Culinary Diversity-Wölfe

Die Culinary Diversity-Wölfe werden völlig von Quarkauflauf überrascht.

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Aber sowas von überrascht! Ich sah am Freitag das Rezept dafür auf Cabernets Blog und war sofort Hals über Kopf verliebt. Ich ziehe Kuchen Torten vor (wenn ich auch einen soft spot für die deutscheste aller Torten, die Schwarzwälder, kultiviere) und meine Lieblingskuchen sind Linzertorte (Torte? Kuchen? Nein, definitiv Kuchen!) und Käsekuchen. Manchmal gleichauf mit gefülltem Hefezopf, Marzipanstollen und Splitterkuchen. Aber auf jeden Fall liegt der Käsekuchen fest in der Spitzengruppe.

Und dann kommt dieses Rezept einfach so aus dem Nichts, trifft meine ungeschützte Flanke und wirft mich um. Und ist auch noch absolut abnehmtauglich! Und hat gute Makros! Und schmeckt großartig! Und ist einfach zuzubereiten! Und macht satt!

Ersetzt natürlich eine komplette Mahlzeit – aber ist es auch sowas von wert! Ein Käsekuchen ohne Boden, der Kuchengelüste befriedigt und glücklich macht.

Ich habe ein bisschen am Rezept herumgefuchtelt – habe Milch durch ungesüßte Mandelmilch ersetzt, die Kirschen durch 125 Gramm Tiefkühlbeeren und einmal Testweise die zwei Scoop Whey durch ein weiteres Ei. Freundin A. meinte spontan, als ich ihr begeistert davon erzählt habe, dass man das bestimmt auch gut salzig machen könnte. Hat Cabernet auch schon vorgeschlagen, ist für mich aber erstmal nicht so bedeutend. Obwohl so eine Art bodenloser Terror-Flammkuchen-Klumpen wäre schon klasse …

Quarkauflauf. Große Begeisterung. 😊 #ohneunsinnabnehmen

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Jedenfalls habe ich diesen Auflauf Freitag und Samstag gegessen, Samstag bin ich sogar extra nach dem Sport noch ins Prollo-Kaufland, um mir eine 20cm-Springform dafür zu kaufen, weil meine Kastenform dafür nicht ideal und meine runde Silikonform zu groß war.

Und das Rezept? Das gibt’s im Original hier und meins sieht so aus:

  • 250 Gramm Magerquark (170 Kalorien)
  • 125 Gramm Tiefkühlbeeren (50 Kalorien)
  • 30 g Schoko-Whey (Ich habe nur Schoko-Proteinpulver) (114 Kalorien)
  • 125 ml Mandelmilch (16 Kalorien)
  • 1 Ei (70 Kalorien)
  • 10 g Weichweizengrieß (33 Kalorien)
  • Süßstoff, Vanille, Zimt, Koriander, Muskat, Kardamom, Ingwer (ich liebe Gewürze)

Whey, Grieß, Süßstoff und Gewürze in die Mandelmilch einrühren. Quark und Ei dazugeben und schaumig rühren. Die Beeren in die Springform legen und die Quarkbrühe (es wird recht flüssig) dazugeben. Den Auflauf im Ofen bei 180 ° Umluft ca. 30 Minuten backen.

Zusammen 501 Kalorien – eine komplette Mahlzeit aber dafür auch saugute Makros! Proteinmäßig der Knaller.

Diese Woche ist erst einmal essenstechnisch anders verplant, aber vielleicht findet der Auflauf Freitag und Samstag (oder Sonntag) wieder den Weg in mein Budget.

Apropos Budget … die letzte Woche 2500 Kalorien gespart, 675000 to go. Sehr langsamer Progress. Aber trotz heftiger Gegenwehr ist mir am Samstag J1 reingegrätscht. In dem sein Linsen-Chili zwar sparsam war, aber mit frisch aufgebackenem Brot serviert wurde (noooooiiin!!!) und er auch noch Blaubeer-Biscoffboden-Käsekuchen(!!!!)-Muffins gebacken hatte. Ich hatte mal wieder null Selbstkontrolle. Manchmal möchte ich mich einfach permanent ohrfeigen.

Kleiner Teilerfolg: Keine Schokolade diese Woche gegessen. Und außer den Muffins keine Süßigkeiten. Und außer dem Brot zum Chili keine Backwaren. Mühsam näherndes Einhörnchen.

Was geschah sonst noch am Wochenende? Ich war beim Sport gut drauf, die Waldnymphe hat mir die Haare nachgefärbt, wir haben Werewolf gespielt, es wurde TESO gezockt, wir haben den echt genialen Film „Hidden Figures“ geschaut und der Erklärfaun wurde krank. Irgendwann musste es ihn ja auch erwischen.

Für diese Woche plane ich die Wiederaufnahme der Plank-Challenge und hoffentlich viel Sport.

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Culinary Diversity-Wölfe. Auf eine gewisse Weise. Ein bisschen zumindest.

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Eigentlich hatte ich mir Pitahaya kaufen wollen. Die sah so unglaublich bizarr und lecker aus, in ihrem Körbchen im Prollo-Kaufland. Ich hatte auch schon danach gegriffen, als mir auffiel, dass der Preis gar nicht für’s Kilo, sondern für eine einzelne Frucht stand. Deshalb legte ich das rote Wunder wieder zurück und beschloss, nicht den Preis einer kompletten Mahlzeit für ein Teil Obst auszugeben.

Stattdessen tat ich etwas, was ich schon lange vorgehabt hatte: Tiefkühlobst kaufen.

Beeren sind kalorien- und nährstofftechnisch die bei weitem sinnvollsten Früchte – sogar die Paleo-Heimer stehen total darauf. Außerdem schmecken sie hervorragend. Dummerweise sind sie nicht nur sehr saisonal, sondern auch frisch sehr schwer aufzubewahren, weil sie dazu neigen, nach 24 Stunden Schimmel anzusetzen oder völlig zu vermatschen.

Him- und Heidelbeeren von der Südhalbkugel kamen also gar nicht in Frage.

Aber … wie gesagt: Tiefkühlobst! Ich hatte die üblichen Vorbehalte. Klimasauerei, nicht so gesund, schmeckt nach Fuß. Und bekam alles im Internet freundlich wegerklärt. Das Zeug ist sogar deutlich gesünder als der importierte Mist vom anderen Ende der Welt. Und dass es ohne eine zwölfstündige Flugreise auch klimafreundlicher ist, steht ja eh außer Frage.

Blieb noch der Geschmack. Da stellte sich heraus: Alles, bis auf Erdbeeren, schmeckt tiefgekühlt nicht schlechter, wenn auch das Geruchserlebnis bei frisch gepflückten Beeren natürlich fehlt, was einiges ausmacht. Aber, ganz ehrlich … soooo viel selbstgepflückte Beeren habe ich auch in der Saison eher selten und als special treat. Das Zeug, was man saisonal im Laden bekommt, hat dieses Aroma auch nicht. Auf jeden Fall besser als die faden Gewächshauszombies, die man derzeit „frisch“ für teuer Geld erwerben kann. Erdbeeren sind auch lecker, haben dann aber nur eine eigenartige Haptik, an die man sich erst gewöhnen muss. Nicht ganz so toll, aber in Porridge oder Skyr kein Punktabzug.

Diese Epiphanie hatte ich kurz vor Weihnachten. Und seitdem enthält nicht nur mein fast tägliches Quarkporridge 125 Gramm gemischte Tiefkühlbeeren (oder Himbeeren. Oder Erdbeeren), die mit etwas um die 40 Kalorien zu Buche schlagen, sondern ich haue das Zeug auch direkt aus dem Gefrierfach in Skyr, was zusammen mit ein bisschen Süßstoff zu einer Art frozen yoghurt führt, der mir sehr gut schmeckt.

Mittlerweile hat diese gute Erfahrung dazu geführt, dass ich auch sonst viel mehr Tiefkühlzeug nutze. Ich meine, den Unterbau-Tiefkühler habe ich eh, warum ihn nicht mit Blumenkohl, Bohnen oder Rosenkohl vollstopfen? Macht weniger Stress als das frische Zeug und ich bin nicht so gebunden, was ich wann esse. Ich entscheide sonntags einfach spontan, was ich für die nächste Woche mealpreppe. Als Ergänzung dann noch frischen Butternut und alles ist prima.

Ich bin mir sicher, dass das für die überwältigende Mehrheit der Menschen keine besonders neue Erkenntnis ist … aber ich bin haushaltstechnisch weiterhin herausgefordert. Ich bin vielleicht gerade an der Schwelle vom Noob zum Casual, bis ich mal ein Pro bin, dauert es noch ein paar Jahre!

Nachbemerkung: Booooo für Aldi, die ihre TK-Beerenmischungen zuckern! Das ist schlechter Stil und unnötig! Und führt dazu, dass ich jetzt nur noch bei Lidl einkaufe, weil deren Him- und Erdbeeren zusatzfrei sind.

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil fünfzehn: Karotten-Kartoffel-Eintopf

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Nicht wirklich das Exotischste vom Exotischen, dafür aber saisonal und regional und bei diesem Winterwetter (auch wenn der schöne Schnee von gestern wieder geschmolzen ist) eine absolut feine Sache. Das einzig nicht regionale ist das Kokosöl, in dem ich die Gelberüben und Kartoffeln kurz angebraten habe. Da man Gelberüben mit ein wenig Fett verwirtschaften sollte, um sie gut verwerten zu können, habe ich das darüber gelöst. Also – Gemüse kleinschneiden, in Kokosöl anbraten (da braucht man nicht viel, zehn Gramm reichen für anderthalb Kilo unterirdische Goodness), mit Gemüsebrühe ablöschen, weichkochen, pürieren, mit Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer, Muskat und Koriander würzen und zum Abschluss ein paar Löffel Sojaghurt dazu.

Ich bin davon begeistert und der Topf voll hat mich gestern Abend gesättigt und wird das heute Abend auch noch einmal tun! Die Suppe war auch das einzig „Vernünftige“, das ich an Samstag und Sonntag gegessen habe. Wobei ich Lebensmittel nicht in Kategorien einteilen sollte. Die sind alle prima. Aber ich habe zu wenig Protein und zu viel Fett und Zucker zu mir genommen. Und das mit großem Genuss!

Das Schokoladenfrühstück mal wieder … Omnomnom … Zuerst ein Amuse Gueule aus selbstgemachter Johannisbeermarmelade mit Schokocreme und Karamellsauce, dann selbstgebackene Dinge (Brot, Croissants, Brötchen, Zimtschnecken …) mit Ziegen- und Blauschimmelkäse, regionalen Wurst-, Schinken- und anderen Käsespezialitäten (für mich eben viel Käse), hausgemachte Marmeladen, ein Zwischengang mit Gewürzpralinen, dann noch mehr leckere Dinge … zum Beispiel die selbstgemachte Schokocreme für auf’s Brot …. Und zum Finale ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Marmelade und Vanillesauce. Und die als Getränk gereichte heiße Schokolade war nicht zu süß, sondern ein absoluter Traum!

Große Begeisterung und absolute Sättigung. Wir sind anschließend noch ein bisschen über den Weihnachtsmarkt auf dem verschneiten Dilsberg gewandert, bis es uns zu kalt wurde. Dann fuhren wir durchs dunkler werdende Neckartal nach Hause und bereiteten das Käsefondue vor.

Um vier kamen K., Voller Napf und T., wir spielten zuerst ein paar Stunden Mage und dann habe ich zum ersten Mal Käsefondue gegessen. Bisher kannte ich es nur aus Asterix („In den See, in den See, mit einem Gewicht an den Füßen!“) und war deshalb völlig baff, dass da Wein reinkommt! Dementsprechend hat es mir auch nicht soooo dolle geschmeckt. Ich habe mich dann mit T. (der Veganerin) an die Gemüsesticks mit Dip gehalten. Man muss alles mal probieren. Jetzt weiß ich, dass Käsefondue nicht meins ist. Außer man könnte den Wein durch etwas, das nicht nach Alkohol schmeckt, ersetzen.

Sonntags war ich zwar im Sport (und habe dank der vollen Kohlenhydratspeicher wahre Wunder beim Cardio vollbracht!), habe aber sonst nur Plätzchen und Schokolade und eben am Abend eine Schüssel Gemüsesuppe gegessen.

Insofern: War ein tolles Wochenende, wird mich nur einige Tage mit fettem Defizit kosten, bis ich diese Exzesse wieder eingefangen habe.

Totally worth it!

Der virtuelle Bücherstapel, die Schwarmintelligenz und ein klein wenig Culinary Diversity

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… weshalb die Wölfe zumindest ein bisschen eitel posieren dürfen! Wirklich neu und aufregend ist es zwar nicht, aber ich hatte die Nase voll, immer nur Äpfel, Äpfel, Äpfel und Äpfel in meinen Porridge zu schnibbeln. Der Winter bietet nun mal nur wenig Abwechslung, obsttechnisch. Außer man nimmt weitgereiste Sachen. Oder Zitrusfrüchte (die sind nur mittelweit gereist). Aber zum Glück gibt es das Tiefkühlfach! Ich liebe Beeren in allen Variationen und beim Prollo-Kaufland gab es einen günstigen 750-Gramm-Sack mit einer bunten Mischung aus Erd-, Heidel-, Johannis- und Himbeeren. Das habe ich aufgeteilt und kann nun jeden Abend bei der Vorbereitung meines Porridge für den nächsten Mittag einfach eine gefrorene Portion Früchte in den frisch aufgekochten Pampf einrühren. Sehr schön. Muss ich öfter machen! Ein bisschen Sommervielfalt zurückholen.

Gestern war ich Teil der Schwarmintelligenz des Internet.

Generell kann ich mit Twitter wenig anfangen. Ich mag die Bonmot-Sammlungen, die manchmal mit „best of Twitter“ auftauchen, halte aber sonst von den vielen Verkürzungen eher wenig. Ich bleibe altmodisch bei Blogs oder Messageboards, die eine Vertiefung von Gedanken ohne Zeichenbegrenzung ermöglichen.

Normalerweise kann ich grobe Vereinfachungen ganz gut wegwedeln. Aber gestern ist mir dann doch der Kragen geplatzt, als auf meinem tumblr-Dashboard ein kleiner Vollquatsch auftauchte, der aus dem „plötzlichen Untergang“ des römischen Reiches eine Analogie zu den Vereinigten Staaten 2017 stricken wollte. So viel Unkenntnis war mir dann doch zu arg und ich habe das Ding ge-reblogged und hinzugefügt, dass das „römische Reich“, sofern man den Beginn des „Untergangs“ mit dem Wechsel von Republik zu Kaiserreich ansetzt (und wo genau? Triumvirat? Octavian? Kaiser ohne Senatshintergrund? Soldatenkaiser?), immerhin noch tausend Jahre bis zum Verfall brauchte. Was wohl kaum „plötzlich“ ist. Eher das Gegenteil! Wenn die USA sich nach Trump noch ein Jahrtausend halten, ist das doch eine beeindruckende Leistung.

Ich hätte gedacht, dass ich auf diese korinthige Nörgelei hin ein Shitstörmchen der Analogie-als-Aphorismus-Fraktion (die auf tumblr wirklich sehr dominant sein kann) ernten würde. Aber stattdessen bekam ich freundliche Nachrichten und ein paar Reblogs.

Auch fein. Ich habe auf meine nerdige Weise dazu beigetragen, das Gesamtbildungsniveau im Nanobereich zu heben. Yay me.

Ich habe es schon wieder getan: Ein Buch gekauft, obwohl ich mit dem letzten noch nicht fertig bin. Das mache ich ständig. Allerdings erst, seit ich praktisch nur noch Ebooks kaufe. Zu Zeiten der Holzmedien waren mir die wachsenden Stapel ein gar zu offensichtliches Memento Mori. Aber seit sich Bücher in winzige Dateien packen lassen und dann jederzeit verfügbar auf meinem Reader herumschlumpfen, habe ich etwa zehn angefangene Romane und zwei Sachbücher. Und dann noch fünf nicht einmal angefangene …

Weil es so verdammt bequem ist! Ich lese im Internet eine Rezension, denke „Oh, das könnte mir gefallen!“, muss nicht mehr wie früher zur Buchhandlung wandern und warten, bis die Bestellung ankommt, sondern mache einen Klick und das Ding sitzt in meiner virtuellen Bibliothek. Hat anklickbare Querverweise, weiß immer, bis wohin ich letztes Mal gelesen habe und lässt sich auch als tausend-Seiten-Wälzer in einem Gerät herumtragen, das nur ein paar hundert Gramm wiegt (I’m looking at you, Jules Verne!). Und das mir nebenbei Reddit, Skype, etliche Spiele, meine Mails, Instagram, MFP, Habitica, Filme und Musik bietet …

Ich werde mittlerweile ungehalten, wenn es ein Buch, das ich haben möchte, nicht als kindle- oder epub-Version gibt. Dann kaufe ich es nicht. Denn in meiner Wohnung stehen noch genügend Bücherregale herum, um mich zu nerven. Ich werde sie nach und nach abschaffen. Und wenn dann die Zombieapokalypse kommt und es keinen Strom mehr gibt … ist mir das auch egal, weil ich dann andere Sachen zu tun haben werde. Mit dem Jagdbogen auf Plünderer schießen zum Beispiel. Oder Hühner und Ziegen züchten.

Der Überall-Noob-Faktor und noch mehr Erdnussmehl

Letzteres gab es gestern im Konjakpudding als Nachtisch. Ein halber Liter Pudding mit Backkakao, Haselnuss-Flavdrops, Erdnussmehl und verdünnter Milch für um die hundert Kalorien. Sehr lecker aber auch hier war mir der Erdnussgeschmack nicht dominant genug, um die Zusatzkalorien zu rechtfertigen. Ich werde das Erdnussmehl künftig also hauptsächlich als Bananenaufstrich und im Sojaghurt verwenden. In diesen Bereichen strahlt es und die geschmackliche Gnadensonne leuchtet über dem Haus. Dieses Pathos ist absolut angebracht. Das Zeug ist das Mana der Götter.

Beim Seilspringen geht es voran. Mittlerweile schaffe ich achtzig Sprünge am Stück, ohne mich zu verheddern. Natürlich nicht ständig, das ist nur mein Maximum. Aber ich sehe eine Verbesserung. Und das ist mir beim Sport wichtig: Stetige Verbesserung, damit ich motiviert bleiben kann. Derzeit bin ich selbstverständlich noch weit von den utopischen „Och, ich mach so zwei-, dreitausend Sprünge“ Verhältnissen des Erklärfaun entfernt. Meine Einheiten sind eher im Bereich drei- bis vierhundert. Und selbst das macht mich ganz schön fertig. Seltsam, wie man durch Laufen, Crosstrainer, Krafttraining Ausdauer entwickelt und die einem bei einer neuen Sportart wieder so überhaupt gar nichts bringt! Start bei Null.

Und zusätzlich zu meiner Herumnooberei habe ich gestern der Waldnymphe bei ihren ersten Schritten in TESO geholfen. Sie hat noch nie am Computer gezockt, besitzt zwar eine PS4, macht damit aber maximal Puzzlegames wie die Fables-Umsetzung mit Bigby Wolf („The Wolf Among Us“). J1 hat ihr TESO auf ihrem neuen Laptop eingerichtet, Discord samt Zugang zu unserem Server auch gleich dazu – aber das bedeutet ja nicht, dass sie sofort in allem drin ist. Wenn ich mich an meine ersten Schritte in einem 3D-Game erinnere, stellt sie sich verdammt schlau an. Für mich war damals, April 2005, das Startgebiet der Tauren in WoW hauptsächlich Gras, weil ich es nicht kapiert habe, meine Kamera vom Boden wegzubekommen. Nach Ultima Online war WoW wirklich zu viel des optisch Guten!

Ich freue mich darauf, wenn sie aus der Tutorialmission kommt. Dann können wir zusammen spielen. Natürlich mal wieder mit den beiden Wölfen. Unseren Charakteren. Ich habe Rhys ja schon seit Morrowind in TESO nachgebaut, nun gibt es also auch noch Jamie. Culinary Diversity ist dort auch zu erwarten. Immerhin strotzt Tamriel vor interessanten Rezepten und Zutaten (und nein, damit meine ich nicht die aus Skyrim bekannte Riesenzehe …). Im Internet findet man manche auch zum Nachkochen mit irdischen Zutaten. Port Hunding Cheese Fries, Sweetrolls, Garlic Chowder, Orcish Bratwurst in Bun, Whiterun Cheese Baked Trout … Klingt doch alles super!

Aber jetzt erst einmal aufs Wochenende freuen. Heute mit Buddha Bowl, Käsekuchen und Plätzchen beim Vampirespielen, morgen Bastelabend mit dem Erklärfaun.

Und zum Abschluss ein Video aus den Fünfzigern, als man weder Fatlogic noch Fat Acceptance erfunden hatte und wusste, dass man eben verdammt nochmal weniger essen muss, um abzunehmen …

Damals ging das irgendwie noch, heute ist das „genetisch“ und „Umweltgifte“ und „Zucker macht abhängig“. Klar. Keep telling you that!

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil dreizehn: Passionsfrucht

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Nein, lecker sieht das Porridge mit Passionsfrucht nun wirklich nicht aus. Es hat definitiv etwas von einem Aliengelege und man ist versucht, den Flammenwerfer anzufordern, damit sich das Zeug nicht auf der Erde verbreitet.

Aber im Gegensatz zu seinem Äußeren ist der Pampf geschmacklich mehr als hervorragend! Leicht säuerlich und aromatisch. Wirklich lecker. Wären die Dinger nicht so teuer und vom Ende der Welt, würde ich sie wohl sehr oft auf dem Speiseplan haben. Eine echte Entdeckung!

So, diese Woche esse ich also wieder Defizit. Besonders Lust darauf habe ich nicht. Die Motivation hält sich in Grenzen. Aber ich habe in den letzten Wochen an Frei- und Samstagen zu deutlich über meine Verhältnisse gelebt und deshalb muss wieder Speck weg. Und dann noch etwas zusätzlich, damit ich mehr Puffer für Weihnachten habe. Denn zu glauben, dass ich einen dreiwöchigen Urlaub kalorientechnisch unbeschadet überstehe, wäre doch allzu blauäugig! Urlaub ist immer gefährlich. Und Urlaub, den ich nicht damit verbringe, acht Stunden am Tag fremde Städte zu Fuß zu erkunden, ist noch eine ganze Ecke schlimmer. Dann sitze ich zu Hause auf der Couch und wenn etwas da ist, esse ich es. Natürlich ist rund um Weihnachten immer etwas da – also besser uffbasse.

Mein Sportprogramm ist jetzt erst einmal für Dienstag und Samstag geplant. Wenn ich an einem anderen Tag noch dazu komme, umso besser. Die Ausdauer für’s Laufen erhalte ich mir mit dem Crosstrainer, das hat schließlich letztes Jahr auch schon prima geklappt. Aber zum Joggen ist es mir mittlerweile wirklich zu dunkel geworden. Mit einer Angsterkrankung ist eine Joggingstrecke bei Nacht echt keine gute Idee. Besonders meine, die an Industrieruinen vorbei und durch dunkle Alleen führt. Dann doch lieber im hellen, freundlichen Gym herumstrampeln und sich auf April freuen, wenn die Sonne wieder günstiger steht!

Cardio wird aber nicht der Hauptfokus sein. Ich will wieder auf Stand mit der Bemuskelung und wenn’s geht noch eine Schippe drauflegen.

Das alles wäre gut schaffbar. Allerdings mit meinen momentanen Abnehmplänen wieder mal reichlich inkompatibel. Ich mache exakt denselben Fehler wie letzten Winter: Mir einzubilden, man könne gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufbauen. Naja, dann eben Fettabbau und Kraftausdauer bis Januar und dann Muskelaufbau ab dem neuen Jahr.

Hauptsache, ich kann wieder Sport machen und finde eine für mich und Butzel Brombeerschorle passende Routine.

Die Culinary Diversity-Wölfe vertiefen ihr Wissen: Mehr Butternut-Kürbis!

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Ich liebe Kürbissuppe. Sie füllt einen ganz mit warmer Zufriedenheit, ist extrem viskos und schmeckt wundervoll. Bisher habe ich sie nur aus Hokkaido gegessen. Aber der ist ja leider sehr, sehr kaloriendicht. Zumindest für ein Gemüse. Und wenn man dann noch zwecks Textur Kartoffeln hinzufügt, kommt man schnell in Bereiche, die auch ohne zusätzlich Käse oder Tofu Hauptmahlzeitencharakter haben!

Zum Glück habe ich so gute Erfahrungen mit Butternut gemacht. Keine doofe, feste Schale, wenig Kerne zu entfernen, feiner Geschmack und fast so leicht zu kaufen wie Hokkaido! Also habe ich mir einen exakt ein Kilo schweren Butternut gekauft (sehr kleines Teil) und mir daraus plus 200 Gramm angebratener Zwiebel und 300 Gramm Kartoffeln eine Suppe gebastelt. Ergibt also drei halbe Abendessen für zusammen 745 Kalorien. Ich habe keine Sahne dazu aber die Zwiebeln in Kokosöl angebraten. Gewürzt wurde mit Suppengrün, Ingwer, Muskat, Salz und Pfeffer. Eigentlich wollte ich noch Gelberüben dazuhauen, die sind mir aber innerhalb von 24 Stunden vergammelt. Nächstes Mal genauer hinsehen beim Kaufen.

Butternutkürbis-Suppe mit Kartoffeln und Zwiebeln. #pumpkin #vegan

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Jetzt kann ich also drei Tage lang Suppe und dazu eine ganze Packung Handkäse essen und komme damit auf knapp über 500 Kalorien und 60 Gramm Eiweiß allein im Abendessen. Sehr zufriedenstellend! Dazu dann noch 350 Kalorien für das Mittagessen und knapp 200 für Sojaghurt mit Obst und ich hole den Überfluss des letzten Wochenendes bequem wieder rein. Die Fett-Kohlenhydratorgie in der Fetten Wutz mit den Mashed Potatoes und den Homemade Chips (nicht Fries! Das waren tatsächlich unglaublich leckere Chips!) plus dem Fladenbrot-Hummus-Aioli-Fest von Voller Napf haben heftig ins Kontor geschlagen. Muss aber eben auch mal sein. Und kann man mit etwas Disziplin schließlich auch problemfrei wieder einfangen.

Auch wenn mein Zyklus-Anfang-Hoch diesmal fast viereinhalb Kilo beträgt. Autsch. Auch wenn das die üblichen vier Kilo Wasser sind, bleiben 500 Gramm, die ich wieder wegmachen sollte. Kriege ich hin. Obwohl ich erst übernächste Woche wieder Sport machen darf.

Ein bisschen bescheiße ich auch, weil ich trotz des Sportverbots ein paar Bodyweightübungen mache. Nur ein wenig und nicht so viel, dass ich wirklich ins Schwitzen komme. Also absolut vertretbar!