Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Eine Reihe mehr oder weniger stressiger Ereignisse

Mal nach langer Zeit wieder eine gezeichnete Dame. Ich hatte dieses Jahr weniger Frauen in Illus als die Vorstände deutscher Unternehmen! 

Könnte der Titel eines auf ärgerliche Weise herablassenden Kinderbuchs sein (ich mochte das Lemony Snicket-Zeug nicht, merkt man das?), ist aber mein derzeitiges Leben. Irgendwie ist eine Menge los, ohne dass viel los ist. Ich fühle mich gehetzt und genervt. Gefühlt. Vermutlich mal wieder meine Geisteskrankheit, die sich den Schnurrbart zwirbelt, das Monokel zurechtrückt und dramatisch ihr Cape schwenkt.

Und außerdem natürlich Twitter. Seit dem Verlust von Tumblr an die Brigade zur christlichen Moralerneuerung habe ich entdeckt, wie viele meiner RL-Freunde auf Twitter sind. Und dass es Spaß macht, sich dort auszutauschen. Und dass man dort so viele Penisse abbilden darf, wie man lustig ist. Coole Sache! 

Aber ich habe es im Laufe der Zeit bei vielen Blogs beobachtet. Sobald die Blogbesitzer auf Twitter waren, fingen sie an, ihre Blogs zu vernachlässigen. Es ist so viel einfacher, schnell mal ein Bild oder ein Bonmot zu twittern als kleine Einzelereignisse in einen Blogpost zu verweben, der sich dann durch den mangelnden Bogen auseinandergefallen und uninteressant liest. Kurz: Bloggen ist mühsamer und Menschen sind gern faul. Ich auch.

Aber ein Tagebuchblog ist etwas, das einfacher zu behalten ist als eine Twitter-Timeline. Weshalb ich auch weiterhin mein Bestes tun werde, hier zu dokumentieren. In meinem eigenen Interesse!

Also.

Weihnachten ist eine harte Sache, wenn man nicht so viel trainieren darf, wie man gerne möchte. Ich fahre derzeit in fettes 700er Defizit plus Sport und ordentlich Schritte, damit ich so viel Schokolade und Plätzchen haben kann, wie ich möchte. Und so eine ganze Tafel Bruchschokolade vom Besuch der Ritter Sport-Werke geht locker am Abend. Und diesen Samstag noch Schokofrühstück auf dem Dielsberg. Tja, da sehen meine Tage eben so aus: Morgens Bodyweight. Irgendwann am Vormittag eine Kaki. Zum Mittagessen Sojaghurt-Porridge mit Heidelbeeren. Während des Tages 15.000 Schritte. Abends 500 Gramm Kartoffeln, 250 Gramm Tomaten, 250 Gramm Sojaghurt. Richtiges Training mit voller Belastung an Geräten (natürlich nur Beine und Rumpf. Seufz) bis Ende des Jahres nur einmal die Woche.

Macht genug Ersparnis, dass ich nicht nur bei Süßigkeiten voll zuschlagen kann, sondern überraschenderweise die engen Mi-Parti-Hosen irgendwie zu rutschen angefangen haben. Ja nun. Abnehmen mit Schokolade – es geht!

Jetzt versuche ich mal, vor Weihnachten noch an ein neues Headset zu kommen. K. hat mir schließlich den neuen Superrechner gebaut und da möchte ich jetzt auch etwas Fescheres als die ollen Gummelkopfhörer, deren nicht-ersetzbare Polsterung in Fetzen abfällt. Echt, ich liebe die Sennheiser-Soundqualität – aber dass bei den meisten ihrer Headsets die Polster nicht austauschbar sind, ist einfach nur ärgerlich und sorgt dafür, dass ich jetzt eine andere Marke kaufen werde.

Advertisements
Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Über Moral und Motivation

Wurde auf Tumblr zu recht geflagged: Bild für die Waldnymphe.

Letztere habe ich gerade nicht. Zumindest nicht zum Schreiben. So schön es ist, dass der Schmerz in der Schulter (fast) weg ist, so sehr zieht es mich runter, dass ich nicht trainieren kann. Für die Schulter habe ich ja bis Jahresende komplettes Verbot und nun hatte ich auch noch eine Erkältung. Mehr als mein morgendliches Bodyweight geht nicht und das ist irgendwie gar nicht gut. Ich fühle mich, als hätte ich persönlich versagt. Und wenn man so unterwegs ist, hat man auch kaum Kraft für kreative Dinge. Zumindest für nichts, das so offenlegt, was man alles gerade nicht tun kann.

Zum Glück liegt nun ein extralanges Wochenende vor mir, das nicht nur einen Schokoladenfabrikbesuch beinhaltet, sondern auch weihnachtliche Maßnahmen (wir helfen der Waldnymphe durch pure Anwesenheit, während sie mit Bügelsäge bewaffnet durch die Christbaumplantage springt) und ich bekomme wohl meinen Computer aufgebohrt. Die Teile sind schon da und stapeln sich in meinem Arbeitszimmer – muss nur noch K. Zeit haben!

Heute noch ein bisschen Arbeiten, massiert werden und abends schön solitär sein.

Und die Moral … ja, die Moral nimmt bizarre Formen an. Tumblr wurde schon vor längerer Zeit von Yahoo/Verizon übernommen und nun legen sie die Daumenschrauben an. Bis zum 17. Dezember flagged ein Algorithmus alles, was er für NSFW hält. Und ab dem 18. ist Tumblr dann porentief rein. Eines der letzten Refugien des Internets für fröhlich gezeichneten/geschriebenen P0rn, für Albernheit, wirre Memes und lange, verrückte Tiraden – gesäubert.

Nicht nur meine sorgfältig kuratierte Liste exquisiter Fanart-P0rn-, Fitspo-, Kunsthistorien-, Kraftsport-, Gamer-Blogs wird sich in Nichts auflösen. Warriormale bekommt seine Ringer geflagged, DidoofCarthage ihre Aphrodite-Statuen und von den tausend WoW-Nackedeis will ich gar nicht anfangen. Die wenigstens zurecht, aber das ist ja nicht der Punkt. Ebenfalls ist nicht der Punkt, dass die Hälfte meines Blogs das rote Label bekommen hat. Und ebensowenig geht es darum, dass der Algorithmus so schlecht programmiert ist, dass er bisher unter anderem geflagged hat: Katzenbilder, Hundebilder, ein komplett rundes Chinchilla, Schuhe, Füße, Bäume, Landschaftsbilder, das Bild eines Kalamarikostüms in der Straßenbahn, seine eigene Ankündigung, die Hälfte meiner TESO-Landschafts-Screenshots, das Video eines im Schnee spielenden Shiba-Inu mit Pullover, das Erdnussbutter-Baby und ein Bild eines Tuxedo-Vvardvark. 

Der Punkt ist, dass überhaupt Zensur stattfindet.

Ja, mir bluten auch die Augen, wenn ich beim Scrollen des WoW-Tags mehr Futa-P0rn finde, als ein gesunder Mensch sich innerhalb eines Jahres aussetzen sollte. Aber ich werde an der Seite jedes Futa-P0rn-Zeichners auf diesem Hügel stehen und kämpfen! Denn Freiheit ist das Wichtigste, was wir haben. Und Freiheit der Kunst darf nicht beschnitten werden. Dafür wurde der Mutzenbacher-Prozess geführt! Das Fanny-Hill-Urteil im angelsächsischen Raum.

Alles Geschichte. Weil die Marketingclowns Angst haben, nackte Haut könnte die falsche Zielgruppe anlocken. Surprise, Motherfuckers – es gibt keine Zielgruppe! Vor allem nicht auf Tumblr. Tumblrs ganzes Konzept ist es schließlich, heterogen zu sein!

Dass Apple die Tumblr-App aus dem Store geworfen hat, weil auf Tumblr auch Kinderpornoblogs gehostet wurden, war der Anlass, mit dem Flammenwerfer loszuziehen. Die Tumblr-Community hat den Staff seit Jahren angefleht, die Childporn-Blogs endlich zu bannen. Nichts geschah. Man hätte in all der Zeit das Ganze gescheit moderieren können.

Aber es sieht so aus, als wäre ein kompletter Purge von Anfang an Yahoos/Verizons Ziel gewesen, weshalb man das eigentliche Problem ignorierte und nun 50% der Userbase ausschließt. 

Ob Tumblr diese Säuberung überlebt, kann ich nicht sagen. Die meisten meiner Künstlerkumpels packen jedenfalls gerade die Koffer. Man migriert bisher größtenteils gen Twitter (ich auch: https://twitter.com/eatsbluecrayon), Pillowfort (mal sehen, ob ich das auch annehme) und auf irgendeine japanische Seite, die nicht das bietet, was ich möchte. Ärgerlich, dass meine sorgfältig gepflegte Liste nun wieder von vorne begonnen werden muss. Immerhin sind @warriormale und @imfemalewarrior schon gefunden. Und mit dem Tag „#tumblrmigrant“ kann man sich gut verständigen.

Ach, warum wird die Welt nur immer verklemmter? Wir rasen mit großen Schritten zurück in die Fünfziger. Es fängt schon an, muffig zu riechen. Bald wachsen uns Nierentische.

… und dann kapiere ich nicht, wie man Bilder von Twitter in einen WordPress-Post einbinden kann. Mal klappt es, mal nicht! Und Tweets einbetten klappt auch nur ohne Bilder. Aaaarrgghhh! Curse you, Verizon!

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Subjektives Anstrengen

Neues Kaffeetassenmotiv für die Waldnymphe ist fertig und schon bestellt.

Diese Sport-Sache, von der man so reden hört, bringt wohl tatsächlich etwas.

Das letzte Mal war ich vor etwa fünf Jahren (Angstpatient und volle, dunkle, laute, stickige Räume sind nicht ganz so einfach zu verbinden) in einem Konzert und das war noch zu völlig unsportlichen Zeiten. Ich hatte es als sehr, sehr anstrengend in Erinnerung, obwohl ich nicht die ganze Zeit getanzt habe.

Vorgestern waren wir und die Gang bei Glitch Mob und es war ein völlig anderes Erlebnis. Ich kam von neun Stunden Arbeit, hatte meine 15k Schritte für den Tag schon drin und trotzdem habe ich dann noch drei Stunden am Stück durchgetanzt. Wirklich ohne Pause komplett. Der Imperator hat mir dafür 1000 Kalorien und nochmal 16k Schritte gegeben.

Am Ende hatte ich gut geschwitzt, war aber nicht wirklich erschöpft. Kondition läuft also bei mir. Und angstmäßig ging es auch. Zwar stand direkt vor mir der größte, streng riechendste Typ des ganzen Saals – aber zum Glück ging der irgendwann und ein sehr winziger, komplett rotunder Mann nahm seinen Platz ein. Nicht, dass ich dann die Bühne gesehen hätte, weil direkt davor eine enorme Frau herumschwankte – aber die hat zum Glück sehr viel mit dem Telefon gefilmt, so dass ich zumindest über ihr Display sehen konnte, was vorne abging. Wie gesagt – kein einziges Mal Panik.

Die Schulter war auch brav. Ich habe das ganze „put your hands in the air“-Gedöhns schön sein gelassen.

Gestern dann Kontrolltermin beim Arzt. Ich bekam keine weitere Cortisonspritze (Buuuh!), dafür die Aufgabe, bis Ende Dezember gar nichts mehr zu trainieren, was die Schulter betreffen könnte. Also auch kein Latzug oder so. Nur noch Rumpf und Beine. Nicht schön.

Außerdem nicht schön, dass mir dann beim Einkaufen einer der mit Glück ergatterten Kaufland-Sojaghurts (echt, die sind so selten, dass man immer gleich alle kaufen muss, wenn sie mal da sind. Mehr als drei Stück sind es eh nie) im Rucksack kaputtgegangen ist und alles eingesaut hat. Machste nix!

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung

Versehentlicher Spinat

Im Winter packe ich mir anstatt frischer Beeren die gefrorene Variante in meinen Mittagsporridge. Schmeckt fast genauso und ist sogar gesünder. Und ist völlig aufwandslos. So ein Kilosack Beeren hält zwei Wochen und ist schnell mitgenommen.

Außer man bekommt den „Huh, das könnte ich ja auch mal ausprobieren!“-Anfall und nimmt eine unbekannte Fruchtbeutelsorte beim Lidl mit. Denn es stellte sich heraus, dass das nicht nur eine Umweltschweinerei (da sind im Beutel nochmal portionierte Beutel!), sondern eigentlich für Smoothies gedacht ist. Was daran das Problem ist? Nun, irgendein Gesetz besagt, dass Smoothies nur dann Smoothies sind, wenn Spinat drin ist.

Was bedeutet, dass ich gestern zu meiner nicht enden wollenden Überraschung einen Klotz Spinat in mein warmes Porridge fallen sah. Neben anderen Früchten, natürlich.

Und jetzt habe ich ein grüngeflecktes Porridge in meiner Mittagstupperdose und bin sehr gespannt, wie das heute schmecken wird. Ist bestimmt super gesund, das steht mal fest.

An anderer Front … sind die ersten bestellten Weihnachtsgeschenke eingetroffen und ich bin sehr zufrieden damit. Die Druckqualität auf der Einkaufstasche ist wirklich gut. Der bedruckbare Bereich auf der Tasse war größer, als auf der Webseite angegeben, was dazu führt, dass meine Illu etwas verloren darauf herumsteht. Aber sieht immer noch nett aus.

Außerdem kam das neue Gehäuse für meinen PC an. Ich bin gespannt, wann die Bastelei losgehen kann. Ich möchte vor Weihnachten noch Monster Hunter World und Assassin’s Creed Odyssey ausprobieren! Insert freudiges Geek-Quieken here.

Um meine Katze mache ich mir immer noch Sorgen. Es geht ihr zwar immer besser, aber irgendwie scheint sie mir leichte Lähmungserscheinungen zu haben. Ich muss mich mal belesen, ob das bei Epilepsie vorkommen kann. Dass man nichts dagegen tun kann, ist ziemlich klar – aber es ist ein Unterschied, ob das zum „normalen“ Krankheitsverlauf gehört oder etwas total Neues ist. Letzteres wäre schlimmer.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Hundert Mal Liebe und trotzdem Unwohlsein

Work in Progress. Sehr unzufrieden mit seinem Gesicht. Rest ist okay.

Das elende Sommerwetter macht mich fertig. Mein Kreislauf kippt einfach weg. Das Licht sagt „Herbst/Winter“, aber die Temperaturen „Spätsommer“ (zwanzig Grad am Montag), damit komme ich nicht klar. Das sorgt nicht nur für Körperstress, sondern macht mich auch seelisch fertig. Seit zwei Wochen kratze ich am Rand einer depressiven Episode und falle ständig tiefer hinein.

Und nicht nur mich trifft es, sondern das Wetter hat auch meiner Katze einen Anfall beschert. Zum Glück keinen schweren und sie musste nicht in die Klinik. Aber sie schleicht noch sehr neben sich durch die Wohnung. Ich habe das bedrückende Gefühl, dass es ihr nach jedem Anfall schlechter geht. Dass sie sich jedes Mal nicht mehr ganz auf das Vor-Anfall-Niveau erholen kann. Ja, ich habe akzeptiert, dass Katzen mit Epilepsie nicht so lange leben wie Gesunde … aber das so reingedrückt zu bekommen, ist schlimm. Ich bin bereit, jederzeit die letzte Entscheidung zu treffen. Das, was für Butzel am besten ist. Kein Leid.

Und dann nie wieder ein Haustier. Oder maximal so etwas wie eine Bartagame.

Ja, mir geht es wirklich nicht gut. Und die Schulter hilft auch nicht. Mittlerweile habe ich keine Kraft mehr im linken Arm, wenn ich irgendetwas über 90° heben will. Es wird zunehmend lästiger. Und fühlt sich permanent entzündet an. „Geht in der Mehrzahl der Fälle von selbst wieder weg“ … my ass!

Ich versuche, mich an Kleinigkeiten wieder aus dem Sumpf zu ziehen. Dass ich wieder mehr Spaß an Cardio habe (gezwungenermaßen … ich darf ja kaum noch an die Gewichte …). Dass heute die Geschenke für meine Liebsten ankommen. Dass wir am 27. Mit der ganzen Familie (also wir drei und die Gang) Glitch Mob sehen. Dass ich bald lustige Waschbären als Illustrationsprojekt bekomme. Dass die Teile für den PC nach und nach eintreffen.

Und ich habe mir die putzigste Halskette der Welt bestellt. Ich bin ja immer sofort für solche Gimmicks zu haben. Ich weiß noch nicht, ob ich sie selbst behalte oder der Waldnymphe schenke. Der Erklärfaun trägt ja keinen Schmuck.

Ich erwarte für den Preis keine Designwunder, aber ich finde die Idee schön. Und mag rätselhafte Dinge.

Heute bekomme ich wieder Massage. Und muss zugeben, dass ich die dritte Übung schlicht vergessen habe. Also nicht vergessen, sie zu machen. Sondern vergessen, wie sie geht. Ich bin so ein Eichhörnchen …

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Diversity, Representation und so

Das kommt auf eine Tasse für den Erklärfaun. Fulgrim – der niedlichste Demon Primarch!

Ich weiß gerade nicht, ob ich nun ein privilegiertes mitteleuropäisches Arschloch bin, oder der gesunde Menschenverstand in mir nur einen Breakdown hat und schluchzend in der Ecke sitzt.

Worum geht’s?

Darum, dass die Adipositas-Epidemie nun auch die virtuellen Welten erreicht hat und dort Anstalten macht, zur Norm zu werden. Konkret: Blizzard hat auf der Blizzcon die neuen spielbaren Rassen für WoW vorgestellt. Die Kul’Tirans waren meine große Hoffnung, weil es Menschen sind, die endlich einmal körperlich in mehr Varianz daherkommen. Sehr dünn, normal und dick. Wäre doch prima – da könnte ich endlich mal den Spargeltarzan spielen, den ich mir schon länger wünsche und der besser zu meinem flauschigen kleinen Hunter passt, als das derzeitige Muskelpaket (unabhängig davon, dass ich es eh nicht bekommen hätte, weil Worgen – die Rasse meines Hunter – diese neuen Körper bestimmt nicht hätte wählen dürfen, aber egal).

Falsch gedacht. Die Kul’Tirans wird es nur in dick (muskulös-dick. Nicht wabbel-dick. Honi soit qui mal y pense) geben. Und die Fanbase schäumt vor Freude darüber über. Preisungen des „Dadbod“ und der „thicc“en Frauen allüberall. Komplett mit allen Klischeekellen „real men like curves“ und dergleichen. Und ich so … WTF?

Es ist nicht so, als hätte WoW bisher besonders realistische Körperschemata geliefert. Kniehohe Gnome, Türfüllungs-Tauren, waif-ische Bloodelves oder hoch-wie-breit-Orcs. Außer, erstaunlicherweise, bei menschlichen Frauen. Hier ist das Modell nicht wirklich übertrieben. Das sind realistische Proportionen.

Aber anscheinend geht’s nicht darum. Es ist schade, dass ich meinen dünnen Kul’Tiran nicht bekommen werde – aber bringt mich nicht um.

Dummerweise hört’s hier aber nun nicht auf. Es wurden auch neue, modernisierte Modelle für die alten Rassen vorgestellt. Und da ging’s dann los. Massenhaft Fan-edits, die z.B. die weiblichen Worgen auch in dick haben wollten. Das sind Werwölfe, verflixt nochmal! Und WoW-Charaktere sind Abenteurer, die den ganzen Tag herumrennen und kämpfen …

Und jetzt weiß ich wirklich nicht – bin ich nur engstirnig oder braucht es wirklich nicht überall ein Abbild der „70% übergewichtig“-Realität? Einerseits wünsche ich mir Repräsentation in Computerspielen … aber für mich sind das dann eben weibliche NSCs in Machtpositionen (der derzeitige Warchief der Horde ist weiblich – und darf sich gerade zu einer herrlich verrückten Bösewichtin mausern. Die Nachtelfen haben eine Chefin. Bei den Trollen gibt’s eine mächtige Prinzessin. Die Kul’Tirans werden von einer Frau mit einer noch beeindruckenderen Tochter regiert. Die Zwerge haben eine Anführerin …), ernst zu nehmende weibliche Gegner (yay für Azshara!) und keine gegenderten Klassen (gibt’s in asiatischen MMOs oft und da möchte ich jedes Mal im Strahl kotzen). Ich hätte gern mehr Hautfarbenvarianz in den menschlichen Rassen – aber da hängt auch viel an den Modellmöglichkeiten.

Andererseits … wenn ich meine weibliche Repräsentation bekomme, darf ich dann über dicke Charaktere die Augen verdrehen?

Vermutlich geht mir mehr auf die Eierstöcke, dass der laute Teil der Fat-Acceptance-affinen Fanbase zwar jetzt vor Freude Rad schlägt, man im Endeffekt aber ingame wenig merken wird. Denn in jedem MMO, das ich gespielt habe und das die Möglichkeit zu dicken Charakteren bot, wurde diese praktisch nie genutzt. Und wenn, dann nur für Fun-Charaktere. Der dicke, alberne SWTOR-Sith in rosa Lederklamotte, der fette TESO-Orc im Brautkleid, der betrunkene, rotunde Händler in SL-Gor … Und weibliche Charaktere sind dort wirklich fast nie dick. Obwohl sie es sein könnten. Und sogar auf die attraktive Weise dick – die mit der schmalen Taille.

Auf die berechtigte Frage, warum die nun „endlich dicke Figuren!“-Schreier in WoW keine weiblichen Zwerge spielen würden, die wären ja auch nicht dünn, wurde übrigens nicht geantwortet (ich habe einen weiblichen Zwergencharakter. Kann man über dem letzten Post sehen. Ihre Figur war mir schon immer egal, auch als ich selbst noch so aussah).

Jedenfalls wird der WoW-Tag auf tumblr nun wieder vor Fanart „in dick“ überquellen (no pun intended). Da macht man nix. Ist ja auch nicht schlimm, ich zeichne meine Charaktere ja auch so, wie ich sie haben möchte.

Fazit … äh, keine Ahnung. Verwunderung vermutlich. Vor allem, was die Leute so an „Dadbod“ finden. Ich bin froh, dass der Erklärfaun sehnig und trainiert ist – dann haben wir nämlich noch lange etwas von ihm!

Morgen schreiben die Culinary Diversity-Wölfe übrigens über geräuchertes Paprikapulver. Das ist nämlich toll. Danke für die Empfehlung – für so etwas liebe ich das Internet!

Dat Nerdstuff, Ernährung

Operation Rentner – Frischzellen und ab ins Gym!

Frontseite des Adventskalenders für den Erklärfaun. Er mag japanische Holzschnitte, also habe ich einen simuliert!

… diesmal für meinen Rechner. Vor vier Jahren habe ich meine Zockerschleuder gekauft (ich bin kein Freund von Laptops. Ich will mit einer ordentlichen Tastatur und einem großen Monitor spielen) und nun ist er in die Jahre gekommen. Weder Red Dead Redemption 2 noch Assassin’s Creed – Odyssey (sowas von ganz genau meine Cup of Tea!) laufen darauf (gescheit). Deshalb hatte ich die Kiste am Samstag bei Freund K. und er hat sich mal angesehen, was man tun kann.

Viel war’s leider nicht. Ich kann meine Festplatten behalten, der Rest ist zu alt, um ihn mit neuen Teilen weiterverwenden zu können. Noch nicht einmal das Gehäuse kann ich nutzen, da es ein winziger Minitower ist, der das neue 650-Watt-Netzteil nicht packen würde.

Tja. Machste nix!

Also sind wir nun am herumüberlegen. Ich kann eine neue-gebrauchte Karte von Voller Napf für wenig Geld haben, aber der Rest muss angeschafft werden. Aber ich will nicht maulen – ich fange immer, sobald ich einen neuen Rechner habe, wieder an, Geld für den Nächsten zur Seite zu legen, so dass dieses Hobby kein plötzliches Loch ins Budget reißt.

Da ich die Platten behalte, entfällt auch lästiges Neuinstallieren (mein Windows ist ordnungsgemäß „angemeldet“, so dass auch die neue Hardware es nicht aus der Bahn werfen sollte). Ich fange also mal vorsichtig an, mich auf das Jahrhundert des Flughundes zu freuen.

Ansonsten hat mir ein koreanischer Export-Besucher gestern gesagt, „I love your jeans“ (ich hatte die Mi-Partis an) und ich weiß nicht, wie ich mit so etwas umgehen soll – vor allem, wenn mein Chef direkt danebensteht. Außerdem wurstle ich an den Adventskalendern und habe einfach keine Ideen für Weihnachtsgeschenke (ich muss mich da frühzeitig dranhängen, sonst vergesse ich es völlig. Und wenn man nur Selbstgemachtes verschenkt, ist „last minute“ nicht drin).

Desweiteren habe ich heute wieder Massage und bekomme dabei Teraband-Übungen gezeigt. Ich hoffe, die bringen endlich den Durchbruch, denn die Schulter wird immer schlimmer. Ich habe Angst, dass ich tatsächlich unters Messer muss … das würde wochenlangen Ausfall bedeuten. Und vermutlich monatelang kein gescheites Oberkörpertraining. Da habe ich nun wirklich keinerlei Lust drauf! Aber mittlerweile kann ich den Arm kaum noch nach außen rotieren. Irgendetwas muss also geschehen!

Ernährungsmäßig bin ich diese Woche etwas uninspiriert. Der Zucchini/Paprika/Kichererbsen/Tomaten-Eintopf gestern war zwar reichlich, sättigend und lecker, aber mir fehlte ein wenig die herzhafte Geschmackskomponente. Heute gibt es Ofen-Rosenkohl mit Tomaten und eventuell Sojageschnetz. Mal sehen, wie das wird. Das Sojageschnetz ist neu, das kenne ich noch nicht (auch von dieser Einweichsorte).

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe mögen Kürbis auch als Nachtisch

Druck

Ich weiß nicht, warum ich noch nicht selbst auf die Idee gekommen bin – immerhin mag ich auch Pumpkin Spice Latte und fand den Kürbiskuchen toll. Aber Ofenkürbis in süß … da musste mich erst eine Reddit-Userin drauf stoßen, dass das sehr lecker sein kann.

Also habe ich einen Butternut zusammen mit frischen (ungesüßten!) Cranberries, Nüssen (Nussmischung halt), Xylit, Süßstoff und zwei Löffel Öl für eine Stunde bei 170° Umluft im Ofen gehabt. Und es wurde durch und durch wundervoll! Die Säure der Cranberries und das Umami der Nüsse hat die Süße des Kürbis perfekt ergänzt.

Ich habe sowohl Mittag- als auch Abendessen damit bestritten.

Außerdem dieses Wochenende: Endlich einen Tisch im Ginger Blue bekommen. Das haben wir den ganzen Sommer immer mal wieder versucht, aber jedes Mal war geschlossene Gesellschaft. Ich vermutete eine Geldwaschstelle der veganen Mafia. Aber – nun hat es endlich geklappt.

Im Ginger Blue gibt es vegan, vegetarisch und omnivor. Sie haben eine sehr große Karte, was ich nicht so mag, denn das bedeutet, dass natürlich nicht jedes Gericht immer ganz frisch zubereitet werden kann. Der Erklärfaun spürte das – er erhielt zu seinen sehr guten Galettes leider nur Formvorderschinken und Scheibletten. Ich hatte einfach „das vegane Gericht, das der Koch heute empfiehlt“ bestellt und bekam ein sensationell gutes Cajun-Gericht mit frischen Früchten. Die Waldnymphe und Th. hatten Burger, die sie sehr begeisterten. Die Waldnymphe bekam sogar die lowcarb-Variante ohne Bun.

Die Atmosphäre des Restaurants ist unglaublich gemütlich. Etwas rumpelig und zusammengewürfelt mit vielen Kissen, Decken und Kerzen. Und nicht zu vergessen: die drei Hunde in allen Größen (Dackel, Schäferhund und ein anatolischer Hirtenhund) und den sehr menschenfreundlichen Kater, der den ganzen Abend bei uns verbracht hat. Man bekommt sehr persönliche Ansprache und Beratung und wir haben beschlossen, öfter hinzugehen.

Fazit: Das Essen ist lecker aber nicht die absolute Oberklasse (ungerechter Vergleich mit dem Sternerestaurant von letzter Woche), dafür schießt das Ginger Blue in Sachen Gemütlichkeit jedes andere heidelberger Restaurant aus dem Wasser.

Samstags haben wir Mage gespielt. Wir nähern uns dem Showdown der aktuellen Story und mir wird unangenehm bewusst, dass ich ja dann bald Spielleiten muss. Mein Plot ist bisher nur nebulös in meinem Kopf vorhanden … das muss sich ändern. Ich habe nur noch etwa zwei Monate Zeit, dann muss die Geschichte stehen!

Dat Nerdstuff, Ernährung

Schlanke Menschen können schließlich so viel essen, wie sie wollen. Metabolismus und so.

Ich habe in TESO ein neues Haustier bekommen und sprudle nun über vor „big black cock“-Witzen.

Wie schon mehrfach erwähnt ist mein derzeitiges Guilty Pleasure während des Abendessens Gilmore Girls zu schauen. Ich mag die Serie. Sehr nostalgisch, hübsches Neuengland, Moose in seinen jungen Jahren und völlig nachdenkfrei lustig. Perfekt, um dabei auf dem Sofa zu sitzen, die Katze auf dem Schoß zu haben und aus einer Plastikschüssel Gemüse zu essen.

Aber wenn einem eines sehr schnell auffällt, dann dass die Hauptdarstellerinnen beneidenswert dünn sind. Wirklich – perfekt! So möchte ich auch sein (Wunschdenken. Dazu habe ich einfach die falschen Voraussetzungen. Aber man darf ja von Elfengleichheit träumen, während man Muskeln aufbaut … kognitive Dissonanz für den Gewinn!).

Schön und gut. Dünn. Aber … gleichzeitig wird ständig betont, wie viel sie essen und dass sie Sport nicht hinbekommen. In vielen Szenen dreht es sich um Süßigkeiten oder mächtiges Breakfast-Food in Mengen, die Ron Swanson vor eine Herausforderung stellen würden.

Sieht man genau hin, wird schnell klar, dass Reden und Handeln nicht übereinstimmen – von der offensichtlichen Logik einmal abgesehen. Denn praktisch jedes Mal, wenn sich die Hauptdarsteller zu einer Mahlzeit niederlassen, stehen sie nach etwa zwei Bissen wieder auf. Und die Fast Food-Orgien werden, wie mehrfach zu sehen, fast unangetastet in den Kühlschrank verbracht, wo sie dann vor sich hin verwesen. In den zweieinhalb bisher von mir angesehenen Staffeln haben Rori und Lorelai zusammen etwa ein komplettes Essen zu sich genommen. Mehr nicht. Es wurde zwar ständig betont, wie viel sie essen (auch von anderen. Z.B. in der Episode, als Max und Dean mit den beiden ausgehen) – aber dieser Claim wird durch nichts gestützt.

Das klingt jetzt seltsam obsessiv, dass ich fiktionalen Figuren die Bissen in den Mund zähle. Normalerweise fällt mir nicht im Geringsten auf, was Charaktere zu sich nehmen, wenn es nicht gerade besonders wichtig ist. Wie der White Russian des Dude. Oder Julians Rum Cola bei den Trailer Park Boys. Aber seit ich selbst so viel Disziplin auf meine Ernährung verwende, irritieren mich solch offensichtlichen Märchen.

Der Mythos des „quirky white girl“, das sich mit Essen vollstopfen kann und trotzdem schlank und gesund bleibt, weil es eben den perfekten Metabolismus hat, ist einfach nur deprimierend für jeden, der sich zusammenreißen muss, die Packung Schokolade nicht auf einen Sitz wegzuatmen. Klar weiß ich, dass es eben nur das ist – ein Mythos. Und wie schon erwähnt, muss man bei Gilmore Girls nur genauer hinsehen um zu bemerken, dass sie eben nicht besonders viel essen. Zumindest nicht einmal ein Viertel dessen, was sie so in Dialogen behaupten.

Aber wer eben nicht genau hinsehen (will), kann daraus nur schließen, dass er/sie in der Genlotterie eben Pech hatte und immer dick bleiben wird. Dass die vier einzigen dicken Figuren der Serie nie irgendetwas essen (wenn sie auch gelegentlich Alkohol trinken), schlägt in die gleiche Kerbe. „Sie essen nichts und sind trotzdem dick – haben halt dicke Gene!“

Nicht cool, Serienschreiber.

Andererseits könnte natürlich jeder zu den selben Schlussfolgerungen kommen wie ich. Aber ob ich das geschafft hätte, bevor ich mich mit CICO, Makros und Muskelaufbau auseinandergesetzt habe?

Trotzdem genieße ich die Serie sehr. Ist wie so ein fluffiges Weißbrot. Und wenn ich damit durch bin, geht’s zurück zu Vollkornbrot in Form der dritten Expanse-Staffel. Oder Supernatural, um Moose in erwachsen sexy zu finden.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Vom so-lala-Umgang mit Komplimenten

Als ich noch dick war, war mein vorrangiges Ziel, unauffällig zu sein. Nicht, dass ich irgendwelche Diskriminierung erlebt hätte (oder ich habe es zumindest nicht gemerkt), aber ich fand mich selbst so furchtbar, dass ich auf keinen Fall bemerkt werden wollte. Meine Vorliebe für schwarze Bandshirts unterstützte das sehr gut.

Mittlerweile ist mein Kleiderschrank nicht mehr zu 100% schwarz, sondern nur noch zur Hälfte. Was bedeutet, dass ich schon rein statistisch ziemlich oft bunt angezogen bin. Und auffallend. Weil ich nun das anziehe, was mir gefällt. Nicht immer sehr stilsicher und selten elegant – aber es gefällt mir. Und vermutlich strahlt das nach außen, wenn man sich selbst nicht mehr so scheiße findet wie früher.

Lange Einleitung für das überraschende Ereignis, das ich gestern an der Tanke hatte. Ich war fertig mit Tanken, ging in den Shop und wollte zahlen, als eine Frau hinter mir plötzlich zu mir sagte „Sie sind aber süß angezogen!“

Süß. That’s a first. Aber gut, oder nicht? Das entsprechende Outfit sieht man oben im Bild. Und da ist das quietschblaue Adventure Time-T-Shirt gar nicht zu erkennen, weil der Reißverschluss zu ist. Das gelbe Hoodie ist sogar absichtlich auf Jakes Fellfarbe hin ausgewählt, damit es passt. Ich bin so ein Fashion Victim!

Jedenfalls hat es mich völlig aus der Bahn geworfen, dass ich ein Kompliment bekommen habe. Meine 1-A-sozial-akzeptable Reaktion war dementsprechend, mich mit weit aufgerissenen Augen umzudrehen und in Nebelhornlautstärke „Danke!“ zu brüllen. Das üben wir nochmal. Falls ich jemals wieder ein Kompliment bekommen sollte.

Ansonsten scheint meine Schulter sich langsam einzukriegen. Ich bin aber auch unglaublich freundlich zu ihr. Temporär nur einmal die Woche „richtiges“ Training, ansonsten „nur“ (haha) Morgenbodyweight (mit vorher mehr Dehnen als früher) plus Abends ein bisschen mit den Hanteln herumspielen. Shrugs scheinen wirklich zu helfen.

Ich bin mittlerweile wirklich sehr, sehr müde, was diese Schulter/Bizepsschmerzen angeht. Die Schonhaltung ist immer schwerer zu vermeiden, weil es sich einfach schon so lange zieht. Sehr, sehr, sehr müde.