Dat Nerdstuff

Eine kurze Stille im Blog …

… weil ich meine Schreibkapazitäten derzeit darauf verwende, Tartus im Jahre 1243 auszuarbeiten. Wir spielen ab Januar wieder einmal Vampire – Dark Ages und ich werde leiten. Das bedeutet viel Vorbereitung, großes Vergnügen beim Wiederlesen von Meyers „Geschichte der Kreuzzüge“ und auf meine Spieler zugeschnittene Vorgeschichten.

Soll heißen: Ich tobe glücklich in allen möglichen Quellen herum (seltsam – so sehr ich die offiziellen Vampire-Quellen ignoriere, so stark achte ich auf geschichtliche Genauigkeit. Vermutlich völlig falsche Prioritäten!), verliere mich in Details, ärgere mich, dass Google Earth mir so wenig zum historischen Tartus sagen kann und habe generell Spaß.

Bindet aber jede Kreativität.

In ein paar Tagen geht’s weiter. Ich könnte eh‘ nur sagen: Training läuft, veganes Chili ist da bomb und ich mag Kürbis!

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Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung

Die Madame versus die French Press

Ich habe nichts an meiner Technik verändert und trotzdem schmeckt derzeit der Kaffee aus der French Press viel zu geröstet. Nicht bitter, nicht sauer … nur irgendwie echt verbrannt. Das mag ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was ich falsch mache und das Internet bleibt leider stumm, wenn ich diese Fehlermeldung suche. Ich habe auch die Kaffeesorten durchgewechselt, aber es wurde nie anders. Muss also an mir liegen. Beziehungsweise an meiner Technik. Bisher gebe ich für einen dreiviertel Liter Kaffee zwölf Löffel Kaffee in die Press, koche das Wasser auf, lasse es dann eine halbe Minute stehen, gieße es drüber, setze den Deckel auf und drücke leicht nach unten, damit das Pulver ganz im Wasser ist. Nach vier Minuten drücke ich ganz herunter und gieße den Kaffee aus. Also ganz nach Idealvorgabe.

Eventuell hole ich mir mal so einen Filterkaffeeaufsatz und vergleiche, wie sich das in der Gegenüberstellung verhält. Was tut man nicht alles für sinnvollen Kaffee!

Ich brauche morgens mittlerweile Koffein, um bis mittags gut durchzuhalten. Man wird halt älter.

Apropos Kaffee: Das Wochenende war großartig. Ich konnte sowohl die Vanilla-Pumpkin-Spice Körpercreme, als auch einen großen Becher Pumpkin Spice Latte erwerben. Letzteres im mitgebrachten eigenen Thermobecher. Das erste Mal ausprobiert. Kostet tatsächlich weniger, macht weniger Müll und sie tun das, ohne mit der Wimper zu zucken. Feine Sache. Werde ich ab jetzt immer machen. Ich bin zwar nur einmal alle zwei Monate beim Kaffeeverscherbler, aber da schaffe ich es bestimmt, daran zu denken, den Becher in den Rucksack zu packen.

Außerdem hat die Waldnymphe mir Pumpkin Pie gebacken. Hatte ich noch nie und war davon entzückt. Ganz tolle Sache! Vorher gab es Voller Napfs Jambalaya (ich musste Wurst aussortieren, auf die sich dann die umsitzenden Geier gestürzt haben). Und dann jede Menge Mage-Spielen.

Außerdem Pinguingucken im Park, weil Spielefest. Und Kollegen-beim-Arbeiten-zusehen. Allerdings nur kurz, weil Samstags die Straßenbahnen und Regionalbahnen ziemlich bescheidene Fahrzeiten haben. Echt jetzt – ich lasse das Auto gern stehen, weil ich mit großer Freude öffentliche Verkehrsmittel nutze. Wenn ich aber selbst Samstag Vor/Mittags nur einmal pro Stunde eine Bahn habe, macht das unnötigen Stress!

Wir sind angeblich eine Metropolregion, drei Großstädte aufeinander, ein Flugplatz, die wichtigsten Autobahnen, zwei ICE-Haltestellen … aber Regionalverkehr ist Mist.

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Haut und Ernährung

Man hört ja oft, dass man die Gesundheit seiner Haut mittels Lebensmitteln positiv oder negativ beeinflusst. Natürlich machen tolle Sachen wie eine vollwertige, pflanzliche Ernährung und viel Wasser eine Haut wie ein Babypopo, während Schokolade, Alkohol und Zucker einen zurück in die Pubertät katapultieren.

Ich hoffe, mein Körper bekommt dieses Memo auch bald mal.

Seit vorgestern habe ich Pickel wie doof. Und ich habe nicht angefangen, mich von Burgern und künstlichen Aromastoffen zu ernähren. Immer noch hauptsächlich Kürbis, Tomaten, Skyr, Haferflocken, Kokosmehl, Beeren, Gelberüben und Zucchini.

Es bleibt also rätselhaft und unangenehm. Zum Glück habe ich mir am Samstag im Body Shop Teebaumöl-Lotion-Zeug gekauft, das soll ja auch grandios gegen Pickel helfen.

Ansonsten ist mein Auto jetzt in der nicht-mehr-so-vertrauenswürdigen-VW-Werkstatt und ich hoffe, sie machen es nicht kaputt, sondern nur eine Inspektion. Aber so verschreckt wie der Typ gestern aussah, als ich die Karre abgab, hat Vatereinheit genug Eindruck hinterlassen, dass sie mich nicht mehr bescheißen wollen. Hoffe ich. Denn dann müsste ich wirklich wechseln und die nächste VW-Vertragswerkstatt ist zwei Orte weiter, was „abgeben und heimlaufen“ aufwändiger machen würde, als ich es gern hätte!

Abends war wie jeden Montag TESO-Dungeonabend. Macht mir im Moment nicht gar so viel Spaß wie früher, weil ich lieber WoW zocken möchte. Aber Zeit mit Freunden verbringen ist natürlich auch schön. Wenn auch J3 eine zunehmende Tendenz zum Mansplaining zeigt, die von den anderen unterstützt wird und mich etwas ärgerlich macht. Aber natürlich sage ich mal wieder nix, weil ich so konfliktscheu bin. Stattdessen lasse ich mir meine Klasse erklären und bin still. Fuck.

Egal. Ich hole mir MMO-Spaß bei WoW, TESO ist derzeit nur Datenight mit der Waldnymphe.

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Keine Pelzmütze

Pelzhut

Herbst ist toll. Und ich habe jetzt mit aller Macht beschlossen, dass Herbst ist. Ich habe genug vom Sommer und möchte bitte Orange, Braun, Gelb, Rot, kühle Abende, klare Tage, Regen an Sonntagen, all things pumpkin, frühe Dunkelheit und Kuscheln unter Decken.

Letzteres konnten wir zumindest am Wochenende schon. Schön Infinity Wars angeschaut (ich bin nicht mehr gar so optimistisch, dass Loki wiederkommt und halte Thanos für einen kurzsichtigen Lappen), Gemüsesticks mit Dip gegessen und wohlgefühlt.

Ansonsten stand Frisör an (ich bin nicht ganz so zufrieden. Ein neuer Frisör hat mich bearbeitet und irgendwie dauerte es ewig und ist doch fransig. Hm), wir waren im GW-Laden (ich schuldete dem Erklärfaun eine Dose weiße Grundierung, weil meine Wölfe durch ihre Fluffigkeit so viel Farbe brauchen) und im Body Shop und nachmittags sind die Waldnymphe und ich über ein Straßenfest in Neuenheim gezogen.

Dort gab es einen Flohmarkt und wer weiß, dass in Neuenheim der Heidelberger Geldadel wohnt, kann sich denken, dass man dort sehr spezielle Dinge auf Flohmärkten finden kann. Die Waldnymphe entdeckte einen Steinzeugtopf und ich einen tollen Mantel … der aber leider ein bisschen zu groß war. Und die oben zu sehende, durchweg phantastische Pelzmütze. Die ich wirklich, wirklich gern gehabt hätte (ich würde nie neuen Pelz kaufen, habe aber mit Flohmarktpelz kein moralisches Problem). Aber 50 Euro! Alter Schlappen, das war mir zu viel. Für zehn hätte ich sie mitgenommen.

Also keine Mütze. Dafür afrikanische Teigbällchen mit Kokos.

Sonntags dann Herumgammeln und Zocken. WoW ist immer noch mein Thema. Sehr viel Nostalgie und die entzückte Entdeckung, dass Blizzard endlich Protection als Level-Spec valide gemacht hat! Soll heißen: Wenn ich mit meinem Paladin früher™ in Tankskillung gelevelt habe (ich war hartnäckig), haben mir sogar vorbeikommende Spieler der feindlichen Fraktion geholfen, Monster totzukloppen, weil ich so erbärmlich lange gebraucht habe und sie Mitleid hatten. Aber nun ziehe ich einfach eine Menge Gegner zusammen und gebe ihnen in adäquater Geschwindigkeit auf’s Mett. Natürlich nicht ganz so schnell wie ein Damagedealer, aber dafür auch unzerstörbar. Hach.

Nun auf in eine Woche mit Erledigungen. Mein Auto kommt zur Inspektion und dergleichen. Und ich will wieder viel trainieren. Letzte Woche hat die Schulter stark gemuckt, ich hoffe, das gibt sich endlich wieder!

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Der Kuchen für Champions

Mein Demon Hunter hat sich mit Skelettpiratentrollen angefreundet! Er sieht so putzig neben ihnen aus!

Nachdem gestern wenig los war, DHL das angekündigte Hosenpaket doch noch nicht geliefert hat („bald“ ist nunmal dehnbar) und ich den Abend geplanterweise nur mit Zocken verbracht habe (neues blitzhässliches, bademantelartiges Brustrüstungsteil für meinen Demon Hunter! Wurde sofort verschönert, weil er nicht aussehen soll wie Blanche aus den Golden Girls. Nix gegen Blanche. Blanche ist super! Aber sie ist kein Felblooded Monster), kann ich nur eine Anekdote zur Unterhaltung bieten:

Wir haben bei „Sugar Rush“ den wohl hässlichsten Kuchen der Welt gesehen. Die beiden Bäckerinnen wollten eine brasilianische Sambatänzerin aus Kuchen nachformen und es wurde ein quietschbunter Homunkel – was sie auch selbst freimütig zugaben. Sie waren eben eher im „schmeckt super“ als im „sieht fancy aus“-Business.

Jedenfalls stellte sich dann natürlich die Frage: Was wären wir für Kuchen?

Madame (sofort und völlig überzeugt): Käsekuchen!

Erklärfaun (nach einigem Erwägen): Fantakuchen. Ohne Mandarinen.

Waldnymphe (tat sich sichtlich schwer, dauerte): METTIGEL!!!

Und damit diese erkenntnisträchtige Geschichte nicht das Einzige bleibt, was ich heute so ins Internet schreibe, kann ich noch kurz anreißen, dass ich auf der Arbeit eine stehtischunterstützende Matte bekommen habe. Die ist sehr weich (fast wie eine Yogamatte) und schont deshalb beim Herumstehen/wackeln/squatten die Gelenke. Bisher mag ich sie, teste aber weiter ausgiebig!

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Kleine Siege und Spannung

Zeichentechnisch immer noch voll im WoW-Wahn.

Körperbild ist bei mir ja immer so eine Sache. Ich tue mir unendlich schwer damit, Klamotten im Internet zu bestellen, da ich absolut sicher bin, dass sie mir zu klein sein werden. Egal, welche Größe ich bestelle. Denn ich kann ja keinesfalls ein „S“ tragen. Oder eine 29/30er Jeans. Geht überhaupt nicht! Würde ich niemals reinpassen! Dass ich genau solche Jeans gerade anhabe, blende ich als statistische Unschärfe völlig aus. Und dass mir die 29er Short von EMP zu groß ist, ist nur der Beweis, dass mir Hosen in 29 nie passen können, weil offensichtlich alle Maßangaben ausgewürfelt werden.

Wie man sieht: Gerade genug Logik im Wahnsinn, um die Verunsicherung auf solide Füße zu stellen. Außerdem muss ich mir bei H&M Kleider immer in 38 oder 40 kaufen, weil sie sonst um Brust und Schultern zu eng sind. Also kann „S“ ja wohl schon mal gar nicht sein. We are all mad here …

Trotzdem habe ich es gewagt, und mir zwei lange Hosen für den Herbst bei EMP bestellt. Eine davon mutig in 29. Ich hoffe, sie passt. Weil sie zwei unterschiedlich farbige Hosenbeine hat (ich weiß nicht, wie man den „Mipati“ gesprochenen Ausdruck schreibt … Scham und Elend!) und ich das sehr liebe. Die andere in 30, weil ich ein feiges Huhn bin.

Jedenfalls hat DHL das Paket für heute angekündigt und die Spannung erreicht den Siedepunkt!

Gestern habe ich erfolgreich dem Pull der Sucht widerstanden. Ich hatte mir an irgendetwas leicht den Magen verdorben (ich habe die Chilisauce im Verdacht. Aber zur Sicherheit lasse ich heute auch mal den Obstkorb auf der Arbeit in Ruhe) und damit die perfekte Ausrede, statt zum Training zu gehen, lieber WoW zu zocken. Aber ich war vernünftig. Sagte mir, dass ich diese Woche sowieso nicht so viel Sport machen könnte, wie ich eigentlich will und dann habe ich eben den Rucksack geschnappt und bin zum Gym geradelt. Wo ich mit dem prinzipiell sehr angenehmen Anblick von Man-Bun Man belohnt wurde, der still vor sich hin trainierte.

Hinterher konnte ich trotzdem noch eine Stunde zocken. Win – Win.

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Tumblr, Fat Acceptance und Fanart

Mein Troll-Deathknight ist „thicc“ aber ihr BMI liegt sichtbar unter 25. Weil ich das so möchte.

Tumblr ist ja bekanntermaßen ein ganz eigenes Biotop. Nicht nur im r/tumblrinaction-Subreddit sieht man die skurrilen Blüten, die Keybord-Warrior-Aktivismus treiben kann. Suburbia zerbricht sich den gelangweilten Kopf über die Sorgen der geknechteten Massen. Kopfschüttel-Material der Sonderklasse. Dies mag nur einen kleinen Teil der Tumblr-Community ausmachen – aber es ist ein verdammt lautstarker Teil! Natürlich ist man selbst dafür verantwortlich, was man sieht, in dem man schließlich nur solchen Blogs folgen sollte, die einen auch interessieren. Bei mir sind das hauptsächlich Blogs über Archäologie, Geschichte, Fitness, Steampunk und diverse Gaming-Fanblogs. Plus Fanart-Blogs dazu. Also, zu den Spielen. Und zu Steampunk. Fanart zu Archäologie wäre aber auch mal cool. Sehr sogar!

Jedenfalls – Fanart. Macht auch bei mir einen großen Teil des „Oevre“ aus. Zwar nur eigene Charaktere aber thematisch voll verankert und deshalb Fanart. Und ich bin an den Trends und Techniken bei anderen Artists selbstverständlich sehr, sehr interessiert.

Und da musste ich in letzter Zeit feststellen, dass die Fat Acceptance auch im Fanart-Bereich Adipositas nach Kräften normalisiert. Waren es früher nur die allgegenwärtigen „Disney-Prinzessinnen mit normaler Figur“, die ihre ausladenden „real curves“ über den Bildschirm gossen (echt jetzt – Hüfte fünfmal so breit wie die Wespentaille … das ist dann „normal“?), so hat diese Mode nun die Gaming-Community erreicht. Zugegebenermaßen ist dort auch ein großer Teil der Teilnehmenden übergewichtig, aber bisher herrschte dort durchaus die Meinung, dass Helden, die den ganzen Tag kämpfen, nicht unbedingt zu einem BMI über 30 neigen. Man könnte argumentieren, dass Magier und Priester vielleicht doch eher sessil sind – aber auch die turnen in den Spielen schließlich mitten in der Schlacht herum und sitzen nicht nur im Studierzimmer.

Jedenfalls sehe ich im WoW-Fanart-Tag derzeit eine überraschend große Menge an nicht nur pummeligen sondern knallhart morbid adipösen Elfen, Trollen und Worgen. Praktisch immer weiblich und sehr oft in p0rnösem Zusammenhang (dabei dem Schema folgend: Frau sehr, sehr dick, der Mann dazu durchtrainiert … Honi soit qui mal y pense …).

Das soll jetzt keine moralische Entrüstung sein. Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Aber ich bin über die Frequenz und Heftigkeit verwundert. Das sind nicht Blutelfenmädchen mit einem KFA von 30, statt 15, wie es im Spiel dargestellt wird. Das sind Draeneidamen mit einem Arsch wie ein mittlerer Feldflugplatz und Titten zweimal größer als der Kopf. Und diese Titten sehr anatomisch korrekt auch bis auf den ausladenden Bauch hängend. Da haben die Artists durchaus ihre Hausaufgaben gemacht und es ist „naturnah“.

Okay, Cellulitis, Lipödeme und Dehnungsstreifen haben es noch nicht bis in die Fanart-Szene geschafft, aber ich vermute, das ist nur eine Frage der Zeit.

Ich finde es großartig, dass Blizzard mit der neuesten Erweiterung bei menschlichen Modellen nun auch sehr dünne und ziemlich dicke Menschen anbietet … aber lustigerweise gibt es bei den weiblichen Modellen nur die dickere Variante. Dünn dürfen nur die Männer sein. Warum diese Entscheidung fiel, darf sich jeder selbst ausmalen.

Klar, in den Spielen selbst bleibt die Mehrheit der Charaktere „normschön“ und durchtrainiert – aber dennoch genug Körperformenrepräsentanz. Außer man ist klein und androgyn (ich motze dann doch ein bisschen).

Ich verstehe auch, dass man als dicke Gamerin das Bedürfnis hat, sich dargestellt zu sehen und deshalb Fanart mit übergewichtigen Protagonisten schafft. Ich selbst hatte dieses Bedürfnis zwar auch mit BMI 30 nicht, meine dargestellten Charaktere waren immer shredded, weil mir nie wichtig war, körperlich genauso auszusehen, wie die überlebensgroßen Helden eines Computerspiels (und auch jetzt keine unterdurchschnittlich großen, fehlsichtigen, socially awkward Pixelmännlein brauche, um mich hineinfühlen zu können), aber ich bin nicht repräsentativ. Gerade nicht auf Tumblr.

Jedenfalls, um dieses verwunderte Herumgemäandere (dieses Wort gibt’s mit ziemlicher Sicherheit nicht) mal zu einem Schluss zu führen: Das, was man in der Realität in der Fußgängerzone sieht, die über 50% Übergewichtigen, die haben sich nun auch die Gaming-Fanart-Szene erobert. Und ich gebe zu, dass es meine Vallejo-Cho-Bell-Frazetta-Rojo-sozialisierten Augen herausfordert.

Es ist nicht so, als gäbe es jetzt nur noch adipöse Fanart. Genug „Normschönes“ für meinen Geschmack ist immer noch dabei, ja, sogar mehrheitlich. Aber der Trend ist bemerkbar und verwundert mich eben. Weitere Normalisierung von Übergewicht. Die Bewertung fällt je nach Betrachter unterschiedlich aus.

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Suchtanfällig

Die Abkühlung kam noch nicht ganz an. Bei mir in der Wohnung sind’s immer noch dreißig Grad, trotz die ganze Nacht offenen Fenstern. Deshalb konnte ich mich noch nicht zu langen Hosen durchringen und habe den Kompromiss „Hotpants mit Leggins“ geschlossen. Auch nicht zu kalt. Und statt Tanktop normales T-Shirt. Am Wochenende muss dann aber wohl doch mindestens ein Jäckchen dazukommen.

Ich fürchte, ich bin tatsächlich leicht abhängig zu machen. Nicht von Alkohol (schmeckt nicht), Zigaretten (stinken) oder Drogen (triggern nur heftige Panikattacken, das macht keinen Spaß), aber Dinge, die ich genieße, muss ich bis zum Exzess und über die Schmerzgrenze hinaus haben. Und bis zur sozialen Isolation.

Was Essen angeht, bin ich da vermutlich mit den meisten (Ex-)Übergewichtigen in guter Gesellschaft. Zu viel Essen betäubt auf angenehme Weise und gutes Essen ist auch in größeren Mengen ein Genuss. Zwar merke ich, dass mir (billige) Schokolade tatsächlich nicht mehr so gut schmeckt wie früher (das fettige Mundgefühl stört mich mittlerweile ein wenig), aber das hindert mich nicht daran, alle Schokolade aufzuessen, die ich habe. Weshalb ich eben keine habe. Lässt sich also umgehen.

Inzwischen bin ich eine der Personen, die völlig ungewollt den Mythos „kann alles essen und nimmt trotzdem nicht zu“ erzeugt. Denn ich esse in Gesellschaft wie der letzte Mensch: Fett, Zucker, Salz, Weißmehl in Unmengen. Da geht gern mal ein komplettes Tagesbudget an einem Nachmittag oder Abend rein. Dass ich zu Hause keine Süßigkeiten oder Backwaren habe und unter der Woche wenig esse und viel Sport mache, sieht man von außen natürlich nicht.

Früher, als ich noch dick war, habe ich genauso gegessen. Aber eben zu Hause auch.

Diese Suchtbaustelle habe ich also einigermaßen im Griff. Sie ist noch da und ich muss beim Einkaufen sehr aufpassen. Besonders der Samstagmorgen-Einkauf nach dem Sport (da komme ich im Prollo-Kaufland vorbei, um all’ das zu kaufen, was es beim Lidl nicht gibt) ist problematisch. Nach dem Training habe ich Appetit und dann umgibt mich im Laden regalweise Süßkram … schwierig!

Aber prinzipiell läuft es da. Mit Stolperern, aber ich bleibe zäh.

Bleiben noch die Süchte, die so gut mit meiner Angsterkrankung Hand in Hand gehen.

Ich liebe MMOs. Nicht, dass ich dort außer mit Freunden Gruppencontent machen würde – aber ich kann mich stunden-, tage- und wochenlang in diesen riesigen Welten verlieren. Ganz für mich sein und nicht aus dem Haus gehen.

Als meine Angst/Depressionskombi auf dem Höhepunkt war, lief jedes Wochenende so ab: Freitagmittag einkaufen, heimkommen, Computer einschalten und abtauchen. Montags dann wieder zur Arbeit. Ich habe mehr als 48 Stunden meine Wohnung nicht verlassen. Regelmäßig. Und Freunde angelogen und abgewiesen, nur um so zurückgezogen sein zu können.

Ist zum Glück vorbei. Therapie und ein stabiles, helfendes Umfeld haben mich gerettet. Nicht, dass ich jetzt eine Partysau wäre (der Erklärfaun und ich haben das Credo: Die echte Party ist immer in der Küche!) und nicht, dass nicht jede Verabredung und jeder Termin eine Anstrengung und Herausforderung wären … aber ich nehme sie an. Ich pflege Freundschaften und verlasse meine Comfort Zone.

Und dann kommt Blizzard mit einer Hammer-Erweiterung für WoW um die Ecke und plötzlich ist wieder 2005 und ich suche in den Barrens Mankriks Frau (wer diesen Uralt-Witz versteht, war damals dabei!). Ich ertappe mich, wie ich eine durch Stau um eine halbe Stunde verlängerte Heimfahrt als Grund nutze, statt ins Training lieber nach Azeroth zu gehen. Nicht gut!

Ich muss mich sehr beobachten und an der Leine halten, um nicht wieder völlig im Spiel zu versinken. Mir ständig sagen „läuft nicht weg, das kannst Du auch nächste Woche/nächsten Monat noch machen“.

Methadon ist, dass ich meine Charaktere zeichne. Lenkt ab, ist kreativ. Und ich werde dieses Wochenende nicht zu Hause sitzen. Ich werde mit den Liebsten Qualitätsfreitag haben, Sport machen, Mealpreppen, Warhammer Killteam spielen, Pizzabrot essen (viel besser als Pizza!) und Werewolf spielen.

Ich werde am Sonntag auch ein wenig alte Trollruinen erforschen oder Cthulhu-eske Kulte zerschlagen – aber eben nur ein wenig. Ich schaffe das!

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Stolperbanane

Gestern hatte ich aus unerfindlichen Gründen geradezu wölfischen Hunger. Alles normal, ich habe keinen Sport gemacht (außer das tägliche Morgenbodyweight, natürlich), das selbe gleiche gegessen wie den Tag zuvor und trotzdem … ich hätte ein halbes Schwein auf Toast fressen können! Keine Ahnung, was da los war. Tobende Hormone? Sich ankündigender Wetterwechsel?

Dennoch habe ich die vom Meeting übriggebliebenen Käsebrötchen/Schokocroissants (ja, der Verlag füttert seine Gäste gut!), mit denen Empfangslady C. herumging, ausgeschlagen. Hätte mich nur hungriger gemacht. Aber nach dem Abendessen bin ich dann doch eingeknickt und habe mir zwei kleine Bananen und ein Glas Kokosmilch reingefahren. Beim besten Willen nicht im Kalorien-Ballpark eines Schokocroissants oder eines belegten Brötchens … aber unnötig! Ich hatte auch ohne diesen Zusatz genug Nährstoffe. Ich habe mir also einfach so das feine 700er-Defizit um 250 Kalorien eingedampft, weil ich mich nicht beherrschen konnte. Echt jetzt, Bananas of Shame! So läuft das mit dem Cutting nicht und ich passe morgen nicht in meine langen Hosen.

Nein, das meine ich nicht ernst. Ich habe genug Hosen, in die ich passe. Und ob die beiden Skinnyjeans mir jemals wieder passen werden ist mit den Wadenmuskeln sowieso fraglich. Lieber Muskeln als Skinnyjeans.

Am Anfang, als ich gerade endlich, endlich mein Zielgewicht erreicht hatte, waren Skinnies eine feine Bestätigung und ich habe sie sehr genossen. Aber jetzt arbeite ich ja aktiv daran, einen runderen Hintern zu bekommen (Fuck yeah, Single Leg Glute Bridge!), weil es nicht mehr nur darum geht, dünn zu sein, sondern fit und gut bemuskelt wichtiger geworden ist.

Trotzdem ist es schwierig, da Abstriche zu machen. Aber es ist eine sehr eindeutige Kuchen/behalten/essen-Situation und ich habe meine Wahl getroffen. Die nicht jeder versteht. Eine Kollegin war sehr erstaunt, dass ich sagte, ich hätte nicht die Figur, eine Bolter Bitch zu cosplayen und konnte nicht verstehen, dass es nicht darum geht, in ein enges Kostüm reinzupassen, sondern darum, es ästhetisch auszufüllen.

Ich bin aber auch vermutlich mal wieder ein perfektionistisches Wrack.

Ganz davon ab, dass ich eh nie etwas cosplayen würde. Viel zu feige. Irgendwann eine Beskar’gam. Aber nur, weil ich sie haben will.

So, nun auf in den hoffentlich letzten zu heißen Tag, abends schön Training und dann eine Banane oder auch nicht. Oder diesen veganen Quark aus Kokosmilch mit Erdbeere. Der ist auch sehr lecker.

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Schöner Urlaub mit schrecklichem Ende

Die fast-Woche hat mir sehr gut getan, da ich viele positive Dinge mitnehmen konnte. Ich habe mich auf den Hochzeitsturm getraut und die Baustelle des Grauens überwunden. Ich habe mit einem Artist geredet und mich dazu schubsen lassen, mit einem supernetten Cosplayer ein Foto zu machen. Eine ganz gute Bilanz für die paar Tage.

Dienstags waren wir in der Grube Messel und ich war etwas enttäuscht. Hatte ich mir interessanter vorgestellt. Man durfte nicht selbst Schiefer aufklopfen und noch nicht einmal nahe an die Ausgrabungsstellen heran. Es war also eine Tour durch ein Loch im Boden mit einer Ytong-Halde, die man dort hingekippt hatte, als noch unklar war, ob die Grube nicht doch mit Müll verfüllt wird. Das Museum war nett gemacht aber viel zu klein. Highlights des Tages waren der Wegweiser zum „Parkplatz Waldspirale“ („Parkplatz Ge-Waldspirale, am I right?“), der Salat im Museumscafé (sehr günstig und lecker) und der Besuch der Mathildenhöhe, von dem ich den Auftrag für ein Bild/Mosaik mitnahm und viel Spaß mit schlimmer Typographie hatte (Jugendstiltypographie ist innovativ undsoweiter … aber aus heutigem grotesk-serifenlos-Blickwinkel einfach grauenhaft. Mag auch daran liegen, dass mein Typo-Prof an der FH uralt war, noch bei Adrian Frutiger höchstselbst gelernt hat und die Walbaum für krass aufregenden Shit hielt).

Donnerstags dann die Tour nach Frankfurt mit Fotografie-Ausstellung im Städel, die mir sehr, sehr gut gefallen hat und dann noch Rest-Museumsbegehung. Die Waldnymphe liebt Gegenwartskunst, weshalb der recht neue, sehr große Bereich unter dem Hof genau ihr Ding war. Wir sind dann bei Mördertemperaturen (sollte es nicht kühler werden?) noch über die Zeil geschlichen, haben in einer Hipster-Eisdiele nichts gegessen, weil die so einen Zirkus veranstaltet haben, dass jede Bestellung ewig dauerte und sind dann nach Hause, um stattdessen Buddha Bowls zuzubereiten. Auf der Rückfahrt zwang uns Google Maps übers Süd- statt Offenbacher Kreuz, so dass ich mich der seit der Panikattacke im Frühjahr gemiedenen Baustelle stellen musste. Und es hat geklappt! Gut, der wirklich schwierige Teil war auch schon abgebaut („schon“ …), aber trotzdem – Sieg über Angst!

Am Samstag dann das Highlight: Warhammer Fest Europe 2018 in Düsseldorf. Das war einerseits großartig, weil ich mit einem der Artists richtig lange reden konnte (der war sichtlich froh, dass jemand technische Fragen stellte, weil schließlich jeder gerne über seine Gadgets redet!), nun ein vages Bedürfnis nach einem IPad Pro habe (weiche, Satan!). Da das Ding aber nicht unter 600 Euro zu haben ist, setzt da zum Glück der Verstand recht schnell wieder ein. So nett so ein digitaler Skizzenblock mit PSD-Kompatibilität ist … was bringt’s mir, wenn darauf PS oder KRITA gar nicht laufen? Nee, nee. Da spare ich lieber auf ein Cintiq für zu Hause.

Kaufen konnte ich auf dem Warhammerfest leider nichts. Ich wollte zwar, aber es gab die Space Wolves-Shirts nur in XL. Männer-XL. Und da die Waldnymphe meinte, dass mir bei Warhammer-Shirts schon Women-M zu groß wäre, blieb der Geldbeutel eben zu. Denn soooo toll waren die Space Wolves Killteam Dices auch nicht, dass ich die zehn Euro dafür locker hätte machen wollen. Also nur alles angucken, „Aaaah“ und „Oooohh“ über geniale Terrains und Miniaturen machen und dem Erklärfaun Gesellschaft beim Schlangestehen für das eventexklusive Modell leisten.

Und natürlich: Cosplayer angucken! Davon gab es etliche Gruppen, bestimmt zwanzig, dreißig Leute. Meistens Chaos, ein paar Inquisitoren und eben auch drei Space Marines. Darunter ein Space Wolf von Beardcosplay. Nach langem Zögern habe ich mir doch ein Herz gefasst (tatkräftig unterstützt von der Waldnymphe) und um ein Foto gebeten. Das hat meine Liebste dann zwar verwackelt aber … egal! Es war toll! Am frühen Abend sind wir dann wieder nach Hause gefahren und waren rechtschaffen müde.

Ja, der Urlaub hätte in seiner Gänze so großartig sein können.

Hätte Butzel nicht am Sonntagabend wieder einen epileptischen Anfall bekommen. Trotz Medikation. Einfach so. Zum Glück nur sehr kurz, harmlos und eine Stunde später war sie wieder ganz die Alte, aber ich habe nun furchtbare Angst, dass es doch ein Tumor sein könnte. Niemand möchte seine Katze so sehen. Sie tut mir so leid!

Vor allem, da sie heute Morgen Blut im Urin hatte ….

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Die Elterneinheiten behalten sie heute im Auge und schaffen sie nötigenfalls in die Klinik. Sie frisst und trinkt zwar, aber ich habe ein ganz, ganz schlechtes Gefühl.

Hello darkness und so.