Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Energie und so

Positiv zu vermerken: Ich habe kein Down bekommen. Im Gegenteil – mir geht es außergewöhnlich gut. Ein wenig hyperaktiv aber ich schlafe wie ein Stein und komme gut klar. Trotzdem … nicht nochmal!

Nach dem fröhlichen Geldausgeben gestern (fast vierhundert Euro für neue Bremsen. Ich sehe die Notwendigkeit ein, bin aber dennoch nicht begeistert darüber) jetzt auf in die Restarbeitswoche. Und in den Pausen Weiterwursteln am Geburtstagsgeschenk für den Erklärfaun. Siehe oben. Das Grobgerüst steht. Wie immer beginne ich mit der Ausarbeitung im Gesicht. Denn wenn mir das in die Hose geht, kann ich den Rest in die Tonne treten. Ist nur eine persönliche Marotte.

Aber das Gesicht ist so, wie ich es geplant hatte. Das klingt frankensteinig. „Wie seine Eltern es zufällig hinbekommen haben“ ist aber auch nicht besser. Nennen wir’s „grob ähnlich“. So.

Heute habe ich wieder Physio und ich werde wieder Training dranhängen. Gestern war Spocht eher mühsam (gefühlt), weil die frühen Wochentags-Morgende offenbar völlig den Rentnern gehören und die nur ungern die Geräte teilen, auf denen sie sitzen. Das war unnötig giftig. Aber stimmt leider auffallend oft. Man sitzt auf gegenüberliegenden Geräten und ratscht in aller Ruhe. Das ist eher soziales Gathering als Training. Die kennen sich alle und ich kann froh sein, dass ich nicht als „Fremde“ mit Fackeln und Mistgabeln aus dem Gym gejagt werde. Deshalb freue ich mich auf heute Abend, wenn eher die Eisenjungs und die hektisch-getriebenen Berufstätigen dort sind. Schön unpersönlich!

Ich habe den Fehler gemacht, mein Running System beim Essen unnötig zu verändern. Ich dachte, ich bräuchte mal anderes Gemüse. Und nun habe ich bei gleicher Kalorienzahl mehr Hunger. Weil ich die Kartoffeln ersetzt habe. Aus schlechtem Low-Carb-Gewissen. Das war nicht so schlau. Ich brauche Sättigungsbeilage. Und Tofu bekommt das nicht so gut hin wie Kartoffeln. Na gut, gelernt. Diese Woche werden die Zucchini und der Tofu aufgegessen, ich knurre vor mich hin und nächste Woche wieder Gin und Kartoffel-Party! (Ohne Gin) Ich bin eben doch Textbook-Fianna.

Ich habe eine Einladung zu Glitch Mob im November und bin unschlüssig. Einerseits hätte ich Lust, andererseits ist es unter der Woche, was den nächsten Tag zu Zwangsurlaub machen würde und dann noch die Tatsache, dass ich Livekonzerte eigentlich gar nicht mag. Aber ein Abend mit Freunden … ach, irgendwas ist immer!

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Ach watt, Leben!, Training

Ideen und Kleinigkeiten

Val und Finn in superbunt!

Das Training war sehr schön und sehr ergiebig. Ich fühlte mich danach großartig und gar nicht so hektisch, wie ich befürchtet hatte. Und die Schulter wird wirklich langsam aber stetig besser. Es ist natürlich peinlich, mit was für niedrigen Gewichten ich im Schulter/Arm/Brustbereich unterwegs sein darf – aber das ist ja hoffentlich nicht für immer!

Erstaunliches Erlebnis: Ich habe gerade vor mich hin die Schulter gedehnt, als eine Frau vor mir ihr Telefon auf eine der Bänke legte. Nicht bemerkenswert? Generell natürlich nicht. Aber es war ein Nokia 3310! Dieses Ding ist gerade volljährig geworden, darf also selbst wählen, statt dass auf ihm gewählt wird … Echt jetzt – dafür gibt es noch Sim-Karten? Der Vorteil ist zweifellos, dass man es nur einmal alle zwei Wochen aufladen muss. Was aber mit daran liegt, dass man damit nichts mehr tun kann! Wer außer Ärzten und Werkstätten versendet noch SMS? Oder das ist wieder so ein Hipster-Ding. Retro-Telefone. Nach Erster Weltkriegs-Bart mit Zweiter Weltkriegs-Frisur und Gründerzeit-Hosenträgern kommen nun Alt-Telefone. Vermutlich hat man dann zu hause auch einen Wählscheibenapparat mit extradickem, kurzem Kabel. Damit hätte sich Max Goldts Vorhersage komplett erfüllt. Kultureller Backlash.

Weitere Kleinigkeit. Meine „blinde, sessile Katze, die nicht springen kann“ kam heute, als ich gerade vor ihrer Futterschale in der Hocke war und herumgeworfene Trockenfutterbrocken wieder einsortiert habe, aus dem Bad geschossen und sprang mir auf die Schulter. Es war nicht unendlich elegant und sie musste sich auch stark mit den Krallen festhalten (da machste nix) aber prinzipiell war das schon sehr geplant und gezielt.

Und als Idee kam mir, was ich dem Erklärfaun zum Geburtstag (oder zu Weihnachten. Sein runder Geburtstag scheint ihn eher sauer zu machen) schenken will. Er bekommt ein Portrait von sich als Warhammer Inquisitor. Damit es auch im richtigen Stil und ordentlich gothic-opulent wird, brauche ich wohl einiges an Zeit dafür. Aber die Idee ist es mir wert. Dumm nur, dass die Kollegin C. wieder im Krankenhaus ist und wir wieder auf unbestimmte Zeit die Arbeit von drei Leuten zu zweit machen müssen und ich deshalb kreativ vermutlich schon auf der Arbeit so ausbrennen werde, dass ich privat nichts mehr auf die Kette bekomme. Hoffentlich artet das nicht wieder in Stress aus. Ach, was mache ich mir vor. Natürlich wird es das!

Oder ich sehe zu schwarz und sie ist bald wieder da und alles wird völlig glatt und harmlos seinen Gang gehen!

Nun auf in ein Wochenende mit Nichtgeburtstag-Essen im Neo (einmal im Jahr feiern wir mit den dreien aus der Villa Kunterbunt gesammelt unsere Nichtgeburtstage mit fein Essengehen. Dass nächste Woche zufällig mein echter Geburtstag ist, tut nichts zur Sache), mit Black Panther schauen und mit dem hoffentlich total abgefahrenen Aquasonic-Konzert!

Ernährung, Training, Weniger

Wassereinlagerungen und Wicked Abs

Seit ich mich nicht mehr wiege, sondern nach Spiegel und Klamottensitz gehe, bekomme ich Wassereinlagerungen weniger mit. Zwar schon und es ist immer noch blöd – aber es macht mich nicht mehr so wütend. Gestern Nacht bin ich vermutlich zwei Liter Wasser losgeworden. Dabei hatte ich noch nicht einmal besonders viel getrunken. Und ich esse sehr viel schlimme Kohlenhydrate in Kartoffelform. Aber das kümmert meinen verrückten Körper ja selten. Er lagert Wasser ein, wenn er es für angebracht hält.

Heute werde ich wieder einen regulären Trainingstag einlegen. Ich freue mich schon sehr. Ich habe im Moment eine emotional stressige Woche. Menschkontakte reiben mich gerade stark auf. Da ist Sport ein feiner Ausgleich. Vorgekocht ist schon (das lief am Dienstag eins A. Vielleicht sogar etwas viel), Sportrucksack liegt im Auto.

Anderes Sportthema. Ich bin mir unsicher, was Reverse Crunches betrifft. Ich sehe dazu einige Varianten und habe auch schon mehrere ausprobiert – und irgendwie scheinen sie unterschiedliche Muskeln anzusprechen. Oder kommt mir das nur so vor?

Lange Zeit habe ich sie mit gestreckten Beinen von ganz unten bis über Kopf gemacht. Nun habe ich mal eine andere Variante mit angezogenen Beinen und ganz langsamem Absenken ausprobiert (siehe oben. Hauptsächlich weil der Hund so putzig ist). Was stimmt nun? Oder sind das völlig verschiedene Übungen und sie werden nur manchmal gleich benannt?

Tatsache bleibt natürlich, dass man meine Abs nur dann sieht, wenn ich mal grade nicht von einem Doppelzentner Gemüse einen Kugelbauch habe. Dann aber tatsächlich schon. Besonders die Abgrenzung zu den Seiten. Finde ich gut. Trotzdem ist da noch eine ordentliche Fettschicht drüber. Ich schätze locker eine gute Fingerbreite. Man kann zumindest reinpetzen.

Ich habe mir überlegt, ob es eine gute Idee wäre, J1 anzubieten, gemeinsam abzunehmen. Ich habe ihn so lieb und Angst, dass er mit seinem Gewicht Gesundheitsprobleme bekommt (who am I kidding … die hat er schon!). Ich will ja noch weiter runter und vielleicht motiviert es ihn, wenn wir gemeinsam TDEE ausrechnen und so. Er ist als Physiker ja Technikfex und bestimmt mit Zeug wie MyFitnessPal zu kriegen. Und Low Carb könnte ihm als Fleischesser auch gut gefallen. Ich weiß aber nicht, ob das nicht zu frech reingeredet wäre. Man will ja auch nicht der blöde Besserwisserarsch sein, der mit „ja, guck, bei mir hat das geklappt, also muss es das bei dir auch!“ anrutscht. Das hilft niemandem.

Vielleicht fühle ich mal ganz vorsichtig vor, wenn wir allein reden. Was ich dann sage, muss ich aber noch gut überlegen.

Ach watt, Leben!, Training

Zoooorrrrrrrnnn!

Fight me!

Das Training gestern lief wunderbar. Ich konnte zwar nicht alles machen, was ich wollte, weil zwei Geräte von Leuten langzeitblockiert wurden und ich, wie immer, Angst davor hatte, sie darum zu bitten, doch woanders auf ihr Telefon zu starren.

Samstagmorgens ist es da viel ruhiger. Aber ich sehe jetzt Leute wieder, die ich seit ich die Kalkschulter habe, nicht mehr gesehen habe, weil sie nur unter der Woche im Gym sind. Man-Bun-Man zum Beispiel. Der arme Kerl ist unter ein Solarium gekommen und sieht jetzt aus wie ein Ledersofa. Sehr schade, der war in hell echt hübsch – aber es muss ja ihm und nicht mir gefallen. Die beiden adipösen Mädels, die immer gaaaanz langsam, gaaaanz wenige Wiederholungen mit gaaanz wenig Gewicht machen und dabei fröhlich plaudern und ihre Smartphones schwenken – sind immer noch genauso, nur etwas mehr in die Breite gegangen. Die zwei lustigen Riesenkälber von Dienstags-Eisenjungs-BFFs sind nun noch etwas aufge-beefter. Sieht toll aus, Gratulation!

Ja, Training war wirklich schön. Ich hoffe, ich kann es weiter in guter Frequenz aufrechterhalten. Es tut meiner Schulter so verdammt gut. Bewegung wäre von Anfang an das Richtige gewesen, aber der Orthopäde und sein „bloß nix machen!“ haben mich da Monate der Stagnation und der Schmerzen gekostet. Daraus gelernt: Auch wenn’s klar im Knochen ist, nicht zum Facharzt rennen. Der Hausarzt weiß es besser! Und nimmt sich mehr Zeit.

Soviel zum Spocht. Und der Posttitel bezieht sich nicht einmal auf den Orthopäden und die Telefon-Geräte-Plattsitzer. Sondern darauf, dass man als Angstpatient auch so eine ungeheure Menge Aggression hat. Man ist permanent kurz vorm Ausrasten. Zumindest ich. Es kostet so viel Mühe, nicht wegen jeder Kleinigkeit an die Decke zu gehen. Ich schaffe es wunderbar, bei Dingen, die ich ändern kann, nur kurz sauer zu sein und es dann aktiv anzugehen. Etwas tun. Genau mein Ding, um Wut abzubauen.

Aber bin ich in einer von mir nicht beeinflussbaren Situation, die nicht optimal läuft oder in der ich (Megahorror!) auf andere Leute warten muss … sehe ich rot! Langsame Menschen sind das Schlimmste.

Weshalb mein derzeitiger Dauerbluthochdruck meistens auf der Straße stattfindet. Ich fahre nicht schnell (maximal 120/130 auf der Autobahn, sonst wird mein Zwergauto zu laut) aber zügig. Ich werde nicht von Schilderbrücken verwirrt, gehe schon bei Gelb von der Bremse, damit ich bei Grün sofort losfahren kann und ich schaffe es, Angsterkrankung hin oder her, LKW-Kolonnen zu überholen, ohne auf 90 abzubremsen.

Blöderweise bekomme ich einen Maximalhals, wenn jemand vor mir das nicht hinbekommt. Und das tun leider sehr, sehr viele. Mit 70 in der Hunderterzone vor mir herwackelnde SUV-Zahnarztgattinnen, die man dank Gegenverkehr nicht überholen kann. Telefonierende BMW-Fahrer, die dann, wenn man sie überholt, plötzlich ihr Gespräch beenden und ihre hunderte von PS dazu nutzen, neben einem loszurasen. Leute, die permanent 70 fahren. Völlig egal ob in der Hunderter- oder Fünfzigerzone. Lahmärsche, die vom Umschalten der Ampel so überrascht sind, dass sie in Schockstarre verfallen. Kinder, die quer und ohne nach links oder rechts zu schauen, auf Parkplätzen herumeiern, einem mit ihrem übergroßen Mountainbike fast vor die Motorhaube kippen und deren platinblondierte Pferdegebissmutter sich daraufhin sehr abrupt daran erinnert, dass sie sich ja unglücklicherweise vermehrt hat. Leute, die im Kreisverkehr vorm Abbiegen nicht blinken und man deshalb nicht reinfahren kann …

Und das jeden einzelnen Tag. Alles Dinge, die mich so irrational wütend machen! Es staut sich auf und wird mit jedem Mal schlimmer.

Es hilft auch nicht, wenn man gesagt bekommt „Da musst Du einfach völlig gelassen bleiben“, denn das ist auf der Hilfreich-Skala direkt unter „Lach doch mal!“ zu einem Depressiven. Wenn ich gelassen bleiben könnte, würde ich genau das tun. Weil es keinen Spaß macht, ständig zornig zu sein. Und, nein – Achtsamkeits- oder Meditationsübungen haben bisher nicht geholfen.

Es ist einfach eine weitere Manifestation meiner Angsterkrankung. Angst und Wut sind sehr eng verwandt.

Nervt jedenfalls. Und es flockt ins Private aus. Ich merke, wie ich wegen Nichtigkeiten auf meine Liebsten sauer werde. Und das geht mal gar nicht!

Ernährung, Training

Die neue Normalität finden

Summer, way too hot

Nach der vom Orthopäden verordneten Kraftsportzwangspause, dem „ich habe nur Bock auf Cardio und sonst nix“-Zwischenspiel, der „ich bin zu soziophob, ich bleibe zu Hause und mache Bodyweight“-Zeit und der „kann ich meine Katze auch eine Stunde später als normal füttern?“-Sache, will ich jetzt wieder in einen gesunden Gym-gehen-Rhythmus kommen.

Bedeutet, dass ich mir für heute mal wieder Mealprep in den Kühlschrank gestellt habe (500 Gramm vorgekochte Kartoffeln, 500 Gramm grüne Bohnen und Mozzyr. Gewürze und zwei Löffel Kokosöl sind auch dran. Das Ganze in eine Tupperschüssel und schütteln. Sobald es aus dem Ofen kommt, gibt’s noch 200 Gramm Skyr dazu. Zwar 788 Kalorien – aber ist ja meine Hauptmahlzeit. Und 60 Gramm Protein für den maximalen Muskelgewinn!), damit ich, wenn ich verschwitzt und bärenhungrig heimkomme, einfach den Ofen anwerfen und mich während das Essen vor sich hin brät unter die Dusche packen kann.

Ich habe meinen Sportrucksack ins Auto gelegt und fahre, wie früher, direkt von der Arbeit ins Gym. Mal sehen, wie das läuft. Wie voll es dort ist und ob ich alles in der Stunde, die ich geplant habe, unterbringen kann.

Bock habe ich jedenfalls darauf, wieder richtig einzusteigen. Ich habe ja schon an den Physiotherapietagen angefangen, zusätzlich mein Programm zu trainieren – aber das ist natürlich abgespeckt, weil ich nicht völlig platt und klatschnass zur Physio kommen will (Physio ist auch im Gym – einfach eine Tür weiter!) und auch nicht so viel Zeit davor habe.

Jetzt also wieder nicht nur einmal die Woche, sondern im günstigsten Fall dreimal. Und natürlich mein tägliches Bodyweight morgens nach dem Aufstehen. Zu Turnvater Jahns Zeiten hieß das noch Frühsport. Oder Ertüchtigung oder sowas. Turnen ist die beste Medizin undsoweiter! In meiner Familie ist man Anfang des letzten Jahrhunderts immer zum Arbeitersport gegangen. Weil in einer Kleinstadt kein richtiges Klassenbewusstsein existierte, durften da nämlich auch die Bauern mitmachen. Hätte man sonst ja auch kaum die Mannschaft fürs Fußballspiel-mit-anschließender-Prügelei gegen das Nachbardorf vollbekommen! Ich komme tatsächlich aus einer Familie mit starker sportlicher Tradition – das sollte ich also nicht abreißen lassen. Nur das mit der Prügelei muss nicht wirklich sein. Ich bin immerhin mit Leuten aus den Nachbarorten zur Schule gegangen und die waren echt okay.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Ungewöhnliche Körperzufriedenheit

Mal wieder Paintschainer. Einmal so zart und schlank sein wie Allegra …

Gestern habe ich mich vor der Physiotherapie zufällig so halb von hinten im Spiegel gesehen und festgestellt, dass die Squats, die Legpress und die Hamstring-Übungen tatsächlich etwas gebracht haben. Oder mindestens anfangen, etwas zu bringen.

Auch wenn ich der Meinung bin, mich damit eher mittel zu belasten (gerade morgens sind das ja nur Bodyweight-Squats mit zwölf-Kilo-Hanteln), ist es wohl einfach die Tatsache, dass ich es wirklich jeden einzelnen Tag tue. Plus, dass ich am Schreibtisch auch ständig so halbe Squats mache (nur auf Mitte Oberschenkelhöhe runtergehen – aber das halt mehrere tausend Mal im Laufe des Tages).

Langsam aber stetig.

Nicht, dass meine schlimmen Oberschenkel viel besser würden (scheint mir zumindest nicht so), Schwimmen gehen ist also immer noch nicht. So wage ich mich garantiert nicht in Badeklamotten in die Öffentlichkeit! Da würde vermutlich Greenpeace versuchen, mich zurück ins Meer zu rollen, Mütter würden ihre Kinder von der Straße holen und ein Held müsste sich erheben, die Bedrohung des Königreichs zu bekämpfen.

Aber der Arsch zeigt Potential. Kein Satz, den man besonders häufig benutzen kann. Ist aber wahr. Und vielleicht, vielleicht weitet sich dieser Erfolg irgendwann auch einmal auf die Thunderthighs aus.

Essenstechnisch läuft es immer noch gut. Nur mein Arbeitgeber ist mir gestern ein bisschen reingegrätscht, weil es nach dem Quartalsbericht Kuchen, Torten und Tartes von Frankfurts bester (und teuerster) Konditorei, Siesmayer, gab. Ich habe zwei halbe Stücke gegessen. Einmal Apfelkuchen und einmal Aprikosen-Tarte. Und ich bereue nichts! Sowas von großartig! Ich vermute, der Chef hat zwar den Gegenwert eines Kleinwagens für das Gebäck ausgegeben … aber, Olaf die Waldfee … das war es wert!

Vermutlich 500 Kalorien. Konnte ich wegwinken, da ich meine Sportkalorien ja nie im Plan habe.

Heute ist keine Unterbrechung meines Plans am Horizont. Also – weitermachen!

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe sind über Handkäse-Chips entsetzt

Druck

Im letzten Blogpost schrieb ich es in den Kommentaren: Ich wollte unbedingt einmal Handkäse-Chips ausprobieren. Die Rezepte klangen einfach, lecker und waren, wie bei Handkäse üblich, proteinreich. Also ein toller post-Workout-Snack. Oder auch einfach so.

Und weil ich noch eine nahezu vergessene Rolle Handkäse im Kühlschrank hatte, habe ich am Sonntag einfach mal die Hälfte davon in dünne Scheiben geschnitten, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den kalten Ofen (untere Schiene), auf 200 Grad gestellt und sobald es hochgeheizt war, nochmal 15 Minuten drinbehalten.

Das Ergebnis sah wunderschön aus. Und stark nach Lady Cassandra aus Dr. Who. Moisturize me! Da Lady Cassandra eine Kritik am Schönheits/Schlankheitswahn ist (ein bisschen wohlfeil, aber bei Dr. Who rege ich mich nicht über breite Pinselstriche auf – da gehört das so!), ist es eine feine Ironie, sie zu kalorienarmen Chips zu verarbeiten.

Was sie wohl auch fand. Denn, so schön das Zeug aussah, so grässlich hat es geschmeckt. Absolut furchtbar. Bitter, verbrannt (obwohl es nicht schwarz war! Sieht man ja im Foto. Es hat die perfekte Farbe!), einfach schrecklich. Ich habe nur ein wenig von verschiedenen Stellen probiert und den Rest sofort entsorgt. Buärgs. Nie wieder!

Aber das muss mein Fehler gewesen sein. Denn sonst würden wohl kaum so viele Leute von diesen Chips schwärmen. Ich bin absolut handkäseaffin, das kann’s also auch nicht sein. Was habe ich nur falsch gemacht? Und wenn die Chips schon verbrannt sind, wenn sie orange sind, welche Farbe sollten sie im Normalzustand haben? Weiß?

Allerdings muss ich zugeben, rein kochtechnisch an diesem Wochenende sowieso einen schwarzen Daumen gehabt zu haben. Die Kokosmehlpfannkuchen zum Mittagessen am Sonntag waren auch nur unter Protest dazu zu bewegen, sich wenden zu lassen. Und am Samstag habe ich mir beim Zubereiten eines Kichererbsensalats den Deckel der Dose in die Oberseite des rechten Zeigefingers gerammt, geblutet wie ein Schwein, mich erstmal hingesetzt und nun eine sehr dekorative Wunde einmal längs.

Aber generell war das Wochenende toll. Wir haben ge-Werwolft, gegrillt (die vegetarischen Würstchen waren okay, aber Salat und Brot mit Butter hätt’s mir wohl auch getan), den wundervoll schlechten Film „Jupiter Ascending“ geschaut (Channing Tatum ist Eyecandy, das Design war hübsch, der eine Bösewicht sah interessant aus … aber das allein reißt es leider nicht raus) und Karten für ein aufsehenerregend bizarres Unterwasserkonzert im Juli gekauft. Aquasonic. Das wird garantiert toll.

Trainingsmäßig lief es gut. Sehr, sehr warm schon morgens um neun. Ist aber nicht verwunderlich, da das Gym direkt unterm Dach eines Wellblech-Supermarkt-Baus ist und dementsprechend mit Begeisterung jede Temperaturschwankung mitnimmt. Weniger schön, war, dass Nicht-Hygiene-Opa (das ist der, der trotz ständiger Aufforderung gern mal „vergisst“ Geräte nach Benutzung abzuwischen. Im Gegensatz zu Hygiene-Opa, der alles dreimal abwischt), sich beim Row vor mich drängeln wollte. Aber ich bin größer und stärker als er! Nein, das war’s nicht. Aber ich habe ihm freundlich gesagt, dass ich nur drei Sätze Kraftausdauer mache, das dauert ja nicht lange. Er wirkte trotzdem unglücklich. Und allein, dass ich das hier aufschreibe, zeigt schon, wie sehr mich dieser Vorfall gestresst hat. Verdammte soziale Angststörung. Der Opa hat das garantiert schon wieder vergessen und mich macht es jetzt noch hibbelig.

Außerdem habe ich mich bei der Legpress wohl übernommen, da mir gestern Nacht einfach so fast die linke Kniescheibe verrutscht ist! War ein sehr seltsames Gefühl und ich bin heute Morgen nicht einmal mehr sicher, ob ich den Vorfall nicht geträumt habe. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an. Die Squats heute Morgen liefen dennoch problemlos. Ich beobachte das mal weiter mit Argusaugen.

Und, ganz wichtig, bitte die Petition gegen Artikel 13 unterschreiben, oder das Internet, wie wir es kennen, wird nicht mehr existieren. Es wird an die Konzerne fallen und durch eine Orwell’sche Dystopie ersetzt werden.

Zitat:

Die Umsetzung des 13. Artikels hat eine komplette Echtzeitfilterung der Inhalte, die künftig im Netz hochgeladen werden, zur Folge. Letztlich bedeutet das: Jedes Datenpaket wird in Zukunft von einem potentiell fehleranfälligen Algorithmus automatisiert geprüft werden. Dies ist vergleichbar mit dem fehlerhaften Algorithmus von YouTube, bei dem häufig auch fälschlicherweise Inhalte gelöscht werden, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind.

Das kann niemand wollen, der privat oder beruflich Texte und Bilder ins Netz stellt.

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Was man so in der Physiotherapie tut und dann ist alles zu bunt

Gestern hatte ich die sechste Physiotherapiestunde. Wieder bei der Dame, mit der ich mich über Katzen unterhalten habe. Diesmal haben wir den Themenkreis erweitert, da wir feststellten, dass wir auch Pferde gemeinsam haben. Das war interessant. Sie hat einen Shirehorse-Wallach mit stetigen Hufproblemen. Da konnte ich wenig beitragen, da je vollblütiger Pferde sind, ihre Hufe auch immer härter und besser werden. Ist genetisch. Stimmt nicht immer, wir hatten auch eine Stute mit Neigung zu Hufgeschwüren, aber generell hat man dann echt nur selten Hufspalte oder andere unangenehme Dinge. Eher das Problem, die harten Dinger gut abgenutzt zu bekommen.

Ich hatte das Vergnügen, das erste Mal ein Pferd mit Schnurrbart (also, ein Foto davon) zu sehen und war entzückt. Extrem lustig. Ist aber bei Kaltblütern wohl ziemlich verbreitet. Dafür haben unsere die großen, oben zusammendrehenden Ohren. Ich bekam fast wieder Lust, mir ein Pferd zuzulegen. Aber das wäre keine gute Idee. Zu wenig Zeit, um damit etwas zu unternehmen. Irgendwann vielleicht. Einen Isländer. Ich wollte schon immer einen Fünfgänger – obwohl die ja recht teuer sind. Oder natürlich Araber.

Ich habe vor der Therapie noch eine Runde Training eingelegt, war sehr, sehr zufrieden, wie sich meine Schulter entwickelt und konnte beobachten, wie ein Mädel einen der Eisenjungs angeflirtet hat. Das war so niedlich! Er ist voll der Brocken, ich schätze ihn auf 17, 18. Sie war genauso alt und sehr zart, groß und elfengleich. Und er hat’s echt ganz schwer kapiert. Obwohl sie sich Mühe gab. Ich habe beim Aufwärmen beobachtet, dass sie die perfektesten Weightet Crunches gemacht hat, die ich seit langem gesehen habe. Und dann ging sie rüber und bat ihn, ob er ihr nicht mal Reverse Crunches erklären könnte … Jaaa, klar, die kannst du nicht, absolut glaubhaft. Natürlich hat er sofort geholfen, weil er voll der liebe Kerl ist. Und weil Männer gern erklären. Hach, war das putzig!

Ob es funktioniert hat, weiß ich nicht. Sie ging später allein. Aber das heißt ja nichts. Sie können durchaus Nummern ausgetauscht haben. Hoffe ich doch! Außer er ist schwul, was weiß ich. Aber auch dann können sie sich ja anfreunden. Oder überhaupt anfreunden. War auf jeden Fall nett zu beobachten.

Ansonsten habe ich, wie man sieht, weiter in Paintschainer herumgespielt. Hauptsächlich, weil das Bild ganz oben mit seinen tausend Rüstungsteilen zu kolorieren, einfach so massiv viel Arbeit ist, dass ich das gern an die Maschine abgegeben habe. Ich habe es der Waldnymphe geschickt und sie ist ob der schrillen Buntheit fast erblindet. Ich musste versprechen, das nächste Bild wieder von Hand zu kolorieren. Den Farben des Impressionismus eine Lanze!

Aber stimmt schon, diese Website ist kein Ersatz für Handarbeit. Oder Programmarbeit. Photoshoparbeit. Whatever.

Hindert mich nicht daran, weiter damit zu spielen.

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Faulheit oder so?

HeroForge.com ist ein großer Spaß! Hier Rhys als Miniatur.

Ich habe so gaaaar keine Lust mehr auf Cardio! Ich weiß nicht, warum. Letztes Jahr um diese Zeit hat man mich nicht einmal bei 35 Grad im Schatten vom Joggen und Fahrrad fahren abhalten können. Heute ist Cardio nur das lästige Aufwärmen vor dem Krafttraining. Und das einzige, was anders ist, ist, dass ich im Moment erstens im Stehen arbeite, die Beine abends also schon gut durch sind und ich zweitens versuche, jeden Tag die zehntausend Schritte schon vor Feierabend vollzubekommen. Was bedeutet, dass ich am Schreibtisch ständig Squats und so mache, da ich nicht wirklich gehen kann – wohin auch? Zur Redaktion hoch sind’s keine hundert Schritte. Mittagspause mache ich nur kurz zum Essen.

Ich weiß nicht, ob Squats und Tanzen in diesem Sinne Cheaten sind. Einerseits gehe ich nicht wirklich. Andererseits ist die Bewegung aber anstrengender als nur Schritte. Ich habe beschlossen, es gelten zu lassen. So lange die Herzfrequenz höher ist als beim Gehen, bin ich da vermutlich auf der sicheren Seite.

Und Kraftsport statt Cardio … naja, wird sich auch wieder ändern. Ich bin da (leider?) sehr unstet und ziehe nichts wirklich konsequent durch. Außer meine morgendlichen Bodyweight-Sessions. Die mache ich wirklich immer. Aber ansonsten springe ich sportlich auf das, was mir Spaß macht. Vermutlich völlig falsch und unnütz. Aber ich bin immerhin immer noch bei 300 Pfund an der Legpress.

Die Chancen stehen gut, dass ich, sollte ich durch Muskelaufbau meinen dämlichen Schulterschmerz endlich losgeworden sein (Wunschdenken!), plötzlich wieder eine „nur Cardio und sonst nix“-Phase bekomme. Ähnelt meinem Essverhalten. Monatelang jeden Tag mit Wonne dasselbe (MyFitnessPal denkt vermutlich, ich bescheiße) und dann plötzlich Kehrtwende und die nächsten Monate etwas völlig anderes. Zum Glück esse ich recht bunt und supplementiere, sonst wäre so etwas der sichere Weg in Mangelerscheinungen.

Und ebenfalls gut, dass wir „LAT“s sind. Living apart together. So kann jeder seinem individuell schrägen Essverhalten frönen, ohne die anderen Beiden mit rein zu ziehen. Am normalsten ist zweifellos die Waldnymphe. „Was geht“-Paläo, schön clean und so. Der Erklärfaun lebt unter der Woche glaube ich fast nur von Joghurt mit Nüsschen, Müsli, Schinken, Eiern und rohem Gemüse. Und ich esse im Moment jeden Tag ein Pfund Kartoffeln, ein Pfund Tomaten, fast ein Pfund Skyr, 125 Gramm Skyr-Mozzarella, 25 Gramm Haferflocken, 10 Gramm Flohsamenschalenmehl und 125 Gramm Heidelbeeren. Jeden. Tag. Und ich liebe es! Sehr.

Symbolbild für heute: Das Auto, dem auf der Autobahn vor mir der Schlandwimpel abgefallen ist. Ich habe mir das ganze Geflagge nörgelig-überheblich damit schöngeredet, dass man es ja auch als Hommage ans Hambacher Fest sehen kann. Immerhin das ultimative Symbol für Demokratiebewegungen aus dem oberen Drittel der Gesellschaft. Das war boshaft. Aber wenn man so drüber nachdenkt, wird den Bauernkriegen weit weniger Bedeutung in der Demokratisierung zugestanden. Was nicht nett ist. Aber natürlich ist „das Volk“ immer ein ungewaschener, vermutlich grölender, im Kern konservativer und mit Mistgabeln nicht dekorativ aussehender Haufen, während eine Rotte Oberschicht-Studenten ein propereres Denkmal abgibt.

Ach, Politik. Geschichte.

Jetzt erstmal Kaffee.

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Nach hinten-unten

Wunder der Technik. Oder so …

Die letzte Physiotherapiestunde hat mir glaube ich bisher am Meisten gebracht. Oder es war die Summe der vorherigen Stunden. Aber besonders hilfreich schienen mir tatsächlich die Übungen und Erklärungen zu meiner Haltung. Und natürlich das „Ihre Schulterblätter heben sich zu sehr ab. Sie sollten immer darauf achten, ihre Schultern nach hinten-unten zu ziehen.“

Was tatsächlich angenehm ist. Aufgerichtet lebt es sich leichter, besonders mit einer Kalkschulter, die in mehr Umgebungsmuskeln eingebettet werden möchte.

Kommt einem nur lebenslange Konditionierung quer. Ich möchte meine Schultern nicht nach hinten-unten ziehen, da das meine Brüste betont. Und ich konnte meine Sanduhrfigur noch nie leiden. Ich wollte schon immer ein körperlich möglichst neutrales Wesen sein. Als das dank Pubertät nicht mehr klappte, war wohl unbewusst das „neutralfressen“ eine Lösung. Ich möchte bittesehr von niemandem in sexueller Hinsicht wahrgenommen werden. Und wenn man fett ist, ist man automatisch neutral, weil einen 95% der Bevölkerung nicht attraktiv finden.

Diese Lösung war’s dann bekanntermaßen doch nicht und schon damals hat es nur begrenzt geholfen, weil ich immer (zu) große Brüste hatte, völlig unabhängig vom BMI. Die mussten dann auch zusätzlich noch versteckt werden. Meine Lösung zu dicken Zeiten waren Schlabbershirts. Mache ich jetzt nicht mehr, weil ich eine andere Ästhetik für mich gefunden habe. Aber die Konditionierung bleibt: Bloß nicht „Brust raus“, was sich aber leider automatisch ergibt, wenn man die Schultern nach hinten-unten zieht.

Weshalb ich jetzt alle paar Minuten aufschrecke und meine Haltung korrigiere.

Themensprung. Über diesem Post sieht man den Grund, warum mein Job vermutlich nicht so bald von Maschinen übernommen werden wird. Ich habe eine Seite gefunden, die Lineart automatisch koloriert (Danke an das Internetisbeautiful-Subreddit!). Und selbst mit Farbvorgaben hat das eher etwas vom Fingerfarbenmaltag im Kindergarten. Aber ich finde es trotzdem faszinierend. Hier zum Vergleich meine händische Kolorierung.

Die Seite hat mehrere Modi, mit denen man spielen kann und läuft sehr flott. So ein kleines Bällchenbad, in dem man seinen Grafiker abgeben kann. Da plantscht er/sie dann fröhlich herum, lacht sich schlapp und stört nicht beim Einkaufen.