Culinary Diversity-Wölfe

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil fünfzehn: Karotten-Kartoffel-Eintopf

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Nicht wirklich das Exotischste vom Exotischen, dafür aber saisonal und regional und bei diesem Winterwetter (auch wenn der schöne Schnee von gestern wieder geschmolzen ist) eine absolut feine Sache. Das einzig nicht regionale ist das Kokosöl, in dem ich die Gelberüben und Kartoffeln kurz angebraten habe. Da man Gelberüben mit ein wenig Fett verwirtschaften sollte, um sie gut verwerten zu können, habe ich das darüber gelöst. Also – Gemüse kleinschneiden, in Kokosöl anbraten (da braucht man nicht viel, zehn Gramm reichen für anderthalb Kilo unterirdische Goodness), mit Gemüsebrühe ablöschen, weichkochen, pürieren, mit Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer, Muskat und Koriander würzen und zum Abschluss ein paar Löffel Sojaghurt dazu.

Ich bin davon begeistert und der Topf voll hat mich gestern Abend gesättigt und wird das heute Abend auch noch einmal tun! Die Suppe war auch das einzig „Vernünftige“, das ich an Samstag und Sonntag gegessen habe. Wobei ich Lebensmittel nicht in Kategorien einteilen sollte. Die sind alle prima. Aber ich habe zu wenig Protein und zu viel Fett und Zucker zu mir genommen. Und das mit großem Genuss!

Das Schokoladenfrühstück mal wieder … Omnomnom … Zuerst ein Amuse Gueule aus selbstgemachter Johannisbeermarmelade mit Schokocreme und Karamellsauce, dann selbstgebackene Dinge (Brot, Croissants, Brötchen, Zimtschnecken …) mit Ziegen- und Blauschimmelkäse, regionalen Wurst-, Schinken- und anderen Käsespezialitäten (für mich eben viel Käse), hausgemachte Marmeladen, ein Zwischengang mit Gewürzpralinen, dann noch mehr leckere Dinge … zum Beispiel die selbstgemachte Schokocreme für auf’s Brot …. Und zum Finale ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Marmelade und Vanillesauce. Und die als Getränk gereichte heiße Schokolade war nicht zu süß, sondern ein absoluter Traum!

Große Begeisterung und absolute Sättigung. Wir sind anschließend noch ein bisschen über den Weihnachtsmarkt auf dem verschneiten Dilsberg gewandert, bis es uns zu kalt wurde. Dann fuhren wir durchs dunkler werdende Neckartal nach Hause und bereiteten das Käsefondue vor.

Um vier kamen K., Voller Napf und T., wir spielten zuerst ein paar Stunden Mage und dann habe ich zum ersten Mal Käsefondue gegessen. Bisher kannte ich es nur aus Asterix („In den See, in den See, mit einem Gewicht an den Füßen!“) und war deshalb völlig baff, dass da Wein reinkommt! Dementsprechend hat es mir auch nicht soooo dolle geschmeckt. Ich habe mich dann mit T. (der Veganerin) an die Gemüsesticks mit Dip gehalten. Man muss alles mal probieren. Jetzt weiß ich, dass Käsefondue nicht meins ist. Außer man könnte den Wein durch etwas, das nicht nach Alkohol schmeckt, ersetzen.

Sonntags war ich zwar im Sport (und habe dank der vollen Kohlenhydratspeicher wahre Wunder beim Cardio vollbracht!), habe aber sonst nur Plätzchen und Schokolade und eben am Abend eine Schüssel Gemüsesuppe gegessen.

Insofern: War ein tolles Wochenende, wird mich nur einige Tage mit fettem Defizit kosten, bis ich diese Exzesse wieder eingefangen habe.

Totally worth it!

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Der virtuelle Bücherstapel, die Schwarmintelligenz und ein klein wenig Culinary Diversity

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… weshalb die Wölfe zumindest ein bisschen eitel posieren dürfen! Wirklich neu und aufregend ist es zwar nicht, aber ich hatte die Nase voll, immer nur Äpfel, Äpfel, Äpfel und Äpfel in meinen Porridge zu schnibbeln. Der Winter bietet nun mal nur wenig Abwechslung, obsttechnisch. Außer man nimmt weitgereiste Sachen. Oder Zitrusfrüchte (die sind nur mittelweit gereist). Aber zum Glück gibt es das Tiefkühlfach! Ich liebe Beeren in allen Variationen und beim Prollo-Kaufland gab es einen günstigen 750-Gramm-Sack mit einer bunten Mischung aus Erd-, Heidel-, Johannis- und Himbeeren. Das habe ich aufgeteilt und kann nun jeden Abend bei der Vorbereitung meines Porridge für den nächsten Mittag einfach eine gefrorene Portion Früchte in den frisch aufgekochten Pampf einrühren. Sehr schön. Muss ich öfter machen! Ein bisschen Sommervielfalt zurückholen.

Gestern war ich Teil der Schwarmintelligenz des Internet.

Generell kann ich mit Twitter wenig anfangen. Ich mag die Bonmot-Sammlungen, die manchmal mit „best of Twitter“ auftauchen, halte aber sonst von den vielen Verkürzungen eher wenig. Ich bleibe altmodisch bei Blogs oder Messageboards, die eine Vertiefung von Gedanken ohne Zeichenbegrenzung ermöglichen.

Normalerweise kann ich grobe Vereinfachungen ganz gut wegwedeln. Aber gestern ist mir dann doch der Kragen geplatzt, als auf meinem tumblr-Dashboard ein kleiner Vollquatsch auftauchte, der aus dem „plötzlichen Untergang“ des römischen Reiches eine Analogie zu den Vereinigten Staaten 2017 stricken wollte. So viel Unkenntnis war mir dann doch zu arg und ich habe das Ding ge-reblogged und hinzugefügt, dass das „römische Reich“, sofern man den Beginn des „Untergangs“ mit dem Wechsel von Republik zu Kaiserreich ansetzt (und wo genau? Triumvirat? Octavian? Kaiser ohne Senatshintergrund? Soldatenkaiser?), immerhin noch tausend Jahre bis zum Verfall brauchte. Was wohl kaum „plötzlich“ ist. Eher das Gegenteil! Wenn die USA sich nach Trump noch ein Jahrtausend halten, ist das doch eine beeindruckende Leistung.

Ich hätte gedacht, dass ich auf diese korinthige Nörgelei hin ein Shitstörmchen der Analogie-als-Aphorismus-Fraktion (die auf tumblr wirklich sehr dominant sein kann) ernten würde. Aber stattdessen bekam ich freundliche Nachrichten und ein paar Reblogs.

Auch fein. Ich habe auf meine nerdige Weise dazu beigetragen, das Gesamtbildungsniveau im Nanobereich zu heben. Yay me.

Ich habe es schon wieder getan: Ein Buch gekauft, obwohl ich mit dem letzten noch nicht fertig bin. Das mache ich ständig. Allerdings erst, seit ich praktisch nur noch Ebooks kaufe. Zu Zeiten der Holzmedien waren mir die wachsenden Stapel ein gar zu offensichtliches Memento Mori. Aber seit sich Bücher in winzige Dateien packen lassen und dann jederzeit verfügbar auf meinem Reader herumschlumpfen, habe ich etwa zehn angefangene Romane und zwei Sachbücher. Und dann noch fünf nicht einmal angefangene …

Weil es so verdammt bequem ist! Ich lese im Internet eine Rezension, denke „Oh, das könnte mir gefallen!“, muss nicht mehr wie früher zur Buchhandlung wandern und warten, bis die Bestellung ankommt, sondern mache einen Klick und das Ding sitzt in meiner virtuellen Bibliothek. Hat anklickbare Querverweise, weiß immer, bis wohin ich letztes Mal gelesen habe und lässt sich auch als tausend-Seiten-Wälzer in einem Gerät herumtragen, das nur ein paar hundert Gramm wiegt (I’m looking at you, Jules Verne!). Und das mir nebenbei Reddit, Skype, etliche Spiele, meine Mails, Instagram, MFP, Habitica, Filme und Musik bietet …

Ich werde mittlerweile ungehalten, wenn es ein Buch, das ich haben möchte, nicht als kindle- oder epub-Version gibt. Dann kaufe ich es nicht. Denn in meiner Wohnung stehen noch genügend Bücherregale herum, um mich zu nerven. Ich werde sie nach und nach abschaffen. Und wenn dann die Zombieapokalypse kommt und es keinen Strom mehr gibt … ist mir das auch egal, weil ich dann andere Sachen zu tun haben werde. Mit dem Jagdbogen auf Plünderer schießen zum Beispiel. Oder Hühner und Ziegen züchten.

Der Überall-Noob-Faktor und noch mehr Erdnussmehl

Letzteres gab es gestern im Konjakpudding als Nachtisch. Ein halber Liter Pudding mit Backkakao, Haselnuss-Flavdrops, Erdnussmehl und verdünnter Milch für um die hundert Kalorien. Sehr lecker aber auch hier war mir der Erdnussgeschmack nicht dominant genug, um die Zusatzkalorien zu rechtfertigen. Ich werde das Erdnussmehl künftig also hauptsächlich als Bananenaufstrich und im Sojaghurt verwenden. In diesen Bereichen strahlt es und die geschmackliche Gnadensonne leuchtet über dem Haus. Dieses Pathos ist absolut angebracht. Das Zeug ist das Mana der Götter.

Beim Seilspringen geht es voran. Mittlerweile schaffe ich achtzig Sprünge am Stück, ohne mich zu verheddern. Natürlich nicht ständig, das ist nur mein Maximum. Aber ich sehe eine Verbesserung. Und das ist mir beim Sport wichtig: Stetige Verbesserung, damit ich motiviert bleiben kann. Derzeit bin ich selbstverständlich noch weit von den utopischen „Och, ich mach so zwei-, dreitausend Sprünge“ Verhältnissen des Erklärfaun entfernt. Meine Einheiten sind eher im Bereich drei- bis vierhundert. Und selbst das macht mich ganz schön fertig. Seltsam, wie man durch Laufen, Crosstrainer, Krafttraining Ausdauer entwickelt und die einem bei einer neuen Sportart wieder so überhaupt gar nichts bringt! Start bei Null.

Und zusätzlich zu meiner Herumnooberei habe ich gestern der Waldnymphe bei ihren ersten Schritten in TESO geholfen. Sie hat noch nie am Computer gezockt, besitzt zwar eine PS4, macht damit aber maximal Puzzlegames wie die Fables-Umsetzung mit Bigby Wolf („The Wolf Among Us“). J1 hat ihr TESO auf ihrem neuen Laptop eingerichtet, Discord samt Zugang zu unserem Server auch gleich dazu – aber das bedeutet ja nicht, dass sie sofort in allem drin ist. Wenn ich mich an meine ersten Schritte in einem 3D-Game erinnere, stellt sie sich verdammt schlau an. Für mich war damals, April 2005, das Startgebiet der Tauren in WoW hauptsächlich Gras, weil ich es nicht kapiert habe, meine Kamera vom Boden wegzubekommen. Nach Ultima Online war WoW wirklich zu viel des optisch Guten!

Ich freue mich darauf, wenn sie aus der Tutorialmission kommt. Dann können wir zusammen spielen. Natürlich mal wieder mit den beiden Wölfen. Unseren Charakteren. Ich habe Rhys ja schon seit Morrowind in TESO nachgebaut, nun gibt es also auch noch Jamie. Culinary Diversity ist dort auch zu erwarten. Immerhin strotzt Tamriel vor interessanten Rezepten und Zutaten (und nein, damit meine ich nicht die aus Skyrim bekannte Riesenzehe …). Im Internet findet man manche auch zum Nachkochen mit irdischen Zutaten. Port Hunding Cheese Fries, Sweetrolls, Garlic Chowder, Orcish Bratwurst in Bun, Whiterun Cheese Baked Trout … Klingt doch alles super!

Aber jetzt erst einmal aufs Wochenende freuen. Heute mit Buddha Bowl, Käsekuchen und Plätzchen beim Vampirespielen, morgen Bastelabend mit dem Erklärfaun.

Und zum Abschluss ein Video aus den Fünfzigern, als man weder Fatlogic noch Fat Acceptance erfunden hatte und wusste, dass man eben verdammt nochmal weniger essen muss, um abzunehmen …

Damals ging das irgendwie noch, heute ist das „genetisch“ und „Umweltgifte“ und „Zucker macht abhängig“. Klar. Keep telling you that!

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil dreizehn: Passionsfrucht

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Nein, lecker sieht das Porridge mit Passionsfrucht nun wirklich nicht aus. Es hat definitiv etwas von einem Aliengelege und man ist versucht, den Flammenwerfer anzufordern, damit sich das Zeug nicht auf der Erde verbreitet.

Aber im Gegensatz zu seinem Äußeren ist der Pampf geschmacklich mehr als hervorragend! Leicht säuerlich und aromatisch. Wirklich lecker. Wären die Dinger nicht so teuer und vom Ende der Welt, würde ich sie wohl sehr oft auf dem Speiseplan haben. Eine echte Entdeckung!

Passionsfrucht-Porridge oder Aliengelege? You decide! 😊 #Porridge #passionfruit #lunch #Protein

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So, diese Woche esse ich also wieder Defizit. Besonders Lust darauf habe ich nicht. Die Motivation hält sich in Grenzen. Aber ich habe in den letzten Wochen an Frei- und Samstagen zu deutlich über meine Verhältnisse gelebt und deshalb muss wieder Speck weg. Und dann noch etwas zusätzlich, damit ich mehr Puffer für Weihnachten habe. Denn zu glauben, dass ich einen dreiwöchigen Urlaub kalorientechnisch unbeschadet überstehe, wäre doch allzu blauäugig! Urlaub ist immer gefährlich. Und Urlaub, den ich nicht damit verbringe, acht Stunden am Tag fremde Städte zu Fuß zu erkunden, ist noch eine ganze Ecke schlimmer. Dann sitze ich zu Hause auf der Couch und wenn etwas da ist, esse ich es. Natürlich ist rund um Weihnachten immer etwas da – also besser uffbasse.

Mein Sportprogramm ist jetzt erst einmal für Dienstag und Samstag geplant. Wenn ich an einem anderen Tag noch dazu komme, umso besser. Die Ausdauer für’s Laufen erhalte ich mir mit dem Crosstrainer, das hat schließlich letztes Jahr auch schon prima geklappt. Aber zum Joggen ist es mir mittlerweile wirklich zu dunkel geworden. Mit einer Angsterkrankung ist eine Joggingstrecke bei Nacht echt keine gute Idee. Besonders meine, die an Industrieruinen vorbei und durch dunkle Alleen führt. Dann doch lieber im hellen, freundlichen Gym herumstrampeln und sich auf April freuen, wenn die Sonne wieder günstiger steht!

Cardio wird aber nicht der Hauptfokus sein. Ich will wieder auf Stand mit der Bemuskelung und wenn’s geht noch eine Schippe drauflegen.

Das alles wäre gut schaffbar. Allerdings mit meinen momentanen Abnehmplänen wieder mal reichlich inkompatibel. Ich mache exakt denselben Fehler wie letzten Winter: Mir einzubilden, man könne gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufbauen. Naja, dann eben Fettabbau und Kraftausdauer bis Januar und dann Muskelaufbau ab dem neuen Jahr.

Hauptsache, ich kann wieder Sport machen und finde eine für mich und Butzel Brombeerschorle passende Routine.

Die Culinary Diversity-Wölfe vertiefen ihr Wissen: Mehr Butternut-Kürbis!

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Ich liebe Kürbissuppe. Sie füllt einen ganz mit warmer Zufriedenheit, ist extrem viskos und schmeckt wundervoll. Bisher habe ich sie nur aus Hokkaido gegessen. Aber der ist ja leider sehr, sehr kaloriendicht. Zumindest für ein Gemüse. Und wenn man dann noch zwecks Textur Kartoffeln hinzufügt, kommt man schnell in Bereiche, die auch ohne zusätzlich Käse oder Tofu Hauptmahlzeitencharakter haben!

Zum Glück habe ich so gute Erfahrungen mit Butternut gemacht. Keine doofe, feste Schale, wenig Kerne zu entfernen, feiner Geschmack und fast so leicht zu kaufen wie Hokkaido! Also habe ich mir einen exakt ein Kilo schweren Butternut gekauft (sehr kleines Teil) und mir daraus plus 200 Gramm angebratener Zwiebel und 300 Gramm Kartoffeln eine Suppe gebastelt. Ergibt also drei halbe Abendessen für zusammen 745 Kalorien. Ich habe keine Sahne dazu aber die Zwiebeln in Kokosöl angebraten. Gewürzt wurde mit Suppengrün, Ingwer, Muskat, Salz und Pfeffer. Eigentlich wollte ich noch Gelberüben dazuhauen, die sind mir aber innerhalb von 24 Stunden vergammelt. Nächstes Mal genauer hinsehen beim Kaufen.

Butternutkürbis-Suppe mit Kartoffeln und Zwiebeln. #pumpkin #vegan

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Jetzt kann ich also drei Tage lang Suppe und dazu eine ganze Packung Handkäse essen und komme damit auf knapp über 500 Kalorien und 60 Gramm Eiweiß allein im Abendessen. Sehr zufriedenstellend! Dazu dann noch 350 Kalorien für das Mittagessen und knapp 200 für Sojaghurt mit Obst und ich hole den Überfluss des letzten Wochenendes bequem wieder rein. Die Fett-Kohlenhydratorgie in der Fetten Wutz mit den Mashed Potatoes und den Homemade Chips (nicht Fries! Das waren tatsächlich unglaublich leckere Chips!) plus dem Fladenbrot-Hummus-Aioli-Fest von Voller Napf haben heftig ins Kontor geschlagen. Muss aber eben auch mal sein. Und kann man mit etwas Disziplin schließlich auch problemfrei wieder einfangen.

Auch wenn mein Zyklus-Anfang-Hoch diesmal fast viereinhalb Kilo beträgt. Autsch. Auch wenn das die üblichen vier Kilo Wasser sind, bleiben 500 Gramm, die ich wieder wegmachen sollte. Kriege ich hin. Obwohl ich erst übernächste Woche wieder Sport machen darf.

Ein bisschen bescheiße ich auch, weil ich trotz des Sportverbots ein paar Bodyweightübungen mache. Nur ein wenig und nicht so viel, dass ich wirklich ins Schwitzen komme. Also absolut vertretbar!

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil zwölf: Butternutdurcheinander

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Eigentlich wäre es für diese Woche Passionsfrucht gewesen. Aber die Dinger sind immer noch steinhart, weshalb ich sie noch etwas liegenlasse. Das Nashi-Debakel brauche ich nicht nochmal. Lieber Geduld.

Also habe ich mir einen Butternutkürbis gegönnt, den ich dieses Jahr auch noch nicht gegessen habe. Und ich wollte doch unbedingt mal überprüfen, welcher Teil des Internets recht hat. Der, der behauptet, man müsse diesen Kürbis schälen oder der andere, der das verneint.

Ich habe diesmal nicht geschält. Vor allem, weil mich die Behauptung man könne den Butternut „total einfach mit dem Sparschäler“ schälen, so verärgert hat. Kann man nämlich nicht. Ich habe es probiert. Das ist eine stundenlange, hochfrustrierende Fisselarbeit. Wer das als „total einfach“ betitelt, hat den Schuss nicht gehört. Oder ist eine Haushaltsfee.

Also einfach grob zerkleinert und ab damit durch die Küchenmaschine. Ein Kilo Kürbis, ein Kilo Gelberüben. Dann noch ein Kilo Zucchini, 500 Gramm Spitzpaprika und diese Woche ist ge-mealprepped. Für die endgültige Zubereitung kommt noch etwas Kokosöl, ein wenig Teriyaki-Marinade, Tandoori-Gewürz, Salz und Pfeffer ran; ich werfe etwas Tofu oder Handkäse dazu und ab damit in den Ofen.

Gelberüben, Butternutkürbis, Zucchini, Paprika und Tofubällchen. #butternut #vegan

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Das Ergebnis freut mich sehr. Die Schale des Kürbis ist absolut essbar und auch nicht störender als beim Hokkaido. In yo face, Hälfte des Internets! Was ich immer noch nicht verstehe ist, warum der Hokkaido so viel mehr Kalorien (fast das Doppelte) des Butternut hat. 63 zu 38 bei fddb. Hokkaido ersetzt damit eher (Süß-)Kartoffeln bei einer Mahlzeit, während der Butternut im Ballpark von Rüben oder Zucchini herumturnt. Ich werde diesen Winter weiterhin beide auf dem Speiseplan haben. Nur Kürbisse, die man nicht schälen muss. Der Rest wird einfach nicht gegessen. Und nein, wenn man den Kürbis mit Schale garen und das Fleisch dann herauslösen muss, zählt das nicht. Das mag ich auch nicht. Zu viel Herumgematsche.

Ansonsten war das Wochenende so lala. Ich hatte zwar Spaß beim Sport am Samstag (auch wenn ich mir an der Langhantelstange den Kopf angehauen habe. Ja, das kann man machen. Muss man aber nicht!) und am Mage-Spielen. Aber der Sonntag hielt so einen entzückend heftigen Depressionsschub für mich bereit, dass ich nicht einmal richtig aufstehen konnte und mal wieder stundenlang brauchte, mir auch nur ein Glas Wasser zu holen. Dazu dann noch die schwärzesten aller schwarzen Gedanken, die eigentlich seit bald zwei Jahren überwunden waren.

Die Ursache dieses Schubes ist immer noch die Umstellung meines Alltags. Ich habe es noch nicht geschafft, mir wieder das sichere Gefühl zu schaffen, das ich in meinem Rückzugsort brauche. Deshalb stehe ich ständig unter Spannung, schlafe schlecht und oberflächlich und komme in keine schützende Routine. Und ohne Routine und Sicherheit bin ich völlig am Schwimmen und die Sonntags-Problematik (keine Ahnung, ob andere Depressions/Angstpatienten das auch haben. Aber Sonntage sind die Hölle. Wie gigantische graue Löcher in der Woche, in denen alle schlimmen Zukünfte wohnen) wird wieder groß und bedrohlich. Ich kann nicht mehr tun, als zu hoffen, dass sich alles von selbst in ein lebbares Muster fügt, das ich dann als neue Routine etablieren kann. Theoretisch weiß ich, dass das sehr wahrscheinlich auch der Fall sein wird. Aber tief in mir drin sitzt die Angst und schreit aus voller Lunge.

Und da dachte ich tatsächlich, ich wäre langsam normal. Haha. Lustig.

Nicht.

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil elf: Der Tofu-Ziegel

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Streng genommen ist der nicht ganz neu – aber ich habe ihn noch nicht genügend gewürdigt. Deshalb hier das Spotlight auf den oben schwarz-knusprigen (ich habe meinen Ofen echt nicht im Griff) und in der Mitte saftig-leckeren Gemüse-Soja-Eier-Brocken!

Oberflächlich etwas… dunkler Tofu-Hackbraten. #vegetarian #Tofu

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Die Alternative wäre eine Pflaumensorte namens „Metis“, die ich genau wegen der Bezeichnung gekauft habe und welche meine beiden snobistischen Wölfe natürlich niemals vorstellen würden („Metis“ sind in der World of Darkness Werwölfe, die aus der verbotenen Verbindung von Werwolf plus Werwolf hervorgegangen sind. Die meisten Wolfsstämme finden das empörend, eklig undsoweiter). Mal sehen, ob dieses Obst seltsam schmeckt!

Gestern habe ich mich abends mit einer Zopiclon sturmreif geschossen, damit mich das nächtliche Toben der Katze nicht schon wieder wachhalten würde. Sie wird nämlich – wie jede Katze auf der ganzen weiten Welt – nachts extrem munter und rast durch die Wohnung. Kennt man, muss man sich nur wieder daran gewöhnen. Plus dem „added value“, dass die nahezu blinde Katz nicht bremst. Sie prallt also gelegentlich in voller Fahrt gegen Türen, die einen etwas anderen Winkel haben als ein paar Stunden zuvor. Den Rest der Wohnung kennt sie schon gut genug, um Hindernissen auszuweichen.

Aber auch ohne das gelegentliche „Klonk!!“, ist das katzenübliche „Trappel-trappel-trappel-maunz“ der nächtlichen Rennbahn wachhaltend. Und so lange sie noch nicht ganz sicher in ihrer neuen Umgebung angekommen ist, möchte ich auch nicht auf Anneschs Tipp mit den Ohrenstöpseln zurückgreifen.

Stattdessen also das gute Zopiclon. Eine Tablette um acht, dann bin ich um halb neun sehr friedlich eingeschlafen. Um halb drei wurde ich wach, konnte aber wieder einschlafen. Dabei stellte ich fest, dass die Katze aufs Bett geklettert/gesprungen war. Von wegen, die wäre bodengebunden! Mal sehen, ob sie irgendwann auch das etwas höhere Sofa schafft.

Heute also der erste Tag, an dem ich zwölf Stunden aushäusig bin. Mal sehen, wie sie das verkraftet. Ich habe ihr einen Karton zur Unterhaltung auf den Boden gestellt.

Derzeit überlegen wir an einem passenden Namen für die Katze herum. Im Raum stehen „Butzel“ (weil sie so unsauber isst, das heißt im hiesigen Dialekt nämlich „Ferkel“), und „irgendwas mit Drunken Master“. Das kam vom Erklärfaun, weil die Katze sich durch ihre Störung so seltsam bewegt. Manchmal.

Ich bin immer noch nicht in der Veränderung angekommen. Angststörungen und Depression machen so etwas echt zur Hölle. Aber sobald man es geschafft hat, fühlt man sich umso stärker. Leider hilft diese Aussicht nicht wirklich, wenn man mitten im dunklen Tal steckt. Ich hatte gestern eine lange Unterhaltung mit Freundin A. darüber, die mir, wie immer, durch ihre Ruhe und Lebenserfahrung Kraft gegeben hat.

Ich schaffe das.

Hoffentlich.