Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung

Die Madame versus die French Press

Ich habe nichts an meiner Technik verändert und trotzdem schmeckt derzeit der Kaffee aus der French Press viel zu geröstet. Nicht bitter, nicht sauer … nur irgendwie echt verbrannt. Das mag ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was ich falsch mache und das Internet bleibt leider stumm, wenn ich diese Fehlermeldung suche. Ich habe auch die Kaffeesorten durchgewechselt, aber es wurde nie anders. Muss also an mir liegen. Beziehungsweise an meiner Technik. Bisher gebe ich für einen dreiviertel Liter Kaffee zwölf Löffel Kaffee in die Press, koche das Wasser auf, lasse es dann eine halbe Minute stehen, gieße es drüber, setze den Deckel auf und drücke leicht nach unten, damit das Pulver ganz im Wasser ist. Nach vier Minuten drücke ich ganz herunter und gieße den Kaffee aus. Also ganz nach Idealvorgabe.

Eventuell hole ich mir mal so einen Filterkaffeeaufsatz und vergleiche, wie sich das in der Gegenüberstellung verhält. Was tut man nicht alles für sinnvollen Kaffee!

Ich brauche morgens mittlerweile Koffein, um bis mittags gut durchzuhalten. Man wird halt älter.

Apropos Kaffee: Das Wochenende war großartig. Ich konnte sowohl die Vanilla-Pumpkin-Spice Körpercreme, als auch einen großen Becher Pumpkin Spice Latte erwerben. Letzteres im mitgebrachten eigenen Thermobecher. Das erste Mal ausprobiert. Kostet tatsächlich weniger, macht weniger Müll und sie tun das, ohne mit der Wimper zu zucken. Feine Sache. Werde ich ab jetzt immer machen. Ich bin zwar nur einmal alle zwei Monate beim Kaffeeverscherbler, aber da schaffe ich es bestimmt, daran zu denken, den Becher in den Rucksack zu packen.

Außerdem hat die Waldnymphe mir Pumpkin Pie gebacken. Hatte ich noch nie und war davon entzückt. Ganz tolle Sache! Vorher gab es Voller Napfs Jambalaya (ich musste Wurst aussortieren, auf die sich dann die umsitzenden Geier gestürzt haben). Und dann jede Menge Mage-Spielen.

Außerdem Pinguingucken im Park, weil Spielefest. Und Kollegen-beim-Arbeiten-zusehen. Allerdings nur kurz, weil Samstags die Straßenbahnen und Regionalbahnen ziemlich bescheidene Fahrzeiten haben. Echt jetzt – ich lasse das Auto gern stehen, weil ich mit großer Freude öffentliche Verkehrsmittel nutze. Wenn ich aber selbst Samstag Vor/Mittags nur einmal pro Stunde eine Bahn habe, macht das unnötigen Stress!

Wir sind angeblich eine Metropolregion, drei Großstädte aufeinander, ein Flugplatz, die wichtigsten Autobahnen, zwei ICE-Haltestellen … aber Regionalverkehr ist Mist.

Advertisements
Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training, Weniger

Die Culinary Diversity-Wölfe sind mit Chili viel zu schnell satt

Druck

Das hätte ich nicht gedacht – aber die Portion Chili, die ich für mein Abendessen geplant hatte, reicht tatsächlich für zwei Mal! Ich bin Volumenesserin und deshalb immer erstaunt, wenn ich von kleinen Dingen satt werden kann. Das schaffen normalerweise auch nur Seattler-Kaffee-Verscherbler-Muffins, die ziegelsteinschwer auffüllen. Aber diesmal auch das Chili. Liegt vermutlich an den Bohnen. Ich esse selten Hülsenfrüchte.

Und es war sehr, sehr wohlschmeckend! Für 375 Kalorien habe ich ein gesundes Abendessen bekommen. Mit genug Protein, mit sehr wenig kurzkettigen Kohlenhydraten (ich bin immer noch wegen der Insulinresistenz-Diabetes-Drohkulisse der Gyn verärgert) und ich gewöhne mir sogar statt Nachtisch (früher Obst oder Joghurt) eine Tasse kaffeeähnliches Heißgetränk an.

Zucchini und Sojaschnitzel als Basis, Tomaten und Bohnen dazu.

View this post on Instagram

Chili sin Carne. #vegan #vegetarisch #vegetarian #chili

A post shared by B.S. (@pinkpointypony) on

Langsam sollte das doch reichen, um keine Diabetes zu bekommen! Ich habe einen BMI von 22,3, einen Körperfettanteil von 24%, trainiere dreimal die Woche, mache jeden Tag Bodyweight-Morgensport … ach, ich lasse mich einfach zu sehr verunsichern.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich am Samstag in die Stadt gehen und mir die Vanilla-Pumpkin-Spice-Sachen vom tierfreundlichen Kosmetikladen kaufen will, auf ein ebensolches Heißgetränk hoffe (ja, da bin ich ganz „basic white bitch“. Ich mag das Zeug!), das Spielefest meines Arbeitgebers besuchen werde (yay, kostenlos in den Park! Pinguine und Schuhschnäbel ansehen!), später die Liebsten und die Gang zum Magespielen treffe und generell viel in Bewegung sein werde.

Mein Samstagstraining möchte ich deshalb auf Heute vorziehen. Ist eigentlich problemlos. Aber als ich gestern im Gym war hat mir die Frau an der Theke zum Abschied „ein schönes Wochenende“ gewünscht. Für normale Menschen kein Problem. Für Angstkranke ein Stressding. Weil – ich komme doch vor dem Wochenende nochmal hin.

Nein, das ist nicht logisch oder nachvollziehbar. Aber wenn es das wäre, wäre ich ja auch gesund.

(Wer sich über die Umschreibungen für die Geschäfte, in denen ich Dinge kaufen will, wundert: Seit Neuestem kann man auch abgemahnt werden, wenn man nur Namen nennt, ohne etwas dafür bekommen zu haben. Ist Instagram-Leuten schon passiert. Klar, ich bin nicht in deren 50.000-Follower-Sphären unterwegs und habe auch keine „richtige“ Werbung im Blog, die man verwechseln könnte. Und eine angestellte Produktmanagerin sowieso nicht. Aber derzeit führt Europa Krieg gegen Internetnutzer, da traue ich denen alles zu und bin erst einmal vorsichtig!)

Ach watt, Leben!, Ernährung

Doktoren und Fettlogik. Großes WTF …

Freizeitbeschäftigung derzeit immer noch: WoW. Dschungel ist toll!

Ich war ein paar Tage stressbedingt krank und hatte dann einen Krebsvorsorgetermin. Ersteres hat mit Zweiterem nichts zu tun, erklärt aber die ominöse Stille hier im Tagebuchblog.

Jedenfalls – Krebsvorsorge. Wichtig.

Und normalerweise auch angenehm (relativ. Nicht körperlich aber vom Umgang her), weil meine Gyn eigentlich bisher immer fettlogikfrei war. Doch gestern bekam ich plötzlich die ganze Kelle. Ich habe PCOS und nehme dafür eine Sorte Pille, die mir die fehlenden Hormone gibt. Als ich nun nach einer Alternative fragte, die mir vielleicht auch den lästigen Zyklus eliminieren könnte, bekam ich zu hören, dass das nicht ginge. Alles fein. Aber dann … denn würde ich diese Pille absetzen würde ich dank PCOS wieder stark zunehmen. Ääääähhh. Wat? Zwingt mich der Gendefekt dann zum Essen? Oder verliere ich jede Selbstbeherrschung?

Nein, das wäre halt so. Wegen der Insulinresistenz. Denn das würde den Stoffwechsel beeinflussen (Punkte für maximale Vagueness). Und überhaupt sollte ich mit den Kohlenhydraten vorsichtig sein. Ja. Bin ich. Aber ich esse wohl für ihren Geschmack zu viel Gemüse (Kohlenhydrate!) und es wäre gut, wenn ich zum Fleischessen zurückkehren würde.

Nochmal: Ääääähh?

Ich glaube, das lege ich unter „Ärzte sind keine Ernährungsberater“ ab und esse weiter mein Pseudo-lowcarb. Ich denke, trotz des vielen Gemüses bin ich auf der sicheren Seite, da ich schließlich genug Milchprodukte und Eier esse, um auf mein Protein zu kommen (ja, ja pflanzliches Protein … aber die Proteinbomben im Gemüsebereich haben mir zu viele Kalorien). Die meisten Leute haben vermutlich weniger als meine 1,6 bis 2 Gramm pro Kilo Körpergewicht!

Ich frage mich, ob ich irgendwie bestimmen lassen kann, ob ich wirklich so insulinresistent bin. Dann hätte ich Argumente. Und schlimmstenfalls hat die Ärztin recht und ich muss eben wieder Fleisch essen. Es gibt eine Straße weiter eine Metzgerei, die lokal und auf der Weide aufgezogene Tiere schlachtet. Also ganz meine Kriterien. Aber eben dementsprechend teuer. Das kann ich mir eigentlich nicht oft leisten. Bisher leiste ich es mir halt gar nicht.

Mal mit dem Hausarzt sprechen.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung

Haut und Ernährung

Man hört ja oft, dass man die Gesundheit seiner Haut mittels Lebensmitteln positiv oder negativ beeinflusst. Natürlich machen tolle Sachen wie eine vollwertige, pflanzliche Ernährung und viel Wasser eine Haut wie ein Babypopo, während Schokolade, Alkohol und Zucker einen zurück in die Pubertät katapultieren.

Ich hoffe, mein Körper bekommt dieses Memo auch bald mal.

Seit vorgestern habe ich Pickel wie doof. Und ich habe nicht angefangen, mich von Burgern und künstlichen Aromastoffen zu ernähren. Immer noch hauptsächlich Kürbis, Tomaten, Skyr, Haferflocken, Kokosmehl, Beeren, Gelberüben und Zucchini.

Es bleibt also rätselhaft und unangenehm. Zum Glück habe ich mir am Samstag im Body Shop Teebaumöl-Lotion-Zeug gekauft, das soll ja auch grandios gegen Pickel helfen.

Ansonsten ist mein Auto jetzt in der nicht-mehr-so-vertrauenswürdigen-VW-Werkstatt und ich hoffe, sie machen es nicht kaputt, sondern nur eine Inspektion. Aber so verschreckt wie der Typ gestern aussah, als ich die Karre abgab, hat Vatereinheit genug Eindruck hinterlassen, dass sie mich nicht mehr bescheißen wollen. Hoffe ich. Denn dann müsste ich wirklich wechseln und die nächste VW-Vertragswerkstatt ist zwei Orte weiter, was „abgeben und heimlaufen“ aufwändiger machen würde, als ich es gern hätte!

Abends war wie jeden Montag TESO-Dungeonabend. Macht mir im Moment nicht gar so viel Spaß wie früher, weil ich lieber WoW zocken möchte. Aber Zeit mit Freunden verbringen ist natürlich auch schön. Wenn auch J3 eine zunehmende Tendenz zum Mansplaining zeigt, die von den anderen unterstützt wird und mich etwas ärgerlich macht. Aber natürlich sage ich mal wieder nix, weil ich so konfliktscheu bin. Stattdessen lasse ich mir meine Klasse erklären und bin still. Fuck.

Egal. Ich hole mir MMO-Spaß bei WoW, TESO ist derzeit nur Datenight mit der Waldnymphe.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Kleine Siege und Spannung

Zeichentechnisch immer noch voll im WoW-Wahn.

Körperbild ist bei mir ja immer so eine Sache. Ich tue mir unendlich schwer damit, Klamotten im Internet zu bestellen, da ich absolut sicher bin, dass sie mir zu klein sein werden. Egal, welche Größe ich bestelle. Denn ich kann ja keinesfalls ein „S“ tragen. Oder eine 29/30er Jeans. Geht überhaupt nicht! Würde ich niemals reinpassen! Dass ich genau solche Jeans gerade anhabe, blende ich als statistische Unschärfe völlig aus. Und dass mir die 29er Short von EMP zu groß ist, ist nur der Beweis, dass mir Hosen in 29 nie passen können, weil offensichtlich alle Maßangaben ausgewürfelt werden.

Wie man sieht: Gerade genug Logik im Wahnsinn, um die Verunsicherung auf solide Füße zu stellen. Außerdem muss ich mir bei H&M Kleider immer in 38 oder 40 kaufen, weil sie sonst um Brust und Schultern zu eng sind. Also kann „S“ ja wohl schon mal gar nicht sein. We are all mad here …

Trotzdem habe ich es gewagt, und mir zwei lange Hosen für den Herbst bei EMP bestellt. Eine davon mutig in 29. Ich hoffe, sie passt. Weil sie zwei unterschiedlich farbige Hosenbeine hat (ich weiß nicht, wie man den „Mipati“ gesprochenen Ausdruck schreibt … Scham und Elend!) und ich das sehr liebe. Die andere in 30, weil ich ein feiges Huhn bin.

Jedenfalls hat DHL das Paket für heute angekündigt und die Spannung erreicht den Siedepunkt!

Gestern habe ich erfolgreich dem Pull der Sucht widerstanden. Ich hatte mir an irgendetwas leicht den Magen verdorben (ich habe die Chilisauce im Verdacht. Aber zur Sicherheit lasse ich heute auch mal den Obstkorb auf der Arbeit in Ruhe) und damit die perfekte Ausrede, statt zum Training zu gehen, lieber WoW zu zocken. Aber ich war vernünftig. Sagte mir, dass ich diese Woche sowieso nicht so viel Sport machen könnte, wie ich eigentlich will und dann habe ich eben den Rucksack geschnappt und bin zum Gym geradelt. Wo ich mit dem prinzipiell sehr angenehmen Anblick von Man-Bun Man belohnt wurde, der still vor sich hin trainierte.

Hinterher konnte ich trotzdem noch eine Stunde zocken. Win – Win.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe haben Weihnachten. Bald!

Druck

Unter dreißig Grad, es wurde Zeit für Plätzchen! Die Waldnymphe liebt es, zu backen. Isst aber nicht gerne Backwaren. Perfekte Kombination, da ich nicht gerne backe, aber Kuchen, Torten, Kekse immer verzehren kann. Wir haben die Netflix-Serie „Sugar Rush“ angesehen (natürlich nur ein paar Folgen) und nun habe ich einen Wunschzettel, den ich nach und nach serviert bekommen werde. Pumpkin Pie, Key Lime Pie und Cupcakes mit Peanutbutter Frosting. Eventuell eine Pavlova. Bis auf Cupcakes kenne ich das Zeug alles noch nicht. Das wird spannend und in der Woche davor ein gutes Defizit erfordern!

Die Plätzchen diesmal waren aber nahezu brav: Sie hat die Zuckermenge stark reduziert, was dem Ganzen gutgetan hat. Haselnussplätzchen!

Ich habe einen ganzen Beutel voll bekommen und ihn mit auf die Arbeit genommen, wo wir die Goodies langsam aber stetig verzehren.

Ansonsten läuft es vor sich hin. Vatereinheit hat der Autowerkstatt erklärt, dass sie jemand anderen verarschen könne; ein Gewinde an der Ölwanne nicht „einfach so, ist Verschleiß“ kaputtgeht, wenn man nicht mit der Stahlschraube darin herumwürgt und weil er laut und überzeugend war, muss ich keine neue Ölwanne bezahlen. Kollateralschaden ist natürlich, dass ich nun keinerlei Vertrauen mehr in diese Werkstatt habe, dort nur noch Inspektion machen werde (weil ich nur einen Kilometer bis dorthin laufen muss) und bei größeren Dingen definitiv woanders hingehen werde. Und beim nächsten Auto von vorneherein eine andere Werkstatt suchen werde. Tja. So vergrault man langjährige Kunden mit nur einem Dickmove.

Ich habe den Verdacht, das haben sie sich nur getraut, weil ich eine Frau bin. Der kann man ja eben mal 300 Euro für eigene Fehler unterjubeln. Die sagt schon nix.

Pech. Sie hätten ehrlich zu mir sein können, dann wäre das ganz schnell vorbei gewesen. Stattdessen waren sie heimtückisch, wollten mich bescheißen, weshalb ich Angry-Dad-Man losschicken musste und dann wurde es eben gerecht zornig und langwierig. Kein Mitleid.

Ich bin derzeit sehr produktiv. Jeden Tag neben der Arbeit auch noch eine Zeichnung/komplette Illu. Ein sehr schöner Zustand, den ich auskosten werde, so lange er anhält!

Heute Abend hoffe ich auf Training. Geplant ist es auf jeden Fall, aber ich fühle mich schon seit drei Tagen irgendwie grippig und weiß nicht, ob Sport in diesem Fall hilft oder schadet. Das entscheide ich heute Abend spontan. Da ich Samstag nicht trainieren kann, weil wir den kompletten Tag in Mannheim sein werden, möchte ich unter der Woche so oft ins Gym, wie es geht.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Suchtanfällig

Die Abkühlung kam noch nicht ganz an. Bei mir in der Wohnung sind’s immer noch dreißig Grad, trotz die ganze Nacht offenen Fenstern. Deshalb konnte ich mich noch nicht zu langen Hosen durchringen und habe den Kompromiss „Hotpants mit Leggins“ geschlossen. Auch nicht zu kalt. Und statt Tanktop normales T-Shirt. Am Wochenende muss dann aber wohl doch mindestens ein Jäckchen dazukommen.

Ich fürchte, ich bin tatsächlich leicht abhängig zu machen. Nicht von Alkohol (schmeckt nicht), Zigaretten (stinken) oder Drogen (triggern nur heftige Panikattacken, das macht keinen Spaß), aber Dinge, die ich genieße, muss ich bis zum Exzess und über die Schmerzgrenze hinaus haben. Und bis zur sozialen Isolation.

Was Essen angeht, bin ich da vermutlich mit den meisten (Ex-)Übergewichtigen in guter Gesellschaft. Zu viel Essen betäubt auf angenehme Weise und gutes Essen ist auch in größeren Mengen ein Genuss. Zwar merke ich, dass mir (billige) Schokolade tatsächlich nicht mehr so gut schmeckt wie früher (das fettige Mundgefühl stört mich mittlerweile ein wenig), aber das hindert mich nicht daran, alle Schokolade aufzuessen, die ich habe. Weshalb ich eben keine habe. Lässt sich also umgehen.

Inzwischen bin ich eine der Personen, die völlig ungewollt den Mythos „kann alles essen und nimmt trotzdem nicht zu“ erzeugt. Denn ich esse in Gesellschaft wie der letzte Mensch: Fett, Zucker, Salz, Weißmehl in Unmengen. Da geht gern mal ein komplettes Tagesbudget an einem Nachmittag oder Abend rein. Dass ich zu Hause keine Süßigkeiten oder Backwaren habe und unter der Woche wenig esse und viel Sport mache, sieht man von außen natürlich nicht.

Früher, als ich noch dick war, habe ich genauso gegessen. Aber eben zu Hause auch.

Diese Suchtbaustelle habe ich also einigermaßen im Griff. Sie ist noch da und ich muss beim Einkaufen sehr aufpassen. Besonders der Samstagmorgen-Einkauf nach dem Sport (da komme ich im Prollo-Kaufland vorbei, um all’ das zu kaufen, was es beim Lidl nicht gibt) ist problematisch. Nach dem Training habe ich Appetit und dann umgibt mich im Laden regalweise Süßkram … schwierig!

Aber prinzipiell läuft es da. Mit Stolperern, aber ich bleibe zäh.

Bleiben noch die Süchte, die so gut mit meiner Angsterkrankung Hand in Hand gehen.

Ich liebe MMOs. Nicht, dass ich dort außer mit Freunden Gruppencontent machen würde – aber ich kann mich stunden-, tage- und wochenlang in diesen riesigen Welten verlieren. Ganz für mich sein und nicht aus dem Haus gehen.

Als meine Angst/Depressionskombi auf dem Höhepunkt war, lief jedes Wochenende so ab: Freitagmittag einkaufen, heimkommen, Computer einschalten und abtauchen. Montags dann wieder zur Arbeit. Ich habe mehr als 48 Stunden meine Wohnung nicht verlassen. Regelmäßig. Und Freunde angelogen und abgewiesen, nur um so zurückgezogen sein zu können.

Ist zum Glück vorbei. Therapie und ein stabiles, helfendes Umfeld haben mich gerettet. Nicht, dass ich jetzt eine Partysau wäre (der Erklärfaun und ich haben das Credo: Die echte Party ist immer in der Küche!) und nicht, dass nicht jede Verabredung und jeder Termin eine Anstrengung und Herausforderung wären … aber ich nehme sie an. Ich pflege Freundschaften und verlasse meine Comfort Zone.

Und dann kommt Blizzard mit einer Hammer-Erweiterung für WoW um die Ecke und plötzlich ist wieder 2005 und ich suche in den Barrens Mankriks Frau (wer diesen Uralt-Witz versteht, war damals dabei!). Ich ertappe mich, wie ich eine durch Stau um eine halbe Stunde verlängerte Heimfahrt als Grund nutze, statt ins Training lieber nach Azeroth zu gehen. Nicht gut!

Ich muss mich sehr beobachten und an der Leine halten, um nicht wieder völlig im Spiel zu versinken. Mir ständig sagen „läuft nicht weg, das kannst Du auch nächste Woche/nächsten Monat noch machen“.

Methadon ist, dass ich meine Charaktere zeichne. Lenkt ab, ist kreativ. Und ich werde dieses Wochenende nicht zu Hause sitzen. Ich werde mit den Liebsten Qualitätsfreitag haben, Sport machen, Mealpreppen, Warhammer Killteam spielen, Pizzabrot essen (viel besser als Pizza!) und Werewolf spielen.

Ich werde am Sonntag auch ein wenig alte Trollruinen erforschen oder Cthulhu-eske Kulte zerschlagen – aber eben nur ein wenig. Ich schaffe das!

Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Stolperbanane

Gestern hatte ich aus unerfindlichen Gründen geradezu wölfischen Hunger. Alles normal, ich habe keinen Sport gemacht (außer das tägliche Morgenbodyweight, natürlich), das selbe gleiche gegessen wie den Tag zuvor und trotzdem … ich hätte ein halbes Schwein auf Toast fressen können! Keine Ahnung, was da los war. Tobende Hormone? Sich ankündigender Wetterwechsel?

Dennoch habe ich die vom Meeting übriggebliebenen Käsebrötchen/Schokocroissants (ja, der Verlag füttert seine Gäste gut!), mit denen Empfangslady C. herumging, ausgeschlagen. Hätte mich nur hungriger gemacht. Aber nach dem Abendessen bin ich dann doch eingeknickt und habe mir zwei kleine Bananen und ein Glas Kokosmilch reingefahren. Beim besten Willen nicht im Kalorien-Ballpark eines Schokocroissants oder eines belegten Brötchens … aber unnötig! Ich hatte auch ohne diesen Zusatz genug Nährstoffe. Ich habe mir also einfach so das feine 700er-Defizit um 250 Kalorien eingedampft, weil ich mich nicht beherrschen konnte. Echt jetzt, Bananas of Shame! So läuft das mit dem Cutting nicht und ich passe morgen nicht in meine langen Hosen.

Nein, das meine ich nicht ernst. Ich habe genug Hosen, in die ich passe. Und ob die beiden Skinnyjeans mir jemals wieder passen werden ist mit den Wadenmuskeln sowieso fraglich. Lieber Muskeln als Skinnyjeans.

Am Anfang, als ich gerade endlich, endlich mein Zielgewicht erreicht hatte, waren Skinnies eine feine Bestätigung und ich habe sie sehr genossen. Aber jetzt arbeite ich ja aktiv daran, einen runderen Hintern zu bekommen (Fuck yeah, Single Leg Glute Bridge!), weil es nicht mehr nur darum geht, dünn zu sein, sondern fit und gut bemuskelt wichtiger geworden ist.

Trotzdem ist es schwierig, da Abstriche zu machen. Aber es ist eine sehr eindeutige Kuchen/behalten/essen-Situation und ich habe meine Wahl getroffen. Die nicht jeder versteht. Eine Kollegin war sehr erstaunt, dass ich sagte, ich hätte nicht die Figur, eine Bolter Bitch zu cosplayen und konnte nicht verstehen, dass es nicht darum geht, in ein enges Kostüm reinzupassen, sondern darum, es ästhetisch auszufüllen.

Ich bin aber auch vermutlich mal wieder ein perfektionistisches Wrack.

Ganz davon ab, dass ich eh nie etwas cosplayen würde. Viel zu feige. Irgendwann eine Beskar’gam. Aber nur, weil ich sie haben will.

So, nun auf in den hoffentlich letzten zu heißen Tag, abends schön Training und dann eine Banane oder auch nicht. Oder diesen veganen Quark aus Kokosmilch mit Erdbeere. Der ist auch sehr lecker.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Kürbis, Muskeln, First-World-Problems

Immer noch im WoW-Fieber.

Generell läuft 2018 nicht so arg gut. Zwar war 2017 für mich so unglaublich schön, dass es sowieso nicht zu schlagen gewesen wäre, aber die Krankheit der Katze und viele kleine Dinge machen dieses Jahr nicht gerade zu einer harten Konkurrenz für 2017.

Butzel ist wie es scheint weiter auf dem Weg der Besserung – aber wann der nächste trotz-Medikamenten-Anfall kommt, kann eben niemand sagen. Dennoch versuche ich an dieser Front verhalten positiv zu sein. Dass Schwestereinheit auch noch gerade langsam Abschied von Peggy, ihrer 13 Jahre alten Gordon Setter-Mix-Hündin, nehmen muss, hilft aber nicht. Überall Schmerz.

Bei mir kam dann gestern noch dazu, dass die Glastür meiner Dusche aus den Angeln gebrochen ist. Ich habe es zum Glück gemerkt, bevor das teure Ding auf den Fliesen zerschellen konnte, muss aber nun ohne Tür duschen, bis das repariert ist. Hurra für Überflutung. Klar, das ist Pillepalle gegen kranke Tiere – aber es ist eben auch nicht gerade eine Auflockerung.

Training hingegen war wohltuend und ohne Schwierigkeiten. Ich bin ein wenig muffig, dass die Schulter derzeit sehr deutlich macht, dass Kraft-Ausdauer der Weg ist, den ich gehen sollte. Muskelaufbau mag sie nicht besonders. Immer, wenn ich zart versuche, auf „max weight, min rep“ zu gehen, jammert das Ding am nächsten Tag gar fürchterlich. Kraft-Ausdauer hingegen ist prima. Da geht die Schulter voll mit. Mühsam und so. Aber Delta-Gains für den Gewinn.

Ernährungstechnisch halte ich verbissen am Herbst fest. Kürbis/Tomatengemüse mit Skyr. Und dazu noch Skyrella oder Sojafrikadellen (Note to self: Sojagranulat fast alle. Neues kaufen). Kürbis. Butternut! Herbstlich orange, sättigend und schmeckt mir gut. Jetzt muss nur noch endlich Schluss mit dieser Sommerdürre sein. Leider sieht es ja wieder nur nach ein paar Tagen Atempause aus, bevor wir wieder Tatooine haben. Echt, mir langt’s.

Nun aber auf in Tag zwei der Patchouli-Wochen bei MacDonald’s. Hoffentlich nicht Wochen! Aber Tage. Seit gestern ist eine Spieleautorin zu Besuch, die Patchouli-Parfüm mag. Ich fühlte mich zunächst in meine Goth-Zeit zurückversetzt und wurde nostalgisch, aber als dann auch gnadenloses Durchlüften nur minimale Erleichterung brachte, wurde es problematisch.

Selbst als ich heute Morgen ankam, war der Geruch noch da! Ich bin gespannt, ob Tag zwei das noch steigern kann! Außerdem ist die Dame wunderbar bizarr gekleidet. Sie ist Amerikanerin, um die Siebzig und trug gestern ein schwarz-gelb-gemustertes Hawaii-Hemd und eine Strass-Basecap. Großes Entzücken! Ich hoffe ja, auch einmal eine groteske Dame werden zu können, fürchte aber, nicht den Mut und die Gravitas mitzubringen. Ich finde sie toll!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

Body-Egalness, Oberschenkel-Edition

Body-Egalness ist ja mein großes Ziel. Soweit kommen, dass ich „joarrr, okay“ zu meinem Körper sagen kann. Ich werde ihn, egal, was man mir verspricht, mit ziemlicher Sicherheit nie lieben oder in seiner Gesamtheit schön finden. Aber Egalness wäre schon toll.

Und nun hat mir die Hitzewelle Oberschenkel-Egalness beschert!

Ich mag eigentlich wenig an der derzeitigen Wetterlage. Außer das Spätsommer-Grillenkonzert. In der bepflanzten Verkehrsinsel-Einbuchtung vor unserem Haus wohnen etliche Grillen und die können Spätabends wirklich laut werden. Auf gute Weise. Sehr hübsches Augustfeeling. Wie in so einem Anime.

Aber ansonsten … nicht sehr angenehm. Ich bin froh, in Auto und im Verlag Klimaanlage zu haben. Trotzdem muss man sich maximal angepasst anziehen. Weshalb ich derzeit praktisch ständig diverse Kombinationen von „Tanktop und Hotpants“ spazieren führe. Und das ist eine ziemliche Leistung, weil ich schlimme Oberschenkel habe. Sehr schlimme Oberschenkel.

Egal wie viel Muskelmasse dazukommt – sie bleiben unförmig und klumpig. Irgendwie sitzen da Fettreste, die ich einfach nicht loswerde, wie sehr ich auch cutte. Vielleicht braucht es einfach nur noch einmal ein halbes Jahr, was weiß ich. Aber derzeit habe ich echt in meinen Augen unmögliche Oberschenkel.

Aber Eitelkeit ist eine Sache, 39,5 Grad auf dem Autothermometer eine andere. Irgendwann kommt man ins Scheißegal-Mindset und das isses dann. Body-Egalness!

Ansonsten? Ich darf bei Butzel eine Sorte Tabletten weglassen. Nun also nur noch je eine halbe Luminalette morgens und abends. Ich hoffe, das klappt. Ich beobachte nun bangend, ob Anfälle ausbleiben. Die Elterneinheiten haben gestern Abend gezeigt bekommen, wie man diese Tabletten verabreicht und sind nun gerüstet, wenn ich nächste Woche abends ein paar Mal nicht da bin.

Außerdem? Heute noch einmal bei Extremtemperaturen Sport. Einerseits natürlich große Vorfreude auf den angekündigten Temperatursturz, andererseits ist es derzeit immer so wunderbar leer im Gym. Ach, irgendwas ist immer!