Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Energie und so

Positiv zu vermerken: Ich habe kein Down bekommen. Im Gegenteil – mir geht es außergewöhnlich gut. Ein wenig hyperaktiv aber ich schlafe wie ein Stein und komme gut klar. Trotzdem … nicht nochmal!

Nach dem fröhlichen Geldausgeben gestern (fast vierhundert Euro für neue Bremsen. Ich sehe die Notwendigkeit ein, bin aber dennoch nicht begeistert darüber) jetzt auf in die Restarbeitswoche. Und in den Pausen Weiterwursteln am Geburtstagsgeschenk für den Erklärfaun. Siehe oben. Das Grobgerüst steht. Wie immer beginne ich mit der Ausarbeitung im Gesicht. Denn wenn mir das in die Hose geht, kann ich den Rest in die Tonne treten. Ist nur eine persönliche Marotte.

Aber das Gesicht ist so, wie ich es geplant hatte. Das klingt frankensteinig. „Wie seine Eltern es zufällig hinbekommen haben“ ist aber auch nicht besser. Nennen wir’s „grob ähnlich“. So.

Heute habe ich wieder Physio und ich werde wieder Training dranhängen. Gestern war Spocht eher mühsam (gefühlt), weil die frühen Wochentags-Morgende offenbar völlig den Rentnern gehören und die nur ungern die Geräte teilen, auf denen sie sitzen. Das war unnötig giftig. Aber stimmt leider auffallend oft. Man sitzt auf gegenüberliegenden Geräten und ratscht in aller Ruhe. Das ist eher soziales Gathering als Training. Die kennen sich alle und ich kann froh sein, dass ich nicht als „Fremde“ mit Fackeln und Mistgabeln aus dem Gym gejagt werde. Deshalb freue ich mich auf heute Abend, wenn eher die Eisenjungs und die hektisch-getriebenen Berufstätigen dort sind. Schön unpersönlich!

Ich habe den Fehler gemacht, mein Running System beim Essen unnötig zu verändern. Ich dachte, ich bräuchte mal anderes Gemüse. Und nun habe ich bei gleicher Kalorienzahl mehr Hunger. Weil ich die Kartoffeln ersetzt habe. Aus schlechtem Low-Carb-Gewissen. Das war nicht so schlau. Ich brauche Sättigungsbeilage. Und Tofu bekommt das nicht so gut hin wie Kartoffeln. Na gut, gelernt. Diese Woche werden die Zucchini und der Tofu aufgegessen, ich knurre vor mich hin und nächste Woche wieder Gin und Kartoffel-Party! (Ohne Gin) Ich bin eben doch Textbook-Fianna.

Ich habe eine Einladung zu Glitch Mob im November und bin unschlüssig. Einerseits hätte ich Lust, andererseits ist es unter der Woche, was den nächsten Tag zu Zwangsurlaub machen würde und dann noch die Tatsache, dass ich Livekonzerte eigentlich gar nicht mag. Aber ein Abend mit Freunden … ach, irgendwas ist immer!

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Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Neues aus der Kategorie „Hätt’s jetzt nicht gebraucht“

Ich nehme keine Drogen. Habe ich nie, da mein Kontrollwahn mit meiner Angststörung Hand in Hand arbeitet und jede veränderte Wahrnehmung genauso zu vermeiden ist wie eine veränderte Außenwirkung.

Aber gestern war das Aquasonic-Konzert und ich habe mich zu einem Molly überreden lassen. Weil das so perfekt zu diesem bizarren Erlebnis passen würde. Außerdem wäre ich ja in Begleitung und hätte am nächsten Tag frei, da könnte ja gar nichts passieren und es wäre ja sooooo schööön.

Haha. Ja.

Ich habe anderthalb Stunden zitternd, frierend und panisch im Bett verbracht. Reale Todesangst und so. Schlechter Trip vom Feinsten.

Zum Glück ließ die schlechte Wirkung rechtzeitig zum Konzert nach und ich konnte doch noch zum Schloss (wie so ein aufgezogenes Blechspielzeug). Das Konzert war wunderschön, sehr seltsam und trotz des Fußballspiels fast ausverkauft. Auf der Bühne standen fünf große Tanks mit allerlei seltsamem Musikgerät und drei Frauen und zwei Männer machten angenehme Geräusche. Anfangs erinnerte es mich ein bisschen an den Chor der Fische von Signor Rossi (das hier, ab Minute 17), aber es wurde schnell deutlich anders.

Und gelernt: Benjamin Franklin hat das gläserne Dönertier erfunden, Mozart hat dafür komponiert und Aquasonic spielen es unter Wasser.

Sehr beeindruckend. Ich würde mir keine CD kaufen, da das echt nur als Gesamtkunstwerk wirkt, aber dieser Abend war wirklich etwas, das bleibt.

Der Rest des Wochenendes war auch großartig. Ich habe beim Nichtgeburtstagsessen festgestellt, dass mich die Mode, in Restaurants die Gerichte auf möglichst riesigen Tellern zu servieren, sehr unbefriedigt zurücklässt. Ich habe immer das Gefühl, zu wenig gegessen zu haben, obwohl das nicht stimmt. Ob man fragen kann, ob man auch kleine Teller bekommen kann?

Jetzt trinke ich erst einmal Kaffee, um meinen Kreislauf wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen (mein Körper hat die ganze Nacht hart entgiftet, das war anstrengend), dann bringe ich das Auto zum Bremsenreparieren und dann sehe ich mal, ob ich fit genug für Sport bin.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff

Tag der Teekanne

Ich habe die Monsterteekanne bekanntermaßen von Schwiegermutter1 zu Weihnachten bekommen. Das Ding lauerte lange hässlich im Schatten und ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Es irgendwo zu haben, wo man es sehen kann, stand natürlich außer Frage. Niemand mit einer Angststörung sollte befürchten müssen, sich in seiner Wohnung plötzlich Aug’ in Aug’ mit diesem Teil zu finden! Das hätte mich in meiner Therapie garantiert um Monate zurückgeworfen!

Nachdem ich aber letzte Woche erfahren hatte, dass der Erklärfaun das Teekannenproblem (er hatte auch eine bekommen) auf sehr mafiöse Art gelöst hat („Luigi schläft jetzt bei den Fischen …“), sah ich mich endlich in der Lage, Schritte zu unternehmen.

Ich tat das, was jeder gute Arbeitnehmer tut: Ich packte das Ding mit einem „Sammlerstück!“-Zettel versehen in die „zu verschenken“-Schütte im Verlag. Da ich dort meine geliebte French Press herhabe, war es an der Zeit, etwas zurück zu geben.

Drei Tage lag der Kasten dort drin. Ich hörte aus dem Foyer immer wieder entsetztes „Was ist das?!“, „DAFUQ?!“ und „Whoa!“. Aber niemand nahm sich der Teekanne an. Das hebt meine Meinung über den Geschmack meiner Kollegen zwar deutlich, half mir aber nicht weiter.

Doch dann geschah es! Und ich konnte es sogar beobachten.

Ich war gerade auf dem Weg zur Redaktion, als der Hermes-Fahrer kam und noch auf unsere Empfangsladies warten musste. Was er dazu nutzte, sich die Schütte anzusehen. Er öffnete den Teekannenkasten. Und schien angetan.

Ich schlich gaaaanz langsam, seeeeehr neugierig und uuuunglaublich leise die Treppe hoch, den Blick fest auf das Mann-Kanne-Bonding im Erdgeschoss gerichtet. Leider tat sich nichts Wesentliches, bis ich oben ankam. Dort traf ich L. und M., mit denen ich mich kurz zu Schwiegermuttergeschenken austauschte (beide hatten traurigere Geschichten zu erzählen als ich). Ich ging zur Redaktion, kam wieder und als ich wieder im Foyer anlangte, waren Hermes-Fahrer und Teekanne gemeinsam in den Sonnenuntergang geritten!

Hurra für das glückliche Paar!

Um es noch einmal deutlich zu machen: Ich mag Schwiegermutter1 sehr gerne. Sie hat dieses Geschenk von Herzen gemacht und es durch und durch gut gemeint. Es ist völlig ihr Geschmack und deshalb von ihrer Seite aus ein supertolles Weihnachtsgeschenk.

Aber ich hoffe trotzdem, dass wir „Geschenke, die man aufbrauchen kann“ etablieren können. Und zwar bevor das nächste Stück des Services den Erklärfaun und mich trifft!

Ansonsten war der gestrige Tag bis zum Schluss der befürchtete Kramtag. Alles ging langsam und war stressig. Bis auf Sport und Physiotherapie, die beide absolut großartig waren und mich schwer glücklich gemacht haben. Seit ich genug Muskeln aufgebaut habe, um beim Sport wie eine Kuh zu schwitzen, finde ich es auch gar nicht mehr so schlimm. Hat etwas sehr Archaisches, wenn man so vor sich hin tropft. Das ist vermutlich eine Einzelmeinung.

So, noch ein Arbeitstag dann Wochenende mit Warhammer-Spaziergang und Vampire-Spielen. Ich liebe Geek-Wochenenden!

Dat Nerdstuff

Kramtag

Ja, das wird einer. Ein echter Kramtag. An dem alles wegen Kleinigkeiten länger dauert und man durchgehend low key angestrengt und genervt ist.

Heute Morgen zum Beispiel ist meine rechte Abblendlichtbirne kaputtgegangen. Und vorher war Butzel beim Morgensport echt störend. Lieb aber störend. Und es gibt eine neue Baustelle am Darmstädter Kreuz, dem dämlichsten Nadelöhr des gesamten Rhein-Main-Gebiets. Die letzte Baustelle dort hat den Erklärfaun und mich für ein Jahr jeden Tag eine halbe Stunde gekostet. Wir hatten geglaubt, dass jetzt alles, was dort an Straßen, Brücken und Schildern ist, nun durchrenoviert sei und erstmal keine neuen Baustellen auftauchen könnten. Wie naiv von uns! Und auf der Landstraße, auf der 100 ist und auf der man wegen konstantem Gegenverkehr nicht überholen kann, fuhr eine Oma hochkonzentriert mit 60 (sechzig!) vor mir her. Und in der Straße mit den Betoneinbauten, die das Ganze auf etwas mehr als zwei Meter verengen, damit keine LKW durchfahren, beschloss ein LKW, dass dieses „keine Durchfahrt für LKW“-Schild nicht für ihn gelten kann und wurde dann von der normativen Kraft des Faktischen eingeholt. Adorno schlägt mit Betonpollern zu und ich stehe dahinter …

Und es ist gerade mal sieben Uhr!

Ich habe schon Vorahnungen, wie es weitergehen wird. Kollege M. hat heute Urlaub und irgendetwas Superdringendes, das Stunden brauchen wird, wird aufschlagen. Ich weiß es.

Andere Dinge. Ich muss an andere Dinge denken.

Zum Beispiel daran, dass ich mich auf heute Abend freue. Sport und Physiotherapie. Das wird wieder angenehm. Auch wenn es immer noch so furchtbar heiß ist. Von der angekündigten Abkühlung keine Spur. Gestern hat es zwanzig Minuten geregnet und fünf Minuten danach war es wieder genauso warm und jede Feuchtigkeit war verschwunden. Was kein Wunder ist. Es hat seit zwei Monaten nicht mehr geregnet. An so eine langanhaltende Dürre kann ich mich nicht erinnern. Eine Menge Bäume färbt sich schon gelb und wirft Laub ab, weil sie kein Wasser mehr dafür haben. Gruselig. Ob der Golfstrom nun endgültig gekippt ist und wir nun kontinentales Klima haben?

Gegen den Klimawandel kann ich nur auf niedriger Ebene etwas tun. Design ist einfacher. In diesem Fall: Tank Tops. Das oben zu sehende Motiv. Es ist natürlich ein Geekshirt. Warhammer 40k. Das Warhammer-Universum ist im imperialen Teil eine Theokratie und hat dementsprechend einen übermächtigen religiösen Verwaltungsapparat. Insbesondere die Inquisition, die bewaffnet und mit eigenen Truppen und Raumflotten gegen „Häretiker“ (praktisch alles, was nicht menschlich ist oder am Gott-Imperator zweifelt. In einer ganzen Galaxis sind das ganz schöne viele potentielle Ziele …) vorgeht. Das ist nicht besonders lustig – aber Hershey-Schokolade umzudesignen ist es. Die Idee ist nicht von mir, die Umsetzung aber schon. Besonders auf die „Grimdark Chocolate“ bin ich stolz. „Grimdark Future“ ist ein bisschen das Label von Warhammer.

Ich bin dann abends gleich auf Spreadshirt und habe mir das Ganze bestellt. Damit ich beim Warmhammer-Fest auch angemessen gekleidet sein kann.

Gegen solche Zufriedenheitserlebnisse kommen Baustellen, kaputte Scheinwerfer und Schneckomas natürlich nicht wirklich an!

Nichts Neues von der Ernährungsfront. Gestern habe ich abends aber etwas gerissen, weil ich ein halbes Kilo Pflaumen aus dem Kühlschrank gegessen habe. Die waren so wundervoll kalt!

Dat Nerdstuff

Bäm! Sie bekamen gerade eine Kelle Mansplaining!

Prinzipiell ist TESO ja echt schön ….

Passiert einem normalerweise eher im beruflichen Umfeld, dass einem ein wohlmeinender Mann den Job erklärt, den man seit zwanzig Jahren macht und von dem eben jener wohlmeinende Mann nicht den Hauch einer Ahnung hat. (Ja, auch Frauen tun das gelegentlich – aber so lange das Verhältnis hier neun zu eins ist, kann der Name „Mansplaining“ ruhig bleiben)

Ist so eine Art Dunning-Kruger-Effekt. Und als Frau wird man leider immer noch häufig Opfer der anderen Seite des Effekts: Man ist, wenn ein im Brustton der tiefsten Überzeugung Schwachsinn labernder Mann daherkommt, sofort unsicher, ob man sich nicht doch irrt. Weil man ja das dumme Weibchen ist.

Ich könnte Kotzen, bin aber das Postergirl dieser Einstellung. Jemand anders erzählt mir etwas über mein Fachgebiet, das völlig hanebüchen ist? Muss stimmen, weil ich ja keine Ahnung habe, ich blödes, unkonzentriertes, ahnungsloses Huhn.

Und gestern hat mich das zu meinem allergrößten Zorn auch noch in der Freizeit eingeholt.

Wir hatten beim TESO-Abend einen Gastspieler dabei. Nicht weiter auffallend, außer durch sehr nuscheliges Englisch. Machte seinen Job okay-ish und ging mir anfangs nicht wirklich auf den Nerv.

Aber dann fing er plötzlich an, J3 Dual Wield zu erklären. Erstens spielte J3 zu diesem Zeitpunkt keinen Dual Wield-Charakter (Dual Wield ist eine Waffen-Fähigkeitslinie), zweitens stand ich mit einem Dual Wield Charakter neben ihm und hatte den ganzen Abend nicht nur meinen Job gemacht, sondern ihn auch noch in seinem unterstützt (Techno-Babbel on: Ich habe mit der Nightblade einige Skills, mit denen ich gut den Tank mitheilen kann, wenn er mir direkt gegenüber am Boss steht, was er meistens tut, weil ich Nahkämpfer bin und deshalb oft nur den Hintern des Bosses sehe. Und gerade bei viel Area-Schaden war das nützlich und hat die Waldnymphe, die gestern tankte, gefreut. Techno-Babbel Ende).

Er erzählte Bockmist. Den man mit einem Blick in die Skillbeschreibungen bequem hätte entlarven können. Und J3 glaubte ihm anstatt mir, obwohl J3 weiß, dass ich seit Jahren Dual Wield bei allen meinen Charakteren mindestens auf Backbar habe und außerdem weiß, dass ich meine Charaktere spielen kann.

Das hat mich irrsinnig verletzt und unsicher gemacht.

Und anstatt mich auf eine Diskussion einzulassen, war ich plötzlich der Meinung, es seit Jahren ganz falsch zu machen und bin lieber offline und ins Bett gegangen.

Natürlich hat mein verrücktes Hirn mich daraufhin mit Selbstekel bombardiert und ich habe sehr, sehr schlecht geschlafen.

Ich werde darum bitten, diesen Typen nicht mehr mitzunehmen, wenn wir TESO spielen. Doof nur, dass die Waldnymphe glaube ich sauer auf mich ist, weil ich so abrupt off gegangen bin und nicht damit herausrücken wollte, was los war. Aber ich konnte das nicht sofort in Worte fassen …

Hoffentlich wird heute ein besserer Tag. Zumindest kann ich heute ins Training und habe Physiotherapie. Beides nette Highlights. Außerdem sollte ich heute in besserer Stimmung sein. Gestern war ich zu wütend, um meinen Bollen Mozzyr zu essen. Das Protein und die Kalorien fehlen mir heute Morgen, das merke ich deutlich. Also heute nicht aufregen lassen und Gummikäse verzehren.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe sind über Handkäse-Chips entsetzt

Druck

Im letzten Blogpost schrieb ich es in den Kommentaren: Ich wollte unbedingt einmal Handkäse-Chips ausprobieren. Die Rezepte klangen einfach, lecker und waren, wie bei Handkäse üblich, proteinreich. Also ein toller post-Workout-Snack. Oder auch einfach so.

Und weil ich noch eine nahezu vergessene Rolle Handkäse im Kühlschrank hatte, habe ich am Sonntag einfach mal die Hälfte davon in dünne Scheiben geschnitten, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den kalten Ofen (untere Schiene), auf 200 Grad gestellt und sobald es hochgeheizt war, nochmal 15 Minuten drinbehalten.

Das Ergebnis sah wunderschön aus. Und stark nach Lady Cassandra aus Dr. Who. Moisturize me! Da Lady Cassandra eine Kritik am Schönheits/Schlankheitswahn ist (ein bisschen wohlfeil, aber bei Dr. Who rege ich mich nicht über breite Pinselstriche auf – da gehört das so!), ist es eine feine Ironie, sie zu kalorienarmen Chips zu verarbeiten.

Was sie wohl auch fand. Denn, so schön das Zeug aussah, so grässlich hat es geschmeckt. Absolut furchtbar. Bitter, verbrannt (obwohl es nicht schwarz war! Sieht man ja im Foto. Es hat die perfekte Farbe!), einfach schrecklich. Ich habe nur ein wenig von verschiedenen Stellen probiert und den Rest sofort entsorgt. Buärgs. Nie wieder!

Aber das muss mein Fehler gewesen sein. Denn sonst würden wohl kaum so viele Leute von diesen Chips schwärmen. Ich bin absolut handkäseaffin, das kann’s also auch nicht sein. Was habe ich nur falsch gemacht? Und wenn die Chips schon verbrannt sind, wenn sie orange sind, welche Farbe sollten sie im Normalzustand haben? Weiß?

Allerdings muss ich zugeben, rein kochtechnisch an diesem Wochenende sowieso einen schwarzen Daumen gehabt zu haben. Die Kokosmehlpfannkuchen zum Mittagessen am Sonntag waren auch nur unter Protest dazu zu bewegen, sich wenden zu lassen. Und am Samstag habe ich mir beim Zubereiten eines Kichererbsensalats den Deckel der Dose in die Oberseite des rechten Zeigefingers gerammt, geblutet wie ein Schwein, mich erstmal hingesetzt und nun eine sehr dekorative Wunde einmal längs.

Aber generell war das Wochenende toll. Wir haben ge-Werwolft, gegrillt (die vegetarischen Würstchen waren okay, aber Salat und Brot mit Butter hätt’s mir wohl auch getan), den wundervoll schlechten Film „Jupiter Ascending“ geschaut (Channing Tatum ist Eyecandy, das Design war hübsch, der eine Bösewicht sah interessant aus … aber das allein reißt es leider nicht raus) und Karten für ein aufsehenerregend bizarres Unterwasserkonzert im Juli gekauft. Aquasonic. Das wird garantiert toll.

Trainingsmäßig lief es gut. Sehr, sehr warm schon morgens um neun. Ist aber nicht verwunderlich, da das Gym direkt unterm Dach eines Wellblech-Supermarkt-Baus ist und dementsprechend mit Begeisterung jede Temperaturschwankung mitnimmt. Weniger schön, war, dass Nicht-Hygiene-Opa (das ist der, der trotz ständiger Aufforderung gern mal „vergisst“ Geräte nach Benutzung abzuwischen. Im Gegensatz zu Hygiene-Opa, der alles dreimal abwischt), sich beim Row vor mich drängeln wollte. Aber ich bin größer und stärker als er! Nein, das war’s nicht. Aber ich habe ihm freundlich gesagt, dass ich nur drei Sätze Kraftausdauer mache, das dauert ja nicht lange. Er wirkte trotzdem unglücklich. Und allein, dass ich das hier aufschreibe, zeigt schon, wie sehr mich dieser Vorfall gestresst hat. Verdammte soziale Angststörung. Der Opa hat das garantiert schon wieder vergessen und mich macht es jetzt noch hibbelig.

Außerdem habe ich mich bei der Legpress wohl übernommen, da mir gestern Nacht einfach so fast die linke Kniescheibe verrutscht ist! War ein sehr seltsames Gefühl und ich bin heute Morgen nicht einmal mehr sicher, ob ich den Vorfall nicht geträumt habe. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an. Die Squats heute Morgen liefen dennoch problemlos. Ich beobachte das mal weiter mit Argusaugen.

Und, ganz wichtig, bitte die Petition gegen Artikel 13 unterschreiben, oder das Internet, wie wir es kennen, wird nicht mehr existieren. Es wird an die Konzerne fallen und durch eine Orwell’sche Dystopie ersetzt werden.

Zitat:

Die Umsetzung des 13. Artikels hat eine komplette Echtzeitfilterung der Inhalte, die künftig im Netz hochgeladen werden, zur Folge. Letztlich bedeutet das: Jedes Datenpaket wird in Zukunft von einem potentiell fehleranfälligen Algorithmus automatisiert geprüft werden. Dies ist vergleichbar mit dem fehlerhaften Algorithmus von YouTube, bei dem häufig auch fälschlicherweise Inhalte gelöscht werden, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind.

Das kann niemand wollen, der privat oder beruflich Texte und Bilder ins Netz stellt.

Dat Nerdstuff, Training

Was man so in der Physiotherapie tut und dann ist alles zu bunt

Gestern hatte ich die sechste Physiotherapiestunde. Wieder bei der Dame, mit der ich mich über Katzen unterhalten habe. Diesmal haben wir den Themenkreis erweitert, da wir feststellten, dass wir auch Pferde gemeinsam haben. Das war interessant. Sie hat einen Shirehorse-Wallach mit stetigen Hufproblemen. Da konnte ich wenig beitragen, da je vollblütiger Pferde sind, ihre Hufe auch immer härter und besser werden. Ist genetisch. Stimmt nicht immer, wir hatten auch eine Stute mit Neigung zu Hufgeschwüren, aber generell hat man dann echt nur selten Hufspalte oder andere unangenehme Dinge. Eher das Problem, die harten Dinger gut abgenutzt zu bekommen.

Ich hatte das Vergnügen, das erste Mal ein Pferd mit Schnurrbart (also, ein Foto davon) zu sehen und war entzückt. Extrem lustig. Ist aber bei Kaltblütern wohl ziemlich verbreitet. Dafür haben unsere die großen, oben zusammendrehenden Ohren. Ich bekam fast wieder Lust, mir ein Pferd zuzulegen. Aber das wäre keine gute Idee. Zu wenig Zeit, um damit etwas zu unternehmen. Irgendwann vielleicht. Einen Isländer. Ich wollte schon immer einen Fünfgänger – obwohl die ja recht teuer sind. Oder natürlich Araber.

Ich habe vor der Therapie noch eine Runde Training eingelegt, war sehr, sehr zufrieden, wie sich meine Schulter entwickelt und konnte beobachten, wie ein Mädel einen der Eisenjungs angeflirtet hat. Das war so niedlich! Er ist voll der Brocken, ich schätze ihn auf 17, 18. Sie war genauso alt und sehr zart, groß und elfengleich. Und er hat’s echt ganz schwer kapiert. Obwohl sie sich Mühe gab. Ich habe beim Aufwärmen beobachtet, dass sie die perfektesten Weightet Crunches gemacht hat, die ich seit langem gesehen habe. Und dann ging sie rüber und bat ihn, ob er ihr nicht mal Reverse Crunches erklären könnte … Jaaa, klar, die kannst du nicht, absolut glaubhaft. Natürlich hat er sofort geholfen, weil er voll der liebe Kerl ist. Und weil Männer gern erklären. Hach, war das putzig!

Ob es funktioniert hat, weiß ich nicht. Sie ging später allein. Aber das heißt ja nichts. Sie können durchaus Nummern ausgetauscht haben. Hoffe ich doch! Außer er ist schwul, was weiß ich. Aber auch dann können sie sich ja anfreunden. Oder überhaupt anfreunden. War auf jeden Fall nett zu beobachten.

Ansonsten habe ich, wie man sieht, weiter in Paintschainer herumgespielt. Hauptsächlich, weil das Bild ganz oben mit seinen tausend Rüstungsteilen zu kolorieren, einfach so massiv viel Arbeit ist, dass ich das gern an die Maschine abgegeben habe. Ich habe es der Waldnymphe geschickt und sie ist ob der schrillen Buntheit fast erblindet. Ich musste versprechen, das nächste Bild wieder von Hand zu kolorieren. Den Farben des Impressionismus eine Lanze!

Aber stimmt schon, diese Website ist kein Ersatz für Handarbeit. Oder Programmarbeit. Photoshoparbeit. Whatever.

Hindert mich nicht daran, weiter damit zu spielen.

Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Faulheit oder so?

HeroForge.com ist ein großer Spaß! Hier Rhys als Miniatur.

Ich habe so gaaaar keine Lust mehr auf Cardio! Ich weiß nicht, warum. Letztes Jahr um diese Zeit hat man mich nicht einmal bei 35 Grad im Schatten vom Joggen und Fahrrad fahren abhalten können. Heute ist Cardio nur das lästige Aufwärmen vor dem Krafttraining. Und das einzige, was anders ist, ist, dass ich im Moment erstens im Stehen arbeite, die Beine abends also schon gut durch sind und ich zweitens versuche, jeden Tag die zehntausend Schritte schon vor Feierabend vollzubekommen. Was bedeutet, dass ich am Schreibtisch ständig Squats und so mache, da ich nicht wirklich gehen kann – wohin auch? Zur Redaktion hoch sind’s keine hundert Schritte. Mittagspause mache ich nur kurz zum Essen.

Ich weiß nicht, ob Squats und Tanzen in diesem Sinne Cheaten sind. Einerseits gehe ich nicht wirklich. Andererseits ist die Bewegung aber anstrengender als nur Schritte. Ich habe beschlossen, es gelten zu lassen. So lange die Herzfrequenz höher ist als beim Gehen, bin ich da vermutlich auf der sicheren Seite.

Und Kraftsport statt Cardio … naja, wird sich auch wieder ändern. Ich bin da (leider?) sehr unstet und ziehe nichts wirklich konsequent durch. Außer meine morgendlichen Bodyweight-Sessions. Die mache ich wirklich immer. Aber ansonsten springe ich sportlich auf das, was mir Spaß macht. Vermutlich völlig falsch und unnütz. Aber ich bin immerhin immer noch bei 300 Pfund an der Legpress.

Die Chancen stehen gut, dass ich, sollte ich durch Muskelaufbau meinen dämlichen Schulterschmerz endlich losgeworden sein (Wunschdenken!), plötzlich wieder eine „nur Cardio und sonst nix“-Phase bekomme. Ähnelt meinem Essverhalten. Monatelang jeden Tag mit Wonne dasselbe (MyFitnessPal denkt vermutlich, ich bescheiße) und dann plötzlich Kehrtwende und die nächsten Monate etwas völlig anderes. Zum Glück esse ich recht bunt und supplementiere, sonst wäre so etwas der sichere Weg in Mangelerscheinungen.

Und ebenfalls gut, dass wir „LAT“s sind. Living apart together. So kann jeder seinem individuell schrägen Essverhalten frönen, ohne die anderen Beiden mit rein zu ziehen. Am normalsten ist zweifellos die Waldnymphe. „Was geht“-Paläo, schön clean und so. Der Erklärfaun lebt unter der Woche glaube ich fast nur von Joghurt mit Nüsschen, Müsli, Schinken, Eiern und rohem Gemüse. Und ich esse im Moment jeden Tag ein Pfund Kartoffeln, ein Pfund Tomaten, fast ein Pfund Skyr, 125 Gramm Skyr-Mozzarella, 25 Gramm Haferflocken, 10 Gramm Flohsamenschalenmehl und 125 Gramm Heidelbeeren. Jeden. Tag. Und ich liebe es! Sehr.

Symbolbild für heute: Das Auto, dem auf der Autobahn vor mir der Schlandwimpel abgefallen ist. Ich habe mir das ganze Geflagge nörgelig-überheblich damit schöngeredet, dass man es ja auch als Hommage ans Hambacher Fest sehen kann. Immerhin das ultimative Symbol für Demokratiebewegungen aus dem oberen Drittel der Gesellschaft. Das war boshaft. Aber wenn man so drüber nachdenkt, wird den Bauernkriegen weit weniger Bedeutung in der Demokratisierung zugestanden. Was nicht nett ist. Aber natürlich ist „das Volk“ immer ein ungewaschener, vermutlich grölender, im Kern konservativer und mit Mistgabeln nicht dekorativ aussehender Haufen, während eine Rotte Oberschicht-Studenten ein propereres Denkmal abgibt.

Ach, Politik. Geschichte.

Jetzt erstmal Kaffee.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training, Weniger

Nach hinten-unten

Wunder der Technik. Oder so …

Die letzte Physiotherapiestunde hat mir glaube ich bisher am Meisten gebracht. Oder es war die Summe der vorherigen Stunden. Aber besonders hilfreich schienen mir tatsächlich die Übungen und Erklärungen zu meiner Haltung. Und natürlich das „Ihre Schulterblätter heben sich zu sehr ab. Sie sollten immer darauf achten, ihre Schultern nach hinten-unten zu ziehen.“

Was tatsächlich angenehm ist. Aufgerichtet lebt es sich leichter, besonders mit einer Kalkschulter, die in mehr Umgebungsmuskeln eingebettet werden möchte.

Kommt einem nur lebenslange Konditionierung quer. Ich möchte meine Schultern nicht nach hinten-unten ziehen, da das meine Brüste betont. Und ich konnte meine Sanduhrfigur noch nie leiden. Ich wollte schon immer ein körperlich möglichst neutrales Wesen sein. Als das dank Pubertät nicht mehr klappte, war wohl unbewusst das „neutralfressen“ eine Lösung. Ich möchte bittesehr von niemandem in sexueller Hinsicht wahrgenommen werden. Und wenn man fett ist, ist man automatisch neutral, weil einen 95% der Bevölkerung nicht attraktiv finden.

Diese Lösung war’s dann bekanntermaßen doch nicht und schon damals hat es nur begrenzt geholfen, weil ich immer (zu) große Brüste hatte, völlig unabhängig vom BMI. Die mussten dann auch zusätzlich noch versteckt werden. Meine Lösung zu dicken Zeiten waren Schlabbershirts. Mache ich jetzt nicht mehr, weil ich eine andere Ästhetik für mich gefunden habe. Aber die Konditionierung bleibt: Bloß nicht „Brust raus“, was sich aber leider automatisch ergibt, wenn man die Schultern nach hinten-unten zieht.

Weshalb ich jetzt alle paar Minuten aufschrecke und meine Haltung korrigiere.

Themensprung. Über diesem Post sieht man den Grund, warum mein Job vermutlich nicht so bald von Maschinen übernommen werden wird. Ich habe eine Seite gefunden, die Lineart automatisch koloriert (Danke an das Internetisbeautiful-Subreddit!). Und selbst mit Farbvorgaben hat das eher etwas vom Fingerfarbenmaltag im Kindergarten. Aber ich finde es trotzdem faszinierend. Hier zum Vergleich meine händische Kolorierung.

Die Seite hat mehrere Modi, mit denen man spielen kann und läuft sehr flott. So ein kleines Bällchenbad, in dem man seinen Grafiker abgeben kann. Da plantscht er/sie dann fröhlich herum, lacht sich schlapp und stört nicht beim Einkaufen.

Dat Nerdstuff, Training

Muskelneid und Selbstbild

Seit ich die Kalkschulter habe und kein Training für die Oberarme/Schultern mehr machen darf, ist alles zum Teufel gegangen, was ich mir vorher so glücklich und mit Spaß und Stolz aufgebaut hatte. Die ganze Definition und Kraft ist weg. Ich könnte heulen. Aber ich kann nichts tun. Nur zusehen und traurig sein. Wenn einem der Körper reingrätscht, ist man eben machtlos.

Und ja, ich sage es: „Der Körper“. Dissoziation vom Feinsten. Mir egal, ich mag es nicht, also ist es „der Körper“ und nicht „ich“. Wäre ja auch nicht so, als hätte ich den Kalk da eingelagert. Das war der Körper ganz allein. Um es mit Helge Schneider – dem Meister – zu sagen: „Hätter ja nich machen müssen. Hätt ja auch was anderes überlegen können, der doofe Hai!“ (Das „Kanner machen was er will, bei mir kann jeder machen was er will!“ hatte ich eine Zeitlang als Warnton am Mac, bis man mich fast unter Tränen bat, das wieder zu ändern … Das war vor Urzeiten, als der Mac noch ein gescheites Betriebssystem hatte, als Steve Jobs noch nicht wieder alles kaputtmachen durfte und man PC-Teile verbauen konnte. Ja, Mutti erzählt mal wieder vom Kriech! Mit Macs konnte man früher tatsächlich arbeiten! Sie sahen aus wie PCs, hatten ein sinnvolles Betriebssystem, an dem man selbst herumschrauben konnte und waren generell großartige Arbeitspferde für Designer, Filmleute und Soundmenschen. Dann kam Steve Jobs zurück, machte aus den Geek-Geräten gequirlte, bunte Hipsterscheiße und klaute Telefondesign. Tja. Nun. Auch Adobe begriff das recht schnell und es gab den Photoshop, der früher Mac-exklusiv gewesen war, bald für PC)

Ich bin unzufrieden, zeichne Rhys mit seiner hübschen Durchbemuskelung (siehe oben) und fühle mich als Versager. Ich setze zwar eine kleine Hoffnung in die Trainerstunde am Montag, aber da bisher jedes Vorfühlen bei den Physiotherapeuten nur zu „kann im Schlimmsten Fall Sehnenabriss hervorrufen“ führte, ist diese Hoffnung nicht gerade ein loderndes Feuer.

Wie heißt es so schön: „Wenn eine Tür zugeht, war vermutlich nur irgendwo ein Fenster auf Kipp“, weshalb ich mich eben mit zusammengebissenen Zähnen auf Beine und Rumpf stürze. Was ich eigentlich nie wollte. Gut definierte Arme/Schulterpartie war immer mein Hauptziel.

Aber wenigstens scheint es mit Beinen und Co voranzugehen. An der Legpress bin ich bei fast 300 Pfund (hört sich besser an als 137 Kilo) bei normalen Reps. Und auch bei den Crunches habe ich an der Maschine einen Sprung auf 43 Kilo gemacht. Und das nur durch tägliches Bodyweighttraining.

Man muss Positives suchen …