Ernährung, Weniger

Äpfel und Schokolade

Der Kitchen Safe tut brav seinen Dienst. Ich habe gestern ein Creme Egg herausgenommen und zwei Packungen Pseudo-Snickers und Pseudo-Mars vom Lidl eingefüllt. Normalerweise wären die jetzt schon mindestens zur Hälfte leer – aber so ist der Deckel zu und der Timer läuft bis morgen Abend. Denn heute brauche ich keine Schokolade, weil ich, wie meistens an Freitagen, mit Waldnymphe und Erklärfaun koche und esse. Samstag brauche ich auch keine Schokolade, weil wir Mage spielen und es in der Villa Kunterbunt immer genug vegane Gummibärchen gibt. Aber ich war schusselig und habe den Timer falsch eingestellt. Na, ist kein Beinbruch – ich drehe ihn am Samstagabend einfach weiter!

Die Snickers/Mars waren ein Spontankauf und sind kleiner als die Originale. Eins davon hat um die hundert Kalorien, kann also sehr gut genutzt werden, um den Creme Egg-Vorrat zu strecken.

Weiterhin fällt es mir erstaunlich leicht, den Behälter zu ignorieren. Wenn der Timer abgelaufen ist und ich mir etwas herausnehmen kann, ist das schön – aber die restliche Zeit ist er uninteressant. Dabei steht er recht prominent zwischen der Küchenmaschine und dem Kaffee – also dort, wo ich mehrmals am Tag hingehe und auch in direkter Sichtlinie, wenn man zum Backofen oder Kühlschrank muss. Es ist also kein Fall von „aus den Augen, aus dem Sinn“, obwohl es ja nach diesem Prinzip arbeitet. Seltsam. Psychologie scheint zu funktionieren. (Innere-Arschloch-Stimme: „Noch!“)

Woran ich hingegen noch arbeiten will, ist herauszufinden, welche Obstsorten sich als Süßigkeitenersatz optimal eignen. Orangen/Grapefruit mit Buttermilch oder Joghurt sind ein Träumchen. Aber Zitrusfruchtsaison ist nicht mehr lange. Auch Kaki ist wundervoll – und ebenfalls bald wieder verschwunden. Bananen liebe ich, aber die sind am besten zusammen mit Erdnussbutter und damit sind sie eine komplette Mahlzeit und als Snack raus. Trauben haben gerade nicht wirklich Saison und sind sehr kalorienintensiv. Beeren aus sonstwoher sehen schon furchtbar aus, werden dementsprechend schmecken und haben eine Ökobilanz wie ein Unfall bei der BASF. Tiefkühlobst ist schon toll, müsste ich mir aber in größeren Mengen anschaffen und auch sinnvoll auftauen. Birnen und Kiwi mag ich gern, aber derzeit finde ich Beides nicht in ansprechender Qualität. Mango und Papaya sind sehr weit gereist und müssen umständlich filetiert werden, weshalb ich sie – ähnlich wie Kaki – nur in kleinen Mengen und selten kaufe.

Was gar, gar, gar nicht geht sind Äpfel. Sehr lecker, regional und man braucht lange, um sie zu essen, aber aus irgendeinem Grund bekomme ich eine halbe Stunde nach Apfelverzehr einen mörderischen, raubtierhaften Hunger, wie ich ihn sonst nie erlebe. Das ist fast unheimlich. Ich könnte dann ein halbes Schwein auf Toast fressen und werde sehr, sehr unleidlich. Und das kann ich ja nun mal gar nicht brauchen. Keine Ahnung, welcher Bestandteil des Apfels das auslöst – sollen Äpfel auf Grund ihrer Ballaststoffe doch im Gegenteil lange und gut sättigen! Warum ich die komplett gegenteilige Reaktion zeige … keine Ahnung. Es bleibt schwierig.

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