Cintiq

Zurück im Flow

*glücklicher Seufzer* Großes Cintiq. So muss arbeiten sein. 😊 #wacom #Cintiq #Illustration

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Vielleicht habe ich es tatsächlich geschafft und den in letzter Zeit so sehr prävalenten vicious circle von „Hurra, gesund, Sport machen“ – „Aua, aua, aua“ – Zwangspause – „Hurra, gesund, Sport machen“ … zu durchbrechen. Denn immerhin bin ich jetzt, großzügig gerechnet, schon wieder vier Tage dabei, ohne dass ich mehr als die üblichen (I’m looking at you, Kalkschulter!) Schmerzen habe. Vorsichtiger Optimismus beschleicht mich.

Und auch sonst ist alles ein freundliches Dahingleiten. Meine neue Isolierkanne erweist sich (bisher!) sogar als besser als die alte, da sie keine Undichtigkeit zwischen Gummidichtung des Glaskolbens an der Tülle und Mantel zu haben scheint (anscheinend ein öfter auftretendes Problem bei Emsa-Kannen, wie mir das Internetz verriet. Ich war nur zu faul, die alte Kanne deshalb umzutauschen). Ich hoffe, die behält diese positive Eigenschaft bei!

Der Sinn und Zweck der Kanne gefällt mir auch immer besser. Ich bin für meine Koffeinbedürfnisse nun zu 90% auf Grüntee mit Mandel/Hafer/Kokosmilch umgestiegen und finde das sehr schmackhaft. Die richtige Süßstoffdosierung lerne ich auch noch. Ganz sicher.

Des Weiteren macht Arbeit gerade sehr viel Spaß weil neues, lange herbeigebetteltes und nun dank „Spiel des Jahres“ auch bekommenes Spielzeug. Siehe oben. Ja, jeder Hedgewizard-Grafiker hat schon seit Jahren so ein Ding. Aber ich eben bisher noch nicht. Und nun hänge ich mit großer Begeisterung darüber. Ist außerhalb des Illustrativen noch etwas gewöhnungsbedürftig – aber das kommt noch. Die Schultertasten des Dings (sie heißen anders, aber es erinnert mich zu sehr an einen Riesengamecontroller, um sie nicht so zu nennen!) sind unglaublich nützlich. Muss ich mir nur meine Custom-Belegung auch noch merken!

Die Arbeitshaltung ist noch ungewohnt, da mein altes Grafiktablett ja flach lag. Mal sehen, ob das für meine Schulter auf Dauer gut ist. Aber ich mache zwischendurch immer ein paar Bodyweightübungen (was die Frau von der Berufsgenossenschaft vermutlich totaaaal gefährlich finde würde. Aber die denkt auch, ich würde krumm sitzen, was ich noch nie getan habe) und hoffe, damit Verspannungen am linken Arm, mit dem ich die Schultertasten hauptsächlich bediene, zu verhindern. Unser Senior-IT-Heimer (ja, das ist garantiert die offizielle Bezeichnung!) hat auch ungeahnte Tiefen offenbart und über Arbeitsplatzergonomie mit mir gesprochen. Gibt vielleicht bessere Tische, an denen man sich nicht mehr ständig die Knie an bizarren Leisten andonnert, und neue Lampen, die nicht so auf dem Cintiq spiegeln.

Merkt man, dass ich entzückt bin? Neeeein. Doch. Oh!

Essens- und Gewichtstechnisch ist alles im grünen Bereich. Entweder habe ich im Moment dank des Grüntees weniger Wassereinlagerungen als sonst zu dieser Zyklusphase oder ich unterschätze meinen Haltekalorienbedarf ein wenig. Na, gibt Schlimmeres! Sogar sehr viel Schlimmeres. Praktisch alles Andere. Aber ich will da noch keine festen Aussagen treffen. Das kann eine ganz normale Schwankung sein. So sicher wie CICO auch funktioniert, so sicher gibt es auch Unschärfen, weil der Körper nun mal keine Maschine ist und nicht jedes Lebensmittel immer exakt die Energiedichte hat, mit der es in irgendwelchen Datenbanken gelistet ist. Passiert eben. Weil: Leben ist unordentlich!

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Spannung und Abenteuer

Oberon - Stella Splendens

Tage ohne Sport – verbringe ich in virtuellen Welten.

Einerseits kam ich heute Morgen in den Verlag und fand das lange erwartete Cintiq auf meinem Platz (es kommt mir etwas kleiner vor, als ich es erwartet hatte. Der Erklärfaun meinte philosophisch „Ist das nicht immer so im Leben?“), andererseits ist mein Thermo-Kaffeebecher ein bisschen in meiner Tasche ausgelaufen. Was wiederum nicht ganz so schlimm ist, weil die aus LKW-Plane, Sicherheitsgurten und Fahrradreifen besteht und deshalb absolut abwaschbar in jeder Hinsicht ist. Auf jeden Fall der Auftakt eines Tages, der viel Überraschendes verspricht.

Außerdem ungewohnt: Der Erklärfaun und ich werden unter der Woche zusammen abendessen. Tun wir sonst nie. Also, zusammen. Abendessen an sich wollen wir schon jeden Tag. Und immer noch ungewohnt: Auch heute kein Sport. Das wird aber der letzte Tag. Morgen habe ich vor, wieder zu Joggen. Noch kein Bodyweight oder Hanteltraining aber immerhin laufen gehen.

Ich merke, wie die erzwungene Bewegungsarmut mir in mehrerlei Hinsicht schadet. Ich fühle mich rastlos und völlig aus der Spur, so als sei jeder Tag irgendwie um ein paar Grad zur Realität versetzt. Außerdem trinke ich zu wenig und schlafe deshalb (und wegen der fehlenden Bewegung natürlich) schlecht. Gar nicht zu reden davon, dass ich schwarze Gedanken bekomme, denen ich mit Sport in letzter Zeit so mühelos davonlaufen konnte.

Es wird also wirklich Zeit, wieder in meiner Normalität anzukommen. Und die beinhaltet seit einem Jahr eben Sport. Muss sein. Möchte ich so. Um mich körperlich und seelisch wohl zu fühlen. Ganz zu fühlen. Bei mir zu sein.

Erstaunlich, wie viel therapeutische Wirkung Laufen und Kraftsport entfalten kann. Wobei die Pause die letzten Tage schon notwendig war. Ich habe mir jeden Tag die Nackenmuskulatur mit der Schleimrolle bearbeitet, um meiner Schulter etwas zu helfen und das hat tatsächlich etwas gebracht. Der Kalkeinschluss sorgt zwar immer noch dafür, dass ich bei bestimmten Bewegungen einen Schmerz wie leichten Muskelkater habe – aber das wird jetzt eben so bleiben. Damit komme ich klar. Weil ich weiß, was es ist. Und weil ich jetzt auch weiß, wann das Ganze so bedrohliche Ausmaße annimmt, dass ich eine Pause einlegen muss. Es ist wichtig, seine Grenzen zu verstehen und zu testen.

Mit dem Knie bin ich mir noch etwas unschlüssig. Ob es wirklich schon wieder voll einsatzfähig ist. Ich mache weiterhin meine Übungen zur Kräftigung der Stützmuskulatur, werde aber trotzdem morgen die Orthese zum Joggen noch einmal tragen. Im Alltag bin ich schon wieder ohne sie unterwegs und das Knie knackt gar nicht mehr. Finde ich gut!

Jetzt auf in den Tag und sehen, was er mir so bringt. Hoffentlich Zeit, mit dem Cintiq die Otter-Illustration zu bearbeiten.

Hat man das Abnehm-Game eigentlich durchgespielt, …

The voyage
wenn supersexy Kollege aus dem Organized Play vorbeikommt und einen mit den Worten „Du hast doch Größe S, teste mal bitte, ob das nicht zu groß ist“ ein Shirt für die Messe-Spiel-Demonstrationsmädels anprobieren lässt?

Eitelkeit und Zufriedenheit meinerseits bewirkt es auf jeden Fall. Brauche ich auch dringend, weil der blöde Pickel am Kinn immer noch da ist. Warum kann mein Gendefekt da nicht auch mal durchgreifen?

Ich habe heute wieder heftigen Muskelkater im Schulterbereich. Bankdrücken ist in dieser Beziehung reichlich erbarmungslos. Auch die Trizeps-Übungen hinterlassen üble Schmerzen. Und weil ich – haha! – lernfähig bin, werde ich mich heute auf Beinübungen, Rumpfübungen und ein bisschen Compound Row (weil ich da eigentlich gut trainiert bin und nur noch selten Muskelkater bekomme. Und weil ich es mag, wie sich dann diese Ader auf dem Bizeps durchdrückt) beschränken, damit ich nicht wieder zu tief in den Wassereinlagerungswahnsinn falle. Der derzeitige Muskelkater äußert sich immer noch in glatten sechzig Kilo.

Gestern hat mir Kollege M. sein China-Fake-Cintiq ausgeliehen. Ich werde es am Wochenende mal installieren und sehen, ob es der Heilsbringer ist, den ich mir seit Jahren verspreche. Vermutlich wird mein Uralt-Photoshop zu Hause mir das Teil eh vor die Füße kotzen – aber dann muss ich testweise eben auf GIMP umschwenken (örgs). Kollege M. meint jedenfalls, dass er es nach anfänglicher Euphorie nicht mehr – oder kaum noch – benutzt, weil es einfach jedes Mal ein Act ist, das Ding betriebsbereit zu machen, wenn man keinen dezidierten Illustrationsrechner hat, an dem es hängenbleiben kann. Ich fürchte, dass das auch bei mir die Hürde sein wird, weshalb ich es für auf der Arbeit als weitaus sinnvoller betrachten würde als für´s Private – aber da wird sich quergestellt. Wir kriegen nur furzordinäre Wacoms. Hat ja bisher auch immer geklappt. Wir können doch arbeiten, wo sei denn dann bitte das Problem. Seufz.

Sonstige Ereignisse: Der Drucker auf der Arbeit ist kaputt. Für eine Grafikabteilung an sich schon lästig. Wenn man aber gerade in dieser Woche Dummies der Neuheiten für Keyaccount und Export bauen muss, eine ziemlich heftige Katastrophe. Natürlich gibt es noch andere Drucker im Verlag. Ebenso natürlich kommen die mit unserem dicken Klebepapier nicht so wirklich gut zu Rande und sind auch nicht so farbecht wie der Xerox. Aber wenigstens hatte ich am Ende des Arbeitstages zweitausend Schritte mehr als normal auf dem Imperator- hat sich schon aufsummiert, ständig ans andere Ende des Gebäudes zu rennen um nachzusehen, ob der bockige Hilfs-Druckknecht auch die richtige Papiersorte eingezogen hat. So hat alles seine guten Seiten!

Abends war ich bei der tief in Inventurarbeiten verstrickten Frau Schwan, habe Pakete abgegeben (sie haben auch einen DHL-Shop im Laden und weil ich dort im Gegensatz zur Post einen Parkplatz direkt vor der Tür bekomme, ist das bei vielen großen Paketen einfach praktisch) und habe sie ein bisschen unterhalten. Wir wollen unbedingt wieder mehr Zeit füreinander. Zum Glück ist ihr Hersteller-in-aller-Welt-Besuchsmarathon für dieses Jahr nun zu Ende. Hoffe ich. Dann können wir wieder durch den Wald laufen und reden!