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Die Culinary Diversity-Wölfe sind über Handkäse-Chips entsetzt

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Im letzten Blogpost schrieb ich es in den Kommentaren: Ich wollte unbedingt einmal Handkäse-Chips ausprobieren. Die Rezepte klangen einfach, lecker und waren, wie bei Handkäse üblich, proteinreich. Also ein toller post-Workout-Snack. Oder auch einfach so.

Und weil ich noch eine nahezu vergessene Rolle Handkäse im Kühlschrank hatte, habe ich am Sonntag einfach mal die Hälfte davon in dünne Scheiben geschnitten, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den kalten Ofen (untere Schiene), auf 200 Grad gestellt und sobald es hochgeheizt war, nochmal 15 Minuten drinbehalten.

Das Ergebnis sah wunderschön aus. Und stark nach Lady Cassandra aus Dr. Who. Moisturize me! Da Lady Cassandra eine Kritik am Schönheits/Schlankheitswahn ist (ein bisschen wohlfeil, aber bei Dr. Who rege ich mich nicht über breite Pinselstriche auf – da gehört das so!), ist es eine feine Ironie, sie zu kalorienarmen Chips zu verarbeiten.

Was sie wohl auch fand. Denn, so schön das Zeug aussah, so grässlich hat es geschmeckt. Absolut furchtbar. Bitter, verbrannt (obwohl es nicht schwarz war! Sieht man ja im Foto. Es hat die perfekte Farbe!), einfach schrecklich. Ich habe nur ein wenig von verschiedenen Stellen probiert und den Rest sofort entsorgt. Buärgs. Nie wieder!

Aber das muss mein Fehler gewesen sein. Denn sonst würden wohl kaum so viele Leute von diesen Chips schwärmen. Ich bin absolut handkäseaffin, das kann’s also auch nicht sein. Was habe ich nur falsch gemacht? Und wenn die Chips schon verbrannt sind, wenn sie orange sind, welche Farbe sollten sie im Normalzustand haben? Weiß?

Allerdings muss ich zugeben, rein kochtechnisch an diesem Wochenende sowieso einen schwarzen Daumen gehabt zu haben. Die Kokosmehlpfannkuchen zum Mittagessen am Sonntag waren auch nur unter Protest dazu zu bewegen, sich wenden zu lassen. Und am Samstag habe ich mir beim Zubereiten eines Kichererbsensalats den Deckel der Dose in die Oberseite des rechten Zeigefingers gerammt, geblutet wie ein Schwein, mich erstmal hingesetzt und nun eine sehr dekorative Wunde einmal längs.

Aber generell war das Wochenende toll. Wir haben ge-Werwolft, gegrillt (die vegetarischen Würstchen waren okay, aber Salat und Brot mit Butter hätt’s mir wohl auch getan), den wundervoll schlechten Film „Jupiter Ascending“ geschaut (Channing Tatum ist Eyecandy, das Design war hübsch, der eine Bösewicht sah interessant aus … aber das allein reißt es leider nicht raus) und Karten für ein aufsehenerregend bizarres Unterwasserkonzert im Juli gekauft. Aquasonic. Das wird garantiert toll.

Trainingsmäßig lief es gut. Sehr, sehr warm schon morgens um neun. Ist aber nicht verwunderlich, da das Gym direkt unterm Dach eines Wellblech-Supermarkt-Baus ist und dementsprechend mit Begeisterung jede Temperaturschwankung mitnimmt. Weniger schön, war, dass Nicht-Hygiene-Opa (das ist der, der trotz ständiger Aufforderung gern mal „vergisst“ Geräte nach Benutzung abzuwischen. Im Gegensatz zu Hygiene-Opa, der alles dreimal abwischt), sich beim Row vor mich drängeln wollte. Aber ich bin größer und stärker als er! Nein, das war’s nicht. Aber ich habe ihm freundlich gesagt, dass ich nur drei Sätze Kraftausdauer mache, das dauert ja nicht lange. Er wirkte trotzdem unglücklich. Und allein, dass ich das hier aufschreibe, zeigt schon, wie sehr mich dieser Vorfall gestresst hat. Verdammte soziale Angststörung. Der Opa hat das garantiert schon wieder vergessen und mich macht es jetzt noch hibbelig.

Außerdem habe ich mich bei der Legpress wohl übernommen, da mir gestern Nacht einfach so fast die linke Kniescheibe verrutscht ist! War ein sehr seltsames Gefühl und ich bin heute Morgen nicht einmal mehr sicher, ob ich den Vorfall nicht geträumt habe. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an. Die Squats heute Morgen liefen dennoch problemlos. Ich beobachte das mal weiter mit Argusaugen.

Und, ganz wichtig, bitte die Petition gegen Artikel 13 unterschreiben, oder das Internet, wie wir es kennen, wird nicht mehr existieren. Es wird an die Konzerne fallen und durch eine Orwell’sche Dystopie ersetzt werden.

Zitat:

Die Umsetzung des 13. Artikels hat eine komplette Echtzeitfilterung der Inhalte, die künftig im Netz hochgeladen werden, zur Folge. Letztlich bedeutet das: Jedes Datenpaket wird in Zukunft von einem potentiell fehleranfälligen Algorithmus automatisiert geprüft werden. Dies ist vergleichbar mit dem fehlerhaften Algorithmus von YouTube, bei dem häufig auch fälschlicherweise Inhalte gelöscht werden, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind.

Das kann niemand wollen, der privat oder beruflich Texte und Bilder ins Netz stellt.

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Die Culinary Diversity-Wölfe essen leckeren Fensterkitt

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… und mögen ihn wirklich.

Das ist wieder so eine Situation, in der ich nicht weiß, ob etwas Cooles neu ist oder ich es in meiner Einkaufstrance erst jetzt bemerkt habe. Wenn ich den Wocheneinkauf erledige, ist das eine sehr strategische Angelegenheit. Der Einkaufszettel wird nach Wegstrecke im Lidl (oder welchen Laden ich eben besuche) angelegt und dann surre ich maximal effizient hindurch, ohne links oder rechts zu schauen. Einkaufen ist Stress und muss schnellstmöglich erledigt werden. Nur Obst und Gemüse kaufe ich mit mehr Muße, weil ich immer nur eben genau das auf den Zettel schreibe: „Obst“ und „Gemüse“. Das lässt Raum für Interpretation.

Auf jeden Fall entdeckte ich letzten Freitag durch Zufall Mozzarella aus Skyr! Eigentlich nur, weil dieses ältere Ehepaar in Konsumstarre vorm Milchprodukteregal verharrte und ich mich um sie herumjonglieren musste. Was mich genau auf Augenhöhe mit dem Skyrella-Karton brachte. Dämlicher Marketingclown-Name, aber außer mir fände vermutlich niemand „Mozzyr“ ansprechend. Klingt nach einem Elder Demon aus Warhammer. Cool. Aber ich bin leider nicht repräsentativ für die Zielgruppe, scheint mir.

Egal, heißt das Zeug eben wie eine Damenbinde. Entscheidend sind die inneren Werte und die brauchen sich nicht zu verstecken: 119 Kcal auf hundert Gramm und 22,5% Eiweiß. Da sachste nix! Prima Ergänzung für einen Post-Workout-Salat, wenn die Muskeln nach Protein quengeln.

Und wie schmeckt es? Ich mag Mozzarella sogar pur, bin also vermutlich nicht vollständig objektiv. Der Skyrella ist von der Textur her eher Büffel- als Kuhmilch-Mozzarella. Der Geschmack hingegen ist eine etwas säuerlichere Variante des Kuhmozzarella. Vorgestern hatte ich das weiße Gold in meiner Kartoffel-Tomaten-Kaltschale und war sehr davon begeistert. Gestern dann aus Testgründen auch einmal pur (und weil ich nach dem Workout nicht warten konnte), was ebenfalls sehr fein war.

Deshalb also: Empfehlung. Bringt viel Protein, fräst nur ein kleines Loch ins Kalorienbudget und schmeckt. Feine Sache. Hoffentlich kommt das Zeug gut an und Lidl lässt es im Programm! Noch weniger Grund, wieder zum Aldi zu gehen. Verdammt. Generell mag ich das Aldi-Sortiment, aber da die Katze das Lidl-Futter lieber frisst (derzeit ja nicht, weil Lieferschwierigkeiten. Derzeit Whiskas), die Obst/Gemüse-Auswahl beim Lidl um den Faktor drei größer ist und der Aldi-Skyr in doofen Portionsgrößen ankommt, hat Lidl mich da eben als Kunden gewonnen.

Die Physiotherapie gestern war wieder recht ergiebig. Ich habe noch eine Übung auf meinen Trainingsplan bekommen und lernte, dass ich meine Schultern mehr nach hinten-unten ziehen muss. Ist im Alltag schwierig, wenn man beruflich über einem Cintiq hängt wie ein knochenloser Falke, aber ich tue mein Bestes und richte mich immer wieder mal auf. Komplett aufgerichtet kann ich aber nicht zeichnen, ist so eine Marotte von mir. Ich klebe immer direkt drauf. Das brauche ich, um Arbeiten zu können. Aber einer der vielen Vorteile des Steharbeitsplatzes ist, dass ich in den Aufrichtpausen schön Zappeln und Tanzen (Kopfhörer und Spotify) kann, ohne jemandem auf den Sack zu gehen.

So, ruhiger Arbeitstag ahead. Mittagspausen-P0rn-Zeichnen gesichert.

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Die Culinary Diversity-Wölfe schütteln seufzend die Köpfe

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Ich sollte die Aufteilung der Welt akzeptieren. In Mitteleuropa gibt es die besten Süßigkeiten. Überall sonst ist es entweder überzuckertes Klebzeug oder mehlige Bröckeligkeit mit chemischem Nachgeschmack. Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande. Das ist das Kerngebiet. Italien, Skandinavien und die britischen Inseln spielen in kleinerer Liga auch mit (Zimtschnecken … Cadbury Creme Eggs …). Aber der Rest der Welt … nicht mein Geschmack.

Punktuell begeistern natürlich Baklava, Halva oder dergleichen. Aber prinzipiell sind meine ganz persönlichen, nicht repräsentativen Vorlieben sehr eurozentristisch.

Aber immer wieder falle ich auf Buntes herein. Buntes aus Japan zum Beispiel. Japan hat eine unglaubliche Menge an aufwändig verpackten Süßigkeiten. Und tausende von Kitkat-Sorten. Aber richtig vom Hocker hat mich da auch noch nichts gehauen. Nori-Chips können sie hingegen aufs Köstlichste.

Oder Buntes aus den US of A. Ich bin leichte Beute, wenn in irgendeinem Reddit-Thread vom „best sweet ever“ geschwärmt wird. Und wenn das Zeug dann über Amazon erhältlich ist, wird es bestellt.

So jetzt geschehen mit Saltwater Taffy. Wurde als „totally unique“ angepriesen. Als großartig und nirgendwo sonst so hergestellt. Sogar eine kurze Wikipediarecherche ergab, dass es sich um etwas Besonderes handeln müsste. Toffee mag ich. Und eine völlig neue Toffee-Textur samt bizarren Geschmacksvarianten? Her damit!

Gestern kam der bunte Beutel an. Empfangsdame Ch., Kollege M. und ich starrten erwartungsvoll in die Schachtel, jeder nahm eins, probierte es … und es war hundsgewöhnlicher Toffee, den es in Deutschland in dieser Konsistenz überall gibt! Plus ein bisschen Meersalz, ja. Aber die chemische Geschmackskeule darüber hat das Salzaroma effizient geplättet.

Schade. Aber wenigstens habe ich jetzt einen Beutel mit ungelogen dreißig verschiedenen Varianten und kann mich jeden Tag aufs Neue erschrecken!

Ich sage nicht, dass es in Europa nur gute Süßigkeiten gibt. Diese ostdeutschen Halloren-Dinger haben mich nachhaltig verstört. Und ich mag kein Lakritz, was Skandinavien problematisch macht. Und ab der Oder wird’s eh schwierig. Russische Schokolade lässt Backschokolade cremig wirken. Und nicht alles aus Amerika ist schlimm. Das Care-Paket, das die Waldnymphe mir letztes Jahr aus Georgia mitgebracht hat, enthielt ein paar nette Reeses-Dinge. Reeses ist super. Ganz davon ab, dass ich aus Gründen unbedingt mal Key-Lime Pie essen möchte. Generell jedoch bin ich weitaus öfter enttäuscht als positiv überrascht worden.

Aber …. ach, was mache ich mir vor! Ich werde mit Wonne auch auf die nächste Novelty aus irgendeinem Reddit-Thread reinfallen. Passt wenigstens zu meinem Culinary Diversity-Wolf Rhys. Der probiert auch alles. Immer. Muss nur „neu“ dranstehen, glitzern oder ihm einfach so angeboten werden.

Wenn man schon auf die Fresse fällt, dann wenigstens mit Anlauf und ohne zu Zögern!

Na, das waren jetzt mal wieder jede Menge Worte, die weiter von „clean eating“ weg waren als Ron Swanson von einem Portobello-Burger. Aber ich kann nicht schon wieder meinen Dampfgareinsatz preisen, der mich derzeit jeden Abend mit gesundem Gemüse versorgt.

Gesund war aber meine Physiostunde. Ich habe mich mit der Therapeutin dabei zwar größtenteils über unsere respektiven Katzen unterhalten (sie hat mit Adleraugen die Kratzer an meinem Arm von Butzels letztem liebevollen Treteln bemerkt), aber sie begutachtete auch meinen Trainingsplan und hieß ihn gut. Sehr fein.

Direkt nach der Physio habe ich deshalb auch im fast vollständig leeren Gym (war wieder Fußball? Ich bin so glücklich uninformiert!) mein Programm durchgezogen und fühlte mich trotz Hitze (es gibt keine Klimaanlage) sehr, sehr wohl.

Von mir aus kann die Fußball-WM in dieser Art weitergehen. Temporäre, postapokalyptische Ruhe und keine Hup-Korsos (Korsi? Korsoi?).

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Die Culinary Diversity-Wölfe überschlagen sich fast vor Begeisterung

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… denn die Low-Carb-Kokospfannkuchen sind die Bombe! Sowas von lecker! Und das bei tollen Nährwerten – was will man mehr? Bei mir entstanden fünf Pfannkuchen aus:

  • 40 Gramm Kokosmehl (eher etwas weniger, drei gehäufte Esslöffel) – 142 kcal/7 Gramm Protein
  • 3 Eiern (Größe M, zusammen also etwa 180 Gramm) – 272 kcal/22 Gramm Protein
  • 11 Löffeln ungesüßter Mandelmilch (sehr zu vernachlässigen was die Nährwerte angeht) – 8 kcal/0,2 Gramm Protein
  • einer Prise Salz
  • einem Teelöffel Backpulver (kann man auch weglassen)
  • Süßstoff nach Belieben
  • Und wer möchte, kann noch einen Scoop Whey dazupacken, das addiert dann so um die 50 kcal und 12 Gramm Protein.

Das Ganze dann gut schaumig aufschlagen, zehn Minuten ruhen lassen und dann jeweils einen Schöpflöffel voll Teig in einer beschichteten Pfanne bei mittelhoher Temperatur vier Minuten auf jeder Seite backen.

Macht also mit allen Bells and Whistles eine Mahlzeit für 472 kcal mit feinen 41 Gramm Protein, was für die meisten schon fast die Hälfte der angestrebten Protein-Tagesmenge sein sollte. Für meine derzeitige Cuttingphase sind das natürlich etwas viele Kalorien, wenn sie auch eiweißmäßig gut investiert sind. Ich habe die Pfannkuchen nach dem Training verzehrt und war davon sehr, sehr angetan.

Low-carb-protein-pancakes. Cocosflour, whey, eggs, cocosmilk. #lowcarb #pancakes

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Gut, mich bekommt man mit allem, das auch nur ansatzweise mit Kokos zu tun hat (und das Kokosmehl schmeckt man sehr deutlich heraus!) – aber auch sonst … hey, Low-Carb-Pfannkuchen! Ich liebe die Dinger und habe sie mir aufgrund des ganzen Mehls bisher stark verkniffen. Aber Kokosmehl ist ein Geschenk des Himmels!

Und sonst das Wochenende so?

Die Waldnymphe hat ihren jährlichen Urlaub-ohne-ihre-signifikanten-Otter angetreten (manchmal muss sie sich von uns erholen), so dass der Erklärfaun und ich, ganz ohne soziales Korrektiv, völlig auf unsere Geekigkeit zurückgeworfen waren, was wir weidlich ausgenutzt haben. Rollenspieltheorie, Trainingsphilosophie und dann Wakame und ein echt kontroverser Film, der aufgrund seiner starken Blutigkeit und Westernthematik nichts für die Waldnymphe gewesen wäre. The Hateful Eight.

Man vergisst aufgrund seiner guten Filme gern mal, wie unglaublich misogyn und rassistisch Tarantino sein kann. Mit dem Mäntelchen des „stellt euch nicht so an, das meine ich nicht so. Ist doch cool! Und damals hat man das halt so gesagt/getan!“ versehen. Ich zwinge mich meistens, das zu übersehen. Geht bei guten Filmen wie Jackie Brown oder Django Unchained. Aber Hateful Eight war dann doch eine andere Hausnummer. Außerdem komme ich mit sexualisierter Gewalt in Filmen Null und gar nicht klar.

Eigentlich war der Film ein feines Kammerspiel. Die Charaktere waren interessant und sogar Kurt Russell hat sich zur Feier des Tages einen zweit-Gesichtsausdruck zugelegt. Hätte eine modernere Variante von „Mord im Orient Express“ werden können. Stattdessen konnte ich es gar nicht abwarten, bis endlich alle tot waren. Das ist kein Spoiler, weil das bei einem Tarantinofilm der wahrscheinlichste Ausgang ist.

Und dann hat Netflix beim eigentlich wirklich guten Ende/Abspann eine Werbung reingedrückt. Super gemacht … nicht.

Egal. War schon gut, das Ding mal gesehen zu haben. Zurück zu Wichtigerem: Training.

Ich habe mir mit Hilfe eines Erklärvideos aus dem Internet die Schulter mit Kinesioband getaped. Sieht leider nicht ganz so toll aus wie in der Vorgabe – aber da hat die Person auch einen Helfer.

Und dann bin ich, von weitem professionell abgeklebt wirkend (man könnte mich praktisch airbrushen), zum Training gegangen. Wo ich dann doch Legday gemacht und für den Oberkörper nur Crunches und Lat-Zug eingestreut habe. Weil ich doch Schiss hatte, alles falsch gemacht zu haben. Und irgendwie habe ich auch keinen Unterschied gespürt. Hinterher tat die Schulter auch genauso weh oder nicht weh wie immer.

Heute habe ich wieder Krankengymnastik, da werde ich den Therapeuten bitten, mir die Schulter richtig zu tapen. Das Band hält angeblich so zwei Wochen. Meins fusselt an den Rändern schon nach 48 Stunden und dreimal duschen.

Schaun mer mal, was der Profi sagt!

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Die Culinary Diversity-Wölfe werden von einer Apparatur überrascht

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Ich habe mir aus einer spontanen Laune heraus einen Dämpfeinsatz gekauft. Nein, ganz spontan war es nicht. Ich habe gelesen, wie viel besser Gemüse gedämpft schmecken soll und wollte Abwechslung zum Backofengemüse. Außerdem hatte ich unglaublich Lust auf Kartoffeln. Kartoffeln. Das low-carb-Feindgemüse. Lebt man low carb, muss man sie mit einem Naserümpfen vom Speisezettel verbannen, weil sie so stärkehaltig sind.

Aber ich habe Kartoffeln schon immer geliebt. Nudeln und Reis sind kein Ding – die lasse ich völlig problemfrei weg oder nehme Shiratakinudeln. Aber Kartoffeln … Süßkartoffeln sind nett und lecker, haben aber nunmal einen völlig anderen Geschmack. Trotzdem war ich jahrelang brav und habe mir Kartoffeln verkniffen.

Aber dafür ist der Alte Fritz nicht gestorben!

Weshalb ich irgendwann beschlossen habe, dass die Nährwertfülle der Knolle ihre böse Stärke mehr als ausgleicht. Ich war sowieso nie wirklich low carb. Allerdings sind Kartoffeln sehr, sehr kaloriendicht (haha, Stärke! Aber Süßkartoffeln haben noch mehr Kalorien), weshalb ich sie trotzdem weiterhin sparsam einsetzen werde.

Und dann las ich im 1200isplenty-Subreddit (dort gibt es massenhaft Tipps und Rezepte für ein abwechslungsreiches Leben mit 1200 Kcal am Tag) von Dämpfeinsätzen, die für extrem schmackhafte, aufwandsarme Gemüsegerichte sorgen könnten. Eine kurze Recherche ergab, dass diese Teile weder besonders teuer noch besonders komplex sind und sich problemlos in der Spülmaschine reinigen lassen. Damit war die Entscheidung praktisch gefallen. Ich wählte das Teil von Koala Kitchen, weil es erstens stark reduziert war, zweitens schnell lieferbar und drittens mit einem Dämpfzeiten-Spickzettel geliefert wurde.

Als es dann angekommen war, habe ich mir Kartoffeln gegönnt.

Und die waren wirklich so gut, wie ich noch nie gekochte Kartoffeln gegessen hatte. Dämpfen gibt eine deutlich angenehmere Textur. Ich bin sehr zufrieden.

Mittlerweile habe ich im Dämpfeinsatz auch andere Gemüsesorten (Rosen- und Blumenkohl) zubereitet und auch das gelang mühelos. Zwei Fingerbreit Wasser in den Topf, das Gemüse in den Einsatz, kochen. Fertig. Man kann gut weglatschen und währenddessen etwas Anderes tun, was meiner Kochweise („Diesmal passe ich auf … diesmal bleibe ich am Herd … ooooh, Eichhörnchen!“) sehr entgegen kommt.

Vermutlich hat außer mir schon jeder und seine Großmutter so einen Dämpfeinsatz – aber in Küchendingen bin ich nunmal ein Late Adopter.

Wie immer gibt’s den Post auch auf Tumblr. Warum und wie ich nun aber doch mein WordPress-Blog behalten werde, erzähle ich dann morgen!

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Die Culinary Diversity-Wölfe bekommen eine Frucht, die auch ein Verb sein könnte.

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Zumindest hört sich „Mispeln“ so an, als gehöre es auf ein Shirt von Rumpfkluft. Wo ist unsere Mispel? Ich will mispeln!

Gefunden habe ich das Sixpack Früchte im Hipster-Rewe, als die Waldnymphe und ich am Samstagabend noch schnell Nachtisch einkaufen wollten. Und außerdem im Rossmann versackt sind, weil der Hipster-Rossmann (alle Geschäfte in diesem Gebäude müssen zwingend das Wort „Hipster“ vorangestellt bekommen, da einem sonst echt nichts mehr einfällt!) so eine riesige Auswahl an Treaclemoon-Produkten hat. Bei uns im Müller kann man froh sein, wenn man zwei findet. Dabei hilft diese Marke meiner Mission, irgendwann komplett nur noch nach Kokos und Süßigkeiten zu riechen, enorm. Albern und unangemessen, vermute ich. Ist aber meine Sache.

Auf jeden Fall – Mispeln! Ich habe mittlerweile den unausgegorenen Plan, die Quittenbirne zu kochen, zu pürieren und dann eine Lizza damit zu bestreichen. Darauf würden sich Mispeln vermutlich auch gut machen. Obwohl sie sehr saftig sind und womöglich den Boden durchsuppen könnten.

Ich habe eine der Mispeln ohne etwas dazu gegessen und war weder völlig geflashed noch enttäuscht. Okay. Ohne herausragenden Eigengeschmack aber zumindest fruchtig.

Und das Wochenende?

Sehr schön gewesen. Ich hatte einen arbeitstechnisch erwartungsgemäß ruhigen Arbeitsbrückentag. Abends sind wir persisch essen gegangen und ich aß die schrecklichsten Oliven meines Lebens. Plus der köstlichsten Gerstensuppe und großartiger Mezze. Gleicht sich aus. Aber die Oliven … weia! Wenn auf der Speisekarte „Riesenoliven“ steht, ist man doch überrascht, wenn keine größer als das oberste Fingerglied ist! Da sollte eher „Riesenoliven, die lange krank waren und eine schlimme Kindheit hatten“ stehen. Und die Walnuss/Granatapfelsoße dazu hörte sich auch besser an, als sie schmeckte. Irgendwo im undefinierten Hintergrund tobt Akeem herum und schreit „Gräßliche Oliven!“.

Samstags war Gammel- und Werewolftag. Letzteres wurde sehr grafisch, weil ein doch deutlich medizinlastiges Ritual ausgespielt wurde. Das hat mich überrascht. Aber war schon cool und immersiv.

Abends haben wir in Vorbereitung des neuen Films noch einmal (schon wieder!) Deadpool geschaut. Wir können bald die Dialoge fehlerfrei mitsprechen. Und das ist positiv gemeint!

Sporttechnisch war ich viel Laufen aber sonst nix. Langsam muss ich echt mal wieder ernsthaft mit Gewichten anfangen. Das bisschen Heimarbeit reißt es nicht raus. Aber ich habe Angst, dass meine Schulter dann wieder auf Wochen hinaus unbenutzbar wird. Dieser Scheiß lähmt mich mental sehr. Aber ich mag wieder richtig Sport machen …

Wie immer – Post auch auf Tumblr zu finden. Noch zehn Tage Zeit für WordPress, Lösungen für die Gratiskunden anzubieten … meine Hoffnung, dass da etwas passiert, schwindet zusehends.

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Die Culinary Diversity-Wölfe essen bei IKEA

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… und zwar nicht in der Köttbullar-Hölle, sondern eine Frucht, die schmeckte, als würde man ein Billy-Regal verspeisen. Die Quittenbirne.

Wie immer in solchen Fällen wurde ich Opfer meiner „ooohhhh, shiny“-Gene. Als ich die appetitlich aussehenden Riesendinger in der Auslage meines bevorzugten Gemüseladens sah, musste ich einfach eine mitnehmen. Eine Kreuzung aus Quitte und Birne? What’s not to like?

Durch meine Nashi-Erfahrung klüger geworden, ließ ich das Teil auch erst noch eine Woche in der Obstschüssel vor sich hin reifen, bevor ich sie gestern zum Abendessen verzehrt habe. Und, tja, nun. Wie schon gesagt: Aroma und Haptik von Pressspan.

Erst glaubte ich, der Fehler läge bei mir, und man könnte das Ding eventuell gar nicht roh essen, sondern es fiele mehr in die Kartoffelkategorie und würde Erhitzen erfordern. Aber das Internet sagte nein. Roh essbar.

Schmeckte nicht. Nicht nochmal.

Und weil so ein ungutes Quittenbirnenerlebnis keinen schönen Blogpost macht, gibt’s jetzt einfach noch ein paar der versprochenen Gänse-Facts!

Die Elterneinheiten haben seit Jahrzehnten Gänse als Wachtiere. Hunde sind okay – aber Gänse sind deutlich boshafter. Wir hatten immer große Hunde mit Schutzhundausbildung (Riesenschnauzer, Schäferhunde und Labrador-Mix), doch selbst die haben sich nicht mit der Gänseherde angelegt, sondern sind dem Terrorhaufen stets sehr casual aus dem Weg gegangen, um sich eine Aura von „ich könnte da ja langgehen, ich will aber nicht. Das liegt nicht etwa daran, dass die Gänse dort campen. Nein, ich will halt nicht!“

Die einzigen, die nie Respekt vor Gänsen hatten, waren die Ziegen. Ziegen sind einfach hardcore. Aber die greifen auch ungebremst Hunde an, weil sie es können. Von daher …

Jedoch soll es heute ja um Gänse gehen, nicht um die Ziegen.

Im Internet kursiert eine gewisse Meme-haftigkeit, dass Gänse unbesiegbar wären. Dass man vor einer angreifenden Gans nur wegrennen könne, sie aber niemals angehen dürfte. Falsch. Gänse sind Schulhofrüpel. Laut, gruppenstark und nur wenig dahinter. Wenn eine Gans angreift, dann entweder mit einem Biss oder mit den Flügeln. Letzteres selten, da ihre Knochen, wie bei allen Vögeln, nicht die stabilsten sind. Ein Schlag mit einem Flügel kann wehtun, gibt `nen blauen Fleck … und das wars. Bienenstiche tun mehr weh. Ein Biss … nun, Gänse haben kleine Hornhöcker am Schnabelinnenrand, die als eine Art Zahnersatz funktionieren. Sehr dinosaurierhaft. Wenn sie zubeißen, machen sie mit dem Schnabel Mahlbewegungen, um den Schaden zu maximieren. Auch das kann gut ziehen, wenn man in blanke Haut gebissen wird.

Aber … ist es schlimm und den Horror wert, der da gemacht wird? Nicht im Geringsten!

Von daher also: Wenn eines der Aggroviecher zischend und ausgebreitet angerudert kommt, einfach stehenbleiben. Warten, bis die Gans nah genug ist und am Hals packen. Zack, Ende Gelände. Man hat die Gans überrumpelt, sie wird zappeln und brüllen und dann hochempört wegrennen, sobald man loslässt. Bitte nicht zudrücken oder schütteln, sonst bricht man das Genick, fügt Schmerzen zu oder macht die Luftröhre kaputt. Einfach direkt unter dem Kopf (das ist wichtig, um den Schnabel außer Reichweite zu halten) greifen und die Finger nicht schließen. Das ist der ganze Trick.

Klappt natürlich nicht, wenn die ganze Horde angreift. Sie sind nämlich nicht dumm! Sie sehen auch, ob man beide Hände voll hat und nicht zupacken kann, dann werden sie auch müpfig. In solchen Fällen: Keine Scheu haben. Wenn man nicht gerade torschussmäßig durchzieht, kann man auch mal treten. Eher so Fuß unter den Schwerpunkt des Viechs und hochlupfen. Überrascht sie völlig und bringt sie aus dem Konzept. Dann rudern sie wie blöde, versuchen ihre Würde wiederzuerlangen und wackeln zischend davon. Zumal wenn man lange Hosen anhaben sollte. Da ist man ja eh sicher.

Soviel zur Verteidigung gegen und zum schlechten Charakter von Gänsen. Wobei es eine Aggressionsskala im Gänsebereich gibt. Am Schlimmsten sind die Hausgänse (weiß oder pommersch, völlig egal), dann lange nichts, dann Kanadagänse und die Chinagänse sind praktisch Enten und damit gechilled. Außerdem natürlich: Je weiter weg vom Nest oder den Gösseln, umso ruhiger.

Aber es gibt ja nicht nur Arschlochgänse (auch wenn sie in der Mehrheit sind). Wir hatten aus der ersten Brut (damals waren wir noch nicht schlau genug, ihnen die Eier wegzunehmen, so dass wir plötzlich zwölf Gössel und dann eine Herde von vierzehn Gänsen hatten!) einen sehr speziellen Ganter. Er hatte so einen kakaduhaften Federpuschel auf dem Kopf (ein bisschen wie Römergänse – vielleicht hatte er so etwas in der bunt gemischten Ahnenlinie), weshalb er Häuptel hieß. Und er liebte die Muttereinheit abgöttisch. War sie im Garten, rannte er zu ihr und setzte sich immer direkt neben sie, zufrieden mit sich und der Welt.

Häuptel wurde fast zwanzig Jahre alt, dann wurde er uns in einer Nacht vor Sankt Martin gestohlen. Ich kichere heute noch, wenn ich daran denke, wie zäh der alte Ganter gewesen sein muss und wie wenig er dem Dieb gemundet haben wird.

Unsere derzeitigen Gänse (nur ein Paar) sind hingegen durchgehend mies drauf. Sie fallen jeden an. Und der Versuch des Hütehundes der Schwesterneinheit (das ist ein ausgebildeter Hütehund, ein Sheltie), seiner Pflicht nachzukommen, endete in gar großer Panik emmaseits (Emma ist der Hund).

Was ich immer wieder beobachte, ist, dass im Schlossgarten irgendwelche Familien versuchen, Enten zu füttern und dann die Gänse wie die fetteste Gang in der Hood anmarschiert kommen. Ich habe noch nie erlebt, dass sich jemand gewehrt hätte. Kraftsport-ausgebeefte Jung-Familienväter würden augenscheinlich eher ihre Kinder opfern, als die blöden Aggroviecher zu verscheuchen, die sich gerade um den Kinderwagen und die Brottüte drängen und zischen und brüllen. Ich mache dann gern den Superhelden, komme angeschossen und vertreibe die Gänsegang. Gibt mir so ein Vigilante-Gefühl. Not the hero Schlossgarten deserves, but the hero Schlossgarten needs right now!

Neulich war es aber sehr niedlich, wie sich ein Rentnerpärchen gefreut hat, dass ich die wie so ein Troll neben einer kleinen Brücke sitzende und diese Brücke durch pure Anwesenheit anscheinend unpassierbar machende, Gans neutralisiert habe, in dem ich einfach hingegangen bin, mich zu ihr gesetzt habe und die Gans über die Gesellschaft so begeistert war, dass da keinerlei Aggressivität kam. Denn sie können auch anders, die Mistviecher! Vermutlich hätte die Gans auch mit den Rentnern nur geschmust – aber der Horror, der vor Gänsen verbreitet wird, hat das verhindert.

Mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein – aber es gibt natürlich noch mehr Geflügelstories!

 

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Die Culinary Diversity-Wölfe testen Cold Brew-Kaffee

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Kalten Kaffee zu trinken ist eine Sache. Das ist etwas, das Jamie sehr oft passiert, weil er sich schließlich immer wieder begeistert ganz tief in Büchern verliert und dann gerne mal vergisst, dass der Butler dieses unauffällig-elegante Silbertablett auf’s Beistelltischchen platziert hat. Rhys hingegen trinkt Kaffee entweder superheiß oder gar nicht. Kriegt man ja sonst nicht runter, die Plörre! (Die Dienstjahre in den indischen Kolonien haben ihn darin bestärkt, dass Tee das einzig Wahre ist. Meistens. Außer man bekommt massenhaft Zucker, Sahne und am besten noch Pice ar y maenWelsh Cakes – mit richtig vielen Rosinen dazu.)

Aber Cold Brew ist eine völlig andere Sache. Denn Cold Brew ist kein traurig vergessener Kaffee – der wird absolut ungewöhnlich hergestellt. Nämlich gar nicht erst mit kochendem Wasser aufgegossen, sondern mindestens zehn Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur und mit kaltem Wasser ziehen lassen. Wieder einmal schlingen sich um die Zubereitung die herzallerliebsten Rituale der Connoisseure. Denen ich ebenfalls wieder nicht bis zum I-Tüpfelchen gefolgt bin, weil ich noch lange nicht so weit bin, Kaffee wahrhaft würdigen zu können. Obwohl unser Herbsturlaub uns vermutlich in die Kaffeehauptstadt Italiens führen wird: Triest! Das war ein Vorschlag des Erklärfauns, der unser Reise-Organisator de luxe ist. Ob er auf Triest kam, weil mein kleiner Magus von dort kommt und wir uns im Zuge dessen viel über Triests wechselvolle Geschichte unterhalten haben, oder ob es tatsächlich die Yuppie-Reisebeilage im Economist war … wird man wohl nie herausfinden, ist aber auch egal. Mein Wunsch für meine erste Italienreise wäre natürlich rein beruflich bedingt die Toskana, Otranto, Castel del Monte und Padua … aber ich bin nicht wählerisch. Um Andi Möller zu zitieren: „Ob Madrid oder Mailand – Hauptsache Italien!“

Triest. Der Hafen, in dem der meiste und beste Kaffee Italien erreichte.

Was mich zurück zum Cold Brew bringt. Den ich gestern Abend in der French Press ansetzte, mit Frischhaltefolie abdeckte und bei Zimmertemperatur bis heute Morgen um halb sechs ziehen ließ. Jetzt habe ich ihn mit im Büro (keine Panikattacke beim Herfahren – das gebietet ein verhaltenes „yay!“) und trinke ihn mit Mandelmilch und Süßstoff. Und das Wolfsfazit lautet: Schmeckt wirklich ganz anders! Fruchtiger und irgendwie fast wie sehr, sehr dunkle Schokolade. Das gefällt mir! Könnte ich für morgen direkt wieder ansetzen. Leider braucht das Zeug deutlich mehr Pulver als normaler French-Press-Kaffee. Könnte also auf Dauer ziemlich ins Geld gehen. Also doch lieber beschränken. Mit Chai abwechseln. Mit Chai (Chai Latte für den Gewinn!) und Entkoffeiniertem abwechseln. Ja, das klingt machbar.

Beginn der Kirschblüte im Schlossgarten. #sakura #cherryblossom

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Das Wochenende war okay-ish. Den Freitag habe ich mit dem Auskurieren der letzten Reste der Panikattacke und des Infekts verbracht (letzterer hielt sich aber noch bis Sonntag), war im Schlossgarten spazieren und habe die wunderschöne Kirschblüte genossen (zusammen mit ungefähr zwanzig asiatischen Großfamilien! An einem Freitag Vormittag! Unsere Guide in Prag hätte gesagt „Kommän Sie, kommän Sie – Asiatän nähmän kain Ändä!“) und ansonsten nur Zeit für mich gehabt. Abends war ich virtuell mit Freundin A. auf einer Party (ja, das geht in Second Life prima und macht Spaß. Musik und Unterhaltung, ohne dass man awkward vor fremden Leuten stehen muss! Ich konnte zu Hause mit Kopfhörern auf vor mich hintanzen, ohne mich zu schämen! Ich liebe das virtuelle Leben!).

Summer 'round the corner ...
In Second Life sah ich übrigens so aus. Absolut partytauglich, finde ich.

Samstags habe ich einen Kichererbsen/Paprika/Gurken/Schafskäse/Tomaten-Salat erstellt und mit zur Waldnymphe geschleppt. Von dort aus haben wir zunächst eine Expedition zur Hipster-Eisdiele gestartet (Walnuss-Feige, Ricotta-Feige und Salted Caramel für mich), uns dann durch die Menschenmassen am Neckarufer zurückgekämpft und abends den Grill aufgebaut. Ich bekam die Sorte Veggiepatty/Bällchen, die schon letztes Mal lecker gewesen waren. Zum Abschluss dann auf die Couch und Thor – Ragnarök geschaut. Das war ein absolut ergiebiger Tag. Und so warm, dass ich in Tanktop und kurzen Hosen herumgelaufen bin! Dieses Jahr hat echt interessante Temperatursprünge.

Sonntags habe ich zum ersten Mal meine neue Angst-Medikation getestet. Zunächst dachte ich, dass das Zeug gar nichts tut, aber als ich dann eine kleine Nachmittagswanderung unternommen habe, wurde es doch ein wenig surreal.

Mitten ins Medikament hinein bekam ich auch die Nachricht, dass Mama Schwan gestorben ist. Das war ziemlich beknackt, weil ich nicht richtig darauf reagieren konnte. Aber ich habe die unglaubliche Weisheit weit jenseits meiner Jahre besessen, nicht direkt zu antworten, sondern später eine lange Mail zu schreiben. Das war, wie sich zeigte, die gesündeste Vorgehensweise. Denn sowohl Th. Als auch die Waldnymphe, mit denen ich deswegen telefoniert habe, fanden mich stark neben der Spur.

Jedenfalls bin ich sehr traurig, dass Mama Schwan tot ist. Sie war in sehr schwierigen Aufwachs-Phasen für mich da, zeigte mir, dass Familie auch Herzlich- und Zärtlichkeit bedeuten kann und dass man seine Gefühle nicht zwanghaft hinter einer Mauer halten muss. Sie hat meine Lebensweise akzeptiert und ich wurde von ihr selbstverständlich in ihren Clan integriert. Ich aß dort zu Mittag, half im Laden, alberte herum, quiekte mit ihr zusammen vor Wonne über die Turnereien ihres jeweiligen Hamsters und werde sie sehr vermissen. Eine starke Frau mit Ecken und Bruchkanten ist gegangen.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung

Wenigstens gab’s Suppe für die Culinary Diversity-Wölfe …

Wenigstens die Art-Nouveau-Serie ging weiter.

… denn Ostern an sich fiel für mich ziemlich aus. Freitag war prima. Wir hatten Spaß mit J1 und D., wenn mich auch die Nudeln (ich hatte vegetarisch gesehen die Wahl zwischen Nudeln, Nudeln und Nudeln. Also immerhin drei Gerichte!) beim Italiener nicht besonders erfreut haben. Zu viel Öl, zu viel Knoblauch, zu wenig sonstiger Geschmack. Aber der Rest der Anwesenden hat sich sichtlich wohlgefühlt und war begeistert, weshalb ich die Klappe gehalten habe. War ja auch nicht so wichtig. Der Service war jedenfalls 1A. Kleine Karte, alles frisch und hausgemacht. An und für sich also prima. War nur nicht meins.

Vielleicht das nächste Mal dann der Inder …

Samstag fing auch gut an. Ich war Fahrradfahren und das Wetter war frühlingshaft. Mittags ging es rüber in die Villa Kunterbunt und wir haben Mage gespielt. Voller Napfs Chunky-Monkey-Burgerpatties (die werden mit Banane und Erdnüssen hergestellt, schmecken aber nicht süß) haben mich wieder entzückt und alles war toll … bis es das plötzlich nicht mehr war, weil ich innert einer halben Stunde von „absolut fit und gesund“ zu „ich habe Fieber, Kopfschmerzen und möchte jetzt bitte auf der Stelle ins Bett“ fiel.

Und da blieb ich dann. Mit, wie gesagt, Fieber und Kopfschmerzen. Zu denen sich noch Glieder- und Halsschmerzen gesellten. Tolle Ostern. Heute Morgen bin ich wieder arbeiten, was keine gute Idee ist, aber ich will nicht schon wieder fehlen.

Sportlich gesehen gab’s also nur einmal Laufen, einmal Radfahren und ein paar Stepper-Einheiten. Dafür habe ich Supernatural jetzt so weit durch, wie Netflix und Amazon Prime mir anbieten und konnte das Jester’s-Festival-Event in TESO ausnutzen. Und ich habe mir Süßkartoffel-Blumenkohl-Kokosmilch-Comfort-Soup gekocht. Die war sehr, sehr gut. Gibt’s bestimmt bald mal wieder. Dafür habe ich eine große (700 Gramm) Süßkartoffel und 500 Gramm Blumenkohl in Gemüsebrühe gekocht, dann püriert, eine Dose Kokosmilch und etwas Curry dazu, mit Salz, Pfeffer, Ingwer und dergleichen abgeschmeckt und dreimal davon gegessen.

Jetzt hoffe ich, dass der Stress auf der Arbeit endlich nachlässt und ich mich etwas fangen kann. Denn ständig im roten Bereich zu laufen führt nur zu Abstürzen wie dem am Samstag. Und es saugt Kamelhoden, wenn man in seiner Freizeit für Arbeitsscheiß bezahlen muss.

Die gewünschten Gänsegeschichten gibt’s dann demnächst – sobald ich wieder klarer denken und schreiben kann!

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe klatschen distinguiert-begeistert

Druck

(Wenn es so etwas gibt. Doch. Bestimmt. In der englischen Oberschicht auf jeden Fall!)

Die Overnight Oats waren tatsächlich sehr, sehr Bircher Müsli und haben deshalb auch sehr, sehr gut geschmeckt. Irgendwie ganz nah beim Porridge. Von daher definitiv ein Gewinn. Und weil es so prima war, habe ich mir für heute Abend gleich wieder ein neues Glas angesetzt. Diesmal mit Banane statt Beeren, weil ich Beeren schon im Mittagsporridge habe. Außerdem habe ich noch den halben Tiefkühler voll mit Bananenscheiben für Nicecream, die ich nie benutze. Ich liebe Nicecream, scheue aber den Aufwand der Herstellung. Ja. Genau. Den Aufwand. Ich hasse es, elektrische Haushaltsgeräte auf- und abbauen und säubern zu müssen. Und Nicecream ohne Pürierstab ist vermutlich nicht kleinzukriegen. Ich könnte mit dem Hammer darauf herumkloppen. Klingt jedoch nicht erfolgversprechend. Jedenfalls: Egal, wie gut mir Nicecream schmeckt – es gibt sie selten. Die vorbereiteten Bananen habe ich trotzdem scheibchenweise eingefroren. Da kann ich sie auch mal auf Overnight Oats kippen.

Und weil diesmal Donnerstag der neue Freitag ist, freue ich mich jetzt dezent auf’s lange Wochenende. Wird viel soziale Interaktion beinhalten, was nach dem Stress der letzten Wochen vielleicht nicht ganz vorteilhaft ist, sich aber nicht vermeiden lässt.

Freitag gehen wir mit J1 und D. essen. Italienisch. In ein Lokal, das darauf besteht, keine Pizzeria zu sein. Das macht mich etwas traurig, weil ich nicht mehr so der riesen Nudelfan bin und es ohne mein geliebtes Pizzabrot in der italienischen Küche nicht gerade vegetarierkompatibel zugeht. Ich habe Erinnerungen an die großäugige Überraschung, als G. immer erzählte, was seine süditalienischen Verwandten so verspachteln. Nein, Fisch ist kein Gemüse! Mal sehen, was sich für mich findet. Falls südlich wird’s wohl sehr fettig und frittiert sein. Die leichte mediterrane Küche halt! Weil Olivenöl nicht zählt oder so … Oder einen Salat. Ich bin kein großer Freund von gemischtem Salat. Seufz. Ich wäre lieber indisch essen gegangen. Das ist für Vegetarier immer der absolute Hit.

Samstag ist Mage-Spielen und Voller Napf brät uns Burger. Für mich und T. gibt’s leckere Bohnenpatties. Große Vorfreude! Voller Napf kocht zum Niederknien gut. Wenn man sie mit der Waldnymphe, die eine begnadete Zuckerbäckerin ist, fusionieren würde, bekäme man den Kalorien-Super-Saiyajin. Außerdem habe ich große Lust auf Mage. Mein kleiner Artificer war letztes Mal so unglaublich sozial fähig! Hat praktisch ganz allein Maître Christophe, seinen mundanen Arbeitgeber und (vermutlich) Protestanten, aus den Klauen des Inquisitors geredet (und nicht ein einziges Mal erwogen, alles anzuzünden!). Eine Runde Handgeklapper für den jungen Mann, bitte!

Yay für Hermanos, den sozial völlig total meistens oft manchmal fähigen Magus!

Sonntags haben uns Schwiegers1 zum Brunch geladen. Also noch mehr essen. Und Awkwardness. Ich mag Schwiegers1 gern, weiß aber immer nie, über was ich mit ihnen reden soll. Ich sitze dann am Tisch und lächle einfältig. Und schweige. Ich könnte ein Gänseei als Gastgeschenk mitbringen, falls es Vatereinheit gelungen ist, der Gans mal wieder eins zu klauen. Das ist immer ein Gesprächsgegenstand. Die Wachgänse der Elterneinheiten haben nämlich die Frühlingssaison eingeläutet, in einer leeren Pferdebox ein Nest gebaut und man kann sie nur mit Diebstahl der Eier daran hindern, sich ihre Emu-War-Army zu erbrüten. So ein Diebstahl ist aber gefährlich, weil sie natürlich das Gelege hochaggressiv verteidigen. (Falls Interesse besteht, kann ich ein paar Geschichten zum Leben mit Gänsen erzählen. There will be blood!)

Der Wettervorhersage nach kann ich diese ausufernde Fresserei am Montag hoffentlich mit einer Radtour ganz allein für mich wieder abtrainieren. Je nach Regen/Wolkenlage könnte ich mal schauen, ob ich es bis nach Speyer schaffe. Oder zumindest grob in diese Richtung. Die letzten Touren gingen eher nach Osten, da schadet ein bisschen Abwechslung nichts.

Jetzt noch zwei schlimme Meetings, einmal schlimm im Stau stehen nach Hause (es wird Stau geben. Absolut sicher), schlimm Einkaufen (es wird soooo voll sein!) und dann … Wochenende! Habt prima Ostern, liebe Lesefröschchen!