesagt, dass ich nur drei Sätze Kraftausdauer mache, das dauert ja nicht lange. Er wirkte trotzdem unglücklich. Und allein, dass ich das hier aufschreibe, zeigt schon, wie sehr mich dieser Vorfall gestresst hat. Verdammte soziale Angststörung. Der Opa hat das garantiert schon wieder vergessen und mich macht es jetzt noch hibbelig.

Außerdem habe ich mich bei der Legpress wohl übernommen, da mir gestern Nacht einfach so fast die linke Kniescheibe verrutscht ist! War ein sehr seltsames Gefühl und ich bin heute Morgen nicht einmal mehr sicher, ob ich den Vorfall nicht geträumt habe. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an. Die Squats heute Morgen liefen dennoch problemlos. Ich beobachte das mal weiter mit Argusaugen.

Und, ganz wichtig, bitte die Petition gegen Artikel 13 unterschreiben, oder das Internet, wie wir es kennen, wird nicht mehr existieren. Es wird an die Konzerne fallen und durch eine Orwell’sche Dystopie ersetzt werden.

Zitat:

Die Umsetzung des 13. Artikels hat eine komplette Echtzeitfilterung der Inhalte, die künftig im Netz hochgeladen werden, zur Folge. Letztlich bedeutet das: Jedes Datenpaket wird in Zukunft von einem potentiell fehleranfälligen Algorithmus automatisiert geprüft werden. Dies ist vergleichbar mit dem fehlerhaften Algorithmus von YouTube, bei dem häufig auch fälschlicherweise Inhalte gelöscht werden, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind.

Das kann niemand wollen, der privat oder beruflich Texte und Bilder ins Netz stellt.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training, Weniger

Nach hinten-unten

Wunder der Technik. Oder so …

Die letzte Physiotherapiestunde hat mir glaube ich bisher am Meisten gebracht. Oder es war die Summe der vorherigen Stunden. Aber besonders hilfreich schienen mir tatsächlich die Übungen und Erklärungen zu meiner Haltung. Und natürlich das „Ihre Schulterblätter heben sich zu sehr ab. Sie sollten immer darauf achten, ihre Schultern nach hinten-unten zu ziehen.“

Was tatsächlich angenehm ist. Aufgerichtet lebt es sich leichter, besonders mit einer Kalkschulter, die in mehr Umgebungsmuskeln eingebettet werden möchte.

Kommt einem nur lebenslange Konditionierung quer. Ich möchte meine Schultern nicht nach hinten-unten ziehen, da das meine Brüste betont. Und ich konnte meine Sanduhrfigur noch nie leiden. Ich wollte schon immer ein körperlich möglichst neutrales Wesen sein. Als das dank Pubertät nicht mehr klappte, war wohl unbewusst das „neutralfressen“ eine Lösung. Ich möchte bittesehr von niemandem in sexueller Hinsicht wahrgenommen werden. Und wenn man fett ist, ist man automatisch neutral, weil einen 95% der Bevölkerung nicht attraktiv finden.

Diese Lösung war’s dann bekanntermaßen doch nicht und schon damals hat es nur begrenzt geholfen, weil ich immer (zu) große Brüste hatte, völlig unabhängig vom BMI. Die mussten dann auch zusätzlich noch versteckt werden. Meine Lösung zu dicken Zeiten waren Schlabbershirts. Mache ich jetzt nicht mehr, weil ich eine andere Ästhetik für mich gefunden habe. Aber die Konditionierung bleibt: Bloß nicht „Brust raus“, was sich aber leider automatisch ergibt, wenn man die Schultern nach hinten-unten zieht.

Weshalb ich jetzt alle paar Minuten aufschrecke und meine Haltung korrigiere.

Themensprung. Über diesem Post sieht man den Grund, warum mein Job vermutlich nicht so bald von Maschinen übernommen werden wird. Ich habe eine Seite gefunden, die Lineart automatisch koloriert (Danke an das Internetisbeautiful-Subreddit!). Und selbst mit Farbvorgaben hat das eher etwas vom Fingerfarbenmaltag im Kindergarten. Aber ich finde es trotzdem faszinierend. Hier zum Vergleich meine händische Kolorierung.

Die Seite hat mehrere Modi, mit denen man spielen kann und läuft sehr flott. So ein kleines Bällchenbad, in dem man seinen Grafiker abgeben kann. Da plantscht er/sie dann fröhlich herum, lacht sich schlapp und stört nicht beim Einkaufen.

Ach watt, Leben!, Ernährung

Die schlechte alte Zeit, das Fleisch und die emotionale Achterbahn

Catcontent am faulen Sonntag. #catcontent #torbie #tortoiseshellcat

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Wenn man depressions/angstkrank ist, muss nichts eine Ursache haben. Man hätte es gerne. Man wünscht sich klare Ereignisse, die klare Folgen haben – aber so einfach ist es leider nicht. Alles kann zu Allem führen, was diese Art des Wahnsinns (ich darf mich wahnsinnig oder verrückt nennen. Es hilft mir, mich zu distanzieren) noch schwerer zu ertragen macht. Was gestern Quell von Freude war, ist heute maximal noch „meh“, schlimmstenfalls löst es sogar Angst aus. Nichts ist sicher. Panta Rei in seiner schrecklichsten Form.

Seit Sonntag fahre ich wieder ins Tal. Permanente Unruhe, permanentes schlechtes Gefühl. Und natürlich: Angst vor Allem. Wenn auch diesmal zum Glück nicht beim Autofahren. Ich wage nicht zu hoffen, dass ich mich vor der Angst auf der Straße mit der Sportwagen-Therapie dauerhaft bewahren kann, aber derzeit zumindest funktioniert es.

Dafür ist alles andere grauenhaft.

Und dabei war der Samstag noch so erfolgreich! Ich bin um halb acht aufgestanden und musste feststellen, dass mein Router über Nacht gestorben war. Das gute alte Ding. Für mich eines der Horrorszenarien schlechthin. Ich kann ohne Kühlschrank, Heizung, Ofen und möglicherweise auch fließendes Wasser leben – aber nicht ohne Internet. Mein Kopf spielte sofort den „letztes Mal, als der Router kaputt war, dauerte es eine Woche, bis du wieder Netz hattest!“-Film ab und mir brach der Schweiß aus – beim letzten Mal hatte ich ja noch nichtmal Netflix, Voice over IP und Amazon Prime, war also deutlich weniger abhängig als jetzt. Wie immer hatte ich auch noch sämtliche Zugangsdaten verloren, so dass ich auch noch mit dem Servicetelefon der Telekom herumzackern musste. Ganz davon ab, dass mein Festnetz natürlich auch ohne Router nicht lief und mein Handy völlig leer war, weshalb ich mit einem an der kurzen Ladestrippe hängenden Telefon unterwegs war. Kopf schön schief halten und so.

Schlimmstmögliche Situation also. Und trotzdem habe ich sie völlig souverän bewältigt, worauf ich sehr, sehr stolz bin. Ich habe bei der Telekom angerufen und neue Zugangsdaten beantragt, die mir per verschlüsseltem PDF geschickt werden sollten. Und selbst als sie nicht im angekündigten 15-Minuten-Fenster eintrafen, blieb ich ruhig. Ich habe mein Handy weiter aufladen lassen und bin erstmal ins Gym gegangen, wie ich es geplant hatte (ohne Telefon ins Gym!). Als ich anderthalb Stunden und einen eher mittelguten Legday später wieder nach Hause kam, waren die Daten da. Ich war brav und habe sie mir diesmal gut aufbewahrt. Dann zog ich los und holte einen neuen Router. Schloss ihn an, gab die Daten ein und hatte drei Stunden nach Feststellung des Routertodes wieder Netz. Noch kurz allen Peripheriegeräten das neue WLAN vorgestellt und fertig war die Laube.

Es lief also optimal und hat mich trotzdem maximal geschlaucht. Mein Essverhalten war für dieses Wochenende jedenfalls am Arsch. Ich habe sehr stark überzogen und muss sehen, dass ich es unter der Woche wieder heraushole. Ärgerlich und addiert zu Schuld und Angst.

Außerdem habe ich das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit wieder Fleisch gegessen. Ich habe ja bekanntermaßen keine Hemmungen, totes Tier zu konsumieren, glaube an die Spitzenposition des Menschen in der Food Chain (wir sind der Alpha Predator! Haben uns hart genug dafür das Hirn wachsen lassen und den aufrechten Gang entwickelt!), möchte aber bittesehr, dass das, was ich esse, ein maximal artgerechtes Leben hatte. Was Fleisch eben zu einer „einmal alle paar Jahre“-Sache macht, weil ich mein Geld lieber für gutes Gemüse ausgebe. Aber Freitag und Samstag gab es lokal erzeugtes und lokal geschlachtetes Weidefleisch. Und da ich außer Flammkuchen keine vegetarische Alternative hatte (ich mag Flammkuchen generell ja, aber da sprach mich keiner an. Letztes Jahr hatten sie noch einen Ziegenkäse-Feigen-Flammkuchen, diesmal nur noch so eine Art Pizzaflammkuchen), wurde es eben ein Fleischgericht.

Und, tja, was soll ich sagen … mein Körper verträgt Fleisch nicht mehr besonders gut, scheint mir. Ich fühlte mich die beiden Tage schlapp, gereizt und voll. Und das Rumpsteak war noch nichtmal so arg lecker. Da hatte ich schon deutlich besseres. Hätte ich mal lieber nur Beilagengemüse gegessen.

Fazit daraus: Fleisch nur noch, wenn J1 bei seinem Metzger kauft und für uns grillt. Das ist nämlich die echte Offenbarung. Alles andere lohnt nicht. Gemüse, Obst, Nüsse, Milchprodukte, Eier. Das vertrage ich. Das tut mir gut.

Und, wer weiß – vielleicht hat das Fleisch auch irgendwie zu diesem neuen Depressionsschub beigetragen. Keine Ahnung. Kann ja sein, oder?

Ach watt, Leben!, Training

Heilung ganz ohne Zuckerkugeln

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Sobald es fertig koloriert ist, kommen noch bunte Einhörner dazu!

Nichts gegen Zuckerkugeln! Die sind lecker. Und als ich mir das Knie geprellt hatte, in dem ich gestolpert bin und mir eine Marmortreppenstufe direkt unter die Patella gerammt habe, waren mir die homöopathischen Schmerzmittel, die mir eine Kollegin anbot, auch ein großer Trost. Nicht, dass sie geholfen hätten, aber etwas Süßes, wenn man sich vor Schmerzen krümmt, ist immer gut.

Egal. Heute kein Homöopathiebashing. Erstens ist es zu einfach und zweitens kann einem jede Biene bestätigen, dass Wasser und Zucker eine feine Sache sind.

Mein Thema diesmal ist aber richtige Medizin. So Tabletten mit schlimmer Chemie drin. Die recht zuverlässig verhindern, dass ich mich depressiv im Bett festliege oder gleich mit dem Auto vor den Baum fahre. Ein Hurra dafür. Aber so gern ich das Zeug mag und so gut es mich die letzten Wochen hat funktionieren lassen … ich bin unendlich froh, dass ich seit einer Woche komplett ohne Mittelchen schlafe und nun auch seit drei Tagen tablettenfrei Auto fahre! Ja, ich bin sogar „die Maschin“ am Samstag ganz ohne Beruhigungsmittel angegangen!

Und das war auch der Durchbruch. Seitdem geht’s mir gut. Wirklich gut. Noch nicht perfekt. Gestern hat mich eine Brücke, unter der ich jeden Tag zweimal durchfahre, wieder übel erschreckt. Aber das war marginal und nur ganz kurz. Direkt mit meiner üblichen Selbstanschrei-Methode wieder im Griff.

Man kann also sagen: Daimler heilt. Dieselgate hin oder her – gebt Angstpatienten einen Sportwagen zu fahren und alles wird gut. Völlig absurd, hat aber in meinem speziellen Fall tatsächlich funktioniert. Es brauchte keine weitere sackenteure Medizin, eine Runde fünfhundert Pferdchen und ich war auf dem richtigen Weg. Wobei „die Maschin“ zugegebenermaßen schon ein … wenig teurer ist als eine Anstaltspackung Lorazepam.

Ich vereinfache gnadenlos. Und bin zu optimistisch. Aber der Depressions-Rollercoaster ist grade ganz oben im Looping, da ist das natürlich.

Mein Fernziel ist und bleibt der Ausgleich. Keine schwarzen Täler, keine grellen Höhen. Mittelweg. Wie ihn die ganz große Mehrheit der Bevölkerung jeden Tag genießt.

Einerseits Sehnsuchtsort, andererseits habe ich Angst davor, das kreative Potential der Höhen zu verlieren. Mir kann man’s echt nicht recht machen!

Anderes Thema. Vom Seelenwehwehchen zur Kalkschulter. Heute gibt’s wieder Physiotherapie. Der Schmerz der letzten Session ist endlich abgeklungen und ich muss mal nachfragen, ob das so beabsichtigt war. Also, dass es schlechter wird. Kann ja durchaus sein, dass man den Körper erstmal nachhaltig verärgern muss, bevor er eine Heilung angeht. Was weiß ich, ich bin kein Experte!

Je nach Dauer und Intensität der Session werde ich noch Training anhängen. Meine neuen Schulterübungen. So richtig voll durch. Ich habe die vage Hoffnung, auch mit Kraftausdauer ein wenig der Definition im Oberarmbereich zurück zu bekommen. Sehr vage.