Ach watt, Leben!, Training

T-Rex out of effin‘ nowhere

Corgies trösten. Dazu braucht es in WoW nur die „Corgie-Goggles“, mit denen jeder Mitspieler und NSC zu einem solchen Hündchen wird. Also, nur von meinem Standpunkt aus.

Jetzt ist es also außer Kontrolle geraten.

Ich hatte schon seit Tagen das Gefühl, die Schulter würde sich auf ihren großen Auftritt vorbereiten, habe aber meine Übungen weiter durchgezogen. Vermutlich keine meiner weiseren Entscheidungen.

Jedenfalls wachte ich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit rasenden Schulter/Oberarm/Ellbogenschmerzen auf, und nur zwei 500er Paracetamol haben mich wieder auf ein halbwegs einschlafkompatibles Niveau gebracht.

Morgens wurde das ganze Ausmaß sichtbar: Der Arm war nur noch angewinkelt erträglich (T-Rex-Arm!), ich konnte nichts heben, halten oder den Arm auch nur drehen und mehr als zehn Grad aus der Vertikalen von unten ging auch nicht.

Also krank gemeldet, mit unglaublichen Mühen angezogen und zum Arzt. Dort bekam ich die lapidare Aussage „Schleimbeutelentzündung“ und eine Cortisonspritze. Mit einer Woche Autofahrverbot und Krankschreibung bedacht, wurde ich wieder nach Hause geschickt.

Tja. Und so isses nun. Ich bin meinen Liebsten und den Elternheiten lästig, weil ich Fahrdienste benötige und auch wenn das Cortison nun angefangen hat zu wirken, kann ich natürlich noch kein Bröckchen Sport machen, was mich etwas grantig zurücklässt.

Apropos Sport … meine Übungsauswahl wurde eher neutral-grummelig vom Herrn Doktor zur Kenntnis genommen, aber zumindest Latzug entlockte ihm größere Begeisterung. Wie üblich orakelte er von Bandscheibenproblemen durch alles, was auch nur im Dunstkreis einer Langhantel stattfindet. Da ich aber keinerlei Rückenprobleme habe, erlaube ich mir das Wegignorieren dieser Kassandrarufe.

Bleibt die Frage nach den Zukunftsaussichten.

Keinerlei Hoffnung, dass das Kalkding jemals von selbst weggeht, ganz egal, was das Internet behauptet. Ich muss eben damit leben, dass sich die Schleimbeutel im Schulterbereich immer und immer wieder entzünden werden. Die Frage ist da nicht ob, sondern nur wann.

Bleibt mir also, genauer auf die Schulter zu hören, und mir den nächsten Cortisonfix zu holen, bevor es so ausartet wie dieses Mal.

Tja.

Advertisements
Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Kein Herz für Rinder

Mein Herum-Veganern läuft gut. Unter der Woche merke ich es, wie schon gesagt, praktisch gar nicht. Das Sojageschnetz von Vantastic schmeckt zu Ofengemüse oder einem Eintopf sehr gut, gibt fett Protein und macht satt. Mittags gibt es Porridge (mit dem Problembären Sojaghurt – aber das wird vielleicht noch einfacher … irgendwie) und als Süßigkeit Obst und Kaffee mit Süßstoff.

Dieses Wochenende ging auch sehr einfach. Nur die Burgerpatties aus Buffalo-Mehlwurm waren nicht vegan („Buffalo Mehlwurm“ ist ein toller Name. Entweder ein Pornostar oder eine 70er-Jahre-Psychedelic-Combo). Aber diese Alternative zu Wirbeltierfleisch wollte ganz dringend von mir getestet werden. Wie schon beim ersten Insektenkoch-Versuch von vor ein paar Jahren: Mehlwürmer sind einfach nur Geschmacksträger. Man würzt sie und sie sind völlig unauffällig. Proteinmäßig sind sie gut aber nicht so herausragend wie die Vantastic-Sojasachen. Dafür natürlich umweltverträglicher als Soja.

Als Nachtisch gab es wieder das Ben&Jerry’s Peanutbutter Cookie Vegan-Eis. Da das natürlich ohne Laktose ist, hat auch die Waldnymphe kein Problem.

Soweit also die positiv-veganen Erlebnisse. Jetzt noch ein lustiges, aber weniger flauschiges.

Ist nicht mir passiert, sondern dem Erklärfaun, der die Woche über beruflich in Berlin war. Morgens am Hotel-Frühstücksbuffet war er gerade dabei, sich verschlafen Milch aufs Müsli zu kippen, als er von der Seite angepampt wurde: „Sie wissen schon, dass Milchkühe dafür leiden. Außerdem bekommt man von Milch Tumore“.

Die volle Klischee-Breitseite, von der man nicht glaubt, dass sie außerhalb von Fernsehserien existiert. Vor allem, da er vor nicht ganz zwei Wochen noch mit T. darüber gesprochen hatte, welch ungerechten Vorurteilen Veganer oft ausgesetzt sind.

Die richtige Antwort auf so etwas ist übrigens: „Das einzige, was ich noch mehr hasse als Kühe, sind Leute, die mich ungefragt anquaken!“

Training läuft recht rund. Ich habe beim Langhantel-Shrug zehn Kilo addiert. Zumindest das macht meiner kapriziösen Schulter nichts aus. Der Rest wird immer mal wieder bemeckert. Letzten Donnerstag bis Samstag war ich euphorisch, weil ich geglaubt habe, die Schulter würde von ganz allein besser, weil kaum noch etwas zu spüren war.

Haha. Nein.

Keine Ahnung, ob ich mal wieder einen Fehler beim Training gemacht habe oder der Mond im fünften Haus steht.

Ach watt, Leben!, Dat Nerdstuff, Training

Vom so-lala-Umgang mit Komplimenten

Als ich noch dick war, war mein vorrangiges Ziel, unauffällig zu sein. Nicht, dass ich irgendwelche Diskriminierung erlebt hätte (oder ich habe es zumindest nicht gemerkt), aber ich fand mich selbst so furchtbar, dass ich auf keinen Fall bemerkt werden wollte. Meine Vorliebe für schwarze Bandshirts unterstützte das sehr gut.

Mittlerweile ist mein Kleiderschrank nicht mehr zu 100% schwarz, sondern nur noch zur Hälfte. Was bedeutet, dass ich schon rein statistisch ziemlich oft bunt angezogen bin. Und auffallend. Weil ich nun das anziehe, was mir gefällt. Nicht immer sehr stilsicher und selten elegant – aber es gefällt mir. Und vermutlich strahlt das nach außen, wenn man sich selbst nicht mehr so scheiße findet wie früher.

Lange Einleitung für das überraschende Ereignis, das ich gestern an der Tanke hatte. Ich war fertig mit Tanken, ging in den Shop und wollte zahlen, als eine Frau hinter mir plötzlich zu mir sagte „Sie sind aber süß angezogen!“

Süß. That’s a first. Aber gut, oder nicht? Das entsprechende Outfit sieht man oben im Bild. Und da ist das quietschblaue Adventure Time-T-Shirt gar nicht zu erkennen, weil der Reißverschluss zu ist. Das gelbe Hoodie ist sogar absichtlich auf Jakes Fellfarbe hin ausgewählt, damit es passt. Ich bin so ein Fashion Victim!

Jedenfalls hat es mich völlig aus der Bahn geworfen, dass ich ein Kompliment bekommen habe. Meine 1-A-sozial-akzeptable Reaktion war dementsprechend, mich mit weit aufgerissenen Augen umzudrehen und in Nebelhornlautstärke „Danke!“ zu brüllen. Das üben wir nochmal. Falls ich jemals wieder ein Kompliment bekommen sollte.

Ansonsten scheint meine Schulter sich langsam einzukriegen. Ich bin aber auch unglaublich freundlich zu ihr. Temporär nur einmal die Woche „richtiges“ Training, ansonsten „nur“ (haha) Morgenbodyweight (mit vorher mehr Dehnen als früher) plus Abends ein bisschen mit den Hanteln herumspielen. Shrugs scheinen wirklich zu helfen.

Ich bin mittlerweile wirklich sehr, sehr müde, was diese Schulter/Bizepsschmerzen angeht. Die Schonhaltung ist immer schwerer zu vermeiden, weil es sich einfach schon so lange zieht. Sehr, sehr, sehr müde.

Culinary Diversity-Wölfe, Dat Nerdstuff, Training

Die Culinary Diversity-Wölfe versagen bei der Kürbisunterscheidung

Druck

Ich habe mir einen Muskatkürbis gekauft. Weil ich Kürbis gerne esse und ich alle verfügbaren Sorten durchprobieren möchte. Zumindest die Sorten, die man mit Schale zubereiten und essen kann. Denn einen Kürbis zu schälen … das tue ich mir nicht an.

Deshalb habe ich zugeschlagen, als es beim REWE Muskatkürbis gab.

Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber nach der üblichen Zubereitung (mit Öl, Salz und Pfeffer in den Ofen) schmeckte er exakt genauso wie ein Butternut und hatte auch die gleiche Textur und Farbe. Hm. Ich muss etwas falsch gemacht haben. Ich erwarte natürlich nicht, dass es völlig anders schmeckt. Aber ein paar Nuancen hatte ich mir schon erhofft. Jedenfalls war das nun nicht wirklich den deftigen Mehrpreis im Vergleich zu Butternut oder Hokkaido wert. Kürbis bleibt ein Staple in Herbst und Winter – aber die Standardsorten scheinen es auch zu tun!

Ansonsten habe ich gestern mit den Freunden in TESO vergnügt. Wir haben uns an eine Arena gewagt und kamen recht verlustfrei durch (nur J3 stand mehrfach „in stupid“ und musste wieder aufgehoben werden). Derzeit bin ich für Soloplay etwas TESO-müde. Ich habe die Sumerset-Storyline noch nicht einmal zur Hälfte durch und keine Motivation, in dieser Richtung weiterzumachen. Jetzt ist schon der nächste Story-DLC da und auch den werde ich voraussichtlich erst einmal nicht anfassen. Weil mich Argonier und Sumpflandschaften jetzt so wenig interessieren wie Elfen und Disneybäumchen davor. Da levle ich lieber in WoW das fünfte Mal durch die schroffen Landschaften von Draenor. Damit entspreche ich nicht dem Trend, WoW derzeit voll doof zu finden – aber es ist schön antizyklisch zu sein. Als noch jeder TESO gebashed hat, war es wundervoll, dort in leeren Gebieten unterwegs zu sein. Jetzt macht Zenimax anscheinend alles richtig und es sind mir zu viele Mitspieler. Dann auf nach WoW und dort allein alte Quests machen!

Gruppen-Inhalte natürlich weiterhin mit Freunden in TESO. Weil von denen nur J1 überhaupt noch WoW spielt. Schade!

Trainingsmäßig scheint die Umstellung Wirkung zu zeigen. Ich habe noch viel angerichteten Schaden wieder gut zu machen, das wird noch dauern. Aber ein Anfang ist gemacht. Das zeigt, dass man als Patient bei Physiotherapeuten echt völlig hilflos ist. Man kann nur hoffen, die richtigen Übungen zu bekommen. Hopp oder Topp.

Ach watt, Leben!, Training

Falsche tote Tiere und Meinungen

View this post on Instagram

Fake-Leopard! Winter is coming. #fakefur #winter #leopard #coat

A post shared by B.S. (@pinkpointypony) on

Ich wollte schon lange einen glamourösen Fellmantel. So richtig Miss-Piggy-mäßig. Volle Diva und so. Perfekter Gegensatz zu Cargohosen und Springern. Dem stand entgegen, dass ich der Tatsache, Lebewesen ihres Fells wegen zu töten, sehr negativ gegenüberstehe. Also richtig total und so.

Aber zum Glück gab uns Gott ja das Polyestertier!

Und da derzeit solche Faux-Fur-Klamotten wohl in werden, habe ich jetzt endlich die Möglichkeit, etwas in dieser Richtung zu unternehmen. In Italien habe ich nur Jacken, keine Mäntel damit gesehen. H&M hat welche im Newsletter gehabt, die mir aber nicht hundertprozentig gefallen haben.

Irgendwann habe ich noch einmal bei EMP geschaut, die bisher noch nie etwas in dieser Richtung im Angebot hatten … und wurde fündig! Für viel weniger Geld als H&M.

Ich habe mir das Ding bestellt, mich etwas über das Vanity-Sizing geärgert (Ärmel richtige Länge aber der ganze Mantel ist mal echt weit für S!), mir dann gedacht „ist eh etwas dünn, kann man gut dicken Pullover drunter anziehen“ und dann auf Anraten des Kollegen M. noch einen Gürtel draufgezogen.

Und – voilá! Perfekter wuscheliger Divenlook! Damit bin ich doppelt so breit wie normal! Jetzt kann es kalt werden. Bitte. Endlich Herbst!

Anderes Thema. Der Masseur hat mit mir die Übungen, die ich von der Physiotherapeutin bekommen habe, durchgesehen, da er sich nicht erklären konnte, warum meine Schulter seit Wochen kontinuierlich schlechter wird. Er ist ja auch Physiotherapeut und von daher qualifiziert, da Aussagen zu machen. Und er hat drei Übungen identifiziert, die ich bittesehr ab jetzt bleiben lassen sollte (ich bin ja so ein Kandidat, Übungen durchzuziehen, die mir wehtun, weil „hat man mir als gut anempfohlen, kann also nur besser damit werden“ … war wohl unhilfreich). Er hat mir dafür neue gegeben und die Sache mit dem Teraband wird auch konkreter.

Ab jetzt mache ich für die Schulter:

  • Compound Row (das bleibt)
  • Latzug (bleibt auch)
  • Kurzhantel Shrugs
  • Kurzhantel Rows (mal sehen)
  • So etwas ähnliches wie Dumbbell Kickback, nur halt anders.

Ich hoffe, dann wird die unglaubliche Verkrampfung und Entzündung des Muskels wieder besser. Er hat mir das gestern herausmassiert, aber halt auch gesagt, dass die Sache mit der Chestpress vermutlich viel dazu beigetragen hat, dass ich mit der Haltung Dinge verschlimmert habe.

Mann, zwei Stühle, drei Meinungen. Und als Patient kommt einem alles logisch vor und man weiß irgendwann gar nicht mehr, was man noch tun kann … Wenn es nicht besser wird, hat er mir aber streng zu einem erneuten MRT geraten. Amüsant, dann hätte meine Krankenkasse mehr für Diagnostik ausgegeben, als es sie gekostet hätte, mir die Schulter reparieren zu lassen – was sie ja nicht bezahlen. Da habe ich gar keine Skrupel, mich durchdiagnostizieren zu lassen. Fick den Krankenkassenapperat. Ich bin für das deutsche Krankenversicherungssystem unendlich dankbar – aber manche Blüten sind und bleiben unerklärlich. Dass ich meine 600-Euro-Brillengläser selbst bezahlen muss. Kein Geld für Zahnersatz. Geld für Homoöpathie und anderen Voodoo. Kein Geld für die Schulter. Schräg!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training

Rückkehr in den Alltag

… ist manchmal auch ganz schön. Klar, niemand steht gern um fünf auf, aber als Angstpatient liebt man friedliche Routine, weshalb Arbeitengehen für mich ein sehr beruhigender Anker ist. Es war toll, sich Dinge im Urlaub zu trauen und zu sehen, was alles so viel besser geht als früher (nur eine Autobahnbrücke bei Innsbruck den Berg hinunter war schwierig, sonst alles smooth. Ich war sogar auf dem höchsten Punkt des Castello in Arco!), aber das muss natürlich auch alles verfestigt werden. Und dazu ist Alltag mit kleinen Dingen wichtig.

Zum Beispiel der Schwestereinheit eine Postkarte zu gestalten und zu schicken. Ich habe mich nicht getraut, ihr in Trento eine zu kaufen, weil es in den Geschäften nicht gleichzeitig auch Briefmarken gab und mir das dann aus den üblichen bekloppten Kopfgründen zu schlimm war. Deshalb also etwas Selbstgemachtes, was ich gestern Abend zur Post gebracht habe. Mal sehen, ob es ihnen gefällt.

Außerdem wieder richtig essen. Also nicht nur Fett, Zucker und Weißmehl. Gestern gab’s Kürbis und Tomaten aus dem Ofen mit Soja- und Tomatensoße. War sehr lecker und hätte ich mir nicht aus „ich kann mit übriggebliebenem Essen nichts anfangen, außer es wegzuwerfen und das macht man nicht“-Gründen die komplette Portion reingeföhnt, was eine halbe Stunde Bauchschmerzen gab, wäre alles ganz großartig gewesen. Das mache ich heute besser.

Ganz davon ab, dass ich heute wieder trainieren kann, was mehr Appetit bedeutet.

Im Urlaub waren wir so vernünftig, weiter jeden Tag morgens Bodyweight zu machen (der Erklärfaun und ich) oder Joggen zu gehen (die Waldnymphe) aber da fehlt natürlich das abendliche „richtige“ Training (als ob Bodyweight so fluffy-duffy wäre …). Meine Schulter ist in den letzten drei Wochen aus mir unerfindlichen Gründen viel, viel schlimmer geworden. Ich kann kaum noch nach hinten greifen und habe auch kaum noch Kraft, wenn ich etwas nach hinten aufdrücke (Türen z.B.). Das macht mir Angst, dass die Sehne nun tatsächlich beschädigt sein könnte. Wenn das heute im Training und morgen mit der Massage nicht besser wird, muss ich wohl nach der Messe (vorher kann ich nicht krank ausfallen) zum Arzt.

Ich mag nicht zum Arzt!

Ach watt, Leben!, Ernährung, Training, Weniger

Vegan und Muskelaufbau

Illustrativ immer noch viel World of Warcraft bei mir …

Darüber muss ich mir nun auch Gedanken machen. Das Internet spuckt dazu einiges aus, leider aber auch immer hochkalorisch, wenn es viel Protein hat. So viel „Bang for the Buck“ wie Skyr, Quark oder Eier haben Pflanzen eben leider nicht. Würde ich die selbe Proteinmenge erreichen wollen, käme ich auf fast ein Drittel mehr Kalorien. Und das kann’s eigentlich nicht sein.

Die Proteinbomben sind größtenteils Hülsenfrüchte, Lupinen, Soja/Tofu, Nüsse, Süßkartoffeln. Allesamt echt energiedicht.

Außerdem auf den Plätzen dann noch Kichererbsen, Quinoa, Amaranth, Chiasamen. Und dann endlich die nicht ganz so heftigen Bomben: Kartoffeln, Spinat, Brokkoli, Erbsen. Das kann ich dann mit meinen Gemüse-Standards Tomaten/Zucchini/Gurken/Kohlrabi/Paprika/Zwiebeln/Kürbis/Lauch/Grünkohl/Blumenkohl/Grüne Bohnen/Rosenkohl/Stangensellerie/Gelberüben/alles-was-ich-vergessen-habe kombinieren.

Prinzipiell habe ich also echt Auswahl – wenn ich mich an kleine Portionen und einen knurrenden Magen gewöhnen kann. Beziehungsweise … ich darf ja keine kleinen Portionen essen, weil ich dann schon wieder nicht auf genug Eiweiß komme. Argh!

Wie schaffe ich es vegan auf so 800 – 1000 Kalorien und dabei 60 Gramm Eiweiß? Hundert Gramm Lupinenkerne (immerhin eine in Deutschland auch angebaute Pflanze … und auf nerdige Weise ist es natürlich cool, Wolfsbohnen zu essen! Vlka Fenryka-Abendessen!) würden mir 41 Gramm Protein geben – schlagen aber auch mit 320 Kalorien zu Buche. Ein Drittel meines angepeilten Maximalbudgets. Und ob diese hundert Gramm so super sättigen? Ich könnte natürlich darum herumplanen.

Für mein Mittagessen 250 Gramm Sojaghurt im Porridge sind 10 Gramm Eiweiß. Die zwanzig Gramm Haferflocken darin nochmal zwei Gramm. Das Porridge hat grob 300 Kalorien. Dann 320 Kalorien und 41 Gramm Protein für die Lupinenkerne macht 43 Gramm bei 620 Kalorien. Öff. Als Beilage 500 Gramm Zucchini nochmal 110 Kalorien und 15 Gramm Protein. Gesamtmenge dann 720 zu 58. Fast da! Zu den Zucchini noch Dosentomaten. Eine Dose für 80 Kalorien und 4 Gramm Protein. Jöööööö! Ziel!

Und noch Platz für Kokosmilch im Kaffee, Obst und ein paar Gelberüben. Sehr schön.

Will ich Varianz muss ich natürlich noch viel rechnen und spielen. Wobei das Sojagranulat vom Rewe schon ziemlich in der selben Liga wie die Lupinen spielt.

Ich liebe Butternutkürbis, der hat aber fast 40 Kalorien. Und ziemlich miese Proteinwerte. Von meinen geliebten Kartoffeln gar nicht zu reden!

Okay, vegan ist echt nicht einfach. Machbar, jedoch anfangs Arbeit. Aber selbst wenn ich merke, dass mir das Experiment nichts bringen sollte und ich zum Vegetarismus zurückkehren will, habe ich Dinge gelernt.

Irgendwie stimmt es schon – Ernährung ist eine Ersatzreligion. Nicht, dass ich Atheistin wäre. Nein, ich bin schwache Agnostikerin (an zynischen Tagen auch starke) und arbeite mich noch an „Theologie nach Auschwitz“ ab. Aber die Beschäftigung mit meinem Körper und seinem möglichst guten Erhalt ist schon sehr altägyptisch!

Culinary Diversity-Wölfe, Ernährung, Training, Weniger

Die Culinary Diversity-Wölfe sind mit Chili viel zu schnell satt

Druck

Das hätte ich nicht gedacht – aber die Portion Chili, die ich für mein Abendessen geplant hatte, reicht tatsächlich für zwei Mal! Ich bin Volumenesserin und deshalb immer erstaunt, wenn ich von kleinen Dingen satt werden kann. Das schaffen normalerweise auch nur Seattler-Kaffee-Verscherbler-Muffins, die ziegelsteinschwer auffüllen. Aber diesmal auch das Chili. Liegt vermutlich an den Bohnen. Ich esse selten Hülsenfrüchte.

Und es war sehr, sehr wohlschmeckend! Für 375 Kalorien habe ich ein gesundes Abendessen bekommen. Mit genug Protein, mit sehr wenig kurzkettigen Kohlenhydraten (ich bin immer noch wegen der Insulinresistenz-Diabetes-Drohkulisse der Gyn verärgert) und ich gewöhne mir sogar statt Nachtisch (früher Obst oder Joghurt) eine Tasse kaffeeähnliches Heißgetränk an.

Zucchini und Sojaschnitzel als Basis, Tomaten und Bohnen dazu.

View this post on Instagram

Chili sin Carne. #vegan #vegetarisch #vegetarian #chili

A post shared by B.S. (@pinkpointypony) on

Langsam sollte das doch reichen, um keine Diabetes zu bekommen! Ich habe einen BMI von 22,3, einen Körperfettanteil von 24%, trainiere dreimal die Woche, mache jeden Tag Bodyweight-Morgensport … ach, ich lasse mich einfach zu sehr verunsichern.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich am Samstag in die Stadt gehen und mir die Vanilla-Pumpkin-Spice-Sachen vom tierfreundlichen Kosmetikladen kaufen will, auf ein ebensolches Heißgetränk hoffe (ja, da bin ich ganz „basic white bitch“. Ich mag das Zeug!), das Spielefest meines Arbeitgebers besuchen werde (yay, kostenlos in den Park! Pinguine und Schuhschnäbel ansehen!), später die Liebsten und die Gang zum Magespielen treffe und generell viel in Bewegung sein werde.

Mein Samstagstraining möchte ich deshalb auf Heute vorziehen. Ist eigentlich problemlos. Aber als ich gestern im Gym war hat mir die Frau an der Theke zum Abschied „ein schönes Wochenende“ gewünscht. Für normale Menschen kein Problem. Für Angstkranke ein Stressding. Weil – ich komme doch vor dem Wochenende nochmal hin.

Nein, das ist nicht logisch oder nachvollziehbar. Aber wenn es das wäre, wäre ich ja auch gesund.

(Wer sich über die Umschreibungen für die Geschäfte, in denen ich Dinge kaufen will, wundert: Seit Neuestem kann man auch abgemahnt werden, wenn man nur Namen nennt, ohne etwas dafür bekommen zu haben. Ist Instagram-Leuten schon passiert. Klar, ich bin nicht in deren 50.000-Follower-Sphären unterwegs und habe auch keine „richtige“ Werbung im Blog, die man verwechseln könnte. Und eine angestellte Produktmanagerin sowieso nicht. Aber derzeit führt Europa Krieg gegen Internetnutzer, da traue ich denen alles zu und bin erst einmal vorsichtig!)

Ach watt, Leben!, Training

Die heilenden Hände

Er verkauft Designer Rocks. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte. Ich wünschte, ich könnte in meinem Job so high sein, wie die Gamedesigner von Blizzard!

Jeden Mittwoch kommt im Verlag ein reisender Gaukler Masseur vorbei. Für fünfzehn Euro kann man sich zwanzig Minuten lang bearbeiten lassen. Bisher hatte ich den Service noch nie genutzt (hauptsächlich, weil er von einer Kollegin koordiniert wird, vor der ich mich unendlich fürchte), aber auf gutes Zureden von Kollege A. und IT-Fräggeldi M. hin, habe ich es dann doch einmal getan und mich auf die Liste setzen lassen. Dass besagte Kollegin gerade in Urlaub war, hat damit nicht das Geringste zu tun.

Egal. Auf jeden Fall hat mich also gestern um Viertel nach Acht Empfangslady Ch. eingesammelt und ich bin mit Handtuch und Geldscheinen bewaffnet in den Konferenzraum gewandert, in dem Masseur J. schon seine mobile Liege aufbaute.

Er fragte zuerst nach bestehenden Problemen und dann, ob ich die Schulter direkt angehen wollte oder erst einmal nur „so allgemein Rücken“. Von nix kommt nix also gleich in medias res und an die Kalkschulter.

Und … was soll ich sagen … es war großartig! Zuerst den Bizeps, weil ja die Bizepssehne am meisten betroffen ist und dann alle zur Schulter führenden Muskeln. Mann, ich wusste nicht, wie verspannt mein linker Kapuzenmuskel war … das zog bis ins Hirn! Ziemlich der Physiotherapie ähnlich und zusätzlich noch mit Tipps zu Haltung und zur Dehnung der Brustmuskeln. Außerdem soll ich das nächste Mal mein Teraband mitbringen und dann gibt er mir noch mehr Übungen.

Hurra!

Ich war den ganzen restlichen Tag maximal gut gelaunt und entspannt. Da kam auch geistig und seelisch viel Friede auf. Praktisch kaum Angst und Aggression den ganzen Tag! Und auch heute Morgen ist nur wenig von den vom Masseur angekündigten Schmerzen im Bizeps zu spüren. Büsschen halt.

Sehr gut angelegtes Geld. Der Mann ist toll! Ich habe mir gleich noch drei Termine reserviert. Alle zwei Wochen sind fünfzehn Euro definitiv drin!

Ich bin gespannt, wie sich die Schulter heute Abend beim Training zeigt!

Außerdem ganz neu und so: Das erste Mal Chili sin Carne mit Sojagranulat. Ich habe es ge-mealprepped und werde es heute Abend nach dem Spocht verzehren. Und natürlich berichten!

Ach watt, Leben!, Training, Weniger

Dicke Beine 2 – die Abrechnung

Jetzt habe ich es offiziell: Fette Füße! (In unserer Dialektregion gehen Füße vom Boden bis zur Hüfte)

Denn gestern kam mein Paket von Deichmann an. Ich brauchte wollte ungefütterte Schaftstiefel und nicht nur gab es die nur online und nicht in der Filiale, sondern ich musste auch „mit Weitschaft“ kaufen. Stiefel, die dazu gedacht sind, dass man sie über Hosen tragen kann.

Spoiler: Kann ich nicht. Die Weitvariante passt perfekt, wenn auch spack. Mit maximal einer Leggins drunter. Ich bin und bleibe erstaunt. Habe ich wirklich so ungewöhnlich elefantöse Unterschenkel? Wovon? Ich habe normalgroße (37) und schmale Füße. Ich habe eine normale Kleidergröße (36). Ich passe trotz unbenommen riesiger Oberschenkel (da wundere ich mich über nichts. Die sind mein Restfett-Reservoir) in normale Jeans (29/30). Aber meine Unterschenkel sprengen also jede natürliche Norm?

Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe, bin ich kein Unterschenkel-Freak. Eher noch leicht unterhalb des Mittelwerts. Allerdings mit dem Problemfeld, dass ich an dieser Körperstelle tatsächlich kaum Fettgewebe horte, was zu nicht zusammenpressbaren Unterschenkeln führt, die man nicht einfach irgendwo reinstopfen kann. It doesn’t jiggle, must be muscle, um Arnie zu paraphrasieren.

Führt zwangsläufig zur Frage: Wenn die Mehrheit die dicken Füße hat, wer kauft dann die ganzen „normalen“ Stiefel für dünne Unterschenkel? Gibt es ein von mir unbemerktes, gigantisches Reservoir an Menschen, mit unterärmchendünnem Fahrgestell?

Würde bei der derzeitigen Übergewichtswelle aber zu jeder Menge Menschen im Heißluftballondesign führen. Und die habe ich noch nicht gesehen. Bleibt der Schluss, dass die Schuhhersteller auf dem Holzweg sind und völlig am Bedarf vorbei produzieren. Ich hoffe, sie merken das demnächst mal und ich kann meine Stiefel wieder im Laden kaufen, anstatt die Freakversion online bestellen zu müssen!

Ansonsten habe ich meinen Winterklamottenvorrat mit einer weiteren Mi-Parti- (diesmal Karo und Schwarz) und einer Marlenehose (schon ewig keine beinweite Hose mehr besessen!) aufgefüllt und muss mich am Wochenende endlich ans Aussortieren des alten Zeugs machen, das zum Teil noch zwei Größen zu viel hat.