Ach watt, Leben!

Die schärfsten Kritiker der Elche … Oder: Bodyimage und Chili

Maelstrom of time
Gestern war ich im Prollo-Kaufland, um mir gefrorene Bohnen (danke, Mrs. Flummi!), Handkäse und grünen Tee zu kaufen (typischer Einkauf der Champions. Oder so). Und dabei fiel mir meine missgünstige Grundhaltung auf. Früher waren mir dicke Menschen völlig egal. Habe ich gar nicht wahrgenommen. Grundrauschen beim Rausgehen. Völlig normal. Heute vergleiche ich. Und zwar nicht „bin ich auch so dick?“, sondern „war ich auch so dick?“. Es ist, als würde mir das Bild meines früheren Körpers langsam entgleiten und ich würde eine Art nickligen Eifer entwickeln, mir das ehemalige Desaster immer wieder vor Augen zu führen. So etwas kann nicht besonders gesund sein. Dass es den anderen Leuten gegenüber low key-gemein ist, kommt hinzu. Wobei ich es ja niemandem sage. „Guten Tag, mein Name ist MME Graphisme, ich war auch mal so dick wie Sie. Oder fast. Oder etwas mehr. Ich bin unsicher. Wie viel wiegen Sie?“. Aber gut für Seelenhygiene und Karma ist es nicht.

Ich muss an meinem Bodyimage arbeiten. Sollte ich sowieso, nachdem ich so sehr über „coming out as fat“ gezürnt habe. Der neueste Schwachsinn, mit dem sich die Fat Activists bei den Oppression Olympics bessere Startplätze sichern möchten. „Seht her, wir sind so schlimm dran wie die queere Community! Aber wir sind mutig und outen uns jetzt als fett!“. Alter … „coming out“ beinhaltet doch schon, dass man das erstens jemand anderem gegenüber tut und es zweitens etwas ist, das vorher nur innerlich war. Und ich kann’s mir auch lebhaft vorstellen. Ist bestimmt so schwierig wie für G., der seinem hochaggressiven Vater als Teenager gestand, schwul zu sein. Oder als ich meine Freundin zum Geburtstag meiner Mutter mitbrachte. Oder als H. ihren Job beim Bund verlor, weil sie trans ist (mittlerweile ist das ja besser geworden. Zum Glück!). Aber klar – „Mutti, ich habe etwas Wichtiges zu sagen: Ich bin fett!“ spielt sicher in der gleichen Liga. Besonders, weil man in vielen Ländern ja auch noch dafür verfolgt wird und in Russland als Übergewichtiger keinen Führerschein machen darf, weil das als Geisteskrankheit gilt. Äh. Nicht.

Es ist wirklich wie überall – die Extremisten sind am sichtbarsten und schaden der Sache am Meisten. Und ich als Ciswhite Ablebodied Shitlord gehe jetzt besser meine Privilegien checken, ne?

Aber ich sollte vor der eigenen Tür kehren und erstmal daran arbeiten, mit mir selbst zurecht zu kommen. Das ist Arbeit genug, bei meiner ganzen Paranoia bezüglich Nahrung und Bewegung! Für’s Wochenende habe ich mir wieder viel von Beidem vorgenommen. Wieder ein Eis für mich, dafür dann die gestern, heute und morgen gesparten Kalorien (werden etwa tausend zusammenkommen) plus einer Radtour in die große Stadt (ungefähr 500 Kalorien) und alles ist gut. Richtig trainieren kann ich immer noch nicht, da die Erkältung sich hinzieht. Das nervt. Ohne Sport werde ich grantig, ungesellig und nach und nach immer unausstehlicher (Nein! – Doch! – Oh!)

Und dann die Sache mit dem Chili … Ich glaube, ich werde das Ganze mit 500 Gramm passierten Tomaten und 300 Gramm Zucchini strecken und auf zweimal essen. Das sind dann knapp 500 Kalorien pro Portion. Zwar immer noch etwa 50 mehr, als ein „normales“ Abendessen, aber das ist verkraftbar. Hey – Chili!

Zählt definitiv für die Culinary Diversity-Wölfe.

Was auch zählen könnte ist mein Grüner-Tee-Experiment. Statt meines Kaffeedarstellers habe ich mir heute den allenthalben schwer gelobten grünen Tee mit in die Firma genommen. Wie im Internet gelesen zweieinhalb Minuten ziehen lassen, damit er anregend wirkt (scheint zu klappen) und meine übliche Menge an Flavour, Mandelmilch und Süßstoff reingekippt. Und ich gebe zu … ich habe das mit den Bitterstoffen überschätzt. Verträgt durchaus etwas weniger Süße. Dass ich so etwas mal sagen würde! Vermutlich tötet all’ das Stevia sowieso jeden positiven Effekt des Tees. Lernkurve huuuiii!

Langsam wird’s wieder besser

Alicorn

… zumindest was die Erkältung angeht. Der Husten und die Rotzerei wird mich zwar noch einige Zeit begleiten, aber da ich noch zwei Tage Fenchelgemüse vor mir habe, ist ein verminderter Geschmackssinn eine tolle Sache! Ja, irgendwie war es tatsächlich keine sooooo gute Idee. Für nächste Woche sollte ich mir etwas vornehmen, das ich kenne, schätze und schon lange nicht mehr hatte. Spontan würde mir da Chili Sin Carne einfallen. Ist aber echt energiedicht, auch wenn ich Shiratakireis nehme. Ich rechne das mal zusammen …

  • 200 Gramm Tofuhack – 240 Kalorien
  • 1 Dose Kidneybohnen – 187 Kalorien
  • 1 Dose Mais – 219 Kalorien
  • 150 Gramm Paprika – 50 Kalorien
  • 100 Gramm Zwiebeln – 33 Kalorien
  • 5 Gramm Kokosöl – 45 Kalorien
  • 200 Gramm Shiratakireis – 20 Kalorien

Macht zusammen … 794 Kalorien. What the everloving fuck! Nope, diese Idee ist hiermit wieder gestorben. Ich gebe nicht mein halbes Tagesbudget für eine Mahlzeit aus. Gut, ich esse auch nur zweimal am Tag. Aber trotzdem – dafür dann keinen Platz mehr für einen Sojajoghurt mit Beeren als Nachtisch zu haben wäre albern. Wenn ich den Mais durch Zucchini und Tomaten ersetzen würde, ginge das Ganze vermutlich sogar (644 Kalorien). Aber mal im Ernst – Chili ohne Mais? Da kann ich’s auch bleiben lassen! Ärgerlich, sehr ärgerlich.

Mal sehen. Vielleicht spare ich mir ja nächste Woche dann doch etwas dafür an. Aber andererseits möchte ich da lieber für das Grillen bei J1 horten, das für übernächsten Samstag geplant ist. Kräuterbutterciabatta schlägt Chili. Ach, warum ist die Haltephase nur so schwierig? Warum fällt es anderen Leuten so leicht, intuitiv ihr Gewicht zu halten, während ich wie blöde herumrechnen und mir tausend Dinge verkneifen muss?

Ja, Leben ist nicht fair. Vor allem nicht, wenn man eine ziemlich kleine Frau mit einem dementsprechend kleinen Umsatz ist. Aber ich hab’ doch jetzt Muskeln … und ich trainiere … und ich ernähre mich bewusst … kann ich nun nicht langsam mal im intuitiv-Essen-ohne-wieder-zuzunehmen-Land ankommen?

Naja, vermutlich nicht. Ich bezahle dafür, mich fett gefressen zu haben (ja, ganz allein meine Verantwortung. Keine mystische genetische Veranlagung. PCOS und Schilddrüse haben damit gar nichts zu tun und man kann auch bequem mit gutem, vegetarischem Clean Eating dick werden), indem ich nun für den Rest meines Lebens kämpfen muss, dünn und gesund zu bleiben. Aber das ist es natürlich wert. Blutdruck, Gelenke, Hormone und ausbleibende Diabetes danken es mir. Trotzdem doof.

Ansonsten bin ich low-key zufrieden. Und das ist eigentlich genau der Zustand, den ich anstrebe. Ich kann wieder ohne Einschränkungen Fahrrad fahren (Hurra für Kniegenesung!), möchte mir deshalb zur Selbstkontrolle einen Fahrradtacho anschaffen. Ich freue mich darauf, ab ungefähr Samstag oder Sonntag wieder ins Training einsteigen zu dürfen (wenn mir nicht wieder jemand eine bizarre Kränk aufhängt! Der Erklärfaun sammelt schon Namen. Tracheenterrorismus ist bisher mein Favorit). Und in Sachen Hobbies wurstle ich in Second Life, weil mir nach Kreativität ist. Deshalb auch die vielen Fantasybilder über den Blogbeiträgen in letzter Zeit.

In TESO haben die Js und ich milde Erfolgserlebnisse. Mein persönliches Highlight war unser erster Versuch beim dritten Boss des neuen Dungeons (ab 12:38). Die drei Js haben nicht schnell genug geschaltet und wurden von überlappenden AoE-Effekten instant geröstet (da hat mich SWTOR gut genug gedrillt. Ich bleibe nie stehen, wenn alle Circles-of-ganz-schlimm-Aua unter sich haben). War klar, dass ich bei 75% Boss-Health als Tank den Kampf nicht positiv beenden konnte. Aber ich wollte sehen, wie weit ich komme. Die Antwort auf diese Frage war: Sehr weit! Ich habe auf meinen Damage-Bar gewechselt, irgendwann die Werwolf-Ulti gezündet und dann den Boss durch zwei weitere Phasen runtergefräst, bevor es irgendwann zu viele Geisteradds wurden.

Es war sehr, sehr motivierend, wie die drei Js mich über Discord angefeuert haben. Hat Spaß gemacht! Und im zweiten Versuch haben wir den Boss auch problemlos geschafft. Genau wie den Rest des Dungeons.

Trotzdem brauche ich demnächst wohl mal eine Alternative zu TESO. Daran habe ich mich derzeit etwas satt gesehen. Und immer nur Second Life reicht nicht. SWTOR ist leider auch töter als der Dodo. Ich denke darüber nach, mir die aktuelle WoW-Erweiterung zu holen. Aber das mag reine Nostalgie sein! Conan Exiles ist mir die dreißig Euro nicht wert, glaube ich. Und bei Star Citizen bleibt die Problematik, dass ich keine First-Person-Spiele mag.

Ach, wird sich schon etwas finden!

Stiftung Fencheltest

The realms behind shadow and stars
Viel geschmeckt habe ich dank der weiterhin bestehenden Erkältung nicht. Aber das, was ich geschmeckt habe war maximal okay-ish. Also gilt auch heute noch: Fenchel und ich werden keine besten Freunde. Die intensiv-ätherische Note kann ich schon bei Kräuterbonbons nicht leiden.

Aber zum Glück gab es noch genug anderes Gemüse, das zwar einiges dieses Aromas mitgenommen hatte, aber dennoch lecker wie immer war. Vom Handkäse gar nicht zu reden.

Außerdem hatte ich als Sättigungsbeilage 200 Gramm Shiratakinudeln am Start. Gekauft im mir bisher unbekannten, von Voller Napf empfohlenen Asia Markt im Industriegebiet. Ein winziger, vollgerümpelter Laden mit allem, was das Herz begehrt. Ich konnte meine Garam Masala- und Tandoorigewürz-Vorräte auffüllen, ohne die Apothekenpreise des Hipster-Rewe zahlen zu müssen (dass Prollo-Kaufland als Maximum der Exotik Currypulver und Gulaschgewürz führt, ist vermutlich wenig überraschend). Und eine größere Auswahl von Shiratakinudeln und -reis. Zwar nicht viel billiger als beim Real, dafür aber direkter verfügbar weil am Ort.

Außerdem gibt es dort neben eingedostem Gemüse der unterschiedlichsten Seltsamkeitsstufen, Reis in Großverbrauchersäcken, Räucherstäbchen/hütchen/pulver/whatever, dubiose Süßigkeiten, Geschirr (sehr hübsch, mal sehen, ob ich mir ein paar Schalen zulege), die verpflichtende kitschige Deko und Mochi in den bizarrsten Geschmacksrichtungen. Ich mag keine Mochi. Normalerweise. Aber ich glaube für diese Varianten werde ich einmal eine Versuchsreihe starten. Und Mochi sind ja nun im Vergleich zu anderen Süßwaren auch recht zahm, was die Energiedichte angeht. Das Internet spuckt mir hier zwar um ein Drittel höhere Werte aus, als die Packungsangaben – aber trotzdem noch stemmbar.

Immer noch kein Training möglich. Ich schleimrolle meinen Nacken und mache Spaziergänge, um meinen Körper bei der Genesung zu unterstützen. Kranksein saugt.

‚murica!

Der Arzt bekommt nun doch seinen Willen. Er hat gemeint, ich solle bitte zwei Wochen Sportpause (insbesondere vom Krafttraining) machen, damit die Entzündung der Sehne in der Schulter ganz abklingen könnte. Ich dachte „Ja, ja“ und war wild entschlossen, beim ersten Anzeichen von „es geht mir besser“ wieder anzufangen, zu trainieren.

Vorgestern wäre es soweit gewesen.

Wenn … ja wenn mir nicht der Chef eine fette Sommergrippe aufgehängt hätte. Latschte niesend mit „ich bin wohl auf was allergisch“ in unserem Büro herum.

Jetzt habe ich Hals- und Ohrenschmerzen und die Nase sitzt zu. Aber meine Schulter bekommt wenigstens Ruhe. Denn zu mehr als langsamem, zombiehaften Schlurfen bin ich nicht in der Lage.

Der Schulter tut es erstaunlicherweise wirklich total gut. So schmerzfrei war ich seit einem Jahr nicht mehr! Man sollte fast meinen, so ein Arzt versteht etwas von den Zusammenhängen im Körper!

Aber die Waldnymphe habe ich gestern besucht. Weil sie nach zwei Wochen Urlaub bei ihrer Tante in Georgia wieder auf heimischem Boden gelandet ist. Ich habe einen Sack voll seltene (für unsere Verhältnisse) Süßigkeiten mitgebracht bekommen, die ich mir nach und nach reinhauen werde.

Und sie hat berichtet, dass im Süden der USA tatsächlich zwei Drittel aller Menschen mindestens übergewichtig, meistenteils aber adipös sind. Und dass es ihrer Meinung nach zwei Faktoren sind: Dort ist Fastfood tatsächlich einfacher und billiger zu bekommen als unverarbeitete Lebensmittel (klar, man kann auch einfach Fastfood unter Bedarf essen und abnehmen … aber ohne lang sättigende Proteine stelle ich mir das sehr quälend vor) und man kann kaum Sport machen. Wohnt man nicht in der Stadt, gibt es keine Feldwege und die Straßen entlangzujoggen ist wegen der Autofahrer und freilaufender Hunde lebensgefährlich. Bliebe noch Bodyweight in den eigenen vier Wänden. Aber das allein ist natürlich auch nicht so toll. Und im Fernsehen gibt es drei Sorten Werbung: Für Anwälte, Medikamente und Futter.

Von daher – es ist einfach, sich lustig zu machen. Aber man sollte mal eine Meile in den Schuhen dieser Leute laufen.

Ich mache mir nun Übelkeit mit Süßigkeiten, dann bin ich wieder für eine ganze Weile geheilt.

Und hoffe, dass diese blöde Erkältung schnell wieder verschwindet, so lange das Wetter für Jogging noch so fein ist. Der diesjährige Sommer glänzt dahingehend eher mit Unberechenbarkeit.

Spannung und Abenteuer

Oberon - Stella Splendens

Tage ohne Sport – verbringe ich in virtuellen Welten.

Einerseits kam ich heute Morgen in den Verlag und fand das lange erwartete Cintiq auf meinem Platz (es kommt mir etwas kleiner vor, als ich es erwartet hatte. Der Erklärfaun meinte philosophisch „Ist das nicht immer so im Leben?“), andererseits ist mein Thermo-Kaffeebecher ein bisschen in meiner Tasche ausgelaufen. Was wiederum nicht ganz so schlimm ist, weil die aus LKW-Plane, Sicherheitsgurten und Fahrradreifen besteht und deshalb absolut abwaschbar in jeder Hinsicht ist. Auf jeden Fall der Auftakt eines Tages, der viel Überraschendes verspricht.

Außerdem ungewohnt: Der Erklärfaun und ich werden unter der Woche zusammen abendessen. Tun wir sonst nie. Also, zusammen. Abendessen an sich wollen wir schon jeden Tag. Und immer noch ungewohnt: Auch heute kein Sport. Das wird aber der letzte Tag. Morgen habe ich vor, wieder zu Joggen. Noch kein Bodyweight oder Hanteltraining aber immerhin laufen gehen.

Ich merke, wie die erzwungene Bewegungsarmut mir in mehrerlei Hinsicht schadet. Ich fühle mich rastlos und völlig aus der Spur, so als sei jeder Tag irgendwie um ein paar Grad zur Realität versetzt. Außerdem trinke ich zu wenig und schlafe deshalb (und wegen der fehlenden Bewegung natürlich) schlecht. Gar nicht zu reden davon, dass ich schwarze Gedanken bekomme, denen ich mit Sport in letzter Zeit so mühelos davonlaufen konnte.

Es wird also wirklich Zeit, wieder in meiner Normalität anzukommen. Und die beinhaltet seit einem Jahr eben Sport. Muss sein. Möchte ich so. Um mich körperlich und seelisch wohl zu fühlen. Ganz zu fühlen. Bei mir zu sein.

Erstaunlich, wie viel therapeutische Wirkung Laufen und Kraftsport entfalten kann. Wobei die Pause die letzten Tage schon notwendig war. Ich habe mir jeden Tag die Nackenmuskulatur mit der Schleimrolle bearbeitet, um meiner Schulter etwas zu helfen und das hat tatsächlich etwas gebracht. Der Kalkeinschluss sorgt zwar immer noch dafür, dass ich bei bestimmten Bewegungen einen Schmerz wie leichten Muskelkater habe – aber das wird jetzt eben so bleiben. Damit komme ich klar. Weil ich weiß, was es ist. Und weil ich jetzt auch weiß, wann das Ganze so bedrohliche Ausmaße annimmt, dass ich eine Pause einlegen muss. Es ist wichtig, seine Grenzen zu verstehen und zu testen.

Mit dem Knie bin ich mir noch etwas unschlüssig. Ob es wirklich schon wieder voll einsatzfähig ist. Ich mache weiterhin meine Übungen zur Kräftigung der Stützmuskulatur, werde aber trotzdem morgen die Orthese zum Joggen noch einmal tragen. Im Alltag bin ich schon wieder ohne sie unterwegs und das Knie knackt gar nicht mehr. Finde ich gut!

Jetzt auf in den Tag und sehen, was er mir so bringt. Hoffentlich Zeit, mit dem Cintiq die Otter-Illustration zu bearbeiten.

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil drei: Grüne Bohnen

Druck

Na gut, Grüne Bohnen sind nun nicht der Seltenheitskracher schlechthin. Aber in dieser Rubrik geht es ja auch eher darum, Dinge zu probieren/mal wieder zu kochen, die sich außerhalb meines kulinarischen Trottes bewegen. Und das war bei beiden Komponenten gegeben: Grüne Bohnen mache ich selten, weil mir die Putzerei so öde ist und die Tofu-Hackbällchen vom Aldi hatte ich vorher noch gar nie probiert, da sie doch recht kaloriendicht sind – fast hundertachtzig Kalorien pro hundert Gramm ist für Tofu schon eine Hausnummer.

Grüne Bohnen aus dem Ofen mit Tofubollen. Sehr lecker. #vegane #todayiate

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Aber gestern passten sie gut ins Budget. Und sättigten dann auch noch so stark, dass ich auf meinen Sojajoghurt-Nachtisch verzichtet und damit mal wieder gespart habe.

Fazit: Grüne Bohnen esse ich sehr, sehr gern. Werde ich aber weiterhin selten machen. Denn eine Viertelstunde herumstehen und putzen ist für das ADHS-Einhörnchen gar zu stressig. Die Hackbällchen werde ich öfter ins Auge fassen, die waren sehr gut und wurden im Ofen mit etwas Kokosöl auch schmackhaft-knusprig. Ich kann sie ja mit Gurkensalat kombinieren, der fängt die Kalorien problemlos wieder ein.

Heute wird ein arbeitsreicher Tag, obwohl ich mir freigenommen habe. Gleich bringe ich mein Auto weg, auf dass es eine neue, steinschlagfreie Windschutzscheibe und eine Inspektion bekommen möge. Laufe auf dem Rückweg beim Prollo-Kaufland vorbei, da mir SpüMa-Tabs und Speisesalz ausgegangen sind (immer mit dem teuren Räuchersalz salzen kann´s auf Dauer nicht sein. Passte zu Ofenbohnen und Bällchen aber prima). Dann gibt´s eine Sortiersession im Arbeitszimmer, um mich und mein Pseudo-Chaos (es ist kein Chaos, aber als Minimalistin kommt es mir so vor. Drei Stapel Papier im ganzen Schrank! Ich bin ein Messie!) auf den bevorstehenden Umbau des Arbeitszimmers zum Arbeits-und-Bodyweight-Workout-Zimmer vorzubereiten. Und dann noch mealpreppen für den Rest der Woche. Kürbis, Spitzkohl, Zucchini, Spitzpaprika. Plus täglich wechselnde Tofusorten.

Ja, viel zu tun. Auf geht´s!

 

Man muss es nur als Herausforderung sehen …

Scribble für ein T-Shirt-Motiv. #shirtdesign #Otter #scribble

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… und schon bekommt man es hin, auch mal keinen Sport zu machen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich das früher ganz ohne Anreiz wochenlang geschafft hätte – aber jetzt ist jetzt und jetzt ist es mir unangenehm, wenn ich mich zu wenig bewege.

Aber ich merke, dass es mir gut tut. Und das ist doch eine prima Challenge: „Wetten, dass ich es schaffe, noch einen Tag durchzuhalten, bis auch das seltsame Gefühl im Knie weg ist?“

Jedenfalls ist das Maximale, was ich tue, kleine Bodyweightübungen zur Stärkung der seitlichen Stützmuskulatur des Knies zu machen, die meine Mutter mir gezeigt hat. Die Frau ist Übungsleiterin, macht jedes Jahr Weiterbildungen, ist auf Reha spezialisiert (zwar Sport nach Krebs aber ich vermute, da gibt es schon Überlappungen) und sollte mir deshalb sinnvolle Dinge vermitteln können.

Wäre doch gelacht, wenn mir eine Stärkung dieser Muskeln nicht auch beim Kraftsport und beim laufen nützlich sein könnten!

Gestern habe ich auch nicht viel getan. Ich bin zu IKEA (man applaudiere der sozial Angsgestörten, dass sie sich in die Menschenmassen geworfen hat! Tatsächlich war es sehr, sehr anstrengend aber ich hatte nur ein paar Minuten einen leichten Angstanfall im Parkhaus und den habe ich gut in den Griff bekommen), habe den dort erworbenen Rollcontainer aufgebaut und bin Abends zum Dönerladen, um mir Futter zu organisieren. Junkfood als Treat ist großartig! Und Falafeldöner ist vermutlich noch am ganz oberen Ende von Junkfood.

Dann habe ich mich auf die Couch gefläzt, Two Broke Girls angemacht und den Döner plus mein Eis vertilgt, während Max und Caroline ihre Abenteuer mit Hipstern erlebt haben.

Ich hätte länger warten sollen. Das Eis hätte mehr angetaut besser geschmeckt. Aber die Gier hat mich überwältigt.

Heute werde ich den ganzen Tag vorm Computer verbringen und zocken. Etwas, ads ich schon sehr, sehr lange nicht mehr getan habe. Vielleicht einen Spaziergang in schneckenartigem Tempo, um mein Knie nicht zu verärgern.

Und Abends bastle ich mir Ofengemüse aus Grünen Bohnen (mein „What´s New for Dinner?“ für diese Runde) mit Tofu-Hackbällchen. Da habe ich richtig Lust drauf.

Meal-Preppen wird auf morgen verschoben. Da habe ich frei, weil mein Auto in die Werkstatt muss, um eine neue Windschutzscheibe zu bekommen. Und weil ich immer noch nicht viel tun möchte (vielleicht Joggen? Oder langsam Fahrrad fahren? Mal sehen), habe ich Zeit genug, im Arbeitszimmer aufzuräumen und das Essen für die Woche vorzubereiten.