Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung

Versehentlicher Spinat

Im Winter packe ich mir anstatt frischer Beeren die gefrorene Variante in meinen Mittagsporridge. Schmeckt fast genauso und ist sogar gesünder. Und ist völlig aufwandslos. So ein Kilosack Beeren hält zwei Wochen und ist schnell mitgenommen.

Außer man bekommt den „Huh, das könnte ich ja auch mal ausprobieren!“-Anfall und nimmt eine unbekannte Fruchtbeutelsorte beim Lidl mit. Denn es stellte sich heraus, dass das nicht nur eine Umweltschweinerei (da sind im Beutel nochmal portionierte Beutel!), sondern eigentlich für Smoothies gedacht ist. Was daran das Problem ist? Nun, irgendein Gesetz besagt, dass Smoothies nur dann Smoothies sind, wenn Spinat drin ist.

Was bedeutet, dass ich gestern zu meiner nicht enden wollenden Überraschung einen Klotz Spinat in mein warmes Porridge fallen sah. Neben anderen Früchten, natürlich.

Und jetzt habe ich ein grüngeflecktes Porridge in meiner Mittagstupperdose und bin sehr gespannt, wie das heute schmecken wird. Ist bestimmt super gesund, das steht mal fest.

An anderer Front … sind die ersten bestellten Weihnachtsgeschenke eingetroffen und ich bin sehr zufrieden damit. Die Druckqualität auf der Einkaufstasche ist wirklich gut. Der bedruckbare Bereich auf der Tasse war größer, als auf der Webseite angegeben, was dazu führt, dass meine Illu etwas verloren darauf herumsteht. Aber sieht immer noch nett aus.

Außerdem kam das neue Gehäuse für meinen PC an. Ich bin gespannt, wann die Bastelei losgehen kann. Ich möchte vor Weihnachten noch Monster Hunter World und Assassin’s Creed Odyssey ausprobieren! Insert freudiges Geek-Quieken here.

Um meine Katze mache ich mir immer noch Sorgen. Es geht ihr zwar immer besser, aber irgendwie scheint sie mir leichte Lähmungserscheinungen zu haben. Ich muss mich mal belesen, ob das bei Epilepsie vorkommen kann. Dass man nichts dagegen tun kann, ist ziemlich klar – aber es ist ein Unterschied, ob das zum „normalen“ Krankheitsverlauf gehört oder etwas total Neues ist. Letzteres wäre schlimmer.

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Ach watt, Leben!, Ernährung

Teilzeit-Gut

Das wird die Weihnachtsgeschenk-Einkaufstasche für die Waldnymphe. Gemüsesticks mit Dip und einem Stripper ist so ein Insider.

Unter der Woche vegan. Am Wochenende so gut es geht vegan und ansonsten eben vegetarisch. Läuft bei mir. Damit gehe ich meinen Freunden nicht auf den Sack und habe trotzdem zu 80% die Möglichkeit vegan zu essen. Derzeit immer noch zu viel Soja, aber vielleicht ergeben sich in dieser Richtung ja noch Dinge. Ich möchte mir keinen Slowcooker anschaffen und auch keinen zu großen Schwerpunkt auf Hülsenfrüchte legen, so dass ich in dieser Beziehung noch etwas ratlos bin.

Ansonsten komme ich mit den Weihnachtssachen gut voran. Ich habe die Illus für den Erklärfaun, die Waldnymphe, J1 und J3 fertig, fehlen noch die Sachen für A., Th., K., T. und Voller Napf. Bei denen wird’s nicht einfach. Da fehlen mir noch die Ideen. Am besten sehe ich mal, wie gut die Druckqualität von Spreadshirt auf Taschen ist und entscheide dann. Also dann doch einen Testballon mit den Sachen für meine Liebsten und dann weitersehen. Der Rest der Geschenke wird gekauft. Die Arbeitskollegen bekommen Schokolade aus dem Ritter-Sport-Land (da gehen wir im Dezember hin und ich bin schon ganz raschelig!) und die Elterneinheiten etwas aus dem Bodyshop, bzw. aus dem Laden mit den österreichischen Spezialitäten.

Dieses Wochenende werden die neuen Teile für meinen Rechner bestellt. Ich bin aufgeregt und freue mich.

Ich muss mal wieder etwas zu den Entwicklungen an der Kaffeefront schreiben. Auch wenn der Lernprozess noch anhält. Na, nächste Woche!

Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe würzen mit geräuchertem Paprikapulver

Druck

… und es addiert wirklich überraschend viel Umami-Volumen! Ich habe die süße Variante genommen, was nicht bedeutet, dass Zucker drin ist, sondern dass es edelsüßer Paprika ist. Hoffe ich doch!

Jedenfalls habe ich es bei meinem Rosenkohl-Paprika-Tomaten-Sojageschnetz-Eintopf ausprobiert und war sehr angetan. Sonst kam nur Salz und Pfeffer rein, so dass ich mir ein gutes Urteil bilden konnte. Die Stärke des Raucharomas konnte ich noch nicht abschließend beurteilen, da ich das Ganze zu lange im Ofen hatte und von daher schon … äh … natürliche Raucharomen drin waren. Dafür war dann das obenliegende Sojageschnetz hübsch knusprig. Ein bisschen Sommer-Grill-Feeling.

Ich koche wirklich nicht gut. Es sollte eigentlich nicht so schwer sein, aber sobald etwas in der Küche stattfindet habe ich die Aufmerksamkeitsspanne eines gut durchkoffeinierten Eichhörnchens. Es funktioniert mit Betreuung und Anleitung. Soll heißen, ich kann mit der Waldnymphe backen … also, einfache Hilfsdienste leisten. Dann macht es nichts, wenn ich alle zehn Sekunden abgelenkt bin, weil ich mit sanfter Gewalt zurückgeholt werde, sobald ich abwandern will oder anfange, nach dem Handy zu schielen.

Aber allein … keine Chance! Ich habe schon Porridge zu einem Brikett gekocht, weil ich Duschen gegangen bin. Oder weil ich „nur mal kurz“ den Computer angeschalten habe. Ich habe Zeug ohne Kühlung herumliegen lassen, weil ich mein Springseil in die Hand genommen und dann den Rest verdrängt habe.

Es kostet einfach unglaublich Mühe, sich auf Nahrungszubereitung zu konzentrieren. Und es macht mir keinerlei Spaß. Es ist maximal lästig. Das erklärt erstens, warum ich dick geworden bin – Convenience Food ist einfach weniger anstrengend – und zweitens, warum ich immer das Gleiche koche. Wenn ich einmal eine Routine habe, ist es nicht mehr so schwierig, es durchzuziehen.

Ich hätte gern Freude am Kochen und Backen. Aber es ist einfach nicht meins. So überhaupt nicht. Ich mag es, neue, seltsame Zutaten zu finden und möchte sie auch immer sofort ausprobieren … aber die Realität grätscht dann oft dazwischen.

Egal. Da hilft kein Jammern. Wer essen will, muss auch kochen. Und das gute an Problemernährung (und vegan ist definitiv problematisch) ist, dass man from scratch arbeiten muss. Da gibt’s nix in der Convenience-Abteilung, das ich nicht maximal abstoßend finden würde (Wurstersatz … würg), weshalb eben Kühlschrank und Vorratsregal voll mit frischen, unverarbeiteten Sachen sind. Und dann wird gekocht.

Keine Chance, dann mehr zu essen. Weil nicht mehr da ist.

Einziges Binge-Potential sind Erdnussbutter und das Obst. Das kostet eben Willenskraft.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Kein Herz für Rinder

Mein Herum-Veganern läuft gut. Unter der Woche merke ich es, wie schon gesagt, praktisch gar nicht. Das Sojageschnetz von Vantastic schmeckt zu Ofengemüse oder einem Eintopf sehr gut, gibt fett Protein und macht satt. Mittags gibt es Porridge (mit dem Problembären Sojaghurt – aber das wird vielleicht noch einfacher … irgendwie) und als Süßigkeit Obst und Kaffee mit Süßstoff.

Dieses Wochenende ging auch sehr einfach. Nur die Burgerpatties aus Buffalo-Mehlwurm waren nicht vegan („Buffalo Mehlwurm“ ist ein toller Name. Entweder ein Pornostar oder eine 70er-Jahre-Psychedelic-Combo). Aber diese Alternative zu Wirbeltierfleisch wollte ganz dringend von mir getestet werden. Wie schon beim ersten Insektenkoch-Versuch von vor ein paar Jahren: Mehlwürmer sind einfach nur Geschmacksträger. Man würzt sie und sie sind völlig unauffällig. Proteinmäßig sind sie gut aber nicht so herausragend wie die Vantastic-Sojasachen. Dafür natürlich umweltverträglicher als Soja.

Als Nachtisch gab es wieder das Ben&Jerry’s Peanutbutter Cookie Vegan-Eis. Da das natürlich ohne Laktose ist, hat auch die Waldnymphe kein Problem.

Soweit also die positiv-veganen Erlebnisse. Jetzt noch ein lustiges, aber weniger flauschiges.

Ist nicht mir passiert, sondern dem Erklärfaun, der die Woche über beruflich in Berlin war. Morgens am Hotel-Frühstücksbuffet war er gerade dabei, sich verschlafen Milch aufs Müsli zu kippen, als er von der Seite angepampt wurde: „Sie wissen schon, dass Milchkühe dafür leiden. Außerdem bekommt man von Milch Tumore“.

Die volle Klischee-Breitseite, von der man nicht glaubt, dass sie außerhalb von Fernsehserien existiert. Vor allem, da er vor nicht ganz zwei Wochen noch mit T. darüber gesprochen hatte, welch ungerechten Vorurteilen Veganer oft ausgesetzt sind.

Die richtige Antwort auf so etwas ist übrigens: „Das einzige, was ich noch mehr hasse als Kühe, sind Leute, die mich ungefragt anquaken!“

Training läuft recht rund. Ich habe beim Langhantel-Shrug zehn Kilo addiert. Zumindest das macht meiner kapriziösen Schulter nichts aus. Der Rest wird immer mal wieder bemeckert. Letzten Donnerstag bis Samstag war ich euphorisch, weil ich geglaubt habe, die Schulter würde von ganz allein besser, weil kaum noch etwas zu spüren war.

Haha. Nein.

Keine Ahnung, ob ich mal wieder einen Fehler beim Training gemacht habe oder der Mond im fünften Haus steht.

Dat Nerdstuff, Ernährung

Operation Rentner – Frischzellen und ab ins Gym!

Frontseite des Adventskalenders für den Erklärfaun. Er mag japanische Holzschnitte, also habe ich einen simuliert!

… diesmal für meinen Rechner. Vor vier Jahren habe ich meine Zockerschleuder gekauft (ich bin kein Freund von Laptops. Ich will mit einer ordentlichen Tastatur und einem großen Monitor spielen) und nun ist er in die Jahre gekommen. Weder Red Dead Redemption 2 noch Assassin’s Creed – Odyssey (sowas von ganz genau meine Cup of Tea!) laufen darauf (gescheit). Deshalb hatte ich die Kiste am Samstag bei Freund K. und er hat sich mal angesehen, was man tun kann.

Viel war’s leider nicht. Ich kann meine Festplatten behalten, der Rest ist zu alt, um ihn mit neuen Teilen weiterverwenden zu können. Noch nicht einmal das Gehäuse kann ich nutzen, da es ein winziger Minitower ist, der das neue 650-Watt-Netzteil nicht packen würde.

Tja. Machste nix!

Also sind wir nun am herumüberlegen. Ich kann eine neue-gebrauchte Karte von Voller Napf für wenig Geld haben, aber der Rest muss angeschafft werden. Aber ich will nicht maulen – ich fange immer, sobald ich einen neuen Rechner habe, wieder an, Geld für den Nächsten zur Seite zu legen, so dass dieses Hobby kein plötzliches Loch ins Budget reißt.

Da ich die Platten behalte, entfällt auch lästiges Neuinstallieren (mein Windows ist ordnungsgemäß „angemeldet“, so dass auch die neue Hardware es nicht aus der Bahn werfen sollte). Ich fange also mal vorsichtig an, mich auf das Jahrhundert des Flughundes zu freuen.

Ansonsten hat mir ein koreanischer Export-Besucher gestern gesagt, „I love your jeans“ (ich hatte die Mi-Partis an) und ich weiß nicht, wie ich mit so etwas umgehen soll – vor allem, wenn mein Chef direkt danebensteht. Außerdem wurstle ich an den Adventskalendern und habe einfach keine Ideen für Weihnachtsgeschenke (ich muss mich da frühzeitig dranhängen, sonst vergesse ich es völlig. Und wenn man nur Selbstgemachtes verschenkt, ist „last minute“ nicht drin).

Desweiteren habe ich heute wieder Massage und bekomme dabei Teraband-Übungen gezeigt. Ich hoffe, die bringen endlich den Durchbruch, denn die Schulter wird immer schlimmer. Ich habe Angst, dass ich tatsächlich unters Messer muss … das würde wochenlangen Ausfall bedeuten. Und vermutlich monatelang kein gescheites Oberkörpertraining. Da habe ich nun wirklich keinerlei Lust drauf! Aber mittlerweile kann ich den Arm kaum noch nach außen rotieren. Irgendetwas muss also geschehen!

Ernährungsmäßig bin ich diese Woche etwas uninspiriert. Der Zucchini/Paprika/Kichererbsen/Tomaten-Eintopf gestern war zwar reichlich, sättigend und lecker, aber mir fehlte ein wenig die herzhafte Geschmackskomponente. Heute gibt es Ofen-Rosenkohl mit Tomaten und eventuell Sojageschnetz. Mal sehen, wie das wird. Das Sojageschnetz ist neu, das kenne ich noch nicht (auch von dieser Einweichsorte).

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung

Die Culinary Diversity-Wölfe mögen Kürbis auch als Nachtisch

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Ich weiß nicht, warum ich noch nicht selbst auf die Idee gekommen bin – immerhin mag ich auch Pumpkin Spice Latte und fand den Kürbiskuchen toll. Aber Ofenkürbis in süß … da musste mich erst eine Reddit-Userin drauf stoßen, dass das sehr lecker sein kann.

Also habe ich einen Butternut zusammen mit frischen (ungesüßten!) Cranberries, Nüssen (Nussmischung halt), Xylit, Süßstoff und zwei Löffel Öl für eine Stunde bei 170° Umluft im Ofen gehabt. Und es wurde durch und durch wundervoll! Die Säure der Cranberries und das Umami der Nüsse hat die Süße des Kürbis perfekt ergänzt.

Ich habe sowohl Mittag- als auch Abendessen damit bestritten.

Außerdem dieses Wochenende: Endlich einen Tisch im Ginger Blue bekommen. Das haben wir den ganzen Sommer immer mal wieder versucht, aber jedes Mal war geschlossene Gesellschaft. Ich vermutete eine Geldwaschstelle der veganen Mafia. Aber – nun hat es endlich geklappt.

Im Ginger Blue gibt es vegan, vegetarisch und omnivor. Sie haben eine sehr große Karte, was ich nicht so mag, denn das bedeutet, dass natürlich nicht jedes Gericht immer ganz frisch zubereitet werden kann. Der Erklärfaun spürte das – er erhielt zu seinen sehr guten Galettes leider nur Formvorderschinken und Scheibletten. Ich hatte einfach „das vegane Gericht, das der Koch heute empfiehlt“ bestellt und bekam ein sensationell gutes Cajun-Gericht mit frischen Früchten. Die Waldnymphe und Th. hatten Burger, die sie sehr begeisterten. Die Waldnymphe bekam sogar die lowcarb-Variante ohne Bun.

Die Atmosphäre des Restaurants ist unglaublich gemütlich. Etwas rumpelig und zusammengewürfelt mit vielen Kissen, Decken und Kerzen. Und nicht zu vergessen: die drei Hunde in allen Größen (Dackel, Schäferhund und ein anatolischer Hirtenhund) und den sehr menschenfreundlichen Kater, der den ganzen Abend bei uns verbracht hat. Man bekommt sehr persönliche Ansprache und Beratung und wir haben beschlossen, öfter hinzugehen.

Fazit: Das Essen ist lecker aber nicht die absolute Oberklasse (ungerechter Vergleich mit dem Sternerestaurant von letzter Woche), dafür schießt das Ginger Blue in Sachen Gemütlichkeit jedes andere heidelberger Restaurant aus dem Wasser.

Samstags haben wir Mage gespielt. Wir nähern uns dem Showdown der aktuellen Story und mir wird unangenehm bewusst, dass ich ja dann bald Spielleiten muss. Mein Plot ist bisher nur nebulös in meinem Kopf vorhanden … das muss sich ändern. Ich habe nur noch etwa zwei Monate Zeit, dann muss die Geschichte stehen!

Dat Nerdstuff, Ernährung

Schlanke Menschen können schließlich so viel essen, wie sie wollen. Metabolismus und so.

Ich habe in TESO ein neues Haustier bekommen und sprudle nun über vor „big black cock“-Witzen.

Wie schon mehrfach erwähnt ist mein derzeitiges Guilty Pleasure während des Abendessens Gilmore Girls zu schauen. Ich mag die Serie. Sehr nostalgisch, hübsches Neuengland, Moose in seinen jungen Jahren und völlig nachdenkfrei lustig. Perfekt, um dabei auf dem Sofa zu sitzen, die Katze auf dem Schoß zu haben und aus einer Plastikschüssel Gemüse zu essen.

Aber wenn einem eines sehr schnell auffällt, dann dass die Hauptdarstellerinnen beneidenswert dünn sind. Wirklich – perfekt! So möchte ich auch sein (Wunschdenken. Dazu habe ich einfach die falschen Voraussetzungen. Aber man darf ja von Elfengleichheit träumen, während man Muskeln aufbaut … kognitive Dissonanz für den Gewinn!).

Schön und gut. Dünn. Aber … gleichzeitig wird ständig betont, wie viel sie essen und dass sie Sport nicht hinbekommen. In vielen Szenen dreht es sich um Süßigkeiten oder mächtiges Breakfast-Food in Mengen, die Ron Swanson vor eine Herausforderung stellen würden.

Sieht man genau hin, wird schnell klar, dass Reden und Handeln nicht übereinstimmen – von der offensichtlichen Logik einmal abgesehen. Denn praktisch jedes Mal, wenn sich die Hauptdarsteller zu einer Mahlzeit niederlassen, stehen sie nach etwa zwei Bissen wieder auf. Und die Fast Food-Orgien werden, wie mehrfach zu sehen, fast unangetastet in den Kühlschrank verbracht, wo sie dann vor sich hin verwesen. In den zweieinhalb bisher von mir angesehenen Staffeln haben Rori und Lorelai zusammen etwa ein komplettes Essen zu sich genommen. Mehr nicht. Es wurde zwar ständig betont, wie viel sie essen (auch von anderen. Z.B. in der Episode, als Max und Dean mit den beiden ausgehen) – aber dieser Claim wird durch nichts gestützt.

Das klingt jetzt seltsam obsessiv, dass ich fiktionalen Figuren die Bissen in den Mund zähle. Normalerweise fällt mir nicht im Geringsten auf, was Charaktere zu sich nehmen, wenn es nicht gerade besonders wichtig ist. Wie der White Russian des Dude. Oder Julians Rum Cola bei den Trailer Park Boys. Aber seit ich selbst so viel Disziplin auf meine Ernährung verwende, irritieren mich solch offensichtlichen Märchen.

Der Mythos des „quirky white girl“, das sich mit Essen vollstopfen kann und trotzdem schlank und gesund bleibt, weil es eben den perfekten Metabolismus hat, ist einfach nur deprimierend für jeden, der sich zusammenreißen muss, die Packung Schokolade nicht auf einen Sitz wegzuatmen. Klar weiß ich, dass es eben nur das ist – ein Mythos. Und wie schon erwähnt, muss man bei Gilmore Girls nur genauer hinsehen um zu bemerken, dass sie eben nicht besonders viel essen. Zumindest nicht einmal ein Viertel dessen, was sie so in Dialogen behaupten.

Aber wer eben nicht genau hinsehen (will), kann daraus nur schließen, dass er/sie in der Genlotterie eben Pech hatte und immer dick bleiben wird. Dass die vier einzigen dicken Figuren der Serie nie irgendetwas essen (wenn sie auch gelegentlich Alkohol trinken), schlägt in die gleiche Kerbe. „Sie essen nichts und sind trotzdem dick – haben halt dicke Gene!“

Nicht cool, Serienschreiber.

Andererseits könnte natürlich jeder zu den selben Schlussfolgerungen kommen wie ich. Aber ob ich das geschafft hätte, bevor ich mich mit CICO, Makros und Muskelaufbau auseinandergesetzt habe?

Trotzdem genieße ich die Serie sehr. Ist wie so ein fluffiges Weißbrot. Und wenn ich damit durch bin, geht’s zurück zu Vollkornbrot in Form der dritten Expanse-Staffel. Oder Supernatural, um Moose in erwachsen sexy zu finden.

Ernährung

Die große anti-vegane Verschwörung

Natürlich sind Veganer nicht gerade zahlreich. Laut Wikipedia 0,1% in Deutschland. Da diese Zahl von 2008 ist, kann man vermutlich ein bisschen draufschlagen und landet dann wohl bei eventuell einem ganzen Prozent der Bevölkerung. Immer noch sehr wenig, weshalb ich vermutlich froh sein sollte, bisher so viel veganes Zeug gefunden zu haben, anstatt mich darüber zu beschweren, dass das Angebot an Sojajoghurt sich innerhalb eines halben Jahres geviertelt hat.

Denn darum geht’s mir: Aldi hat den Sojaghurt aus dem Programm genommen. Lidl hatte nie welchen, nun aber auch den leckeren, veganen Kokosjoghurt auslaufen lassen. Und Kaufland hat seine Sojaghurt-Eigenmarke ebenfalls eingestellt. Es gibt also nur noch genau eine Möglichkeit, vegane „Milch“produkte zu kaufen: das Alpro-Zeug beim Kaufland holen. Und da bin ich sehr zwiegespalten. Alpro gehört Danone und das sind ziemlich fiese Möppen, die man boykottieren sollte wo es nur geht.

Ich kann nur hoffen, dass Kaufland nur zeitweise Lieferengpässe hat und die Hausmarke wieder auftaucht. Nach drei Wochen ohne eine Sichtung im Kühlregal bin ich aber nicht übermäßig zuversichtlich.

Kommt hinzu, dass rein gesundheitlich bei mir keine positiven Veränderungen im Gegensatz zu vegetarischer Ernährung feststellbar sind. Der Anreiz, weiter Saltos zu machen, nur um vegan essen zu können, ist deshalb recht gering. Außer Skyr und Eiern hatte ich ja eh schon vorher eine vegane Ernährung und der Aufwand, diese beiden Produkte (von denen ich zumindest den Skyr/Sojaghurt jeden Tag in großen Mengen – 500 Gramm – verzehre) zuverlässig und ethisch vertretbar zu ersetzen, wird nun immer größer. Ständige Supermarkt-Odysseen sind ziemlich stressig.

Ich beobachte das mal noch ein paar Wochen und treffe dann eine Entscheidung. Ich merke aber, dass ich schon ziemlich sicher bin, wieder vegetarisch werden zu wollen. Meine vegane Ernährung macht mich nämlich wirklich problematisch, wenn ich mit Freunden unterwegs bin. Und dieses Gefühl mag ich gar nicht! Sie bemühen sich, mich das nicht spüren zu lassen, aber es ist ein Faktor, der immer berücksichtigt werden will. Und im Gegensatz zur Laktoseintoleranz der Waldnymphe ist meine Einschränkung völlig selbstgewählt und nicht mit einer Tablette zu umgehen. Vegetarische Gerichte gibt’s eigentlich überall, da findet man immer zumindest Haupt- und Nachspeise. Aber vegan … geringe Trefferquote. Falafelteller ohne Soße ist schlimm.

Naja, wie gesagt – ein paar Wochen. Vielleicht wendet sich alles zum Guten. Oder die gesundheitlichen Boni stellen sich doch noch ein. Oder Aldi macht eine Volte und hat wieder Sojaghurt.

Ach watt, Leben!, Ernährung

Es ist ja fast Weihnachten …

… weshalb ich jetzt endlich den Adventskalender für die Waldnymphe angefangen habe. Die Idee steht schon länger, aber ich habe es nicht geschafft, mich in den Hintern zu treten, auch den Griffel in die Hand zu nehmen.

Die Außenseite ist, wie man sehen kann, dieses Jahr sehr grafisch und so gut wie fertig. Aber das ist auch der einfache Teil. Die vierundzwanzig Einzelillus werden wieder eine herkulische Aufgabe, weil ich nebenher auch noch etliche andere Bilder machen muss/will. Na, aber ein Spaß wird es auf jeden Fall.

Das Wochenende war recht ruhig und es ging mir gut damit. Nur am Samstagabend waren wir in unserem Lieblingsrestaurant, um dessen 25-jähriges Bestehen mitzufeiern. Mehrere Gast-Sterneköche waren auch vor Ort und das Menü war dementsprechend erlesen. Man konnte in der Küche dabei sein und zu allem Fragen stellen. Schon sehr großartig.

Einzige Wehrmutstropfen: Eine Lifeband, die herumlief und an den Tischen spielte. Der Erklärfaun und ich konnten bis auf einmal in den Hof entkommen. Nicht, dass sie schlecht gespielt hätten. Im Gegenteil! Aber der volle Gastraum und dann noch eine laute Band … das war heftig. Zu heftig für mich. Als wir einmal nicht schnell genug reagiert haben, waren wir dann eingekesselt und mussten halt durch.

Und es gab bei mehreren Gängen nichts Vegetarisches. Vegan sogar überhaupt nichts. Ich konnte in der Küche dann aber vegetarische Varianten erbitten – der Herausforderung, Aromen und Textur auch ohne Fleisch zu erhalten, haben sich die Köche gern gestellt.

Wir haben interessante Leute kennen gelernt. Einen Winzergenossenschafts-Mann und eine Frau, die in den USA Alumniarbeit für Eliteunis macht. Neue Perspektiven und so.

Ansonsten, wie gesagt, nicht viel. Die Waldnymphe und ich haben zum ersten Mal in TESO einen vier-Mann-Dungeon zu zweit probiert und geschafft, ohne auch nur in Schweiß auszubrechen. Das hat uns mit immensem Stolz erfüllt. Ja, die Pros schaffen so etwas auch ganz allein – aber wir sind Feierabendzocker, die nur zweimal die Woche Dungeons angehen. Da ist das schon eine Leistung.

So, nun auf in die Woche. Ich habe von Kollegen A. einen Harry-Potter-Cakepop geschenkt bekommen, der beim Kindergeburtstag übriggeblieben war. Und, Schande über mich, ich habe den Golden Snitch-Cakepop für einen gelben Goblin mit Riesenohren gehalten. Na, fast erkannt. Hust.

Ach watt, Leben!, Ernährung

Von der Freiheit, blöd zu sein

Nicht vegetarisch: Werwolf.

Ich bin sozialistische Anarchistin (Bakunin und so). Ich bin mit einer Erzliberalen (man stelle sich eine Ayn Rand mit gesundem Menschenverstand vor … okay, dann wär’s nicht mehr Ayn Rand …) und einem Anarchokapitalisten (studierter Ökonom, harter Tobak!) zusammen. Das gibt viele spannende Diskussionen. Worin wir aber völlig eins sind, ist, dass wir staatliche Einmischung in moralische Entscheidungen mit absoluter Konsequenz ablehnen.

Kant ist und bleibt da die Leitlinie. Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Ich esse clean und derzeit sogar vegan, mache jeden Tag Sport. Und würde mit Klauen und Zähnen das Recht eines erwachsenen Menschen verteidigen, sich von Chicken Nuggets und Mountain Dew zu ernähren und bewegungslos auf der Couch zu einem dreihundert-Kilo-Pfannkuchen anzuwachsen, der mit vierzig an Diabetes stirbt. Ich kann dem Typen sagen, dass es vielleicht gesünder wäre, anders zu leben, aber sobald ich ihn zu seinem Glück zwingen will, bin ich zum paternalistischen Besserwisser mutiert und sollte mich sofort zur Strafe auf die stille Treppe für Proto-Faschos setzen.

Woher dieser Ausbruch?

Ich habe derzeit eine kleine aber erhellende Diskussion mit Katrin vom „Ist das vegan oder kann das weg?“-Blog. Wegen dieses Artikels. Der mich direkt mit der Breitseite getroffen hat.

Man darf also aus moralischen Gründen Leuten, die Fleisch bestellt haben, Soja geben, ohne sie zu fragen, ob das okay ist oder es ihnen auch nur zu sagen. Umgekehrt geht es aber nicht, weil es moralisch wertiger ist, kein Fleisch zu essen. Öh. Uff. Zu viele Gedanken für eine Kommentarspalte. Deshalb ein ganzer Blogpost, während ich Fairtrade-Mini-Kollektivbauern-Kaffee mit Kokosmilch und Süßstoff trinke (Palmöl ist übrigens mittlerweile nicht mehr so schlimm wie Soja. Für die Umwelt. Wegen Flächennutzung und so. Sagt sogar der WWF. Was soll man in dieser Welt der ständigen shifts nur noch tun?).

Also. Absolute Moral. Das führt mich dann doch zu sehr in Richtung Warhammer. Burn the heretic. Kill the mutant. Purge the unclean.

Wer setzt fest, was moralisch richtig ist? Was ist noch erlaubt? Wir nehmen der Frau dort das Auto weg, soll sie halt morgens um fünf die zwanzig Kilometer zur Arbeit durch den Wald mit dem Fahrrad fahren. Weil es moralisch richtiger ist. Wir füttern dem Muslim Schweinefleisch, weil Rinder einen so viel größeren CO2-Fußabdruck hinterlassen. Ist moralisch richtig. Patientenverfügung? Nein, wir wissen es moralisch besser. Wir verbieten die Pille danach, weil das ja nach unserer Definition auch schon im Vierzellstadium Leben und damit moralisch richtig ist ….

Ja, ich fahre eine steile Argumentationskurve. Aber mir stellen sich eben alle Haare, wenn jemand für sich die moralische Oberhoheit beansprucht.

Moral ist nicht Ethik.

Moral ist persönlich.

Moral will erarbeitet werden.

Moral kann nicht von außen kommen.

Ich wünsche mir auch eine Welt mit sehr geringem Fleischkonsum (im Sinne nachhaltiger Flächennutzung kann man auf Viehhaltung in manchen Regionen nicht völlig verzichten, das ist hinreichend belegt. Z.B. hier, hier oder hier nachzulesen), mit Kleinbauernkollektiven, sportlich-aktiven Menschen und Deadpool als UN-Maskottchen. Aber das erreiche ich nicht durch Zwang.

Ich kann mir den Mund fusselig reden. Ich kann Alternativen aufzeigen. Ich kann Beispiele geben. Ich kann es dem Gegenüber niedrigschwellig machen, in dem ich mich eben nicht auf ein hohes Ross setze. Ich bin Vegetarierin geworden, weil ich mir Statistiken zu CO2 und Wasserverbrauch angesehen habe. Nicht, weil Küken flauschig sind. Damit hätte man mich als Landkind nie bekommen. Ich brauchte harte Fakten. Die habe ich bekommen.

Vegan bin ich jetzt, weil ich sehen will, wie mein Körper damit zurechtkommt. Ich glaube immer noch nicht an traurige Kühe.

Soll heißen: Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Nicht dort, wo man sie gern hätte. Und schon gar nicht gegen ihren Willen. Menschen zu erzählen, dass man sie zu ihrem Glück zwingen muss, weil sie offenbar zu dumm/moralisch unterentwickelt sind, um das Licht zu sehen, führt nur zu Abwehrreaktionen, die schlimmstenfalls der um sich greifenden Expertenskepsis Vorschub leisten. Und das kann ja nun wirklich niemand wollen.

Conclusio: Ich halte niemanden für eine solch gefestigte Autorität, anderen Leuten ihr Leben vorschreiben zu können. Man kann Wissen anbieten, hat aber kein Recht, Leute damit wie Stopfgänse zu nudeln.

Danke an Katrin für die Anregung, mich mit meinen Werten und Motiven auseinanderzusetzen. Auch wenn mich dieser Artikel gegen den Strich gebürstet hat, mag ich doch etliche der Beiträge, die praktische Dinge enthalten. Sehr!