Dat Nerdstuff

Diese Protein-Brownies …

… haben insgesamt weniger Kalorien als anderthalb Snickers, schmecken dafür aber deutlich schokoladiger. Und ergeben ungefähr einen ganzen Teller voll. Das ist auf dem Bild schwer abzuschätzen, da das meine Zwergen-Auflaufform ist.

Low-carb-carrot-brownie-cake. 😊 #lowcarb #ohneunsinnabnehmen #carrotcake

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(Schonungslos ehrliche Foodfotografie. Ich hatte im Studium ein ganzes Seminar nur über Foodfotografie. Was amüsant war, mich aber mit der festen Überzeugung zurück ließ, dass ich niemals wieder „hübsches“ Essen fotografieren möchte. Ich will zum Brutalismus!)

Ich wollte die Wunderbrownies schon lange einmal ausprobieren und gestern fiel mir dann zufällig das Rezept wieder auf. Eigentlich sind sie auf Zucchinibasis – aber ich hatte nur Gelberüben. Was der Sache nicht geschadet hat, ich brauchte nur etwas mehr Wasser. Und Low Carb ist das Ganze auch noch. Gar nicht davon zu reden, dass die Herstellung „wirf alles in eine Schüssel, rühre es gut durch, kippe es in eine Form und ab damit in den Ofen“ auch für den ungeduldigsten Küchenbewohner machbar sein sollte. Na, was ein Spaß!

Und was braucht man nun genau dafür?

  • 200 Gramm Gelberüben (oder eben Zucchini)
  • 10 Gramm Backkakao
  • 30 Gramm Proteinpulver Schoko oder Vanille
  • 15 Gramm Erdnussmehl (oder irgendein anderes Mehl)
  • 50 Gramm Magerjoghurt
  • 10 ml Zitronensaft
  • 3 Gramm Natron (oder Backpulver)
  • Süßstoff (sollte 50 Gramm Zucker entsprechen)
  • eine Prise Salz
  • ein, zwei Löffel Wasser, damit der Teig browniemäßig wird

Zusammen sind das rund 330 Kalorien für das komplette Ding. Man raspelt die Gelberüben klein (das ist das Aufwändigste an diesem Rezept), rührt alles zusammen, schüttet es in eine Form und backt es bei 190 Grad Ober/Unterhitze etwa 25 bis 30 Minuten. Das war’s schon. Schmeckt kräftig nach Schokolade und ist ein wirklich guter Nachtisch, wenn man vorher Grillgemüse mit Shiratakinudeln und Tomatensoße hatte. Werde ich mir heute noch einmal backen und heute mal in größerem Maßstab Gelberüben raspeln (damit es sich lohnt, die Sauerei mit der Küchenmaschine zu veranstalten) und in 200-Gramm-Portionen einfrieren. Dann habe ich vorgesorgt.

Mein Kitchen Safe ist unterdessen zwar aufgestellt, hat aber noch keinen Inhalt, da die Cadbury-Eier erst heute ankommen. Damit besitze ich nun das wohl Welt-teuerste Cookie Jar (außer Damian Hirst hat da irgendwas mit totem Hai und Diamanten gebaut) und setze große Erwartungen in dessen Wirksamkeit.

Ansonsten versuche ich in irgendeinen wie auch immer gearteten Groove zu kommen. Ich habe mir ein Supernatural-Shirt designed, hatte kleinere Probleme damit, es bei Spreadshirt zu bestellen, weil mein Virenscanner gelegentlich zu cool für PayPal ist (zum Glück hat man ja als moderner Mensch mehr als nur ein oder zwei internetfähige Devices) und arbeite in meinen Mittagspausen weiter am Geburtstagsgeschenk für die Waldnymphe.

Die Schulter ist unverändert. Gefühlt bringen die Schmerzmittel also nichts. Mein Sportprogramm konzentriert sich unter der Woche völlig auf Beine und Rumpf, nicht einmal halb-verbotene Squats und Rows mache ich. Deshalb kann die fehlende Veränderung also nicht an mir liegen. Vermutlich bin ich zu ungeduldig.

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Willpower-Punkte ausgeben

The Sorcerers Crusade Sheet

Die zahlreichen Antworten (Danke!) auf meinen letzten Post haben mich zum Nachdenken angeregt. Über begrenzte Mengen, über Überforderung. Darüber, wie man aus einer egomanischen Spirale kommt – und ob sie überhaupt existiert.

Die Sache mit dem begrenzten täglichen Willenskraft-Pool erscheint mir absolut logisch. Und sehr gut verständlich. Bei meinem lieblings-P&P-System, der World of Darkness, hat jeder Charakter von Erschaffung an eine bestimmte feste Menge an Willenskraft (diese kann man später im Spiel noch steigern, das ist aber für diesen Vergleich erst einmal uninteressant). Diese Menge verändert sich ständig, wenn sie auch nicht über den maximalen festen Wert hinausgehen kann. Die Veränderung erfolgt dadurch, dass man einen Punkt temporär ausgeben kann, um sich bei einer Aufgabe einen automatischen Erfolg zu kaufen. Ein Erfolg stellt meistens das absolute Minimum dar, das man braucht, um etwas zu schaffen.

Konkretes Beispiel. Oben sieht man einen Ausschnitt aus dem Charakterblatt meines Magus Hermanos (Manos ist eher „nach mir“ geschaffen als mein Wolf Rhys, deshalb ist er das bessere Beispiel). Hermanos hat – umkringelt sichtbar – fünf Punkte Willenskraft. Gehen wir davon aus, dass Hermanos mitten in einer regnerischen Novembernacht zusammen mit seiner Kollegin Allegra um eine Ecke rennt, um seinen Freund Akeem zu retten, nicht aufgepasst hat und deshalb nun plötzlich Nase an Nase mit einem der eher rustikalen Schergen des Gegenspielers steht … dann braucht er jetzt ganz dringend einen Erfolg, um so aus dem Nichts einen Zauber zu wirken. Denn eigentlich benötigt seine Magie ja Berechnung, die heilige Geometrie und dergleichen. Also etwas Zeit. Hat er aber nicht. Also setze ich, weil ich meinen verträumten Magus lieber mit Kopf auf den Schultern mag als ohne, einen Willenskraftpunkt ein. Reduziere seinen temporären Pool damit auf vier. Unabhängig vom Würfelergebnis habe ich für Manos jetzt also einen Erfolg schon einmal in der Tasche – keinen gloriosen Erfolg (dazu müsste ich dann noch gut würfeln) aber es wird klappen, dem Schergen einen Blumentopf vom Fensterbrett über ihm auf die Zwölf fallen zu lassen. Muss ich in nächster Zeit noch mehrmals auf so ein Hilfsmittel zurückgreifen, wird Manos’ Willenskraft immer weniger, bis er völlig erschöpft ist und nichts mehr groß tun kann, weil er zu keiner Entscheidung mehr fähig ist. Als ich Manos erschaffen habe, habe ich festgelegt, dass seine Natur „Architect“ ist – er also Dinge schaffen, aufbauen will. Das gibt ihm Willenskraft zurück. Um wieder ganz frisch und erholt zu sein, seinen Pool wieder bis zum Rand gefüllt zu haben, muss er deshalb in nächster Zeit seiner Natur folgen. Es muss ihm zum Beispiel gelingen, mit seinen Freunden den Coven weiter aufzubauen, vielleicht an seinem Familiar weiterzuarbeiten, dieses Astrolabium mit allen zehn Planeten fertig zu basteln, Allegras Radschlosspistole zu perfektionieren (Im Jahr 1499 ist eine Radschlosspistole futuristischer Hightech) …

Und wenn man nun meinen Ausführungen bis hierhin gefolgt ist, obwohl man an P&P nicht interessiert ist, kann man trotzdem erkennen, wie nahe an der Realität das Ganze ist. Ich habe meinen Willenskraftpool. Und ich habe ihn nach und nach geleert. Und irgendwie schaffe ich es gerade nicht, ihn wieder aufzufüllen. Auch ich muss dafür Dinge schaffen – hauptsächlich Bilder und Geschichten. Ich beziehe meine Willenskraft aus rein solitären Aktivitäten. Aber aus welchen Gründen auch immer, geht das im Moment nicht. Ich hänge fest und drehe mich hilflos um mich selbst. Und jeder Tag kostet wieder Willenskraft. Ich laufe leerer und leerer und muss immer vorsichtiger sein.

Und es hilft nicht, dass ich mit diesem um-mich-selbst-Kreisen meinen Liebsten auf den Sack gehe und sie von mir wegschubse. Ich habe das Gefühl, ich kann nichts festhalten, was ich in den letzten Jahren mühsam aufgebaut habe. Und da dachte ich, nach den zehn mageren Jahren kämen nun endlich die zehn fetten. Aber da habe ich mich anscheinend geirrt. Zehn magere, anderthalb fette, dann wieder mager. Das ist nicht gerecht. Und dass ich selbst daran schuld bin, weil ich mich weinerlich selbst sabotiere und ihn Selbstmitleid wälze, hilft auch nicht.

Fuck.

Dieser Einblick in das Innere einer geisteskranken Person wurde gesponsert von der Generaldirektion für Hahnebüchenes der EU-Kommission.

Klischees sind Klischees …

Mal wieder ein Versuch in eher cartoonig. Fällt mir immer so unendlich schwer …

… weil sie meistens doch irgendwie wahr sind. Hierin unterscheiden sie sich von Vorurteilen. Ist man in irgendeiner Form geekig unterwegs, hat man einen bunten Blumenstrauß an Klischees um sich herum. Häufigste: Ernährt sich von Pizza-Cola-Gummibärchen, sieht dementsprechend aus, geht nicht an die Luft, trifft keine anderen Leute, wäscht sich selten und benutzt kein Deo. Das gemeine Geekweibchen wird da nicht ausgenommen, ist aber ambivalenter. Es teilt sich nämlich in Innen- und Außenwirkung. Wobei „innen“ sich hier auf die Szene bezieht. Und auf die Selbstwahrnehmung. Das gemeine Geekweibchen hält sich nämlich für elfengleich, zieht sich deshalb auch so an und das Geekmännchen ist von ihr entzückt, weil es ansonsten selten an Frauen außerhalb der Supermarktkasse auf Armlänge herankommt. Nach außen ist es häufig zu haargefärbt, zu schlecht tätowiert, zu eng angezogen und zu laut. Klischee? Klischee. Aber mit Backup, weil ich selbst ein Geekweib bin. Bis auf die Sache mit der Hygiene und dem Deo. Das habe ich auch in meinen gummeligsten Zeiten noch auf die Kette bekommen. Vermutlich, weil ich sehr empfindlich auf Körpergeruch reagiere.

Zum Glück wird man aber älter und reflektierter. Und entwickelt mehr Facetten. Das passiert meist kurz nach Ende des Studiums. Bei mir hat es länger gedauert und ich muss auch heute noch höllisch aufpassen, dass ich nicht zurück in die warme, kuschlige Geekhöhle krieche, mich nicht bewege, mit niemanden außerhalb des virtuellen Raums etwas zu tun haben möchte und … nein, Gummibärchen und Cola sind keine Alternative mehr, ich habe nur noch Kaffee und Datteln im Haus. Und statt Pizza mit einem Kubikmeter Provolone wäre es dann Lizza mit Spinat und Feta.

Also hat sich doch etwas Grundlegendes geändert.

Was sich nicht geändert hat: Ich liebe meine virtuellen Welten. Den Eskapismus. Ich möchte mich nach Tamriel, nach Dromund Kaas, Hoth, Coruscant, nach London 1891, nach Nizza 1499, Zypern 1243, zur Mars-Kolonie, nach Ankh-Morpork, ins Quad oder auf die Nautilus flüchten können. Zu jeder Zeit. Und wenn das bedeutet, mal für niemanden erreichbar zu sein, ist das eben so. Dann bin ich in einer bunt schillernden Blase unterwegs und alles ist so weit weg. Das möchte ich nicht missen. Niemals.

Aber mittlerweile findet Eskapismus eben auch statt, wenn ich mit den Dropkick Murphys auf den Ohren 118 Kilo legpresse. Wenn mir Combichrist in der ihnen eigen Fröhlichkeit von Gewalt erzählen und ich dann mein halbes Körpergewicht squatte (ja, da geht viiiel mehr. Aber ich bin so langsam mit den Beinsachen …). Wenn ich in einem Gym voller Leute ganz für mich bin. Und auch dann habe ich meine Welten. Denn selbst Sith müssen trainieren. Auch mein Wolf macht Parkour, damit er nicht ansetzt (die viktorianische Oberschicht neigte eher zu Polo und Cricket, darin ist er aber nicht gut).

Und wenn ich dann nach Hause komme, mache ich mir mein Essen so, dass sogar meine Buffetfräse von Magus nicht dick werden würde, weil es sich schlecht Zauber wirkt, wenn man nicht flink auf den Füßen ist (nicht fragen, isso).

Klischees? Ja. Realität ist immer noch des Öfteren sehr weit weg. Und es fällt mir immer noch schwer, rauszugehen. Oder Leute zu treffen. Aber das bedeutet nicht, dass ich es nicht für mich arbeiten lassen kann.

Der Unruhe vorbeugen

Dieses Wochenende werde ich Strohwitwe sein. Meine Beiden fliegen nach England zu einem Warhammer-Event. Ich bastle zwar mit wachsender Begeisterung meine Space Wolves zusammen, bin aber kein so großer Fan des Spiels, dass ich deshalb einen Con im Ausland besuchen würde. Ganz davon ab, dass ich es mir auch gar nicht leisten könnte. Wenn ich dieses Jahr in Urlaub möchte und zwei neue Sätze Autoreifen brauche, muss ich mit meiner Kohle ganz schön haushalten. Als Grafiker hat man entweder einen schönen Job oder wird gut bezahlt. Beides geht nicht. Ich habe mich aus Gründen des Seelenfriedens für Ersteres entschieden. Bringt ein paar Peinlichkeiten mit sich, wenn man im Freundeskreis die bei weitem ärmste Wurst ist und öfter mal „Äh, neee, grade lieber nicht“ sagen muss, weil kein Geld für Extravaganzen da ist. Aber dafür habe ich auch keine Magenschmerzen, wenn ich morgens aufstehe, um zum Verlag zu fahren.

Auf jeden Fall plane ich jetzt schon sehr akribisch mein Wochenende, damit ich in kein depressives Loch falle. Freitag mache ich den Wocheneinkauf und hole endlich meine Furchtlos-Tabletten ab. Ich koche Reste aus der Gefriereinheit und schaue Supernatural (Destiel all the way!). Samstag morgens gehe ich ins Gym und dann in die Stadt, um im Bodyshop neues Kokosrelevantes zu kaufen. Mein Scrub ist leer und das Bodyspray geht bedenklich zur Neige. Ob ich mir dort bei Starbucks eine Kaffeemonstrosität gönne, weiß ich noch nicht. Danach zu Decathlon und einen Ministepper erwerben. Mein alter Stepper pfeift auf dem letzten Loch und ist auch viel zu unhandlich, um ihn immer herumzuschleppen. Den Rest des Tages entweder auf dem Stepper weiter Supernatural gucken oder damit beginnen, die letzten Championpunkte vor der Erhöhung am 12. in TESO anzugehen. Ich habe es bisher noch nie geschafft, das CP-Maxlevel zu erreichen, bevor es wieder erhöht wurde. Diesmal könnte es Spitz auf Knopf gerade passen. Am nächsten Tag bin ich dann zwar wieder dreißig Punkte im Hintertreffen, aber ich habe die Befriedigung, es schon einmal geschafft zu haben. Ich werde mir für abends Blumenkohlpüree mit Tofufrikadellen machen. Als Nachtisch Obstsalat. Sonntags … habe ich noch keine Ahnung. Ich bin zu D.s Geburtstag eingeladen, weiß aber, dass so etwas sonntags keine gute Idee ist. Denn dann bin ich abends zu aufgedreht und schlafe schlecht. Was doof ist, wenn man montags wieder um fünf aufstehen muss. Ich fürchte, da muss ich mir irgendein Bewegungsprogramm ausdenken, damit ich Sonntag (sowieso immer der graueste Tag der Woche) nicht abstürze. Je nach Wetter ein ausgedehnter Spaziergang oder eben wieder Stepper. Hauptsache Bewegung. Bewegung hilft gegen Dunkelheit. Wobei es natürlich darauf ankommt, wie es mir nach der für Samstag geplanten, sehr heftigen Sporteinheit gehen wird. Derzeit bin ich irgendwie sehr schlapp und habe sportlich eher so mittlere Leistungsfähigkeit. Da kann ich immer schwer einschätzen, ab wann es letztendlich zu viel ist.

Mal sehen, wie ich mit diesem Wochenende klarkomme. Ich bin nicht vollständig zuversichtlich …

Erster Urlaubstag – Yay, Schnee und so!

One of four seasons ...

Heute morgen habe ich mein Auto zur Inspektion gebracht und bin danach glücklich durch fünf Zentimeter Schnee nach Hause gestapft. Ich fühlte mich kalt aber sehr weihnachtlich und war vermutlich die einzige Person auf der Straße, die so breit gelächelt hat.

Der Erklärfaun schickt jedenfalls unerfreulich klingende WhatsApps vom Stand seiner Expedition zur Arbeit. Anscheinend ist die A5 wieder mit ängstlichen SUV-Fahrern vollgestellt, die in Tränen ausbrechen, weil sie die Komfortfunktionen ihres Zivilpanzers nicht unter Kontrolle zu haben glauben.

Nachher fahre ich vielleicht noch mal in die Stadt – sofern die S-Bahn nicht im Schnee steckengeblieben ist. Bis dahin trinke ich heißen Kaffee und genieße die Wärme in meiner Wohnung. Ich führe prinzipiell wirklich ein luxuriöses Leben und sollte öfter mal auch dafür dankbar sein. Ich habe einen schönen, wenn auch gelegentlich stressigen Job, eine wundervolle Beziehung (und dabei sogar ein Drittel mehr davon als die meisten Leute!), eine gesunde Familie, ein niedliches Haustier, nicht viel aber für meine Bedürfnisse ausreichendes Geld, bin ziemlich fit und gesund, habe einen sehr kleinen aber wunderbaren Freundeskreis … ich bin wirklich das, was man in Amerika „blessed“ nennt und bei uns mit „gesegnet“ zu pathetisch rüberkommt.

Ansonsten bin ich aber in Kleinigkeiten wohl zu nörgelig. Ich muss gelassener werden.

Bei „gelassen“ fällt mir der neue Star Wars-Film ein. Achtung, ab jetzt Spoiler!

Letzte-Warnung-Dr.-River-Song sagt: „Spoilers!“

Also. Star Wars. Das arbeite ich am besten in zwei Listen ab, weil ich mich an die Handlung nicht mehr so gut erinnere (was schon eine Grundtendenz zeigt).

Positiv:

  • Die neuen Walker sehen toll aus. Also die AT-ATs. AT-STs sind mir nicht als sehr verändert aufgefallen. Aber die großen Transports sind wunderbar. Wie bedrohliche Gorillamännchen.
  • Adam Driver kann so ein niedliches Schnütchen ziehen. Dann zittert seine Unterlippe. Total putzig. Der Erklärfaun nennt ihn (man stelle sich hier einen breiten schwäbischen Dialekt vor) „’s Veederle“.
  • Die Kristallfüchse waren so hübsch! Und auch wenn ich vorhatte, sie doof zu finden, mochte ich die Pinguin-Affenviecher dann doch total. Obwohl sie mich an diese Bilder von Vögeln mit Pferdegebiss erinnert haben.
  • Mrs. Organa-Solo war badass.
  • Es gab keine Mando’ade. So konnten Jar-Jar Abrams sie zumindest nicht metzgern.
  • Die Imperial Guard durfte mal aufdrehen. Und hatte Corthosis-Bracers. Und Vibrowaffen. Hübsch!
  • Rey durfte ein paar gute Punchlines liefern.
  • Kylo Ren hat sich entwickelt. Nicht viel, aber zumindest ein bisschen.
  • Der zwielichtige Codebreaker war eine glaubhafte Figur.
  • Ein paar echt nette Hintergrund-Eastereggs. Gerade über die Sache mit Vaders altem Schwert und dem nicht-da-reingucken-LukeDing, das dann Gollum trifft … *kicher*

Negativ:

  • Durch die Löcher im Plot hätte Imperator Gollums Flaggschiff quer gepasst.
  • Die Helden hatten gar zu offensichtliche Plot-Armour. Das mag ich nicht.
  • Warum nicht mit dem Fan-Ship Poe/Finn segeln und statt dessen diese runde Frau reinbringen, die zwar nett ist, aber …? Sonst nix. Blöde Heteronormativität. Es gibt schon Schwule und Lesben im Star Wars-Universum, nun setzt bitte auch mal welche in die Frontline! Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.
  • Hux wurde zunehmend inkompetent und Phasma hätte man sich schenken können. Das haben beide Schauspieler nicht verdient.
  • Die Agenda von Imperator Gollum blieb undurchsichtig. Wer war er, was wollte er und WTF sein Tod?
  • Tracking durch den Hyperraum … in Rebels noch absolut möglich (gab’s ne Folge drum, in der sie den Beacon über das Abkoppeln der Phantom von der Ghost loswurden) – in der neuen Republik dreißig Jahre später unbekannt?
  • Angriffe mit Jägern innerhalb der Schildgeneratorreichweite ist einmal möglich und zwanzig Minuten später muss man hilflos hinter der Rebellenflotte herdackeln, weil man nicht drauf ballern kann. Äh .. wat?
  • Weiterhin unverständlich: Seit dem Fall des galaktischen Imperiums, das auch nur grob fünfzehn Jahre gehalten hatte, ist die ganze Geschichte der Demokratie absolut in Vergessenheit geraten? Man kann über die Sith sagen was man will – Hirnwaschen können sie! Also – ein paar tausend Jahre Republik/Sith Empire parallel. Dann ein paar tausend Jahre nur Republik. Dann anderthalb Jahrzehnte Empire. Dann zwei Jahrzehnte neue Republik. Dann ein Jahr New Order. Klar, dass niemand sich an die Republik erinnern kann …
  • Finn verkommt zum Comic Relief und Poe zum trigger happy Knallkopf. Schade drum. Muss reverse sexism denn sein? Können nicht Frauen und Männer parallel mal kompetent oder inkompetent sein?

Naja, wie man sieht sind das schon eine Menge Kritikpunkte, die mir den Film etwas verhagelt haben. Ich überlege noch, ob das von meiner Seite aus Krückstockgefuchtel der alten Fan-Woman ist oder doch berechtigt.

Tatsache ist, dass Disney den „alten“ Fans zunehmend den Mittelfinger zeigt. Kein Boba Fett-Film, keine Trilogie in der alten Republik, die Entscheidung, die alten Sachen zu „Legends“ zu machen, keine Mara Jade, kein neuer Orden …

Star Wars wurde durch die Fans zu dem popkulturellen Phänomen, das es heute sogar in der Politik zitiert werden lässt. Diese Leute nun mies zu behandeln, weil man darauf setzt, nur mit kompletten Reboots statt mit Kontinuität eine neue Fan-Generation zu ziehen, ist kurzsichtig.

Aber werde ich nicht ändern.

 

 

Der letzte Arbeitstag dieses Jahr!

Katze zockt mit. #catcontent #elderscrollsonline

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Zumindest der letzte offizielle, da ich wohl wieder Frau Schwan helfen werde, Feuerwerk unters Volk zu bringen. Aber im Verlag bin ich heute das letzte Mal für 2017. Adobe hat mich mit einem extrem krätzigen Update in den Urlaub verabschiedet, das nicht nur meine kompletten Voreinstellungen in Illustrator gekillt hat, sondern auch noch dafür sorgt, dass das Brush Gordon-Plugin in Photoshop nicht mehr läuft … weil sie dessen Funktion nun selbst und wesentlich schlechter, stressiger und dilettantischer implementiert haben. Ganz davon ab, dass ich nun meine mehreren tausend Brushes wieder neu einladen und sortieren kann. Danke für Nix, Adobe! Die Monopolstellung dank PDF tut ihnen nicht gut. Vielleicht kann ich im nächsten Jahr Krita als Alternative zu PSP durchdrücken. Aber um PDFs als Druckstandard kommt man leider nicht mehr herum und da haben sie die Kralle drauf und die komplette Branche an den Eiern. Tja.

Dritter Plank-Tag. Immer noch seeeehr anstrengend. Das geht echt gewaltig in die Bauchmuskeln. Na, kann nicht schaden, da habe ich noch eine Menge (relativ) loser Haut, die muss weg. Und das geht am besten mit Muskelunterfütterung. So bin ich ja auch die überschüssige Haut am Hintern und an den Oberarmen losgeworden: Kollagen, Trockenbürsten, Cremen und jede Menge Training! Wobei „losgeworden“ nur teilweise stimmt. An den Oberarmen bin ich fast fertig, da ist nix mit Winkfleisch. Aber Brüste und Hintern, das dauert noch. Ich schätze, ich muss dem ganzen Projekt noch ein, zwei Jahre geben. Aber das ist überschaubar. Schließlich war ich auch länger als drei Jahre dick, da darf die Haut auch drei Jahre zum kompletten Rückbilden brauchen! Und zugegebenermaßen jammere ich auf sehr hohem Niveau.

Heute Abend werden der Erklärfaun und ich gemütliches Warhammerbasteln durchziehen, während die Waldnymphe mit Schwiegers1 in eine Ballettaufführung geht. Wir bekommen von ihr noch einen Teller Weihnachtsgutzel hingestellt und werden dann unsere Armeen weiterbasteln und ich bekomme eine Lore-Lehrstunde zu meinen Spacewolves/Spacemarines.

Und morgen … natürlich Star Wars!

Ich fürchte mich ein wenig davor, wie sie das Universum weiter zermetzgern werden – aber so unschön The Force Awakens war, so gut war Rogue One. Also kann man hoffen. Oder auch nicht. Vielleicht etablieren sie nun, dass die Hauptfilme beschissen werden, damit die Füller-Filme glänzen können? Der nächste soll ja eine Han Solo-Originstory werden (die Legacy-Story fliegt natürlich aus dem Fenster; fickt euch, Disney. Fickt euch hart!), wäre also nicht schlecht.

Egal – Star Wars!

Danach gehen wir mit J1 und D., die auch in den Film wollen, in die Fette Wutz und versuchen, dort einen Platz zu bekommen. Sie reservieren erst ab zehn Personen, so dass wir auf Glück angewiesen sind, auf das ich an einem Adventssamstag nur bedingt vertrauen würde. Wir werden sehen. Mashed Potatoes und Chips und Coleslaw für mich!  Barbeque und Craftbeer für den Rest. Kohlenhydrate für den Gewinn.

Der virtuelle Bücherstapel, die Schwarmintelligenz und ein klein wenig Culinary Diversity

Druck

… weshalb die Wölfe zumindest ein bisschen eitel posieren dürfen! Wirklich neu und aufregend ist es zwar nicht, aber ich hatte die Nase voll, immer nur Äpfel, Äpfel, Äpfel und Äpfel in meinen Porridge zu schnibbeln. Der Winter bietet nun mal nur wenig Abwechslung, obsttechnisch. Außer man nimmt weitgereiste Sachen. Oder Zitrusfrüchte (die sind nur mittelweit gereist). Aber zum Glück gibt es das Tiefkühlfach! Ich liebe Beeren in allen Variationen und beim Prollo-Kaufland gab es einen günstigen 750-Gramm-Sack mit einer bunten Mischung aus Erd-, Heidel-, Johannis- und Himbeeren. Das habe ich aufgeteilt und kann nun jeden Abend bei der Vorbereitung meines Porridge für den nächsten Mittag einfach eine gefrorene Portion Früchte in den frisch aufgekochten Pampf einrühren. Sehr schön. Muss ich öfter machen! Ein bisschen Sommervielfalt zurückholen.

Gestern war ich Teil der Schwarmintelligenz des Internet.

Generell kann ich mit Twitter wenig anfangen. Ich mag die Bonmot-Sammlungen, die manchmal mit „best of Twitter“ auftauchen, halte aber sonst von den vielen Verkürzungen eher wenig. Ich bleibe altmodisch bei Blogs oder Messageboards, die eine Vertiefung von Gedanken ohne Zeichenbegrenzung ermöglichen.

Normalerweise kann ich grobe Vereinfachungen ganz gut wegwedeln. Aber gestern ist mir dann doch der Kragen geplatzt, als auf meinem tumblr-Dashboard ein kleiner Vollquatsch auftauchte, der aus dem „plötzlichen Untergang“ des römischen Reiches eine Analogie zu den Vereinigten Staaten 2017 stricken wollte. So viel Unkenntnis war mir dann doch zu arg und ich habe das Ding ge-reblogged und hinzugefügt, dass das „römische Reich“, sofern man den Beginn des „Untergangs“ mit dem Wechsel von Republik zu Kaiserreich ansetzt (und wo genau? Triumvirat? Octavian? Kaiser ohne Senatshintergrund? Soldatenkaiser?), immerhin noch tausend Jahre bis zum Verfall brauchte. Was wohl kaum „plötzlich“ ist. Eher das Gegenteil! Wenn die USA sich nach Trump noch ein Jahrtausend halten, ist das doch eine beeindruckende Leistung.

Ich hätte gedacht, dass ich auf diese korinthige Nörgelei hin ein Shitstörmchen der Analogie-als-Aphorismus-Fraktion (die auf tumblr wirklich sehr dominant sein kann) ernten würde. Aber stattdessen bekam ich freundliche Nachrichten und ein paar Reblogs.

Auch fein. Ich habe auf meine nerdige Weise dazu beigetragen, das Gesamtbildungsniveau im Nanobereich zu heben. Yay me.

Ich habe es schon wieder getan: Ein Buch gekauft, obwohl ich mit dem letzten noch nicht fertig bin. Das mache ich ständig. Allerdings erst, seit ich praktisch nur noch Ebooks kaufe. Zu Zeiten der Holzmedien waren mir die wachsenden Stapel ein gar zu offensichtliches Memento Mori. Aber seit sich Bücher in winzige Dateien packen lassen und dann jederzeit verfügbar auf meinem Reader herumschlumpfen, habe ich etwa zehn angefangene Romane und zwei Sachbücher. Und dann noch fünf nicht einmal angefangene …

Weil es so verdammt bequem ist! Ich lese im Internet eine Rezension, denke „Oh, das könnte mir gefallen!“, muss nicht mehr wie früher zur Buchhandlung wandern und warten, bis die Bestellung ankommt, sondern mache einen Klick und das Ding sitzt in meiner virtuellen Bibliothek. Hat anklickbare Querverweise, weiß immer, bis wohin ich letztes Mal gelesen habe und lässt sich auch als tausend-Seiten-Wälzer in einem Gerät herumtragen, das nur ein paar hundert Gramm wiegt (I’m looking at you, Jules Verne!). Und das mir nebenbei Reddit, Skype, etliche Spiele, meine Mails, Instagram, MFP, Habitica, Filme und Musik bietet …

Ich werde mittlerweile ungehalten, wenn es ein Buch, das ich haben möchte, nicht als kindle- oder epub-Version gibt. Dann kaufe ich es nicht. Denn in meiner Wohnung stehen noch genügend Bücherregale herum, um mich zu nerven. Ich werde sie nach und nach abschaffen. Und wenn dann die Zombieapokalypse kommt und es keinen Strom mehr gibt … ist mir das auch egal, weil ich dann andere Sachen zu tun haben werde. Mit dem Jagdbogen auf Plünderer schießen zum Beispiel. Oder Hühner und Ziegen züchten.