Dat Nerdstuff

Sonne, 25 Grad, Mitte Oktober – Zeit für Weihnachtsvorbereitungen!

Adventskalender_aussen_WiP

Sport ging gestern so erfrischend leicht von der Hand, dass ich sehr misstrauisch wurde. Denn eigentlich war ich den ganzen Tag furchtbar übermüdet, musste die ganze Zeit grünen und schwarzen Tee nachfüllen, um nicht einzuschlafen und fühlte mich kreislaufmäßig völlig am Boden. Aber kaum war ich auf dem Weg nach Hause fiel alles von mir ab und ich freute mich sehr darauf, mich auspowern zu können. Und siehe da – ich war so gut im Flow, ich hätte die doppelte Strecke machen können, wäre ich abends nicht verabredet gewesen.

Würde es immer so gut laufen, wäre ich in einem Jahr auf Halbmarathon hochtrainiert! Aber leider weiß ich nur zu genau, dass das kein permanenter Zustand ist. Also – einfach genießen, so lange es dauert.

Essenstechnisch ist mir ein seltener Überraschungserfolg geglückt. Eigentlich wollte ich ausprobieren, ob man Thunfischfrikadellen auch mit Tofu machen kann. Das Ganze wurde ein grauseliger Siff, den man unmöglich formen konnte. Also habe ich alles in eine Kastenform gekippt und zu einer Art Hackbraten gemacht. Und siehe da – es wurde nach anderthalb Stunden im Ofen gar wundervoll! Und brauchte an Zutaten nur Gelberüben, Zwiebeln, Tofu, Eier und Gewürze (ich bin mit Tandoori Masala ein wenig Overboard gegangen). Jetzt habe ich das Ding in handliche Stücke geteilt und backe sie mir abends mit Gemüse auf. Sehr lecker. Kann ich öfter machen. Und großen Dank an meine Küchenmaschine, ohne deren komplette Spülmaschinenreinigbarkeit all’ das nicht möglich gewesen wäre.

Genaues Rezept:

  • 400 Gramm normalen Tofu (ich habe den Biotofu vom Aldi genommen, da ist eine Packung genau 400 Gramm, so ein glücklicher Zufall),
  • vier Eier,
  • zwei große Gelberüben,
  • eine mittlere Zwiebel.

Den ganzen Zinnober einfach in der Küchenmaschine raspeln/kleinmachen und vermengen, bis man keine Lust mehr hat. Salz, Pfeffer, Tandoori Masala und was man sonst noch möchte dazu und dann bei 180 Grad Umluftgrill für so anderthalb Stunden backen (je nach Ofen. Meiner ist lahm und lau, richtige Öfen brauchen bestimmt weniger Hitze und/oder Zeit). Macht für den kompletten Laib 1128 Kalorien. Auf fünf Portionen (das ergab es bei mir) verteilt sind das nur 226 Kalorien. Prima Sache, was so die Makros angeht. Fast zwanzig Gramm Eiweiß pro Portion können sich sehen lassen.

Aber was hat das Ganze mit Weihnachten zu tun? Sport und Hackbraten natürlich nichts. Aber wie man sieht, muss ich mit anderen Dingen früh anfangen. Die Waldnymphe ist der volle Weihnachtsjunkie (die Weihnachtsgutzelsorten für dieses Jahr sind schon in der Planung. Der Erklärfaun und ich sind Nutznießer und unbegabte Helfer) und liebt Adventskalender. Sehr. Sie hat immer mindestens zwei.

Letztes Jahr habe ich mit dem Salzkalender vorgelegt – dieses Jahr steige ich eine Nummer höher ein. Ich bastle ihr einen. Mit 24 Zeichnungen zu Passagen aus ihren Werewolf-Texten. Es werden Bleistiftzeichnungen mit Aquarell schattiert und mit Kreide gehöht. Zwar recht unaufwändig in der Koloration aber ansonsten immer noch ein ganzer Haufen Zeug. Weshalb ich früh angefangen habe, zu meiner Verwunderung aber geradezu bizarr schnell vorankomme. Na, ich will mich über so einen Flow nicht beschweren!

Wie man an obigem Work in Progress erkennen kann, bin ich natürlich aber noch in einem frühen Stadium. Erst die Hälfte der Illus und noch gar keine Koloration. Aber – es wird! Und ich hoffe, das Endergebnis sieht dann auch so aus, wie ich es mir vorstelle.

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Die Culinary Diversity-Wölfe stöbern Seltenheiten auf. Teil zehn: Nashi-Birne

Druck

Woche des Grauens, dann natürlich komplettes Umfallen am Wochenende und dann auch noch eine Nashi-Birne. Das Leben hat es die letzten Tage eher so mittelgut mit mir gemeint.

Ja, so richtig ihrem Hype gerecht werden Nashis nicht. Oder ich hätte sie noch etwas liegen lassen müssen, war noch sehr fest. Schmeckte jedenfalls eher nichtssagend, war hart aber schön saftig (merkwürdige Kombination). Der Geschmack war wirklich kaum zu beurteilen, da praktisch kein Aroma zu finden war. Und weil ich mir nun echt gar nicht vorstellen kann, dass jemand freiwillig und wiederholt mehr Geld als für eine normale Birne für ein dergestalt unterwältigendes Obst rauswerfen würde, muss es wohl entweder ein Bedienfehler meinerseits gewesen sein oder ich hätte das gute Stück noch ein paar Tage reifen lassen müssen. Ich werde mich mal informieren, wie man eine gut ausgereifte Nashi erkennt.

Die diesjährigen Kaki/Sharon (ich erkenne den Unterschied nur, wenn eins davon ein israelischer Politiker ist) sind auch noch nicht das Gelbe vom Ei und sehr hart und unlecker. Abwarten. Geduld und so.

Culinary Diversity für diese Woche: Nashi-Birne. Mal sehen, ob der Hype gerechtfertigt ist. #nashi

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Nun aber zu meinem Wochenende … Wie schon gesagt, hat mein Körper beschlossen, nach dem ganzen Job-Stress zusammenzuklappen. Ich hatte tierische Kopfschmerzen und habe sehr lange geschlafen (wenn auch immer noch nicht ausreichend, wie ich heute Morgen feststelle), erst ein sorgfältig austarierter Medikamentencocktail der Waldnymphe holte mich wieder in die Senkrechte. Sport lief dafür aber gut. Das Laufen hat wieder Spaß gemacht und ich konnte am Sonntag eine kurzärmlige (über zwanzig Grad Mitte Oktober!) Radtour über die Dörfer einschieben. Ins Gym mochte ich nicht, Menschen waren nicht meins. Nur ein bisschen Vampire in kleiner Runde und Qualitätsfreitag mit Spinat-Pide und Monster AG. Und Verabredung zum nächsten Thor-Film. Die Waldnymphe und ich sind große Fangirls der drei Chris. Evans, Pratt und Hemsworth. Da muss Thor natürlich sein! (Und Dings … der Loki spielt ist auch Zucker. Dings … echt jetzt … ach, Google hilf! Tom Hiddleston. Nu aber!

Apropos „Zucker“. Das Internet hat mich auf den Kalender „Kilty Pleasures 2018“ aufmerksam gemacht. Ich glaube, den muss ich mir holen. Zu amüsant, um ihn nicht zu besitzen. Und hat mich mit einer Idee für das Weihnachtsgeschenk für die Waldnymphe versorgt. Obwohl … das wäre fast zu albern. Man muss nicht alles zeichnen, was möglich ist. Jurassic Park und so. Your scientists were so preoccupied with whether or not they could, they didn’t stop to think if they should.

Und zuletzt: Ich muss Florance schon diese Woche abholen. Das Tierheim braucht wohl den Raum. Sie verträgt sich ja nicht mit anderen Katzen und belegt deshalb eine Box, die sonst locker drei, vier Katzen beherbergt hätte. Da kann ich verstehen, dass sie sie gern so schnell wie möglich zu mir schaufeln möchten. Die Vorbereitungen laufen.

Das Aufstehen-ohne-Arme-des-Todes

Mein neues Gymshirt. #starwars #mandalorian #bobafett

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Es gibt ja diese Challenge, sich ohne sich abzustützen hinzusetzen und wieder aufzustehen. Und je nachdem, wie viel man dann doch an Hilfskörperteilen nutzt, wird ein Schluss gezogen, wann man sterben wird. Okay, das war jetzt sehr unzulässig und überdramatisierend verkürzt. Sitting-Rising-Test heißt das Ganze und ich musste erst einmal nachsehen, was eine Kohortenstudie ist.

Ziel ist jedenfalls, ganz ohne Arme oder etwas schwammig definierte Kniehilfe aufzustehen. Und sich vorher glaube ich auch genauso hinzusetzen. Ich bin seit ein paar Tagen dran und muss sagen … Ich werde stööörrrbäääähhhn! Soll heißen – trotz Kraft- und Ausdauersport bin ich immer noch so gut wie tot, wenn es um solche Tests geht. Gestern dachte ich, dass ich es endlich geschafft hätte, nur um festzustellen, dass man anscheinend auch nicht nach vorn auf die überkreuzten Knie kippen darf. Verdammt. Immer noch in einer Linie mit den Halbtoten. Ich werde weiter üben.

Ansonsten ist aber alles gesundheitlich fein. Nachdem ich herausgefunden habe, wie ich den Desktopswitch von Cintiq zu Mac auf eine der Stifttasten legen kann, wird hoffentlich auch der Schmerz im linken Handgelenk nachlassen, das ich, seit ich das neue Cintiq habe, zur Bedienung der Tasten immer seltsam unabgestützt an der Seite des Tabletts platziert hatte (Bonuspunkte für einen seltsam gehaltenen Ellenbogen). Nach und nach fing es dann an, im Nervus Ulnaris direkt am Erbsenbein wehzutun. Und weil ich keine Lust habe, mir wieder vom Orthopäden die knochentechnische Frühvergreisung prophezeien zu lassen (er hat mich schließlich schon auf dem Kieker, weil ich meist auf Asphalt jogge), sorge ich lieber dafür, dass ich meinen linken Arm etwas entlaste.

Und zum Abschluss: Wie man sehen kann, ist mein neues Gym-Tank angekommen. Große Begeisterung. Leider war das Angebot, auch Tanktops zu bedrucken, bei Qwertee wohl nur eine Ausnahme, weil es bisher nicht wieder aufgetaucht ist. Da stimmt wohl das elende Vorurteil, dass Nerds und Geeks keinen Sport machen und es deshalb auch keine Nerd-Gym-Shirts zu geben braucht. Zugegeben bin ich im Gym auch immer die einzige mit solchen Klamotten. Egal. Ich will trotzdem die Stormtrooper-Lauftights! Wenn die nur nicht so elend teuer wären …

Kalbfleisch ist nicht die „culinary diversity“ der Woche …

Bon Voyage

… die wird nämlich erst morgen vorgestellt, weil ich zuerst ein paar Heidelbeeren wegschaffen muss. Aber Brecht darf ruhig auch einmal in einem vegetarischen Blog seinen Auftritt haben: „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“. Dass und wie er damit Recht hatte, sahen wir gestern, hörten wir gestern – weshalb man ab jetzt nicht mehr so hämisch über den großen und kleinen Teich zeigen darf. Sich „Giant Meteorite `17“ wünschen ist hingegen legitimer denn je.

Mehr Politik wird’s hier aber nicht geben. Das ist nicht mein Blogthema, dazu mag ich mir im RL alle Gedanken der Welt machen, hier geht’s weiterhin um Fitness, Ernährung, Nerdstuff.

Ersteres gibt es heute vermutlich schon mit Hindernissen, da ein ominöses aber sehr kleines Schild an der Umgehungsstraße die Sperrung irgendeines Bahnübergangs wegen irgendwelcher Bauarbeiten zu irgendeiner Zeit ankündigt. Es ist leider zu klein und zu eng beschriftet, um es im Vorbeifahren sinnvoll lesen zu können. Weshalb ich also in gespannter Vorfreude (nicht) lebe, ab wann ich meine Laufrunde kreativ umbasteln muss. Vermutlich muss ich dann einen Abschnitt zweimal laufen. Booooooring.

Zweiteres läuft volumenmäßig. Die Zucchininudelwoche hat schon gestern begonnen und mir einen großen Topf voll damit beschert. Ich habe Tofuhack, Zwiebeln, Champignons, Paprika in einem Löffel Kokosöl angebraten, dann einen halben Pack passierte Tomaten dazu, mit Garam Masala, Salz und Pfeffer gewürzt, vorher mit Salz entwässerte Zucchinispaghetti am Ende dazu und alles noch fünf Minuten kochen lassen. Fertig war die low-carb-one-pot-Pasta. Sehr lecker und ein Rieseneimer für 500 Kalorien. Ja, da war ein halbes Kilo Zucchini drin. Nur für mich allein.

Und der Nerdstuff lässt sich auch gut an. Heute mache ich mich mal daran, etwas Fluff für meine Space Wolves nachzulesen. Kann nicht schaden, sie nicht mehr als „die Wikingerzwerge“ zu bezeichnen. Außerdem gibt’s heute wieder TESO-Dungeons. J1 und ich haben am Freitag ausgemacht, das zur Not auch allein durchzuziehen. Da wir etwas später anfangen, habe ich auch Zeit, nach dem Sport noch beim Aldi vorbeizugehen und mir ein paar aromatisierte Teezombies zu kaufen. So gern ich Clean Eating praktiziere (im Rahmen meiner Möglichkeiten), so sehr saue ich bei Getränken herum. Chemie ist da echt mein Freund. Hauptsache babbisch, Hauptsache heftiger Geschmack. Und im Winterhalbjahr gibt es in dieser Hinsicht die ganz große Auswahl! Nicht nur die phantastischsten Teesorten (Marzipan-Karamell-Birne oder so!), nein, es ist auch bei Starbucks Pumpkin Spice Latte-Zeit. Und Pecan Latte. Und diesem Zeug bin ich haltlos verfallen. Basic Urban Bitch und so. Vermutlich macht das eine Menge Anstrengung in der „my body is a temple“-Richtung zunichte. Aber da muss der Körper leider durch. Bei der Waldnymphe und mir gilt beim Starbucks-Besuch: Sirup, Sahne und Smarties!

Nerdy Saturday

Jetzt haben sie mich also auch. Obwohl ich ja bisher nur bemalen möchte. #warhammer40k #spacewolves

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Erwachsene Menschen, die Plastikfigürchen für viel Geld erwerben, mit Akribie zusammenbauen, in mühseliger Kleinarbeit bemalen und dann damit auf genauso liebevoll gebasteltem Gelände epische Schlachten schlagen.

Bisher habe ich da von draußen reingewunken. Natürlich wird auf praktisch jedem Con auch Warhammer gespielt. Und es gibt das 40k-P&P-System. Aber trotzdem war es nie etwas für mich.

Nun bin ich aber mit zwei absoluten Warhammer-Geeks zusammen, die für ihr Hobby sogar gelegentlich nach England oder in die Niederlande reisen. Und bekam bei jeder Gelegenheit versichert, dass ich bestimmt auch gut Figürchen bemalen könnte, wenn ich es nur versuchen würde.

Tja. Und dann gab es im Games-Workshop-Laden zwei Boxen. Mit Wolfsreitern. Und Wölfen. Wölfe.

Weshalb ich sie nun besitze und demnächst unter fachkundiger Anleitung des Erklärfauns wütend herumschreien werde, wenn ich mit meinen Wurstfingern etwas versauen werde.

Denn im Gegensatz zu den Beiden bin ich nicht davon überzeugt, dass 2D-Illustration auch nur im entferntesten mit 3D-Malerei vergleichbar wäre. Zum Beispiel gibt es kein Apfel-Z.

Aber ich werde mein Bestes geben, meine Wolfsreiter mit schwarzen, roten und silbernen Wölfen zu versorgen.

Ansonsten bestand der Samstag daraus, auf dem Shop-Geburtstag des Warhammer-Ladens Kuchen zu essen, Thom zu treffen, mit ihm beim Indochine leckere Suppe zu essen, sich dann aufzuteilen und Dinge einzukaufen.

Die Waldnymphe und ich gingen BHs kaufen. Die Verkäuferin erklärte mir, nachdem sie mich vermessen hatte, dass ich immer noch D habe. Verdammt!

Aber wenigstens besitze ich nun einen passenden BH in 70D und tappe nicht mehr im Dunkeln, was die Größe angeht. Wobei mir von den anprobierten Modellen in eben dieser Größe auch nur eines gut gepasst hat und nichts herausfiel oder zwickte. Ist eben immer so eine Kaffeesatzleserei mit dem BH-Kauf.

Dann noch ein bisschen herumgeshoppe und ab nach Hause. Zum Werewolfspielen und später am Abend einen Salat bauen, der vorm Fernseher verzehrt wurde, während wir mit entsetztem Vergnügen „The Wolf of Wall Street“ schauten.

Jetzt mache ich mich mal auf und gehe wählen.

Und keinen Sport heute für mich, da ich einen ein wenig entzündeten Nagel am großen Zeh habe und einmal in meinem Leben vernünftig sein möchte und nicht erst dann Pause machen, wenn gar nichts mehr geht. Ja, Altersweisheit.

Morgen kann ich bestimmt schon wieder laufen!

Zurück im Flow

*glücklicher Seufzer* Großes Cintiq. So muss arbeiten sein. 😊 #wacom #Cintiq #Illustration

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Vielleicht habe ich es tatsächlich geschafft und den in letzter Zeit so sehr prävalenten vicious circle von „Hurra, gesund, Sport machen“ – „Aua, aua, aua“ – Zwangspause – „Hurra, gesund, Sport machen“ … zu durchbrechen. Denn immerhin bin ich jetzt, großzügig gerechnet, schon wieder vier Tage dabei, ohne dass ich mehr als die üblichen (I’m looking at you, Kalkschulter!) Schmerzen habe. Vorsichtiger Optimismus beschleicht mich.

Und auch sonst ist alles ein freundliches Dahingleiten. Meine neue Isolierkanne erweist sich (bisher!) sogar als besser als die alte, da sie keine Undichtigkeit zwischen Gummidichtung des Glaskolbens an der Tülle und Mantel zu haben scheint (anscheinend ein öfter auftretendes Problem bei Emsa-Kannen, wie mir das Internetz verriet. Ich war nur zu faul, die alte Kanne deshalb umzutauschen). Ich hoffe, die behält diese positive Eigenschaft bei!

Der Sinn und Zweck der Kanne gefällt mir auch immer besser. Ich bin für meine Koffeinbedürfnisse nun zu 90% auf Grüntee mit Mandel/Hafer/Kokosmilch umgestiegen und finde das sehr schmackhaft. Die richtige Süßstoffdosierung lerne ich auch noch. Ganz sicher.

Des Weiteren macht Arbeit gerade sehr viel Spaß weil neues, lange herbeigebetteltes und nun dank „Spiel des Jahres“ auch bekommenes Spielzeug. Siehe oben. Ja, jeder Hedgewizard-Grafiker hat schon seit Jahren so ein Ding. Aber ich eben bisher noch nicht. Und nun hänge ich mit großer Begeisterung darüber. Ist außerhalb des Illustrativen noch etwas gewöhnungsbedürftig – aber das kommt noch. Die Schultertasten des Dings (sie heißen anders, aber es erinnert mich zu sehr an einen Riesengamecontroller, um sie nicht so zu nennen!) sind unglaublich nützlich. Muss ich mir nur meine Custom-Belegung auch noch merken!

Die Arbeitshaltung ist noch ungewohnt, da mein altes Grafiktablett ja flach lag. Mal sehen, ob das für meine Schulter auf Dauer gut ist. Aber ich mache zwischendurch immer ein paar Bodyweightübungen (was die Frau von der Berufsgenossenschaft vermutlich totaaaal gefährlich finde würde. Aber die denkt auch, ich würde krumm sitzen, was ich noch nie getan habe) und hoffe, damit Verspannungen am linken Arm, mit dem ich die Schultertasten hauptsächlich bediene, zu verhindern. Unser Senior-IT-Heimer (ja, das ist garantiert die offizielle Bezeichnung!) hat auch ungeahnte Tiefen offenbart und über Arbeitsplatzergonomie mit mir gesprochen. Gibt vielleicht bessere Tische, an denen man sich nicht mehr ständig die Knie an bizarren Leisten andonnert, und neue Lampen, die nicht so auf dem Cintiq spiegeln.

Merkt man, dass ich entzückt bin? Neeeein. Doch. Oh!

Essens- und Gewichtstechnisch ist alles im grünen Bereich. Entweder habe ich im Moment dank des Grüntees weniger Wassereinlagerungen als sonst zu dieser Zyklusphase oder ich unterschätze meinen Haltekalorienbedarf ein wenig. Na, gibt Schlimmeres! Sogar sehr viel Schlimmeres. Praktisch alles Andere. Aber ich will da noch keine festen Aussagen treffen. Das kann eine ganz normale Schwankung sein. So sicher wie CICO auch funktioniert, so sicher gibt es auch Unschärfen, weil der Körper nun mal keine Maschine ist und nicht jedes Lebensmittel immer exakt die Energiedichte hat, mit der es in irgendwelchen Datenbanken gelistet ist. Passiert eben. Weil: Leben ist unordentlich!

Puh, anstrengend! Und: watch out for Nerdstuff!

High Artisan

Seit gestern habe ich wieder mit dem Training angefangen. Falls man das Radfahren nicht mitzählen möchte – was sinnvoll ist, da ich mit dem Fahrrad weniger danach strebe „besser“ zu werden, sondern nur durch die Gegend rasen und Dinge betrachten möchte. Beim Radfahren will ich, anders als beim Joggen, immer etwas Neues sehen. Wenn ich Laufen gehe dann jedes Mal die gleiche Strecke zur gleichen Zeit. Dann kann ich mich ganz darauf konzentrieren, wie ich atme, wie ich meine Füße aufsetze oder wie sich meine Schrittlänge gestaltet. Soll heißen: Egal wie anstrengend, Fahrradfahren „gildet nich“. Also, nur in meiner speziellen Situation. Für jeden anderen gildet das nämlich woll!

Jedenfalls – Trainingseinstieg. Ich bin es langsam angegangen. Drei Sätze Bench Dips und meine normale Laufrunde in „schaffbarer Geschwindigkeit“, was in diesem Fall „Rundenzeiten zwischen 5:20 und 5:30“ bedeutete. Und ich sach mal … alter Schlappen, das war anstrengend! Es ist ganz und gar unglaublich, wie schnell der Körper Muskeln und Ausdauer wieder zurückfährt! Keine ganzen drei Wochen und ich war von diesem Bisschen schon völlig platt. Ich hoffe, das gibt sich bald wieder. Diese Woche kann ich heute noch laufen, dann ist zuverlässig ekliges Wetter vorhergesagt – zumindest bis zum Wochenende. Ich versuche, heute, Freitag und Samstag zu laufen. Sonntag dann wieder eine Radtour, falls das Wetter mitspielt. Dazwischen Hanteltraining und Bodyweight. Irgendwann möchte ich auch mal wieder ins Gym. Das könnte ich etwas umsortieren. Samstags Radtour und laufen, sonntags laufen und Gym. Mal sehen!

Essenstechnisch bin ich mit den Pfifferlingen sehr zufrieden. Die haben einen sehr kräftigen Geschmack, der sich prima mit Kürbis ergänzt. Da kann ich sogar meinen Handkäse dazu essen, ohne dass sich alles gegenseitig erschlägt. Gefällt mir!

Jetzt habe ich noch eine Portion Chili eingefroren und weiß gar nicht, wann ich die essen soll. Ganz davon ab, dass es zwar lecker war, mich aber nicht so zuverlässig satt gemacht hat wie mein „normales“ Essen. Irgendwie brauche ich tatsächlich viel tierisches Eiweiß, um mich gut und kräftig zu fühlen. Pflanzliches allein reicht da anscheinend nicht aus.

Heute Abend also wieder einen Handkäse dazu. Sechzig Gramm Protein. So muss das sein, wenn man sich wieder hochtrainiert!

Forest without warmth Und danach vorm Computer versacken und sich mal den Black Dragon Viewer genauer ansehen. Den habe ich für Second Life schon sehr lange nicht mehr verwendet, weil sein Entwickler eine anstrengende Persönlichkeit ist.

Second Life kann man nämlich mit verschiedenen „Programmen“ (sie heißen „Viewer“) spielen. Entweder mit dem offiziellen Linden Viewer oder mit dem Firestorm oder dem Black Dragon oder zig anderen. Jeder hat eine andere Oberfläche und andere Schwerpunkte. Perfekte Möglichkeiten genau das zu finden, was man mag.
Demon on the roof
Ich habe jetzt lange Zeit wieder den Firestorm benutzt. Der ist so ein bisschen das Schweizer Taschenmesser unter den Viewern. Kann alles, ist sehr nützlich aber eben in nichts wirklich herausragend.

Das, was ich in Second Life am Liebsten mache, ist Rollenspiel und Fotografieren. Second Life ist vollgestopft mit den wundervollsten und bizarrsten Landschaften (hier kann man ein paar davon betrachten – unbedingt angucken!), die einem immer wieder eine Verbeugung vor der Kreativität der Spieler abnötigen, die das Alles schließlich von Grund auf gebastelt haben.

Jedenfalls ist der Black Dragon gut zum Fotografieren geeignet. Er hat sehr viele Gadgets und Einstellungsmöglichkeiten … wenn da nicht der unberechenbare Entwickler und die unintuitive Handhabung wären. Aber leider macht die aktuelle Version des Firestorm bei manchen Leuten Zicken, wenn sie gleichzeitig Skype aufhaben. Und dummerweise bin ich wohl eine Teilmenge von „manche Leute“, da ich in den letzten Tagen immer mal wieder plötzliche, ungewollte Neustarts hatte. Also habe ich mir den aktuellen Black Dragon gezogen, kämpfe mich durch das nicht gerade einfacher gewordene Handling und erfreue mich am recht neu eingebauten Poser-Menü, mit dem man die eigene Spielfigur verbiegen kann wie eine Gliederpuppe. Ideal für Fotos, wenn man nicht die passende Pose zur Hand hat!

Was ich sagen will: Second Life ist toll. Second Life ist reine Kreativität. Second Life kann optisch der volle Knaller weit oberhalb handelsüblicher Spiele sein. Second Life hat seinen schlechten Ruf nicht ungerechtfertigt – es ist ab 18. Definitiv. Absolut. Und das ist gut so! Eine freie Spielfläche ohne Gedankenpolizei! Ohne Kindersicherung und ohne Netz und doppelten Boden. Erwachsenenunterhaltung im besten Sinne – was sich auch am Altersschnitt zeigt, der deutlich höher liegt als bei normalen MMOs. Und es kostet nichts. Free to play.

Just sayin’! Just Werbung-machin`!