Dat Nerdstuff

Der virtuelle Bücherstapel, die Schwarmintelligenz und ein klein wenig Culinary Diversity

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… weshalb die Wölfe zumindest ein bisschen eitel posieren dürfen! Wirklich neu und aufregend ist es zwar nicht, aber ich hatte die Nase voll, immer nur Äpfel, Äpfel, Äpfel und Äpfel in meinen Porridge zu schnibbeln. Der Winter bietet nun mal nur wenig Abwechslung, obsttechnisch. Außer man nimmt weitgereiste Sachen. Oder Zitrusfrüchte (die sind nur mittelweit gereist). Aber zum Glück gibt es das Tiefkühlfach! Ich liebe Beeren in allen Variationen und beim Prollo-Kaufland gab es einen günstigen 750-Gramm-Sack mit einer bunten Mischung aus Erd-, Heidel-, Johannis- und Himbeeren. Das habe ich aufgeteilt und kann nun jeden Abend bei der Vorbereitung meines Porridge für den nächsten Mittag einfach eine gefrorene Portion Früchte in den frisch aufgekochten Pampf einrühren. Sehr schön. Muss ich öfter machen! Ein bisschen Sommervielfalt zurückholen.

Gestern war ich Teil der Schwarmintelligenz des Internet.

Generell kann ich mit Twitter wenig anfangen. Ich mag die Bonmot-Sammlungen, die manchmal mit „best of Twitter“ auftauchen, halte aber sonst von den vielen Verkürzungen eher wenig. Ich bleibe altmodisch bei Blogs oder Messageboards, die eine Vertiefung von Gedanken ohne Zeichenbegrenzung ermöglichen.

Normalerweise kann ich grobe Vereinfachungen ganz gut wegwedeln. Aber gestern ist mir dann doch der Kragen geplatzt, als auf meinem tumblr-Dashboard ein kleiner Vollquatsch auftauchte, der aus dem „plötzlichen Untergang“ des römischen Reiches eine Analogie zu den Vereinigten Staaten 2017 stricken wollte. So viel Unkenntnis war mir dann doch zu arg und ich habe das Ding ge-reblogged und hinzugefügt, dass das „römische Reich“, sofern man den Beginn des „Untergangs“ mit dem Wechsel von Republik zu Kaiserreich ansetzt (und wo genau? Triumvirat? Octavian? Kaiser ohne Senatshintergrund? Soldatenkaiser?), immerhin noch tausend Jahre bis zum Verfall brauchte. Was wohl kaum „plötzlich“ ist. Eher das Gegenteil! Wenn die USA sich nach Trump noch ein Jahrtausend halten, ist das doch eine beeindruckende Leistung.

Ich hätte gedacht, dass ich auf diese korinthige Nörgelei hin ein Shitstörmchen der Analogie-als-Aphorismus-Fraktion (die auf tumblr wirklich sehr dominant sein kann) ernten würde. Aber stattdessen bekam ich freundliche Nachrichten und ein paar Reblogs.

Auch fein. Ich habe auf meine nerdige Weise dazu beigetragen, das Gesamtbildungsniveau im Nanobereich zu heben. Yay me.

Ich habe es schon wieder getan: Ein Buch gekauft, obwohl ich mit dem letzten noch nicht fertig bin. Das mache ich ständig. Allerdings erst, seit ich praktisch nur noch Ebooks kaufe. Zu Zeiten der Holzmedien waren mir die wachsenden Stapel ein gar zu offensichtliches Memento Mori. Aber seit sich Bücher in winzige Dateien packen lassen und dann jederzeit verfügbar auf meinem Reader herumschlumpfen, habe ich etwa zehn angefangene Romane und zwei Sachbücher. Und dann noch fünf nicht einmal angefangene …

Weil es so verdammt bequem ist! Ich lese im Internet eine Rezension, denke „Oh, das könnte mir gefallen!“, muss nicht mehr wie früher zur Buchhandlung wandern und warten, bis die Bestellung ankommt, sondern mache einen Klick und das Ding sitzt in meiner virtuellen Bibliothek. Hat anklickbare Querverweise, weiß immer, bis wohin ich letztes Mal gelesen habe und lässt sich auch als tausend-Seiten-Wälzer in einem Gerät herumtragen, das nur ein paar hundert Gramm wiegt (I’m looking at you, Jules Verne!). Und das mir nebenbei Reddit, Skype, etliche Spiele, meine Mails, Instagram, MFP, Habitica, Filme und Musik bietet …

Ich werde mittlerweile ungehalten, wenn es ein Buch, das ich haben möchte, nicht als kindle- oder epub-Version gibt. Dann kaufe ich es nicht. Denn in meiner Wohnung stehen noch genügend Bücherregale herum, um mich zu nerven. Ich werde sie nach und nach abschaffen. Und wenn dann die Zombieapokalypse kommt und es keinen Strom mehr gibt … ist mir das auch egal, weil ich dann andere Sachen zu tun haben werde. Mit dem Jagdbogen auf Plünderer schießen zum Beispiel. Oder Hühner und Ziegen züchten.

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Der Überall-Noob-Faktor und noch mehr Erdnussmehl

Letzteres gab es gestern im Konjakpudding als Nachtisch. Ein halber Liter Pudding mit Backkakao, Haselnuss-Flavdrops, Erdnussmehl und verdünnter Milch für um die hundert Kalorien. Sehr lecker aber auch hier war mir der Erdnussgeschmack nicht dominant genug, um die Zusatzkalorien zu rechtfertigen. Ich werde das Erdnussmehl künftig also hauptsächlich als Bananenaufstrich und im Sojaghurt verwenden. In diesen Bereichen strahlt es und die geschmackliche Gnadensonne leuchtet über dem Haus. Dieses Pathos ist absolut angebracht. Das Zeug ist das Mana der Götter.

Beim Seilspringen geht es voran. Mittlerweile schaffe ich achtzig Sprünge am Stück, ohne mich zu verheddern. Natürlich nicht ständig, das ist nur mein Maximum. Aber ich sehe eine Verbesserung. Und das ist mir beim Sport wichtig: Stetige Verbesserung, damit ich motiviert bleiben kann. Derzeit bin ich selbstverständlich noch weit von den utopischen „Och, ich mach so zwei-, dreitausend Sprünge“ Verhältnissen des Erklärfaun entfernt. Meine Einheiten sind eher im Bereich drei- bis vierhundert. Und selbst das macht mich ganz schön fertig. Seltsam, wie man durch Laufen, Crosstrainer, Krafttraining Ausdauer entwickelt und die einem bei einer neuen Sportart wieder so überhaupt gar nichts bringt! Start bei Null.

Und zusätzlich zu meiner Herumnooberei habe ich gestern der Waldnymphe bei ihren ersten Schritten in TESO geholfen. Sie hat noch nie am Computer gezockt, besitzt zwar eine PS4, macht damit aber maximal Puzzlegames wie die Fables-Umsetzung mit Bigby Wolf („The Wolf Among Us“). J1 hat ihr TESO auf ihrem neuen Laptop eingerichtet, Discord samt Zugang zu unserem Server auch gleich dazu – aber das bedeutet ja nicht, dass sie sofort in allem drin ist. Wenn ich mich an meine ersten Schritte in einem 3D-Game erinnere, stellt sie sich verdammt schlau an. Für mich war damals, April 2005, das Startgebiet der Tauren in WoW hauptsächlich Gras, weil ich es nicht kapiert habe, meine Kamera vom Boden wegzubekommen. Nach Ultima Online war WoW wirklich zu viel des optisch Guten!

Ich freue mich darauf, wenn sie aus der Tutorialmission kommt. Dann können wir zusammen spielen. Natürlich mal wieder mit den beiden Wölfen. Unseren Charakteren. Ich habe Rhys ja schon seit Morrowind in TESO nachgebaut, nun gibt es also auch noch Jamie. Culinary Diversity ist dort auch zu erwarten. Immerhin strotzt Tamriel vor interessanten Rezepten und Zutaten (und nein, damit meine ich nicht die aus Skyrim bekannte Riesenzehe …). Im Internet findet man manche auch zum Nachkochen mit irdischen Zutaten. Port Hunding Cheese Fries, Sweetrolls, Garlic Chowder, Orcish Bratwurst in Bun, Whiterun Cheese Baked Trout … Klingt doch alles super!

Aber jetzt erst einmal aufs Wochenende freuen. Heute mit Buddha Bowl, Käsekuchen und Plätzchen beim Vampirespielen, morgen Bastelabend mit dem Erklärfaun.

Und zum Abschluss ein Video aus den Fünfzigern, als man weder Fatlogic noch Fat Acceptance erfunden hatte und wusste, dass man eben verdammt nochmal weniger essen muss, um abzunehmen …

Damals ging das irgendwie noch, heute ist das „genetisch“ und „Umweltgifte“ und „Zucker macht abhängig“. Klar. Keep telling you that!

Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil vierzehn: Zen Bowl

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Diesmal gibt es kein Foto (Heidi Klum rast lachend durchs Bild), da ich, wenn ich in Gesellschaft zu Hause esse, mein Telefon meistens in der Tasche lasse. Aber wenn ich es beschreibe, kann man es sich bestimmt auch gut vorstellen. Plus ein paar Links zu ähnlichen Bowls.

Früher nannte man es „einen großen gemischten Salat, bitte!“, dann kamen die Hipster und es wurde zur Buddha Bowl. Und ein Schnellrestaurant in Heidelberg (Tiger & Dragons, sehr nett) nannte das Ganze noch einmal anders, druckte es auf Flyer und verteilte diese bei diversen größeren Betrieben. So kam die Waldnymphe dazu. Und weil ich gern neue Dinge esse, sprang ich mit auf den Bandwagon und wir haben uns am Freitag zwei Zen Bowls geholt. Ihre mit Thunfisch, meine mit Tofu. Beide mit grünem Salat als Basis, dann braunem Reis, dann diversem Gemüse und Früchten (Gelberüben, Gurken, Sprossen, Ananas, Lotoswurzel, Mango, Zwiebel, Nori, Bohnen, Edamame und vermutlich noch andere Sachen, an die ich mich nicht erinnere), darauf die Proteinquelle, dann Soße (beide Erdnuss), dann noch Sesam und Kräuter obendrauf.

Die Beute schleppten wir nach Hause, wo der Erklärfaun nun doch etwas neidisch war, da er abgelehnt, stattdessen Lachs mit gekochten Eiern als Essen für sich vorbereitet hatte und die beiden Bowls doch deutlich flashier aussahen.

Geschmack und Sättigungspotential waren gut. Der Tofu war mir zu belanglos; leider gibt es dort aber keine andere vegetarische Alternative. Kann man vermutlich ganz weglassen und sich zu Hause entweder selbst Tofu einlegen oder Eier reinhauen.

Prinzipiell kann man das Ding ja sowieso komplett selbst herstellen. Ist nun wirklich kein Hexenwerk. Aber es lohnt nicht wirklich, für zwei oder drei Portionen so viele verschiedene Zutaten anzubrechen, die dann zu einem Viertel weggeschmissen werden, wenn man Pech hat. Für mehr als drei Leute könnte sich die Anfertigung jedoch dann wieder lohnen.

Aber ich bleibe dabei – großer gemischter Salat.

Basteln. Mein Spacewolf namens Hugh, son of Yagg. Mit Bonus-Tyranid. #warhammer40k #spacewolves #spacemarine

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Der Rest des Wochenendes war auch sehr nett. Wir haben Warhammer gebastelt (hier ein Bild meines ersten, fast fertigen, Spacewolves namens Hugh, son of Yagg (ich habe ihn so genannt, weil er ein bisschen wie Hugh Jackman als Wolverine aussieht) und seines Thunderwolves. Mit einem putzigen Tyraniden aus der Armee der Waldnymphe.

Samstag war Plätzchenback- und Werewolftag, was wir sehr genossen haben. Extrem weihnachtlich! Ich freue mich auf den ersten Dezember. Ab dann sind die Plätzchen nämlich freigegeben. Die utopische Vorstellung, ich könnte in der Vorweihnachtszeit zwei Kilo abnehmen, habe ich in den Wind geschossen und auf Januar vertagt. Ich kann jeden Wochentag 600 Kalorien Defizit fahren und trotzdem gleicht das die Wochenenden maximal aus. Und ganz ehrlich – ich will nicht die Spaßbremse sein, die beim adventlichen Schokofrühstück den Tee trinkt. Das wäre einfach unangebracht. Klar, ich wirtschafte unter der Woche weiterhin heftig und esse clean – aber ich werde weder mir noch meinen Liebsten an Frei- und Samstagen auf den Sack gehen. Ich werde hoffentlich eine Nullrunde schaffen und dann im Januar sehen, wie es mit durchgehendem Defizit zu machen ist.

Derzeit stresst mich das übliche Zykluseingelagere sowieso. 62 Kilo! Ich glaub, es hackt! Mal wieder vier Kilo Wasser auf den Rippen. Oder auch nur drei, weil ich über meine Verhältnisse gelebt habe, was weiß ich. Mein momentanes Hauptaugenmerk liegt auf gesundem Essen unter der Woche und Kraftsport. Plus Seilspringen. Was am Ende des Tages im Waagendisplay steht ist nicht ganz so bedeutend. Heute gibt es mein übliches Quarkporridge (das wird mir einfach nicht über!) und abends Kürbissuppe. Vermutlich mit Handkäse. Oder Sojajoghurt. Auf jeden Fall alles zusammen für unter tausend Kalorien. Soll das blöde Wasser doch tun, was es will.

Der Kuchen ist eine Lüge

Weihnachtsgeschenk für Frau Schwan. Romantik und Blut, genau ihr Ding.

Nein, ist er nicht. Er ist einfach nicht da.

Eigentlich war für Sonntag Familienfeier behufs des Geburtstages der Vatereinheit geplant, komplett mit allen Neffen, Nichten, Geschwistern und diesmal sogar von meiner Seite aus mal allen Beziehungsteilnehmern. Aber gestern rief mich die Muttereinheit an: Beide Elterneinheiten krank, nix mit Feier. Keine Schwarzwälder (auf die der Erklärfaun sich aus lokalpatriotischen Gründen sehr gefreut hatte), kein Splitterkuchen, keine Linzertorte, kein gar nix.

Es soll im Dezember nachgeholt werden. Allerdings ist das weniger meine Sorge. Viel mehr treibt mich um, dass die Elterneinheiten krank sind. In unserer Familie ist man entweder gesund oder tot, überspitzt gesagt. Krankheiten, die das Absagen eines Festes verursachen, müssen wirklich kurz vor der spanischen Grippe liegen.

Ich werde heute Mittag mal vorbeischauen. Zwar wurde entrüstet abgelehnt, dass ich für sie einkaufen und kochen könnte, aber man weiß schließlich nie …

In der Firma herrscht auch allgemeines und unspezifisches Gekränkel und sogar mir ging es heute Morgen nicht allzu prickelnd. Ich hoffe, das liegt nur an diesem merkwürdigen, plötzlichen Frühlingswetter und wächst sich nicht zu einer Erkältung aus. Das könnte ich nämlich überhaupt nicht brauchen. Ich muss noch vier Weihnachtsgeschenke zeichnen! Vier habe ich schon geschafft (Erklärfaun, Waldnymphe, Frau Schwan und Voller Napf plus Gang), vier müssen noch. An J1 und D.s bin ich dran, für T. habe ich zumindest eine Idee und für A. und E. … mal schauen! Im Zweifelsfall P0rn, da freuen sie sich immer. Weihnachtlicher P0rn.

Plötzlicher, unerwarteter Themenwechsel.

Gestern bin ich in der Mittagspause tatsächlich im Lager gehüpft und es ging sehr gut. Ich habe niemanden gestört und da ist endlich mal richtig Platz, dass das Seil nirgendwo drandonnert. Außer natürlich meine Füße. Ich bin noch sehr anfängerhaft-unkoordiniert. Aber das sieht dort zum Glück niemand. Und es wird hoffentlich bald besser.

Abends waren Frau Schwan und ich im Wald laufen. Aber es war schon so dunkel, dass wir das wohl nicht wiederholen. Man hat die Strecke zwar fast für sich, aber richtig entspannend ist anders!

Am Wochenende geht’s erst einmal wieder ganz normal ins Gym. Schön Crosstrainern und an die Gewichte.

Essenstechnisch plane ich wieder, da es sich als zu aufwändig (rein mental) herausgestellt hat, immer spontan zu sein. Ich habe mir Gefrier-Ziploc-Beutel gekauft und koche zwei Ladungen Rosenkohl vor, fülle die mit etwas Kokosöl und Gewürzen in die Beutel und muss das Ganze dann abends nur noch in die Auflaufform kippen, um Ofengemüse zu erzeugen. Selbiges für zwei Portionen Bohnen. Oder doch lieber Salat vorschnibbeln? Mal sehen, wie ich Sonntag so drauf bin. Dann noch Kürbissuppe vorbereiten und die Woche ist durch. Dank Konjakpudding als Sättigungsnachtisch läuft auch das Defizit. Obwohl ich heute Abend und morgen wohl wieder mindestens Erhaltung essen werde. Mühsames Einhörnchen. Sehr mühsam.

Und weil der Kuchen keine Lüge war … ein bisschen GLaDOS zum Abschluss

Sport und Handarbeit

My first Spacewolf. Thunderwolf. Warhammer-Bastelabend. #warhammer40k #spacewolves #spacemarine

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Das klingt nach einem Schultag, wie er einem früher vielleicht ganz recht gewesen wäre (obwohl ich das mit dem Stricken, Nähen und Häkeln nie hinbekommen habe. Schade, denn dann könnte ich heute vielleicht in der Hinsicht kreativ sein). Aber eigentlich geht es darum, dass ich endlich, endlich wieder ins Gym durfte. Und den oben im Bild zu sehenden Thunderwolf gebaut habe.

Letzteres schon vorgestern. Da hatten der Erklärfaun und ich Aktivitätsfreitag, während die Waldnymphe mit Voller Napf saunieren war. „Aktivität“ bedeutete in diesem Fall, dass ich endlich angefangen habe, meine Warhammer 40k-Armee in Gestalt von drei Space Wolfe- Marines zusammenzubauen. Noch genauer: Ein Wolf bisher. Ist doch frickeliger, als ich dachte. Eigentlich will ich ja auch viel lieber bemalen. Am liebsten sofort. Aber dazu braucht’s eben Figuren. Also dann – Bastelei!

Samstag war dann Sport-Tag. Ich habe mit viel Cardio begonnen und mich dann mit Elan auf Bein- und Rumpfübungen gestürzt und am Ende sogar ein bisschen Compound Row gemacht. Tattoo unbeschädigt.

Lief alles sehr gut, ich hatte kaum Probleme, wieder in meine Standardgewichte reinzukommen. Das freut mich. Einziges putziges Erlebnis: Der Hygiene-Opa war wieder da. Habe ich schon von ihm erzählt? Das ist ein sehr fragiler, uralter Herr, der die Geräte nicht nur nach, sondern auch vor der Benutzung akribisch reinigt. Auch wenn der Vorbenutzer das vor seinen Augen getan hat. Wenn man ihm anbietet, ihm zu helfen, reagiert er hektisch-ungehalten. Obwohl ihm die Koordination sichtlich Mühe bereitet.

Gestern jedenfalls hat er die Leg Press nach mir benutzt. Und tatsächlich das Brett, gegen das man die Füße stemmt, desinfiziert!!

Er glaubt vermutlich, dass er sich durch die Schuhsohlen irgendwelche geheimnisvollen Bakterien fängt. Andererseits ist das ein harmloser Irrsinn und mit sichtlich über Achtzig (vermutlich auch über Neunzig) darf jeder so viele Schrullen entwickeln, wie er mag. Vor allem, wenn man dann noch energisch genug ist, ins Gym zu gehen! More power to Hygiene-Opa!

Abends haben wir Spiderman Homecoming gesehen und uns gut amüsiert. Ach, was tat man nur in der Zeit vor Streamingdiensten? Ja, ich weiß. Man einigte sich mühsam auf einen Film, einer trabte zur Videothek, der Film war dann weg und man schaute irgendwas, das keiner wirklich sehen wollte.

Illustration-Monkey braucht echt wieder Sport

Und ich glaube, ich werde tatsächlich mal ganz, ganz verwegen sein, und am Samstag ins Gym gehen. Das wäre eine halbe Woche zu früh. Aber echt jetzt … ich schwitze wenig an den Unterarmen (glaube ich), das Tattoo heilt unglaublich schnell (der Erklärfaun meinte „Klar, sind doch Werwölfe!“) und ich beanspruche die Haut beim Sport an dieser Stelle nicht. Da liegt keine Stange auf, ich lege den Unterarm nirgendwo ab und die Haut wird auch nicht zusammengeschoben.

Wenn ich mich dann noch auf Rumpf und Beine konzentriere (Ugh … ich hasse leg day …), sollte das doch funktionieren! Ich brauche wirklich, wirklich, wirklich wieder Bewegung. Ich muss den Stress der letzten Wochen abbauen, sonst komme ich nie wieder in vernünftigen Tiefschlaf!

Außerdem möchte ich nun doch wieder ein bisschen abnehmen. Ist im Normalgewichtsbereich eine unglaubliche Schur. Nervt. Ist unangenehm. Dauert ewig, weil ein 1000er Defizit bei mir nur noch 550 Kalorien pro Tag bedeuten würde, was sich mit meinem Sportbedarf nicht verträgt, so dass ich nur ein 500er Defizit anstrebe. Verlängert die Abnahme der geplanten zwei Kilo auf vier Wochen. Eher sechs, wenn ich Wochenenden mit einrechne. Oder bis Ende des Jahres, wenn mir Weihnachten reingrätscht (wobei ich schon ein paar der Guzel-Rezepte von der Abnehmblogger-Website ausprobieren möchte, wenn ich sie hinbekomme. Die einfacheren).

Aber – und das ist ein wichtiges „aber“ – ich habe die Erfahrungen aus der Haltephase. So dass ich meine Mahlzeiten viel sinnvoller planen kann als bei der Hauptabnahme. Ich kann besser und ausgewogener Essen. Ich kann mit Cardio unterstützen. Es sollte also zumindest ein wenig angenehmer sein.

Ist aber schon lustig. Ich habe fast vierzig Kilo ohne mit der Wimper zu zucken runtergerockt. Aber bei zwei Kilo mache ich nun Pläne und rechne. „Intuitiv essen“, my ass.

Ansonsten freue ich mich auf ein Wochenende mit Warhammer-Basteln. Und sonst nicht viel. Weiter auf Netflix herumtoben. Dort fühlt man sich als Geek ein bisschen wie das Kind im Süßwarenladen. Soooo viele tolle Serien! Die alten habe ich zwar schon auf DVD, aber es ist natürlich viel bequemer, Firefly einfach so anzuschalten, als im Regal rumzukramen. Und Netflix merkt sich – im Gegensatz zu Amazon Prime – auch, dass man immer Originalsprache haben möchte. Das finde ich fein. Im Moment schaue ich „Shadowhunter“, eine wunderbar trashige Mystery-Serie voller schöner, gut angezogener Menschen, die den „ass“ in „massive overacting“ bringen! Aber zumindest wird dort auch deviante Sexualität normalisiert. Finde ich gut!

Also, Essenspläne machen, meine Space Wolves zusammenbauen, mit A. und E. ein bisschen RP machen. Feines Wochenende voraus!

Ohne Sport ist es langweilig

Work in progress. Weihnachtsgeschenk eins von fünf.

Alles, was ich tun darf, ist ein bisschen Bodyweight im Büro. Das nervt. Ganz davon ab, dass ich im Moment ein dämliches, zyklusbedingtes Formtief habe, das mich stark behindert. Alles fällt schwer. Ob das nun nur „gefühlt“ oder doch „echt“ ist, kann ich nicht sagen und macht auch keinen Unterschied für’s Ergebnis.

Und noch schlimmer ist, dass ich mir immer noch nicht darüber im Klaren bin, wie ich meinen Sportalltag gestalten kann, sobald das Tattoo geheilt ist. Nicht wegen der Ink, natürlich. Wegen Butzel. Wenn sie wirklich Ataxie hat, ist eine feste Routine sehr wichtig. Bisher klappt das gut. Sie bekommt morgens zu fressen, sobald mein Wecker klingelt. Ich konditioniere sie auf dieses Geräusch. Das läuft immer besser. Bedeutet natürlich auch, dass der Wecker auch an Wochenenden gestellt werden muss. Macht mir aber nichts aus. Ich bin Lerche durch und durch.

Abends bekommt sie etwas, sobald ich zur Tür hereinkomme. Das ist um kurz nach Fünf der Fall. Auch das ist wunderbar vorhersehbar.

Aber … wie will ich diesen Winter dann meine Kraftsporteinheiten sortieren? Im Sommer das Laufen wird problemlos sein, da ich einfach zuerst Butzel füttern und dann loslaufen kann. Aber jetzt im Winter? Da möchte ich eigentlich direkt von der Arbeit ins Gym, weil alles andere ein ziemlicher Umweg wäre.

Was bedeuten würde, dass die Katze erst um halb sieben gefüttert werden würde. Anderthalb Stunden später als normal. Wäre das noch vertretbar? Wenn ich mir wirklich einen Ergometer zu Weihnachten kaufe, werde ich die Kraftsporteinheiten im Gym auf zweimal die Woche begrenzen (ich lebe mein gelegentliches Eremitendasein heftig aus – Bodyweight und Kurzhanteln ganz allein zu hause!). Dienstag und Samstag würden sich hier anbieten. Also einmal in der Woche nur ein zeitlicher Ausreißer, weil ich Samstags schon morgens trainieren gehe.

Ich muss mich mehr über Ataxie informieren.

Zu essen gibt es heute Rosenkohl (habe ich schon immer geliebt, auch als Kind! Ich war wohl seltsam). Angedünstet und dann als Ofengemüse mit Paprika und Handkäse. Und eventuell etwas Tofu, mal schauen. Vermutlich eher nicht, da ich als Nachtisch den Rest des Sojaghurts von gestern aufessen muss, bevor der Füße bekommt.

Sonstiges? Wie man oben sehen kann, arbeite ich an den Weihnachtsgeschenken. Der Erklärfaun bekommt einen NSC unserer Renaissance-Mage-Runde, an dem er sehr großen Spaß hat. Nefario, den (vermutlich) Euthanatos-Magier, dessen Spezialitäten Schicksal, Spielkarten, allgemeine Entropie und Romantik sind. Ich will grob eine Kirchenfenster-Ästhetik basteln, bin damit aber offensichtlicherweise noch nicht weit gekommen.