Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training, Weniger

Die Culinary Diversity-Wölfe sind mit Chili viel zu schnell satt

Druck

Das hätte ich nicht gedacht – aber die Portion Chili, die ich für mein Abendessen geplant hatte, reicht tatsächlich für zwei Mal! Ich bin Volumenesserin und deshalb immer erstaunt, wenn ich von kleinen Dingen satt werden kann. Das schaffen normalerweise auch nur Seattler-Kaffee-Verscherbler-Muffins, die ziegelsteinschwer auffüllen. Aber diesmal auch das Chili. Liegt vermutlich an den Bohnen. Ich esse selten Hülsenfrüchte.

Und es war sehr, sehr wohlschmeckend! Für 375 Kalorien habe ich ein gesundes Abendessen bekommen. Mit genug Protein, mit sehr wenig kurzkettigen Kohlenhydraten (ich bin immer noch wegen der Insulinresistenz-Diabetes-Drohkulisse der Gyn verärgert) und ich gewöhne mir sogar statt Nachtisch (früher Obst oder Joghurt) eine Tasse kaffeeähnliches Heißgetränk an.

Zucchini und Sojaschnitzel als Basis, Tomaten und Bohnen dazu.

View this post on Instagram

Chili sin Carne. #vegan #vegetarisch #vegetarian #chili

A post shared by B.S. (@pinkpointypony) on

Langsam sollte das doch reichen, um keine Diabetes zu bekommen! Ich habe einen BMI von 22,3, einen Körperfettanteil von 24%, trainiere dreimal die Woche, mache jeden Tag Bodyweight-Morgensport … ach, ich lasse mich einfach zu sehr verunsichern.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich am Samstag in die Stadt gehen und mir die Vanilla-Pumpkin-Spice-Sachen vom tierfreundlichen Kosmetikladen kaufen will, auf ein ebensolches Heißgetränk hoffe (ja, da bin ich ganz „basic white bitch“. Ich mag das Zeug!), das Spielefest meines Arbeitgebers besuchen werde (yay, kostenlos in den Park! Pinguine und Schuhschnäbel ansehen!), später die Liebsten und die Gang zum Magespielen treffe und generell viel in Bewegung sein werde.

Mein Samstagstraining möchte ich deshalb auf Heute vorziehen. Ist eigentlich problemlos. Aber als ich gestern im Gym war hat mir die Frau an der Theke zum Abschied „ein schönes Wochenende“ gewünscht. Für normale Menschen kein Problem. Für Angstkranke ein Stressding. Weil – ich komme doch vor dem Wochenende nochmal hin.

Nein, das ist nicht logisch oder nachvollziehbar. Aber wenn es das wäre, wäre ich ja auch gesund.

(Wer sich über die Umschreibungen für die Geschäfte, in denen ich Dinge kaufen will, wundert: Seit Neuestem kann man auch abgemahnt werden, wenn man nur Namen nennt, ohne etwas dafür bekommen zu haben. Ist Instagram-Leuten schon passiert. Klar, ich bin nicht in deren 50.000-Follower-Sphären unterwegs und habe auch keine „richtige“ Werbung im Blog, die man verwechseln könnte. Und eine angestellte Produktmanagerin sowieso nicht. Aber derzeit führt Europa Krieg gegen Internetnutzer, da traue ich denen alles zu und bin erst einmal vorsichtig!)

Advertisements
Ach watt, Leben!, Training

Die heilenden Hände

Er verkauft Designer Rocks. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte. Ich wünschte, ich könnte in meinem Job so high sein, wie die Gamedesigner von Blizzard!

Jeden Mittwoch kommt im Verlag ein reisender Gaukler Masseur vorbei. Für fünfzehn Euro kann man sich zwanzig Minuten lang bearbeiten lassen. Bisher hatte ich den Service noch nie genutzt (hauptsächlich, weil er von einer Kollegin koordiniert wird, vor der ich mich unendlich fürchte), aber auf gutes Zureden von Kollege A. und IT-Fräggeldi M. hin, habe ich es dann doch einmal getan und mich auf die Liste setzen lassen. Dass besagte Kollegin gerade in Urlaub war, hat damit nicht das Geringste zu tun.

Egal. Auf jeden Fall hat mich also gestern um Viertel nach Acht Empfangslady Ch. eingesammelt und ich bin mit Handtuch und Geldscheinen bewaffnet in den Konferenzraum gewandert, in dem Masseur J. schon seine mobile Liege aufbaute.

Er fragte zuerst nach bestehenden Problemen und dann, ob ich die Schulter direkt angehen wollte oder erst einmal nur „so allgemein Rücken“. Von nix kommt nix also gleich in medias res und an die Kalkschulter.

Und … was soll ich sagen … es war großartig! Zuerst den Bizeps, weil ja die Bizepssehne am meisten betroffen ist und dann alle zur Schulter führenden Muskeln. Mann, ich wusste nicht, wie verspannt mein linker Kapuzenmuskel war … das zog bis ins Hirn! Ziemlich der Physiotherapie ähnlich und zusätzlich noch mit Tipps zu Haltung und zur Dehnung der Brustmuskeln. Außerdem soll ich das nächste Mal mein Teraband mitbringen und dann gibt er mir noch mehr Übungen.

Hurra!

Ich war den ganzen restlichen Tag maximal gut gelaunt und entspannt. Da kam auch geistig und seelisch viel Friede auf. Praktisch kaum Angst und Aggression den ganzen Tag! Und auch heute Morgen ist nur wenig von den vom Masseur angekündigten Schmerzen im Bizeps zu spüren. Büsschen halt.

Sehr gut angelegtes Geld. Der Mann ist toll! Ich habe mir gleich noch drei Termine reserviert. Alle zwei Wochen sind fünfzehn Euro definitiv drin!

Ich bin gespannt, wie sich die Schulter heute Abend beim Training zeigt!

Außerdem ganz neu und so: Das erste Mal Chili sin Carne mit Sojagranulat. Ich habe es ge-mealprepped und werde es heute Abend nach dem Spocht verzehren. Und natürlich berichten!

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Dicke Beine 2 – die Abrechnung

Jetzt habe ich es offiziell: Fette Füße! (In unserer Dialektregion gehen Füße vom Boden bis zur Hüfte)

Denn gestern kam mein Paket von Deichmann an. Ich brauchte wollte ungefütterte Schaftstiefel und nicht nur gab es die nur online und nicht in der Filiale, sondern ich musste auch „mit Weitschaft“ kaufen. Stiefel, die dazu gedacht sind, dass man sie über Hosen tragen kann.

Spoiler: Kann ich nicht. Die Weitvariante passt perfekt, wenn auch spack. Mit maximal einer Leggins drunter. Ich bin und bleibe erstaunt. Habe ich wirklich so ungewöhnlich elefantöse Unterschenkel? Wovon? Ich habe normalgroße (37) und schmale Füße. Ich habe eine normale Kleidergröße (36). Ich passe trotz unbenommen riesiger Oberschenkel (da wundere ich mich über nichts. Die sind mein Restfett-Reservoir) in normale Jeans (29/30). Aber meine Unterschenkel sprengen also jede natürliche Norm?

Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe, bin ich kein Unterschenkel-Freak. Eher noch leicht unterhalb des Mittelwerts. Allerdings mit dem Problemfeld, dass ich an dieser Körperstelle tatsächlich kaum Fettgewebe horte, was zu nicht zusammenpressbaren Unterschenkeln führt, die man nicht einfach irgendwo reinstopfen kann. It doesn’t jiggle, must be muscle, um Arnie zu paraphrasieren.

Führt zwangsläufig zur Frage: Wenn die Mehrheit die dicken Füße hat, wer kauft dann die ganzen „normalen“ Stiefel für dünne Unterschenkel? Gibt es ein von mir unbemerktes, gigantisches Reservoir an Menschen, mit unterärmchendünnem Fahrgestell?

Würde bei der derzeitigen Übergewichtswelle aber zu jeder Menge Menschen im Heißluftballondesign führen. Und die habe ich noch nicht gesehen. Bleibt der Schluss, dass die Schuhhersteller auf dem Holzweg sind und völlig am Bedarf vorbei produzieren. Ich hoffe, sie merken das demnächst mal und ich kann meine Stiefel wieder im Laden kaufen, anstatt die Freakversion online bestellen zu müssen!

Ansonsten habe ich meinen Winterklamottenvorrat mit einer weiteren Mi-Parti- (diesmal Karo und Schwarz) und einer Marlenehose (schon ewig keine beinweite Hose mehr besessen!) aufgefüllt und muss mich am Wochenende endlich ans Aussortieren des alten Zeugs machen, das zum Teil noch zwei Größen zu viel hat.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Kleine Siege und Spannung

Zeichentechnisch immer noch voll im WoW-Wahn.

Körperbild ist bei mir ja immer so eine Sache. Ich tue mir unendlich schwer damit, Klamotten im Internet zu bestellen, da ich absolut sicher bin, dass sie mir zu klein sein werden. Egal, welche Größe ich bestelle. Denn ich kann ja keinesfalls ein „S“ tragen. Oder eine 29/30er Jeans. Geht überhaupt nicht! Würde ich niemals reinpassen! Dass ich genau solche Jeans gerade anhabe, blende ich als statistische Unschärfe völlig aus. Und dass mir die 29er Short von EMP zu groß ist, ist nur der Beweis, dass mir Hosen in 29 nie passen können, weil offensichtlich alle Maßangaben ausgewürfelt werden.

Wie man sieht: Gerade genug Logik im Wahnsinn, um die Verunsicherung auf solide Füße zu stellen. Außerdem muss ich mir bei H&M Kleider immer in 38 oder 40 kaufen, weil sie sonst um Brust und Schultern zu eng sind. Also kann „S“ ja wohl schon mal gar nicht sein. We are all mad here …

Trotzdem habe ich es gewagt, und mir zwei lange Hosen für den Herbst bei EMP bestellt. Eine davon mutig in 29. Ich hoffe, sie passt. Weil sie zwei unterschiedlich farbige Hosenbeine hat (ich weiß nicht, wie man den „Mipati“ gesprochenen Ausdruck schreibt … Scham und Elend!) und ich das sehr liebe. Die andere in 30, weil ich ein feiges Huhn bin.

Jedenfalls hat DHL das Paket für heute angekündigt und die Spannung erreicht den Siedepunkt!

Gestern habe ich erfolgreich dem Pull der Sucht widerstanden. Ich hatte mir an irgendetwas leicht den Magen verdorben (ich habe die Chilisauce im Verdacht. Aber zur Sicherheit lasse ich heute auch mal den Obstkorb auf der Arbeit in Ruhe) und damit die perfekte Ausrede, statt zum Training zu gehen, lieber WoW zu zocken. Aber ich war vernünftig. Sagte mir, dass ich diese Woche sowieso nicht so viel Sport machen könnte, wie ich eigentlich will und dann habe ich eben den Rucksack geschnappt und bin zum Gym geradelt. Wo ich mit dem prinzipiell sehr angenehmen Anblick von Man-Bun Man belohnt wurde, der still vor sich hin trainierte.

Hinterher konnte ich trotzdem noch eine Stunde zocken. Win – Win.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe haben Weihnachten. Bald!

Druck

Unter dreißig Grad, es wurde Zeit für Plätzchen! Die Waldnymphe liebt es, zu backen. Isst aber nicht gerne Backwaren. Perfekte Kombination, da ich nicht gerne backe, aber Kuchen, Torten, Kekse immer verzehren kann. Wir haben die Netflix-Serie „Sugar Rush“ angesehen (natürlich nur ein paar Folgen) und nun habe ich einen Wunschzettel, den ich nach und nach serviert bekommen werde. Pumpkin Pie, Key Lime Pie und Cupcakes mit Peanutbutter Frosting. Eventuell eine Pavlova. Bis auf Cupcakes kenne ich das Zeug alles noch nicht. Das wird spannend und in der Woche davor ein gutes Defizit erfordern!

Die Plätzchen diesmal waren aber nahezu brav: Sie hat die Zuckermenge stark reduziert, was dem Ganzen gutgetan hat. Haselnussplätzchen!

Ich habe einen ganzen Beutel voll bekommen und ihn mit auf die Arbeit genommen, wo wir die Goodies langsam aber stetig verzehren.

Ansonsten läuft es vor sich hin. Vatereinheit hat der Autowerkstatt erklärt, dass sie jemand anderen verarschen könne; ein Gewinde an der Ölwanne nicht „einfach so, ist Verschleiß“ kaputtgeht, wenn man nicht mit der Stahlschraube darin herumwürgt und weil er laut und überzeugend war, muss ich keine neue Ölwanne bezahlen. Kollateralschaden ist natürlich, dass ich nun keinerlei Vertrauen mehr in diese Werkstatt habe, dort nur noch Inspektion machen werde (weil ich nur einen Kilometer bis dorthin laufen muss) und bei größeren Dingen definitiv woanders hingehen werde. Und beim nächsten Auto von vorneherein eine andere Werkstatt suchen werde. Tja. So vergrault man langjährige Kunden mit nur einem Dickmove.

Ich habe den Verdacht, das haben sie sich nur getraut, weil ich eine Frau bin. Der kann man ja eben mal 300 Euro für eigene Fehler unterjubeln. Die sagt schon nix.

Pech. Sie hätten ehrlich zu mir sein können, dann wäre das ganz schnell vorbei gewesen. Stattdessen waren sie heimtückisch, wollten mich bescheißen, weshalb ich Angry-Dad-Man losschicken musste und dann wurde es eben gerecht zornig und langwierig. Kein Mitleid.

Ich bin derzeit sehr produktiv. Jeden Tag neben der Arbeit auch noch eine Zeichnung/komplette Illu. Ein sehr schöner Zustand, den ich auskosten werde, so lange er anhält!

Heute Abend hoffe ich auf Training. Geplant ist es auf jeden Fall, aber ich fühle mich schon seit drei Tagen irgendwie grippig und weiß nicht, ob Sport in diesem Fall hilft oder schadet. Das entscheide ich heute Abend spontan. Da ich Samstag nicht trainieren kann, weil wir den kompletten Tag in Mannheim sein werden, möchte ich unter der Woche so oft ins Gym, wie es geht.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Suchtanfällig

Die Abkühlung kam noch nicht ganz an. Bei mir in der Wohnung sind’s immer noch dreißig Grad, trotz die ganze Nacht offenen Fenstern. Deshalb konnte ich mich noch nicht zu langen Hosen durchringen und habe den Kompromiss „Hotpants mit Leggins“ geschlossen. Auch nicht zu kalt. Und statt Tanktop normales T-Shirt. Am Wochenende muss dann aber wohl doch mindestens ein Jäckchen dazukommen.

Ich fürchte, ich bin tatsächlich leicht abhängig zu machen. Nicht von Alkohol (schmeckt nicht), Zigaretten (stinken) oder Drogen (triggern nur heftige Panikattacken, das macht keinen Spaß), aber Dinge, die ich genieße, muss ich bis zum Exzess und über die Schmerzgrenze hinaus haben. Und bis zur sozialen Isolation.

Was Essen angeht, bin ich da vermutlich mit den meisten (Ex-)Übergewichtigen in guter Gesellschaft. Zu viel Essen betäubt auf angenehme Weise und gutes Essen ist auch in größeren Mengen ein Genuss. Zwar merke ich, dass mir (billige) Schokolade tatsächlich nicht mehr so gut schmeckt wie früher (das fettige Mundgefühl stört mich mittlerweile ein wenig), aber das hindert mich nicht daran, alle Schokolade aufzuessen, die ich habe. Weshalb ich eben keine habe. Lässt sich also umgehen.

Inzwischen bin ich eine der Personen, die völlig ungewollt den Mythos „kann alles essen und nimmt trotzdem nicht zu“ erzeugt. Denn ich esse in Gesellschaft wie der letzte Mensch: Fett, Zucker, Salz, Weißmehl in Unmengen. Da geht gern mal ein komplettes Tagesbudget an einem Nachmittag oder Abend rein. Dass ich zu Hause keine Süßigkeiten oder Backwaren habe und unter der Woche wenig esse und viel Sport mache, sieht man von außen natürlich nicht.

Früher, als ich noch dick war, habe ich genauso gegessen. Aber eben zu Hause auch.

Diese Suchtbaustelle habe ich also einigermaßen im Griff. Sie ist noch da und ich muss beim Einkaufen sehr aufpassen. Besonders der Samstagmorgen-Einkauf nach dem Sport (da komme ich im Prollo-Kaufland vorbei, um all’ das zu kaufen, was es beim Lidl nicht gibt) ist problematisch. Nach dem Training habe ich Appetit und dann umgibt mich im Laden regalweise Süßkram … schwierig!

Aber prinzipiell läuft es da. Mit Stolperern, aber ich bleibe zäh.

Bleiben noch die Süchte, die so gut mit meiner Angsterkrankung Hand in Hand gehen.

Ich liebe MMOs. Nicht, dass ich dort außer mit Freunden Gruppencontent machen würde – aber ich kann mich stunden-, tage- und wochenlang in diesen riesigen Welten verlieren. Ganz für mich sein und nicht aus dem Haus gehen.

Als meine Angst/Depressionskombi auf dem Höhepunkt war, lief jedes Wochenende so ab: Freitagmittag einkaufen, heimkommen, Computer einschalten und abtauchen. Montags dann wieder zur Arbeit. Ich habe mehr als 48 Stunden meine Wohnung nicht verlassen. Regelmäßig. Und Freunde angelogen und abgewiesen, nur um so zurückgezogen sein zu können.

Ist zum Glück vorbei. Therapie und ein stabiles, helfendes Umfeld haben mich gerettet. Nicht, dass ich jetzt eine Partysau wäre (der Erklärfaun und ich haben das Credo: Die echte Party ist immer in der Küche!) und nicht, dass nicht jede Verabredung und jeder Termin eine Anstrengung und Herausforderung wären … aber ich nehme sie an. Ich pflege Freundschaften und verlasse meine Comfort Zone.

Und dann kommt Blizzard mit einer Hammer-Erweiterung für WoW um die Ecke und plötzlich ist wieder 2005 und ich suche in den Barrens Mankriks Frau (wer diesen Uralt-Witz versteht, war damals dabei!). Ich ertappe mich, wie ich eine durch Stau um eine halbe Stunde verlängerte Heimfahrt als Grund nutze, statt ins Training lieber nach Azeroth zu gehen. Nicht gut!

Ich muss mich sehr beobachten und an der Leine halten, um nicht wieder völlig im Spiel zu versinken. Mir ständig sagen „läuft nicht weg, das kannst Du auch nächste Woche/nächsten Monat noch machen“.

Methadon ist, dass ich meine Charaktere zeichne. Lenkt ab, ist kreativ. Und ich werde dieses Wochenende nicht zu Hause sitzen. Ich werde mit den Liebsten Qualitätsfreitag haben, Sport machen, Mealpreppen, Warhammer Killteam spielen, Pizzabrot essen (viel besser als Pizza!) und Werewolf spielen.

Ich werde am Sonntag auch ein wenig alte Trollruinen erforschen oder Cthulhu-eske Kulte zerschlagen – aber eben nur ein wenig. Ich schaffe das!

Dat Nerdstuff, Ernährung, Training, Weniger

Stolperbanane

Gestern hatte ich aus unerfindlichen Gründen geradezu wölfischen Hunger. Alles normal, ich habe keinen Sport gemacht (außer das tägliche Morgenbodyweight, natürlich), das selbe gleiche gegessen wie den Tag zuvor und trotzdem … ich hätte ein halbes Schwein auf Toast fressen können! Keine Ahnung, was da los war. Tobende Hormone? Sich ankündigender Wetterwechsel?

Dennoch habe ich die vom Meeting übriggebliebenen Käsebrötchen/Schokocroissants (ja, der Verlag füttert seine Gäste gut!), mit denen Empfangslady C. herumging, ausgeschlagen. Hätte mich nur hungriger gemacht. Aber nach dem Abendessen bin ich dann doch eingeknickt und habe mir zwei kleine Bananen und ein Glas Kokosmilch reingefahren. Beim besten Willen nicht im Kalorien-Ballpark eines Schokocroissants oder eines belegten Brötchens … aber unnötig! Ich hatte auch ohne diesen Zusatz genug Nährstoffe. Ich habe mir also einfach so das feine 700er-Defizit um 250 Kalorien eingedampft, weil ich mich nicht beherrschen konnte. Echt jetzt, Bananas of Shame! So läuft das mit dem Cutting nicht und ich passe morgen nicht in meine langen Hosen.

Nein, das meine ich nicht ernst. Ich habe genug Hosen, in die ich passe. Und ob die beiden Skinnyjeans mir jemals wieder passen werden ist mit den Wadenmuskeln sowieso fraglich. Lieber Muskeln als Skinnyjeans.

Am Anfang, als ich gerade endlich, endlich mein Zielgewicht erreicht hatte, waren Skinnies eine feine Bestätigung und ich habe sie sehr genossen. Aber jetzt arbeite ich ja aktiv daran, einen runderen Hintern zu bekommen (Fuck yeah, Single Leg Glute Bridge!), weil es nicht mehr nur darum geht, dünn zu sein, sondern fit und gut bemuskelt wichtiger geworden ist.

Trotzdem ist es schwierig, da Abstriche zu machen. Aber es ist eine sehr eindeutige Kuchen/behalten/essen-Situation und ich habe meine Wahl getroffen. Die nicht jeder versteht. Eine Kollegin war sehr erstaunt, dass ich sagte, ich hätte nicht die Figur, eine Bolter Bitch zu cosplayen und konnte nicht verstehen, dass es nicht darum geht, in ein enges Kostüm reinzupassen, sondern darum, es ästhetisch auszufüllen.

Ich bin aber auch vermutlich mal wieder ein perfektionistisches Wrack.

Ganz davon ab, dass ich eh nie etwas cosplayen würde. Viel zu feige. Irgendwann eine Beskar’gam. Aber nur, weil ich sie haben will.

So, nun auf in den hoffentlich letzten zu heißen Tag, abends schön Training und dann eine Banane oder auch nicht. Oder diesen veganen Quark aus Kokosmilch mit Erdbeere. Der ist auch sehr lecker.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Kürbis, Muskeln, First-World-Problems

Immer noch im WoW-Fieber.

Generell läuft 2018 nicht so arg gut. Zwar war 2017 für mich so unglaublich schön, dass es sowieso nicht zu schlagen gewesen wäre, aber die Krankheit der Katze und viele kleine Dinge machen dieses Jahr nicht gerade zu einer harten Konkurrenz für 2017.

Butzel ist wie es scheint weiter auf dem Weg der Besserung – aber wann der nächste trotz-Medikamenten-Anfall kommt, kann eben niemand sagen. Dennoch versuche ich an dieser Front verhalten positiv zu sein. Dass Schwestereinheit auch noch gerade langsam Abschied von Peggy, ihrer 13 Jahre alten Gordon Setter-Mix-Hündin, nehmen muss, hilft aber nicht. Überall Schmerz.

Bei mir kam dann gestern noch dazu, dass die Glastür meiner Dusche aus den Angeln gebrochen ist. Ich habe es zum Glück gemerkt, bevor das teure Ding auf den Fliesen zerschellen konnte, muss aber nun ohne Tür duschen, bis das repariert ist. Hurra für Überflutung. Klar, das ist Pillepalle gegen kranke Tiere – aber es ist eben auch nicht gerade eine Auflockerung.

Training hingegen war wohltuend und ohne Schwierigkeiten. Ich bin ein wenig muffig, dass die Schulter derzeit sehr deutlich macht, dass Kraft-Ausdauer der Weg ist, den ich gehen sollte. Muskelaufbau mag sie nicht besonders. Immer, wenn ich zart versuche, auf „max weight, min rep“ zu gehen, jammert das Ding am nächsten Tag gar fürchterlich. Kraft-Ausdauer hingegen ist prima. Da geht die Schulter voll mit. Mühsam und so. Aber Delta-Gains für den Gewinn.

Ernährungstechnisch halte ich verbissen am Herbst fest. Kürbis/Tomatengemüse mit Skyr. Und dazu noch Skyrella oder Sojafrikadellen (Note to self: Sojagranulat fast alle. Neues kaufen). Kürbis. Butternut! Herbstlich orange, sättigend und schmeckt mir gut. Jetzt muss nur noch endlich Schluss mit dieser Sommerdürre sein. Leider sieht es ja wieder nur nach ein paar Tagen Atempause aus, bevor wir wieder Tatooine haben. Echt, mir langt’s.

Nun aber auf in Tag zwei der Patchouli-Wochen bei MacDonald’s. Hoffentlich nicht Wochen! Aber Tage. Seit gestern ist eine Spieleautorin zu Besuch, die Patchouli-Parfüm mag. Ich fühlte mich zunächst in meine Goth-Zeit zurückversetzt und wurde nostalgisch, aber als dann auch gnadenloses Durchlüften nur minimale Erleichterung brachte, wurde es problematisch.

Selbst als ich heute Morgen ankam, war der Geruch noch da! Ich bin gespannt, ob Tag zwei das noch steigern kann! Außerdem ist die Dame wunderbar bizarr gekleidet. Sie ist Amerikanerin, um die Siebzig und trug gestern ein schwarz-gelb-gemustertes Hawaii-Hemd und eine Strass-Basecap. Großes Entzücken! Ich hoffe ja, auch einmal eine groteske Dame werden zu können, fürchte aber, nicht den Mut und die Gravitas mitzubringen. Ich finde sie toll!

Ach watt, Leben!, Training

Katz-tharsis und mal wieder Kleidergrößen

Today’s mood: Teldrassil burning

Dummes Wortspiel. Aber es ist wirklich eine Befreiung aus emotionaler Starre. Leider nicht mit einem Schlag, sondern langsam und schmerzhaft.

Butzel geht es besser, das ist zumindest eine Erleichterung. Anscheinend muss man bei Epileptikern, auch wenn sie medikamentös gut eingestellt sind (was bei Tieren ja eh eine schwierige Sache ist. So ganz ohne verbale Rückmeldung), in Stresssituationen immer noch mit einzelnen Anfällen rechnen. Und Hitze ist für Manche tatsächlich ein massiver Stressfaktor. Erklärt, warum die Krankheit in diesem unsäglichen, unendlichen, kaum noch erträglichen Dürre-Sommer sichtbar wurde.

Und Blut im Urin kommt bei Krampfanfällen vor. Passt ebenfalls.

Bedeutet also, dass ich und die Katze damit leben müssen, immer wieder Anfälle durchzustehen. Ich hoffe, dass die Frequenz zurückgeht, wenn dieser Horrorsommer endlich, endlich vorbei sein wird. Ab Ende der Woche besteht wieder Hoffnung. Aber es hieß ja schon länger, dass die Temperaturen nicht mehr so hoch sein sollen, was aber nie lange hielt. Es ist bald September! Ich habe soooo genug!

Nachteil von Herbstwetter: Ich muss wieder lange Hosen anziehen. Und ich fürchte, dass ich trotz Abnahme nicht wirklich in meine Hosen von letztem Jahr passen werde. Glute Bridge, Leg Press und Squats sei Dank (Und Restfett. Das hängt immer an den Oberschenkeln!).

Ist das noch sonst jemandem aufgefallen? Dass bei Damenhosen bei größeren Größen nur der Bund weiter wird und nicht das Bein?

Und das ist das exakte Gegenteil von dem, was ich brauche. Curse you, Sanduhrfigur! Naja, dafür hat der liebe Gott uns Gürtel gegeben. Sieht zwar ein wenig seltsam und nach Achtziger aus, wenn ich meine Hosen so zusammenschnüre – aber was will ich tun? Karottenhosen tragen? Over my dead body!

Heute Abend geht es wieder zu normalen Zeiten ins Training. Morgentraining im Urlaub war nett aber zu überlaufen. Allerdings eher punktuell überlaufen. Die Morgenrentner belegen fast nur die Bein/Rumpfgeräte, während ich in aller Ruhe Arm/Schulter trainieren kann, ohne dass mir jemand quer kommt. Abends ist es umgekehrt. Die Eisenjungs horten alles im Arm/Brust/Schulterbereich, aber ich habe freie Wahl bei Bein und Hintern. Amüsant.

Ach watt, Leben!, Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe haben genug vom Sommer

Druck

… weshalb sie sich mit Begeisterung auf die ersten Butternut-Kürbisse im Gemüseregal stürzen. Völlig egal, dass es draußen immer noch zu warm ist – Ofengemüse, weil ich Vorfreude auf den Herbst habe! Bunte Blätter, Pumpkin-Spice-Bonanza, Kälte.

Schön ein halbes Kilo Butternut kleinmachen, Tomaten dazu, ein bisschen Kokosöl und Gewürze. Nachdem es aus dem Ofen kommt, 200 Gramm Skyr für’s Protein dazu und fertig ist die Laube. Wieder mal low-effort-Mahlzeit. Und trotzdem sehr schmackhaft. Mal sehen, wie lange ich es mit Variationen aufhübschen kann, bevor es mir so zum Hals heraushängt, dass ich wechseln muss.

Die Kartoffel-Tomaten-Sache hat sich erst einmal totgelaufen. Da sie mich aber fast komplett durch diese bizarre Dürre/Warmzeit gebracht hat, will ich nicht meckern. Und wahrscheinlich vermisse ich das Zeug schon in ein, zwei Wochen und fange wieder damit an.

Jetzt erst einmal noch einen Tag Arbeit herumbekommen, eine saubere Übergabe hinlegen und dann den Rest der Woche – Urlaub! Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde ich eine Erkältung bekommen (klar – Stress „vorbei“, Körper fällt zusammen. Scheißding!), aber ich bekämpfe es mit aller Macht!

Nicht nur die kulturellen Highlights Grube Messel, Staedel (mal wieder mit dem Auto, da die Bahn uns dafür hin und zurück für zwei Personen 80 Euro abknöpfen würde, was für eine Reise mit dem RE durch anderthalb Verkehrsverbünde nur knapp an Wegelagerei vorbeigeht. Für ein Viertel des Geldes fahren wir mit dem Auto nach FfM, stehen dort den ganzen Tag im Parkhaus und sind nicht zeitgebunden. Deutsche Bahn, ihr saugt manchmal ganz schön Kamelhoden!) und Warhammer Fest, sondern auch eine neue WoW-Erweiterung und ein TESO-DLC. Kommen am selben Tag raus, was von Zenimax ein ganz schöner Powermove ist, wenn man bedenkt, gegen welchen Gorilla sie damit antreten. Ich schaue mir beides an, zuerst aber TESO, weil heute der übliche Dungeonabend ist. Obwohl ich natürlich total dagegen bin, dass da Werwölfe die Hauptgegner sind. Das ist rassistisch!

Ansonsten hatten die Elterneinheiten ihre Katze-tablettier-Premiere und sie lief völlig glatt. Zur allgemeinen Freude. Außer natürlich der Katze, die das hasst. Das ist schon dämlich, dass man dem Tier nicht klarmachen kann, dass man das nicht tut, um es zu quälen, sondern um zu helfen … Scheißspiel!

Ich habe mich auf einer Party völlig überfressen (Voller Napf hatte ihre Zimtschnecken mitgebracht. Ich war hilflos!) und es war amüsant, dass wir es auf einer Gesellschaft voller Nerds (die Gastgeber sind nicht nur MINT-Leute, sondern machen auch LARP, P&P und dergleichen. Dementsprechend war die Crowd eigentlich komplett „our kind of people“) trotzdem schaffen, die anderen auszu-nerden, indem wir fremdelnd ganz in der Ecke herumkrauchen und unter uns (in diesem Fall: Wir drei plus K. und Voller Napf) bleiben. Hin und wieder versuchte T., uns aufzutauen, musste dann aber natürlich auch den Rest bespaßen.

Egal, war trotzdem sehr schön. Es gab genug Unterhaltung für uns. Und manchmal haben wir auch mit anderen geredet. Ein bisschen. Wobei Voller Napf und die Waldnymphe eigentlich schon extrovertierte Partytiere sind. Aber K., der Erklärfaun und ich haben ein ziemliches Introversions-Feld erzeugt, das sie festgehalten hat.

Ja, im Job sind wir ganz fast ein bisschen anders. Zumindest K. und der Erklärfaun. Ich bin auch „auf Arbeit“ sehr zurückgezogen.

Ernährungstechnisch war es für mich jedenfalls ein voller Schlag ins Kontor. Zuviele Salate (Nudel- und Couscous-Salat), ein frittierter (!!) Grillkäse (weil der Grill zu voll war), Gemüse in Tempurateig und soooo viel Nachtisch …. Nix zu wollen. Aufstehen, abputzen, weitergehen. Cutting ist nix für Weicheier.

Beim Training habe ich auch versagt. Ich war gut drauf und habe die Gewichte für die Schulterübungen erhöht. Dumme, dumme Idee. Die ich mit ziemlichen Schmerzen bezahle. Lerneffekt: Noch weiter Kraft-Ausdauer. Egal wie easy-peasy mir das vorkommt. Ich bin noch nicht wieder soweit. Doof.