Zu viel Sport?

Lord Vivec. Heute Abend ist wieder TESO-Dungeon-Zeit mit den drei Js!

Scheint fast so, denn die letzte Woche habe ich mehr als doppelt so viel herumgetobt wie normal (an den Statistiken des Imperators gut ablesbar) und bekam prompt die Quittung in Form von über drei Kilo (!!) Wasser extra, die heute Morgen auf der Waage grinsten.

Sehr stressig für mich und der Zwang, hektische Maßnahmen zu ergreifen, ist übermächtig. Aber einerseits passen mir alle meine Klamotten so gut wie immer (Wasser lagert sich bei mir meist am Bauch an und da hat es die Natur gut mit mir gemeint, der ist außerhalb der Wassersaison sehr fest und flach, da sehe ich dann selbst mit drei Kilo H2O nur ein bisschen schwanger aus) und andererseits … was soll’s? Sport tut mir seelisch gut, da kann das Fleisch ruhig mal jammern.

Trotzdem werde ich diese Woche etwas ruhiger planen. Heute einen Ruhetag – den ich auch brauche, weil ich mir gestern fünf Kilo mehr auf die Langhantel geschaufelt habe und der Muskelkater dementsprechend luxuriös ist. Vielleicht morgen noch einen Zweit-Ruhetag. Und dann ist diese kurze Woche schon fast wieder vorbei, ich kann Donnerstag bis Sonntag morgens Laufen gehen und außerdem haben wir ein aktives Programm vor. Die Saalburg besichtigen. Weil der Erklärfaun und ich solche Antikenfreaks sind. Und Freunde besuchen. Und all’ sowas.

Aber jetzt erst nochmal Arbeit. Ein paar Dinge sind in der finalen Phase und ich habe schwer den Überblick verloren, was zum Glück nicht schlimm ist. Die Kollegen kommen schon, wenn etwas ist.

Und ich würde diese Woche gern ein Bild für die Stories der Waldnymphe fertigbekommen. Die letzten zwei Wochen war dafür zu viel Hektik und ich habe es nur zu einer nicht befriedigenden Vorzeichnung geschafft, die zu sehr „mein Geschmack“ und zu wenig „ihre Beschreibung“ gesagt hat. Das will ich noch ändern.

Sommeressen

Nachtisch für drei.

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Na, was fällt einem als Erstes ein, wenn man an heiße Sommertage denkt, an Überfluß im Gemüseregal, an knackende Eiswürfel im Glas? Was ist das perfekte Essen für quietschheiße Juninachmittage, an denen es selbst den Schnieptröten zu heiß zum Brüllen ist?

Na klar, Raclette!

Ja, so hab ich auch geguckt, als ich gestern beim Einkauf in Mannheim, während mir fast die Schuhe am Asphalt festgeklebt sind, auf das „Raclettemobil“ gestoßen bin. Die Waldnymphe meinte, dass nur noch ein erfrischend heißer Glühwein mit Zimt das Sommerfeeling besser machen könnte.

Oder Maroni. Die würden das auch abrunden.

Na, egal. Wer auch immer Raclette als Streetfood hip machen möchte, hatte gestern jedenfalls keinen guten Tag.

Ich hingegen schon. Ich habe mir bei H&M erfolgreich ein paar Klamotten erjagt . Es gab die Sommerhosen, die ich unbedingt wollte – weil weit an der Wade – nur noch in Größe 34. Tja. Was soll ich sagen .. passt! Gekauft. Das sollte meinen Wahn, dass ich in der Haltephase aufgegangen bin wie Hefeteig, etwas eindämmen.

Nein. Tut es nicht. Naturparanoia.

Dann war ich im Luisenpark und habe die Arbeitskollegen besucht, die dort das Spielefest betreut haben. Es war richtig viel los – kein Wunder, bei dem Wetter! – und die Besucher schienen allesamt viel Spaß zu haben.

Humboldtpinguine im Luisenpark. #luisenparkmannheim

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Ich war noch die Pinguine, Marabus, Gänse und sonstiges Geviech besuchen und bin dann nach Hause, weil wir Grillen wollten. T. hatte sich angesagt, der vom Erklärfaun eine Warhammer-Armee abkaufen wollte und so zerfloß der Abend bei Würstchen (vegane Hackspieße und Maisfladen für mich), Tacosalat und Eis. Da ich 17 Kilometer auf dem Imperator hatte, war das Essen auch kein Problem.

Trotzdem war ich heute morgen direkt um sechs wieder Joggen und habe herausgefunden, dass mir Sprintintervalle Spaß machen. Nachher noch ins Gym und ein paar Eisen geworfen und dann für den Rest des Tages ins Dunkle zurückziehen.

Klingt nach einem Plan!

Die dünne Luft im Wohlfühlkorridor

… nervt mich! Warum bin ich so eine Memme, die ein winziges Temperaturfenster hat, in dem sie sich wohlfühlt und den Rest der Zeit „zu kalt!“ oder „zu warm!“ herumpienzt? „Zu kalt“ ist sporttechnisch zwar weniger ein Problem, da ich keine Hemmungen habe, mein Alpaka-Einhorn-Lauflaibchen zu tragen oder gar vermummt wie ein Polarjäger auf die Piste zu gehen. Hey, ich bin auch bei minus zehn Gard im Winter mit dem Fahrrad ins Gym gegurkt.

Aber „zu warm“ … urgs. Gestern war´s das nämlich schon fast wieder. Ich habe bei ungefähr Kilometer vier gemerkt, dass mir die Suppe läuft. Und für jemanden, der nie (und damit meine ich: nie!) schwitzt, ist das ein übler Zustand. Wahrscheinlich hatte ich eine krebsrote Murmel und sah von außen aus wie knapp vorm Kollaps. War natürlich nicht so. Es war unangenehm aber weder waren die Rundenzeiten viel schlechter als sonst (im Schnitt bin ich derzeit bei 5:40 pro Kilometer. Ich bin eine Robbe und wölle mich dahin!) noch hatte ich den Drang, aufzugeben. Aber, wie gesagt – kein schönes Gefühl. Und wenn man dann noch Sprints über sich schließende Bahnübergänge einlegt (deshalb das Video über dem Text), wird das mit der Hitze auch nicht besser.

Heute soll es noch heißer werden. Wie gut, dass ich diese Woche noch keinen einzigen Ruhetag hatte, dann werde ich diesen Joker direkt einmal ziehen. Und morgen kann ich ja so früh laufen, dass es noch kühl ist.

Gestern war ich übrigens sehr pfadfinderig. Irgendwo auf der freies-Feld-Strecke überholten mich zwei fröhlich plaudernde Damen auf Fahrrädern. Kurze Zeit später, nach einer kleinen Senke und einer Kurve, fand ich mitten auf dem Weg ein Handy und einen Meter weiter die dazugehörige Lederhülle. Sogar Google Maps war noch offen. Ich nahm das Ding also und trabte weiter, etwas ratlos, was ich mit dem Fund machen sollte, da sich das Display wieder verdunkelt hatte und ich nicht davon ausgehen konnte, dass es ohne Sperre sein würde um herauszufinden, wie der Besitzer heißt. Doch zum Glück kamen mir schon bald die zwei Radfahrerinnen von eben in höchstem Tempo entgegengeschossen. Zufrieden winkte ich mit dem Telefon und erntete überschwänglichen Dank. Alle Beteiligten glücklich. Die Handybesitzerin, weil sie offenbar sehr auf Google Maps angewiesen war und ich, weil mir das Kopfzerbrechen, wo man ein gefundenes Handy abgibt, erspart blieb.

Heute Abend ist mal wieder Beziehungspflege und Trashfernsehen-Gucken angesagt. Ich bringe den Nachtisch in Form von Obstsalat mit.

Und morgen schaue ich mir einmal an, was mein Arbeitgeber so im Luisenpark veranstaltet. Die Kollegen waren die letzten Wochen schon immens fleißig und haben rotiert. Da will ich zumindest einmal sehen, was dabei so herausgekommen ist.

Bonusthema: Wren ist mit ihrem neuen Fitnesstracker unglücklich, da der wohl nichts für Nickelallergiker ist. Ich habe ihr meinen Imperator ans Herz gelegt. Der sieht vielleicht nicht so schick aus (nein, er sieht sogar immens klumpig dagegen aus. Wie so ein A-Team-Van gegen einen Lambo, grob gesagt), ist dafür aber aus Silikon, wasserfest und generell eine Freude. Er bringt mich dazu, genug Sport zu machen und nervt nur selten. Er war – entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen – eine wirklich gute Anschaffung. Unter den Top 3 sinnvollen Käufen dieses Jahr, würde ich sagen.

Essensmäßig geht es im Moment. Ich schaffe es ganz gut, den Gesamtumsatz zu treffen und mittlerweile habe ich auch nach und nach die essbaren Mitbringsel der Schwiegerdrittel weggeschafft (getrocknete Papaya und Salzmandeln), so dass ich keine Dinge mehr im Haus habe, die einer plötzlichen „muss weg!“-Attacke im wahrsten Wortsinne Nahrung bieten könnten. Ich hoffe nur, dass ich in nächster Zeit keine Lebensmittel geschenkt bekomme, so lange ich noch in den schwierigen Anfängen der Haltephase bin. Ich bin schlecht im Ablehnen.

Filterbubbles und Überraschungstofu

Gestern las ich in einem Blog, das ich seit längerer Zeit mit großem Vergnügen und generellem Gewinn verfolge, die Überschrift „An Kalorien glaube ich nicht“. Der Blogbeitrag selbst ging mehr darum, dass es schwierig sei, den physiologischen Brennwert von Nahrung überhaupt korrekt zu ermitteln, was ja prinzipiell nicht falsch ist.

Die folgenden Kommentare aber … Nun, ich habe mich, zusammen mit ein, zwei anderen, redlich bemüht. Aber anscheinend ist es nun schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen, alles, was mit Kalorienzählen oder CICO zu tun hat, als Humbug abzutun. Und jeden, der damit abnimmt/abgenommen hat als „glücklichen Einzelfall“ und anekdotisch abzustempeln (lauter glückliche Einzelfälle in meiner Umgebung. Erklärfaun 60 Kilo, Frau Schwan 80 Kilo, Kollege H. 20 Kilo, Kollege B. 10 Kilo, Kollege Ch. 8 Kilo, Schwester 10 Kilo, Mutter 5 Kilo … boy, ain´t we lucky?).

Ich habe irgendwann einfach aufgegeben. Ist schließlich nicht meine Aufgabe. Jeder darf so dick sein, wie er mag. Jeder darf Kalorien zählen oder auch nicht.

Aber die Frage bleibt, ob die Leute, die vehement bestreiten, dass man feststellen könnte, wie viel Kalorien ein Lebensmittel wirklich an Brennwert liefert, weil jeder Körper anders ist und der Stoffwechsel viel zu kompliziert für solche Vereinfachungen wäre … ob diese Leute denn dann die Tabletten nehmen, die ihr Arzt ihnen verschreibt? Denn immerhin kann man ja nicht sagen, wie die Wirkstoffe darin vom Stoffwechsel verarbeitet werden und jeder Körper ist individuell in seinen Aufnahmefähigkeiten.

Aber das ist vermutlich etwas gaaaanz anderes. Der Körper kennt da den Unterschied genau.

Meiner Meinung nach sind Kalorienangaben tatsächlich nur grobe Nährungswerte. Und manchmal sogar ziemlich falsch, wie die Sache mit den Mandeln zeigt. Aber … ist das ein Grund, das Kalorienzählen sein zu lassen, nur weil man eine gewisse Fehlerquote immer dabeihat? Natürlich nicht. Denn selbst nur zu 80% korrekte Angaben sind besser als gar keine, wie man an den immer wieder gezeigten falschen Verbrauchs-Selbsteinschätzungen sehen kann. Da sind nämlich Abweichungen von 100, 200% keine Seltenheit.

Gibt ja zum Glück das, was im fatlogic-Subreddit gern [Sanity] getagged wird. Zum Beispiel das hier. Oder das hier.

Dennoch ist es nicht meine Aufgabe, das meinungsmäßig gefestigten Menschen, die „noch nie Kalorien gezählt“ haben, nahezubringen. Ich finde Blicke aus meiner Fitness/Ernährungs/Bodybuilding-Filterbubble hinaus gelegentlich sogar ganz spannend.

Ich bin im Ganzen etwas gelassener geworden, was den holprigen Beginn der Haltephase angeht, da @Kore aus dem Ohne-Unsinn-Forum davon erzählt hat, wie es ihr zu dieser Zeit erging und ich etliche Parallelen feststellen konnte. Und als dann noch mehrere Mitdiskutanten Ähnliches berichteten, war ich zwar nicht wirklich beruhigt (ich fühle mich gerade mit 60 Kilo „zu fett“, da kann von „Beruhigung“ oder „Ratio“ wenig Rede sein) aber konnte meine generelle Hysterie etwas dämpfen.

Was nicht hilft ist, dass der Tofu, den ich im Real gekauft habe, fast doppelt so viele Kalorien hat, wie mein „normaler“ Tofu. Und nein, ich habe nicht aus Versehen den Räuchertofu erwischt. Es ist tatsächlich hundsgewöhnlicher Tofu. Mit 124 Kalorien pro hundert Gramm. Nicht etwa den gewohnten 60 bis 80 Kalorien. Ich bin selbst schuld. Hätte ich beim Kauf genauer geschaut und mich nicht darauf verlassen, dass Tofu immer ungefähr gleich viele Kalorien hat.

Andererseits passt er gut ins Budget und schmeckt auch. Beziehungsweise nimmt gut Geschmack an.

Mittlerweile habe ich durch pure Sturheit auch meine Nagelbettentzündung ohne einen Tag Sportpause hinter mich gebracht. Meine guten Laufschuhe haben einiges dazugetan, in dem sie es irgendwie geschafft haben, dass mir der Zeh darin nicht besonders wehtat. Nur ein bisschen. Jedenfalls weniger als in den normalen Schuhen.

Jetzt habe ich Muskelkater in der rechten Wade vom Schonen des linken Fußes. Aber den kann man ja wunderbar weglaufen.

Meine Lernkurve ist eine Flatline.

Unmut und so

Love me to the end

Computerspielmäßig ist mir derzeit mehr nach Düsternis in Second Life.

Eigentlich wollte ich mich dadurch, dass ich erst einmal eine Zeitlang Gesamtumsatz esse, von Stress befreien. Sowohl körperlich (immerhin baut das Cortisol ab) als auch seelisch. Damit ich mich mehr auf Sport konzentrieren kann. Dass ich wieder etwas Normalität haben kann.

Dummerweise explodiert mir dieses Vorhaben gerade in Zeitlupe direkt ins Gesicht. Anstatt, dass das eingelagerte Wasser nun verschwindet, bin ich nochmal zwei Kilo schwerer geworden. Ich bin wieder über sechzig Kilo. Ganz großes Kino. Ich habe gar keine Lust mehr, herauszufinden, was das mit meinem Körperfettanteil gemacht hat. Ich bin also wieder soweit, mich jeden Tag zu wiegen und immer genervter und zwanghafter zu werden.

Und, ja, ich habe das Gefühl, dass die Diät mir vielleicht nicht „den Stoffwechsel zerstört“ hat, aber irgendetwas hat sich definitiv so verändert, dass mir sogar 1550 Kalorien pro Tag zu viel sind. Trotz jede Woche vier, fünf Stunden Sport.

Besteht mein weiteres Leben also darin, wieder auf 1000 bis 1200 Kalorien zu gehen und dort zu bleiben? Na super. Da wäre es wohl wirklich besser gewesen, fett zu bleiben. Da hatte ich wenigstens keinen Frust mit dem Essen, konnte mir Schokolade oder Kekse leisten, ohne Zucken am Augenlid zu bekommen und habe mich nicht darüber definiert, wie ich aussehe. Und scheißegal, ob ich dann keine fünf Kilometer am Stück mehr Joggen oder Gewichte stemmen kann, wenn ich dafür nicht mehr diesen völlig unberechenbaren Schwankungen ausgesetzt bin. Für meine Seele bringt es derzeit gar nichts, körperlich gesund zu sein, wenn der Preis ist, dass ich so verdammt wenig essen darf, damit ich nicht wieder zunehme (und dann trotzdem shitfucking zunehme!). Ich will wieder Nudeln essen können. Und Brot. Und Gebäck, das nicht auf Teufel komm raus von jedem Geschmacksträger befreit wurde, damit es ins Budget passt. Ich will keine Selbsthass-Attacke mehr, wenn ich eine Banane esse, wo doch andere Obstsorten viel kalorienärmer sind. Ich will Vollmilch trinken, ohne dafür eine Mahlzeit zu streichen.

Ich will mein Leben zurück.

Mein Essen für heute:

  • Quarkporridge (362)
  • Zwei Scheiben Bananenbrot (133)
  • Ofengemüse mit Tofu (500)
  • Banane mit Erdnussbutter (263)
  • Skyr mit Brombeeren (253)

Macht zusammen 1511 Kalorien. Drauf geschissen.

Sieben fette und sieben magere Kühe

Sehr biblisch, nicht wahr? Und ich habe keine Ahnung, in welchem der Jahre ich mich gerade befinde. Essenstechnisch bestimmt wieder am Anfang der fetten Jahre. Und deshalb muss ich aufpassen wie ein Schießhund. Denn schon das Pfingstwochenende hat gezeigt, dass ich immer noch so eine Buffettfräse bin, die problemlos genau so viel essen kann, wie ihre deutlich größeren und schwereren Partner! (Davon unabhängig: Es war ein bisschen gruselig, dass wir drei bei J1s Geburtstagsfeier die einzig Normalgewichtigen waren.)

Auf jeden Fall muss ich weiterhin aufpassen. Ich bin sehr dankbar für meinen geregelten Wochenrhythmus, der mir zumindest von Montag bis Freitag die Kontrolle verschafft, die ich offenbar immer noch brauche.

Heute gibt es zum Beispiel zum Mittagessen den leckeren Quarkporridge mit Himbeeren (360 Kcal) und 250 Gramm Magerquark mit 100 Gramm Cherrytomaten (185 Kcal). Abends gibt es 300 Gramm Zucchini, 150 Gramm Gelberüben, 250 Gramm Tomatensauce, 150 Gramm Spitzpaprika und 200 Gramm Tofu (zusammen 416 Kcal). Und zum Nachtisch eine Banane mit Erdnussbutter (270 Kcal). Je nach Laune dann noch einen Pott Skyr mit frischen Heidel- oder Brombeeren (zusammen 253 Kcal) – aber nur, falls ich heute Laufen gehe, was noch nicht sicher ist, weil ich mir eine kleine Nagelbettentzündung gefangen habe, die bei jedem Schritt schmerzt. Nun überlege ich noch, ob ich heute Abend eine Sissy bin oder nicht. Mit diesen Nahrungsmitteln komme ich also auf knapp 1550 Kalorien. Absolut vertretbar und auch genug. Also fette Kühe für mich!

Magere Kühe gibt es allerdings an der Skyr-Front. Jetzt habe ich mich gerade daran gewöhnt, dass der Lidl-Skyr die optimale Portionsgröße hat (ich mag eigentlich nur den Naturskyr. Die Früchte haue ich mir lieber selber rein), da beschließt unser örtlicher Lidl, dass sie komplett abreißen und neu bauen müssen, um nicht gegen den ebenfalls gerade zum Proll-Chic-Shoppingtempel renovierten Aldi fünfzig Meter weiter abzustinken. Finde ich unnötig, da ich den ranzigen Charme der Achtziger sehr schätze. Ich brauche kein Einkaufserlebnis, ich brauche Lebensmittel. Aber ich bin da offenbar nicht in der Mehrheitszielgruppe. Also bis November entweder keinen Skyr für mich (Aldis Miniskyrbecher sind Killefitt, da kaufe ich dann lieber wieder Magerquark) oder eine gelegentliche Odyssee zum Lidl im Nachbarort, um eine Palette Milchprodukt einzusacken, die mir dann den Kühlschrank vollstellen werden. Hrmpf und so.

Von den Nahrungseskalationen (fette Kühe! Auch für Vegetarier! Geniale Bananen-Erdnuss-Patty-Burger!) mal abgesehen war Pfingsten aber super. Viel gespielt, viel gelacht. Und mit dem Erklärfaun Pläne geschmiedet, wahlweise mit dem Containerschiff nach Island, dem Unimog nach Wladiwostok oder dem Mähdrescher durch Moldawien zu fahren. Bis auf Letzteres meinen wir das – sehr zum Entsetzen der Waldnymphe – auch durchaus ernst. Der „great american road-trip“ in der Osteuropa-Variante. Wäre schon cool. Dauert halt lange. Und man muss den Unimog dann vor Ort verhökern und mit der Transsib zurückfahren. Was bedeutet, dass wir noch einen Mitreisenden mit Russischkenntnissen brauchen. Ich fürchte, dieser Reisetraum benötigt noch ein wenig Finetuning.

Ich habe ein Monster erschaffen!

Gestern hatten der Erklärfaun und ich Datenight zu zweit, weil die Waldnymphe mit ihrer besten Freundin saunieren war. Wir sind erst etwas spazieren gegangen (die Tatsache genießend, dass wir so schnell marschieren konnten, wie wir wollten!), haben uns dann in einem Café einen Salat und einen Flammkuchen gegönnt, haben im Real noch einen Pott Ben&Jerry´s erstanden und uns dann auf die Couch verfügt.

Vorgeblich, um „Let´s dance!“ zu gucken (eines unserer guilty pleasures, ähnlich wie GNTM). Aber dann stellte ich fest, dass einer der Teilnehmer exakt wie der Rate-Djinn bei Akinator aussieht, woraufhin der Erklärfaun „Akinator?“ fragte, ich es ihm zeigte und ab da war der Abend ein einziges Herumgealbere.

Wir haben Feldherren aus dem dreißigjährigen Krieg (Piccolomini), fiktive Figuren (Felix Krull) und sogar den Imperator (den aus Warhammer, nicht den Star-Wars-Imperator oder mein Fitnessarmband) raten lassen. Sind dann soweit gegangen, es mit Malkav zu versuchen. Gerieten in Diskussion, ob Malkav nun Geschwister hatte (als Toreador-Spielerin bin ich von der Unterstellung, Malkav und Arikel wären Geschwister, nicht ganz so entzückt) und lachten albern, als die Frage „hat Deine Figur einen großen Penis“ kam.

Ja, Akinator ist schon ein nettes Spielzeug.

Trainingsmäßig lief gestern außer den vielen Schritten dank des ausgedehnten Spaziergangs nichts. dafür war ich heute morgen schon Laufen (meine Mutter hat mir einen Sport-BH geschenkt. Großartiges Teil, leider scheuern die Träger und damit ist es raus!) und bin mit dem Fahrrad bis nach Mannheim gefahren, um Shiratakinudeln zu kaufen. Die Sportkalorien brauche ich heute aber auch dringend, weil J1 seinen Geburtstag feiert und es in der gewählten Lokalität eher deftige Sachen zu essen gibt. Klar, Salat ginge immer. Aber ich mag keinen Salat. Ich bin eine Vegetarierin, die keinen Salat mag (manchmal schon, aber dann meist nur Tomaten-, Gurken- oder Kartoffelsalat). Ist das poetische Gerechtigkeit?