Ach watt, Leben!, Ernährung

Zwischenstand des Hochsicherheitstraktes

Islands in the sky

Ich habe die Cadbury Creme Eggs seit zwei Wochen und es sind immer noch welche da. Ich habe seit einer Woche ein 24er-Pack Peanutbutter-KitKat (mühsam im Internet bestellt, da es dieses Mana der Götter bei uns in der Gegend im stationären Handel eben so wenig zu kaufen gibt wie den Zimtschneckentee … da braucht sich wirklich niemand zu wundern, dass die Leute lieber im Internet bestellen!) und es ist ebenfalls zum überwiegenden Teil noch vorhanden.

Und das alles nur dank Olé-Olé-Super-Kitchen-Safe!

Er wirkt also. Zwar nur so gut, wie meine Disziplin, beim Öffnen auch nur das herauszunehmen, was ich mir zu diesem Zeitpunkt zu essen erlauben möchte – aber offenbar reicht das. Ich muss nicht ständig Willenskraft aufwenden, sondern nur einmal. Ich kann meine Energie auf andere Dinge richten.

Zweiter Punkt, an dem ich in dieser Sache arbeite: MBSR. Das ganze Achtsamkeits-Gedöhns will meine Ärztin mir schon seit Jahren draufschaffen. Und egal, wie sehr ich mich anstrenge, es geht nicht voran. Mein Monkey-Brain rennt sofort im Kreis, wenn ich auch nur die Augen schließe und mich auf meinen Atem konzentrieren möchte. Deshalb war es auch so hart, sich den sicheren Ort zu erarbeiten und klappt es nicht wirklich, die Weißbrot-essen-Übung zu verinnerlichen.

Ich versuche nun, die Grundübungen (Atmen, Entspannen, Rumsitzen, Lächeln … klingt schon ein bisschen schräg) in meinen Arbeitsalltag zu integrieren. Immer wieder kleine Pausen und ein paar Minuten meditieren.

Vermutlich ist das der falsche Ansatz und man kann mit solch winzigen Einheiten keine Fortschritte erzielen, aber im Moment bekomme ich längere Strecken nicht hin.

Auf jeden Fall ist es mir schon gelungen, meine Mittagessenszeit um ein Drittel zu verlängern! Schnellhäcksler-Madame isst achtsam! Sehen Sie, wie sie nach jedem Löffel Porridge Pause macht! Beobachten Sie das Wunder, dass sie nicht schon die nächste Ladung aufschaufelt, während sie noch kaut! `lo and behold!

Ebenfalls mit übermenschlicher Anstrengung ist es mir gelungen, ein Buch zu beenden. Weshalb ich mir zur Belohnung gleich noch ein Neues angeschafft habe … Aber das war notwendig! Wir wollen den neuen Bladerunner-Film ansehen (ich gehöre zu dem Prozent Menschen, das den alten Film dröge, anstrengend und unbefriedigend fand) und die Lektüre von „Do Droids dream of Electric Sheep“ fiel auch in meine „von A bis Z in der Bücherei“-Phase, die bekanntermaßen so lange her ist, dass man damals noch mit D-Mark bezahlt hat, so dass ich die Handlung in keinster Weise mehr präsent habe. Da ist es hoffentlich verständlich, dass ich gar nicht anders konnte, als mir das Buch zu holen.

Nun auf in den Tag – ist immerhin Fast-Freitag!

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Ernährung, Weniger

Äpfel und Schokolade

Mein erstes Supernatural-Nerdshirt. 😊 #qwertee #supernatural #geekwear

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Der Kitchen Safe tut brav seinen Dienst. Ich habe gestern ein Creme Egg herausgenommen und zwei Packungen Pseudo-Snickers und Pseudo-Mars vom Lidl eingefüllt. Normalerweise wären die jetzt schon mindestens zur Hälfte leer – aber so ist der Deckel zu und der Timer läuft bis morgen Abend. Denn heute brauche ich keine Schokolade, weil ich, wie meistens an Freitagen, mit Waldnymphe und Erklärfaun koche und esse. Samstag brauche ich auch keine Schokolade, weil wir Mage spielen und es in der Villa Kunterbunt immer genug vegane Gummibärchen gibt. Aber ich war schusselig und habe den Timer falsch eingestellt. Na, ist kein Beinbruch – ich drehe ihn am Samstagabend einfach weiter!

Die Snickers/Mars waren ein Spontankauf und sind kleiner als die Originale. Eins davon hat um die hundert Kalorien, kann also sehr gut genutzt werden, um den Creme Egg-Vorrat zu strecken.

Weiterhin fällt es mir erstaunlich leicht, den Behälter zu ignorieren. Wenn der Timer abgelaufen ist und ich mir etwas herausnehmen kann, ist das schön – aber die restliche Zeit ist er uninteressant. Dabei steht er recht prominent zwischen der Küchenmaschine und dem Kaffee – also dort, wo ich mehrmals am Tag hingehe und auch in direkter Sichtlinie, wenn man zum Backofen oder Kühlschrank muss. Es ist also kein Fall von „aus den Augen, aus dem Sinn“, obwohl es ja nach diesem Prinzip arbeitet. Seltsam. Psychologie scheint zu funktionieren. (Innere-Arschloch-Stimme: „Noch!“)

Woran ich hingegen noch arbeiten will, ist herauszufinden, welche Obstsorten sich als Süßigkeitenersatz optimal eignen. Orangen/Grapefruit mit Buttermilch oder Joghurt sind ein Träumchen. Aber Zitrusfruchtsaison ist nicht mehr lange. Auch Kaki ist wundervoll – und ebenfalls bald wieder verschwunden. Bananen liebe ich, aber die sind am besten zusammen mit Erdnussbutter und damit sind sie eine komplette Mahlzeit und als Snack raus. Trauben haben gerade nicht wirklich Saison und sind sehr kalorienintensiv. Beeren aus sonstwoher sehen schon furchtbar aus, werden dementsprechend schmecken und haben eine Ökobilanz wie ein Unfall bei der BASF. Tiefkühlobst ist schon toll, müsste ich mir aber in größeren Mengen anschaffen und auch sinnvoll auftauen. Birnen und Kiwi mag ich gern, aber derzeit finde ich Beides nicht in ansprechender Qualität. Mango und Papaya sind sehr weit gereist und müssen umständlich filetiert werden, weshalb ich sie – ähnlich wie Kaki – nur in kleinen Mengen und selten kaufe.

Was gar, gar, gar nicht geht sind Äpfel. Sehr lecker, regional und man braucht lange, um sie zu essen, aber aus irgendeinem Grund bekomme ich eine halbe Stunde nach Apfelverzehr einen mörderischen, raubtierhaften Hunger, wie ich ihn sonst nie erlebe. Das ist fast unheimlich. Ich könnte dann ein halbes Schwein auf Toast fressen und werde sehr, sehr unleidlich. Und das kann ich ja nun mal gar nicht brauchen. Keine Ahnung, welcher Bestandteil des Apfels das auslöst – sollen Äpfel auf Grund ihrer Ballaststoffe doch im Gegenteil lange und gut sättigen! Warum ich die komplett gegenteilige Reaktion zeige … keine Ahnung. Es bleibt schwierig.

Ach watt, Leben!, Ernährung, Weniger

Gespannte Erwartung

Heute wird der Kitchen Safe ankommen. Ich habe mir auch gleich eine Zwölferpackung Cadbury Creme Eggs dazu bestellt. Damit ich das Ding gleich auf höchster Eskalationsstufe testen kann. Denn wenn etwas mein Kryptonit ist, dann die wundervollen englischen Fondant-Schokoladeneier. Da würde ich eine ganze Packung auf einen Sitz essen. Dumm nur, dass schon eins davon 150 Kalorien hat.

Weshalb ich es zwar ohne Probleme schaffe, zwei davon jeden Tag in meinem Speiseplan unterzubringen, mehr aber kritisch würden. Ideales Einsatzgebiet für den Kitchen Safe!

Es klingt wirklich fast zu schön, um wahr zu sein – ich outsource mein Willenskraftproblem, damit ich mich besser auf andere Dinge konzentrieren kann. „Andere Dinge“ sind derzeit nicht nur die Schulter, die gefühlt eher so mittel besser wird (ich fürchte, ich habe ein Schmerzgedächtnis entwickelt, da selbst drei 600er IBU pro Tag nicht wirklich etwas ausrichten …) und für die ich meine Morgengymnastik von Planks zu drei Zwanzigersätzen Crunches und Reverse Crunches verändert habe, sondern auch meine finanzielle und sonstige berufliche Situation.

Ich liebe meinen Job. Sehr. Ich wollte nirgendwo sonst arbeiten. Selbst wenn es manchmal so scheint, als hätte sich der komplette Restverlag verschworen, die Grafik in den Wahnsinn zu treiben, so ist es doch generell eher so, dass ich mich morgens auf die Arbeit freue. Klar, niemand mag Montagmorgen – aber es gibt die „och nööö, sooo früh“-Reaktion aufs Weckerklingeln und die „ich möchte liegenbleiben und verrotten“-Reaktion. Erstere trifft auf mich zu, weshalb ich glaube, am richtigen Ort zu arbeiten.

Aber … es gibt trotzdem Verbesserungspotential. Und darüber möchte ich mit meinen Chefs mal sprechen. Zeitnah. Die Einladungsmail zu diesem Gespräch ist schon raus und nun bin ich erstens auf die Reaktion gespannt und muss mir zweitens Stichwortkärtchen machen, damit ich mich nicht verzettle. Stattfinden wird es frühestens Ende nächster Woche. Zeit genug, mir Sorgen/Gedanken zu machen.

Ach watt, Leben!, Training

Große Erwartungen, große Enttäuschung

Zachary - sympathy for the vampire
Ich bastle in Second Life an meinem Vampire-Charakter.

Nicht in Sachen Gewicht oder Training, da läuft es ganz gut. Nein, die Enttäuschung lauert an ganz anderer Ecke. Ich habe mir kurz nach Ostern aus England Cadbury Creme Eggs bestellt. Weil jede/r englische Bekannte mir versicherte, dies sei die ultimativ leckere Osterschokolade. Überhaupt. Ganz prima.

Und weil ich mich sehr gerne davon überzeugen lasse, neue Schokolade auszuprobieren (hey, ich habe sogar die schreckliche Zotter Ayurveda-Schokolade ganz aufgegessen, weil ich der Meinung war, dass die doch gar nicht so schlimm schmecken kann, wie der erste Bissen in Aussicht stellte. Tat sie dann doch), orderte ich ein paar der verheißungsvollen Dinger.

Und wartete darauf. Und wartete. Wartete … Nichts kam an. Kontaktierte den Verkäufer. Bekam ein neues Paket versprochen. Das dann tatsächlich gestern den Weg zu mir fand. Ich hatte genug Luft im Budget, konnte mir also folgenlos zwei der Eier einverleiben.

Tja, was soll ich sagen? Lohnt leider gar nicht. Die Schokolade ist für deutsche Verhältnisse maximal mittelmäßig (wenn wir eine Sache in Mittelkontinentaleuropa draufhaben, dann ja wohl Schokolade, Gebäck, Kuchen!) und die Füllung ist einfach nur Zuckersirup ohne zusätzliche Geschmacksvarianten. Die Dinger sind also süß. Und das war es dann. Die Idee, die Füllung zweifarbig zu gestalten und so Eiweiß und Dotter zu simulieren ist ja nett, ersetzt aber leider kein Geschmackserlebnis.

Sind ihre Kalorien also nicht wert. Na, man muss alles einmal ausprobieren. Dass man dabei manchmal danebengreifen kann, liegt in der Natur der Sache und sollte nicht davon abhalten, beim nächsten neuen Ding wieder „Hurra!“ zu schreien.

Heute werde ich wieder Laufen gehen. Zwar ist der Muskelkater immer noch auf olympischem Niveau, doch hat es ja auch das letzte Mal geklappt, ihn mit leichtem Ausdauersport zu bekämpfen.

Was mich ein wenig beunruhigt ist, dass durch das Laufen der latente Schmerz in meiner Schulter schlimmer zu werden scheint. Ich habe das seit einigen Jahren und war noch nie damit beim Arzt, da es nur punktuell auftritt. Aber Joggen scheint es zu verschlimmern, was nun überhaupt keiner Logik folgt. Symptome zu googlen war mal wieder nutzlos bis ungut. Aber nur wegen so ein bisschen Pillepalle gleich stundenlang in einem Wartezimmer zu sitzen erscheint mir auch overkill.

Na, ich beobachte das erstmal weiter.